Einzelbild herunterladen
 

«>»»>»I»,»»»»»"»»»»»"»"^

flus Stadt, Rreis und Provinz Mitteilungen lokalen Sntereflcs aus dem Kriisgibist sind für diese Rubrik willkommen.

Bußtagsgedanken

Versuchet euch selbst, ob ihr im Glauben seid; prüfet' euch selbst!" In diesem Apostelwort ergeht an uns die ernste Frage und Aufforderüng des Bußtages. Im Glau­ben sind nur Menschen, die ein lebendiges Gewissen haben. Wie steht es also mit unserem Gewissen? Und wie stehen wir zu ihm? Hören wir darauf, ^>der betäuben und über- i hören wir es, und schieben an die Stelle dessen, was es uns sagen und bedeuten sollte, das, wasman" für erlaubt oder unerlaubt hält?

Wenn wir unser Gewissen nicht verderben und töten, | erleben wir immer wieder eine Begegnung mit dem leben­digen Gott. Dann erhebt sich ernst, groß und schwer die göttliche Forderung vor uns, und bei wem wird dann nicht das gewaltige Manko entdeckt, zu dessen Deckung es nicht reichte, auch wenn man alles verkaufte, was wir haben? Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme Schaden an seiner Seele oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele löse?" Die Begegnung mit Gott in einem ehrlichen, lebendigen Gewissen ist und bleibt immer Gericht und Schulderlebnis, in dein der Mensch vor sich selbst zunichte wird und sich Gott auf Gnade oder Ungnade überliefern muß.

Es ist aber schon Gnade, daß der gerechte Gott, daß der große Gott sich überhaupt mit uns befaßt, unbegreifliche Gnadel Warum gibt er uns denn sein Gebot? Warum kommt er denn mit seiner hohen, heiligen Forderung zu uns armen, kleinen, unzuverlässigen Menschen? Wahrhaftig, er käme nichft läge ihm nicht an uns. Nun aber ist auch sein Gebot und sein Gericht ein Beweis, daß er uns nach- geht, und darum geht er uns nach, weil er uns trotz allem doch lieb hat und für sich haben will. Empfange die große, unaussprechliche Liebe, die vom Himmel herabgestiegen ist. Sieh den Herrn Christus an! Daß er noch da ist, das ist unsere Hoffnung, unser Trost, unser Licht und unsere Kraft. Darum wollen wir bitten und kämpfen, daß er uns immer völliger erfasse und völliger umgestalte und uns berufe in dieser bösen Zeit zu seinen Zeugen und Werkzeugen und uns in den Sorgen und Wechselfällen und Anfechtungen dieser Welt, auch allen Gewissensnöten gegenüber helfe, un­seres Glaubens zu leben und froh zu werden.

Für die (Errichtung von kaufmännischen I Ehrengerichten. Der Vorstand der Hessen-Nassauischen ' Industrie- und Handelskammern hat auf Antrag der In­dustrie- und Handelskammer Wiesbaden in einer Sitzung vom 9. November die 5 rage der Errichtung der kauf man ni= schen Ehrengerichte erneut aufgegriffen und hat bei dem Deutschen Industrie- und Handelstag den Antrag gestellt, die Errichtung kaufmännischer Ehrengerichte nach den von dem Verband aufgestellten Richtlinien bei der Reichsregie- rung zu beantragen.

Gers seid. (Rhön-Gasthof durch Feuer vernichtet). Der auf dem Wege von der Milseburg zur Wasserkuppe gelegene Gasthof Grabenhöfchen ist in der Nacht zum Samstag durch Feuer zerstört worden. Wohnhaus, Saal, Stall und Scheune waren' bereits bis auf die Grundmauern niedergebrannt, als die Feuerwehr von Poppenhonsen eintraf. Auch das Vieh, darunter zwei Pferde, ist in den Flammen umgekom- men. Der Besitzer des Gasthofes ist unter dem verdacht, den Brand vorsätzlich verursacht zu haben, in Haft genommen worden.

Kassel- (Großfeuer in einer Mühle). Die Hessischen Mühlenwerke Altenburg bei Felsberg wurden in der,Nacht zum Sonntag von einem Großfeuer Heimgesucht, das sich mit großer Schnelligkeit ausbreitete, da die Flammen in den gro­ßen Getreide- und Mehlvorräten reiche Nahrung fanden. Um den anschließend gelegenen gefüllten großen Getreidesilo zu retten, wurde die Kasseler Feuerwehr zu Hilfe gerufen, mit deren Hilfe es nach sechsstündigem hartnäckigen Ringen gelang, die Gefahr des Uebergrufens des Brandes auf den Getreidesilo zu beseitigen. Der Schaden ist sehr groß, er soll je dock zum Teil durch Versicherung gedeckt sein. Die Ursache des Brandes ist noch unbekannt.

Kirchlicher Anzeiger für Schlüchtern.

Evangelische Gemeinde.

Mittwoch, den 16. November (Büß- und Bettag) Vorm. 10 Uhr t Herr Pfarrer Burhenne.

Abends 9,8 Uhr: Herr KrelSpfarrer Rollmann.

Kirchlicher Anzeiger für Steinau.

Mittwoch, den 16. November 1932 (Büß- und Bettag)

10 Uhr Hauptgottesdienst in der Katharinenkirche, Nachm. 3 Uhr Predigtgottesdienst in der Katharinenkirche.

Erkältet?

Dann Assin 1 - Mk. in den Apotheken.

Wetterbericht. Das außergewöhnlich starke euro­päische Hochdruckgebiet hat sich unter Abflachung von Lk.m- dinavien nach Polen verlagert und wird vom Norden her rasch weiter abgebaut. Während sich jedoch über Lkandina- vien schon eine milde Westströmung durchgesetzt hat und an Norwegens Küste zu heftiger Negentätigkeit führt, herrscht über Deutschland rm Bereich einer Ostströmung noch teil- wei'e heiteres, trockenes Wetter mit verbreiteten nächtlichen Ltrahlungsfrösten. Witterungsaussichten für Mittwoch: viel­fach neblig und aufkommende Bewölkung, noch trocken, meist südlich«, später weltliche Winde.

EinDankschreiben. Die Rückkehr der Hagener Kin­der aus dem Kreise Schlüchtern erfolgte am 10. Oktober. Ein halbes Jahr lang durften die Kinder die Segnungen des Landaufenthaltes genießen. Sie sahen alle frisch und gesund aus und hatten Gewichtszunahmen bis zu 20 Pfund zu verzeichnen. Mit Schöben an Obst und Lebensmitteln reich beladen, wurden die Kinder von den Pflegeeltern an die Bahnstation gebracht und manche Abschiedsträne wurde geweint, ein Zeichen, welch inniges Verhältnis sich im Laufe der Wochen und Monate gebildet hatte. Die Stadt Hagen und die Eltern mit ihren Kindern können den Pflegeeltern im Kreite Lchlüchtern nicht genug danken für das Liebes- rverk, das sie an unsern notleidenden Kindern getan haben. Besonderer Dank gebührt aber auch den Behörden des Krei­ses Schlächtern, dem Kreiswohlfahrtsamt, den Bürgermei- ftern, Pfarrern und Lehrern, daß sie sich so bereitwillig in den Dienst dieser edlen Lache gestellt haben. Hoffentlich wer­den die freundlichen Beziehungen, die auf diese Weise zwi­schen Hagen und Schlüchtern entstanden sind, noch recht lange nachwirken.

Unsere Heimat". Ende der Woche erscheint Nr. 4648 der vom Heimatbund herausgegebenen Zeitschrift: Unsere Heimat" (24. Jahrgangs. Inhalt: Keine Heimat' ohne Heim (Flemmig). Heimatbilder von vorgestern ($temmig). Das alte Gymnasium zu Schüchtern (Tauer). Was gibts Neues daheim? (5temmig). Auf der Ofen­bank. Der Kerehond (Knauf). Ein weltbekannter Gelehrter aus unterer Heimat. Heimatpost. Die Zeit- sckrift geht allen portofrei zu, die sich mit einem Iahres- mindeftbeitrag als Mitglieder des Heimatbund-s anmelden. Neuanmeldunaen nehmen entgegen: Konrektor Schäfer lLchlüchtern) Lehrer Romeiter (Steinau) Lehrer Bromm (Salmünfter) $rl. Salbitt (Bad Laden).

Keine Ehrenbürger in Landgemeinden. Der mit der Wahrnehmung der Geschäfte des preußischen Innen­ministers beauftragte Reichskommissar Dr. Bracht ist von einem kommunalen Lpikenv?rba"d mit dem Rundschreiben der nSDRp.=Kreis(eifuna Un^ertaunu-Kreis zur Erzielung zahlreicher Ehrenbürgersch alten Aböls Beters festigt wor­den. In e inem Ministerialerlaß hat er jetzt zur Kenntnis ge- brackt, daß auf Grund der geltenden Rechtslage die Ver­leihung des Ehrenbüroerrechts in Landgemeinden als unzu- lässia erachtet werden muß, ba hie Qindg'meindeordnunq das Institut des Ehrenbürgers nickt kennt. Nach dem Mini- sterialerlaß ift die Verleihung eines Ehrenbüraerreckts in Landgemeinden gesetzwidrig darf nicht auf die Tagesordnung der Gemeindevertretung gebracht werden und muß gege- benenfalls von der Aufsichtsbehörde beanstandet werden

Der Kartenverkauf für den Theaterabend der Südwestdeutschen-Bühne beginnt erst ab Donnerstag, den 17. ^b. Mts.

*

Sozialdemokratische Partei (Eiserne Front)

Mitgliederversammlung, Mittwoch, den 16. November abends 8 Uhr im Hessischen Hof. Tagesordnung: Nach der Wahl, Was nun ? Alle Mitglieder werden gebeten zu er­scheinen. Der Vorstand,

H. C.

gweigvereln Schlüchtern.

Mittwoch, den 16. 11. 1932, 11. planm. Wanderung HerolzSan- nerz' Vollmerz Schlüchtern als Halbtageswanderung. Wanderzeit 4 Stunden. Abmarsch um 1 Uhr vom Friedensgarten, damit von den Teil­

Die Notwendigkeit der Kalkdüngung.

Der Herbst ist bie passendste Seit, die abgeerntek^ der, Wiesen und Gärten mit dem dringend erfordert Kalk zu versorgen.

Da säintliche Kulturpflanzen Kalk und Magnesia a^ men und dadurch den Böden diese Erdmineralien entjifü ferner durch die Nie der schlüge Kalk fortgeführt wird, klar, daß alle Böden bei Unterlassung der Kalkung fei oder später kalkarm werden.

Kalkverarmung setzt die Fruchtbarkeit und den Irlcaji Bodens stark herab, bie Böden werden nach und nächst Mißernten und Lagerfrucht auf den Feldern, schlecht ungenügender Ertrag im Garten, saures, mindern^ Futter auf Wiesen und Weiden sind die Folgen des K; mangels; dazu kommt das Auftreten typischer Unkräntz Massen, Verkruftung des Bodens, der bei Kalkmangel zu bearbeiten ist. Arbeit, Saatgut und sonstige vünW fahren bei Kalkmangel nur eine schlechte Ausnutzung.

Ein kalkarmer, sauerer Boden ist ein kranker Bobem die Bodenkrankheit kann n u r durch ausreichende K bungung behoben werden, einen anderen Ausweg A, nicht.

Man streue feingemahlenen, gebrannten Magnchi jetzt im Herbst zu Winterweizen, Wintergerste und bei versauertem Boden auch zu Winterroggen, kurz v« Saat, ca. 8 Ztr. pro Morgen. Ist die Kalkung, beP durch starkes Regenwetter, unterblieben, so kann M frühen Frühjahr ausgangs Winter durch eine Kopf« auf die Wintersaaten, ca. 3 Ztr. pro Morgen direkt out: Eggen ausgestreut, etwas nachholen.

Auf gekalkten Feldern laufen die Saaten kräftig auf unterliegen nicht so leicht der Auswinterung wie auf k armen Böden.

Begünstigt durch das nasse Wetter haben die Schnei letzter Zeit den aufkeimenden Saaten schweren Schafe gefügt. Auch hier ist Kalk das billige Hilfsmittel, bis Schnecken vernichtet, aber die Saaten düngt.

Nach der Hackfruchternte werden die zu Sommerfm aller Art gepflügten Felder gekalkt. Außerdem ist jch November und Dezember die beste Seit zur Kalkung Wiesen und Weiden; man streue ca. 10 Ztr. gebrm gemahlenen Kalk pro Morgen. Für jede Kalkung gifl alte Regel:Trockener Kalk auf trockenen, d. h. uff gennässen Boden und eineggen!"

Ferner kalke man das Gemüseland, die Obstbäume Beerensträucher; auch hier ist der Kalk einzureche»: leicht einzuhacken.

Landwirte und Gartenbesitzer beachtet den Kalk mch seither, er bringt Euch vielfachen Nutzen.

nehmern Kirche und Mittagessen Rechnung getragen werden kann. Frischauf! Adolf Pult, Führer.

KleinkaUber Schützenverein Schlüchten

Unser Uebungsschießen findet diese $ ausnahmsweise Samstag, den 19. b.! abends 8Hz Uhr statt. Sonst immer ? woch zur selben Zeit. Damit sich jede

verantwortlich für den Inhalt: Fr. Steinfelb.

RrbeitS- Invaliden Deutschlands.

Am Sonntag, den 20. November 1932 nachmittags 5 Uhr findet im Saale des Hessischen Hofes" eine Mir OHM# statt. Am gleichen Tage nachmittags */a2 Uhr W in Herolz. *W

Es spricht Kollege Schell aus Frankfurt.

Der

dem Schießen beteiligen kann hat der Verein eine 41 Büchse beschafft, sodaß der Schuß nur noch einen O

kostet.

Der Schießleitn

der Firma Hermann Birk Schlüchtern, Brückenauerstr. geht weiter!

Der Konkursverwalter.

Bekanntmachung.

Freitag, den 18. November 1932 sollen zu Elm Bahnhof vorm. 8 Uhr in der Gastwirt­schaft Henke: 1 Büffet, 1 Radioapparat, um 9 Uhr in Hütten in der Gastwirtschaft Wissenbach: 1 elektr. Motor, 2 Schweine, um 10 Uhr in Uttrichshausen in der Gastwiitschast Diegel- mann : 1 Rind, um 11.30 Uhr in Weichersbach in der Gastwirtschaft Schlott: 1 Rindchen, 2 Läu» ferschweine, 1 Ausziehlisch, um 1230 Uhr in Schwarzenfels in der Gastwirtschaft Ullrich: 1 Schwein, 1 Kuhkalb, 1 Kommode, öffentlich meistietend gegen sofortige Barzahlung zwangs- weise versteigert werden.

Schlüchtern, den 15. November 1932.

Kirschner, O. B. B., Fuldaerstraße 64.

Landwirte, 6»#, Angestellte erhalten unkündbare billige Darlehen nach kurzer Wartezeit.

Geschäftsstelle:

Philipp Giith, Hailer bei Gelnhausen, Post Meerholz, gegenüber dem Bahnhof. Sprechtage jeden Sams­tag und Sonntag bis i Uhr. Besuch jeder­zeit unverbindlich.

August/Oktober Zuteilung JMI 130.000.

Wer braucht Nabelholrstangen? diese werden in jeder gewünschten Menge, auch in einzelnen Städten, in jeder Stärke und Länge nach Wunsch sofort geschlagen und an bequemen Abfuhrplatz bereit gelegt. Sofort bestellen! Telefon 350 Schlüchtern. Uerwaltung Schloß Krandenstel» bei Elm.

Wer sucht Hypotheken, F» ,> I S 9 der Darlehen, Kauf. u. Bau- < zahle

jetzt keine Vorschüsse sondern wende sich so. fort zwecks kostenloser Auskunft an Fa. H. Thyssen, Frankfurt a. M., Bahnhofsplatz 2.

Bei Anfragen Rückporto erbeten.

Die Beleidigung die ich gegen Fräulein Margarete Jäger, Brettenbach ausgesprochen habe, nehme ich zu meinem Bedauern als unwahr zurück.

Gertrude Jäger, Hüllen.

Süll überlegen Sie nicht i -wenn Sie etwas511 kaufen haben oder;» fen suchen, ein m36U mer suchen - ganz (I ob Angebot ober II«.* ge, immer ist die K und schnellste vermiß die kleine Anzeige"

Schlüchterner Seitul

Die gute Anze

I

ist das beste Werbe'

Sie spricht zu Taus®1 und

erhöht

Umsatz u.GeW

ZahluaS

-befehb hat abzugcbe" H. Steinfelb Bahnhofstrab^