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pu0 Stadt, Kreis und Provinz

Mitteilungen lokalen Interesses aus dem Kreisgebitt sind für diese Rubrik willkommen.

Gonniagsgedanken

Wer ist weise und klug unter euch? Der erzeige mit leinem .Uten Wandel seine Werke in der Sanftmut und Weisheit! Wie Jesus seine nach Macht und Einfluß gei­zenden Jünger auf das Dienen als auf das Beste und Größte hinwies und auf die Sorge um ein verwahrlostes Kind' sein Lob legte, so sieht auch unser Apostelwort die größte Weisheit und die beste Förderung des Reiches Got­tes bei denen, die schlicht und treu den Weg der christlichen Pflichterfüllung gehen. Das sind die Menschen, die nicht mehr nur sich erbauen wollen, sondern die Gottes Wort leben und Gottes Reich bauen, die von sich selbst absehen und auf Gott sehen, die nach Weisheit trachten, nicht um damit zu glänzen, sondern um danach zu wandeln, deren Streben darauf gerichtet ist, Frucht zu bringen. Solange das Streben nur für uns selbst noch in uns herrscht, sind wir Träger des Unfriedens. Wir müssen suchen, von uns loszukommen und einer Aufgabe zu leben. Diese Aufgabe liegt nicht zuerst in der Weite und nicht in außerordent­lichen Dingen, sondern im Nächstliegenden. Bereite deinem Mann ein freundliches Heim, gönne deiner Frau ein Wort der Liebe, gib deinen Kindern das Beispiel der Rechtschafsen- Heit, des Fleißes, der Einfachheit, der Gottesfurcht, erfülle deine Pflichten treu und gewissenhaft.' Was nützt all unser Christentum, was nutzen alle noch so hohen und tiefen Worte vom Glauben, der die Welt überwinde, wenn man dann im alltäglichen Leben uns nichts davon anmerkt, daß etwas neu geworden ist, vielmehr wir bleiben wie wir sind. 2a wird unser Glaube weder uns noch anderen eine Kraft zum Heil! So wir aber mit aller Tr«e und allem Ernste danach trachten, einen guten, christlichen Wandel zu führen, da erfahren wir den Segen des Gotteswortes in uns selbst, wir werden seiner Wahrheit immer gewisser, wir empfinden den Frieden des Herzens. Dann geht auch auf unsere Um­gebung ein segensreicher Einfluß aus. Das christliche Leben ist die überzeugendste Predigt und der unwiderlegbarste Be­weis für die Kraft und die Wahrheit des Christenglaubens. Sprich über die Sonne, soviel du willst, dein Reden gibt nicht Wärme und nicht Licht, und erzeugt nicht Leben, aber sei ein Sonnenstrahl in deinem Hause und du wirst Wunder wirken. Das beste und sicherste Mittel dazu ist ein Wandel vor Gott in der Nachfolge dessen, der das Licht der Welt ist.

Johanns.

Der Johannistag (24. Juni), der in diesem Jahre auf einen Freitag fällt und der die Feit der sommerlichen Licht- unb Sonnenwende mit sich bringt, ist einer der volkstüm- lichsten Feiertage, wenn er auch nicht mehr gesetzlich ge­feiert wird. Schon bei den alten Germanen wurde der Johannistag durch das Mittsommerfest begangen. Hell lie­ßen unsere Vorfahren zur Zeit der Sommersonnenwende die Freudenfeuer zum Himmel lodern, als symbolisches Zeichen voll erblühter Ha tut, stärkster Lebenskraft und Lebenslust. Seit dem vierten Jahrhundert ist der Johan­nistag, der Geburtstag des Heiligen Johannis (Baptist) des Täufers, von der christlichen Kirdje an die Stelle des heidnischen Sommersonnenwendfestes gesetzt worden. Das Hauptmerkmal des Johannistages andere Bräuche sind inzwischen verschwunden sind noch immer die Höhen- feuer, auch Sonnenwendfeuer genannt, die bis zum 12. Jahrhundert zurllckreichen. Jn vielen Gegenden wird vor dem Sonnenwendtag von der Jugend Holz zufammenge- bestelt, gesammelt und zu einem Stoß geschichtet, und die Jugend springt, wenn die Feuerglut langsam erstirbt, un­ter fröhlichen Liedern der Umstehenden und dem Hersagen von Sprüchen über die glimmende Lohe, und in einigen Hegenden hat sich auch noch die Sitte des Johannistrunks erhalten. Jn Franken ist der Johannistag auch ein Ge­denktag der Toten. Jn treuer Dankbarkeit und Liebe wer­den nach alter, schöner Sitte die Gräber der verstorbenen mit den Blumen des Sommers geziert. Ruch den Buch­druckern gilt der Johannistag als Ehrentag. Sie geden- ken ihres Altmeisters Johannes Gutenberg, dem die ge­niale Erfindung der Luchdruckerkunst zu danken ist. Be« sonders in den Großstädten feiern die Jünger derschwar­zen Kunst" in Zusammenkünften mit ihren Ungehörigen diesen Tag auf ihre Art. Räch den Bauernregeln soll üm Johannistag schönes Wetter sein:Regen am Johan- nistag, nasse Ernte bringen mag"vor Johannis bitt' um Regen, nachher kommt er ungelegen".

Trockener Hochsommer 1932.

Wie Professor Dr. Franz Baur von der Staatlichen For- schüngsstelle für langfristige Witterungsvorhersage Frank­furt a. III. in einem Auf folg, in derUmschau" mitteilt, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit in diesem Jahr im größten wif Deutschlands ein trockener Hochsommer zu erwarten. Die voraussichtliche Trockenheit des Hochsommers steht da- uach mit der Steigerung der Solarkenstante (d. h. der Be« strahlung der Erde durch die Sonne) und diese wiederum mit der Stellung des diesjährigen Sommers innerhalb des bminenfleckenzyklns in Zusammenhang. Einen Unhalt be- ZÜglich der Ausdehnung des Gebiets, in welchem der Hoch­sommer 1932 wahrscheinlich trocken sein wird, können wir dadurch gewinnen, daß wir die Luftdruck- und Riederschlags- Uerteilung der in Deutschland trockenen Hochsommer 18/6, W, 1899, 1911 und 1921 betrachten, die eine ganz ühn- kche Stellung innerhalb des S onne u s le cke nzy k I u s ha tte n wie vor diesjährige Sommer. Das für die Trockenheit in Frage kommende Gebiet umfast Deutschland westlich der weich-

die Tschechoslowakei, Oesterreich, den größten Teil der ungarischen Tiefebene, Belgien, Holland, England, Vane- i Mark und den südlich des '60. Breitenkreises gelegenen ^o>l von Skandinavien. Damit ist natürlich nicht gesagt, Mi die Trockenheit nicht auch noch darüber hin aus greifen konnte, Ex läßt sich nur eben bei dem Stand unseres Heu- ^Seii Wissens im voraus auch keine Vermutung darüber

aussprechen, ob das im Kommenden Hochsommer über Mit­teleuropa zu erwartende Hochdruckgebiet sich mehr nach Westen oder mehr nach Osten erstrecken, und wie groß seine Busdehnung nach Süden sein wird. Aber das kann als wahrscheinlich bezeichnet werden, daß auch im kommenden Hochsommer wiederum, wie in den Jahren 1876, 1887, 1899 1911 und 1921, im nordwestlichen Norwegen ein Gebiet sein wird, das eine übernormale Niederschlagsmenge auf­weisen wird. Denn gerade dann, wenn die erwartete Ver­lagerung des subtropischen Hochdruckgürtels nach Mittel­europa eintritt, werden infolge des dadurch bedingten ver­stärkten polwärts gerichteten Druckgefälles über dem nörd­lichsten Europa an der norwegischen Nordwestküste vor­wiegend westliche (ozeanische) Luftströmungen herrschen, de­ren Aufgleiten am norwegischen Gebirge an dessen Luv­seite ergiebige Regenfälle bringen muß.

Feriensorgen der Eltern.

Die Landesverwaltung (Landeshauptmann in Hessen) Kassel teilt uns mit:

Die großen Ferien nahen heran und wohl in jedem Saushalt werden Pläne geschmiedet, was während der erien geschehen soll. So manche Mutter und man­cher Vater ist dringend erholungsbedürftig und wohl mancher würde auch eine verdiertte Ferienreise unter­nehmen, wenn nicht die Sorge um die Kinder wäre. Nicht jede Familie besitzt Verwandte oder Bekannte im Land, die einmal für ein paar Wochen die Kinder auf­nehmen können und wollen.

Auch für diese besorgten Mütter und Väter, wenn sie einigermaßen über Geldmittel verstigen, ist Hilfe vorhanden. Im Bezirk Kassel allein befinden sich eine größere Anzahl Kindersolbstder.^o in Bad-Orb, Carls­hafen, Sooden-Allendorf und Soden (Kreis Schlüch- tern) die für verhältnismäßig geringe Tagesvergu- tung Kinder aufneHmen, ärztlich und gesundheitlich be­treuen und frisch und munter nach den Ferien ins El­ternhaus zurücksenden. Aber auch für noch nicht schul­pflichtige Kinder besteht die Möglichkeit der Unterbrin­gung in den Heimen des Bezirksverbandes und zwar in dem schön gelegenen Kindererholungsheim Berghaus Schocketal bei Jhringshausen und in der Kinderheitan- stalt Reinhardshausen bei Bad Witdungen. Diese Heime nehmen Kinder von 2 bis zu 14 Jahren auf. Die Kinder werden ständig ärztlich überwacht, von ge- priiften Kindergärtnerinnen tagsüber betreut und be­schäftigt,' sie haben Spiel und Ruhe je nach dem Ge­sundheitszustand des Kindes und beide Heime bieten volle Gewähr, daß die Kinder braun gebrannt und ge­sund wieder in das elterliche Heim zurückkommen.

Beide Heime nehmen auch Kinder privater Eltern auf. Gerade in diesem Jahre, wo jede Familie mit je­dem Pfennig rechnet, und weite Serienreifen kaum un­ternommen werden können, bieten die im Bezirk gele­genen, von Wald umgebenen und mit allen modernen Einrichtungen ausgesteuerten Heime eine günstige Ge­legenheit zur Unterbringung der Kinder während der Schulferienzeit. Auskunft über die Unterbringungsbe­dingungen erteilt jedes Jugendamt, aber auch die Lei­terinnen der beiden Heime und die Abteilung Gesund­heitsfürsorge beim Herrn Landeshauptmann.

In früheren Jahren waren diese Heime vollauf be­legt durch hilfsbedürftige Kinder. Noch im verflossenen Jahre sind durch die Entsendestellen des Laudesfürsurge-,.. vrwanoes über 1200 Kinder aus unserem Bezirk in Sol- und Seebäder sowie Erholungsheimen unterge­bracht worden. In diesem Jahre ist angesichts der Be­schränkung der Mittel der öffentlichen Körperschaften, die Entsendung, von Kindern.in solche Heime aus ein Drittel des Vorjahres zurückgegangen, sodaß nur noch Selbstzahlerkinder Aufnahme in all den oben genann­ten Anstalten Aufnahme finden können. Für wohlha­bende Menschen bietet sich hier auch eine Möglichkeit, einem gesundheitlich gefährdeten Kinde minderbemit­telter Eltern zu helfen, indem sie die Kurkosten für ein solches Kind ganz oder teilweise iibernehmen. Da süß der Gesundheitszustand der Kinder der minderbemittel­ten Bevölkerung, aber auch des sogenannten Mittel­standes offensichtlich verschlechtert. müßte gerade der Gesundheitsfürsorge verstärkte Aufmerksamkeit ge­schenkt werden und müßten alle Kreise darin wettei­fern, das wertvollste Gut unseres Volkes, die Heran­wachsende Jugend gesund und frisch zu erhalten!

öte Anmeldung politischer Versammlungen

Der preußische Minister des Jnnern hat im Hinblick auf die bevorstehenden Wahlen zum Reichstag an alle Po­lizeibehörden einen Erlaß gerichtet, der in der nächsten Nummer desMinisterialblattes für die preußische innere Verwaltung" veröffentlicht werden wird. In diesem Erlaß wird angeordnet, daß die auf Grund früherer Erlasse aus dem April des Jahres 1931 auszustellenden Bescheinigun­gen über Anmeldungen geplanter öffentlicher Versamm­lungen, Lastkraftwagenfahrten durch Mitglieder politischer Vereinigungen oder zu politischen Zwecken, über erfolgte' VSrlage von Plakaten und Flugblättern politischen Inhalts als überwiegend im öffentlichen Interesse erfolgte Amts­handlungen anzusehen sind. In Abänderung eines früheren Runderlasses vom 12. April 1932 bestimmt der Minister des Innern daher, daß bis auf weiteres, von der Erhebung von Gebühren für die in dem genannten Runderlaß aufgeführ­ten Amtshandlungen abzusehen ist

Billige Ferienreise in die bayerischen Alpen, wie sie nur selten geboten wird! Die Reichsbahndirektion Frank­furt a. M. veranstaltet mit den Reisebüros eine ungewöhn­lich billige Ferienfahrt in das bayerische Hochgebirge und zwar in ber Jeit vom 3. 10. Juli 1932. Die Reichsbahn stellt einen bequemen Sonderzug mit - Schncllzugsgeschwin- digkeit und mit Verpflegungswagen der Mitropa", der am 3.' Juli vormittags von Frankfurt abgeht. Die Fahrt führt über München nach dem 900 Meter hoch gelegenen Luftkur­ort Kloster Lttal bei Garmisch-Partenkirchen. Der Teil­nehmerpreis beträgt nur RM. 69 und schließt nicht nur die Fahltkosten sondern auch den Aufenthalt von 7 Tagen in Lttal mit guter Unterkunft und Verpflegung sowie auch hochinteressante Autoausflüge nach den baltischen Königs« schlössern, nach Tirol, Mittenwald, Rochlsee usw. ein. Der ungewöhnlich billige preis von RM. 69. ist nur durch die 50-prozentige Fahrpreisermäßigung der Reichsbahn und durch die Vorzugspreise für die Unterbringung durch Ver- mittlung der Üerwaltung der Benediktiner-Rbtei Lttal mög­lich. Auskunft und Anmeldung durch Reisebüro Moritz Wolf, Schlächtern, Grabenstr. 11.

Wetterbericht. An der Rückseite des im Ost^n lie genden Tiefdruckgebietes kommt es bei nördlichen Winden noch immer zu einzelnen Niederschlagsschauern, die namentlich im Süden ziemlich kräftig und teilweise gewitterhaft auftreten. Da das östliche Tief sich langsam weiter auffüllt, wird die Witterung voraussichtlich etwas ruhiger und weniger zu Nie- derschlägen geneigt sein, doch ist mit einer eigentlichen Ver­lagerung des atlantischen Hochs nach dem Festland und da­mit mit wärmerem beständigem Wetter noch nicht zu rechnen- Aussichten für Samstag und Sonntag: Noch kein bestän. diges Wetter absehbar, doch ist weitere Befferung wahrschein­lich.

V e rsass u n g s fe ier 1 9 3 2 im Zeichen Goe­thes. Wie der Amtliche preußische Pressedienst mitteilt, hat das preußische Staatsminifterium beschlossen, den dies­jährigen Versassungstag wie in den vergangenen Jahren zu feiern. Gab im vergangenen Jahre der Harne des Freiherrn vom Stein dem Verfassungstage sein besonde­res Gepräge, so soll die Verfassungsfeier dieses Jahr im Zeichen Goethes stehen, nachdem das ganze deutsche Volk in allen seinen Gauen bereits am hundertjährigen Todes­tage des Dichters seinem unvergänglichen Genius gehul­digt hat. Für die Begehung der Verfassungsfeier gelten die Bestimmungen des Beschlusses des Preuß. Staatsmini« steriums vom 29. 6. 1931. Soweit besondere Veranstal­tungen, die aus Rnlaß und zu Ehren des Verfassungstages stattfinden, einer Genehmigung bedürfen, sind verwalt- ungsgebühren, hierfür nicht zu erheben.

Umzüge und Versammlungen unter freiem Himmel. Die Pressestelle der Regierung teilt mit: Der Regierungspräsident in Kassel hat die Landräte und selb­ständigen Polizeiverwalter seines Bezirkes ermächtigt, Aus« nahmen von dem gemäß Unordnung des preußischen Mini­sters des Innern vom 31. Oktober 1931 bestehenden Ver­bot von Versammlungen und Umzügen unter freiem Him­mel für völlig unpolitische Veranstaltungen unpolitischer Ver­einigungen (Schützen-, Gesangs-, Turn- und Sportvereins u. bergt.) in seinem Hamen zuzulassen. Für unpolitische Veran- solche mit größerer Teilnehmerzahl und einer ihrer Hatur nach über den veranstalrungsort hinausgehenden Bedeutung hat sich der Regierungspräsident die Erteilung der Genehmigung Vorbehalten. Sämtliche einschlägigen Anträge sind bei den in Betracht kommenden Ortspolizeibehörden einzureichen, die sie der zuständigen Genehmigungsbehörde weiterleiten. Zur Behebung von lautgewordenen Zweifeln macht der Regie­rungspräsident darauf aufmerksam, daß das im preußischen Staatsgebiet geltende verbot von Versammlungen und Utn= zügen unter freiem Himmel durch die Rotverordnung des Herrn Reichspräsidenten gegen politische Ausschreitungen vom 14. Juni dieses Jahres nicht aufgehoben worden ist.

Eisen bah n-personennachrichten. Reichsbahn- Obersekretär Seng (Eisenbahnkriminalpolizei) wurde von Hersfeld nach Fulda versetzt,' Reserve-Lokführer Mühlhau- sen von Flieden nach Elm. Ernannt: Der- Hilssbahnwärter Rüffer in Flieden zum Bahnwärter.

Deutscher Tag in Schlächtern. Von der Presse­stelle der RSDRP. Schlüchtern wird uns mitgeteilt: Am 2. und 5. Juli findet in Schlächter^ im Rahmen einer Kreis« Veranstaltung einDeutscher (Lag" statt. Samstag nach­mittag 5 Uhr gibt die 40 Mann starke SR-Standarten- Kapelle ein Platzkonzert vor der Geschäftsstelle der RSDRP. Am selben Abenb 8Hz Uhr veranstaltet die gleiche Ka= pelle in der Turnhalle (Grab.mstraße) einen großen deut­schen Ronzertabend, in dessen Verlauf bekannte politische Fährer das Wort ergreifen werden. Sonntag vormittag findet Feldgottesdienst und Fahnenweihe des SR-Sturmes Schlächtern am Acisbrunnen statt. 11 Uhr Platzkonzert un« her den Linden. Nachmittags 1 Uhr Propagandazug durch die Stadt und anschließend daran 3 Uhr große öffentliche Massen-Rundgebung am Acisbrunnen, wo voraussichtlich Prinz August Wilhelm, Oberstleutnant Faber, SR-Gber- fährer B^ckerle, Stabtrat Heyer und Kreisleiter Willy Becker (M. d. L.) sprechen werden. Rnschließend kanierad- schaftliches Beisammensein bis 24 Uhr unter Mitwirkung der SR-Standartenkapelle. Alte deutsche Märsche und Lie­der werden zu Gehör gebracht werden. Wir laden schon heute die gesamte nationale Bevölkerung Schlüchterns und Umgebung höflichst ein. Näheres in der Geschäftsstelle der HSDAp. Hanauerstraße 8. Genaue Programmfolge er­scheint nächste Woche im Anzeigenteil.

Die Bildung der WahIvorstande. Die Ge- meinden treffen jetzt wieder ihre Vorbereitungen zu der be­vorstehenden Reichstagswähl. Sie berufen ihrerseits die Wahlvorsteher und deren Stellvertreter, die dann von sich aus je secks Beisitzer zu berufen haben. Die Schwierigkeiten, die sich verschiedentlich den Wahlvorstehern bei der Beru« fung der Beisitzer bei den vergangenen Wahlen ergaben, ge­ben' Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß jeder Wähler die Pflicht zur Uebernahme einer ehrenamtlichen Tätigkeit im Wahlvorstand hat. Dabei ist zu beachten, daß die Bei­sitzer verschiedenen Parteien angehören^