Einzelbild herunterladen
 

5 6 ich

N k MC

uni

Pl

Ich ebi

* k Btir 14

Amtliche Bekanntmachungen gandratsamk.

Uernrcht««g von Stimmretteln des

UolKsentfcheidesKandtagsauslöfung.

RdLrl. d. MdJ. vom 7. 11. 1932 Ic 700

Nachdem das Wahlprüfungsgericht beim preuß. Landtag die Prüfung der Gültigkeit des Volksentscheids vom 9. 8. 1931 eingestellt hat, weil diese durch, die Verordnung vom 14. 3. 1932 (GS. S. 135) über Vornahme von Hauptmast- len zum Preuße Landtag am 24. 4. 1932 gegenstandslos ge« warben ist, können die bei den Gemeinden lagernden Stimm« jdtel aus dieser Abstimmung vernichtet werden.

hierbei ist besonders darauf zu achten, daß nicht auch Stimmaettel aus den Wahlen vom 24. 4. 1932 zum preuß. Landtag, die nach § 73 der Landeswahlordnung vom 29. 10. 1924 (GS. S. 684) von den Gemeindebehörden bis

Hill

tz zur Gültigerklärung der Wahlen durch das wahlprü- jm fungsgericht aufzubewahreu sind, vorzeitig vernichtet werden. Im übrigen verweise ich auf Abs. 2 des Rd. Lrl. vom 3. 1932 I c 151 (MBliv. S. 241).

wird veröffentlicht!

Schlüchtern, den 18. November 1932.

Der Landrat. 3. D.: Duwe.

H ___

5!'

M Mit Zustimmung des Dberverslcherungsamts in Kassel li werden auf Grund des § 391 der Reichsversicherungsord- » nung die im § 57 der Satzung der Allgemeinen Grtskran- l i henkaffe für den Kreis Schlächtern vom 2. März 1931 auf 41/2 Hundertstel des Grundlohnes festgesetzten Kassen« m, beiträge mit Wirkung vom 21. November 1932 ab vor- k« läufig auf 5 Prozent erhöht. Diese zur Erhaltung der Lei- k sängsfähigkeit der Allgemeinen Grtskrankenkasse Schlüch- * wrn erforderlich gewordene Beitragserhöhung wird zunächst "oj;pis zum 30. Juni 1933 befristet.

$ Schlächtern, den 21. November 1932.

) l Das Versicherungsamt für den Beschluß,ausschuß.

Der Vorsitzende: Dr. 'Müller.

es

Kreisausschuß.

Freiwillige Sauitätskaionne in Schlüchteru.

$ J=Rr. 715 R. K. Jn der Erwartung, daß sich eine ge- } nügende Teilnehmerzahl findet, beabsichtigt die hiesige Sa= S nitätskolonne in diesem Winter eine Ne u a us b i ld u ng >y vn Männern zum Sanitätsdienst vorzunehmen. An dem '$1 (ursus, der sich auf 12 Doppelstunden an Sonntag-Nach- $ nittagen erstreckt, können nicht nur Männer vom 18. Jahre e» ib teilnehmen, sondern auch Jugendliche vom 14. Jahre ab.

bis letzteren soll dann eine Jugendgruppe gebildet »erden, welche der Sanitätskolonne angegliedert wird. Es ' bedarf wohl keines besonderen Hinweises mehr, daß das t # lettungs« und Sanitätswesen in der Zeit des fortschreitenden Verkehrs nicht nur für die größeren Städte, sondern auch [ir w das platte Land und für jeden Einzelnen von großer t,» Bedeutung ist, und daß es bisher recht segensreich gewirkt N Pt. Pflicht der Rotkreuz- und Samaritervereine ist es da? jer, dafür zu sorgen, daß eine immer größere Zahl von Män- lern und Jugendlichen für das edle Ziel der Nächstenhilfe r.furgebildet wird. Bei der starken Zunahme, besonders der , t VerkehrsUnfälle, ist es heute ein dringendes Bedürfnis, daß n jeder Gemeinde eine Ortsgruppe ausgebildeter Sanitäter 'esteht, die imstande ist, im Bedarfsfälle bis zum Herbei- iommen eines Arztes erste Hilfe zu leisten. Aufgabe einer ^n Gemeindeverwaltung sollte es daher sein, dahin zu M Dirken, daß an dem demnächst beginnenden Sanitäterkursus 7 " ächlüchtern recht viele ältere und jüngere Männer ihres S Ortes teilnehmen. Das gilt besonders auch für die ländlichen Gemeinden der Umgebung, die bei Unfällen noch mehr als ^1 $tabt auf die Tätigkeit der Ersthelfer angewiesen sind, iiti Unterzeichneten hoffen, daß die Anmeldungen, die bis

9m 8. Dezember entgegen genommen werden, so zahlreich Angehen, daß mit dem Kursus möglichst noch vor Weih- tz^' achten begonnen werden kann.

bchlüchtern, den 17. November 1932.

r Vorsitzende der Sanitätskolonne Schlüchteru: Wolf. Der Vorsitzende des Männervereins vom Roten Kreuz:

z

n

Dr. Müller, Landrat.

er

Bürgermeister Ucrsammlnttg.

in

U

J

. Mittwoch, den 23. ds. Mts. von 11 Uhr ab findet in m ^m am Bahnhof bei henke eine Versammlung der Bür« lsnneister der Landgemeinden statt. Thema: Bericht über ^Tagesordnung des Verbandes-in Kassel. 2. Verschiedenes, oi« Herren Bürgermeister wollen alle erscheinen.

Der Vorsitzende.

MWiMM beim WMM

fin$Mge>"tirredttng^ - Vor dem Beginn der Verhandlungen zwischen Zentrum nnd H 5 5 A P

Berlin, 20. November.

Die Parteiführerempfänge beim Reichspräsidenten nah­men am Sonnabend ihren Fortgang. Die erste Besprechung fand mit Adolf Hitler statt, die eine Stunde und zehn Minuten dauerte.

Aus der Seite Hitlers hat niemand weiter an ihr teil- genommen; sie vollzog sich zunächst zwischen dem Reichs­präsidenten und Adolf Hitler unter vier Augen. Gegen Schluß der Unterhaltung wurde dann Staatssekretär Meiß­ner zugezogen. Der Inhalt der Unterredung erstreckte sich aus eine Darlegung der gegenseitigen Auffassungen. Da die Besprechungen noch nicht abgeschlossen sind, werden sie in dieser Woche fortgesetzt.

Wenn auch der Zeitpunkt der Verhandlung geheim­gehalten worden war, sammelten sich doch schon in den ersten Vormittagsstunden Schaulustige vor der Reichskanzlei und vor dem Hotel Kaiserhof an. Die Polizei hatte keine größeren Absperrungen vorgenommen, sondern sorgte nur dafür, daß der Fahrdamm und die Einfahrt zur Reichs­kanzlei frei gehalten und der Verkehr nicht gestört wurde. Kurz vor 11 Uhr fuhr dann der Wagen des Reichstags­präsidenten Görjng vor der Reichskanzlei vor. Göring hielt sich jedoch nur eine knappe Viertelstunde bei Staatssekretär Meißner auf und kehrte dann in den Kaiserhof zurück. Kurz vor 11.30 Uhr erschien Adolf Hitler in Begleitung Görings vor dem Hotel und begab sich im Wagen in die Reichs­kanzlei. Die Menge brächte auch jetzt wieder wie schon bei dem Erscheinen des Reichstagspräsidenten Göring Heil- Rufe aus.

Zusammenkunft Schleicher-Hitler

Gerüchtweise vor allen Dingen in Süddeutschland verlautet, -daß der Reichswehrminister General von Schlei- cher dem Reichspräsidenten k)en Vorschlag gemacht habe,

votier zum Neuysranzier zu ernennen, zweie»eitu^w-zwr den als falsch bezeichnet.

In Wirklichkeit hat nach der Ankunft Hitlers in Berlin eine Unterredung zwischen dem General von Schleicher und Hitler stattgefunden.

Es ist im Anschluß an diese Unterhaltung auch die Behaup­tung aufgetaucht, daß Hitler bereit sei, zu Gunsten des Reichswehrministers auf das Amt des Reichskanzlers zu verzichten. Auch diese Behauptung wird von maßgebender Stelle als reine Kombination bezeichnet.

Nach Beendigung der Parteiführerbesprechungen bei Hindenburg wird jetzt die Fühlungnahme der Parteien untereinander erfolgen. Dabei gilt es als sicher, daß vor der gemeinsamen Verhandlung Besprechungen zwischen ein« zelnen Parteien, vor allem zwischen Zentrum und National­sozialisten, erfolgen werden, die bei den Parteien reichlich optimistisch betrachtet werden.

Die erste Etappe abgeschlossen

Mit dem Besuche des Staatsrats S ch ä f f e r für die Bayerische Volkspartei ist die erste Etappe der Besprechun­gen abgeschlossen, und der Reichspräsident wird sich dann in den nächsten Tagen über sein weiteres Vorgehen schlüssig werden. Die Ueberlegungen des Reichspräsidenten bewegen sich jetzt wohl vor allem in der Richtung, ob er selbst auch im nächsten Stadium mit den Parteien verhandelt, oder ob er einen Mann seines Vertrauens auswählt, der die wei­teren Verhandlungen in seinem Auftrag zu führen hätte. Nach Auffassung unterrichteter politischer Kreise sind beide Möglichkeiten gegeben.

Hitler selbst hat nicht die Absicht, nun von sich aus mit den anderen Parteien direkte Verhandlungen aufzu- nehmen.

Das scheint sich in seiner Unterhaltung mit dem Reichspräsi­denten ergeben zu haben.

Das wesentlichste Resultat der Besprechung zwischen ihm und dem Reichspräsidenten dürste darin zu sehen sein, daß die Fühlung mit ihm noch nicht zu Ende ist. Es ist bekannt, daß die Auffassung des Reichspräsidenten und die Adolf Hitlers über die innenpolitische weitere Entwicklung von­einander abweichen.

Der Verlaut

if der ersten Besprechung hat aber auf alle ichkeit zu einer Fortsetzung der Fühlung-

Fälle die Möglichkeit zu nähme noch offengelassen.

Berlin, 21. November.

Ueber den Stand der Verhandlungen zur Regierungs- neubildung wurde an den zuständigen Stellen auch während des Wochenendes strengstes Stillschweigen bewahrt. Die Situation läßt sich deshalb nur nach dem beurteilen, was in politischen Kreisen rein stimmungsmäßig verlautet. Danach scheint es, daß die Aussichten einer nationalen Konzentra­tion, wie sie vom Reichspräsidenten erstrebt wird, günstiger stehen. Man glaubt jetzt, daß die Fühlungnahme zwischen den Nationalsozialisten und dem Zentrum in Gang kommt. Jedenfalls ist eine grundsätzliche Verständigung darüber er­folgt, daß Verhandlungen stattfinden sollen.

Von der Seite des R e i ch s p r ä s i d e »t e n her ist bis Montag alles in der Schwebe. Deshalb läßt sich im Augenblick auch noch gar nicht sagen, ob Adolf Hitler in den

nächsten Tagen den Auftrag bekommen wird, den Versuch zu einer Regierungsneubildung zu machen. Offenbar soll erst einmal abgewartet werden, wie sich die Dinge zwischen den beiden Parteiführungen entwickeln, auf die es jetzt in erster Linie ankommt. 9m Augenblick hat es gar keinen Sinn, Prognosen zu stellen, und es ist deshalb auch über­flüssig, die recht vagen Gerüchte zu verzeichnen, in denen Einzelheiten der angeblichen Forderungen Hitlers für seine Beteiligung an einer nationalen Konzentration kolportiert werden.

Einordnung und Gemeinschaft

In diesem Sinne empfiehlt auch dieGermania", sich in dieser Atmosphäre höchst unsicherer und wider­sprechender Gerüchte mit einem ausreichenden Maß von Geduld zu wappnen und ruhig abzuwarten. Das dürfe man mit um so besserem Gewissen tun, fährt das Zentrumsblatt fort, als der ernste Wille des Reichspräsidenten, zu einer positiven Lösung zu gelangen, über jeden Zweifel erhaben ist. Das Zentrum werde an der Lösung dieser nationalen Aufgabe mit allen Kräften mitwirken. Am Zentrum werde das Werk nicht scheitern. DieGermania" fügt schließlich noch als Wink für die Verhandlungspartner des Zentrums hinzu, daß das gewaltige Problem der deutschen Gegenwart Einordnung und Gemeinschaft verlange. Die politischen Führer des deutschen Volkes müßten in diesen Tagen zeigen, daß sie mutig und selbstlos genug sind, um diesen Geist zur Wirkung zu bringen.

Die Haltung des Zentrums

Zu den Empfängen beim Reichspräsidenten schreibt die Kölnische Volkszeitung" unter anderem:Man gewinnt * Kabinett

den Eindruck, daß die Aussichten, das gegenwärtige durch ein besseres abzulösen, im Augenblick nicht i

nicht ungünstig

len.

Allerdings gibt es noch zu niese Unlicherheitssakta- vaß Niuu -heut« -tömrstr -cttw» ,K»sriiimuco Urteit

kommen könnte. Nur darüber herrscht weitgehende Einig­keit, daß es ein Zurück zum System Papen nicht geben kann. Die Nationalsozialisten scheinen entschlossen zu sein, sich dies­mal in die Reichsgewalt einzuschalten, wobei das bisher noch unbekannte Maß ihrer Machtansprüche unter Umständen ein großer Gefahrenpunkt werden kann.

Die Haltung des Zentrums ist unverändert klar: Sein Ziel ist die große Konzentration aller arbeitswilligen und positiven Kräfte. Ueber dieses Ziel herrscht in der Zen- trumsparkei völlige Einmütigkeit. Das ist in einer gemein­samen Sitzung des Geschäftsführenden Vorstandes und des Vorstandes der Reichslagssraklion des Zentrums noch ein­mal festgestellt worden."

Gleichzeitig beschäftigte sich der Vorstand der Zentrums­partei auch mit der Zuerteilung eines 70. Mandats für die Deutsche Zentrumspartei und beschloß, daß Reichskanzler a. D. Dr. Brüning sein Mandat auf der Reichsliste an« nimmt, so daß für Schlesien als dritter Kandidat nunmehr der Generalsekretär des Handels- und Industriebeirats des Zentrums, Dr F 0 n k, in den Reichstag einzieht. In West- falen-Nord wurde auch der Kandidat Schulte-Uhlenbrock gewählt.

Regierungsbildung durch Hitler.

Berlin, 21. 11. Der Reichspräsident empfing heute vormittag 10,30 Uhr erneut Adolf Hitler. Ueber diese Be« sprechung wird folgende amtliche Mitteilung herausgegeben: i Nachdem der Zu hier der USD.AP. dem Herrn Reichspräsi- i deuten mit aller Bestimmtheit erklärt hat, daß seine Partei nur in einer von ihm geführten Regierung Mitarbeiten könne, hat der Herr Reichspräsident Herrn Hitler als den Zührer der stärksten Partei des Reichstags ersucht, festzu- stellen, ob und unter welchen Bedingungen eine von ihm geführte Regierung eine sichere arbeitsfähige Mehrheit mit einheitlichem Arbeitsprogramm im Reichstag finden würde.

Berr Hitler erklärte, seine Antwort auf dieses Ersuchen dem Reichspräsidenten heute nachmittag schriftlich zu über« i Mitteln. ______________

5 Millionen Schaden bei der DD-Bank Düsseldorf.

Düffeldorf, 21. November. Nach Mitteilungen von zu­ständiger Stelle beläuft sich der Schaden, den der flüchtige DD-Vankdirektor Schäfer seinem Institut zugefügt hat, auf etwa 5 Millionen RM.

(wie Gerüchte in Schlüchtern Umläufen, soll dieser Mil- lienen-Defraudant ein geborener Schlüchterner sein).

Erdstost in WrKdentschland.

WTV. Düsseldorf, 21 .11. Jn der Nacht zum Mon­tag um 0.38 Uhr wurde in Düsseldorf und Umgebung ein heftiger Erdstoß verspürt, der etwa zwei bis drei Sekunden dauerte. Der Erdstoß mar so stark, daß die Leute aus dem Schlaf gemerkt wurden und Tische und andere Möbelstücke erheblich ins Wanken gerieten. Der Erdstoß wurde auch in Urefeld, Gladbach-Rheydt, Essen, Kecklinghausen, Dort­mund, Velbert, Xanten und Gpladen wahrgenommen. Der Bevölkerung bemächtigte sich große Unruhe.