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Bom Reichsmilchausschuß

Gesunde Ställe bilden die Grundlage für den Erfolg in der Milchviehhaltung. Mangel an Luft, Licht und Reinlichkeit ver­mindern die Widerstandsfähigkeit der Milch- tiere gegen Krankheiten und schließen die Ge­winnung einwandfreier Milch aus. Reichs­milchgesetz und Ausfühnmgs-Besttmmungm stellen daher entsprechende Anforderungen an die Stallungen.

Richtlinien für Milchviehstülle sind unten­stehend unter Mitberücksichtigung dieser gesetz­lichen Bestimmungen gegeben. Sonderbestim- mungen einzelner Länder wird dadurch nicht vorgegriffen. Ausführliche Anleitungen sind in einer genaue Pläne enthaltenden Broschüre des Reichsmilchausschusses Berlin W 8, Wil- Helmstraße 48, niedergelegt. Preis der Bro­schüre 0,10 RM.

Richtlinien für den Neu- und Umbau von Milchviehställen.

Bauberatung: 3m Reichsmilchgesetz sind die Anforderungen festgelegt, die an die Gewinnung mrd den Vertrieb guter Milch ge­stellt werden. Die Vorbedingungen lassen sich zum großen Teil nur durch einen einwand­freien Stall erfüllen. Es wird daher dringend geraten, bei jedem erforderlich werdenden Um- oder Neubau eines Milchviehstalles einen im landwirtschaftlichen Bauwesen erfahrenen und mit den Forderungen des Milchgesetzes durch­aus vertrauten Spezialsachverständigen zur Beratung hinzuzuzrehen. Man wende sich daher in erster Linie an die zuständigen Bauberatungs - Aemter der LandwirtschaftS- kammem bzw. an die staatlichen Bau- beratungsstellen in Bayern, an die Baustelle der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft in Berlin oder an die Milchwirtschaftlichen For- schungsanstalten in Kiel und Weihenstephan.

Lage des Stalles: Die Lage des Milchviehstalles muß so sein, daß möglichst einfache und bequeme Bewirtschaftung erreicht und unnötiger Zeitverlust oder Leerlauf in der Wirtschaft vermieden wird. Auch ist darauf zu achten, daß der Stallraum gut be­lichtet und gelüftet werden kann. Gute Be- sonnung der Plätze des Nachwuchses ist be­sonders wichtig. Die vom Stall abzu- trennende Futterkammer muß so liegen, daß Belichtung rmd Lüftung des Stalles nicht leiden; besonders sind Staub und Geruch nach Möglichkeit vom Stalle fernzuhalten.

Raumbedarf: Die Abmessungen des Platzes für ein Stück Vieh bleiben abhängig von der Art der Aufstellung und der Große der Rasse. Durchschnittsmaße sind in einer ausführlichen Schrift des Reichsmilchaus- schusses niedergelegt.

Das Gaßmostholzsaß

Bon Professor Dr. Julius Kochs

Reben der gewerblichen hat auch die häus­liche Süßmostbereitung in den letzten Fahren an Umfang außerordentlich zugenommen. 3ur Lagerung dieser Getränke, der naturreinen, »»vergorenen Fruchtsäste, bedient man sich in Süddeutschland vielfach der Holzfässer, in Mittel- und Norddeutschland dagegen mehr der Glasballons und Korbflaschen. Dies liegt zum Teil daran, daß man von alters her in Süddeutschland an die Bereitung des Apfel­weines gewöhnt war und damit an die Be­handlung und Pflege der Holzfässer. Um nun auch das Holzfaß für Süßmostz mehr einzu- sühren, hat die Böttcher-Innung Groß-Bersin, Kreuzstraße 9, eine bemerkenswerte Anweisung für Anwendung und Lagerung ausgearbeitet, welche in Form eines Flugblattes kostenlos zur Berteilung gelangt. Zur Lagerung von Süß­

Stallart: Um eine hygienisch ein­wandfreie Gewinnung der Milch zu erzielen und gleichzeitig die Gefahr der Uebertragung von Tierkrankheiten zu verringern, sollten für Milchvieh nur auszudüngende Ställe in Be­tracht kommen. Bei diesen sogenannten Flach- ställen sind Langstände mit Faucherinne^, Kurzstände mit Kotgruben oder Kotplatten und Iaucherinnen, ferner Mittelstände mit Kotplatten und Faucherinnen gebräuchlich. Besondere Mkalbeställe sind zu empfehlen. Soll in einem Stall der Dünger längere Zeit liegen bleiben, so ist ein Tiefstall ein- zurichten, soweit Tiefställe in dem betreffenden Lande gesetzlich zugelassen sind. In erster Linie sind hierbei die von der Landesregierung für Tiefställe erlassenen besonderen Vorschriften zu beachten. Der Tiefstall darf für Milchvieh nur als Tief-Laus-Stall gebaut merben, wenn die Milch bei ihrer Gewinnung vor nachteiligen Einflüssen geschützt werden soll. Denn nur, wenn das Vieh frei umherläuft und regel­mäßig geputzt wird, besteht die Möglichkeit, neben der Gewinnung eines erstklassigen Düngers, die Tiere sauber und gesund zu erhalten. Frei umherlausendes Vieh sucht sich stets saubere Lagerplätze aus. Deratt her­gestellte Tief-Lauf-Ställe haben sich gut be­währt, sofern viel Stroh vorhanden, genügende Bewegungsfreiheit der Tiere gewährleistet ist und eine einwandfreie Entlüftung besteht.

Stände Langstände sind Stände, aus denen anschließend an den Lagerplatz des angebundenen Tieres ausreichend Platz zur Dungablagerung vorhanden ist. Sie sind also besonders beim Vorhandensein reichlicher Ein­streu und wegen der Bequemlichkeit für die Tiere für Zuchtvieh geeignet.

Kurzstände sind hauptsächlich in stroh- armen Gegenden üblich. Für Zuchtvieh sind Nachteile zu befürchten, falls starker Weide- gang keinen Ausgleich gegenüber der Stall- Haltung schafft.

Mittelstände besitzen die bequeme An- bindevorrichtung der Langstände. Die Tiere liegen auf erhöhter Standplatte, so daß der Kot auf die ticferliegende Kotplatte fällt Den Ständen ist ein der Viehgattung und Aufstallungsart anzupassendes Gefälle zu geben. Das Pflaster soll leicht zu reinigen und leicht zu desinfizieren sein, muß aber auch bis zu gewissem Grade warm Haltens Zu glattes Pflaster ist zu vermeiden.

Faucherinnen: Die Faucherinnen sollen ein schnelles Abfließen des Harns nach dem Iauchebehälter ermöglichen. Gefälle mindestens 1:100 (1 cm je Meter). Der dreieckige Quer­schnitt ist der günstigste. Die Rinnen müssen leicht zu reinigen sein, die Beläge etwa ab­

most, gleich aus welcher Fruchtart, ist ein 2 bis 3 cm starkes Eichenholzfaß zu verwenden. Es wird von jedem Böttchermeistcr gebrauchs­fertig geliefert.

Die Anwendung ist folgende. Eine halbe Stunde vorher, ehe der Most pasteurisiert (entkeimti wird, hat man das Faß dreimal mit siedendem Wasser auszubrühen. Bei jedem Brühen muß man ein Zehntel des Faß- inhalts kochendes Wasser einfüllen, zuspunden und hin- und herschwenken. Dadurch wird das Faß keimfrei. Ist nach dem letztmaligen Brühen das letzte heiße Wasser aus dem Faß gelaufen, wird das Spundloch sofort mit einem in zweiprozentiger schwefliger Säure getränkten, mehrmals gefalteten Leinentuche bedeckt, damit keine Hefen- und sonstigen Pilzsporen, die überall, auch in der Luft, sind, hineinkommen.

gedeckter Rinnen also leicht zu entfernen. Die Ableitung ist so einzurichten, daß Dunst aus den Fauchekanälen nicht in den Stall zurückziehen kann.

Krippen: Am besten massiv mit ein­gelegten Trögen aus glasiertem Ton (Stein­gut), auch bei Tief-Lauf-Ställew Trogquer- schnift möglichst nicht Halbrund, sondern am Futtergang tiefer als an der Krippenkante. Bei Lang- und Mittelständen Krippen etiva 40 bis 50 cm hoch, nur bei dem Kurzstand etwa 25 cm hoch, so daß die Tiere beim Sichlegen nicht von der Krippe zurücktreten müssen, sondern Hals und Kopf über die Krippe hinweghalten. Dadurch wird kurze Anbindung an der Kette möglich, so daß die Tiere sich nicht in den Kot legen können.

Wände und Decken: Die Wände und Decken müssen leicht zu reinigen sein. Die Wände müssen, soweit sie nicht abwaschbar sind, Kalkanstrich haben, der jährlich min­destens einmal zu erneuern ist. Die Durch­lüftung behindernde Bauteile an der Unterseite von Stalldecken sind zu vermeiden. Fm übrigen Ausführung der Decke so, daß Niederschlagbildung von Stalldünsten an der Decke nach Möglichkeit vermieden wird.

Lüstungsanlagen sollen ausreichende Durch­lüftung, Zuführung frischer Luft und sach­gemäße Wleitung schlechter Luft gewährleisten, ohne daß Zugerscheinungen eintreten. Ihre Lage ist deshalb von Fall zu Fall den ört­lichen Verhältnissen anzupassen.

Stallfenster: Die Stallfenster sind in Fläche und Lage so zu wählen, daß aus­reichende Belichtung gewährleistet wird. So­weit möglich, soll durch die Fenster eine gute .Besonnung der Stallräume erreicht werden, j Alle Lüftungsflügel sind nach innen aufschla- 5 gend, am unteren Ende drehbar, als Kipp- i flügel anzuordncn. Schweißwasserableitun - ! nach außen, damit die inneren Wandflächc.. der Fensterbrüstungen durch ablaufendes Schweißwasser nicht durchnäßt werden.

Milch Kammern: Die Milchkammern sollen luftig und hell sein und möglichst nach Norden zu liegen. Verbindungen mit dem Stall oder Abort durch Türen, Luken und Fenster sind verboten. Auch vor den Fen­stern sollen keine Abortgruben oder Mist- stätten angelegt sein. Die bis zur Höhe - von 1,50 Meter abwaschbaren Wände und die ; wasserundurchlässigen Fußböden müssen leicht ! sauber zu halten sein. Daher sind zur Box- i meidung von Schimmelpilzbildung alle Ecken : möglichst auszurunden. Ausreichende Ent- ' lüftung ist Bedingung. Bereitung von Warm- l ivasser und Reinigen von Kannen in Milch j Kammern ist unstatthaft.

Run kann der Most aus dem Apparat in das Faß fließen, wobei man das Schlauchende vom Apparatausfluß unter das keimfreie Tuch in das Spundloch führt. Oder man macht das Faß mit einer 2prozentigen schwefligen Säure keimfrei, indem man die Säure mehrere Stunden auf die Faßwandungen wirken lässt und dann vor dem Füllen wieder gut aus­laufen läßt und einmal ausbrüht. Ist bas Faß voll Most gelaufen, wird sofort das Steim- filier aufgesetzt, und zwar folgendermaßen: Das Keimfilter sieht genau so aus wie ein gewöhnliches Weingürrohr mit zum Spund passendem Korken. Um aus dem Gärrohr ein Keimfilter zu machen, kommt in das Röhrchen dicht über dem Korken ein mit Brennspiritus getränkter Wattebausch. Der Kork selbst kommt 24 Stunden vor Gebrauch in 2prozentige

schweflige ©Sure, ist dann also auch Keimfrei. Der Kork mit Keimfilter wird nun fest in das Spundloch eingedrückt und womöglich ab­gedichtet. Oben in den Bogen des Glasröhrchens wird nun reine Schwefelsäure gegossen. Bei deren Gebrauch ist Vorsicht dringend nötig!

Lagerung: Das Faß lagert man an der kühlsten Stelle im Haushalt, nicht in der Nähe einer Heizung, und bepudert noch das ganze Faß mit Talkum. Der Süßmost klärt sich im Faß nun genau wie der Wein. Der im Frühjahr klare Süßmost kann dann aus dem Faß mittels eines keimfreien Abzapf- hahns, welcher am besten schon gleich am Faß ist, laufend zum Hausgebrauch abgezapft werden; oder der klare Most kann auf Flaschen gefüllt und nach dem Geschlossenver­fahren entkeimt werden. Das leiere Faß wird sofort gereinigt und eingeschwefelt. Auf ein 80- bis 100-Liter-Faß soll man dazu eine Schwefelschnitte einbrennen!

Allerlei Neues aus Feld und

Haus und Keller, Küche und

Schützt eine Kalidüngung vor Auswinte- rungsfchäden? Es wurde früher wiederholt behauptet, daß die Kalisalze frostschützende Eigenschaft besäßen, ohne daß es der Wissen­schaft bisher gelungen wäre, die .RichtigkeW der Beobachtung durch das Experiment zu be­weisen. Um so wertvoller ist daher eine Mit­teilung der Landesanstalt für Pflanzenbau und Pflanzenschutz in München, daß auf einem Dauerdüngungsversuch mit Winterweizen auf dcii Teilstücken mit Kalimangel stärkere Aus- winterüngsschäden bemerkt wurden als auf denen, die eine Bolldüngung erhalten hatten. Bei der heute vielfach empfohlenen Umstellung des Roggenbaus auf Weizen auf Ueberganas- böden sollte man von dieser Beobachtung Ge­brauch machen und dem Winterweizen zur Sicherstettung eine auskömmliche Kalidüngung mit auf den Weg geben. E.

Sollen Obstbäume beim Pflanzen beschnitten werden oder nicht? Ueber die Frage, ob die Kronen ncugepflanzter Obstbäume kurz oder lang oder überhaupt nicht zurückgeschnitten werden müssen, gehen die Meinungen vielfach auseinander. Generell läßt sich diese Frage noch gar nicht beantworten, da hierfür nicht nur der Gesundheits- und Wachstumszustand sowie die Bewurzelung des gepflanzten Baumes, sondern auch die örtlichen Klima- und Boden­verhältnisse berücksichtigt werden müssen. Auch zwischen Stein- und Kernobst ist hierbei ein Unterschieb zu machen, weil nach alter Er­fahrung das Steinobst infolge seiner besseren Bewurzelung und seines früheren Austriebes leichter anwächst. Leder verpflanzte Baum muß nach den Gesetzen des Pflnnzcnlebeus zunächst neue Blätter bilden, bevor Die Wurzeln ihre Tätigkeit aufnehmen und die Wechsel-Be- 'ichuna zwischen Wurzeln und Baumknospen hcrstellen können. Aus diesem Wachstums- grundgesetz ergibt sich, daß ein »»beschnittener Baum infolge .der in seinen vielen Augen (und namentlich in den spitzen Augen) auf- gcspcichcrtcn Reseruestoffe nach dem Ver­pflanzen naturgemäß viel leichter Blätter ent­wickeln und die notwendige Wechselbeziehung im Baum leben herstellen kann, als Dies einem beschnittenen Baume nach Verlust seiner kräftigen Zweigknospen möglich ist. Kommt noch hinzu, daß beim Verpflanzen auch die Wurzeln beschädigt sind, und namentlich die feinen Saug wurzeln durch längeres Hcrmn- liegen im Einschlag gelitten haben, so trägt auch dies zur Risikoerhöhung der Verpflanzung bei. Anders ist es natürlich, wenn ein jung­gepflanzter Bauin mit frischen und vielen Saiigmurzel!n in die Erde kommt und Sie Wurzeln ihre Tätigkeit ohne Störung fort­setzen können. In diesem Falle ist auch ein mehr oder weniger zurückgeschnittener Baum in der Lage, aus seinen verbliebenen Knospen Blätter zu entwickeln und das ^lnivachscn des Baumes zu fördern. Wenn man dagegen bei schlecht und schwach bewurzelten Bäumen die Baumkronen unbeschnilten läßt, so kann es

Die Vorteile sind folgende: Das Hotz- faß ist das billigste Lagerfaß und ist fast un­begrenzt haltbar. Richtige Anwendung, die nach dem Vorhergesagten sehr einfach ist, sichert völlige Haltbarkeit des flüssigen Obstes. Der Most, ein Naturprodukt, lagert in einem Holzfaß, welches ebenfalls ein Naturprodukt ist. Es ist keine Berührung des Mostes mit Säuren oder gewaltsame Klärung nötig. Daher schönster und edelster Geschmack des im Holz- faß nachgereiften Mostes. Süßmostfässer sind zu beziehen von jedem Böttchermeister; solche exakt gearbeitet, bester Qualität, entlobt, ge­brauchsfertig, liefert z. B. die Böttcherinnung Groß-Berlin bei etwa

25 Liter Inhalt für 9 RM i 75 Liter Inhalt für 19 RM 35 12 | 100 . 22 50 16 | 150 28 ,

Diese ungefähren Preise werden die Böttcher- meister in der Provinz sicher ebenfalls ein= zuhalten in der Lage sein.

Garten, Stall und Hos, Blumenzimmer

vorkommen, daß ihre Zweige wegen Mangels an Wurzeltätigkeit nur schwach oder auch 'gar nicht gustreiben, weil die wenigen Wurzeln nicht imstande find, Äas Baumleben anzuregen.

Ein Mittelweg für die Vornahme oder Unterlassung eines Schnittes ist deshalb der, daß man bei neugepflanztem Kernobst zunächst nur die überflüssigen und zu dicht steheniden Zweige entfernt und den übrigen Zweigen ein Drittel bis zur Hälfte ihrer Länge nimmt. Auf diese Art behandelte Bäume werden fast ausnahmslos anwachsen. Eine Ausnahme von dieser Praxis kann bei dem Steinobst (Kirschen, Aprikosen, Pflaumen usw.) gemacht werden. Seine Kronen können schon bei der Pflanzung zwei Drittel ihrer Höhe verlieren, ohne daß dadlirch das Anwachsen geführidet wird. Dieser kurze Rückschnitt ist auch schon deshalb er­forderlich, um für später ein kräftiges Kronen- gerüft zu bekommen. Würde man diesen Schnitt nicht vornehmen, so wachsen Stein­obstbäume leicht außer Rand und Band und bilden schlechte Kronen. E. G.

Geflügel darf nicht in Großviehställen schlafen. Leider geschieht das noch sehr häufig, und zwar zum Nachteil der Hühner. Die Hlusbünftungen des Großviehs wirken auf das Geflügel ungünstig ein. Die Tiere fitzen auch in den Viehstälten zu warm und erkälten sich beim Hinaustreten in die kalte Luft sehr leicht. Besonders häufig findet man, daß die Kämme von Hühnern, die in Großviehställen schlafen, erfrieren. Auch der Schmipfen ist bei solchen Tieren eine alltägliche Erscheinung. Unter diesen Umständen wird das Geflügel in seinen Leistungen stark beeinträchtigt. Für den Hühner- stall gilt eine gesunde Luft. Man streue mit Torfmull. Zugluft muß vermieden werden. Kl.

Fisch-Enrrn. In 125 g zerlassener Butter schwitzt man zwei große Zwiebeln, einen Apfel, beides in Scheiben geschnitten, einen Teelöffel pulverisierten Thymian und ein Lorbeerblatt so lange, bis sich die Zwiebeln bräunen. Dann gibt man ein viertel Liter kräftige Fleischbrühe, einen Teelöffel voll Currypulver und einen Teelöffel voll Maizena hinzu, verrührt alles gut und gibt .da hinein etwa 4 cm große Stücke vom Fischfilet, die man vorher gesalzen und mit Zitrone mariniert hat. Man dämpft den Fisch, etiva eine viertel Stunde langsam gar, gießt ein achtel Liter Sahne zu, würzt mit Salz und Pfeffer und richtet den Curry in einem Reisrand an. Frau A. in L.

Leberkotelettcs. Hierzu benötigt man 800 g Ochfenlebcr, die man gut wäscht und dann 15 Minuten in Wasser liegen läßt. Dann wird die Leber gut ab getrocknet, die Häute werden abgezogen, die Leber wird dann in Scheiben ge­schnitten, in Mehl eingewälzt, nachdem man sie vorher mit Pfeffer und Salz eingerieben hat. Danach werden 300 g Speck in Scheiben ge­schnitten und gebraten. In diesem Fett brüt man darauf die Leberscheiben schon braun. Wenn die Leber braun ist, gießt man V, Eiter

Wasser und 1/4 Liter Milch hinzu, dann läßt man die Leber langsam 30 Minuten darin schmoren. Man legt bie fertige Leber danach auf eine Schüssel, garniert den Speck rings­herum und gießt die Tunke darüber. Das Ge­richt reicht für sechs Personen. Frau K. R.-G.

Flaschenreinigung. Katknieberschläge aus harten Wässern entfernt man aus Wasser­flaschen auf folgende Weise: 1. Man schneidet geschälte, rohe Kartoffeln in kantige Streifchen, füllt sie in die zu reinigende Flasche, gießt so viel Wasser nach, daß sie gerade bedeckt sind und schüttelt kräftig durch. An Stelle der Kar­toffel kann man auch Zeitungspapierschnitzel verwenden. Hat sich der Kalkbeschlag gelöst, so wird mit Wasser nachgespütt. 2. Besser noch ist, den Niederschlag mit Essig oder ver­dünnter Salzsäure zu lösen und darauf mit Wasser nachzuspülen. G. M.

Für die Bienenfreunde

Das Ende des Bienenjahres. Sollte der Imker durch irgendeinen Zufall, Krankheit, Reife oder dergleichen, noch nicht zur Auf- fütterung feiner Bienen gekommen sein, so ist es jetzt höchste Zeit. Ohne zwingenden Grund wird jetzt kein Volk mehr auseinander­gerissen, da jede Ritze verklebt und verkittet ist. Unter jedes Volk kommt eine Asphalt­oder Dachpappenunterlage, die beim Flugloch einen Ausschnitt trägt, damit die Flugöffnung frei bleibt. Auf dieser Unterlage zeichnen die Bienen im Winter auf, was im Volk ge­schieht. Die abgeschrotenen Deckel liegen in den Wabenreihen. Sie zeigen, wie weit das Volk schon zehrte. Üluf der Unterlage findet der Imker auch tote Bienen, Rankmaden, gestorbene junge Tierchen und im schlimmsten Falle die verstorbene Stockmutter. Die Fluglöcher der Bienenwohnungen sind durch Fluglochschieber, eingesteckte Nägel, Drähte oder dgl. gegen das Eindringen der'Mäuse zu schützen. Nur zu gern schlagen diese Nager, vom Felde hereinziehend, ihr Winterquartier im Bienenstock auf. Sie fressen das Futter und die Bienen selbst, beun­ruhigen das Volk ständig, so daß es eingebt oder nur geschwächt durch den Winter kommt. Die Innenverpackung braucht der Imker erst bei eintretendem Frost zu geben, aber nach recht kühler Nacht kann er alle unbesetzten Waben entfernen, damit die Immen nur einen kleinen Innenraum zu erwärmen haben. Zugluft ist ein großer Bienenfeind. Der Bienenvater schiebt dcshalh alle Bienenwohnungen dicht zusammen, stopft alle Ritzen zwischen den Kästen aus und verschließt alle Hoffnungen im Bienenhaus. Die Bienengerüte reinigt er, ölt alle Ei (enteile ein und verstaut alles sicher bis zum nächsten Jahr. Da das Bienenjahr zu Ende ist, muß der Imker "als richtiger Kaufmann jetzt zusammen­stellen, was er einnahm, ausgab und auch viel­leicht verdiente, damit er klar sieht, ob er mit Gewinn oder Verlust arbeitete. Schm.

Für die Bücheefreunde

Kranke Kakteen. Bon O. B ö h m c. Verlag 3. Neu wann, Neudamm. 46 Seiten. 26 Ab­bildungen. Preis 0,90 RM.

Zur Kaitteenzucht gehört nicht nur die Kenntnis der Arten und ihrer Ansprüche an die Pflege, sondern auch eine aufmerksame Beachtung sich zeigender Schädlinge, denn schon oft wurde die Freude an der Kakteenpflege durch schädliche Insekten getrübt. So bc- friebigt das vorliegende Büchlein ein Bedürfnis der SxWccnlicbbaber, denn wir finden darin alle Feinde unserer stachligen Gesellen be­schrieben und können über ihre Bekämpfung Nachlese». Gute Abbildungen unterstützen Dabei das Auffinden der Krankheiten, die in tierische Schädlinge, Bodemmgeziefer, pilzliche Bar» iten und nichtparasitäre Krankheiten gegliedert ind. Außerdem wirb in einem Anhang über einige nützliche Insekten berichtet. So finde: sich auf wemgen Seiten alles, was ein Kakteen licbhaber von den Feinden seiner Lieblinge wissen muß. Gartenbauinspektor Sch.