V
Börse und Handel
Berlin, 17. August.
Fortgesetzte Aufwärtsbewegung
Die Berliner Börse eröffirete in recht freundlicher Haltung. Die Außenhandelsbilanz für Juli, die einen Rückgang des Ausfuhrüberschusses auf 66 Millionen RM aus- weist, blieb eindruckslos. Der Festigung der Tendenz kam noch die gute Haltung der Neuyorker Börse zustatten. Publikumsinteresse besteht in erster Linie für Elektrowerte und insbesondere Maschinenaktien. 21m Elektromarkt überschritten Berliner Kraft und Licht mit einem Anfangskurs von 100% die Parigrenze. Siemens befestigten sich gegenüber dem Schlußkurs des Vortages um 2%, Schuckert um %, AEG. um 2 %, Gesfürel um %, Elektrische Licht und Kraft um Elektrische Lieferung um % %. Deffauer Gas waren % % fester, Charlottenburger Wasser mit einer Befestigung um 2 % besonders gesucht. Von den im Vordergrund stehenden Maschinenwerten seien hervorgehoben Orenstein +1%, Berliner Maschinen +1%, Muag + %. Auch Kaliwerte lagen fester. Aschersleben + 2 %, Westeregeln + %, Salz- deifurth 4-1% %. Am Btontanaktienmarkt waren die Kurssteigerungen nicht erheblich. Alt- und Neubesitz 49 bzw. 5,55. Der Renrenmarkt im übrigen bei kleinem Geschäft recht freundlich.
Nachdem der Medio überwunden ist, ist Tagesgeld etwas leichter mit 5% bis 5% % zu haben. Der Privat- diskont stellte sich auf 4%. Am Devisenmarkt ist das Pfund fester, da das Ergebnis der Kriegsanleihekonvertierung günstig kommentiert wird.
Dollar 4,209 (Geld) 4,217 (Brief), engL Pfund: 14,68 14,72, boll. Gulden: 169,78 170,12, Belga (Belgien) 58,40 58.52, ital. Lira: 21,55 21,59, dän. Krone 78,22 78,38, norw. Krone 73,43 73,57, frans. Franken 16,49 16,53, tschech. Krone 12.465 12,485, schweif. 'Franken 82.01 82,17, span. Peseta: 33,92 33,98, schwed. Krone 75,32 75,48, öfterr. Schillrng: 51,95 52,®.
Produktenmarkt. Das Angebot war wieder nur mäßig. Die Kurse gaben infolgedessen zeitweilig wieder leicht nach. Weizen wird im Zeithandel zu Preissicherungszwecken überwiegend verkauft. Roggen war stetig. Desgleichen Hafer und Gerste. Am Mehlmarkt lauteten die Forderungen ebenfalls etwas niedriger als gestern.
Warenmarkt.
Mittagsbörse. (Amtlich.) Getreide und Oelsaateu per 1000 Kilo. tonst per 100 Kilo in Reichsmark ab Station: Weizen Mark. 202—204 (am 15. 8.: 204—206). Roggen Mark. 158—160 1158—160). Futter- und Induitriegerste 158—167 (158—167). Hafer Mark. 136-145 (136—145). Weizenmehl 27,25—31,25 (27,5-31,5). Roggeumehl (22,10—24,10 (22,25-21,25). Wci- zenkl-ic 10,90-11,20 (11—11,30). Roggenkleie 9,20—9,40 (9,40 bis 9,60). Futtererbsen 14—17 (14—17). Peluschken —,— (16 bis 18). Ackerbohnen —,— (15—17). Wicken 17—20 (17—20). Leinkuchen 10,40—10,60 (10,40—10,60). Erdnußkuchen 50 Proz. ab Hamburg 11,60 (11,60). Erdnußkuchenmehl ab Hamburg 11,90 (11,90). Trockenschnitzel 9,20—9,60 (9,20—9,60). Sojabohnen schrot 11—11,80 (11—11,80).
Berliner Schtachtviehmartt
(Anetlich.) Auftrieb: 1269 Rinder (darunter 260 Ochsen, 471 Bullen. 538 Kühe und Färsen), 1986 Kälber, 3328 Schafe, ___. 9397 Schwerste.Prerze sÄ euren Zentner PebendgewWt in Reichsmark:
Ochsen: 16. 8. 12. 8.
1. vollfleisch., ausgem. Höchsten Schlachtwerts — 38 ältere — —
QglGIMA t - HO MAN VON LOLA s r a l N
Fortsetzung 37)
„Aranka weiß heute nichts von sich selbst, nichts von Ihnen und mir, Herr Köhler. Sir liegt in einem Zustand der Schwäche, der an Bewußtlosigkeit streift, und dämmert dahin. Erzsi und ihr Mann suhlten sich beide urrpabig zu dieser Unterredung mit Ihnen, unfähig, Sie nach dem, was geschehen ist, wiederzusehen Ich erbot mich, Ihnen das Notwendige mitzuteilen, da ich der Famüir ja als Freund sehr nahe stehe."
Michael Köhler neigte stumm das Haupt. Arpad Bedö betonte sein nahes Freundschaftsverhältnis zu Arankas Familie. Auch seiner Frau war er wohl wieder ein Freund geworden, wie in alten Zeiten, ehe er selbst in ihrem Leben stand. Seiner Frau ... Es war Hohn, das noch zu denken. Aranka war nicht mehr sein Weib. Ihre Verzweiflungstat hatte sie für ewig von ihm geschieden. Jetzt wußte er es gewiß. Unb konnte es doch nicht zu Ende lenken, llnd konnte es immer noch nicht fassen . . .
Daß Arpad Bedö Aranka in dieser Nacht der Schrecken, als sie bewußtlos in ihrem Blute lag, zum erstenmal wiedergefehen, daß sie ihn gemieden hatte bis jetzt, verschwieg der junge Arzt dem Rivalen wohlweislich.
„Ich wohne im Elisabeth-Hotel in der Weihburggasse", sagte Michael Köhlers dumpfe Stimme in das drückende Schweigen hinein. „Darf ich dort Nachricht über Arankas Befinden von Ihnen erwarten, Herr Doktors
„Sie — wollen nicht wieder abreisen, Herr Köhler?" „Nicht eher, als bis ich Gewißheit über Arankas Schicksal habe", entgegnete er.
„Ich werde Ihnen Nachricht geben", versprach der junge Michael Köhler.blieb drei Tage in Wien. Er sah nichts von den Herrlichkeiten der Stadt, wie Aranka nichts von ihnen bemerkt hatte. Er wußte kaum, daß draußen heiß« Sommertage blauten und daß der Aufenthalt in der engen Gasse, in der sein Hotel lag, schwül und bedrückend war. Er saß unbeweglich, ohne irgendeine Tätigkeit, in seinem Hotelzimmer und wartete auf die telephonischen Nach- richten über Arankas Befinden, die ihm Arpad Bedö dreimal täglich gab. Er dachte und grübelte. Ein Wort war es, das ihn tagaus, tagern beschäftigte und quälte: Warum? Warum? Er bemühte sich mehrere Male, das Ehepaar Hasielreder telephonisch zu sprechen. Aber als Erzsi und ihr Mann sich immer wieder verleugn«: ließen, da gab er diese Versuche auf.
Nach drei Tagen, die in schrecklichem Hangen und Bangen verstrichen waren, gab Dr. Vedo Michael die Gewißheit, daß Aranka gerettet sei. Er brächte sie ihm selbst. Sein Gesicht strahlte, aber der Glanz erlosch, als er Michael gegenübertrat. Denn dieser Mann schien nur noch ein Schatten seiner einst kraftvollen Persönlichkeit.
2. sonstige vollfleischige jünger« ältere
3. fleischige
4. gering genährte
Bullen:
1. jüngere, vollfleisch., höchsten Schlachtwerts
2. sonstige vollfleischige oder ausgemästete
3. fleischige
4. gering genährte
Kühe:
1. jüngere, vollfleisch., höchsten Schlachtwerts
2. sonstige vollfleischige oder ausgemästete
B. fleischige
4. gering genährte
Färsen (Kalbinneu):
1. vollfleisch., ausgem., höchsten Schlachtwerts
2. vollfleischige,
3. fleischige I
Fresserr
1. mäßig genährtes Juugvreh
Kälber:
1. Doppellender bester Mast
2. beste Mast- und Saugkälber
3. mittlere Mast- und Saugkälber
4. geringe Kälber
Schafe:
1. Mastlämmer und jüngere Masthammel Wcidemast
Stallmast
2. mittlere Mastlämmer, ältere Masthammel
3. gut genährte Schafe
4. fleischiges Schafvieh
5, gerktg genährtes Schafvieh
Schweine:
L Fettschweine über 300 Pfund
2. vollfleischige von 240—300 Pfund
3. vollfleischige von 200—240 Pfund
4. vollfleischige von 160—200 Pfund
5. fleischige von 120—160 Pfund
6. fleischige unter 120 Pfund
7. Sauen
32-34
27—30 23—26
28-30 27—28 25—26 22-24
23—26 20—23 16—20 10—15
31—32
22—28
17-22
33-36
28-32 23-27
30-32 28—30 26-27 22-25
25-28 22—24 17—21 12—16
34
33
24—30
18—24
42—49—42—49
35—43 35—42
20-33 20—32
30—32
34—36
32—33
26—28
28-30
17-27
43—45 44
41-42 37-39
38-40
31—33 36
32—35 27—28 28—30 17—27
46—47 46-47 45—47 43-45 38—41
41-43
„Dv. T" im Hamburger Hafen. Im Bürgermeistersaal des Hamburger Rathauses fand der offizielle Empfang der „Do. X"-Besatzung durch den Senat statt. Bürgermeister Roß hieß den Kommandanten, Kapitän Christiansen, und seine Leute nochmals in Hamburg willkommen und sprach anerkennende Worte über die Leistungen des Schiffes und feiner Besatzung aus. Kapitän Christiansen dankte im Namen der „Do. T"-Besatzung für den herzlichen Empfang. Anschließend fand ein geselliges Beisammensein im Kaisersaal statt. Auf Bitten des Senats trug sich Kapitän Christiansen in das Goldene Buch der Stadt Hamburg ein, und auf demselben Blatt, das bereits die Namen der deüt- Ozeanflieger trägt.
Zwei Todesopfer im Schacht. Auf dem „Glückauf"- i Schacht in Hindenburg wurden während der Nachtschicht durch Zubruchgehen eines Teiles der Strecke der Zimmer- Häuer Wilhelm Kolotzek und der Häuer Joachim Gwosdz aus Zaborze getötet. — Ein zweiter schwerer Unfall ereignete sich auf der Sosnitza-Grube in Gleiwitz, wo der Häuer Otto Hennig aus Soßnitza durch.herabstürzende Kohlenmaffen schwer verletzt wurde.
Schwerer Verkehrsunfall. Auf der Chaussee zwischen Kattowitz und Bismarckhütte ereignete sich ein schwerer Ber- kehrsunfall. Ein mit 30 Personen besetztes Lastauto, das von einem Ausflug heimkehrte, stieß mit einem Personenkraftwagen zusammen. Ein Polizeibeamter wurde auf der Stelle getötet und mehrere Personen schwer verletzt.
„Sie wird ganz gesund werden, sie ist ohne Fieber und nur noch sehr schwach. Herr Köhler. Und sie nimmt heute zuerst wieder etwas Anteil an den Dingen ihrer Umgebung."
„Hat sie von — ihrer Tat gesprochen?"
„Nein, und wir alle vermeiden ängstlich, danach zu fragen. daran zu erinnern."
„Hat sie — nach mir gefragt?"
Ein Schweigen entstand. Dr. Arpad Bedö blickte zu Boden. Er wollte dem fragenden Manne nicht gestehen, daß es die erste bewußte Frage Arankas gewesen war. Er sagte leise:
„Sie tat es, Herr Köhler. Sie fragte in höchster Unruhe, ob Sie gekommen wären? Und als wir ihre Erregung bemerkten und die Angst vor einem Rückfall in ihre Apathie oder in ihre Verzweiflung uns packte, da sagte ich schnell, daß Sie wieder abgereist seien. Aranka sank mit einem erlösten Aufseufzen zurück, Friede breitete sich über ihr Antlitz aus. Ich habe den Ereignissen vorgegriffen, 5m Köhler, ich habe gelogen, wenn Sie wollen. Aber wenn Sie Avant« in jenen Minuten gesehen hätten, die Angst in ihrem verfallenen Lerdensgesicht, das Flackern in ihren verzweifelten Augen — Sie hätten gehandelt wie ich."
Michael Köhler wandte sich ab. Er hob die Hand. „Es ist gut", murmelte er mit erstickter Stimme. „Es ist gut so. Sie soll ja leben, leben. Wenn es nicht mit mir sein kann, dann ohne mich."
„Geben Sie Aranka die Beruhigung, daß Sie ihrem Wunsch, sich ganz von Ihnen zu trennen und Sie nie wieder zu sehen, entsprechen wollen, Herr Köhler", drängte der Arzt. „Dann, glaube ich, wird Aranka ganz ruhig werden und schnell genesen. Jetzt stört die Rekonvaleszenz noch immer die Furcht, Sie könnten sich ihr wieder nähern. Geben Sie mir einen Brief für Aranka dieses JnKilts, und alles wird gut werden."
„Ihnen, Herr Doktor Bedö, soll ich diesen Brief geben?"
„Warum nicht mir, Herr Köhler? Es mag Ihnen vielleicht seltsam erscheinen, daß ich darum bitte. Aber ich bin doch nun einmal der Unterhändler zwischen Ihnen und der Familie Hartlinde. Erzsi und ihr Mann haben es abgelehnt, mit Ihnen zu verhandeln und Sie wiederzusehen. Es ist zu verstehen nach den Geschehnissen. Sie werden es selbst begreifen. Ein Wiedersehen wäre für alle nur peinlich gewesen. Und ich bin doch der Freund der Hartlinde- schen Mädchen von frühester Kindheit an.“
»Nur der Freund?" dachte Michael. Würde dieser junge Arzt, der Aranka vom Tode errettet, nicht bald wieder mehr in ihrem Leben bedeuten als nur ein Freund? Würde er der von ihr Geliebte wieder werden, der er einst wohl gewesen, bis Michael in ihre Tage gekommen war und sie sich in einer plötzlichen irrigen Aufwallung ihres Gefühls von jenem Manue ab- und ihm zugewendet hatte? Denn Irrung war ihr Empfinden für ihn aewefen. Das glaubte er nun ganz klar erkannt zu haben. Sie fürchtete seinen Anblick so sehr, sie haßte ihn so, daß sie lieber
Devifenschmuggler an bet holländischen Grenze fest, genommen. Im Zollamt Frensdorferhaar bei Nordhor» (Westfalen) wurde ein Kraftwagen aus Hamburg angehG ton. Bei dem Führer, dessen verdächtiges Benehmen eine eingehende Durchsuchung zur Folge hatte, wurden im Hose^ bein versteckt 17 200 RM in Hundert- und Tausendmarksche,, nen vorgefunden, die er unangemeldet über die Grenze schaffen wollte. Der Kraftwagen und das Geld sind beschigg, nahmt, der Führer und dessen Begleiterin in Hast genommen worden. Die sofort eingeleitete Untersuchung ergab, daß der Autoführer nur Helfershelfer war, der die Devisen im Auftrage einer Frau aus Hamburg nach Amsterdam bringen sollte. Der Autoführer wurde in Haft behalten, während seine Begleiterin wieder aus der Haft entlassen werden mußte, da Anzeichen einer Mittäterschaft bei ihr nicht fest, gestellt werden konnten.
Regierungsbezirk Kassel, Kreis Schlüchtern.
Voraussichtliche Hektarerträge auf Grund der
Erntevorschätzung vom 1. August 1932.
Fruchtarten usw.
Staat
dz
Regierungsbezirk dz
Fruchtarten usw.
Staat
dz
Weg« runge beziil dz
Winterweizen
23,9
22,7
Sommergerste
21,5
17,4
Sommerweizen
22,8
19,7
Hafer
20,5
19,1
Spelz
16,1
—
Menggetreide (oh.
Winterroggen
18,3
19.8
Hülsenfrüchte)
18,8
19,6
Sommerroggen
13,8
11,7
Buchweizen
12,9
8,0
Wintergerste
25,3
22,3
Frühkartoffeln
113,9
113,5
An Wiesen Heu wurde big Ende Juli gccrntet
von
®ta«t tHngji
dz dz
a) Be- und CntwäfferungSwiescn
b) anderen Wiesen
40,4 43,8
34,2 38,1
Der Saatenstand Anfang August 1932.
Begutachtungsziffern (Noten): 1 = sehr gut, 2 = gut, 3 = mittti 4 — gering, 5 = sehr gering.
Fruchtarten usw.
Durchschnittsnot. f. d.
Anzahl der von den Vcrtrauensmiinmn : des Kreises abgegebenen Noten
®
5®
1
1—2
2
2—3
3
3—4
4
4-5
5
Spätkartoffeln
Erbsen a. Art (Peluschken)
Ackerbohnen (Sau-, und
Pferdebohnen)
Wicken
Lupinen
Mischfrucht (Getreide mit Hülsenfrucht)
Zuckerrüben
Futterrüben (Runkeln)
Flachs (Lein)
Klee ’)
Luzerne
Viehweiden
2,7
2,7
2,7
2,7
3,0
2,7
2,5
2,7
2,7
2,8
2,7
3,1
2,7
2,6
2,4
2,8
2,6
2,7
2,6
2,7
2,9
3,1
2,9
3,1
1
1
1
1
1
1
2
1
2
2
3
1
3
*) auch mit Beimischung von Gräsern.
Der Präsident des Preußischen Statistischen Landesamts. Dr. Saenger.
in den Tod geflohen war als vor ihn hingetreten zur fe freienden Aussprache.
Er aber wollte ihren Tod nicht auf dem EewW haben.
Mit einer müden Gebärde stand er auf. Mit schwem Schritten ging er zum Schreibtisch, setzte sich und schrii! den verlangten Brief:
„Aranka?
Nachdem Du mir bewiesen hast, daß Du lieber sterb« willst, als mich noch einmal zu sehen, wie ich Dich hat füge ich mich Deinem Wunsche. Du hast Dich geirrt i« Deinem Gefühl für mich und hast es erkannt. Ab« warum dieser Haß in Deiner Seele aus mich? War« diese mit unbegreifliche Furcht? Ich hätte Dich nud nicht mit Gewalt gehalten, wenn Du mir in Güte uni Freundschaft von der Wandlung Deines Empfindens g» sprachen hättest. Verzeih, daß ich Deinem Wunsche, zu meiden, nicht gefolgt bin, verzeih mir, daß ich not einmal versuchte, Dich wiederzusehen. Es hätte eines I« verzweifelten Schrittes, wie Du ihn getan hast, nicht durft, um mich von Dir zurückzuhalten. Das Eestönd« Deines Hasses hätte genügt. Du willst frei von mir und Du sollst es werden. Nie werde ich wieder versuchen Deine Wege zu kreuzen, nie mich Dir in irgendein Form wieder nähern. Du darfst ganz ruhig sein, g«i sicher und unbesorgt. Ich wünsche Dir alles, alles et' denkliche Glück für Dein weiteres Leben. Laß wissen, in welcher Weise Du Dir die Scheidung gedas hast. Ich werde mich all Deinen Wünschen fügen «- Dir alles so leicht machen, wie ich es vermag.
Michael."
Michael kuvertierte das Schreiben. „Ich werde es »« Ihren Augen in den Briefkasten werfen, Herr Dou« Bedö, damit Sie sehen, daß ich mich allem füge, was von mir wünscht. Nach diesem Brief wird Aranka 8°"' ruhig sein und ganz unbesorgt."
Es widerstrebte ihm, dem Feinde, der Arpad W immer noch für ihn war und ewig bleiben würde, er Brief anzuvertrauen. .
„Ich denke, wir beide haben uns nun wohl nichts m zu sagen, Herr Doktor Bedö?"
Der junge Arzt nickte zustimmend. ,,
Schweigend verließen sie nebeneinander das F Draußen am Eingang warf Michael Köhler das verh« nisvolle Schreiben, das Aranka ihre Freiheit wiederg" in den Kasten. Verbeugte sich stumm vor Arpad und A ■ mit müden Schritten eines ganz hoffnungslosen Meni"^ in sein Hotel zurück. .
Arpad Bedö sah ihm in einem dumpfen, bedrückten^, fühl minutenlang nach. Dann warf er den Kops schüttelte alle trüben Gedanken von sich. Aranka w» ' leben. Sie würde frei sein. Er hatte gesiegt. , Mit dem Nachtzug reiste Michael nach DeufW1"