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Börse und Handel

Berlin, den 9. Juni 1932.

Etwas abgeschwächt

Die Börse setzte relativ behauptet ein. Das Geschäft hielt sich im Rahmen der Vortage. Aus Publikumskreisen waren vereinzelt Kauforders erteilt worden, während Ab­gaben weiterhin nicht beobachtet wurden. Die Spekulation schritt vereinzelt zu Deckungen. In den gestrigen favorisier­ten Papieren Schubert und Salzer und Rütgers erfolgten Realisationen, letztere gingen auf 28% nach 30% zurück, während Schubert u. Salzer fünf Punkte einbüßten. Durch matte Haltung zeichnete sich wieder der Markt der Braun- kohlenwerte aus. Ilse verlöten bei einem Angebot von etwa 6000 Mark 3%, die übrigen Braunkohlenwerte waren bis 2 Prozent gedrückt. Kaliwerte waren behauptet, Win­tershall auf die Bilanz freundlicher. Am Montanaktien- markt waren Harpener und Rheinstahl, ferner Mannesman« beachtet. JG. Farben bewegten sich um 90 herum. Der Elektromarkt- tendierte ruhig und vernachlässigt. Kunst- seidenwerte waren nach der gestrigen Befestigung angeboten und bis 1% Prozent schwächer. Feldmühle gingen wieder auf 45% (47) zurück. Renten waren gehalten. Alt- und Neubesitz bewegten sich auf gestriger Basis. Reichsbahnvor- zugsaktien wurden % Prozent höher bewertet. Am Ob° ligationenmarkt gaben Krupp um ein Prozent nach.

Tagesgeld erforderte unverändert 5%, Privatdiskonte waren zu 4% gefragt. Am Valutenmarkt war das Pfund mit 3,67% etwas fester. Die Mark wurde wieder über pari bewertet. Der Dollar war erholt und in Zürich mit 5,11% zu hören.

Dollar: 4,209 (Geld), 4,217 (Brief), engl. Pfund: 15,46 15,50, holl. Gulden: 170,73 171,07, Belga (Belgien): 58,77 58,89, ital. Lira: 21,61 21,65, dän. Krone: 84,57 84,73, norw. Krone: 77,12 77,28. franz. Franken: 16,605 16,645, tschech. Krone: 12,465 12,485, schweiz. Kranken: 82,34 82,50, span. Peseta: 34,70 34,76, schweb Krone: 79,17 79,33, öftere. Schilling: 51,95 52,05.

— Produkienmarkl. Die geringe Unternehmungslust, die während der letzten Tage das Geschäft in Altgetreide fast zum Stillstand brächte, hat sich heute auch auf neue Ernte-Erträgnisse ausgedehnt, so daß die Märkte allgemein ruhig verliefen und bei übrigbleibendem Angebot niedrigere Kurse notiert wurden. Weizen blieb 4% Prozent unter dem Vortagskurs, Roggen um 1 RM. reduziert. Altes Weizen­mehl zeigte sich heute wieder nachgiebig, ohne daß eine Be­lebung erfolgen konnte. Mehl aus neuem Weizen ist selten abgeschlossen worden, auch altes und neues Roggenmehl ha­ben nur geringe Umsätze bei unveränderten Preisen. Ge­schäftslos und ruhig bleibt auch der Hafermarkh

Warenmarkt.

Mü . t Amtlich.) Getreide und Oelfaateu per 1000 Kilo, sonst per 100 Kilo in Reichsmark ab Station: Weizen Märk. 259 -261 (am 8. 6.: 259—261). Roggen Märk. 191—193 (192—194). Futter- und Industriegerste 170—176 (172—178). Hafer Märk. 159,50-163,50 (161-165). Weizenmehl 31,50-35,25 (31,75—35,50). Roggenmehl 25,60—27,60 (25,75—27,75). Weizen- kleie 10,50-11 (10,60-11,10). Roggenkleie 9,80-10,30 (9,80 bis 10,30). Viktoriaerbsen 17—23 (17—23). Kleine Speise- erbfen 21-24 (21-24). Futtererbsen 15-17 (15-17). Pe- lupfen 16-18 (16-18). Ackerbohnen 15-17 (15-17). Wicken 16—18 (16—18). Lupinen blaue 10—11 (10—11), gelbe 14—5,50 (14-15,50). Leinkuchen 10.30-1' kuchen 50 Prozent ab Hamburg 10,60—10,80 (10,60—10,80). Lrdnugkuchenmehl ab Hamburg 10,80—11 (10,80—11). Trocken- fchnitzel 8,70 (8,70). Sojabohnenfchrot 10,10—11 (10,10—11).

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Aushieb: 242 Rinder, 1292 Kälber, 72 Schafe, 799 Schweine. Preise pro 50 kg Lebendgewicht: Köcher 38 bis 40, 33 bis 37, 25 bis 32; Schafe 30 bis 33, 26 bis 28; Schweine 40 bis 41, 38 bis 41, 37 bis 40, 35 bis 39. Marktverlauf: Kälber ruhig ge­räumt; Schweine mittelmäßig ausverkauft.

Magerviehhof Berlin-Friedrichsfelde.

(Amtlicher Bericht vom 9. Sunt)

Auftrieb: 408 Rinder (darunter 340 Milchkühe, 1 Bullen. 67 Stück Jungvieh) und 831 Kälber.

Es wurden je nach Qualität gezahlt für das Stuck: Milchkühe und hochtragende Kühe: 180—300 Mark. Tragende Färsen: 160—250 Mark.

Jungvieh zur Mast: Bullen, Strere und Färsen 19—21 Mark für einen Zentner Lebendgewicht. . .

Marktverlauf: Ruhig. Tragende Kühe etwas ver­nachlässigt. Ausgesuchte Posten über Notiz.

Pserdemarkt:

Auftrieb: 332 Stück. Preise je nach Qualität 150—950, Mark. Schlachtpferde 20—150 Mark.

Marktverlauf: Still.

Slundsuuk-Vrsgramme.

Frankfurt 6. M. und Kassel (SSduxstfank).

Jeden Werktag wiederkehrende Programmnumm-rn: 6 Wettermeldung,, anschließend Gymnastik 1; 6.30 Gymnastik II; 7 Wetterbericht, anschließend Frühkonzert; 8 Wasserstands­meldungen; 11.50 Zeitangabe, Wirtschaftsmeldungen; 12 Konzert; 12.50 Nachrichten; 13 Konzert; 14 Nachrichten; 15 Gießener Wetterbericht; 15.10, 16.55, 18.15, 19.15 Zeit/ Wetter, Wirtschaftsmeldungen; 17 Konzert.

Sonntag, 12. Juni: 6.15 Bremer Hafenkonzert; 8.15 Evangelische Morgenfeier; 9.30 Stunde des Chorgesangs; 11 Ein Gang mit dem Mikrophon durch das neue Goethe- Museum; 11.30 Kantate; 12 Blas-Konzert; 13 Konzert; 14 Zehnminutendienst der Handwirtschaftskammer Wiesbaden; 14.10 Stunde des Landes; 15 Jugendstunde; 16 Nachmittags­konzert; 13 Zwischen Gestern und Heute, Hörfolge; 18.50 Dreißig bunte Minuten; 19.20 Wetter, anschließend Sport­nachrichten; 19.30 Abenteuer mit Hemden Sprachen; 20.15 Unterhaltungskonzert; 22.20 Nachrichten; 22.45 Tanzmusik.

Montag, 13. Juni: 18.25 Gespräch mit Olympia-Terl- nehmern; 18.50 „Gibt es einen Instinkt der Tiere?", Vor- trag, 19.30 Engliiche Seemannslieder; 20.15 Eine Viertel­stunde Lyrik; 20.30 „Buchenfest", Tchallplatten; 20.45 Ab­schied vom Lederstrumpf, Erzählung; 21.10 Richard Wagner- Konzert; 22.15 Zeitbericht; 22.55 Nachrichten; 23.10 Nacht- musik.

Dienstag, 14. Juni: 15.20 Hausfrauennachmittag; 18.25 Juristische Plauderei; 18.50 „Warum Polarforschung?", Vor- Irag; 19.35 Ostpreußen, ein Heimatabend; 20.35 Oberon, romantische Oper; 22.30 Nachrichten; 22.45 Nachtmusik.

Mittwoch, 15. Juni: 10.10 Schulfunk; 15.15 Jugend­stunde; _ 18.25 Gespräch mit einem Buchhändler; 18.25 Re- chenkniffe, Vortrag; 18.50 Englischer Sprachunterricht; 19.30 Festkonzert; 20.30 Pech mit Schallplatten; 21 Konzert; 22

Dichtergalerie, Arno Nadel; 22.30 Nachrichten; 22.45 Tanz- musik.

Donnerstag, 16. Juni: 9 Schulfunk; 15.15 Jugend­stunde; 18.25 Stunde des Buches; 18.50 „Wirtfchaftsver- fassung und Wirtschaftslage der Völker: Südamerika", Vor­trag; 19.30 Konzert; 20.30 Heckenwirtschaften, Mikrophon auf Lauschposten; 21 Michael Reinhold Lenz, Hörspiel; 22 Kleine Blasmusik; 22,30 Nachrichten; 22.45 Nachtkonzert.

Freitag, 17. Juni: 15.30 „Die Krankenversorgung der Erwerbslosen"; 18.25 Vortrag der Frankfurter Zeitung; 18.50 Aerztevortrag; 19.30 Wir spazieren durch eine Großmühle; 20 Semiramis; 22 Dichter, die wir kennen sollten; 22.20 Nachrichten; 22.45 Nachtkonzert.

Samstag, 18. Juni: 10.10 Schulfunk; 15.30 „Was er­wartet die Jugend vom Rundfunk?"; 16 Jugendstunde; 18.25 „Neubildung von Wirtschaftsräumen", Vortrag; 18.50 Golddeckung oder Warendeckung, Gespräch; 19.25 1000 Worte Pfälzisch; 20 Lustiger Abend von Köln; 22.20 Nachrichten; 22.45 Tanzmusik.

Deutschlands erster Schienen-Omnibus in Betrieb.

Auf der Strecke Lüneburg—Soltau ist Deutschlands erster Schienen-Omnibus in Betrieb genommen worden. Der Wagen hat den Oberbau eines Omnibusses und ein Fahr­gestell wie ein Eisenbahnwagen. Er trägt vorn und hinten je einen Motor, ist knapp 10 Meter lang und hat 34 Sitz- und 15 Stehplätze. Seine Geschwindigkeit beträgt 40 bis

45 Stundenkilometer.

Neues aus aller Welt

Devaheimprozeß. Im Berliner Devaheimprozeß wurde eine dem Prokuristen Ernst Wilhelm Cremer, dem Sohn des Pastors Cremer, zur Last gelegte Untreuehandlung er­örtert. Es handelt sich dabei um einen zu Gunsten Ernst Wilhelm Cremers abgeschlossenen vorgetäuschten Sparver- trag, bei dem dann die Zuteilung satzungswidrig erfolgte. Der Sachverständige Grade stellte hierbei fest, daß die Zu­teilung in pflichtwidriger Weise entgegen den Satzungen erfolgt wäre.

Gefängnis für Bankier Marcus und Prokurist Schreiber. Nachdem der Bankier Max Marcus, der Inhaber des mit einer Schuldenlast von etwa 4 Millionen RM zusammen­gebrochenen Bankhauses Marcus & Co., vom Schöffengericht Berlin-Mitte wegen Verbrechens gegen das Bankdepotgesetz zu zwei Jahren sechs Monaten Gefängnis und der Mit­inhaber des Bankhauses, der frühere Prokurist Berthold Schreiber, zu einem Jahr sechs Monaten Gefängnis ver­urteilt worden war, wurde von der 3. Großen Strafkammer beim Landgericht I Berlin nach mehrtägiger Berufungsver- Handlung die Berufung der beiden Bankiers kostenpflichtig verworfen. Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft wurde die Strafe von einem Jahr sechs Monaten Gefängnis gegen Schreiber auf zwei Jahre sechs Monate Gefängnis erhöht.

Freilegung von Kriegerleichen im nordfranzösischen Kampfgebiet. Die Ausgrabung der sterblichen Ueberreste französischer und deutscher Soldaten im ehemaligen nord- französischen Kampfgebiet wird fortgesetzt. Im Laufe des Monats Mai wurden die Ueberreste von 302 Soldaten ge­funden, von denen 117 der französischen und 185 der deut­schen Armee angehören. 38 der deutschen Soldaten konnten identifiziert werden, Außerdem wurde in der Nähe von Peronn« und bei Amiens in den letzten Tagen die sterblichen Ueberreste von 26 französischen und 225 deutschen Soldaten freigelegt. Bisher gelang es nur neun französische Soldaten zu identifizieren.

Ein Mörder wünscht seine Hinrichtung. Der wegen Mordes an dem Zigarettenhändler Kriebel vom Dresdner Schwurgericht zum Tode verurteilte landwirtschaftliche Ar­beiter Pogacnik hat seinem Verteidiger mitgeteilt, daß er ' ein Gnadengesuch ablehne und Vollstreckung des Todesur­teils wünfche. Ein ähnlicher Fall, daß ein Mörder seine Hinrichtung verlangte, ereignete sich vor vielen Jahren bei einem Versicherungsmörder Zimmermann, der zum Tode verurteilt worden war, und der den gleichen Wunsch äußerte. Das Gesamtministerium hat damals den Mörder gegen sei­nen Willen begnadigt. Auch bei Pogacnik dürfte nach säch­sischem Brauch ebenso verfahren werden.

Die größte Hängebrücke Frankreichs eingeweihl. In der Näh« von Marseille wurde die größte Hängebrücke Frank­reichs eingeweiht, die bei Cavaillon über die Durance führt. Die Brücke ist 308 Meter lang und 8 Meter breit. Sie hängt an 32 10-Zentimeter-Kabeln, deren Endpfeiler sich 42 Meter über dem Wasserspiegel erheben.

Zwei pouzeweamte schwer verletzt. Im Saarbrücker Stadtteil Burbach wurden nachts zwei Polizeibeamte von drei Burschen überfallen. Die Beamten hatten die Leute, die durch Schreien und Johlen groben Unfug verursachten, angehalten, um sie festzustellen. Plötzlich fielen die Burschen über sie her und brachten ihnen eine Anzahl von Messer­stichen bei. Beide Schutzleute brachen zusammen, jedoch ge­lang es einem, auf die Fliehenden Schüsse abzugeben, wo­durch auch einer getroffen wurde. Das Ueberfallkommando konnte nach kurzer Zeit die drei Täter festnehmen. Es han­delt sich um zwei Brüder im Alter von 20 und 21 Jahren; der dritte ist ein 32jährig«r Maurer. Einer der Polizei­beamten liegt in hoffnungslosem Zustande darnieder, auch die Verletzungen des zweiten Beamten sind sehr schwer.

Sechs Schwerverwundele durch einen Frühkrepierer. Bei einer Uebung mit Gewehrgranaten wurden fünf Offi- ziere und ein Mann eines in Spanisch-Marokko liegenden Jägerbataillons durch einen Frühkrepierer schwer ver- mundet.

Mit dem Küchenmesser gegen seine Frau. In Stxatz- bürg kam es zwischen einem Ehepaar zu einem Streit. In voller Wut stürzte sich der Mann mit einem Küchenmesser auf seine Frau und versetzte ihr mehrere gefährliche Stiche in den Kopf. Nach der Tat durchschnitt er sich die Puls­ader und stach sich mehrere Male in die Herzgegend. Beide Ehegatten wurden schwerverletzt in das Krankenhaus ge- bracht. — In einem anderen Fall stach eine Frau ihren Mann, mit dem sie schon seit längerer Zeit in Streit lebte, mit einem Küchenmesser ins Herz. Der Tod trat auf der Stelle ein

86 Morde einer Räuberbande. Bei Nawi Betschej in der serbischen Wojwodina wurden Untaten einer Räuber­bande aufgedeckt, die in der Kriminalgeschichte beispiellos dastehen dürften. Es wurde festgestellt, daß die Bande nun« bestens 86 Morde verübt hat. Die meisten Opfer wurden erschossen, acht Personen erschlagen. Die Verbrechen reichen bis in die Zeit des Umsturzes zurück. Auf Grund von Zeu­genaussagen wurden in Tscharug im Beisein einer Gerichts­kommission die acht Gräber der Erschlagenen geöffnet. Die Aerzte stellten an den Skeletten fest, daß den Opfern die Schädel zertrümmert und die Rippen gebrochen worden sind. Bis jetzt wurden 60 Personen verhaftet; davon wurden allerdings 57 wieder auf freien Fuß gesetzt.

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Piccards Stark zum zweiten Stratosphärenflug. Der zweite Stratosphärenflug Professor Piccards wird von Zu- 3 rich aus feinen Ausgang nehmen. Professor Piccard wird 8 diesmal von dem belgischen Physiker Cosyn begleitet sein. : 4 Der Ballon steigt unter belgischer Flagge auf. Die rund ol 800 Kilogramm schwer« Ballonhülle, die von der Ballon- ir fabrik Augsburg vor ihrer Ablieferung noch eingehend kon- v trolliert wurde, wird mit einem Lastkraftwagen nach Zürich $ gebracht. Der Start ist für Ende Juni vorgesehen.

Die amerikanische Ozeanfliegerin auf dem Wege nach ti Rom. Die amerikanische Ozeanfliegerin Frau Earhart wurde g in Paris vo den Mitgliedern des Luftfahrtausschusses des 6 Senats empfangen, die ihr ihre Glückwünsche für die mutige p Tat aussprachen, die sie mit der Ueberfliegung des Ozeans vollbracht habe. Frau Earhart und ihr Gatte haben sich in j den Abendstunden mit der Eisenbahn nach Mailand begeben, 5 von wo aus sie im Flugzeug nach Rom weiterreisen werden. j

Starkes Erdbeben bei Lissabon. Die etwa 100 Kilometer ; s von Lissabon entfernte Stadt Benavent wurde von einem o starken Erdbeben heimgesucht, das unter der Bevölkerung 5 eine große Panik hervorrief. Der angerichtete Schaden soll s beträchtlich sein.

Elli Beinhorn in Lima gelandet. Die deutsche Fliegerin ! Elli Beinhorn setzt ihren Südamerikaflug mit gutem Erfolg i fort. Sie war von Guayaquil (Ecuador) gestartet und hat < am gleichen Tage nach einer Zwischenlandung in Turjillo ‘ die Hauptstadt von Peru, Lima, erreicht.

Bomben und'Munition" in einem Kinderheim. Die Landjägerei hat in Diemlach (Steiermark) zwei Arbeitslose ( verhaftet, die Diebstähle in einem Sprengstofflager einge- ; standen haben. Sie erklärten, das gestohlene Material dem , Führer des Republikanischen Schutzbundes, der sozialdemo- ; kratischen Wehrorganisation, ausgehändigt zu haben. Im ; Zusammenhang damit wurde auch eine Haussuchung in dem Diemlacher sozialdemokratischen Kinderheim vorgenommen, । bei der Militärgewehre, Munition, 80 Bomben, Stahlhelme, , -ZüiMttfnü» usw. auMefuMew-mid "b»fcht«gn*ch!«t wurden

Turnen und Sport

Neuer Hürdenrekord. Wegener vom TSC. Schöneberg unter­nahm bei den Leichtathletikmeisterschaften der Deutschen Hochschule für Leibesübungen im Deutschen Sportforum einen Rekordversuch über 110 Meter Hürden. Er lief zwar mit 14,6 Sekunden eine um zwei Zehntelsekunden bessere Zeit als Beschetznicks Rekord, da aber leichter Rückenwind herrschte, Wegener überdies zwei Hürden riß, wird die Leistung wohl nicht anerkannt werden. Auch Hirsch- feld hatte Pech. Er stieß bei der gleichen Veranstaltung die Sugel 15,88 Meter weit, wäre aber über 16 Meter gekommen, wenn die Kugel nicht an der Einfassung der Wurfgrube abgeprallt wäre.

Rund um die Olympiade. Zur Vergrößerung unseres Olympia­fonds tragen die Fußballauswahlmannschaften Süd- und West­deutschlands am 19. Juni in Düsseldorf ein Spiel aus, dessen Ueberschuß unserer Olympia-Expedition zugute kommen soll. Die Sammlung in Amerika hat inzwischen die Summe von 2000 Dollar überschritten. — Paul de Vruyn hat jetzt vom deutschen Olympischen Ausschuß die offizielle Mitteilung erhalten, daß er für den Mara­thonlauf in Los Angeles gemeldet werden würde. De Bruyn be- gibt sich jetzt nach Chicago und von dort aus direkt nach Los An­gelas, um an Ort und Stelle mit dem Training zu beginnen.

236 Fahrzeuge starteten zur ADAC.-Dreitagefahrt durch den Harz. In Schierke herrschte am Mittwoch Hochbetrieb; sämtliche Gasthäuser waren überfüllt.

3m Deutschen Derby, das am letzten Iunisonntag auf dem Hörner Moor bei Hamburg ausgetragen wird, sind noch 82 Pferde startberechtigt, darunter Widerhall, Aventin, Mio d'Arezzo, Palast­page, Lord Nelson, Ianus. — Das Goldene Reiterabzeichen wurde jetzt den siegreichen Romreitern Oblt. Sahln und Oblt. von Nostitz- Wallwitz verliehen.

Frau Franke gewann im Verdener Reitturnier eine Dreffuk- prüfung aus Anzeiger im Herrensattel und auf Draufgänger im Damensattel. Ein Amazonen-Rekordhochsprinaen sgh Frau von Opel mit Nanuk gegen Frau Moltrecht auf Schmaltier mit je 1,80 Metern siegreich. .

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Sport. Am kommenden Sonntag, den 12. Juni dieses Jahres finden am Sportplatz Auwiese folgende Gesellschafts- spiele statt: mittags i Uhr: Jugend Schlächtern gegen Ju­gend Gundhelm, nachmittags 2 Uhr: 2. Mannschaft Schläch­tern gegen i. Mannschaft Gundhelm. Die Ergebnisse der Spiele vom vergangenen Sonntag sind folgende: i. Mann­schaft Schlächtern gegen i. Mannschaft Flieden 7:1. r. Mannschaft Schlächtern gegen 1. Mannschaft Vollmerz i H-

E l m. (Fußball.) JZum Abschluß der Spielserie 1931/32 ist am kommenden Samstag, den n.Juni, der Fußballklub „Britannia" Eichenzell, mit seiner ersten und zweiten'Mann- schaft nach Elm zu einem Freundschaftsspiel (Rückspiel) ver­pflichtet. Spielbeginn: 4*/2 Uhr. Sonntag, den 12. Juni tritt um 2 Uhr nachm. die Bezirksligamannschaft von HoraS, der ersten Mannschaft des Rb. Turn-^und Sportvereins Vik­toria am Steinernen Rain gegenüber. Das Vorspiel konnte Horas zu Hause mit 4:3 Toren gewinnen, ein ehrenhaftes Ergebnis. Elm tritt an beiden Tagen, nachdem alle verfüg- barcn Kräfte bei den vorangegangenen Freundschaftsspielen ausprobiert wurden, in der für die im August beginnenden Verbandsmeisterfchaftsspielen vorgesehenen Aufstellung,, an.