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Protest der Kleinstädte gegen die Beaufstchtigung durch den Lanbrat.

Die Kleinstädte wollen Keine Kreisagenturen werden.

Der Unterverband Kassel des Reichsstädtebundes, der die Kieisangehörigen Städte des Regierungsbezirks Kassel um- faßt, beschäftigte sich am Mittwoch nach einem Referat des Vizepräsidenten Doigt vom Reichsstädtebund mit Fragen dex preußischen Verwaltungsform. Bei grundsätzlicher Zu­stimmung zu dem allgemeinen Inhalt der Reformverord- 1 nung über die Vereinfachung und Verbilligung der Ver- ; Haltung erhob die Versammlung einmütig Protest gegen I öte Bestimmung, durch die der Landrat als Vorsitzender des s llreisausschusses die Aufsicht des Staates über die Selbst- : Verwaltung der kreisangehörigen Städte mit nicht mehr ( als 10 000 Einwohnern führen soll. Durch diese Maßnahme ; sinke eine Vereinfachung und verbilligung der Verwaltung i nicht statt, weil der durch die Uebertragung der Staats- ' gvfächt auf die Landräte eintretenden Entlastung des Re= * gierungspräsidenten eine mit entsprechender Personalver- j Ehrung verbundene Mehrbelastung bes Landratramtes Und des Kreisausschusses gegenüberstehen werden. Es fehlten i die Voraussetzungen der Verordnung des Reichspräsidenten vom 24. September für diese getroffene Anordnung. Gegen : die Unterstellung der kreisangehörigen Städte unter 10 000 ! Einwohnern unter die Kommunalaufsicht des Landrats be- ! stünden über auch mit Rücksicht auf die zwischen den kreis- ' enge hörigen Städten und dem Landkreis bestehenden engen ; wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen allergrößte Bedenken. Bei den zwischen Landkreisen und kreisangehöri- gen Städten vorhandenen mannigfachen Interessenkiollisi- ' anen würde eine richterliche Entscheidung durch Kreisaus- schuft oder Landrat als Richter in eigener Sache den staats- , und rechtspolitischen Grundsätzen widersprechen. Es sei Grund zu befürchten, daß durch die vorgesehene Maßnahme j die kleineren kreisangehörigen Städte lediglich zu Titular- städten und ihre Verwaltungen zu Kreisagenturen herab- I sinken würden. Durch das drohende hineinregieren der s ilreisinstanzen in die Selbstverwaltung der kleinen kreis- | angehörigen Städte würde ätuch das Interesse der Bürger- ' schaft an städtischen Angelegenheiten empfindlich leiden, wodurch der Sinn der Steinschen Selbstverwaltung in das Gegenteil verkehrt werde.

Ja einer Angenommenen Entschließung ersucht die Ver­sammlung die preußische Staatsregierung, die Bestimmun­gen des § 16 der Verordnung vom 1. September 1932 wie­der aufzuheben. Vizepräsident Doigt teilte im Rahmen sei­nes Vortrages erneut mit, daß der Reidpsftäbtebunb durch Anrufung des Staatsgerichtshofes eine richterliche (Ent- scheidung über die Gültigkeit dieses Paragraphen herbei- führen wolle.

Nationalsozialistische Filmveranstaltung.

Von der Filmstelle der NSDAP. wird uns geschrieben:

Die erstmalige Filmveranstaltung der NSDAP. am ver­gangenen Wttwoch erfreute sich eines überaus starken Be- ucbes. Die Vorführung am Abend mußte vorzeitig wegen leberfüllung polizeilich geschlossen werden. Es ist erfreulich und sehr zu begrüßen, daß die deutsch denkende Bevölke­rung Schlüchterns dieser Veranstaltung so großes Interesse entgegenbrachte, denn sie unterstützt damit in der Tat un­sre kulturpolitischen Bestrebungen, sie fördert unseren lampf gegen Schund und Schmutz auf der Leinwand, mit dem man seit Iahr und Tag die deutsche Volksseele ver­giftete. Wir führen diesen Kampf aktiv, indem wir her­vorragende deutsche Filmwerke zur Vorführung bringen, die getragen sind von deutschem Denken und Fühlen, die den §reiheitswillen und Opfermut in der deutschen Volksseele viedererwecken, Filme, die deutsches Heldentum und deut- che Tatkraft verehren. Der FilmDie letzte Kompagnie" eicte uns in natürlicher Vollkommenheit den Kampf un­srer Vorfahren um die Zukunft uns Freiheit des deutschen Volkes, wir erlebten ein gigantisches Ringen gegen die da­maligen Unterdrücker und Beherrscher des deutschen Volkes, gegen die Franzosen, unter deren Herrschaft wir heute wie­derum frohnen. In tiefster Ergriffenheit konnten wir die haft der Gemeinschaft, das Heldentum und die Kanter ab= Gastlichkeit innerhalb dieser Freiheitskämpfer bewundern, sie ihr letztes einsetzten für Volk und Vaterland, ihr Leben. Dir wollen und wünschen keinen Krieg, weil wir ihn in seiner Grausamkeit und härte kennengelernt haben, aber mir wollen nicht wehrlos sein, nicht in Ohnmacht verhar- ün, in Mitte bis an die Zähne bewaffneter Feinde, wir Mollen wieder wehrfähig werden, um der Willkür und Er­oberungssucht unserer Nachbarn die Aussichtslosigkeit ihrer Absichten zu dokumentieren. Ein wehrlos Volk, ein ehr­los Volk!

<Hn winziger Ausschnitt ausHitlers Kampf um Deutsch- lanb" zeigte uns die Entwicklung einer Bewegung, die We den Freiheits- und Wehrwillen des deutschen Volkes verkörpert, eine Bewegung, der jedoch auch schicksalsmäßig me große Aufgabe zufällt, in einem neuen Staate der Volks­gemeinschaft, auf nationaler und sozialer Grundlage, die Zukunft der deutschen Ration zu garantieren.

Wr hoffen in Kürze schon den TonfilmPork" und u. vh rträge von Hitler und Göring zu Gehör bringen W können. Nähere Anzeigen folgen.

Infolge eines Grganisationsfehlers wurden leider zuviel ^mtlittskarten verkauft, fsdaß nach Ueberfüllung des Saa- es selbst Inhaber von Karten aus dem Vorverkauf nicht !W zu gelassen werden konnten. Wir bitten dies zu ent= 'Vldigen, für die Zukunft wird dies vermieden werden.

8ad Grb. Die Fahrten der Kraftpost Montags und donnerstags nach Lohr fallen ab 1. Oktober weg. Dagegen der Omnibus an den gleichen Tagen wieder bis d°srndorf, ab Bad Grb 9.35, Rückfahrt ab Oberndorf 510 Uhr. Die Früh- und Abendverbindung nach Pfaffen- Wn bleibt wie bisher bestehen.

flus Stadt, Kreis und Provinz

Mitteilungen lokalen Interesses aus dem Kreisgebiet sind für diese Rubrik willkommen.

Sonniagsgedanken

Sorget nicht, sondern in allen Dingen lasset eure Bitten im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund wer­den!" Mit dankerfülltem Herzen blicken wir an diesem Tage zu dem empor, der uns in Sonnenschein und Regen ein fruchtbares Jahr schenkte. Mehr noch als sonst im Jahre empfinden wir es am Erntedankfeste, wie abhängig wir sind von einem allmächtigen, allwaltenden ewigen Gott, an dessen Segen alles gelegen ist, ohne dessen Gunst und Gnade alle Mühe umsonst ist, der zu der treuen Arbeit des Landmanns Gedeihen und Erfolg schenken muß. Er hat sich uns nicht unbezeugt gelassen, er hat uns wieder eine Ernte gegeben. Und doch die Freude will nicht so recht Raum gewinnen in unseren Herzen. Es ist so vieles, was uns mit Druck und Not aufliegt. Da ist es ein gutes Wort, wenn der Apostel ' uns zuruft: Sorget nicht! Nicht das Sorgen für die Zu- | kunft soll uns verboten sein, sondern das Sorgen um die ; Zukunft! Die Vorsorge und die Fürsorge sollen wir üben, I damit die Not uns nicht Überfälle; aber das grübelnde Fra­gen sollen wir lassen: Wie wird es mit uns werden? heraus aus dem herzen und aus dem Hause mit jener Sorge, die wie ein Gespenst am Tage uns begleitet und wie ein böser Alp im Trauyr uns ängstet, die alle Freude uns vergällt und allen Glauben uns zernagt! Vernunftgründe machen nicht viel gegen die Sorge, weil sie keine Kopfkrankheit ist sondern eine Herzenskrankheit. Sie ist ein mangelndes Vertrauen gegen Gott. Die Sorge ist nichts anderes als Kleinglaube und Unglaube. Man traut Gott nichts Großes zu, und darum erlebt man auch nichts Großes von ihm! Zwei Ge­gengifte gegen das Sorgen nennt der Apostel: Beten und Danken. Beide sind Akte des Vertrauens zu Gott. Wer überhaupt ein inneres Leben führt, weiß, wie recht Paulus mit seinem Rat hat. Zufriedenheit schafft allein der dank­bare Sinn, der nicht immer nur nach dem ausschaut, was er haben möchte, sondern der für das dankt, was er besitzt, und auch sein bescheidenes Teil mit Danksagung genießt. Darum danket! Aber daneben wollen wir das Bitten nicht vergessen. Tu du in Treue nur das Deine, im Sorgen tut dann Gott das Seine. Brauche deine Hände, damit du dir das Brot aus der Erde holst, aber vergiß auch nicht dein Gebet, mit dem du es dir aus dem Himmel holen mußt. Alle eure Sorge werfet auf ihn, denn er sorget für euch!" Das ist auch ein Klang, und wahrlich nicht der geringste, vom Erntedankfest!

Der Kampf gegen den FraSfpanner.

Einer der größten Feinde unserer Gbstbäume ist der Frost­spanner. Seine Raupen bohren sich im Frühjahr in die jungen Knospen und zerfressen sie umso vollkommener, je länger die warme Witterung zur Entfaltung auf sich war­ten läßt. Radp der Blüte erfolgt der Uebergang auf die Blätter, wo die Frostspanner ihr Zerstörungswerk unter dem Schutz des Gespinstes fortsetzen. Der Frostspanner fliegt von Mitte Oktober- bis im den Dezember Hineim Geringe Fröste schaden ihm nicht. Das Weibchen hat im Gegensatz zum Männchen nur Flügelstümpfe, die kein Flie­gen erlauben. (Es muß also am Stamm des Gbstbaumes emporkriechen. Wie bekämpft man den Schädling? Zu­nächst muß die Baumscheibe vor dem Winter gelockert wer­den. Dann ist der Stamm mit dem Baumkratzer zu reini­gen und mit einer zehnprozentigen Karbolineumlösung und Kalkmilch zu bestreichen. Als weiteres Vekämpfungsmittel gilt der Leimgürtel oder auch das Spritzen mit arsenhal­tiger Flüssigkeit. Letzteres wird in Schlüchtern durch den Kreisobergärtner sachkundig durchgeführt.

Wetterbericht. Das Hochdruckgebiet, das am Mitt­woch nach Mitteleuropa vorgedrungen war, wird jetzt durch eine von der Biskaga her rasch vordringende Störung wieder abgebaut. Die von dort über Frankreich vordringende wär­mere Luft hat ihre Bewölkungszone bereits bis nach West­deutschland vorgeschoben und schon in der Nacht zum Frei­tag kam es zu Niederschlägen, die teilweise gewitterhaft ein­setzten. voraussichtlich zieht der Kern dieser neuen Stö­rung mehr nördlich über die Nordsee am Festlande entlang und es kommt dann wieder zu einer raschen Besserung des Wetters. Aussichten für Samstag und Sonntag: Wolkiges aber im Ganzen wieder freundlicheres Wetter wahrschein­lich, doch ist die Entwicklung noch nicht mit Sicherheit äb- zusehen.

Dienstjubiläum. Herr Gberpoftsekretär Gatzsche, Schlüchtern, kann heute auf eine 40jährige Dienstzeit zu­rückblicken. Wir gratulieren!

Ar be its j u b i l ä u m. Herr Heinrich Henning aus ho­he nzell kann heute auf eine 35jährige Tätigkeit bei der Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf, Steinau zurückblicken. Wir gratulieren!

Die Kraftpoft SchlüchternHintersteinau verkehrt ab 1. Oktober nur noch Freitags.

Gesellenprüfung für Schreiner. Die Anmel­dung hat bis zum 9. Oktober abends zu erfolgen. Es ist bei ter persönlichen Anmeldung vorzulegen: Lehrvertrag, Fortbildungsschulzeugnis, Bescheinigung des Meisters über eine 3jährige Lehrzeit und ein selbstgeschriebener Lebens­lauf. Die Tage der Prüfung werden den sich Anmeldenden bekanntgegeben, ebenso das Gesellenstück, zu dem eine Werk- oder Bankzeichnung im detail anzufertigen ist. An­meldungen bei dem Vorsitzenden des Gesellenprüfungsaus- schufses, Schreinermeister' Kreß, Bahnhofstraße.

D ie Wahrnehmung des Runds unk stör ungs- die nstes geht am 1. Oktober von den Funkhilfen auf die Deutsche Reichspost über. Meldungen über Rundfunkstö­rungen werden von den Postämtern, Telegraphenämtern und Fernsprechämtern an dp durch Fernsprecher entgegen­genommen.

Falschgeld im Umlauf. In der letzten Seit wer­den täglich in Frankfurt a. M. mehrere 20-Markscheine

Kochkursus Dauer 4 Wochen.

Den Damen ist Gelegenheit geboten, das Kochen erstklassig zu erlernen unter der Leitung des Küchenmeister Guido Metz.

Besprechung am Sonntag von 36 Uhr im Hotel Stern dahier.

Eröffnung am Dienstag.

an den städtischen Kassen oder bei den Banken angehalten, die sich als falsch herausgestellt haben. (Es ist möglich, daß dies Falschgeld auch in einem weiteren Umkreis von Frank­furt umgesetzt wird. Die Verbreiter des Falschgeldes wen­den sich namentlich an die kleineren Geschäftsleute und hängen diesen die Fälschungen auf. Dies gelingt ihnen umso leichter, (als die Fälschungen ausgezeichnet gelungen sind. Das einzige Merkmal ist, daß das Wasserzeichen, das bei den echten Scheinen durch die ganzen Scheine geht, bei den Fälschungen nur über die Hälfte der Scheine geht, während die andere Hälfte ohne Wasserzeichen ist. Das Publikum wird dringend ersucht, sich die 20-Markscheine genau anzusehen. Bisher sind Fälschungen unter folgen­den Nummerzeichen erschienen: W 87877595, G 7385964, G 7595738 und Ou 9223738.

Konzert der Ausbauschule und Latein­schule Schlüchtern. Auch auf das diesjährige Herbst- Konzert der Staatlichen Aufbauschule und Städtischen La­teinschule können Thor, Orchester und nicht zuletzt der Leiter derselben, Herr Musiklehrer Bettin, mit voller Be­friedigung zurückblicken. Sollte man sich schon im vergan­genen Iahre damit abfinden, daß das harmonische und musikerzieherische Verhältnis zwischen Schülern und Diri­gent durch den Fortgang des Letzteren gelöst wurde, setz­ten aber diesem Vorhaben die sich überstürzenden politi­schen Zustände im Reiche mit ihren Notverordnungen im Gefolge eine Schranke. (Es blieb daher beim Alten und Herr Bettin konnte in dem ihm noch in Schlüchtern beschie- denen weiteren Iahre in gewohnter Weise das am Mitt­woch Abend in der Stadtschulturnhalle dargebotene Kon­zert gut vorbereiten und zu einem glänzenden verlaus sühren. Vor Beginn des Konzertes begrüßte Frau Direk­torin Adam die Konzertbesucher und hob besonders hervor, es fei sehr anerkennenswert, daß trotz der Ungunst der Zeit und der schon so vielerlei in Schlüchtern stattgefundenen Veranstaltungen sich dennoch recht viele Freunde und Gön­ner der beiden Lehranstalten eingesunden und den Konzert- saat bis aus den letzten Platz gefüllt hätten. So halte sie -es- bei dieser Gelegenheit für ihre Pflicht,-dem Leiter des Konzertes und scheidenden Herrn Musiklehrer Lettin für all seine aufopfernden Bemühungen um das Musikleben an der Staatlichen Ausbauschule und Städtischen Latein­schule als auch für die vielen schönen musikalischen und gesanglichen Konzertdarbietungen ihren und aller Dank auszusprechen. Hierauf wurde das Konzert von Thor und Orchester mit dem feierlichen 23. Psalm würdig eingeleitet. Wie schon von vornherein dieser Wiedergabe der Ausdruck tiefen Empfindens und Miterlebens der Vortragenden an= haftete, so sollte es auch bei den folgenden Darbietungen fein. Im gesanglichen Teil erfreute der Thor durch schel­mische Volkslieder fIockep, der Dudelsack summt; Mar- tinsgans; Ian Hinnerk' Rußbuttenbu u. a. m.), die wohl­klingend, leichtbeschwingt und flüssig zum Vortrag kamen. Musikalisch waren dem Orchester keine leichten Aufgaben gestellt, die aber mit dem KlavierquartettBagatellen" (A. Dvorak), dem besonders hervorstechendenKonzert für Tembalo und Orchester" (K. Ditters von Dittersdorf), mit Musik zu dem SchauspielAbdelager" (h. Purcell) und einem Schulwerk von P. hindemith durch die jungen Kunsi- beflt'fenen und ihren Meister in kultivierter und talen­tierter Form gelöst und zu Gehör gebracht wurden. (Ein Trio, Gp. 49 von F. Mendelssohn, das in vier Ton- sätzer von Frl. Höbeler (Klavier), Herrn Bettin (Violine), Herrn Dr. König (Lello) mit großer Hingabe und in ge­wohnter virtuoser Weise bewältigt wurde, bildete den Ab= schlrch des Konzertes, das allen Hörern in gesanglicher und musikalischer Hinsicht einen genußreichen Abend bereitet hat. Mit farbenfrohen Blumenbuketts, die für das Trio, in der Mehrzahl aber für Herrn Bettin bestimmt waren, wurde nochmals der Dank zum Ausdruck gebracht, den man dem Scheidenden für all seine verdienstvolle erzieherische und künstlerische Betätigung an den heimischen höheren Lehr­anstalten und in der Deffentlichkeit schuldete.

K ir d]e nfte uer. In diesen Tagen wird in der evan­gelischen Gemeinde Schlüchtern die erste Rate der Kirchen­steuer für das Rechnungsjahr 1932 erhoben. Nachdem der Kirchenvorstand schon im vergangenen Iahre in stärkster Berücksichtigung der schlechten wirtschaftlichen Sage* den Hundertsatz der Steuer um 3 v. h. gesenkt hatte, konnte die diesjährige Kirchensteuer durch sparsame Beschränkung der Ausgaben auf das Notwendigste nochmals um 1 v. h. erniedrigt werden, sodaß wir eine der kirchensteuerlich am wenigsten belasteten Gemeinden, soweit sie diese Steuer überhaupt erheben, in Hessen-Nassau sind. Im übrigen ent­hält der Steuerzettel alles Wissenswerte, den darob genau durchzulesen und zu beachten recht nützlich ist. Dann wird jeder zu einer gerechten Beurteilung der Steuer gelangen.

Berichtigung. In unserem Bericht über die Feuer- wehnibung in Schlüchtern in Nr. 116 muß es richtig bei­ßen, daß für 809 Brände 2 229000 Mark (nicht 2 2 9 Mill.) Entschädigung ausbezahlt wurden.