Das Ende -er Preisbildung
Verordnungen des Preiskomissars bleiben.
Berlin, 1. Juli.
Der Reichskommissar für Preisüberwachung teilt mit: Gemäß der vierten Verordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen und zum Schutze des inneren Friedens vom 8. Dezember 1931, Erster Teil, § 8, läuft am 30. Juni 1932 die Frist ab, innerhalb der gebundene Preise unter Aufrechterhaltung der Preisbindung nicht erhöht und fernerhin neue Bindungen für solche Preise, für die bei Inkrafttreten des Kapitels 1 der genannten Verordnung eine Bindung nicht bestand, nicht vorgenommen werden durften.
Zahlreiche Anfragen veranlassen den Reichskommissar für Preisüberwachung, darauf hinzuweisen, daß die von ihm erlassenen Verordnungen und Anordnungen sowie die von ihm mit einzelnen Wirtschaftsverbänden getroffenen Vereinbarungen über den 1. Juli 1932 hinaus in Kraft bleiben. Die Aufhebung dieser Verordnungen, Anordnungen und Vereinbarungen wird im Einzelfalle dann erfolgen, wenn es die Wirtschaftslage zuläßt oder erfordert.
Neuer Vorschlag der Tribulmächie
... der von Deutschland abgelehnt wird.
Lausanne, 1. Juli.
Die Gläubigermächke sind von neuem mit einem Vorschlag an die deutsche Regierung herangetreten, wonach die endgültige Regelung der Tributfrage von der endgültigen Regelung der interalliierten Schuldenfrage mit den vereinigten Staaten abhängig gemacht wird.
Die Gläubigermächte vertreten den Standpunkt, daß zwischen den Tributzahlungen und den interalliierten Schulden ein unmittelbarer Zusammenhang bestehe und eine endgültige Regelung der gesamten internationalen Kriegsschulden nur gemeinsam mit der amerikanischen Regierung durchgeführt werden könne.
Ferner sollen die Gläubigermächke von neuem an die deutsche Regierung mit der Forderung auf eine größere
Abschlußzahlung herangetreten sein.
Demgegenüber wird auf deutscher Seite nach wie vor der Standpunkt vertreten, daß eine Abschlußzahlung nicht in Frage kommen könne, ferner sei die Tributfrage nach deutscher Auffassung lediglich eine die europäischen Mächte berührende Angelegenheit, die zwischen den europäischen Gläubigermächten und Deutschland bereinigt werden müsse.
Die Verkuppelung der Tributfrage mit der interalliierten Schuldenfrage würde den gegenwärtigen ungeklärten Zustand mindestens bis zum nächsten Frühjahr, dem Zeitpunkt der Regierungsübernahme des neuen Präsidenten der Vereinigten Staaten, aufrechterhalten. Aus allen diesen Gründen könnten daher irgendwelche Vorschläge in dieser Richtung von der deutschen Regierung nicht angenommen werden.
In deutschen Kreisen verstärkt sich daher der Eindruck, daß eine Entscheidung jetzt unmittelbar beoorsteht und sich bereits in der allernächsten Zeit klären muß. ob eine sachliche Wetterführung der Lausanner Verhandlungen über-
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Deutsches Dementi
Lausanne, 29. Juni.
Zu den Gerüchten, die deutsche Abordnung habe sich zu einer Abschlußzahlung von drei Milliarden Goldmark im Fall einer endgültigen Regelung der Tributsrage bereit erklärt, wird von zuständiger deutscher Stelle ausdrücklich festgestellt, daß ein dahingehender Vorschlag selbstverständlich in keiner Weise erfolgt sei.
Da trotz des Dementis von deutscher Seite diese Gerüchte sich hartnäckig aufrechterhalten, und von allen Seiten telephonische Anfragen bei der deutschen Abordnung eintreffen, hat sich die'Presseabteilung der deutschen Abordnung veranlaßt gesehen, in der Pressezentrale der Konferenz im Palace Hotel einen Anschlag anzubringen, in dem kategorisch erklärt wird, daß dahingehende Gerüchte in keiner Weise den Tatsachen entsprechen.
Zweckoptimismus
In leitenden französischen Kreisen wurde eine ausgesprochen optimistische Stimmung verbreitet. Man erklärte, daß bereits eine starke Entspannung eingetreten sei, die sich noch weiter in der gemeinsamen Besprechung zwischen Mac- Donald, Herriot und Papen verstärkt habe. Weiter wird auf französischer Seite betont, daß bereits volle Uebereinstimmung über drei Punkte bestehe:
1. Verlängerung des Moratoriums für Deutschland,
2. eine europäische Lösung der drängenden Fragen könne nur im Rahmen der gesamten internationalen Interessen gesunden werden und
3. es dürfe keinerlei Lösung gefunden werden, die in irgendeiner Richtung die Weltwirtschaft stören könnte.
Der offiziöse französische Optimismus bezweckt offenbar, die deutsche Regierung in eine Zwangslage zu bringen und die deutsche Regierung für den Fall der Ablehnung der von den Franzosen vorbereiteten Endlösung der Tributfrage allein für einen Zusammenbruch der Konferenz verantwortlich zu machen. Auf deutscher Seite wird die Lage nach wie vor außerordentlich ernst und kritisch beurteilt und am bisherigen grundsätzlichen Standpunkt festgehalten.
Tributfrage noch ungestört
Von deutscher Seist nehmen an den Verhandlungen des Püros der Konferenz für die Tributfrage der Reichsfinanzminister Graf Schwerin-Krosigk und Staatssekretär von Bülow teil.
In der Nachksitzung ist keine Linie gefunden worden, auf der eine Einigung in irgendeiner Richtung erzielt werden konnte.
K Im Rahmen dieser Verhandlungen wird gegenwärtig ausschließlich die Möglichkeit einer Ueberwindung der großen GegenMe in der Tributfrage behandelt.
Dagegen ist der Handels- und Wirtschaftsausschuß bereits zu einem Abschluß seiner Arbeiten gelangt.
Es ist in großen Zügen vereinbart worden, daß nach dem Abschluß der Lausanner Konferenz ein allgemeiner Wirtschaftsausschuß Zusammentritt, dem eine große Anzahl von Mächten angehören soll, und der die VerhandlunMn für die kommende Londoner Weltwirtsche konferenz ausarbeiten soll. Die amerikanische Regierung wird ausgefordert, an den Beratungen dieses Wirtschaftsausschusses teilzunehmen.
Ruchloser Meuchelmor-
polnischer Offizier erschießt deutschen Sportler.
Kattowitz, 1. Juli.
Im Sladionbad zu Myslowitz wurde ein deutscher Sportler von einem polnischen Offizier erschossen.
In den Restaurationsräumen saßen polnische Offiziere, die jedoch nicht als solche zu erkennen waren, da sie wie die übrigen Gäste Badeanzüge trugen. Als sie ihre Zeche nicht bezahlen sollten, kam es zu Meinungsverschiedenheiten mit einigen am Nebentisch sitzenden deutschen Sportsleuten. Von diesem Tisch soll dabei die Aeußerung gefallen sein, daß man diese Gesellschaft, wenn sie nicht bezahlen wolle, rauswerfen möge. Die Sportler gingen dann wieder ins Bad zurück.
Einer der Offiziere namens Kucharzki holte aus seiner Kabine seinen Revolver und streckte einen der Sportler, den 26jährigen Fleischergesellen Emil Winterstein aus Myslo witz, den Sohn eines angesehenen Fleischermeisters, nieder. Der Schuß drang dem Winterstein in die Schläfe. Um 21 Uhr abends ist er dann im Krankenhaus verstorben.
Nach dem Mord flüchtete der Offizier in feine Kabine. Nur durch das Eingreifen der Polizei und des Besitzers der Badeanstalt konnte der polnische Offizier vor der erregten Menge, die ihn lynchen wollte, geschützt werden. Er wurde später der Militärgendarmerie übergeben. Die Eltern des Ermordeten trifft das Schicksal um so schwerer, da es sich um den zweiten Sohn handelt, der durch eine Kugel einer polnischen Militärperson getötet wurde.
Die Beisetzung von Dr. Scholz
Berlin, 1. Juli.
In dem Dörfchen Sakrow an der Havel wurde der Ehrenvorsitzende der Deutschen Volkspartei Reichsminister a. D. Dr. Ernst Scholz bestattet. Zu Seiten des Sarges standen die Fahnen des Corps Suevia aus Freiburg im Breisgau und des Hindcuburgbundes, der Iugendgruppen der Deutschen Volkspartei. Unter der Trauergemeinde bemerkte man den Staatssekretär Dr. Planck als Vertreter der Reichsregierung. Vertreter verschiedener Ministerien, den Reichsbankpräsidenten Dr. Luther, den Oberbürgermeister Sahm, sowie den Präsidenten des Städtetages Dr. Mulert. Besonders zahlreich waren die Vertreter der Deutschen Volksparte: mit dem Parteiführer Dingeldey. Superintendent Görnandt-Potsdam schilderte das Leben des Verstorbenen als erfolgreicher Kommunalpolitiker, als vaterländischer Mann, als Führer einer großen Partei.
Die Neuordnung im Rundfunk.
Für die vom Reichsinnenministerium geplante Neuordnung im Rundfunk sind vorerst Verhandlungen mit dem Reichspost- Ministerium nötig. Erst wenn zwischen beiden Ressorts ein Einvernehmen erzielt ist, wird der Reichsinnenminister dem Reichskabinett eine entsprechende Vorlage unterbreiten. Er kann aber angenommen werden, daß die Länder verlangen, bei der geplanten Neuordnung im Rundfunkwesen gehört zu werden.
NSDAP. fordert Beamtenfreiheik.
Die „Nationalsozialistische Parteikorrespondenz" schreibt zu der Notverordnung, die NSDAP. erwarte, daß die Reichsregierung MkMlM^M^M der Durchführung- triefet Retchsnotverordnung allen Sabotageakten gegenüber mit aller Entschiedenheit wache. Die nächste innerpolitische Aufgabe der Reichsregierung werde es fein, dafür zu sorgen, daß auch alle noch bestehenden Ausnahmebestimmungen gegen die nationalsozialistische Bewegung, insbesondere die verfassungswidrigen Verbote für Beamte, die sich zum Nationalsozialismus bekennen, unverzüglich aufgehoben werden.
Der bayerische Stahlhelmführer an Dr. Held.
Der Führer des bayerischen Stahlhelm, Oberst a. D. von Lenz, hat in einem Schreiben an den Ministerpräsidenten Held entschiedene Verwahrung dagegen eingelegt, daß trotz rechtzeitiger und dringlicher schriftlicher und mündlicher Vorstellungen das bayerische Kultusministerium nicht dazu habe bewogen werden können, die Rede des Ersten Bundesführers des Stahlhelm, Franz Seldte, für die Uebertragung durch den bayerischen Rundfunk freizugeben.
Sondersitzung des englischen Kabinetts.
Eine Sondersitzung des englischen Kabinetts ist einberufen worden, in der der Schatzkanzler Neville Chamberlain über die Lausanner Verhandlungen berichten wird. Chamberlain wird nicht mehr nach Lausanne zurückkehren, sondern wird sich demnächst in erster Linie den Vorbereitungen für die Ottawaer Konferenz widmen, wobei er insbesondere das Problem einer Weltreichs-Wäh- rungspolitik ins Auge fassen wird.
Kleine politische Meldungen
Der neue Ministerialdirigent der PrefjeabteUung im Amt. Der bisherige deutsche Gesandte in Reval, Schroetter, hat am Donnerstag sein neues Amt als Ministerialdirigent der Presseabteilung der Reichsregierung angetreten.
Keine Anrechnung der Gewerkschaftsbeihilfen. Der Reich»- arbeitsminister hat angeordnet, oaß eine Anrechnung der von den Gewerkschaften an ihre Mitglieder geleisteten Unterstützungen aus die Arbeitslosen- und Krisenunterstützung nicht erfolgt.
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Ohren der Erde.
In Amerika wurden diese neuartigen, höchst empfindlichen Geräuschfänger ausprobiert, die ankommende Flieger bereits auf große Entfernung melden.
Neuer Fallschirmrekord. Der junge französische Fall- schirmabspringer Mache naud stellte einen neuen Höhenwelt- rekovd im Fallschirmabsprung auf, indem er aus 8000 Meter Höhe absprang. Der Versuch war von Erfolg gekrönt. Der junge Fallschirmabspringer gelangte nach 25» Minuten glatt auf den Boden.
600 Todesopfer der Cholera in Kanton. In Kanton sind im Laufe einer Woche 600 Personen an Cholera gestorben. Die Epidemie greift noch weiter um sich.
Kreuzer »Salamis" wird abgewrackt. Der Schiffsrumpf des für Griechenland gebauten Kreuzers „Salamis", der seit Jahren im Woltershofer Hafen liegt, wird nach Bremen geschleppt werden, um dort endgültig abgewrackt zu werden.
Französisches Militärflugzeug in die Seine gestürzt. Ein französisches Militärflugzeug, das mit zwei Mann Besatzung zu einem Rebungsflug aufgestiegen war, flog in der Nähe von Paris »gegen eine Hochspannungsleitung und stürzte in die Seine. Der Apparat versank sofort mit seiner Besatzung und konnte noch nicht geborgen werden.
Blutige Zusammenstöße in Ohligs. In Ohligs kam es an der Stempelstelle zu Zusammenstößen zwischen Angehörigen der KPD. und der NSDAP. Zwei Nationalsozialisten wurden von einer größeren Anzahl Kommunisten Werfällen. Im Verlauf des Streites wurden mehrere Schüsse abgegeben, durch die vier Personen — ein Nationalsozialist und drei angeblich Unbeteiligte — verletzt wurden. — Kurz nach diesen Vorfällen zogen ungefähr 500 Kommunisten nach dem Heim der NSDAP. in der Kreuzstraße in Ohligs und warfen dort die Fensterscheiben ein. Erst nach dem Einsatz eines starken Polizeikommandos konnte die Ruhe wieder- fjergestellt werden. Zwei Mitglieder d er KPD., die als Hcwptanführer bezeichnet wurden, wurden in das Polizei- gefängnis eingeliefert.
Schwere Zusammenstöße in Königsberg. In der Metro- pol-Gaststätt«, wo eine nationalsozialistische Kundgebung, verbunden mit einem SA-Appell stattfand, kam es zu schweren Zusammenstößen mit Kommunisten, die zum Teil mit Stöcken bewaffnet erschienen waren. Kurz nach Beginn der Versammlung entstand eine gefährliche Rauferei, bei der es zahlreiche Verletzte gab, so daß die Polizei den Saal räumen mußte. Auf der Straße setzten sich die Zusammenstöße fort. Ein nationalsozialistischer Radfahrer wurde von sechs halbwüchsigen Kommunisten vom Rad gerissen und durch Fußtritte und Stockhiebe schwer mißhandelt, so daß er blutüberströmt fortgetragen werden mußte. Das verstärkte Ueberfallkommando stellte unter Anwendung des Gummiknüppels die Ruhe wieder her. Es wurden zahlreiche Verhaftungen vorgenommen.
400 Stück Vieh wegen Maul- und Klauenseuche niedergeschlagen. In Kolding bei Apenrade wurde auf dem Exportmarkt das Auftreten der Maul- und Klauenseuche festgestellt. Die Krankheit ist aus Apenrade durch acht zum Exportmarkt gesandte Stück Vieh eingeschleppt worden. Diese acht Tiere wurden unter allen möglichen Vorsichtsmaßregeln nach Apenrade zurückgesandt und hier sofort niedergeschlagen. Man hoffte, daß man sich mit der Impfung der übrigen Tiere begnügen könne. Am Abend kam aber die telephonische Astweisung aus Kopenhagen, daß alle 408 auf dem Markt befindlichen Stück Vieh niederzuschlageL^sefen. Der größte Teil des Viehs wird zu diesem Zwecke nach Esbjerg gebracht werden.
Aus der Rhön. Durch den freiwilligen werden von 60 jüngeren Leuten zwischen der Wasserkuppe und dem Roten Moor unter Aufsicht von Forstleuten und dem Kreisjugenbpfleger aus §ulba ca. 280 Morgen Land kultiviert. 200 Morgen sind bereits trocken gelegt und bepflanzt. Ueberschüssige Wassermengen, an denen es am Moor nicht fehlt, werden durch Gräben abgeleitet, im Wege liegende Basaltblöcke gesprengt und dann auf das hergerichtete Gelände die Fichtenpflanzen in planmäßiger Reihenfolge eingesetzt, von Mitte April ab bis heute sind bereits 180000 Pflanzen gesetzt worden. Die jungen Leute aus dem Kreise Fulda und Gersfeld machen ihre Arbeit sichtlich mit Lust und Liebe. Noch einige Wochen und ein großes Stück. Moor ist angepflanzt, das mit der Zeit zu einem Umfangreichen Wald anwachsen wird.
Frankfurt a. M. Das 11. Deutsche Sängerbunbesfeft wird seinen Besuchern fast 30 Konzerte bieten, in denen die besten deutschen Männer- und Frauenchöre proben ihres Könnens ablegen. Für diese Veranstaltungen stehen fast 100 000 Sitzplätze zur Verfügung, ganz abgesehen von dem Stadion, in dem ein Massengesang von 30 000 Sängern ge= boten werden wird. Erfreulicherweise war es möglich, die Preise für den Eintritt zu diesen Konzerten sehr niedrig an« zusetzen. An dem Massenkonzert im Stadion werden die Besucher schon für wenige Groschen teilnehmen können, während die preise für die Saalkonzerte für Inhaber von Festkarten auf eine Mark im Vorverkauf und 1.50 im Fest- verkaus und für andere Besucher auf zwei bis drei Mark festgesetzt sind.
Frankfurt a. M. (Die Gemeinderechner Hessen- Nassaus in Frankfurt.) Die Gemeinderechner haben jetzt auch ganz besondere Sorgen. Immer schwieriger wird die finanzielle Lage, und schon manche Landgemeinde ist am Ende ihrer Zahlungsfähigkeit. In diese Zeit fällt die ordentliche Hauptversammlung des Verbandes der Gemeinde- rechner der Provinz Hessen-Nassau. Sie findet Sonntag, den 3. Juli in Frankfurt a. M. statt. Auf der Tagesordnung stehen neben den üblichen Punkten Fragen wie die Aufnahme der Kirchenrechner in den Verband, die Neuregelung des Beitrags und schließlich die aktuellen Kassen- und Etatsfragen. Ueber diese wird Gemeinderentmeister Elaas-Flörsheim ein besonderes Referat halten.
Wie wir erfahren, hat das Reich in den letzten Tagen über einen Ueberbrückungskredit verhandelt, der den Zweck hat, über den Juni-Ultimo hinwegzuhelfen. Die verhand- lungen sind am Donnerstag zum Abschluß gekommen. Der Kredit belauft sich auf 125 Millionen RMk.
3m englischen Unterhaus erklärte Schatzkanzler Thamberlain, die Regierung beabsichtige, den Zinsfuß der 5-prozentigen Kriegsanleihe ab L 6. 1933 auf 31/2 % herzu setzen. Die Inhaber würden ersucht werden, die Anleihen zu behalten.