HexSekson gibt die Hoffnung noch nicht auf
Der Präsident der Abrüstungskonferenz, Aenberfon, der bei seiner Abreise nach Genf über seine Meinung wegen des Entschlusses Deutschlands, sich auf der Abrüstungskonferenz nicht vertreten zu lassen, befragt wurde, erklärte, das Büro der Abrüstungskonferenz werde sich sofort mit der deutschen Mitteilung beschäftigen. Er sei aber nicht geneigt, den ernsten Charakter dieses Entschlusses zu sehr zu betonen. Die deutsche Mitteilung lasse erkennen, daß die Tür noch nicht völlig geschlossen sei.
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Der Eindruck in Amerika
Deutschlands offizielle Bekanntgabe der Nichtbeteilrgung an den Genfer Verhandlungen wurde in amtlichen Kreisen Amerikas mit Bedauern darüber zur Kenntnis genommen, daß die europäische Lage sich wieder verschärft habe. Man beabsichtigt aber, ungeachtet des deutschen Schrittes, die Genfer Beratungen fortzusetzen. In der Frage der deutschen Forderung nach Gleichheit steht man hier nach wie vor auf dein Standpunkt, daß dies eine Angelegenheit der am V e r s a i b [ e r Vertrag beteiligten Mächte sei, den Amerika nicht ratifiziert habe.
Termin der Neuwahlen
Am 6. November soll das Volk wieder einmal entscheiden.
Berlin, 18. September.
Das Kabinett beschloß in seiner Sitzung, dem Reichspräsidenten den 6. November 1932 als Termin der Neuwahlen zum Deutschen Reichstag vorzuschlagen.
Das Kabinett setzte die Beratungen über die Wirtschafts- frageu fort und wird sie in einer Sitzung am Montag weiterführen.
Reichsregierung zur „präsidialpariei"
Zu dem Aufruf einer sogenannten Deutschen Präsidial- partei, der in Berlin an den Anschlagsäulen erschienen ist, und in dem zur Bildung einer besonderen deutschen Prä- sidialpartei zur Unterstützung der Politik Hindenburgs und des Präsidialkabinetts aufgefordert wird, wird von zuständiger Seite erklärt, daß amtliche Stellen sowohl der Sache wie auch dem unterzeichnenden Personenkreis völlig fernstehen. Offenbar handele es sich bei der Bezugnahme auf das Präsidialkabinett um einen Trick, Mitglieder zu fangen.
^Unsinnige Behauptungen"
In der presse tauchen Behauptungen auf, wonach Reichswehrminister General von Schleicher der SA. und S«. nahegelegt haben soll, einen Huldigungsmarsch für Hitler zu veranstalten. Diese Behauptungen werden von zuständiger Stelle als völlig unsinnig bezeichnet.
Der Reichswehrminister habe im Gegenteil niemals einen Zweifel darüber gelassen, daß er jedem Aufmarsch, der den Versuch eines Druckes auf die Reichsregierung darstellen sollte, den schärfsten Widerstand entgegensetzen werde.
Die Ve-euiung -es 6. November
Eine-neue Organisation fürdte „politisch-Heimatlosen"?
Berlin, 19. September.
Es ist anzuneHmen, daß der Reichspräsident am heutigen Montag dem 6. November als Wahltermin zustimmen wird, den das Reichskabinett ihm vorzuschlagen beschlossen hat.
Die politische Bedeutung des Kabinettsbeschlusses ist darin zu sehen, daß er zweifellos zur allgemeinen politischen Beruhigung beitragen wird. Die Gerüchte über eine Aussetzung der Reichstagswahlen sind damit endgültig gegenstandslos geworden. Die Reichsregierung hat, so wird von zuständiger Seite mitgeteilt, mit ihrem Beschluß gezeigt, daß sie nicht an irgendwelche Experimente denkt, die mit der Verfassung nicht im Einklang stehen. Allerdings wird es in Re- gierungskreisen als selbstverständlich angesehen, daß die Wahlen nur dann stattfinden können, wenn die Ruhe und Ordnung aufrechterhalten wird.
Das interessanteste Problem dieses Wahlkampfes ist nach Auffassung politischer Kreise die Frage, ob es den N a t i o - nalsozialisten und dem Zentrum gelingt, ihre Mehrheit aufrechtzuerhalten; im aufgelösten Reichstag belief sie sich auf etwas mehr als 20 Mandate. Für den Ausgang der Wahl gerade nach dieser Richtung dürfte manches von dem Erfolg der Bestrebungen abhängen, in dem Raum, der früher von den Parteien der rechten Mitte ausgefüllt wurde, eine neue Organisation zu schaffen, die geeignet ist, die „politisch Heimatlosen" aufzu- fangen. ^in Teil dieser Bemühungen soll gerade in den nächsten Tagen konkretere Formen gewinnen.
Reichstagsausschuß am 22. September
Berlin, 19. September.
Der Ausschuß zur Wahrung der Rechte der Volksvertretung ist jetzt für Donnerstag, den 22. September, einberufen worden. Auf der Tagesordnung steht: Untersuchung der Vorgänge in der zweiten Sitzung des Reichstags am Montag, dem 12. September. Ob in dieser Sitzung bereits in die Zeugenvernehmung eingetreten werden soll, steht offenbar noch nicht fest. Jedenfalls ist auf der Tagesordnung eine entbi-cdienbe Ankündigung nicht erfolgt.
Sie Rentenkonvertterung angenommen
Große Mehrheit im Senat. — Vertagung des Parlaments
Paris, 19. September.
Nach der Kammer hak nun auch der französische Senat die Regierungsvorlage über die Umwandlung der hochprozentigen kurzfristigen Renten in viereinhalbprozentige langfristige Rententitel verabschiedet, und zwar mit 291 gegen 9 Stimmen, so daß die nochmalige Verweisung an die Kammer überflüssig wird. Durch Dekret ist die kurze Parlamentsta- gung bereits geschloffen worden. Das Parlament geht aufs neue in die Ferien und wird Anfang November wieder zusammentreten.
Durch Dekret ist die Frist für Anträge auf Auszahlung der unter das Konvertierungsgesetz fallenden Renten auf den 19. bis 24. September festgesetzt worden. Der neue viereinhalbprozentige Rententitel soll in 75 Jahren getilgt sein. Besondere Vergünstigungen sind für Kleinrentner vorgesehen, die die Möglichkeit erhalten, ihre Rententitel in Leibrenten umzuwandeln.
100 Jahre Gustav-A-olf-Berem
Die große Jubiläumsfeier am Leipziger Völkerschlacht- denkmal.
— Leipzig, 19. September.
Der Gustav-Adolf-Verein, die große Hilfsorganisation für das evangelische Auslandsdeulschtum» begeht in diesen Tagen seine Hundertjahrfeier zur Erinnerung an den 6. November 1832, an dem der erste Grundstein zu seinem weltweiten Werk gelegt wurde.
Den Auftakt zu den Leipziger Feiern bildete eine „Freizeit" für Diasporapfarrer. Der Verein hat 220 deutsche evangelische Auslandspfarrer nach Leipzig zu Gast geladen, wo sie in wissenschaftlichen Verträgen und Diskussionen Anregungen für ihren Dienst finden sollen. Am Sonnabend trat der Zentralverband der Gustav-Adolf-Stiftung unter der Leitung des Präsidenten D Rendtorff zu einer letzten vorbereitenden Sitzung zusammen. An den Reichspräsidenten wurde ein Begrüßungstelegramm gesandt. Generalsekretär D. Geißler erstattete den Jahresbericht. '
Aus dem Bericht geht hervor, daß das deutsche Kirchen- volk sich trotz der schweren Not mit großer Opferbereitschaft für den Dienst an der deutschen evangelischen Diaspora einsetzt.
Die Gesamteinnahmen des Vereins sind trotz der Ungunst der wirtschaftlichen Lage nur wenig zurückgegangen und erreichen annähernd den Betrag von 2 Millionen Mark. An Unterstützungen wurden im Jahre 1931 insgesamt über 1,5 Millionen Mark ausgegeben. Die Gaben gingen u. a. an 124 evangelische Diasporagemeinden in Polen, 115 Gemeinden in der Tschechoslowakei, 103 in Rumä- nien, 86 in Deutsch Oesterreich, 39 in Jugoslawien, ferner an zahlreiche Gemeinden in den baltischen Staaten, in Ungarn, Südamerika und Mexiko, an einige sogar auf dem Balkan und dem Orient, in Italien, Spanien und in Afrika.
Leipzigs Willkommensgruß
Die Stadt Leipzig hat aus Anlaß der Jubelfeier des Gustav-Adolf-Vereins festlichen Flaggenschmuck angelegt. Am Sonnabendabend wurden die Mitglieder des Zentral- vorstandes und eine große Zahl geladener Gäste vom Magistrat in den Festräumen des neuen Rathauses empfangen. Neben Vertretern der Reichs-, Staats- und örtlichen Behörden waren zahlreiche Persönlichkeiten aus Kunst und Wissenschaft, Industrie und Handel sowie Repräsentanten der deutschen und befreundeten ausländischen evangelischen Kirchen erschienen.
Oberbürgermeister Dr. Goerdeler entbot dem Gustav- Adolf-Verein den Willkommensgruß der Stadt. Er feierte die Gründung des Vereins, der heute auf fein 100jähriges Bestehen zurückblickt, als den Ausdruck des Bekenntnisses und des Ringens um geistige Freiheit auch auf kirchlichem Gebiet. Zu den Repräsentanten der ausländischen Kirchen gewandt erklärte der Oberbürgermeister, das Reich siehe treu zu den abgetrennten Gebieten, erfüllt von dem Willen, zu helfen und die alle Deutschen umspannenden Ziele des Vereins zu verwirklichen.
Für den Eustav-Adolf-Verein sprach Geheimer Kirchen- rat Prof. D. Dr. Rendtorff. Nach ihm schilderte Kirchen- i präsident D. Voß-Kattowitz die Not der evangelischen Kirche Oberschlesiens.
Die Jubelfeier am Sonntag
Die Eröffnung und gleichzeitig den Höhepunkt der Jubelfeier des Gustav-Adolf-Vereins bildete die gewaltige Kundgebung am Völkerschlachtdenkmal. Nach vielen Tausenden zählte die ungeheure Menge von Teilnehmern, die zum Teil von weit her mit Sonderzügen nach Leipzig gekommen waren. Unzählige Abordnungen evangelischer und vaterländischer Verbände scharten sich mit ihren farbenprächtigen Bannern, Fahnen und Wimpeln um das Denkmal, wo sich die Mitglieder des Zentralberbandes und die zahlreichen aus dem In- und Ausland herbeige^ilten Ehrengäste versammelt hatten. Mehr als 7000 Sänger und Sängerinnen stimmten das mächtige Gustav-Adolf-Lied „Verzage nicht, du Häuflein klein" an. Dann folgte die Festansprache des
Staatsministers Boelitz, der darauf hinwies, daß der Gustav-Adolf-Verein in Stunden tiefster Not unseres deutschen Volkes das evangelische Deutschland und seine evangelischen Glaubensgenossen in aller Welt aufrufe zur Sammlung, zur Erhebung und zum Bekenntnis. Er tue das, legitimiert durch eine hundertjährige Geschichte, in der Ströme des Segens von ihm ausge- floffen sind über durstige Gefilde, wo immer Glaubensgenossen, wo immer Deutsche in 6er Vereinzelung, in der Fremde sehnendes Verlangen trugen.
In dieser tiefen Notzeit, die wieder zur Schicksalsstunde i Deutschlands wurde, proklamiere er, daß ein gequältes Volk endlich Frieden haben wolle: „Wir wollen frei sein, wie die i Väter waren."
D«^ Verwirrung, der Zersplitterung, dem Zwiespalt un- ■ serer Tage stellen wir das Bekenntnis zur Einheit entgegen. Gemeinsam mit allen, die den Namen Christ führen, stellen ■ wir uns der Flut der Gottlosigkeit entgegen, die vom Osten । kommt und uns verschlingen will. So unendlich viel der , furchtbare Zusammenbruch des Weltkriegs mit sich gerissen i hat, eines blieb bestehen, unser Staat hat den ungeheuren Ansturm einer Welt gegen uns überdauert.
Für ihn wollen wir leben, für ihr wollen wir kämpfen, daß er wieder werde ein christlich deutscher Staat.
! _ Dr. Boelitz forderte dann Gleichberechtigung i für Deutschland und kam in diesem Zusammenhang auch auf die Frage des Auslandsdeutschtums zu sprechen, eine Frage, । für die der Gustav-Adolf-Verein während der ganzen Zeit ' seines Bestehens stets besonderes Interesse bekundet hat.
Die Kundgebung, die auf alle deutschen Sender übernommen wurde, schloß mit dem gemeinsamen Gesang des Luther-Liedes: „Ein' feste Burg ist unser Gott!"
Grun-satzliche Einigung in Stresa
Stresa, 19. September.
Der in der Wirtschaftskommission der Konferenz von Stresa verhandelte Bericht über die bisherigen Ergebnisse der Verhandlungen des Wirtschaftskomitees wurde von der Versammlung grundsätzlich angenommen. Man hat allerdings noch einige Anstände gemacht, die noch beseitigt werden sollen. Die Kommission, die zur erneuten Berichterstattung über die Verhandlungen des Finanzkomitees zusammengetreten ist, hat ihren Bericht noch nicht fertiggestellt. Auch sie wird höchstwahrscheinlich weiterverhandeln.
Schäffer über -ie Sozialpolitik
Rede des Reichsarbeitsministers vor den christlichen Gewerkschaften.
— Düsseldorf, 19. September.
Auf dem 13. Kongreß der Christlichen Gewerkschaften Deutschlands in Düsseldorf überbrachte Reichsarbeitsminister Dr. Schäffer die Grüße der Reichsregierung. In feiner Ansprache betonte er, daß der Staat von heute auf eine Zusammenarbeit mit den Berufsvertretungen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer größten Wert legen müsse. Die Reichsregierung werde deshalb auch mehr als bisher an den Willen zur staats- und volkspolitischen Verantwortung und zur Selbsthilfe appellieren. Er werde allerdings nicht darauf verzichten, staatliche Macht einzufetzen, wenn es das allgemeine Wohl erfordere.
Der Abbau der Arbeitslosigkeit und die Vermehrung der Arbeitsgelegenheit fei das erste Ziel des Wirtfchafks- planes der Reichsregierung. Die Bedenken der christlichen Gewerkschaften feien durch die Ausführungsbestimmungen vom 15. September in der Hauptsache wohl beseitigt. Die Reichsregierung werde ihr besonderes Augenmerk darauf richten, daß bei der Durchführung die Möglichkeit des Miß- brauchs auf das geringste Maß beschränkt werde.
Weiter erklärte der Minister, daß die Formen und Grenzen der Sozialpolitik nicht starr bleiben dürften. Gerade aus den jetzigen Verhältnissen heraus könnte sich die Notwendigkeit eines weiteren Abbaues des Schlichtungswesens ergeben. An diese und ähnliche Dinge denke die Ermächtigungsverordnung über sozialpolitische Maßnahmen. Die Verordnung denke nicht an die Aufhebung des Versicherungsgutes und des Arbeitsschutzes, sie denke nicht an die Zersetzung der begrifflichen Merkmale bey Tarifvertrages. Freilich halte die Verordnung auch eines für notwendig: nämlich sich dem Zwang zur Vereinfachung und Sparsamkeit in der gesamten sozialen Verwaltung zu unterwerfen. Vor der weiteren Ausführung der Ermächtigungsverordnung werden die Beteiligten, insbesondere die Gewerkschaften, gehört werden. Auf ihre Mitwirkung werde besonderer Wert gelegt
Der Botschafterwechsel in Paris
Herr von Hoesch verabschiedet sich.
Paris, 19. September.
Botschafter von Hoesch teilte dem Pariser Vertreter der deutschen Presse mit, daß seine Ernennung zum Botschafter in London offiziell erfolgt und daß zu seinem Nachfolger in Paris Ministerialdirektor Küster, Personalchef im Auswärtigen Amt, bestimmt worden sei. Botschafter von Hoesch begibt sich bis Mitte Oktober zu einem Erholungsaufenthalt nach Deutschland. Bei seiner Rückkehr wird er,in Paris sein Abberufungsschreiben überreichen.
Der Besuch, den der Botschafter Ministerpräsident Her- riot abgestattet hatte, hatte in erster Linie den Zweck, den französischen Ministerpräsidenten über die offizielle Ernennung auf den Londoner Botschafterposten zu unterrichten.
Nundsunkrede des Ernährungsministsrs
Berlin, 17. September.
Wie verlautet, wird das Landwirtschaftsprogramm der Reichsregierung am 26. September durch den Reichsernäh- rungsminister von Braun anläßlich der Vollversammlung des Bayerischen Landwirtschaftsrates in München verkündet rperden. Die Rede des Ministers wird auf alle deutschen Sender übertragen werden.
Verkehrsunfall in Düsseldorf
Düsseldorf, 19. September.
Im Düsseldorfer Stadtteil Benrath wollte ein in Richtung Köln fahrender Personenwagen einem Radfahrer ausweichen, geriet ins Schleudern und überschlug sich. Der Radfahrer wurde auf der Stelle getötet, ein zweiter mußte schwerverletzt ins Krankenhaus geschafft werden. Auch zwei Insassen des Autos wurden verletzt.
Zusammenstoß in -er Luft
Todessturz des Sunstfliegers Albrecht.
— Braunschweig, 19. September.
Während einer nationalsozialistischen Flugveranstaltung stieß der Braunschweiger Kunstflieger Albrecht in der Luft mit einem anderen Flugzeug zusammen. Seine Maschine geriet ins Trudeln. Albrecht stürzte in etwa 50 Meter Höhe aus dem Flugzeug und siel zur Erde. Er war auf der SteUe tot. Die Maschine ging völlig in Trümmer. Das andere Flugzeug konnte nach dem Zusammenstoß seinen Flug fortsehen.
Klugzeugkatastrophe in Italien
Spezia, 19. September.
Zwei Wasserflugzeuge der italienischen Marine sind über dem Meer zusammengestoßen und in die Fluten gestürzt. Sieben Flieger büßten dabei ihr Leben ein.
Bayerische Regierungsverkreker in Berlin.
Don zuständiger Stelle wird die Nachricht bestätigt, daß heute der bayerische Staatsrat Schäffer nach Berlin kommen und vom Reichskanzler empfangen werden wird. Da am Dienstag eine Konferenz der Finanzminister der Länder über das Programm der Reichsregierung stattfindet, wird dann auch Ministerpräsident Held nach Berlin kommen, der gleichfalls dem Reichskanzler einen Besuch abstatten wird.
Litwinows Staatsbesuche.
Der sowjetrussische Volkskommissar Litwinow, der auf der Durchreise nach Genf in Berlin eingetroffen ist, hgt dem Reichs- kanzler von Papen und dem Reichsaußenminister Freiherrn von Neurath einen Besuch abgestattet. Reichsaußenminister Freiherr von Neurash verunstaltete ein Frühstück für den Volkskommissar.
Vertreter des Einzelhandels beim Kanzler.
Der Reichskanzler empfing Vertreter der Hauptgemeinschaft des Einzelhandels, die Vorschläge für die Durchführung des Wirtschaftsprogramms entwickelten. In der Aussprache hierüber trat die beiderseit'ge Auffassung zutage, daß eine Stärkung der Quali* tätsleistungen und -Umsätze dringend notwendig sei, um für eine Belebung der Wirtschaft auch das Vertrauen und die Mitarbeit I der großen kaufmännischen Mittelschicht zu gewinnen.