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Ehrung der Weltfiieger.

Der deutsche Weltflieger von Gronau und seine Besatzung wurden von dem Berliner Oberbürgermeister Dr. Lahm empfangen. Als äußeres Zeichen der Anerkennung ihrer hervorragenden Leistung durften die Flieger sich in das Goldene Buch der Stadt Berlin eintragen. Unser Bild zeigt diesen feierlichen Augenblick. Sitzend von Gronau, unks neben chm Oberbürgermeister Tahm.

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Totensonntag in Berlin

Gedenkfeiern für die Toten des Weltkrieges.

— Berlin, 21. November.

Wie alljährlich am Totensonntag, veranstaltete der kchsbund der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilneh- und Kriegerhinterbliebenen eine eindrucksvolle Gedenk- mde für die Toten des Weltkrieges im Plenarsaal des ichstags. Der Bundesvorsitzende Christas Pfändner ge- : Hte der gefallenen Kameraden. Musikalische Vorträge irafjmten die Feier, die ihren würdigen Ausklang mit tm alten Soldatenlied „Ich hatt' einen Kameraden" fand. s Die vaterländischen Verbände unter Führung j Nationalverbandes der Deutschen Offiziere hielten einen kldengedächtnisgottesdienst in her Kaiser-Wilhelm-Gedächt- Kirche ab, zu dem auch mehrere Mitglieder des Hohen- llernhauses erschienen waren. Die Gedächtnisrede hielt ofprebiger Walter Richter-Reichhelm

| Auch das Reichsbanner gedachte wie alljährlich k Opfer des Krieges. In den Mittagsstunden begaben sich bei Ehrenkameradschaften nach dem Ehrenmal Unter den finden, wo sie nach einer kurzen Feier einen Kranz nieder» bten. Ferner fanden aus den verschiedenen Kriegerfried- pfen Gedenkfeiern des Reichsbanners statt.

^Zm Schlaf überfallen

Unglaublicher Rohheitsakt gegen den Bruder.

Berlin, 20 November.

r In einem Hause in der Hardenbergstraße in Berlin- starlottenburg spielte sich eine Familientragödie ab. Der R Jahre alle Pförtner Anton Dloszyk wurde, als er noch blies, von seinem Bruder überfallen und mit einem Tops Den Wassers übergossen. Nachdem der Täler, der 47 tote alte Martin Bloszyk, seinem Bruder mit einem Be- kffiel auch noch Kopfverletzungen beigebracht hatte, verließ [ die Wohnung und schloß sie hinter sich ab. Der Miß- mdelte stieg, obwohl er schwerverletzt war, aus dem Fen- h und rief um Hilfe. Ein Hausbewohner alarmierte die MIzei, die den Täter verhaftete.

I Man vermutet, daß der Rohling die Tat aus Rache Rangen hat, weil sich der Pförtner von seiner Frau fren- Wn wollte.

I Betrunkener sticht seine Frau nieder

ch einmal umzu- Arbeiter Stauis-

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t Zu einer Messerstecherei führte in Berlin der weitver- Mete Aberglaube, beim Stolpern noch einmal umzu- khren, um kein Pech zu haben. Als der Arbeiter Stanis- ?us Pinek aus der Graefestraße abends betrunken nach ^ause kam, stolperte er auf dem Treppenflur, und dieser oüfall veranlaßte den abergläubischen Pinek, wieder umzu- '^ren. Seine Ehefrau, die ihn bereits hatte kommen hören, ^sihm nach und bat den 22jährigen Werkzeugmacher Fritz Mlz, der sich gerade im Hausflur aufhielt, auf ihren Mann Mieden, nicht mehr fortzugehen. Obwohl Schulz sofort Wrte, sich in fremde Angelegenheiten nicht einmischen zu wollen, stürzte sich Pinek zuerst auf ihn und verletzte ihn W einen Stich in den linken Oberarm. Dann brächte er er Frau einen gefährlichen Stich in den Arm bei. Der er wurde festgenommen.

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folgenschwerer Gerüsteinsturz. Am Neubau einer omobilgarage in Mannheim stürzte aus noch nicht ge- Ursache ein Gerüst zusammen. Vier Maurer, die aus dem Gerüst befanden, wurden schwer verletzt.

Zwölfjähriger Schüler erschossen

Altona, 20. November.

In den Abendstunden kam es in Altona zu einem schweren Zusammenstoß zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten, die ein Verkehrslokal der NSDAP. stürmen wollten. Plötzlich fielen mehrere Schüsse. Ein 12 Jahre alter Schüler, der in der Nähe stand, wurde von einer Kugel getroffen und sank tot zu Boden. Außerdem wurde eine Frau durch einen Steinwurf erheblich verletzt. Eine polizei­liche Durchsuchung des Lokals nach Waffen verlief ergeb­nislos.

Eine unmenschliche Mutter

Das verbrechen an der sechsjährigen Rosemarie Boddin auf­geklärt. — Die eigene Mutter als Täterin verhaftet.

Berlin, 21. November.

Das Verbrechen an der sechs Jahre alten Rosemarie Pokorra-Boddin, die am 11. November besinnungslos auf den Gleisen der Stettiner Bahn unterhalb der Grenzbrücke ausgesunden wurde, ist in überraschender Weise aufgeklärt worden. Die Täterin ist die Mutter des Kindes, Marta Boddin, eine 25jährige $rau, die ein umfassendes Geständ­nis ablegte. Sie wollte das Kind beseitigen, um in den Besitz einer Versicherungssumme von 4000 RM zu gelangen, die beim Tode des Kindes an dessen Eltern fallen sollte.

Frau Boddin hat das Kind an dem kritischen Abend an dem übermannshohen Brückengeländer hinaufgehoben, angeblich um es hinüberschauen zu lassen, es dann bei den Fußsohlen gepackt und auf den Bahnkörper ge­worfen. Der Ehemann Boddin ist unter dem Verdacht, von dem Vorhaben seiner Frau Kenntnis gehabt zu haben, gleichfalls festgenommen worden.

Gasexplosion in Rotterdam

Rotterdam, 21. November.

In einem Gebäude, in dem sich ein Büromöbelgeschäfi befindet, ereignete sich eine schwere Explosion, durch die ein Polizeibeamter getötet und ein zweiter Polizeibeamter so wie sechs andere Personen schwer verletzt wurden. Bereits am Abend vorher hatten die Bewohner der oberen Stock­werke Gasgeruch wahrgenommen.

23 Personen vergiftet

durch ausströmendes Chlorgas.

Tilsit, 21. November.

Auf dem Anschlußgleis der Zellstoff-Fabrik stieß ein mit Lhlor beladener Wagen gegen einen Kran. Infolge des Anpralls brach ein Ventil des Chlorwagens ab. Durch die ausströmenden Gase sind von dem Betriebspersonal der Fabrik sowie von der Besatzung einiger auf dem Memel- strom liegender Fahrzeuge 23 Personen, darunter zwei schwer, an Vergiftungserscheinungen erkrankt und wurden in das städtische Krankenhaus einaeliekert.

Einsturz eines Neubaues Ein Toter, elf Schwerverletzte.

Manlua, 21. November.

In einer nahegelegenen Ortschaft stürzte ein Teil eines Neubaues ein. Zwölf Arbeiter mürben unter den Schutt­massen begraben. Einer der Arbeiter fand bei dem Unfall den Tod, die anderen erlitten schwere Äerletzungen.

Ansteigen der schwebenden Reichsschuld.

Die schwebende Schuld des Reiches ist im Oktober um rund 36 Millionen aus 1792,9 Millionen RM gestiegen. Die Zahlungs- oerpslichtungen des Reiches aus der Begebung unverzinslicher Schatzanweisungen erhöhten sich um 5 Millionen auf 1055,4 Mil- lionen RM, der Umlauf an Reichswechseln um 4,4 Millionen aus 400 Millionen RM. Kurzfristige Darlehen und Verpflichtungen aus früheren Anleiheoperationen betrugen unverändert 32,9 Mil­lionen und 4,4 Millionen RM. Die Schatzanweisungen zum Zwecke oon Sicherheitsleistungen haben sich von 272,8 Millionen auf 299,2 Millionen RM erhöht. Die dem Tilgungsfonds zur Rück­zahlung des Überbrückungskredits aus dem Jahre 1930 zuge- führten unverzinslichen Schatzanweisungen belaufen sich auf 383 Millionen RM.

Kommunistische Terrorpläne?

Die Berliner „Kreuz-Zeitung" berichtet in sensationeller Auf­machung über angebliche Terrorpläne der Kommunisten, die am 14. August in einer Sitzung des Moskauer Polit-Büros erörtert worden seien. An dieser Sitzung soll, wie das Blatt behauptet, auch Stalin teilgenommen haben.

Rettung aus Seenot. Die junge Hamburger Sportlerin Müller, die vor etwa einer Woche den Versuch unternahm, den Aermelkanal mit einem Klepperboot zu durchqueren und die seit ihrer Abfahrt von Calais vermißt wurde, wurde durch den Hamburger Schleppdampfer „Fairplay" aus schwe­rer Seenot gerettet und nach Dünkirchen gebracht.

Schmrgglernest ausgehoben. Beamten der Zollfahn» dungsftelle Köln gelang es, in dem sogenannten Straßburger Gaßchen hinter der Kölner Hauptmarkthalle ein Schmugg­lernest auszuheben und dort rund 100 000 belgische Ziga- retten und etwa 70 000 Bücher Zigarettenpapier zu be- Ichlagnahmen. Die beiden Vertreibet dieser Waren ein Brüderpaar aus Köln, wurden verhaftet. Beim Abtransport der Waren stellte sich eine Menge von Anwohnern de, Rheinviertels und auch eine Anzahl von Marktbeschickern den Beamten der Zollfahndung drohend entgegen, so daß diese sich mit dem Gummiknüppel freie Bahn schaffen mußten.

Schiffsbrand im Londoner Hafen. Auf dem in einem Londoner Dock liegenden Ueberseedampfer „Baradine", einem 13 000-Tonnen-Schiff, brach ein Feuer aus. Nach einigen Stunden angestrengtester Löscharbeiten konnte der Brand gelöscht werden, ohne daß erheblicher Schaden ent­standen ist. Das Schiff gehört der Compagnie Peninsular- Orientale.

Autohehler Erban nach Böhmen geflüchtet. Der Ber- liner Kaffeehausbesitzer Erban, der als Finanzier und Heh­ler einer großen Autoschieber-Kolonne steckbrieflich gesucht wird, ist nach Böhmen geflüchtet. Er überschritt bei Scham dau die Grenze und wandte sich dann nach Bodenbach, wo er noch am letzten Mittwochmittag gesehen wurde. Erbau befand sich in Begleitung einer unter dem Namen „schwarze Nelly" bekannten Dame.

Amy Johnsons Rekordflug geglückt. Die englische Flie­gerin Amy Johnson hat ihren Rekordflug glücklich beendet. Die Strecke London—Kapstadt hat sie in einer Zeit bewäl­tigt, die um zehn Stunden kürzer ist, als der von ihrem Mann, 'dem Ozeanflieger Mollison, gehaltene Rekord.

Kleine politische Meldungen

Gerhall Hauptmann bei Hindeaburg. Der Reichspräsident empfing Gerhart Hauptmann, der seinen Dank für die ihm an­läßlich seines 70. Geburtstages erwiesenen Ehrungen zum Aus­druck brächte.

Botschafter Küster bei Präsident Lebrun. Der deutsche Bot­schafter Küster wird heute vom französischen Staatspräsidenten zur Ueberreichung seines Beglaubigungsschreibens empfangen.

Raffelt überreicht sein Beglaubigungsschreiben. Der deutsche Botschafter beim Quirinal, Herr von Hassell, ist vom italienischen König zur Uebergabe seines Beglaubigungsschreiben» empfangen worden, , .. -

— Braunschweig führt ab 1. Dezember ds. Js. die Zchlachtsteuer ein.

— Bolivien hat die Reserve der Jahrgänge 1923*29 zu den Fahnen gerufen, um die Feindseligkeiten gegen Para­guay im Gran Thaco fortzusetzen.

— In Tolumbien hat ein außerordentlich heftiger Wol- kenbruch weite Strecken des Landes in kürzester Seit unter Wasser gesetzt. Zahlreiche Menschen sind in den Fluten um» gekommen.

Der Hohe Kommissar des Völkerbundes hat am Sonn­tag feine Entscheidung im Danzig-polnischen Streitfall über Wirtschaftsfragen bekannt gegeben. Der Kommissar hat in den wesentlichen Punkten der Danziger Ruffassung Rech­nung getragen.

Eltern sollen an der Erziehung und Gesunderhaltung ihrer Kinder nichte fehlen lassen. Die wissenschaftlichen Ar­beiten über den Wert der Vitamine sind ein großer Fort, schritt für die Ernährung und das Wachstum des Kindes, sowie für die Behandlung der rachitischen und skrofulösen Kinder von ganz besonderer Bedeutung. Jede Mutter müß­te ihrem Kinde mehrere Wochen lang Scott’e Emulsion ge­ben, weil sie hierdurch das Kind widerstandsfähig macht ge­gen Ansteckungsgefahr wie Erkältung, Grippe und dem Kin­de wertvolle Nährmittel in leichter Weise zuführt.