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Aufruf der Staatspartei , Der Führer der Deutschen Staatspartei, Reichsminister a. D. Dietrich, hat an die Mitglieder und Freunde der Partei einen Aufruf erlassen, in dem es heißt:

, Verfassungsmäßig nicht zuständige Kräfte haben die Regierung Brüning zu Fall gebracht und die Auflösung des Reichstages herbeigeführt. Aus den Vorarbeiten für die Befreiuung von den Reparationen und aus den Aufgaben zur Bewältigung der Sorgen des nächsten Winters wurde das Kabinett herausgerissen und an seine Stelle auf einen verfassungsmäßig nicht einwandfreiem Wege ein Kabinett von Angehörigen des Adels und des Militärs gesetzt. Die zurückgetretene Regierung hat die Einstellung der Repara­tionszahlungen im vorigen Jahre erreicht. Herr von Papen erntet jetzt, wo sie gesät hat. Sie hat mit außergewöhnlicher Sparsamkeit den Etat des Reiches um fast vier Milliarden - gesenkt.

Die Deutsche Staatspartei führt den Kampf um die Er­haltung von Republik und Demokratie, um die Sicherung der Volksrechte und um die Erhaltung des selbständigen deutschen Menschen. Die Deutsche Staatspartei als die Par­tei der Mitte, die bisher allein gegenüber der rechtsradikalen Sturzflut Widerstandskraft bewiesen hat, geht nicht ohne Aussichten in diesen Kamvf, zumal dafür gesorgt werden wird, daß diesmal bei uns keine Stimme mehr verloren gehen wird. Wir rufen das arbeitende Bürgertum in Stadt und Land, das der Freiheit und der Republik die Treue hält, als Mitkämpfer auf. Jetzt muß sich entscheiden, ob wir noch ein Staatsvolk sind, das seine geschichtliche Aufgabe versteht."

Wachsende Not der Gaarkumpels

Eine Eingabe an die Regierungskommission.

Saarbrücken, 6. Juli.

Die Vertreter der Bergarbeiter haben sich in einer Ein­gabe, die so recht die ständig wachsende Not der saarlän- dischen Bergarbeiterschaft beleuchtet, an die Regierungs­kommission gewandt. In der Eingabe heißt es:

Die Saarbergarbeiter halten in dem nun abgeschlossenen ersten Halbjahr 1932 in der Spitze 53 Feierschichten. Mehr als zwei Monate waren sie innerhalb eines Jah­res arbeitslos. Der Lohnausfall beträgt mehr als ein Drittel des gesamten Einkommens.

Infolge der Verklausulierungsbestimmungen der Kurzarbei­terfürsorge kamen die Bergarbeiter nur für wenige Feier­schichten in den Genuß der Unterstützung. In den letzten Monaten ist diese Unterstützung überhaupt in Wegfall ge­kommen. Die Ursache liegt in der Verlegung der Feier- schichten, eine Maßnahme, die die Grubenverwaltung mit betrieblichen Verhältnissen und der Eigenart des Bergbaues begründet. Mit dieser Maßnahme ist jedoch der notleidenden wirtschaftlich erschöpften Bergarbeiterfamilie nicht gedient.

Wir bitten die Regierungskommission, die Eigenart des Bergbaues zu berücksichtigen und die Kurzarbeiterfürsorge­bestimmungen dahin zu ändern, daß an Stelle der wöchent­lichen die monatliche Zahl der Feierschichten zum Bezug dzK Kurzarbeiterunterstühung zugrunde gelegt wird.

Schachspiel als Pflichtfach.

| In der Gemeinde Ströbeck bei Wernigerode wird jetzt mit ministerieller Genehmigung das Schachspiel als Pflichtfach g in der Volksschule emMührt. U. B. z. Schulkinder mit ihren Schachbrettern auf'dem Heimwege von der SchM.

Die Einbürgerung in Preußen

Der Antwort des preußischen Ministers des Innern auf | eine Kleine Anfrage zufolge werden die bei preußischen Be­hörden gestellten Einbürgerungsanträge in jedem Einzelfall sorgfältig geprüft. Die Einbürgerung erfolgt nur, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, die Antragsteller den U zwischen den Ländern vereinbarten Richtlinien genügen und V die außerpreußischen Länderregierungen im Umfrageverfah- r ren Bedenken nicht erhoben haben oder der Reichsrat die x vorgebrachten Bedenken für unbegründet erklärt hat. Nach Aner neueren Entschließung des Reichsrats soll übrigens der | Einbürgerung von Ausländern nichtdeutscher Herkunft in der Regel ein Jnlandsaufenthalt von 20 Jahren vorhergeben.

Willi Sklarek zieht Revision zurück

L Das Urteil ist jetzt rechtskräftig.

I . Berlin, 6. Juli.

. Willi Sklarek hak die gegen feine Verurteilung zu vier Zuchthaus angemeldete Revision zurückgenommen I "klärt, daß er das Urteil annehme, was damit rechts- S^Nig geworden ist. Sein Bruder Leo Sklarek hat bisher r ^nen Standpunkt, daß er gegen das Urteil von dem ihm Sgehenden Recht, der Revision Gebrauch machen wolle, noch nicht geändert.

| Blutiger Feiertag in LlSA

135 Todesopfer am Unabhängigk-älsfest.

Reuters, 5. Juli.

Der Unabhängigkeitsfeiertag forderte wiederum im ganzen Land viele Todesopfer. Bei Kraftwagen- und Bools- nnfällen sowie beim Abbrennen von Feuerwerk und bei Schießereien kamen 125 Personen ums Leben. Außerdem wurden an dem Feiertag in den Bergen Kenkuckys mehrere »mtfehden ausgetragsn, wobei 10 Personen getötet und 8 verletzt wurden.

| flus Stadt, Kreis und Provinz

Mitteilungen lokalen Interesse; aus dem Kreisgebiti sind für diese Rubrik willkommen.

Laßt die Kinder barfuß gehen?

Es gab einmal eine Zeit, da war es streng verpSkit und sogar verboten, die Kinder barfüßig einherlaufen zu lassen. Namentlich in der Schule war es streng verboten, ohne Schuhe und Strümpfe zu erscheinen, und das Kind, das diesen Anordnungen zuwiderhandelte, setzte sich strenger Be- trafung aus. Heute hat man das Gegenteil eingesehen und fordert: Laßt unsere Kinder barfuß laufen! Viel Gesund­heitliches verbindet sich mit diesem Barfußlaufen. Der Fuß ist frei und unbeschwert. Das Laufen ist viel müheloser als in Schuhen, es kann nichts drücken, man tritt mit der ganzen Sohle auf und nicht, wie es bei den Schuhen so oft geschieht, nur mit dem Absatz. Durch das richtige Laufen aber wird der ganze Fuß und selbst die Wade gestärkt, letztere wird muskulös und widerstandsfähig. Die meisten Fußleiden ent­stehen in den Sommermonaten, man würde sie auf ein Minimum herabdrücken, wenn sich alle Leute entschließen könnten, barfüßig zu gehen. Aber da wir Erwachsenen das leider aus beruflichen und gesellschaftlichen Gründen nicht können, so sollten wir wenigstens unser Einverständnis dazu erteilen, daß die Kinder an warmen Tagen barfüßig laufen. Sieht man von den gesundheitlichen Gründen ab, so ist es weiterhin ja geldsparend. Außerdem noch eine andere wich­tige Folge des Barfußgehens: Wer halt barfuß läuft, der ist aus Reinlichkeitsgründen gezwungen, sich alltäglich seine Füße zu waschen; derjenige aber, der die Schuhe nicht von den Füßen bekommt, vernachlässigt diese Pflicht manchmal auf Tage hinaus. Auch hierin liegt also ein Vorteil des Barfußgehens. Aerzte empfehlen übrigens, mit nackten Füßen durch eine feuchte Wiese zu laufen, da es gesund und nervenstärkend sei. Wer es ganz besonders gut machen will, der laufe durch den ersten Morgentau!

Wetterbericht. Infolge der starken Erhitzung des Festlandes hat sich das Hochdruckgebiet abgeschwächt, so- daß bei gleichzeitiger Auffüllung des isländischen Wirbels eine ziemlich gleichförmige Luftdruckverteilung über West- und Mitteleuropa sich eingestellt hät. hierdurch wird die Ausbildung von Wärmetiefs, die zu örtlicher Gewittertätig­keit führen, begünstigt. Eine nachhaltige Verschlechterung dürften diese Störungen jedoch nicht im Gefolge haben. Aussichten für Donnerstag und Freitag: Wie^r zunehmende Aufheiterung und Erwärmung bei abnehmender Dewitter- i Neigung.

Taubstumme n-G o t t e S d i e n st. Sonntag, den io. Juli findet in der Hospitalkapelle zu Hanau um 3 Uhr ein Taubstummengottesdienst statt, der vom Taubss-Oberleh- rer Röningk-Homberg gehalten wird.

Die Lage des Arbeitsmarktes hat sich ge­genüber der ersten Monatshälfte wieder etwas verschlechtert. Die Abgänge in Arbeit sind gering gegenüber den Aus­steuerungen. Hieraus erklärt sich die Abnahme von 492 Personen in der Arbeitslosenversicherung und Krisenfürsorge. Die Gesamtzahl an Arbeitssuchenden ist durch weitere Zu­gänge vom ArbeitSmarkt und durch die Erhöhung der Zahl der WohlfahrtSunterstützungöempfänger gestiegen. Am Schluß der Iählung waren 14764 Arbeitssuchende vorhanden gegen 14512 am 15. Juni. Unterstützt wurden: In den einzelnen Amtsbezirken wurden an Arbeitssuchenden gezählt: Hanau- Stadt 5558 (5434), Hanau-Land 4846(4796), Gelnhausen 3105 (3254), Schlächtern 1255 (1280). Die eingeklammer- ten Zahlen bedeuten den Stand vom 31. 5. 32. Die Gruppe hat nach Beendigung der Heuernte durch weitere Entlassungen von Waldarbeitern eine Belastung erfahren. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist sehr gering. In den Basaltbrüchen des Kreises Gelnhausen wurde die Arbeit zu einem Teil wieder ausgenommen: 35 Steinbrucharbeiter konnten ver­mittelt werden. Die Diamantschleifereien sind zur Zeit etwas stärker beschäftigt, jedoch ist die Dauer der Beschäftigung nicht übersehbar. In den sonstigen Berufsgruppen ist die Gesamtlage fast allgemein unverändert ungünstig geblieben.

Ist die Verleihung des Ehrenbürger rechtes in den Landgemeinden möglich? Zeitungsberich­ten zufolge haben in jüngster Zeit verschiedene Gemeinden dem Führer der N5VAP., Adolf Hitler, das Ehrenbürger- recht verliehen. Nachdem kürzlich, wie in der Schlüchterner Zeitung gemeldet worden ist, auch die Gemeindevertretung einer Landgemeinde des Kreises Schlüch-tern beschlossen hat, Hitler das Ehrenbürgerrecht zu erteilen, ist die vorstehende Frage aufgeworfen worden; sie muß, wie uns von beru­fener Seite bestätigt wird, verneint werden und zwar aus folgendem Grünt«: Die Landgemeindeordnung für die, Provinz Hessen-Nassau vom 4. August 1897 preußische Gesetzsammlung von 1897, Seite 301 kennt im Gegen­satz zu der Stäbteorönung für die Provinz Hessen-Nassau die Einrichtung der Ehrenbürger nicht. Die Beschlüsse von Gemeindevertretungen in Landgemeinden über die Erteilung des Lhrenbürgerrechts entbehren also der Rechtsgrundlage und sind aus diesem Grunde nichtig. Aber and} nach den Be­stimmungen der Ztädteordnung für die Provinz Hessen- Nassau vom 4. August 1897 (§ 6 letzter Absatz) ist die Ver­leihung des Ehrenbürgerrechtes nur an solche Männer zu­lässig, welche sich um die Stadt verdient ge­macht haben.

Stutenkörungen und Verteilung von Zucht- inaterialerhaltungsprämien. Wie bereits im sämtlichen Teil der Schlüchterner Zeitung und in den Blät­tern der landwirtschaftlichen Organisationen bekannt ge­geben worden ist, finden z. 3t. die Stutenkörungen im Be­zirk Kassel statt. Für den Kreis Schlächtern sind Körungen aus Freitag, den 8. Juli 15 Uhr in Schlüchtern am Unter­tor und 16,30 Uhr in Ulmbach vor dem Bürgermeisteramt festgesetzt. Zur Eintragung in das Kurhessische Stutenbuch werben zweijährige und ältere Kaltblutstuten und dreijäh­rige und ältere Warmblutstuten zugelassen. Zur weiteren

Förderung der Kaltblutzucht sollen für solche kaltblütige Saugsohlen, ein- und zweijährige kaltblütige Fohlen, Zucht- materialerhaltungsprämien gegeben werden, welche bei der Prämüerung einen ersten preis erhalten haben. Da die Pferdezucht z. 3t. einen verhältnismäßig günstigen Betriebs­zweig darstellt, sollten die Besitzer guter Pferde diese Ein­richtung benutzen.

U. T. Lichtspiele. Für die Film- und Theaterfreunde in Schlüchtern, Steinau und Umgebung eine große Ueber- raschung. Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburgs Büh- nenlustspielIm weißen Rößl", dessen Inhalt wohl bekannt ist, erscheint als Film in neuer Aufmachung. Die Aufnah­men fanden an den Originalstätten im Salzkammergut statt. Die Besetzung mit Liane Haid als Rößlwirtin, Henry Ben- der als Fabrikant Giesecke und Max Hansen als Oberkellner Leopold in den Hauptrollen erlauben eine lebendige und künstlerische Wiedergabe, die das Interesse der Zuschauer stark in Anspruch nimmt. Aber auch die anderen Darsteller, Anita Dorns, Camilla Spira, Livio Papanelli, Hermann Picha, Ferdinand Bonn und Gustl Stark-Gsteltenbauer stehen an richtiger Stelle und finden für ihre Eigenarten die dankbarsten Aufgaben. Klangschön kommen die zu den einzelnen Szenen passenden Melodien als musikalische Begleitung zu Gehör, noch dazu, daß die bekannten und beliebten Rundfunksänger Hede Mann und Hans Schneider die gesangliche Begleitung übernommen haben und ihre Aufgaben in vorzüglicher Weise lösen. Hier liegt ein ausgezeichneter Film vor, wie man ihn nicht alle Tage zu sehen bekommt. Die Zuschauer können interessante Vergleiche anstellen, wie mit den Mitteln des Films der famose Lustspielstoff vor den echten Hintergründen der Natur bearbeitet worden ist keineswegs zu seinem Scha­den. Der Film läuft in Schlüchtern Freitag, Sonntag und Montag S3/^ U(>r abends. In Steinau nur Samstag abend 8-/4 Uhr.

Deutsches Volkstheater in der T u r n h a l- l e (Grabenstraße): Am Mittwoch, den 6. Juli abends 8Hz Uhr findet in der Turnhalle ein Gastspiel des Erwerbslosen- ensemble des deutschen Volkstheaters mit der weltberühmten Le- Har-OperetteDas Land des Lächelns" statt. Mie aus der Re­klame zu ersehen ist, handelt es sich Hier um Künstler, an denen man nicht achtlos vorübergehen sollte, denn sämtliche Darsteller sind ehemals Mitglieder namhafrer deutscher und östreichischer Theater, die sich, durch die Not der Zeit, gezwun­gen, jetzt durch diese Gastspiele ihr Brot verdienen, in oft nicht sehr leichter Art; aber ehrlich. Durch die Tageözcttel ist al­les nähere zu ersehen. Es wäre im Interesse der guten Sa­che und auch im Interesse der Kunst, eine wirklich gute Vor­stellung zu sehen, zu raten, dieses Gastspiel zu besuchen. Es sei ausdrücklich erwähnt, daß nur dieses eine Gastspiel statt- findet. Die Preise sind auf das Billigste berechnet, außer­dem hat das Ensemble eine eigene Bühnenausstattung.

Stimmabgabe im Reiseverkehr. Bei der Reichstags- wähl werden für den Jnlandsreiseoerkehr über weite Strecken und für die am Wahltage nach dem Ausland fah­renden oder vom Ausland zurückkehrenden Inland-deutschen auf wichtigen Bahnhöfen Wahlmöglichkeiten geschaffen werden. 'Es handelt sich dabei um besondere Einrichtungen für solche Reisende, die vor Antritt oder nach Beendigung der Reise innerhalb der allgemeinen Abstimmungszeit (8 bis 17 Uhr) von den gewöhnlichen Abstimmungsmög- lichkeiten keinen Gebrauch machen können. Gleichzeitig wird damit den am Wahltage in den Fernzügen diensttuenden Beamten der Reichsbahn und der Reichspoft sowie den An­gestellten der Mitropa und der Internationalen Schlaf- und Speisewagengesellschaft Gelegenheit zur Ausübung ihres Stimmrechts eröffnet. Die Bahnstationen und die näheren Bestimmungen über die Stimmabgabe im Reiseverkehr, be­sonders die für die einzelnen Bahnstationen in Betracht kommenden Abstimmungszeiten, werden noch bekanntgege­ben werden.

Kennzeichen für gehörlose Radfahrer. Die gehörlosen oder schwerhörigen Radfahrer sind den Gefahren der Straße in weit höherem Maße ausgesetzt als andere Wegebenutzer. Sie dürfen die gelbe Armbinde mit den drei schwarzen Punkten tragen. Aber diese Binde hat sich für Radfahrer nicht so gut bewährt wie für Fußgänger. Die Haltung der Arme beim Erfassen der Lenkstange bringt in den meisten Fällen die Armbinde aus dem Sehkreis der dem Radfahrer folgenden Fahrzeuglenker. Auf Wunsch der Vereine taub­stummer Radfahrer hat der Bund deutscher Radfahrer ein dreieckiges Schild geschaffen, das auf gelbem Grunde die drei schwarzen Punkte zeigt. Dieses Schild wird am Hinteren Rahmen des Fahrrades angebracht und kann von keinem dem Radfahrer folgenden Fahrzeuglenker übersehen werden. Die Schilder werden vom Bund deutscher Radfahrer in Ber­lin, Schiffbauerdamm 19, auch an Nichtmitglieder zum Selbst­kostenpreise abgegeben.

Marjoß. In der Nacht vom Sonnabend auf Sonn­tag wurde in den Keller des Gastwirts Heinbuch eingebro­chen. Die Diebe ließen etliche zwanzig Flaschen Wein, Fla­schenbier und einige Pfund Butter mitgehen. Hoffentlich ge­lingt es der Polizei der Diebe habhaft zu werden.

»kölnische Volkszeitung- für drei Tage verboten.

Der 4. Strafsenat in Leipzig hat in der Frage des Verbots derKölnischen Volkszeitung", am 5. Juli wie folgt entschieden: Das Verbot ist für zulässig erklärt worden, jedoch nur für die Dauer von drei Tagen, weil eine dem Verbot zugrunde gelegte, nicht unwesentliche Behauptung des Artikels anders ausgelegt ist Es ist Gefährdung der außenpolitischen Interessen sowie eine Ver­ächtlichmachung des Reichskanzlers angenommen worden.

Dank der Rlarineleikung.

Der Chef der Marineleitung hat anläßlich der Rückkehr des LinienschiffesSchlesien" und der TorpedobooteT 190" und G 10" aus Danzig folgenden Erlaß an den Flottenchef und bte Seebefehlshaber gerichtet:Mit großer Genugtuung habe ich die Berichte über die wohlgelungene Durchführung des Besuches von Danzig erhalten und freue mich über das mustergültige Verhalten und den vorzüglichen Eindruck, den ihre Besatzungen hinterlassen haben. Ich spreche dem Befehlshaber der Linienschiffe, Konter­admiral Foerster, sowie den beteiligten Seestreitkrästen meine be­sondere Anerkennung aus."