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Nr. 84

Gchlüchterner Zeitung

2. Blatt

Das „Gentleman-Agreement"

Die englisch-französische Schuldenabmachung. — Ungünstige Ausnahme in Amerika.

Berlin, 12. Juli.

Nach den Vereinbarungen von Lausanne ist für die Gläubigermächte die künftige Haltung der Vereinigten Staaten in der Frage der interalliierten Schulden von aus­schlaggebender Bedeutung. Auf der Plus-Seite für die deutsche Delegation steht in Lausanne zweifellos, daß es ihr gelungen ist, eine Verkuppelung der Reparationsfrage mit der Frage der interalliierten Schulden von Amerika zu ver­meiden, wie sie von französischer Seite versucht wurde. Die Gläubigerstaaten haben aber die Lausanner Verhandlungen zum Anlaß von Abmachungen genommen, über die nichts Amtliches verlautete, die jedoch nicht lange geheim bleiben konnten, und die in ihrer praktischen Wirkung darauf hin­auslaufen, eine Einheitsfront der Schuldner Amerikas zu schaffen.

In Gestalt eines Briefwechsels ist insbesondere zwischen Franzosen und Engländern ein Gentleman-Agreement ge- lroffen worden, in dem festgelegt wird, daß der Lausanner vertrag erst ratifiziert werden soll, wenn ein kriegsschulden-

obkommen mit Amerika zustande gekommen ist, der großen Schuldnermächte — auch Italien ist Vereinbarung beteiligt — ein Sonderabkommen rika treffen soll, das die Interessen der anderen

das keine an dieser mit Ame- Schuldner

verletzen könnte, und schließlich haben die Schuldner Ame­rikas ihre zwischenstaatlichen Zahlungen bis aus weiteres suspendiert.

Diese Vereinbarung hat, vom Standpunkt der euro­päischen Politik aus gesehen, eine positive Seite darin, daß eine starke Annäherung der französischen und der englischen Politik aneinander erreicht worden ist, aber dieser Gewinn wird mehr als aufgehoben durch die Wirkung der Verein­barung auf Amerika.

Dort sieht man in der Genfer Abmachung einen Vorstoß gegen Amerika und jedenfalls eine „Einigung Europas", die von der Verständigung zwischen den europäischen Staaten, wie sie Washington immer gepredigt hat, sehr verschieden ist.

Man hat sich von maßgebender amerikanischer Seite beeilt, in dem letzten Stadium der Lausanner Verhandlungen an- zudeuten, daß Washington zwar bereit sei, mit seinen ein­zelnen europäischen Gläubigern über die Schuldenregelung zu verhandeln, daß aber ein grundsätzliches Äbweichen von der Juni-Erklärung Hoovers nicht in Frage käme, in der der Präsident damals wörtlich gesagt hatte: „Ich billige nicht im entferntesten die Streichung der uns geschuldeten Summen". Man hat allerdings auch in Lausanne und in Genf verständlich zu machen versucht, daß das letzte Wort

is Der Genfer Abrüstungskonfe^ 2m übrigen wird zu den Preffeautzeraugen, Latz^Brü-

also trotz der betonten Zurück- ning an seinem entschiedenen „Nein" festgehalten hätte

Am§rikas-M«^Oem Ergebni abhängen werde, hat ui,u nug u« vuuk».., Mung, zu der man durch die inneramerikanische Situation gezwungen ist, keineswegs alle Türen verschlossen.

Die Nachricht von dem so diskret behandelten Lausanner „Gentleman-Agreement" der Schuldnerstaaten muh sich in einer Versteifung der amerikanischen Haltung auswirken, und Deutschland wird wachsam sein müssen, damit nicht versucht wird, uns doch noch in diese neue Verwicklung hin- einzuziehen.

Des Kanzlers Verteidigung wie es zu dem Ergebnis kam.

Berlin, 12. Juli.

Bei einem Presseempfang äußerte sich der Reichskanzler abschließend über das Ergebnis von Lausanne. An die Spitze einer Ausführungen stellte er die Bemerkung, daß die Ent- cheidung darüber, ob man zu einer endgültigen Regelung der Reparationsfrage kommen oder es auf ein Scheitern der Konferenz mit allen sich daraus ergebenden Folgen ankom- Men lassen wollte, nie durch irgendwelche innerpolitischen Erwägungen beeinflußt worden sei.

Zur Sache selbst führte er aus, es fei doch nicht so ge­wesen, wie man es in der Oeffentlichkeit lange angenommen hche, daß wir etwa 100 Meter vor dem Ziel gewesen wären, nachdem wir erst vor zwei Jahren einen Vertrag über eine LÄstung von 35 Milliarden unterzeichnet hätten.

Zwar habe sich inzwischen die Zahlung dieser Summe als unmöglich herausgestellt, aber ebensowenig wie wir die seit Versailles durch Deutschland geleisteten Unterschriften durch einen einseitigen Akt aus der Welt schaffen konnten, so wenig sei es möglich gewesen, die Reparationsfrage durch einen einseitigen Akt zu liquidieren.

Die Schuldverschreibungen.

Nach übereinstimmendem Urteil aller internationalen Schleuse sei es höchst fraglich, ob die 3 Milliarden Schuld- verschreibunaeu überhaupt auf dem internationalen Markt untrrgcdrLchl werden könnten. Wenn aber dies doch möglich sei, so würde es ein Beweis dafür sein, daß Deutschland tat- sachlich sein wirtschaftliches Gleichgewicht wiederbekommen habe.

Man dürfe ferner auch nicht vergessen, daß die gesamte Sanktionsfrage mit der Lausanner Lösung gefallen sei. Nicht zu übersehen sei weiter, daß die Hoooer-Annuität aus dem Hoover-Moratorium 1,9 Milliarden betrage, die in zehn Jahren abzutragen gewesen wären. Bei einem Mißerfolg der Lausanner Konferenz hätte diese gesetzliche Zahlung, die ’m Moratorium nur geruht habe, bestimmt geleistet werden Russen.

Souveränität von Reichsbahn und Reichsbank.

Der Reichskanzler betonte ferner die Wiedererringung oet vollen Souveränität über die Reichsbank und die Reichs­bahn. Ueber die sich daraus ergebenden Fragen werden sich °tefe Instanzen mit den Treuhändern noch auseinandersehen.

Der Kanzler befaßte sich dann mit dem Vorwurf, daß politische Fragen in Lausanne angeschnitten habe, ohne °«v eine Lösung hierfür garantiert gewesen sei.

Artikel VIII des Versailler Verdikts.

Sollten die Reparationsfragen fallen, so mußte auch der Vorwand fallen, der für die Auferlegung der politischen

Lasten maßgebend war.

Ich bin mir mit Ihnen darüber einig, daß die Kriegsschuld- frage durch die inzwischen geleistete Forschungsarbeit in un­serem Sinne positiv entschieden worden ist. Ich bin mir mit Ihnen auch darüber einig, daß die Beseitigung des Schuld­paragraphen nur durch den Widerruf der Mächte möglich sein würde.

Es war mir auch von einer Reihe von Delegationen zu­gesagt worden, daß dieser Paragraph mit dem Teil VIII des Versailler Vertrages als gestrichen betrachtet fei,

Wirtschaftliche Befreiung.

Die Voraussetzung der wirtschaftlichen Befreiung der Welt, zumal da Das Entfallen der Reparationen durch das Hoover-Iahr ohnehin eskomptiert worden war, ist die Be­seitigung der Diskriminierungen des Versailler Vertrages, der auch in Deutschland die geistigen inneren Spannungen verursacht hat. Eine der großen Mächte habe die politischen deutschen Forderungen als völlig berechtigt anerkannt

In den nunmehr folgenden Verhandlungen sei die Grundlage gegeben, in Genf die Gleichberechtigung auch in der Wehrfrage zu erreichen.

Wesentlich verbesserte Beziehungen.

Während die Presse Der Welt die in Lausanne gefun­dene Lösung als das Ende der Reparationen und den Be­ginn einer neuen Aera bezeichnet, erscheint das Ergebnis in Deutschland durch den Wahlkampf stark verzerrt. Das können wir nicht ändern. Wir werden abwarten, wie sich die Abmachungen auf die Wirtschaft und den deutschen Kredit auswirken. Der Pakt von Lausanne hat die Beziehungen unter den Mächten wesentlich verbessert. Im Zusammen­hang mit den Maßnahmen, die die Reichsregierung 'nun­mehr im Innern in Angriff nehmen wird, und in Ueber» tragung der Folgen auf die Wirtschaft werden wir die Aus­wirkungen des Paktes von Lausanne abwarten.

Billigung des Reichskabinetts

Das Reichskabinett hat den Bericht des Kanzlers über Lausanne entgegengenommen und einstimmig das Verhalten der deutschen Abordnung gebilligt.

Aus maßgebenden Kreisen verlautet, daß Herriots angebliche Erklärung, daß im Falle einer Aichtratifika- tion des Lausanner Abkommens der Poungplan wieder in Kraft trete, mit den Vereinbarungen in Widerspruch steht. Bis zur vollzogenen Ratifikation treten die Ueber» gangsbestimmungen in Kraft, die keinerlei deutsche Zah­lungen mehr vorsehen.

Ratifiziert einer der sechs Unterzeichnerstaaten den Vertrag nicht, so müßte nach einer ausdrücklichen Erklärung Macdonalds eine neue Konferenz statt- finden.

und weniger nachgiebig gewesen wäre, erklärt,

daß noch keine Konferenz international so schlecht bor* bereitet gewesen wäre, wie die Lausanner.

Erst während der Konferenz hätten sich unter dem Druck Frankreichs die Gläubigermächte auf eine Abschlußforde­rung an Deutschland geeinigt, und zwar in Höhe von 8 Milliarden. Man sei dann erst allmählich auf 4 Mil­liarden heruntergegangen. Man hält es für höchst zwei­felhaft, ob Brüning mit einem besseren Ergebnis a» Lausanne heimgekehrt wäre.

Kampf um den tteberwachungsausschuß

Einberufung auf den 22. Juli.

Im Zusammenhang mit der Einberufung des Ueber- wachungsausschusses des Reichstags wird bekanntge- macht, daß der bisherige Reichstagsabgeordnete Dr. Pfle­ger (Bayer. Vp.) den Reichstagspräsidenten schriftlich und telegraphisch auf das dringendste ersucht hat, das Verhalten des Vorsitzenden, Abg. Straßer (Rat.-Soz.) durch den Einberufungsauftrag an das älteste Mitglied des Ausschusses illusorisch zu machen. Gleichzeitig soll Dr. Pfleger die Meinung vertreten, daß der Ausschuß jetzt die Pflicht habe, einen Vorsitzenden, der seine Pflichten so gröblich verletze, abzuberufen.

In einem Schreiben des Reichstagspräsidenten Lobe an den Ausschußvorsitzenden wird es als ein völlig unhaltbarer Zustand bezeichnet, daß der Ausschuß einfach außer Kraft gesetzt werde.

Löbe erklärt, er habe deshalb das älteste Mitglied des Ausschusses ersucht, die Einberufung zu veranlassen. Er werde auch darum bitten, daß der Antrag des Abgeord­neten Dr. Pfleger auf Abberufung des Vorsitzenden und Wahl eines neuen Vorsitzenden auf die Tagesordnung ge­setzt werde. Löbe bedauert, daß der Vorsitzende den Ein- druck erweckt hätte, als sei er zur Einberufung des Aus- schusses bereit.

3m Einvernehmen mit dem Reichstagspräsidenten hat nunmehr das älteste Mitglied des Ueberwachungsaus- schusses des Reichstags, Abgeordneter Heimann (Soz.) den Aeberwachungsausschuß auf Freitag, den 22. Juli, einberufen.

Die BIJ an Amerika

Basel, 12. Juli.

Der Verwaltungsrat der BIZ. beschloß, die Einladung zur Weltwirtschaftskonferenz anzunehmen. An die Regie- rungen wurde ein Appell gerichtet, den allgemeinen Wirt­schaftsverkehr zu erleichtern.

Die in Lausanne erreichte Lösung der Reparationsfrage müsse durch eine zufriedenstellende Lösung der Kriegsschul- denfrage vervollständigt werden. Die Bank für Internatio­nalen Zahlungsausgleich werde den Zenlralnotenbaukeu zur Verfügung stehen, um ihnen als gemeinsame Stelle bei der Wiederherstellung des internationalen Goldwährungs- jystems zu dienen.

— Der Kommandant der beiden italienischen Hebeschiffe hält eine Hebung des gesunkenen französischen 11=Bootes „promethee" für ausgeschlossen.

Neue Hochwassermewungen

Große Sachschäden im Allgäu und am Bodensee.

München, 13. Juli.

In München laufen noch immer Hochwassermeldungen aus dem bayerischen Oberlande und aus Schwaben ein.

In der Stadt Weiler im bayerischen Allgäu, die bisher vom Hochwasser einigermaßen verschont geblieben war, trat infolge heftigen Gewitterregens Hochwasser in einem Aus­maß auf, rote es feit 200 Jahren nicht mehr erlebt worden ist. Der durch Die Hauptstraße führende Bach trug eine Unmenge Baumstämme und Gestrüpp mit sich. Die Wasser- maffen räumten ganze Warenlager aus. Die Feuerwehren der Umgebung sowie die Landespolizei Lindau kamen den bedrängten Bewohnern zu Hilfe. Auch aus der Bodensee­gegend um Bregenz werden Hochwasserschäden gemeldet.

Die Wertach, die den katastrophalen Hochwasserstand von 440 Zentimetern aufwies, ist mittlerweile bereits um 245 Zentimeter gefallen. Die Schäden an Wehr und Wasser­bauten sowie an Fluren und Häusern sind insbesondere am ganzen Wertach-Lauf sehr erheblich.

Große Lteberschwemmung in USA

200 Häuser fortgeschwemmt. — 12 Tote.

Lharleston (Westvirginia), 13. Juli.

Infolge' eines ungeheuren Wolkenbruchs schwemmte der angeschwollene paintoreek 200 Bergarbeiterhäuser fort und überflutete mehrere Schächte. Bisher wurden 12 Tote fest- gestellt. Der Sachschaden beträgt über eine halbe Million. Zwei Kinder wurden 15 Kilometer auf Holztrümmern tal­wärts geschwemmt und schließlich gerettet. Der gesamte Schaden ist noch nicht übersehbar. Alle staatlichen Hilfs­kräfte wurden alarmiert.

Schwere Feuersbrunst im Kreise Stolp Fünfzehn Gebäude eingeäschert.

Stolp (Pommern), 13. Juli.

In der Ortschaft Virchenzin im kreise Stolp entstand auf dem Anwesen des Landwirts Wandtke ein Feuer, das sich schnell auf drei angrenzende Besitzungen ausbreitete und in kurzer Zeit insgesamt 15 Gebäude in Asche legte. Nur das Wohnhaus des Besitzers Rodemerk konnte von den Feuerwehrleuten gerettet werden.

Dem Feuer sind sämtliche Erntevorräte und Maschinen zum Opfer gefallen. Das Vieh konnte zum größten Teil noch rechtzeitig geborgen werden. Das Feuer :st durch Kinder, die mit Streichhölzern spielten, verursacht worden.

Zwei Großfeuer in Mecklenburg

Im Dorf Tramm bei Crivitz kam bei dem Häusler Paul Warncke Feuer aus. Der Brand entstand im Stallgebäude und setzte bald darauf das Wohnhaus in Flammen. Beide Gebäude wurden bis auf die Grundmauern vernichtet Die zur. Hilfe gerufene Feuerwehr konnte es nicht verhindern, daß auch das Anwesen der Witwe Reumann von den Flammen erfaßt und gleichfalls vernichtet wurde. Mobiliar und Inventar wurden mit vernichtet. — Ein weiteres Groß­feuer entstand bei dem Domänenpächter Hoffmann in Wa- gun bei Dargum Das Viehhaus des Gutes fiel den Flam­men zum Opfer. Mit verbrannt find 50 Fuder Kleeheu, zwei neue Bindemaschinen und eine Kuh.

Großfeuer in Augsburg

Aus bisher unbekannter Ursache brach in dem Dach­geschoß des dreistöckigen, 110 Meter langen Altbaues der Augsburger Kammgarnspinnerei ein Großfeuer aus, das an der dort aufgestapelten Holzwolle, Packmaterial usw. reiche Nahrung fand. Die gesamte Augsburger Berufsfeuer­wehr, vier Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr und sechs Fabrikfeuerwehren bekämpften den Brand mit rund 36 Schlauchleitungen. Infolge der Windstille war es mög­lich, ein weiteres Umsichgreifen des Brandes zu verhindern, so daß der Schichtwechsel in dem anschließenden großen Spinnereigebäude reibungslos vor sich ging. Gegen 4 Uhr morgens war die Gefahr so weit beseitigt, daß die Feuer­wehren bis auf die Brandwache abrücken konnten.

Die Höhe de^ Schadens läßt sich noch nicht übersehen, wird aber auf mehrere hunderttausend Mark geschäht, da das ganze Dachgeschoß des Altbaues vollkommen ausge- brannt ist. Ein Feuerwehrmann trug eine schwere Rauch­vergiftung davon.

Italienischer Ozeanstieger tödlich verunglückt. Auf dem Flughafen von Orbetello verunglückte bei einer Flugübung der Transozeanflieger Kapitän Pietro Ratti tödlich, wäh­rend sein Mechaniker mit leichten Verletzungen davonkam. Kapitän Ratti gehörte zu den Transozeansllegern, die in Begleitung des italienischen Luftfahrtministers Balbo den Ozeanflug im Dezember-Januar 1930/31 ausführten.

Ein russisches U-Boot wird gehoben. Ein russisches Unterseeboot, das im Jahre 1931 bei Kronstadt mit einer Besatzung von 23 Mann gesunken war, soll jetzt gehoben und in den Dienst der Marine gestellt werden. Die Hebungs- arbeiten sind schon im Gang und sollen innerhalb der näch­sten sechs Wachen abgeschlossen werden.

Zwei bulgarische Piloten tödlich abgestürzt. Ueber dem Flugplatz Kasanlik stürzte in einer Kurve aus 100 Metern Höhe eine in den bulgarischen Werkstätten erbaute Schul- . Maschine ab. Beide Piloten fanden bei dem Absturz den Tod.

Beduinenüberfall auf die Petroleumleitung Mcfopo- tamien—Mittelmeer. Die Arbeiter der im Bau befindlichen Petroleumleitung von Mesopotamien nach dem Mittelmeer Murden bei Kuriatem von einer großen Bande wilder Be­duinen überfallen. 60 Arbeiter wurden gefangengenommen und entführt, 100 Arbeiter konnten entfliehen JDie Petro­leumleitung wurde schwer beschädigt. Große Strecken des bereits ausgehobenen Kanals wurden von den Beduinen wieder mit Erde zugeschüttet. Die transjordanische Regie­rung hatte vor einiger Zeit mit der Aufstellung von 30 000 Beduinen zum Schutze der Leitung begonnen.

56 tödliche Eholerafälle in Hankau. Nach einer Mel- , Dungmus Schanghai wurden in Hankau bis jetzt mehrere hundert Choleraerkrankungen festgestellt. Im Laufe der oer= gangenen Woche sind 56 Personen an Cholera gestorben.