ReichSfrontsolbatentag in Berlin.
Zu dem am 3. und 4. Sept. d. 3s.
in Berlin stattfindenden 13. Front-
<Z soldatentag des „Stahlhelm" wer- U^I hon rrTTo iToifrtP^mor n o ho nftohon ho c
den alle Teilnehmer nebenstehendes
Abzeichen tragen. Diese 3usammen- ! Kunst der Frontsoldaten soll eine | Kunbgebung für eine neue starke । Staatsführung sein, wie wir sie s jetzt in den Anfängen zu sehet 5 glauben, und wie wir sie in stärk-
fer Durchbildung möglichst schnell verwirklicht wissen möch- tn, Der 13. Reichsfrontsoldatentag soll eine Mahnung yr die Regierenden sein, auf dem Wege dieser wirklichen Ltaatsführung vorwärts zu schreiten. Gleichzeitig aber wirbt her Stahlhelm um die Seele des gesamten deutschen Volkes. Gerade die Idee des Frontsoldatentums ist dazu berufen, Ker alle Gegensätze der Parteien, Weltanschauungen und Kassen hinaus, das einigende Band des gemeinschaftlichen nationalen Erlebens zu sein. Der Stahlhelm kennt keine andere Pflicht, als die der sachlichen Arbeit und der Bil- mng von Gemeinschaften, die alle Stürme der Tagespolitik iberdauern und die deshalb den Kern einer wirklichen nationalen Willensbildung in unserem zerrissenen Volke dar- elsen. 3m Sinne dieser Grundidee soll der 13. Reichsfront- ganzen deutschen Volke für ein wirklich
Oatentag im iberparteiliches
nationales Erleben und Wollen wirken.
Helene Brehm t.
Rinteln. Mittwoch mittag verstarb hier die seit 1919 im Ruhestand lebende Lehrerin Helene Brehm. Am 24. Januar 1862 wurde die jetzt 70jährige als Tochter des Bürgermeisters Johannes Brehm^in^Abterode am Meißner geboren. 37 Jahre war Frl. Brehm an der Stadtschule in Rinteln tätig. Aber nicht nur als Lehrerin wurde sie geschätzt, sondern in erster Linie wegen ihrer Bedeutung als Heimatschriftstellerin fand sie im ganzen Heffenlande einen großen Kreis von Verehrern. Ihr Name war oft in Heimatschriften , und-Kalendern zu lesen, sodaß sie auch unseren Lesern keine Unbekannte blieb. Sie verfaßte viele Gedichte, die echte hessische Heimatluft atinen. Besonders ihre reizenden Kindergedichte fanden Eingang in den Familien und wurden bei passender Gelegenheit gern vorgetragen. Daneben war sie eine empfindsame Naturschilderin, die eö verstand, jeder Jahreszeit die schönsten Seiten abzulaufchen. Ihr Name wird für das hessische Schrifttum von großer Bedeutung Wben.
Turnen und Gport.
| Turnerhandba ll. Am Sonntag, den 28. August beginnen für den Turnverein Schlächtern die diesjährigen jhandballpslichtspiele. Nach vielen Freundschaftstreffen, bei wen Erfolg oder Mißerfolg nicht durch. pMUL-LLLMN Derben, beginnt wieder der Kampf mit den Mannschaften des Rinziggaues um die Meisterschaft, viele alte Gegner Derben ihre Kräfte messen müssen, aber auch junge Mann- chasten, „Neulinge" in der Meisterklasse, werden um die ssegespalme streiten. Wir wollen hoffen, daß auch! in die- m Iahre die Punktkärnpse ohne unnötige Härte durchge- ührt werden, damit unsere Spiele werbend und nicht ab= toßend wirken. — Wir empfangen am Sonntag einen ab ten Rivalen, den Tv. Gelnhausen. Bei dem letzten Treffen am Wahltage konnte G. einen leichten Sieg erringen, den ersten Sieg gegen Schlächtern. Wir glauben nicht, daß Üm Sonntag G. abermals siegreich heimkehrt. Trotzdem teht der Sieg unserer Mannschaft noch nicht fest, und nur das uneigennützigste Sufammenfpief und unbeugsamer Siegeswille lassen es möglich erscheinen, daß Schl. die Pflicht- spielreihe nicht mit Punktverlust wie im Vorjahre, sondern mit einem Punktgewinn beginnt. Wir sind auf den Aus= gang des um 1/211 Uhr vormittags beginnenden Kam= pfes gespannt.
llleinkaliber-Schießsport. Der Landesverband »Hessen und Hessen-Nassau" des Deutschen Kartells für Jagd- und Sportschießen, Abt. Rleinkaliber-S chießsport, hält am kommenden Sonntag, den 28. August, sein diesjähriges Landesoerbändsmeisterfchaftsschießen ab. Das Schießen findet auf den Schießständen des Polizeisport- und Postsportvereins Wiesbaden, Fasaneriestraße, statt und beginnt um
Uhr morgens pünktlich. Die Kämpfe werden als Mann- schafts- Und Tinzelschießen ausgetragen. Jede Mannschaft scht sich aus 4 Schützen zusammen. Geschossen wird nach der Sportordnung des Kartells mit beliebiger Visierung s ssiusgleichstabelle) in den Klaffen A, B, T, D.
Frankfurt a. M. (Der Zeppelin-Besuch an Goethes ©eburtetag.) Herr Dr. Hugo Eckener hat nunmehr das Programm für den Besuch des Luftschiffes Graf Zeppelin bei der großen Goethe - Gedächtnisfeier am Sonntag, den August iu Frankfurt a. M. mitgeteilt. Das Luftschiff svird am Sonntag, gegen io1^ Uhr über Frankfurt erscheinen und zunächst einen Lorbeerkranz abwerfen, und zwar vuf dem Platz vor dem Schauspielhaus. Das Luftschiff rvird dann über das Goethehaus fliegen und dort Blumen äwerfen. Kurz vor 11 Uhr, also unmittelbar vor Beginn der Gedächtnisfeier auf dem Römerberg wird der Zeppelin w dem Römerberg erscheinen und einen Gruß an die ^tadt Frankfurt und an die Festteilnehmer abwerfen. Punkt 11 Uhr wird das Luftschiff dann das Weichbild der Stadt »erlassen.
Der „L a h r e r Hinkende Bote", Kalender für ^ Jahr 1933 ist erschienen und liegt in allen Buch- bondlungen auf. Mit vielen schönen Geschichten und Er- iahlungen namhafter Autoren wird er wie stets ein Tröster schwerer Zeit sein.
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Mitteilungen lokalen Interesses aus dem Kreisgebiet sind für diese Rubrik willkommen. •
Gonniagsgedanken
,,Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. — Ein jeglicher wird seine Last tragen." Schon das wäre Segen dieses Wortes, wenn es dazu führte, daß wir die Augen auftun und auf den andern schauen, statt kalt an ihm vorüberzugehen. Es käme dann, wenn wir die Not auch nur sehen. von selbst zum Tragen der Lasten, die auf den Seelen der Menschen liegen Wobei schon das ein Mittragen der Last ist. wenn man anhört, was der andere zu klagen hat, wenn er in unser Herz ausschütten könnte, was ihn zu Boden drückt, und er das mit auf unsere Schul- tern abladen könnte, was ihm allein zu schwer ist
Aber unser Wort greift weiter und tiefer. Es gibt einfach keine Gemeinschaft, ob es die Ehe oder die Familie, die Kirche oder die Volksgemeinschaft oder ein Freundschaftsbund ist, wo das nicht Tm und Wirklichkeit wird: Einer trage des andern Last!
Kurz vorher lesen wir in der Schrift: So ein Mensch von einem Fehler übereilet würde, so helfet ihm wieder zu- recht Dem irrenden Bruder soll ich zurechthelfen. Der mir wie ein Kreuz auf dem Halse liegt, ich soll ihn nicht abschütteln. sondern tragen. Der, welcher in Sorgen lebt, — ich soll ihm helfen, so gut ich kann. Jede fremde Not soll sein ein Appell an mein Gewissen, ein Antrieb zur Betätigung meiner Liebe sein. Alles Uebel, das die Kräfte lähmt, alle Ungunst der Verhältnisse, alle Aengste, deren der einzelne nicht Herr wird, auch alle Schwächen des Glaubens, der Willenskraft und der Erkenntnis — alles das gehört unter das Wort: Einer trage des andern Last!
Wenn es nun weiter heißt: Ein jeglicher wird seine Last tragen, widerspricht das nicht dem vorher Gesagten? Beides scheint sich zu widersprechen und bildet doch eine Einheit. Menschen, die immer nur an sich und ihre Not und ihre Krankheit denken, werden immer elender, während die, welche im Dienst für andere sich aufopfern, darüber ihren ' ebenen Jammer, wenn nicht vergessen, so doch leichter tragen werden. Indem ich anderen helfe, helfe ich mir selber, und indem ich mit mir selber fertig werde, bin ich zugleich anderen eine Hilfe. So ergänzt sich beides miteinander: Einer trage des anderen Last, und ein jeder wird seine Last tragen.
Aber zu unserer Last, mit der wir doch genug zu tun haben, noch andere Lasten hinzunehmen, — wer kann das alles tragen? Keiner — wenn wir nicht den großen Lastträger kennten, der sein Kreuz trug und aller Menschen Kreuz dazu. Ohne ihn würden mir uns tottragen an unserer Last: aber der Blick auf ihn und fein Kreuz gibt uns Tragkraft für unsere und Lieb es kraft für andere Lasten, wie es so schön ein Vers der Brüdergemeinde ausspricht:
Die Last, worunter Helden zagen.
Ist selbst von Kindern leicht zu tragen. Wenn sie des Kreuzes Kraft erfaßt.
(9 in gering ist IHn ©Äwtlwg.
Es gibt eine Redensart: „Ein Hering in kein Bückling, ! und ein Bückling ist kein Hering." Diese Redensart ist nicht ! ganz richtig, denn der Bückling ist ein geräucherter Hering. Manche essen ihn so, manche so am liebsten. Hering und Bückling konnte man als Delikateste bezeichnen, wenn sie nicht gerade zu billig waren. Bismarck prägte einmal den Satz: „Wenn ein Hering so teuer wäre wie Kaviar, so möchte jeder täglich Hering auf seiner Tafel wissen." August, September und Oktober ist die Hochsaison des deutschen Herings. Genau wie es gute Weinjahre gibt, so gibt es auch ausgezeichnete Heringsjahre. 1932 hat bisher vorzügliche Fang- ergebnisse für die deutschen Fischer zu verzeichnen. Hering und Bückling sind wie selten vorher in diesem Jahre in der Qualität. Sie sind auch preiswert. Die guten Fänge von Qualitätsheringen kommen wie ein Geschenk für die Versorgung des deutschen Marktes mit billigen Lebensmitteln. In bezug auf Vitamine stehen Hering und Bückling mit an der Spitze aller Fische. Der bekannte Hamburger Professor Dr. Kestner weist in seiner Schrift „Die Ernährung des Menschen" besonders darauf hin, daß der fette Hering (auch der Bückling) besonders reich an Vitamin A ist. Im Hinblick auf diese Tatsache werden sehr häufig den Kindern Bücklinge als vitaminhaltige Kost regelmäßig gereicht. Für das Wachstum der Kinder wird damit das gleiche erreicht wie mit dem viel weniger angenehm schmeckenden Lebertran. Hering und Bückling enthalten neben Eiweiß auch einen großen Prozentsatz Jod und Phosphor. Die leichte Verdaulichkeit der Nähr- bestandteile und der hohe Gehalt an Stoffen, die als Ersatz für verbrauchte Nervensubstanz dienen, machen den Genuß von Hering und Bückling für jung und alt besonders vorteilhaft.
Wetterbericht. Unser Bezirk liegt an der Südseite eines ausgedehnten, recht kräftigen Hochdruckgebietes, das sich von Westen her auf den Kontinent zu entwickelt hatte. Infolgedessen sind wir im Bereiche östlicher Luftzufuhr. Es kann mit der Fortdauer des meist heiteren Wetters gerechnet werden. Witterungsaussichten für Samstag und Sonntag: Heiter, trocken, weitere Erwärmung, schwache Winde.
Kreis-Gustav A d 0 l fs f e st in E l m. Sonntag, den 28. August d. I., vormittags 9’/2 Uhr, findet in Elm das Kreis-Gustav Adolfsfest statt. Die Festpredigt hält Herr Landespfarrer D Fuchs. Nachmittags 3 Uhr findet eine Nachfeier auf dem Hof Reith statt. Redner: Herren Landespfarrer D Fuchs, Kassel, Pfarrer Knöll u. a.
Keine G e m e i n d e w a h l e n in Preußen? Entgegen neuerlichen Mitteilungen, ^daß in Preußen demnächst Gemeindewahlen zu erwarten wären, weil Nationalsozialisten und Kommunisten im Falle ihrer Zustimmung im Landtage die Mehrheit hätten, erfahren die „Landvolk-Nachrichten", daß die Tatsache dieser Mehrheit zur Ausschreibung von Gemeindewahlen nicht genügt. Ein Landtagöbeschluß mit einfacher Mehrheit kann durch Einspruch des Staatsrats unwirksam gemacht werden und muß dann zu seiner Wieder- i
Amboss?
Sie müssen sich entscheiden! Wollen Sie Hammer oder Amboß sein ? Soll das Gespenst der Wirtschaftskrise auch Ihr Unternehmen auf die Knie zwingen oder wollen Sie der Stärkere bleiben ? Jetzt heißt es: Durchhalten, auch den verringerten Bedarf at* sich reißen, die eingeschlafene Kaufkraft erfrischend beleben!
Mit der Zwangsläufigkeit, in der die einzelnen Konjunkturabschnitte aufeinanderfolgen, wird auch diese schwere Zeit einer besseren Marktlage weichen. Doch wehe dem Kaufmann, der bis dahin in Vergessenheit geraten ist Er wird den Anschluß an die günstige Geschäftslage entweder vollkommen verpassen oder kostspielige Anstrengungen werden erforderlich sein, um das Geschäft wieder anzukurbeln.
Nicht in Vergessenheit geraten I Zu allen durch die intensiv beachtete Anzeige in der wirksamen Schlüchterner Zeitung sprechen 1 Inserieren, um das bessere Geschäft vorzubereiten. — Wählen Sie: Hammer oder Amboß ?
Herstellung eine Zweidrittel-Mehrheit im Landtag finden. Da auf der einen Seite der Staatsrat mit seiner Mehrheit aus Zentrum und Sozialdemokratie ziemlich sicher Einspruch erheben würde und andererseits ohne die Hilfe des Zentrums oder der Sozialdemokraten eine Zweidrittelmehrheit im Landtage nicht erreichbar ist, kann also mit Gemeindewahlen in nächster Zeit nicht gerechnet werden. Die regelrechte Frist läuft noch bis Ende des Jahres 1933.
StarkeRaupenplage. Der diesjährige starke Rohl- weißlingflug und die damit bedingte Eiablage dieser Schädlinge hatte zur Folge, daß jetzt überall die Raupen in großen Mengen auftreten und mit dem oerbeerenden Fraß FeLdgewächfe für die Ernte zu erhalten, ist es notwendig, die Raupen einzusammeln und zu vernichten. In einzelnen Gegenden haben die gefräßigen Schädlinge bereits großen Schaden angerichtet. Ganze Landstrecken sind vollständig kahlgefressen und die noch stehen gebliebenen Strünke bieten einen trostlosen Anblick.
Die Durchführung der Lebensmittelkon t r 0 l l e. Trotz wiederholter Forderung der kommunalen Spitzenverbände, insbesondere des ReichöstädtebundeS, hat der Preußische Minister für Volkswohlfahrt abgelehnt, eine Einschränkung der Lebensmittelkontrolle eintreten zu lassen. Der Umfang der polizeilichen Lebensmittelkontrolle habe in den meisten Gebieten des Reiches bisher gerade ausgereicht, um wenigstens die schwersten und schädlichsten Mißstände zn unterbinden. Jede Einschränkung müßte daher die bedenklichsten Folgen haben. Die Versorgung des Volkes mit einwandfreien, gesundheitlich unbedenklichen Lebensmitteln würde geschädigt, die Begriffe von Treu und Glauben tm gewerblichen Verkehr würden erschüttert werden. Dem Anträge ist nur insoweit stattgegeben, als die Pausch- gebühren für die amtlich durch die Polizei entnommenen Lebensmittelproben um 10 vH. gesenkt werden sollen.
UT.-T 0 n l ich t sp ie l e. (Kasernenzaubcr.) „Zu jedem Unterrock gehört ein bunter Rock", so klingt's auf dem Marsche — pfeift'S beim Stiefelputzen oder Pferdestricheln — tönt's auf der Mannschaftsstube zur Laute oder Ziehharmonika. Darin sind sie sich alle einig, vom Leutnant bis zum Ge,»einen, und nach der Weisheit dieses zündenden Schlagers handeln sie alle in dem lustigen, unter ber, Regie von Carl Voese gedrehten Hegewald - Tonfilm „Kasernen- zauber", der am Freitag, Sonntag und Montag, abends S1^ Uhr, in den UT. - Tonlichtspiclen Schlüchtern läuft. Lucie Englisch als militärfreundliche Plättmamsell, Fritz Schulz als liebebedürftiger Muskote — Oscar Sima als störendes Element — ein scbnauzender k. u. k. Unteroffizier werden wahre Lachstürme entfesseln, wahrend Jgo Sym als fescher Leutnant sich alle Mädchenherzen im Sturm erobern dürfte. Sie alle und drum herum Ludwig Manfred Lommel, der bekannte Rundfunk-Humorist, Truus van Aalten, Eugen Rer und viele mehr sind die Stützen des neuen Hegewald« Lachschlagers.
Vier lose bei ein»m Asenbahnunglück. In der Nähe der Station Gori im Kaukasus ereignete sich ein Eisenbahnunglück. Ein Personenzug stieß infolge falscher Weichenstel- lung auf einen leeren Güterzug. Die Lokomotive und drei Wagen des Personenzuges stürzten die Böschung hinab und wurden zertrümmert. Zwei Beamte des Zugpersonals und zwei Passagiere wurden getötet, zwölf Personen schwer oer< letzt._______________________________________
Kletnkaltberschützrnveretn Schlüchtern.
/^ Sonnabend den 27. 8. 32 nachmittags von 4—6 Uhr Uebungsschießen.
Der Vorstand.