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Slevogi, -er große Raiuralist!

Zum Ableben Professor Max Slevogts.

Wir können von der großen Malerei unserer Zeit eigent­lich nicht sprechen, ohne gleichzeitig von Max Slevogt zu reden. Einer von den ganz großen Künstlern ist mit ihm dahingegangen. Ein Mann, dem die Kunst alles war, so lernten wir Slevogt kennen. Er, der große Naturalist der letzten Kunstepoche, war nicht von Anbeginn seines künst­lerischen Schaffens immer verstanden worden, sein natür­licher Hang zum Impressionismus war etwas, das man an dem Meister erst verstehen und schätzen lernte, als er drei Jahrzehnte seines Lebens längst überschritten hatte. In der ersten Zeit seines Schaffens lernen wir Slevogt als einen Mann kennen, der seinen künstlerischen Weg allein ging. Er teilte zunächst das Schicksal vieler seiner Vorgänger, die un­verstanden und angefeindet ihre ersten Wege ganz einsam gehen. Schon der Knabe Slevogt, der eifrig mit Pinsel und Palette arbeitete, ist erfüllt gewesen von bizarren Bild­phantasien, und der Hang zum Exotischen bricht in seinen späteren Lebensjahren spontan durch und versucht, sich Gel­tung zu verschaffen. Er kann sich an den Altmeistern der Malerei nicht erwärmen, aber auch die moderne französische Malerei, die er auf seinen Iugendreisen kennengelernt hat, sie bedeutet ihm nicht das große erstrebenswerte Ziel, das seinem Empfinden und seinen künstlerischen Jntensionen Rechnung trägt. Mit 24 Jahren stellt Slevogt zum ersten Male in München aus. Dieses Debüt erfährt eine starke Ablehnung, man ist dem Naturalismus abhold, und so steht Slevogt plötzlich derTribüne" nahe, einer Vereinigung von Künstlern, die ihren Hang zum Impressionismus eindeutig erkennen lassen. Seine Eheschließung aber mit einer Pfäl- zerin, die im Jahre 1898 erfolgt, bringt ihm auch die Be­kanntschaft mit der pfälzischen Landschaft, die er liebgewinnt, und aus der er zahlreiche Anregungen und Motive für sein künstlerisches Schaffen schöpft.

Um die Jahrhundertwende geht der Maler Slevogt dann schließlich nach Berlin. Er gehört 1901 bereits der Sezession an und fängt an, im Freien zu malen. Wiederum zunächst Ablehnung, eisige Zurückhaltung gegenüber allen Werken Slevogts, bis ganz plötzlich der gütige Stern über Slevogt steht. Die tanzendeMarietta de Rigardo", das Bildnis eines Sängers, der denDon Juan" verkörpert, das sind seine ersten großen Kunst- und Publikumserfolge. Mit einem Male schrieb die Kritik über ihn:Fachmann und Volk finden sich bei den Arbeiten Slevogts zusammen. Hier entzückt er den Kenner, dort entspricht er dem volkstümlichen Empfinden!" Von da ab ist Slevogt wahrhaft populär. In kurzer Zeit erhalten wir eine Fülle von Beweisen ganz großer Kunst, mal sind es ein paar Selbstbildnisse, mal ist es ein Porträt des Klaviervirtuosen Conrad Ansorge, mal sind es visionäre Schöpfungen, die Slevogt ganz groß machen. Slevogt reist durch die Welt; überall entstehen auf der Leinwand Landschaften, immer durchflutet von der Eigentümlichkeit und speziellen Note des einzelnen Pano­ramas. Hand in Hand mit diesen Arbeiten entstehen eine Reihe von entzückenden Stilleben.

Aber damit ist Slevogts künstlerisches Wollen noch längst nicht erschöpft. Auch die Graphik mischt sich in seinen Bil­dern oft mit dem Malerischen. Schließlich lernen wir ihn auch noch als Illustrator kennen. Und heute, da man nach .dem Ableben ein Urteil, über das künstlerische Wirken des. Meisters fällen kann, da läßt sich sagen: Slevogt war seit Menzel der Illustrator, der seine Aufgaben nach den Ge­sichtspunkten der Individualität wahrhaft zu lösen verstand. Wir kennen von ihm eine ungeheure Anzahl von Büchern, angefüllt mit Lithographien aus aller Herren Länder. Was uns Slevogt noch schenkte, sind jene Gemälde, die durch­drungen sind von Eigenempfinden, von einer Note, die sich nicht an das Tatsächliche hält, sondern die wiederum etwas Visionäres an sich hat. Ein typisches Beispiel hierfür ist das Wandgemälde in der Friedenskirche zu Ludwigshafen in der Pfalz. Hier finden wir die Golgathatragödie ver­bildlicht.

Slevogt war, das sagten wir schon, ein wahrhaft popu- . lärer Meister. Oft konnte man ihn in Berlin in dem be­kannten Romanischen Cafe antreffen, wo er jedem Besucher durch seine runde und massive Körpergestalt sofort ins Auge fiel. Anläßlich seines 60. Geburtstages veranstaltete die Akademie der Künste eine Bildnisausstellung Sleoogtscher Werke. Sie war ein ganz "großer Erfolg. Nur Slevogt «lbst blieb dieser Ausstellung fern; er war zu bescheiden und - elbstlos, um im Mittelpunkt irgendwelcher Ovationen zu , tehen. Das lag seinem Wesen nicht. Sein Leben galt nur ' einer Kunst, und das Erbe, das er uns in seinen Werken ' hinterlassen hat, es wird uns stets an jenen großen Natura- , «sten erinnern.

Marburg. (Professor Niebergall gestorben). In der ' Nacht zum Mittwoch verstarb plötzlich infolge Herzschlags der bekannte Professor der Theologie Friedrich Niebergall. Der Verblichene hatte vor kurzer Zeit eine Operation gut überstanden und befand sich auf dem Wege zur völligen Ge­nesung. Er stand im 66. Lebensjahr und war nach seinem Stubium in Tübingen, Berlin und Bonn zunächst Pfarrer in seiner Heimatstadt Kirn an der Nahe. 1908 wurde er außerordentlicher Professor der praktischen Theologie in Heidelberg und kam 1922 als ordentlicher Professor und Nniversitätsprediger nach Marburg. Niebergall ist mit einer großen Zahl Veröffentlichungen auf dem Gebiete der Theo­logie hervorgetreten, die seinen Namen weit über die Gren­zen Deutschlands hinaus bekannt machten.

Ha nau. (Ein um das Werk der Inneren Mission hoch­verdienter evangelischer Geistlicher, der seit 1924 im Ruhe- uand lebende Superintendent der Diözese Hanau D. Eduard oritsch ist im 80. Lebensjahre gestorben. Er war von 1892 ®k 1905 im Zentralausschuß für Innere Mission in Berlin wo er das Referat für Seemannsmission innehatte. i905 wurde er als Pfarrer an die Marienkirche in hanau ünd als Superintendent der Diözese Harmu, die damals die lteineinden des Stadt- und Landkreises Hanau und die etze- Ms kurhessischen Gemeinden des Stadt- und Landkreises Frankfurt umfaßte, berufen. Seine Verdienste um die In- Vere Mission hat die theologische Fakultät der Universität Halle durch Verleihung der theologischen Doktorwürde ehren­halber anerkannt. " Frankfurt a. M. Deutschlands größtes Landflugzeug 0 2500 wird voraussichtlich am 1. Oktober nach hier Kom- ^>i. und zwar auf der planmäßigen Strecke Berlin-Paris.

flus Stadt, Kreis und Provinz

Mitteilungen lokalen Interesses aus dem Kreisgebiet sind für diese Rubrik willkommen.

Sonntagsgedanken

Kämpfe den guten Kampf des Glaubens!" Es ist viel­leicht nie nötiger gewesen als heute, diese Mahnung immer wieder zu erneuern. Viele stehen unter dem Eindruck, daß es noch selten so schwer war wie in unseren Tagen, den Glauben durch alles hindurch zu retten. Immerhin zeigt unser Wort, daß schon zu des Apostels Zeiten der Glaube nicht etwas war, was man ganz selbstverständlich besaß und behielt. Wir könnten noch weiter zurückgehen in die Zei­ten der Psalmsänger, in die Zeit Hiobs, und wir würden Worte finden, die von heißen Seelenkämpfen, Fragen und Dunkel reden. Es liegt eine gewisse Aufrichtung für uns in der Tatsache, daß auch bei denen, die wir Glaubenshelden zu nennen pflegen, der Glaube manchmal nur noch wie ein Dünnes Wasseräderchen sich durch das Geröll hinzog, aber zugleich uns in diesen Männern die Bürgschaft gegeben wird, daß man aus dem Zustand des Kleinglaubens wieder in den Zustand des großen starken, siegreichen Glaubens ge­langen kann. Dieser Trost liegt auch in unserem Apostel­wort. Kämpfe! das mahnt uns: Siehe zu, daß du dich nicht irremachen läßt in deinem Glauben, siehe zu, daß dein Glaube dir nicht genommen wird, aber siehe auch zu, daß du selber nicht etwa deinem Glauben zuwider handelst, daß dein Glaube und dein Leben sich entsprechen! Ob alle ringsum anders urteilen, anders handeln, ob sie über dich lächeln und höhnen, sei standhaft! Der Kampf mag heiß sein, die Ver­suchung ist groß. Niemand steht dir zur Seite, niemand er­mutigt dich, du hast allein gegen eine mächtige Strömung zu kämpfen, und doch nichtallein! Mit dir ist der, welcher versucht ward allenthalben gleich wie wir, doch ohne Sünde. Stellen wir uns unter seine Fahne, und wir wer­den zum Siege geführt werden! Jesus gibt uns die Gewiß­heit, daß wir überwinden können. Er gibt uns einen neuen Geist, eine Kraft von oben. Wir kämpfen nicht mehr als solche, die von vornherein die Sache verloren geben. Wir lassen uns vom Feind nicht mehr täuschen und blenden, wir sehen klar, und wir werden nicht mutlos, denn unser Glaube gibt uns die Zuversicht, daß der, welcher treu kämpft, die Krone der Gerechtigkeit, der Vollkommenheit empfangen wird. Wer die Mahnung des Apostels recht versteht, der weiß, unser Glaube kann uns nur genommen werden, wenn wir ihn selbst dahingeben. Wollen wir dies nicht, so kann ihn uns keine Macht der Welt rauben. Der gefährlichste Feind ist immer das eigene Herz mit seiner bösen Lust, seiner Verzagt­heit, seiner Unaufrichtigkeit und Solbsigerechtigkeit. Dage­gen gilt es zu kämpfen, dann schaffen wir dem Glauben bei uns selbst offene Bahn, und dann wird dieser Glaube der Sieg sein, der die Welt überwunden hat!

Wetterbericht. Das Kaltlufthoch über Deutschland wird von der über der Viskaya liegenden Zyklone ange­griffen, deren ausgedehntes kräftiges Drucksallgebiet schon bis nach Mitteldeutschland vorgedrungen ist. Es ist daher mit rascher Wetterverschlechterung, zu rechnen. Witterungs- aussichten für Samstag und Sonntag: Nach unbeständig, aber wieder mehr wechselnd bewölkt und etwas Kühler.

Wiener Abend des vD N. Line Woche bereits ist es her, daß die Wiener bei uns waren, und gern denken wir noch zurück an die schönen Stunden, die wir durch sie erlebten. Wahrlich, all' die Erwartungen, die man anhand eifriger und reicher Propaganda und auch in Erinnerung an den Steiermärker-klbend im vergangenen Jahre hegen durfte, wurden restlos erfüllt. Wieder war der Raum zu klein, lalle zu fassen, die an Spiel und Tanz der Wiener sich erfreuen wollten. Mancher konnte wegen Uebersül- lung des Saales keinen Einlaß mehr finden und viele be­gnügten sich mit einem Stehplatz, um ja teilnehinen zu können an dem schönen Erlebnis mit unseren Volksgenos­sen aus dem Donauland. Der musikalisch-instrumentale Teil des Nbends wurde von dem Nitwiener (Quartett be- stritten. Hermann Lang, am Flügel, begleitete die Gesänge und Tänze. Alice Pauli, stimmlich und technisch nicht her­anreichend an die Koloratursängerin Trete Schmaus, sang sich mit Wiener Liedern so in die Herzen der Hörer ein, daß sie sich zu einer Zugabe bereitfinden mußte. Neizend waren die Canzduette und Solotänze. Heide von Scherer und Gtti tipsolterer bewegten sich in ihren geschmackvollen Kostümen so graziös, daß es eine Freude war, ihnen zu- zusrhen und der hauch weiblicher Anmut auch die ver- härteste Seele trunken machte. Gtti Apfolterer wirkte au­ßerdem in einer Tanzgroteske durch Mimik und gymnasti­sches Können so verblüffend, daß sie reichsten Beifall ern­tete und sich zur Wiederholung verstehen mußte. Der Lei­ter der Wiener Gruppe, Dr. Gapp, seines Zeichens Jurist, schloß den Abend ab mit Liedern und Couplets; sein köst­licher Humor schlug ein, zündete und wirkte zwerchfell­erschütternd. Man bog sich- förmlich vor Lachen und be= dauerte sehr, daß mit dem Wiener Fiakerlied seine Dar­bietungen und mit ihnen die ganze Veranstaltung ihr Ende fand. Als Dank für den schönen Abend sei ihm, wie seiner Gruppe, ein aus aufrichtigem Herzen kommendesAuf Wiedersehen" zugerufen.

Film-Vorführung. Wie uns die Kreis-Geschäfts- fteile der RSDAp. Schlächtern mitteilt, findet am* Mitt­woch, den 28. ds. Mts. nachmittags um 4 Uhr und abends um 8.30 Uhr in den U.-T.-Lichtspielen zu Schlüchtern von Seiten der RSDAp. je eine Film-Vorführung statt. Und zwar wird der Ufa-FilmDie letzte Kompanie", in der Hauptrolle Konrad Veit, der hier in Schlüchtern schon ein­mal als stummer Film die größte Begeisterung des Publi- Kums hervorrief, nunmehr als Tonfilm gebracht und da­durch bedeutend erschütternder und natürlicher wirkt. Fer­ner wird ein Film von dem kürzlich gesunkenen Schul­schiffNiobe" und anschließend ein hervorragender und aller begeisternde FilmHitlers Kampf um Deutschland" zur Vorführung gebracht. Es kann nur einem jeden Deut­schen, der noch über ein kleines Maß von Nationalgesüjhl verfügt, pahe gelegt werden, sich diese höchst interessanten,

Ziegruvockkörung «ud -aukttun am 17. Septemb.

von den zur Körung und Versteigerung aufgetriebenen 39 Iungziegenböcken konnten 38 gekört werden. In Klasse I fanden 12 Stück im Durchschnittspreis von 71,17 Mk. glatten Ubsatz, in Klasse II 13 Tiere für durchschnittlich 66, A5 Mk. und in Klasse III von den 13 gekörten 6 Stück zuur Durchschnittspreis von 43 Mk. Für die übrigen 7 kommen noch die 11 Gemeinden als Käufer in Frage, die ihrm Zuchtbockbedarf am 17. Sept. noch nicht eindecktea.

Der Verkauf ging erstmalig als Versteigerung vor sich. Als Ergebnis kann sestgestellt werden, daß die guten Tiere dadurch einen die Mühe und das Risiko der Aufzucht für heutige Verhältnisse gut lohnenden Absatz fanden, wahrend die schlechteren Tiere awch schlechter anzubringen waren. Offenbar ist man hierdurch dem Ziele, möglichst gute Böcke auszuziehen, einen Schritt näher gekommen. Der Ziegen- zuchtverband konnte bei dieser Körung zum ersten Male für eine Reihe von Tieren das Milch-Kontrollergebnis der Mütter mitteilen, im nächsten Jahre sollen nur Böcke mit nachweisbarer Milch- und Fettleistung der Mutter zur Körung zugelassen toerben. Ziegenzüchter, welche im näch­sten Jahre Zuchtböcke aufzuziehen denken, tun deshalb gut, soweit sie noch nicht Mitglieder sind, sich vor dem 1. Januar 1933 anzumelden. Die kaufenden Gemeinden wur­den durch die Herdbuchführung des Verbandes vor der Versteigerung darüber aufgeklärt, welche Bocke sie wegen Inzuchtgefahr nicht kaufen sollten. Offenbar spielt die Jn= Zucht bei dem wiederholt beobachteten Versagen neu ein­gestellter Iungbocke eine wesentliche Rolle. Zur allgemei­nen Uebersicht wurde ein Katalog mit den für den Ver­käufer und Käufer wichtigen Angaben, u. a. den Ver- steigerungsbedingungen ausgegeben.

Als die 6 besten Bocke wurden mit 1 bezw. 1. gekört und zum Durchschnittspreis von 81 Mk. verkauft:

1. Bock Nr. 68 K. Weining, vollmerz (Züchter- ph. Drebert), Käufer: Llm.

2, Bock Nr. 68, Herdbuchnr. 103, K. Gläser, Stein­mühle (Züchter: ph. Drebert), Käufer: Bellings.

3. Bock Nr. 27, Herdbuchnr. 110, Bgm. Bartholomä, Vollmerz, Käufer: Weichersbach.

4. . Bock Nr. 157, herdbuchnr. 108, M. Scheel, Hütten (Züchter: Nik. Müller), Käufer: vollmerz.

5. Bock Nr. 116, Iah. Wolf, Sannerz, Käufer: Gund- Helm.

' 6 Bock Nr. 113, herdbuchnr. 105, Ww. Menius, Bel- lings, Käufer: Schwarzenfels.

Leider ging der typische Sohn des bekannten Zuchtbocks Sepp 99 von H. Heizenroder-Vollmerz dem Kreise ver­loren, weil ihn die Gemeinde Udenhain für 58 Mk. er­steigerte. von den 31 verkauften Böcken blieben 28 im Kreise Schlüchtern.

Zum Teil ergreifende und zum Teil begeisternde Filme an= zusehen! Um Jugendlichen und der Bevölkerung außerhalb Schlüchterns Rechnung zu tragen, findet eine Nachmittags- Dorftellung um 4 Uhr statt. Karten find im Vorverkauf bei Friseur R. Rollmann, Fuldaerstr. und in der Kreis- Geschäftsstelle der RSDAp. zu haben. Preise: Kinder 0,30 Mk., Erwerbslose 0,50 Mk., 1. Platz 0,80 Mk. reserv. Platz 1 Mk. Wir verweisen noch auf die nächste Ankün­digung in dieser Zeitung.

, Tänzcrrinnen nach Südamerika gesucht.^ Eine Zeitungsanonce, die ganz harmlos klingt, den Reiz nach dem Auslande sind die besten Köder des Mädchenhandels. Ja gibt es heute überhaupt noch Mädchenhandel? Sogar amtliche Stellen zweifeln daran, aber groß ist das Akken- material des deutschen National-Komitees zur Bekämpfung des Mädchenhandels, über die traurigsten Fälle aus jüngster Zeit. Ja, es gibt sogar feste Reis-wege für Frauenerporte. Viele Mädchen jung und lebenslustig mit vielen Hoffnungen nach Brasilien spurlos verschwunden aus Verzweiflung ins Meer gesprungen? Vergeblich suchen die in- und auslän­dischen Polizeibehörden. Unser Film diese Woche behandelt einen wahren Fall einer Ballettruppe, die erst vor kurzer Zeit auf raffinierte Art hinüber engagiert wurde und auch bei­nahe daS Opfer eines modernen Sklavenmarktes geworden wäre. Weine nicht, weine nicht, Müttcrlein, morgen ist wieder Sonnenschein..., der so schnell populär gewordene Schlager ist aus diesem Tonfilm: Tänzerrinnen nach Süd­amerika gesucht! Freitag, Sonntag, Montag in den U. T. Licht­spielen.

Kirchlicher Anzeiger für Schlüchtern.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag, den 25. September.

Vorm. H210 Uhr: Herr Pfarrer Burhenne; anschließend Christenlehre der konfirmierten Knaben.

Um Vu2 Uhr Kindergottesdienst: Herr KreiSpfarrer Rollmann. Wochendienst: Herr Pfarrer Burhenne.

Montag Abend 8 Uhr Posaunenchor.

Dienstag Abend Jungmädchenverein Gesangstunde. Mittwoch Abend 8 Uhr Jungmännerverein.

Katholische Gemeinde.

Sonntag, den 2;. September. 8 Uhr Frühmesse, */, 10 Uhr Hochamt. 9,8 Uhr abends Segensandacht.

Bebetszeiten in der Synagoge zu Schlüchtern vom 23. 9. 32. bis 30. 9. 32.

Freitag abend 5.50. Samstag morgen 8.00. Samstag nachmittag 4.00. Samstag abend 7.05. Sonntag morgen 5.00. Sonntag nach­mittag 5.30. Montag bis Donnerstag morgen 5.30. Werktag nach­mittag 5.30. Freitag morgen 4.30.

Kirchlicher Anzeiger für Steinau.

Sonntag, den 25. September.

10 Uhr Hauptgottesdienst in der Katharinenkirche, danach Feier des heiligen Abendmahls.

Kirchlicher Anzeiger für Elm.

Sonntag, den 2$. September.

Vorm. '/ 9 Uhr Mission-gottesdienst, Missionar Samt.