Denkspruch.
Wie doch die Habsucht sich betrügt: eo mancher ißt unreife Beeren Aus Furcht, wenn sie erst schmackhaft werden, Daß sie alsdann ein anderer kriegt.
(3. Trojan.)
Mangelnde Arbeitseinteilung
Es gibt eine große Zahl von Hausfrauen, die immer einen gehetzten Eindruck machen, die stets in Eile sind, deren Arbeirstagvom frühen Morgen bis zum späten Abend reicht, und die doch nie mit ihrer Arbeit fertig werden. In einzelnen Fällen mag das daran liegen, daß die betreffende Hausfrau so mit Arbeit überlastet ist, daß sie tatsächlich nicht fertig werden kann. Weit häufiger aber fehlt es an der rechten Einteilung. Da wird irgendeine Arbeit begonnen, auf die man sich gerade besinnt. Eine andere schließt sich an. Knapp vor der Mittagszeit überlegt man sich, daß es höchste Zeit ist, an die Zubereitung des Essens heranzugchen, die nun in aller Eile und demgemäß mit geringer Sorgfalt erfolgt.
Richtige Arbeitseinteilung kann auch der stark überlasteten Hausfrau täglich einige freie stunden verschaffen. Oft wird mittags und abends aufgewaschen. Für die Folge nimmt man es nur noch mittags vor. Reicht in ganz bescheidenen Haushaltungen das Geschirr nicht aus, so wird es allmählich durch billiges Steingut ergänzr. Am Kochberde braucht man nicht smndenlang zu stehen, wenn man sich die Vorteile der Kochkiste zunutze macht. Am Sonntag gewinn: man Zeit, indem man entweder bereits am Sonnabend den sonniagsbraien mit herstellt oder wenigstens alle Vorbereitungen dafür trifft. Die Reinigungsarbeiten werden genau eingeteilt, so daß ein bestimmter Raum an einem bestimmten Tage vorgenommen wird. Dann geht nicht ein ganzer Tag für die Wohnungsreinigung verloren. Es gibt eine ganze Reihe von Arbeiten, die sich in ähnlicher Weüe planmäßig festlegen lasten. Ihre Aufzählung in allen Einzelheiten würde hier zu weit führen. Jedenfalls ist es ein iehr wohltuendes Gefühl, auch im Haushalte sagen y können: Meine heutige Arbeit ist getan!
Behandlung der Milch
Die Bemühungen der Milcherzeuger und -Händler, einwandfreie Milch in den Verkehr zu bringen, müssen durch verständnisvolle Milchbehandlung im Haushalt ergänzt werden. Schwer zu reinigende verzierte Töpfe find für die Aufnahme der Milch vollkommen ungeeignet. Am besten nimmt man für diesen Zweck glatte, leicht zu reinigende Gefäße. Meist wird Milch in offenen Gefäßen aufbewahrt; dadurch wird sie nicht nur leicht verunreinigt, sondern auch schnell sauer. Am besten ist es, man hält die Milch dauernd mit Gazerahmen bedeckt. Es ist bekannt, daß die Milch außerordentlich schnell fremde Gerüche annimmt, nicht zuletzt solche von anderen LebensmitieTn. Man wird die Milch deshalb fern von starkriechenden Stoffen kühl und sauber ausbewahren.
Wird Milch gekocht, so nehme man keine Töpfe, die auch anderweitig im Haushalt verwendet werden. Die Milch ist ausschließlich in dem dazu bestimmten Kochtopf kurz auf- zukochen. Man sollte sie nach dem Kochen nicht zu langsam erkalten lassen, da sich sonst unerwünschte Bakterien entwickeln können. Am besten kühlt man die Milch sofort in fließendem Wasser unb deckt sie zu. Alle Milchgefäße sind nach dem Gebrauch sofort gründlich auszuspülen, denn alte Milchreste sind schwer zu entfernen und zersetzen sich leicht. Ueberdies verderben unsaubere Gefäße auch die einwand- freieste Milch.
Koch-Rezepte
Wirsingkohl mit Kartoffeln. Zutaten: 2% Pfund Wirsingkohl, 2% Pfund Kartoffeln, 2 Eßlöffel (50 Gramm) Fett, 30 Gramm Salz, 1 Prise Pfeffer, Muskatnuß und 1^ Teelöffel Maggis Würze. Zubereitung: Der Wirsingkohl wird gereinigt, klein geschnitten und mit 1^ Liter kaltem Wasser aufs Feuer gebracht. Wenn das Gemüse halb gar ist, fügt man Fett, Salz, Pfeffer und Muskatnuß hinzu. Die Kartoffeln werden geschält, in kleine Stücke geschnitten, in.einem besonderen Topf gekocht, abgegossen und gedämpft. Ist das Gericht gar, rührt man die Kartoffeln darunter und vollendet mit Maggis Würze.
Großreinemachen
Der November steht bei der Hausfrau im allgemeinen in einem ganz besonderen Zeichen. Mit ihm beginnt nämlich die Zeit des Groß-Reinemachens. Bevor der Winter seinen Einzug gehalten hat und uns an die Stuben fesselt, wird noch einmal alles blank und sauber gemacht, werden die Gardinen gewechselt, die Teppiche, die Betten und die Vorhänge geklopft. Um diese Zeit haben unsere braven Hausfrauen keine guten Tage, und man tut gut daran, ihnen erwas aus dem Wege zu gehen.. Und der Mann wird ja auch in den wenigsten Fällen Lust verspüren, sich in dem allgemeinen Drunter und Drüber aufzuhalren. Er der es schon ungern sieht, wenn nur auf seinem Schreib- tiich Staub gewischt wird, ergreift am besten die Flucht, wenn im Hame plötzlich alles auf den Kops gestellt ist. Mit Recht ideellen die Frauen ihre Männer eine undankbare Gesellschaft. Was die Hausfrauen sich in diesen Tagen an Arbeitsleistungen zumuten. daß ist wirklich nicht zu unterschätzen. Die bedeutend verschlechterten Einkommensverhältnisse zwingen wohl heute die Mehrzahl aller Frauen dazu, selbst große Wohnungen ohne irgendwelche Hilfe allein in Stand zu halten. Das kostet natürlich viel Mühe und Arbeit, und es ist beileibe keine Kleinigkeit für eine Frau, etwa den ganzen Fußboden mit Spähnen abzuziehen. Die Männer setzen sich nachher in das saubere Nest, sie meinen, es muß so sein, und was sie meistenteils vergessen, ist die Anerkennung des Geleisteten, der man mit ein paar Blu- i men oder einer Süßigkeit besonderen Ausdruck verleiht. Daran werden die Hausfrauen merken,- daß auch die Männer die Arbeit in ihrem Reiche genau so zu schätzen wissen, wie die Männer von den Frauen verlangen, daß deren Arbeit gebührend gewürdigt wird. Predi.
Leergewordene Einmachegläser sollen nicht zum Aufheben aller möglichen Speisereste und Kochmalerialien verwendet werden, sondern man sollte sie sofort auswaichen austrocknen und wieder aufhÄren.
Jugendpflege und Arbeitsdienst
Bei dem Landesbeirat für Jugendpflege, Iugendbew«, gung und Leibesübungen sind unlängst Berichte der do» Staat bestellten Bezirksjugendpflegerinnen eingegangen, j, denen diese Frauen Näheres über ihre Tätigkeit beim Fr» willigen Arbeitsdienst für Mädchen mitteilen. Daraus geh hevor, daß die Iugendpflegerinnen in vielen Regierung bezirken, insbesondere im Rheinland, in Hannover, Hess^ Nassau und Schlesien bei der Durchführung zahlreich«- Dienstvorhaben mitwirken. Durch ihre Arbeit haben b dazu beigetragen, die für Mädchen geeigneten Formen K Arbeitsdienstes zu entwickeln und zu erproben: Näharbi: für die Winterhilfe und andere wohlfahrtspflegerische Maj nahmen, Küchendienste aller Art, Hilfeleistungen in _noife denden Familien und tätige Unterstützung der örtlichen 6,, Holungsfürforge für Kinder und Frauen. Im Westen sich die Iugenpflegerinnen bemüht, auf Grund der gewonnen, Erfahrungen solche Frauen zu Führerinnen dienstwillig,- Mädchenaruppen weiterzubilden, die sich im Arbeitsdienst h reits bewährt haben.
— Neue Wohlfahrtsbriefmarken der Reichspost, t, fünf neuen Wohlfahrtsbriefmarken der Reichspost, die in einem Wohlfahrtsauffchlag für die Deutsche Nothilfe y/, kauft werden, gelangen jetzt zur Ausgabe. Die nach Sict stichen hergeftellten Marken in Querformat zeigen Bilde deutscher Burgen. Die Wohlfahrtsbriefmarken sind ebe°! wie die schon am 1. Oktober ausgegebenen Hindenb« Wohlfahrtspostkarten bis zum 30. Juni 1933 im inlä^Wr- und ausländischen Postverkehr gültig.
— Briefbeförberung nach Nordamerika. Wie das Reit- postministerium milteilt, war der neuerbaute itatienrj Dampfer „Conte di Savoia", der am 3. November fc erste Reise von Genua nach Neuyork antreten sollte, i die Beförderung der deutschen Briefpost nach Nordamert und darüber hinaus in Aussicht genommen. Nach neu: Mitteilungen aus Italien ist die Ausreise des Schiffes c? den 30. November verschoben worden. Die zum 3. 1 oember aufkommende Briefpost wird daher dem Damp: „Europa" zugeführt werden, der am 11. November Brm haven verläßt und am 17. November in Neuyork eintr:*
— Keine Wochenkarten für Angestellte. Die Haupt: waltung der Reichsbahn-Gesellschaft hat die vom GeMt schaftsbund der Angestellten geforderte Ausdehnung der t beiterwochenkarten auf Angestellte abgelehnt. Zur Begr: dung führt sie aus, daß nach dem Wortlaut des Be': derungssteuergesetzes sämtliche Arbeiterwochenkarten, k die an Arbeiter ausgegebenen, künftig versteuert weck müßten, wenn sie den Angestellten zugängig gemacht mv den. Außer der Mindereinnahme entstände der Deutsch- Reichsbahn dadurch eine erhebliche dauernde Mehrausgc: von acht Millionen Mark jährlich, und sie sei außerstand diese Mindereinnahme und Mehrausgabe zu übernehm oder durch eine Tariferhöhung an anderer Stelle aus? gleichen.
Aus Seenot gerettet. Der Hamburger Dampfer „& titla Ruh" rettete in der^Ostsee ein mit 16 jungen Seim besetztes Fischerboot aus Seenot. Das schwedische Boot m von Gotland ausgelaufen und nicht wieder zurückgeket: so daß man die ernstesten Befürchtungen um das Leben d Insassen hegte.
rauenschicksale
Rorim
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_ Auck der Sohn war oft verstimmt und verbittert. Er war cdiultämeraben begegnet und sie hatten den Sckilosierburschen nicht gegrünt; die Gesellen hatten ihn roh wegen seiner feinen Herkuni: gehäniell; am Tiich des Meisters hatte es irgend ein zwar sehr nahrhaftes, aber dem jungen Menschen wider- nehendes Gericht gegeben. Der Geheimrat schwieg fast immer und las mit scheinbarer Vertiefung die Zeitung, aber seine Finger bewegten sich nervös, und er räusperte sich alle Augenblicke.
Da war es denn wunderbar, die Frau zu hören. Sie hatte von jeher bett heißen Wunsch gehabt, daß ein Sohn Techniker werden sollte. Er war der Beruf der Zukunft; daß ihr Sohn diesen Weg aus so mühsame Weise hinanklimmen mußte, war köstlich. Nur Männer der harten Aroeit waren bestimmt, Großes zu erreichen. Sie war im voraus stolz auf die Ziele, zu denen er sicher emporkam. Sie sah ihn neue Maschinen erfinden. Sie sah ihn reich werden. Er ward ein neuer Alfred Krupp.
Und zuletzt leuchteten dem Jungen die Augen, und mit dem Mut heißen Ehrgeizes erfüllt, ging er von neuem an seine Arbeit.
Das wiederholte sich in irgend einer Form jeden Sonntag.
Und wie oft hörte Ebba die Frau in zärtlich entschuldigendem Ton sagen: „Ich muß heute an meinen Aeltesten schreiben. Er läßt ein bißchen die Flügel hängen. Mein Gott, es ist ja auch nicht leicht für ihn; er wollte in die Regierung und muß nun, anstatt Assessor bei irgend einem Ministerium zu werden, auf den Schulmeister los. Und neben dem Studieren sich noch immer durch Stundengeben Geld verdienen, das ist wohl auch sehr anstrengend. Da muß man ihm ab und zu ein bißchen die Bedeutsamkeit seines künftigen Berufes ins Ideale rücken. Ich zünde dann sozusagen ein paar bengalische Lichter an. Aber es hilft immer. Besonders wenn ich ihm vorrede, daß es der Traum meines Lebens sei, ihn als Schul- direktor in einer reizenden kleinen Stadt zu wissen, wohin dann auch ich ziehen könne."
Der zweite Sohn war in der Kausmannslehre bei einem Verwandten in der Provinz.
„Nein, der Junge!" sagte die Geheimrätin, wenn ein Brief von ihm kam, „nun ärgert er sich wieder über all die Demü- tigungen, die Tante Laura und ihre Töchter ihm antun, und über die kleinkrämerische Pedanterie von Onkel Wilhelm. Ich werde ihm wieder mal oorstellen, welche Vorteile das für ihn mit sich bringt, daß er jetzt so viel Selbstbeherrschung lernt, wo er noch so jung ist, und wie gut und leicht er sich nachher in die Lebensverhältnisse finden wird, weil die ersten, in die er kam, unerquicklich waren."
Wußten die Söhne, was ihre Mutter an ihnen tat? Und sie tat es ganz naiv, konnte man sagen, sich ihres bildnerischen.
trostttchen, vorwärtstreidenden Tuns gar nicht weiter bewußt, oder doch wenigstens nicht über dasselbe nachdenkend w:e über ein Problem.
Und scheu dachte Ebba an die Mutter des geliebten Mannes —
Sie errötete in der Einsamkeit ihres Zimmers.
Manchmal kam ihr der Gedanke, daß Faufta sie mit Absicht dazu getrieben habe, sich bei dieser Familie einzumieten.
Sonst enthielt sie sich jeder Einmischung in Ebba- Angelegenheiten. Immer wieder betonte sie den befreienden Wert der Selbständigkeit und sagte, daß unbeeinflußte E-c'schlüsje auch wenn sie in die Sackgasse eines großen Irrtums führten, immer erzieherisch nardwirkten.
Und dennoch hatte Ebba das unbestimmte Gestühl, bewacht und geleitet zu werden, wenn auch nur an ganz losen Zügeln, wenn auch nur durch die ganz selbstverständliche Wirkung eines reifen Geistes auf einen gärenden.
Jeden Mittag aßen sie zusammen und allein. Dann waren sie beide von der Arbeit ihres Vormittags etwas müde und sprachen wenig, auch sah Fausta dann abgespannt nft sogar alt aus.
Aber abends lebte sie auf und gewann neue Jugend. Sie war ein geselliger Mensch und sah oft Gäste bei sich. Unter diesen war die am häufigsten wiederkehrende Erscheinung ein junger Bildhauer, ein schöner, hoher Mann mit einem blonden lockigen Haarschopf, der ihm dick auf die Stirn fiel, und mit blauen Feueraugen.
Er hieß Vilm. Ob er einen Vornamen hatte, ob dies ein Künstlername war, wußte man nicht recht.
Er hatte das Relief gemacht, das Faufta zu Helenens Hoch- zen geschenkt hatte, und sich durchaus nur die Kosten des Marmors dafür ersetzen lassen wollen. 1
Man jah es auf den ersten Blick, daß er in Fausta verliebt ®$r,
Sie ließ es sich in einer lachenden und gnädigen Art ge- lallen. War aber von Vilms Kunst zwischen ihnen die Rede, so wurde sie sehr ernst und hielt :hm hohe Ziele vor.
„Ein Mann von Ihrer Begabung" — „Sie, der Sie sich so ganz von der Menge unterscheiden" — „von Ihnen erwartet man eine neue Epoche der Skulpture."
„Ist er wirklich so bedeutend?" fragte Ebba einmal, ol: sie Gäste gegangen waren und sie zusammen mit raschen Händen aufräumten.
„3h bewahre. Ein nettes Talentchen, äußere Porträtähn- üchkeit zu treffen und besonders Frauenköpfe ein bißchen graziös zu umzieren, viel mehr gewiß nicht/ sagte Fausta.
„Aber — aber wie unrecht tust du dann an ihm," ries das junge Mädchen, „du vergiftest ihn jal"
„Warum läßt er sich vergiften?" meinte die andere seelen- c'.ihig.
„Aber wie kannst du so deine Macht über ihn mißbrauchen?"
„Schatz — um zum rechten Genuß seiner Macht zu kommen muß man sie mal mißbrauchen!
Ihr Gesicht leuchtete im Triumph eines stolzen Selbstgefühls.
Das junge Mädchen stand erschrocken. Sie konnte nick!' greifen, was sie hör.e.
Und ein entsetzlicher Gedanke kam ihr.
„Und ihn — ihn hast du auch so vergiftet?" ries sie ä stand mit gefalteten Händen vor der anderen.
Die glitt von ihrem Sitz herab und sagte: „Es ist H Geh zu Bett!"
Und sie drehte plötzlich die Lampe aus.
„O du--- " brächte Ebba zitternd heraus. Da füllte sich in der Dunkelheit von zwei Armen umschlungen, " eine ernste Stimme sagte leise an ihrem Ohr: „Ihn n:: Er ließ sich nicht vergiften. Ich sah ihn dagegen sümpfen.t siegte. Er war ein Mann! Und dieser war in deine h: gegeben. Du hättest die Engheilen in ihm und um ihn " brechen können. Aber du warst zu unklug. Ihr zusammer.' o — aus euch hätte schon etwas Vollkommenes werden!-" neu — du weißt, wie ich neulich sagte . . ."
„Nun," jprach Fausta milde und tröstend, „das ist uork Such nur in dein, was dir Ersatz sein soll, was Ganzes- werden. Dann wirst du niemals unglücklich sein. Das wäre - schlimm, wenn s keine Zufriedenheit gäbe, außer durch Mann." —
Ebba wollte auch ehrlich danach trachten, etwas Ganzes- werden. Allein sie stand vor ihren Aufgaben oft verzweisel- Ohne Trude Edleffsens Beistand wäre sie verzagt. Di- ßm den ersten Tagen stundenlang mit ihr beratend b- imen. Es gab vor allen Dingen zu bedenken, daß N zweiundzwanzig Jahre alt war und unmöglich den gan-- Gymnasialkursus von neun Semestern mehr durchmali- konnte. Trude Edleffsen nahm eine Art Privatprüfung' Ebba vor und meinte, wenn das junge Mädchen sehr, K fleißig sein wollte, könnten die schon vorhandenen Keil Nisse so weit geordnet und ergänzt werden, daß nach ei« halben Jahr bereits der Eintritt in den Oberkursus mög" sei.
Trude blieb auch dabei, daß zunächst das Lehrerin«' examen zu machen sei; die Summe der dabei gewonne« Kenntnisse käme bei dein Besuch der Gymnasialkurse zu sie« und böte, gegenüber dem geringen Zeitverlust, doch für / Fälle eine Garantie, falls unvorhergesehene Umstände i- Bestehen der Maturitätsprüfung verhinderten. Ihren Hin>^ gebauten Jagte Trude Edleffsen nicht: sie war nämlich zeugt, daß ein so schönes, frisches, begabtes Mädchen n' unverheiratet bleiben werde, und hatte speziell den W Olaf Beuthner in Verdacht, daß er diesmal ernsthaft verl« sei.
(Fortsetzung folgt.)
1225 Seiten Favag-Urteil. Das Urteil im Franks"^ Favagprozeß ist nunmehr sämtlichen Angeklagten W stellt worden. Es beginnt jetzt die Revisionsfrist zu la»l Eine Drucklegung des Urteils ist nicht erfolgt, aber es 1 im Abzugsverfahren vervielfältigt worden und umfaßt ty 1225 Seiten. Für eine solche Urteilsabschrift werden I Mark gefordert.