Chronik der Krawatte
Politische Zusammenstöße im Reich.
Während es in der Reichshauptstadt verhältnismäßig ruhig geblieben ist, kam es in den verschiedensten Teilen des Reiches wieder zu Zusammenstößen zwischen politischen Gegnern.
In Köln
stießen Polizei und Demonstranten zusammen, die sich in der Hauptsache aus Kommunisten zusammensetzten. Bei der zwangsweise« Räumung einer Wohnung leistete die inzwischen angesammelte Menge Widerstand, so daß ^Polizei , eingreifen mu^te. Die Polizeibeamten wurden mit Steinen beworfen und auch beschossen. Ein Beamter erhielt einen . Schulterschuß Mehrere Personen wurden verhaftet.
Heilbronner Innenstadt 1
kam es zu schweren Zusammenstößen zwischen Kommunisten und SA.-Leuten. Die Nationalsozialisten wurden schwer bedrängt, so daß die Polizei ausgiebig vom Gummiknüppel Gebrauch machen mußt«. Einzelne heimkehrende SA.-Leute wurden von politischen Gegnern überfallen und verprügelt. Nach einer Meldung aus
Stullgark
wurde der 18jährige Nationalsozialist Weiß in Heidenheim ' a. d. Brenz von einem Kommunisten durch drei Messerstiche lebensgefährlich verletzt. Der Haupttäter, der Kommunist John, konnte später verhaftet werden.
In Nürnberg wurde nachts ein von einem Mädchen begleiteter Nationalsozialist von acht Leuten gestellt und gezwungen, seine Uniform auszuziehen. Die unbekannten Täter entfernten sich mit der Uniform. Das Mädchen flüchtete in ein in der Nähe befindliches Haus, gegen das ein Schuß abgegeben wurde. Der Breslauer sozialdemokratischen „Volkswacht" zufolge hat sich
die Zahl der Todesopfer von Ohlau inzwischen auf vier erhöht. Die vier Getöteten sind sämtlich Nationalsozialisten. Zwei von ihnen haben so schwere Verletzungen erlitten, daß sie noch nicht identifiziert werden konnten. Die Gauführung der SA. teilt mit, daß immer noch einige Nationalsozialisten fehlen, die an den Vorgängen in Ohlau beteiligt waren.
Zwei Tote, zwölf Verletzte in Berlin.
In der Nonnendamm-Allee in Berlin-Siemensstadt kam es zwischen Kommunisten, die von einer Demonstration im Berliner Westen heimkehrten, und Nationalsozialisten zu Zusammenstößen. Dabei erhielten vier Kommunisten schwere Schußverletzungen und mußten in das Spandauer Krankenhaus gebracht werden. Zwei von ihnen starken nach ihrer Einlieferung. Außerdem wurden acht Personen leicht verletzt. Die Polizei nahm acht Kommunisten und elf Nationalsozialisten fest. — Auch in Oberschöneweide gerieten Kommunisten und Nationalsozialisten aneinander. Hier erhielten vier Kommunisten Schußverletzungen. Zwei von ihnen mußten in das Elisabeth-Hospital eingeliefert werden. Zwei Nationalsozialisten wurden verhaftet.
Blutige Schlägerei in Duisburg.
Bor der Geschäftsstelle der sozialdemokranscheir „Kolks- stimme" im Duisburger Stadtteil Hamvorn kam es zu einer schweren Schlägerei zwischen Reichsbannerleuten und Nationalsozialisten. Im Verlauf der Schlägerei wurden drei Schüsse abgegeben. Ein Nationalsozialist wurde lebensgefährlich, ein anderer leichter verletzt. Die Polizei nahm eine Durchsuchung der Geschäftsstelle nach Waffen vor, die ergebnislos verlief.
Ein Kommunist in Düsseldorf erschossen.
Auf der Hansa-Allee in Düsseldorf kam es zu einer Ansammlung von Nationalsozialisten und Kommunisten. Nach einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf mit Steinen geworfen wurde, fielen mehrere Schüsse, von denen einer den kLjährigen Peter Sonnen tödlich verletzte. Der Erschossene soll Mitglied der KPD. gewesen sein.
Zahlreiche Verletzte in Wuppertal.
Trotz stärkster polizeilicher Schutzmaßnahmen kam es nach Schluß einer nationalsozialistischen Kundgebung im Wuppertaler Stadion zu blutigen Auseinandersetzungen. Ein Lastkraftwagen der Nationalsozialisten wurde in der Hauptstraße in Sonnborn von Angehörigen der KPD. mit Steinen beworfen. Die Insassen des Kraftwagens gaben daraufhin drei scharfe Schüsse ab, durch die zwei Kommunisten schwer verletzt wurden. Gegen Mitternacht wurde ein Nationalsozialist von Kommunisten durch Schläge aus den Kopf erheblich verletzt. Zwei Nationalsozialisten wurden nachts auf dem Heimwege von einem Trupp Kommunisten angehalten und durchsucht. Als die Nationalsozialisten weitergehen wollten, feuerten die Kommunisten. Beide wurden durch Steckschüsse in den Oberschenkel verletzt und mußten dem Krankenhaus zugeführt werden.
26 Verhaftungen in Aachen.
Auch in Aachen war es recht unruhig. Mehrfach mußte das Ueberfallkommando einschreiten. Insgesamt wurden 26 Personen verhaftet. Ein Nationalsozialist wurde in den späten Abendstunden von Kommunisten derartig mißhandelt, daß er bewußtlos dem Krankenhaus zugeführt werden mußte. Gegen Mitternacht nahm die Polizei weitere 15 Zwangsgestellungen vor.
H a n a u. (Politische Ausschreitungen.) Bedauerliche Ausschreitungen haben sich am Mittwoch in den Mittagsstunden in Hanau zugetragen. Als ein Nationalsozialist aus dem Wohlfahrtsamt, wo er gestempelt hatte, heraustrat, wurde er von politischen Gegnern angerempelt. Diese Reiberei setzte sich dann fort, bis es dann in der benachbarten Hammerstraße zu Ausschreitungen kam. Durch Messerstiche in den Kopf und Rücken wurde der Nationalsozialist nicht unbedenklich verletzt; zwei andere Nationalsozialisten erhielten ebenfalls Verletzungen. Die schnell eingreifende Schutzpolizei machte den Reibereien und den Ansammlungen ein Ende. Die Verletzten Nationalsozialisten sind dem Hanauer Krankenhaus zugeführt worden.
Darmstadt. Hier kam es auch am Donnerstag wieder zu Zusammenstößen zwischen Nationalsozialisten und Kom= munisten, die aber keinen größeren Umfang annahmen, weil das Ueberfallkommando überall rasch zur Stelle war und durch energisches Eingreifen die Ruhe wieder herstellte.
Bunter Wochenspiegel.
Der Herr der Welt. — Biet statt Dividende. — Die „Eiszeit" der Hundstage. — Etwas zu spanisch« — „Schutz der nationalen Arbeit" in Frankreich. — Und bei uns?
Da streiten sich nun die Leute herum, wer wohl der mächtigste Mann der Erde sein mag, denn seit Jvar Kreu- gers Untergang getraut man sich nicht mehr recht, auf eine bestimmte Person zu tippen, dabei scheint in diesen heißen Iulitagen, die Frage nach dem Herrn der Welt sehr leicht beantwortbar zu sein. Ja, verehrter Leser, ich gestatte mir, meine rein subjektive Meinung zu äußern: „Der Herr der Welt, das ist der D u r st !"
Ihm sind mir jetzt in sklavischer Weise Untertan, und ' den Mann möchte man erst einmal sehen, der nicht gern > Aktionär jener tschechischen Brauerei sein möchte, die den | Beschluß faßte, an ihre Aktionäre anstatt Dividende pro Aktie 1 000 Liter Bier in Flaschen abzugeben. So [ gerüstet, können diese glücklichen Aktionäre sogar den Kampf gegen den Tyrannen der Hundstage, den Durst, aufnehmen. Der etwas neidische Ausdruck vom „Dividendenschlucker" bekommt einen ganz neuen Inhalt, und wir können nur sagen: Prosit Dividende!
Der Durst, der als Beherrscher dieser Tage uns zum Zeichen seiner Macht mit Hitzewellen peitscht, kann es aber trotzdem nicht verhindern, daß wir geradezu in einer „E i s- zeit" leben, und wer die Entwicklung des Eisgenusses überhaupt kennt, der muß ehrlich staunen* wie diese Leckerei zum Volkserfrischungsmittel größten Ausmaßes geworden ist, das sich auch bereits ländliche Bezirke ganz erobert hat. So werden jetzt täglich vom deutschen Volke gewaltige Eisberge verzehrt, die den Ausdruck „Eiszeit" schon allein rechtfertigen. Dazu kommt die Billigkeit des Speiseeises, und in den Städten kann man beobachten,' daß der Besuch einer Eisdiele für viele Tausend Arbeitslose oftmals der einzige Luxus ist. den sie sich ab und zu leisten können. Dort hört er Radio, dort trifft er Bekannte und Freunde, mit denen immer neue Pläne und Gedanken zu dem Thema: „Arbeit und Geldverdienen" gesponnen werden. Sind die Gedanken gut und originell, dann fehlt das Geld, sie zu verwirklichen; sind die Ideen aber ohne Kapital durchführbar, dann sind sie meist von vielen Tausenden bereits aufgegriffen und die Massenkonkurrenz mordet jeden menschenwürdigen Ertrag.
Traurig ist es aber, wenn man in diesen Zeiten immer wieder Ausländer bei uns Fuß fassen sieht, und in diesem Falle gibt die Reichshauptstadt ein schlechtes Beispiel. Ein Berliner Mittagsblatt berichtet darüber: „Seit zwei Tagen kann man am Kurfürstendamm Männer von südlichem Typus beobachten, die einen hochbepackten Esel mit sich führen und den Passanten irdene Krüge zum Kaufe anbieten. Ein Plakat „Spanische Ware" soll das Kaufinteresse anregen." Die Wirtschaftskrise hat diese echten spanischen Zigeuner aus ihrer Heimat vertrieben, aber mit Recht fragt der deutsche Arbeitslose, warum das Berliner Polizeipräsidium die Einreise erlaubt hat, wo Abertausende Deutscher nicht Erwerb und Brot finden können. Nur um das internationale Bild des Kurfürstendammes noch etwas aus- länbitoer zu gestalten? Das kommt uns wirklich etwas zu ipanüch vor. In welcher fremden Hauptstadt dürfen Deutsche mit Schildern „D eutsche Ware" durch die Straßen ziehen? Nirgeno^Wiraberronnenunsoasleisten
Frankreich, das Land der geringsten Arbeitslosenzahl, beginnt jetzt gerade in Paris einen systematischen Feldzug gegen deutsche Angestellte unter der Devise: „Schutz der nationalen Arbeit!" Da gehen geheime Rundschreiben zu den Arbeitgebern, zunächst die Ausländer zu entlassen, und viele Deutsche wurden so auf die Straße gesetzt, ohne Hilfe ohne Unterstützung. Wo diese Maßregel nicht half, ging man mit einer rigorosen Handhabung der Fremdenbestimmungen vor, so daß sich fast nur besondere Spezial- kräfte oder Ausländer mit sehr guten Beziehungen in ihren Stellungen halten können. Wir hätten in unserer Not ein viel größeres Anrecht auf ein derartiges Vorgehen, und es ist wirklich an der Zeit, daß auch wir uns auf den „Schutz der nationalen Arbeit" besinnen.
Wir stellen dabei durchaus keine übertriebenen Forderungen und verlangen ebenso Rücksichtnahme auf alle Deutschen, die im Auslande tätig sind, aber der Grundsatz: „Wie du mir, so ich dir", wäre zum mindesten sehr angebracht denn das Ausland, das deutschen Arbeitern keinen Arbeitsplatz mehr gibt, kann nicht erwarten, daß wir von ihm Arbeitskräfte im Lande dulden, die deutschen Männern das Brot wegnehmen. Es-soll aber jeder, der über die Einstellung von Arbeitskräften bestimmend zu entscheiden hat, sich von selbst seiner Pflicht zum „Schutz der nationalen Arbeit" besinnen, denn mehr als aller Zwang, vermag kluge Einsicht, die zur freiwilligen Handlungen führt«! Jörg.
Börse und Handel
Berlin, den 15. Juli 1932.
Leichte Besserung
Der Verkäufe hatten am Donnerstag wesentlich nachgelassen, so daß sich die Tendenz nach den letzttägigen Rückgängen etwas befestigen konnte. Aus Publikumskreisen waren kaum Orders eingetroffen, während die Spekulation infolge der sehr festen Neuyorker Börse zu Deckungen angeregt wurde. Montanwerte lagen ruhig, nur Klöckner gewannen 1. Kaliwerte stagnierten. Salzdethfurt konnten 2 % höher notiert werden. Farben besserten sich um 1. Elektro- werte waren etwa 1 % fester. Im Verlauf allerdings Wintershall — 1%. REW. setzten ihre Aufwärtsbewegung fort. Nebenwerte lagen lustlos und gehalten. Reichsbank und Schiffahrtswerte wurden bis 1 % höher bezahlt. Von Renten waren Reichsbahnvorzugsaktien nochmals 1% schwächer. Auch Altbesitz büßten % % ein, dagegen waren Neubesitz um 10 Rpf. erholt. Tagesgeld erforderte 5%. Der Privat- diskont blieb unverändert 4%. London-Kabel ermäßigte sich auf 3.54%.
Dollar: 4,209 (Geld), 4,217 (Brief), engl. Pfund: 14,93 14,97, holl. Gulden: 169,93 170,27, Belga (Belgien): 58,42 58,54, ital. Lira: 21,50 21,54, dän. Krone: 80,92 81,08, norw. Krone: 74,08 74,22, franz. Franken: 16,51 16,55, tschech. Krone: 12,465 12,485, schweiz. Franken: 81,94 82,10, jpan. Peseta: 33,77 33,83, schweb .Krone: 76,47 76,88, österr. Schilling: 51,95 52,05.
Produktenmarkt. Das zum Verkauf gestellte Material in neuem Weizen bleibt beschränkt und in den Forderungen höher gehalten, so daß die Umsätze im Berliner Getreidehandel keinen größeren Umfang aMehmep. Lediglich tue
fortdauernden Interventionen der öffentlichen Hand boten dem Herbstweizen eine Stütze. Alter Weizen mirb allgemein; von den Mühlen angesichts des weiter unbefriedigende,! Mehlabsatzes zögernd ausgenommen und nicht höher bezahl( Das Geschäft in altem Roggen ist zu Ende. Promptes MG in beiden Sorten nachgiebig, das Herbftmehlgeschäft ftoitt noch immer. Hafer ruhiger, desgleichen Gerste.
Warenmarkt.
Mittagsbörse. (Amtlich.) Getreide und Oelsaaten per M Kilo, sonst' per 100 Kilo in Reichsmark ab Station: Weizen Mark. 235-237 (am 13.7.: 235-237). Roggen Mark. (177—179). Flitter- und Industriegerste 153—166 (153—166), Hafer Märk. 154-159 (154-159). Weizenmehl 30-33,75 (30-33,75). Roggenmehl 24,75—26,75 (25—27). Weizen. I kleie 11,25—11,60 (11,25—11,50). Roggenkleie 10,25—10,60 (10,25 bis 10,60). Viktoriaerbsen 17 -23 (17-23). Kleine Speise. I erbsen 21—24 (21—24). Futtererbsen 15—19 (15—19). Po I luschken 16—18 (16—18). Ackerbohnen 15—17 (15—17). Wicke, , 16—18 (16—18). Lupinen blaue 10,50—11,50 (10,50—11,50) gelbe 15-16,50 (15-16,50). Leinkuchen 10,40—10,70 (10,40 bis 10,70). Erdnußkuchen 50 Prozent ab Hamburg 11,20 bis 11,30 (11,20—11,30). Erdnußkuchenmehl ab Hamburg 11,4t bis 11,50 (11,40—11,50). Trockenschnitzel 9—9,29 (9—9,20); Sojabohnenschrot 10,60-11,30 (10,60-11,30).
Kartoffelpreise.
Amtliche Kartoffelerzeugerpreise je Zentner waggonfrei al märkischen Stationen (amtlich ermittelt durch die Landwirt, Siskammer für die Provinz Brandenbura und Berlin): fleischige neue 3,25-3,50 Mark.
Großhandelspreise für inländisches Gemüse»
Amtlicher Marktbericht der Städtischen Markthallen-Dire!- tion Berlin für inländisches Gemüse für 50 Kilo: Weißkohl: Bert Gärtnerware 3—4, hiesiger 2—3; Wirsing., kohl: Bert Gärtnerware 3—5, hiesiger 3—4; Rotkohl: Bert Gärtnerware 6—8, hiesiger 5—7; Spinat: 1. 6—8, 2. 3—5;j Tomaten: Treibhaus 1. 18—22, 2. 15—18; Champignons: Treibhaus Weiße 1. 120-140, 2. 100, Blonde 1. 100—120, 2, 65—80; Pfefferlinge: 38—43; Meerrettich: —,—; Schoten 5—7, Schnabel- 8—10; Bohnen: grüne 8—10, Wachs- 13 bis 16; Puffbohnen: 5—6; Zwiebeln: 7—9; Blumenkohl, 100 Kopf je nach Größe 1. 8—12, 2. 6—8, Suppen- 2—4/ Erfurter 1. 6—10, 2. 2—3; Mohrrüben: junge, 100 Bunt je nach Größe 4—6; Salat: 100 Kopf je nach Größe 3—6; Gurken: Treibhaus 100 Stück —,—, Schmor- 50 Kilo 8—10, Einlege- 50 Kilo 12—15; Kohlrabi: Schock groß 0,70 bis 0,80, Mittel 0,50-0,60, klein 0,30—0,40; Radieschen: Schockbund je nach Qualität 0,75—1,20; Porree: Schock jt nach Größe 0,60—1,20; Petersilie: 100 Bund je nach Größe 5-10 Mark.
Frankfurter Schlachtviehmarkt vom 14. Juli: Auftrieb: 102 Rinder, 840 Kälber, 44 Schafe, 840 Schweine. Preist . pra 50 Kilogramm Lebendgewicht in Reichsmark: Kälber 36 bis 39, 31 bis 35, 25 bis 30; Schafe 26 bis 30, — 18 bis 25, 12 bis 16; Schweine —, 43 bis 45, 42 bis 44, 40 b«s 44, 36 bi« 41. — M a r k t o e r l a u f: In allen Vieh- gattuygen mittelmäßig, ausverkauft.
Magerviehhof Berlin-Friedrichsfelde.
(Amtlicher Bericht vom 14. Juli.)
Auftrieb: 340 Rinder (darunter 294 Milchkühe, 46 Stück Jungvieh) und 163 Kälber.
Es wurden je nach Qualität gezahlt für das Stück: Milchkühe und hochtragende Kühe: 180—300 Mark. Tragende Färsen: 160—250 Mark.
Jungvieh zur Mast: Bullen, Stiere und 9?ärüuuJ.ß_ 21 Mark für einen Zentner Lebendgewicht. -»
Marktverkauf: Gute Kühe besser gefragt, sonstruhigs Pferdemarkt:
Auftrieb: 344 Stück. Preise je nach Qualität 150— Mark. Schlachtpferde 20—150 Mark.
Marktverkauf: Etwas lebhafter.
Rundfunk-programme.
Frankfurt a. M. und Kassel (Südwestfunk).
Jede« Werktag wiederkehrende Programmnummern: o 7 Wetterbericht, anschließend Frühkonzert; 8 Wasserstandsmeldungen; 11.50 Zeitangabe, Wirtschaftsmeldungen; 12 Wettermeldung, anschließend Gymnastik 1; 6.30 Gymnastik II) Konzert; 13.15 Nachrichten; 13.30 Konzert; 14 Nachrichten; 15 Gießener Wetterbericht; 15.10, 16.55, 18.55 Zeit, Wetter, Wirtschaftsmeldungen; 17 Konzert; 22.30 Nachrichten.
Sonntag, 17. Juli: 6.15 Hasenkonzert; 8.15 Katholische Morgenfeier; 9.15 Stunde des Chorgesangs; 10 Staffel- reportage vom Rennen um den großen Preis von Deutschland 1932; 11.30 dasselbe; 12 Konzert; 13 Konzert; 13.50 Zehr- minutendienst der Landwirtschaftskammer Wiesbaden; 14 Stunde des Landes; 14.30 Zweite Fernprobe des D.S.B.F.; 15.15 Staffelreportage vom Rennen; 15.30 Jugendstunde; 16 Konzert; 17.10 Blasmusik; 18 Romantik und Katholizismus, Vortrag; 18.50 Dreißig bunte Minuten; 19.20 Nachrichten, anschließend Sport; 19.30 Der Bäcker-Jaggele, Vorlesung; 19.45 Eine Viertelstunde Lyrik; 20 Edmund-Eysler- Abend; 22 Betrachtungen zum Alltag; 22.20 Nachrichten; 22.45 Musik.
Montag, 18. Juli: 15.20 Wer ist die Hauptperson bei der Siedlung?, Vortrag; 18.30 Englisch; 19 Konzert; 19.30 Deutsche Reden; 20 Konzert; 21 Platz 13 — Reihe 13, Hörspiel; 22 Liederstunde; 22.45 Nachtmusik.
Dienstag, 19. Juli: 15.20 Hausfrauen-Nachmittag; 18.25 „Kunst in Not"; 19 Konzert; 19.30 Konzert; 21 Ein Ba- rockjuwel am Bodensee, Hörbericht; 21.30 Robert Schumann, Lieder; 22.45 Musik.
Mittwoch, 20. Juli: 15.15 Jugendstunde; 18.25 Landwirtschaftliche Betrachtungen; 19 Konzert; 19.40 „Geflügelt« Ede"; 20.40 Klaviermusik; 21 „Das Stauwerk", Hörspiel.
Donnerstag, 21. Juli: 15 Jugendstunde; 16 Nachrichten; 18.25 Zeitfragen; 19 Konzert; 19.30 Bunter Abend; 20 11. Deutsches Sängerbundesfest, der jüngste Tag; 21.50 Mechanische Musik von Mozart bis Hindemith; 22.45 Musik
Freitag, 22. Juli: 11 Paulskirchenfeier; 15.20 Die Ab- schließung und Trockenlegung der Zuidersee, Vortrag; le Volksdeutsche Weihestunde; 17.30 Wirtschaftsmeldungen; 17.35 Konzert ; 18.30 Aerztevortrag; 19 Vom lebendigen deutsch.'" Denken, Vortrag; 19.25 Nachrichten; 19.30 Lieder; 20.15 Das 11. Deutsche Sängerbundesfest, Vortrag; 20.30 M- grützungskonzert des Sängerbundes Nassau; 21.30 Schwäbisch' Idyllen; 22 Die griechische Olympia und die heutigen Olyo>' piaden; 22.45 Musik.
Samstag, 23. Juli: 9.30 Volksdeutsche Kundgebung des 11. Deutschen Sängerbundesfestes; 11 Erstes Hauptkonze» des Sängerbundes; 12.20 Konzert; 15.30 Jugendstunde; 18.25 Goldwährung oder Jnderwährung Vortrag;' 19 Konzert; 20 Bunter Abend; 22 Moselfahrt aus Liebeskummer, Novelle! 22.45 Konzirt.