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Der Vorstoß in der Rüstungsfrage

Gleichberechtigung vor weiteren Debatten.

Berlin, 2. September.

Nachdem die französische Presse längst in der Lage war, über die neuen deutsch-französischen Rüstungsverhandlungen zu berichten, gab jetzt auch die Reichsregierung die Tatsache neu aufgenommener diplomatischer Besprechungen über die­sen Punkt zu. Eine Note ist allerdings nicht nach Paris gesandt worden, vielmehr hat Herr von Neurath dem fran­zösischen Botschafter in Berlin, Francois-Poncet, im münd­lichen Bortrag den deutschen Standpunkt zur Rüstungsfrage noch einmal dargelegt. Francois-Poncet hat dann der fran­zösischen Regierung Bericht erstattet. Er hat in der Unter­redung mit dem deutschen Außenminister eine Aufzeichnung erhalten, in der die mündlichen Erklärungen von deutscher Seite noch einmal dargelegt waren.

Der französische Botschafter hat außer seinem eigenen Bericht auch die deutsche Auffassung dem französischen

Ministerpräsidenten übermittelt.

Der deutsche Außenminister hat dem französischen Botschaf­ter erklärt, daß die Vertagungsresolution der Abrüstungs­konferenz in Genf in keiner Weise dem deutschen Stand­punkt gerecht wird. Diese Vertagungsresolution bedeutet eine sehr weitgehende Abweichung von den eindeutigen Bestim­mungen des Diktats von Versailles, das als Abrüstungsziei für alle Mächte diejenigen Maßnahmen festlegt, die gegen­über Deutschland bereits durch die Gewaltmaßnahmen von Versailles durchgeführt sind. Obwohl nun die Vertagungs­resolution der Abrüstungskonferenz von Versailles abweicht, ist nichts in der Resolution über die Frage gesagt, ob etwa auch die neuen Maßnahmen in der Abrüstungspolitik au; Deutschland Anwendung finden sollen, obwohl das Diktat von Versailles die Gleichberechtigung im Rüstungsstand ebenso ausdrücklich feststellt.

Deutschland hak in Gens bekanntlich gegen die Ver- lagungsresolulion gestimmt und verlangt he te Klärung der Gleichberechkigungsfrage, bevor der Weg nach Gens zu weiterer Teilnahme an der Abrüstungskonferenz von ihm beschritten werden kann.

Es ist bei den Besprechungen des deutschen Außenministers mit Francois-Poncet im Gegensatz zu Pariser Meldungen die Erwähnung von Einzelheiten vermieden worden. Des­wegen kann auch von den 10 Punkten als Deutschlands For­derungen keine Rede fein, und wenn sie eine noch so große Rolle in den Auslassungen der französischen Presse spielen. Es ist anzunehmen, daß die französische Presse diese einzel­nen Forderungen aus verschiedenen militärtechnischen Ar­tikeln, die in Deutschland erschienen sind, zusammengestellt hat, wobei es selbstverständlich ist, daß die deutschen Forde­rungen mindestens diese Einzelheiten enthalten müssen, falls man erst zu weiteren Besprechungen gekommen ist. Denn eine Erfüllung dieser Forderungen würde noch nicht einmal die Ungleichung der deutschen Rüstungen an den Rustungs- stand der anderen Staaten bedeuten.

Diese zehn Punkte

seien der Kuriosität halber und weil sie faktisch das Mini­mum deutscher Forderungen darstellen, hier wiedergegeben:

1: Aenderung der bisherigen Statuten der Reichswehr, die jid; auf der zwölfjährigen Dienstzeit ausbauen;

2. Einführung einer Milikärdienstzeit, die ein Mittel zwischen der Militärdienstpflicht und der Dienstzeit eines Berufsheeres darstellt;

3. Schaffung eines Heeres von 300 000 Mann;

4. Wiederherstellung der schweren Artillerie und der Küsten» attillerie;

5. Schaffung eines Parks von Tanks;

6. Schaffung einer Militärfliegerei;

7. Einrichtung von Schulen zur Ausbildung von Militärfliegern;

8. Ausdehnung der Marine durch den Bau von Kreuzern, Pan­zerkreuzern und Unterseebooten;

9. Anlegung von Befeftigungswerken;

10. Schaffung von 35 neuen Fabriken für die Herstellung von Kriegsmaterial.

Selbstverständlich ist über das Prinzip der Ungleichung der Rüstungen gesprochen worden und eine Unterrichtung der übrigen an der Rüstungsfrage interessierten Mächte hat ebenfalls stattgefunden. Allerdings wurden die Verhandlun­gen zunächst mit Frankreich eingeleitet, da es den deutschen Belangen am heftigsten widerstrebt.

Französischer Minisierrat

Inzwischen ist der französische Ministerpräsident Hsrrioi von seiner Kanalinselfahrt, auf der mit dem englischen Mini­ster Samuel außer demGentlemen Agreement" über die Weltwirtschaftskonferenz selbstverständlich auch das deutsche Problem eingehend behandelt wurde, nach Paris zurückge­kehrt, wo sofort ein Ministerrat über den deutschen Rüstungs- vorstoß stattfand.

Natürlich tobt die Pariser Presse wieder einmal in sinn- loser Wut gegen Deutschland, wobei dieses Mal kein Unterschied in der Parteirichtung zu entdecken ist.

Die englische Presse benimmt sich weniger ablehnend, ja sie erkennt sogar teilweise die deutschen Forderungen an. So schreibt beispielsweise derManchester Guardian" zu dem deutschen Schritt. Die britische Regierung habe weder ihre Zustimmung noch ihre Ablehnung zu irgend etwas er­klärt. Unter Teil -V des Versailler Vertrages sei Deutsch­land des Rechtes zu gewissen spezifischen Rüstungen sowohl Typen der Landwaffe als auch der Kriegsmarine beraubt.

Wenn alle Länder Übereinkommen würden, alle diese Waffen in ihren eigenen Heeren abzuschaffen, würde dies, so glaube man in britischen diplomatischen Kreisen, die beste Lösung sein. Aber dies hieße Unmögliches verlangen. Die Alternativen seien, entweder dies zu tun, Deutschland der Beschränkungen zu entheben, oder Deutschland nein zu sagen.

Stillegung der Jlseder Hütte.

Die Verhandlungen wegen der Stillegung der Jlieder Hütte fanden bei der Regierung in Hildesheim statt. Die Genehmigung zur Stillegung d^ Werke wurde für den 3. September 1932 er­teilt. da alle Versuche, den Betrieb zurzeit länger aufrechtzuerhal­ten, erschöpft sind und die Hoffnung besteht, daß die Betriebe, je eher sie jetzt teilweise schließen, um so früher wiederaufgenommen werden können. Von der Stillegung werden über 1000 Arbeit­nehmer betroffen.

Verjüngung des Veichsiags

Alter und Konfession im neuen Parlament.

Die letzten Reichstagswahlen haben zu einer weiteren Verjüngung des Reichsparlaments geführt.

29 Abgeordnete haben ein Lebensalter von weniger als 30 Jahren. Eine ebenso große Zahl von Abgeordneten ge­hört den Jahrgängen 1900 und 1901 an. Auffällig ist, daß der Jahrgang 1906 im neuen Reichstag überhaupt nicht ver­treten ist. Die jüngsten Abgeordneten sitzen bei den National­sozialisten und Kommunisten. Vier Abgeordnete gehören dem Jahrgang 1907 an, haben also erst kurz vor der Wahl das wählbare' Alter von 25 Jahren erreicht. Das jüngste Reichstagsmitglied ist der kommunistische Abgeordnete Janka der am 17. Mai 1907 geboren ist. Ihm folgt der Reichs- jugendführer der Hitler-Jugend von Schirach, der am 9. Mai 1907 geboren ist.

Don den Konfessionen ist die evangelische naturgemäß auch im neuen Reichstag am stärksten vertreten.

237 Abgeordnete bezeichnen sich im neuen Reichstagshand­buch als evangelisch oder protestantisch, 50 davon als evan­gelisch-lutherisch und 5 als evangelisch-reformiert. Die zweit- stärkste Gruppe stellen die Religionslosen. Als religions- und konfessionslos, Dissidenten oder Freidenker bezeichnen sich 175 Abgeordnete. Der katholischen Konfession gehören 148 Abgeordnete an. Sechs Abgeordnete bezeichnen sich als freireligiös und je einer als jüdisch, altkatholisch und alt- lutherisch. Ein Abgeordneter gehört der Deutsch-Kirche an, ein anderer teilt mit, daß er evangelisch erzogen, aber aus religiösen Gründen aus der Landeskirche ausgetreten sei. Bei 37 Abgeordneten fehlt jede 2lngabe über die Konfession.

Abschluß der Sparkassenreform

Musiersatzung für Sparkassen.

Die preußische Staatsregierung hat unter dem 20. Juli bzw. 4. August eine Verordnung über die Sparkassen sowie die kommunalen Eiroverbände und kommunalen Kredit­institute erlassen. In Verfolg dieser Verordnung ist nunmehr auch der Entwurf einer neuen Sparkassen-Mustersatzung her­ausgegeben worden, die bis zum 30. September d. I. von allen öffentlichen Sparkassen anzunehmen ist. Damit ist die gesetzliche Reform der Sparkassen abgeschlossen.

Hedwig von Bredow f.

Berlin, 2. September. Nach langen Leiden starb fern der Heimat auf einer Afrikareise in Tsumeb, Südwestafrika, die Vorsitzende des Frauenbundes der Deutschen Kolonial- gesellschaft, Frau Hedwig von Bredow, in fast vollendetem 79. Lebensjahr. Bis zum letzten Atemzu-ge wirkte Frau von Bredow für das Deutschtum in unseren alten Kolonien.

Ehedrama in Frankfurt (Oder). Der Privatlehrer Kling ist in seiner Wohnung erschossen aufgefunden worden. Alle Umstände deuten auf einen Mord hin. Im Verdacht, die Bluttat begangen zu haben, steht die Ehefrau des Getö­teten, die aber völlig zusammengebrochen und zurzeit nicht vernehmungsfähig ist.

Die spinale Kinderlähmung im Kreise Waldenburg. Bisher sind im Landkreis Waldenburg 16 Fälle spinaler Kinderlähmung ^estgestellt worden Sämtliche Schulen in Alt-Lässig und Tannhausen wurden geschlossen. Die Krank­heit hat bisher nur den Tod eines Säuglings gefordert. Du anderen Erkrankten befinden sich auf dem Wege der Besse­rung.

Dem irdischen Richter entzogen. Die Ehefrau Blunk aus Hüttblek, die ihren 13jährigen geisteskranken Sohn aus Mit­leid erhängt hat, hat Selbstmord verübt. Als ihr Ehemann nach Hause kam, fand er die Tür verschlossen. Er stieg durch die Bodenluke ein und fand auf dem Boden seine Frau er­hängt vor.

Graf Zeppelin" in Pernambuco gelandet. Das Luft­schiffGraf Zeppelin" ist 7.35 Uhr Greenwichcr Zeit in Pernambuco glatt gelandet. An Bord befindet sich alles wohl.

Sinzig. (Familientragödie). In dem sonst so 'stillen Taunus-Städtchen Sinzig bildet eine Familientragödie, von der zwei Familien betroffen wurden, das Tagesgespräch. Ein Zljähriger verheirateter Mann, Sohn eines Fabrikan­ten, hatte mit der Frau eines im väterlichen Betrieb, be­schäftigten Arbeiters ein Liebesverhältnis. Das paar reiste nach einem Tanzvergnügen nach Bad Langenschwalbach ab. Kurze Zeit darauf traf von dem Sohn des Fabrikan­ten ein Brief in Sinzig ein des Inhalts, daß sich die beiden Geflüchteten da% Leben nehmen würden. In dem Brief war auch die Stelle im Taunus, wo die Tragödie vonstatten gehen sollte, angegeben. (Ein zweiter Brief, den die Frau an ihren Ehemann richtete, teilte mit, daß sie entschlossen sei, mit dem Geliebten zu sterben. Ein Bruder des Lebens­müden reiste sofort an die bezeichnete Stelle im Taunus ab.. Als er dort mit einem Polizeibeamten ankam, sah er von ferne, wie der unglückliche Bruder planlos umher- irrte und wie er dann, als die beiden näherkamen, den Revolver zog und sich erschoß. Die Frau wurde in einiger Entfernung ebenfalls tot aufgesunden. Diese Tragödie ist umso trauriger, als in beiden von dem Unglücks betroffenen Familien je zwei kleine Rinder vorhanden sind, die nun so jäh ben Vater bezw. die Mutter verloren haben.

- Der internationale Rediskontkredit für die Reichsbank von 90 Millionen Dollar ist von allen beteiligten Koten« danken und der B33. über den 4. September hinaus ver­längert worden.

Rentner und Witwen werden auch! an dieser Stelle auf die am Sonntag nachmittag 3 Uhr im Hess. Hof statt- . findende Versammlung hingewiesen. Der Zentralverband der Arbeitsinoaliden und Witwen Deutschlands hat taufende von Protestkundgebungen in Deutschland abgehalten, um zu er­wirken, daß die am 1. Juli ds. 3s. erfolgten Rentenkür- zungen wieder beseitigt werden. Ruch! die Rentner und Wit­wen von Schlächtern und Umgebung haben die Verpflich­tung, den Kampf gegen den Rentenabbau zu unterstützen. 3n der Versammlung wird eingehend Auskunft und Ruf­klärung über diese Fragen gegeben, äuch wird Auskunft erteilt über alle Renten- und Fürsorgefragen. Erscheint restlos zu der Versammlung und schließt euch dem Zentral­verband der Rrbeitsinvaliden und Witwen Deutschlands an.

Prolestversammlung der Fleischerobermelster von Hessen und Hessen-Nassau;ur Gchlachtsteuer.

Frankfurt a. M. 3 m tzandwerkerhaus in Frankfurt fand am Mittwoch ein Obermeistertag der Fleijcherinnuit- gen von Hessen und Hessen-Nassau statt, um zur Schlecht­ste uer Stellung zu nehmen und RhäuderwgsvorM zu beraten. Er wgr von 45 Innungen beschickst Der vprsi^ ende Ehreuobermeister Schnell-Rassel teilte mit, daß der Vorstand der Rnsicht sei, daß es heute gelte, gegen die Gchlachtsteuer, die eine unsoziale und ungerechte Steuer sei, in entschiedener Weise zu protestieren uno ihre Abschaffung zu verlangen, daß aber, solange sie bestehe, alles gchchehen würde, um Abänderungen zu erreichen, Härten zu vejei- tigen, namentlich aber alles daran zu setzen, um die Steuer­vergünstigungen der Hausschlachtungen zu beseitigen. Ober-' meister Pfeifer-Frankfurt besprach die Ruswüchse der Sieu? er und verurteilte auf das entschiedenste die Preisschleude- rei, die das Fleischergewerbe vernichte. Stellvertretendex (Obermeister Laukner-Rassel wies darauf hin, daß ein Land nach dein andern die Schlachtsteuer eingeführt habe, auch die (OKenburger nationalsozialistische Regierung, trotzdem sich doch die Nationalsozialisten als schärfste Gegner be- kannt hätten. Sie belaste auf das Schwerste das Fleischer- gerprrbe, denn sie sei bei der geringen Kaufkraft der Be­völkerung nicht abwälzbar. Tr beantragte Abänderung der Schlachtsteuersätze und zwar eine Staffelung von 100 zu 1OQ Kilo. Es komme vor, daß ein Tier 10 Pfund Dung mitschleppe und dadurch in eine höhere Steuerklasse komme. Oft werde durch Ueberfütterung und Trächtigkeit ein höhe­res Gewicht herbeigeführt und dadurch eine höhere Steuer­klasse. Dung, Ueberfütterung und Trächtigkeit müßten bei der Steuerfestsetzung berücksichtigt werden. Die Steuerbe- freiung der Hausschlachtungen müsse fallen. Bei bedingt tauglichem Fleisch, das der Freibank überwiesen werde, müsse die ganze Steuer rückvergütet werden; jetzt werde nur die Hälfte rückvergütet. Einen breiten Raum in der Aussprache, die allgemein den Darlegungen von Laukner zustimmte und wobei auch Großschlächtermeister Hugo Heß- Frankfurt die schweren Verluste schilderte, welche das Groß- schlächtergewerbe durch! die Schlachtsteuer erleide, nahmen r die Aeußerungen über die bevorstehende hessische Schlacht- | steiler ein. Es wurde eine Entschließung angenommen, in der sich die Versammlung zu den von Laukner-Rassel ge­stellten Forderungen bekennt. Sie sollen dem Verbands­vorstand überwiesen werden, der für ihre Durchführung bei der Regierung vorstellig werden soll.

G e r s s e l d. Der Kreistag des Kreises Gersfeld vom 30. August stand im Zeichen der Verordnung über die Auflö­sung der Kreise. Alle Redner wandten sich, nachdem der Vorsitzende eingehend über die Verordnung selbst und über die bisherigen Schritte des Rreisäusschujses in der Frage der Auflösung berichtet hatte, einmütig gegen diese Maß­nahme der Regierung, die ohne jede Rnhörung der Selbst- verwaltungskörper des Kreises getroffen worden sei. 3n= folge der außerordentlichen Steigerung der Wohlfahrtslasten schließt der Haushaltsvoranschlag für das Jahr 1932 mit einem ungedeckten Fehlbetrag von 160700 RM. ab.

Der Berliner Polizeipräsident hat die in Berlin er­scheinenden TageszeitungenDas. Volksecho" undDie Volksmacht" bis zum 14. September verboten.

Wolfgang von Gronau ist am Donnerstag von der Rleuten-Jnsel Attu nach den Rurilen-Jnseln (Japan) ge­startet. F

Ueber der Panama-Ranallinie stürzte ein amerika­nisches Militärflugzeug ab; die vier Insassen kamen ums Sehen. " Wintergerste. Eine Getreideart, welche in günstiger gelegenen Orten unseres Kreises noch viel zu wenig ange­baut wird, ist die Wintergerste. Ruf kalkhaltigem, garen Ackerland bringt sie sichere Erträge. An Körner menge kann sie sogar alle Getreidearten wesentlich übertreffen. Wurde doch dieses Jahr in Weichersbach in einem Fall ein Er­trag von 9 Ztr. auf 9 ar erzielt! Die betriebswirtschast- lichen Vorteile der Wintergerste liegen in erster Linie in der Rrbeitsverteilung: Man kann früh bestellen, früh ern­ten, dann wieder früh düngen und oft danach eine Zwi- schenernte machen. Die vorhandenen Arbeitskräfte: werden gleichzeitig besser ausgenutzt und geschont. Der Betrieb er­hält die erste Körnerernte in einer Zeit, wenn die Vorräte des Vorjahres stark zur Neige gehen, häufig schon aufge­braucht sind. Gerade dieses Jahr hat deshalb den Wert der Wintergerste erneut bewiesen. In Jahren mit guter Futter- versorgungslage ist schließlich die Möglichkeit, früh Getreide zu verkaufen, als Nutzungseigenschaft sehr erwünscht. War die Sortenfrage anbetrifft, so hat sich! im hiesigen Kreise die Friedrichswerther Berg-Wintergerste am besten bewährt. Darum ist ihre Vermehrung durch den Versuchsring in die Wege geleitet. Schon in diesem Herbst kann eine beschränkte Menge erster Abfaat von Original durch den verfuchr- ring Schlüchtern (Auskunft: Landwirtschaftsschule und!Wirt- schaftsbemtungsstelle) vermittelt werden.

MeintattberschÜtzenverev^ichlüch^rnT" ^o^ Unser Preisschießen findet am Samstag/ mMop* den 3. September von 26 Uhr und Sonn- tag, den 4. September von 912 und 26 Uhr statt. Zugelassen sind die Mitglieder des Schützenverein Schlüchtern, K. K. Sch. Vereine und Gästk, welche eine Uerstcherungskarte 20 Wfg > löse«- Sonntag ab '/^ Uhr werden keine Schießkarten mehr auS- gegeben. Wir bitten unsere Mitglieder, welche Dienst auf dem Schützenplatz haben, pünktlich zu erscheinen. D. B.^

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Hettet das Grummet,

; braucht Trocheng-erüste I i