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Kämpferisches Deutschtum
Rückgang der deutschen Schulen in Litauen.
kowno, 5. Juni.
Die Litauisierung der deutschen Minderheit hat seit 1919
Harfe Fortschritte gemacht, die allerdings mehr äußerlicher Mur sind. Die Zahl der deutschen Schulen ist von 1919 {i5 1932 von 38 auf acht zurückgegangen. Nur 12 bis 15 Prozent deutscher Schulkinder besuchen deutsche Schulen, die ibrigen bleiben ohne deutschen Unterricht. In verschiedenen przirken Litauens wurden die Deutschen gezwungen, ihre deutschen Namen zu litauisieren. Die Gründung von privat- schulen stößt auf Widerstände der litauischen Kultusbehörden.
Entsprechend verfährt Litauen gegen die anderen Na- ponalitäten. Gemeinsame Schritte der Minderheiten beim Völkerbund scheitern, teils aus unangebrachter Schwäche, teils aus persönlichen Gründen. Die deutsche Minderheit bat daher immer wieder versucht, auf gütlichem Wege ihre Rechte direkt bei der litauischen Regierung geltend zu ma- cken. Zahlreiche Memoranden sind dem Kultusminister und der litauischen Regierung zugeleitet worden, ohne daß man Mch nur eine Antwort erhielt. — Der Hauptvorstand des Deutschen Kulturverbandes hat daher persönlich beim Kultusminister wiederholt Vorstellungen erhoben, mit dem Erfolg, daß alles beim alten bleibt. Das kulturelle Niveau des deutschen Nachwuchses, das ohnehin gegenüber anderen deutschen Minderheiten sehr zurück ist, sinkt immer mehr.
Revolution in Chile
Sturm auf die Regierungsgebäude. — Der Belagerungszustand verhängt.
Santiago de Chile, 6. Juni.
Ein revolutionäres Heer, dessen Kern chilenische Flieger- i kuppen bilden, versuchte in Santiago de Chile, die Regie- | mngsgebäude zu stürmen, um den Präsidenten Wonlero zu * I stürzen. Die Bunoestruppen eröffneten das Feuer. Drei 1 | lote, 60 Verwundete blieben auf dem Platz liegen. Man be- ' | fürchtet, daß sich die Aufstandsbewegung über das ganze e I Land ausdehnt. Die Haltung von Armee und Marine gilt 1 j als unsicher. Ueber die Stadt ist der Belagerungszustand | verhängt worden.
„ I Der Aufstand hat wahrscheinlich seine Ursache in der all- I gemeinen Wirtschaftskrise. Er geht aus von den Heeres- . I sliegern, denen sich mehrere Regimenter der Armee und der ■ I Matrosenabteilungen angeschlossen haben. Führer der Ve- " | wegung soll der ehemalige chilenische Botschafter Carlos " | Lavila sein.
। | Nach den letzten Meldungen mußte der Präsident das I Regierungsgebäude verlassen, doch weigerte er sich, seinen | Rücktritt zu erklären.
Sozialistische Republik ausgerufen. , I Santiago de Chile, 6. Juni.
) I Der Aufstand in Chile hat mit dem Siege der Armee 1 I geendet, die den Staatspräsidenten Monlero gestürzt und die , I sozialistische Republik ausgerufen hat.
) 1 Die neue Regierung ist bereits gebildet worden. Sie —1 etlieh pitw Kundgebung, in der sie sich für die Kontrolle des
1 I Außenhandels, Belebung der Wirtschaft durch Staatskredite ! einseht, und scharf gegen den Liberalismus und den inkerna- . I flonaten Kapitalismus ausspricht.
I Falschmünzerwerkstatt ausgehoben
Ein Kunstmalerehepaar als Münzverbrecher verhaftet.
Berlin, 6. Juni.
i I Der Berliner Kriminalpolizei gelang es nach umfang- . I reichen Ermittlungen, eine große Falschmünzerwerkstatt in I hohenschönhausen auszuheben und die Falschmünzer zu ver ! hasten. Es handelt sich um den Kunstmaler Pahl und feine Stau, die für über 50 000 RM. falsche 10-, 20- und 50- Reichsmark-Banknoten in den Verkehr gebracht haben. Leids haben ein Geständnis abgelegt.
Verwüstung durch Erdbeben Hunderte von Menschen in Mexiko getötet.
New Vork, 6. Juni.
Ein starkes Erdbeben hat in Mexiko riesigen Schaden angerichtet. Kleinere Ortschaften wurden völlig zerstört, so daß sie nur einen einzigen Trümmerhaufen bilden. Man schätzt die Zahl der Toten aus 400. 3n Guadalajara sollen 300 Personen getötet bzw. verwundet worden sein. Da die telephonischen Verbindungen mit der Stadt Manzanillo, dem Herd des Erdbebens, gestört sind, hak man noch rein richtiges Bild über die Größe des Unglücks erhalten können.
Um eine Bürgschaft des Staates für Junkers.
Zwischen den Vertretern der Iunters-Vetriebsgesellschast und I der Regierung des Freistaats Anhalt fanden unverbindliche lprechungen statt über eine Bürgschaft des Staates für eine Summe von etwa 300 000 RM, die für die Auszahlung der rückständigen Beamtengehülter gebraucht wird. Die Regierung is zu einem Entgegenkommen bereit, vorausgesetzt, daß auch das seine Bereitwilligkeit erkennen läßt, Mitte' vorzustrecken.
vereitelter Hungermarsch nach Kattowitz.
In den Ortschaften der Umgegend von Kattowitz wurde — | wahrscheinlich von kommunistischer Seite — lebhafte Propaganda st einen „Hungermarsch" nach Kattowitz betrieben. Die pomqnje 1 Polizei erhielt davon Kenntnis, besetzte alle Zugangsstraßen nach Kattowitz und führte auch in der Stadt selbst einen starken Streifendienst durch. Die Kundgebung wurde auf diese Weise ver- I hindert.
Siudenlenkrawglle an der Wiener Technischen Hochschule. An der Wiener Technischen Hochschule kam es zu Zusammen- stößen zwischen nationalsozialistischen Studenten aus der einen und sozialistischen, vor allem jüdischen Studenten aus her anderen Seite. Die Unruhen wurden dadurch veranlaßt, daß die sozia- "stischen Hochschüler in ihren Anschlagkasten Ausschnitte aus Par- leiblättern und eine Karrikatur aus die Wiener Führer der Ratio- I nalsozialisten angebracht hatten. Die Wiedereröffnung des Stu- bienbetriebes an der Wiener Universität ging in Ruhe vor sich.
Auf Kaffee und Baumwolle folgt der Wein. Die portugU- I Men Winzer haben die B-rnichtuna von über, äv Millionen Litern minderwertigen Weine» beschlossen, um besser« Absatz Möglichkeiten für die guten Weinmarken zu schassen.
Sieg der USDAD. in Meckienburg-Schmeriu.
H Räch den bisherigen Ergebnissen der Mecklenburg- Schweriner Landtagswahlen werden im neuen Parlament 29 nationalsozialistische Abgeordnete insgesamt 29 Mandate aller übrigen Parteien gegenüberstehen. Falls der RSDRP. aus den noch ausstehenden 20 Bezirken ein weiteres Mandat zufällt, was nicht ausgeschlossen ist, würde sie wie in Oldenburg über eine absolute Mehrheit verfügen.
Geplantes Attentat auf Mussolini.
M 3n der Nähe des Sitzes des Regierungschefs in Rom nahmen Polizisten eine verdächtige Person fest, bei der zwei Bomben und eine schußfertige Pistole gesunden wurden. Der verhaftete gestand, daß er einen Nnschlag auf Mussolini verüben wollte.
Der Marsch auf Washington.
WTB. Reupork, 5. 6. Bei dem Marsch der arbeitslosen Kriegsveteranen auf Washington kam es zu bedrohlichen Zusammenstößen. Etwa 500 Veteranen, die sich in Reupork eines Fährdampfers bemächtigt und den Hudson überquert hatten, wurden von etwa 200 Polizisten in Bewarb, die mit Karabinern und Tränengasbomben ausgerüstet waren, zerstreut. 3n Blacksburg (Rordkarolina) wurden 200 Mann aufgehalten. Ein Trupp von etwa 250 Rriegsveteranen aus dem fernen Westen kam in Thicago an. 3n Washington trafen weitere 900 Mann ein. Von etwa 2000 Teilnehmern wurde ein Ultimatum der Polizei abgelehnt, das die Räumung der Stadt forderte. Die arbeitslosen Kriegsteilnehmer bestehen auf der Erfüllung der ihnen gesetzlich zugesicherten Rechte.
Die griechische Regierung zurückgekreken.
Die Regierung Papanastasiu hat beschlossen, dem Staatspräsidenten ihr Rücktrittsgesuch zu überreichen. Die Regierungskrise ist eine Folge des Verhaltens Venizelos', der voraussichtlich die Bildung der neuen Regierung übernimmt. Papanastasiu hatte erst am 27, Mai dieses Jahres feine Regierung gebildet. Er löst- damals Venizelos ab.
— von dem in NeuyorK zum Transozeanflug gestarteten polnischen Flieger Stanley Hausner fehlt jede Nachricht.
— 3m Stadtteil Kränen in Trier kam es am Sonnabend zwischen einigen Familien mehrfach zu blutigen Rustzin- undersetzungen, wobei zwei Männer und zwei Frauen durch Schüsse und Messerstiche schwer verletzt wurden. Die Wohnungseinrichtungen der beteiligten Familien wurden total Zertrümmert. Sechs Männer wurden feftgenommen und zahlreiche Waffen beschlagnahmt.
Dänischer Zollossizier von Seeräubern erschossen. In Wusung bei Schanghai wurden vier Zollbeamte — ein dänischer Offizier und drei Chinesen — von Seeräubern erschossen. Die Beamten hatten sich an Bord des Piratenschiffes begeben, um dort nach verzollbaren Waren zu suchen.
Haftentlassungen im Kreuzer-Prozeß. Von den im Kreuger-Prgzeß verhafteten Personen wurden der Bankdirektor Sven Huldt und der Unterdirektor Mennig aus der Haft entlassen.
Schweres Bauunglück auf der Festung Sweaborg. Auf der Festung Sweaborg vor H e l s i n g f o r s , wo umfang- reiche" Umbauten im Gange waren, brach ein Damm zu einem Trockendock zusammen. Durch die Wassermassen wurden etwa 100 Arbeiter gegen das Dock geschleudert. Drei ertranken, drei wurden schwer, eine größere Anzahl leicht verletzt.
Explosion auf einem amerikanischen Kriegsschiss. Aus bisher noch nicht aufgeklärter Ursache kam es auf einem vor Schanghai liegenden amerikanischen Kriegsschiff zu einer Explosion. Ein Soldat wurde getötet und zwölf wurden schwer verletzt.
Riesenüberschwemmungen in Oklahoma. In der Stadt Oklahoma ist der North Canadian River infolge tagelanger Regengüsse über die Ufer getreten und hat ein Riesengebiet verwüstet. Bisher wurden fünf Tote gemeldet Ueber tausend Familien sind obdachlos geworden. Sämtliche Krankenhäuser sind mit Verletzten überfüllt. Der Sachschaden beträgt viele 100 000 Dollar. Neben den Tieren des Zoologischen Gartens ist zahlreiches Vieh ertrunken.
Heftiger Wirbelsturm in Südafrika. Die Stadt Wit- bank bei Johannesburg wurde von einem außerordentlich heftigen Wirbelsturm heimgesucht, der eine Geschwindigkeit von 160 Kilometern entfaltete. Der Sturm riß viele Hausdächer mit sich, entwurzelte Bäume und knickte Telegraphenstangen um. Eine Hauptverkehrsstraße wurde durch Hunderte von entwurzelten Bäumen vollkommen abgesperrt. Eine Garage wurde vom Sturm 50 Meter weit durch die Luft getragen.
Zwei Frauen vom Blitz erschlagen. Bei einem schweren Unwetter schlug der Blitz in Kirchberg (Hessen) in einen Baum, unter dem mehrere Frauen, die bei Feldarbeiten von dem Gewitter überrascht wurden, Schutz gesucht hatten. Vier Frauen wurden zu Boden geschleudert. Zwei waren sofort tot, während zwei andere erhebliche Verletzungen erlitten.
Nationalsozialistische Kundgebung in München aufgelöst. Im Münchener Hauptbahnhof versammelten sich einige hundert Nationalsozialisten, um den ehemaligen Stabschef der SA., Hauptmann a. D. Röhm, zu empfangen. Bei der Einfahrt des Zuges stimmten sie das Horst-Wessel- Lied an. Sodann versuchten die Nationalsozialisten, einen geschlossenen Zug zum Braunen Haus zu veranstalten. Ein Uebersallkommando vereitelte dieses Vorhaben. Ein Nano- nalsozialist, der im Besitz eines Schlagringes und eines im Griff feststehenden Messers war, wurde, wie die Polizeidirektion mitteilt, feftgenommen.
Wegen Sabotage an Luftschiffmotoren verurteilt. Das Amtsgericht Tettnang verurteilte einen Monteur der Firma Maybach Motorenbau in Friedrichshafen zu vier Wochen Gefängnis, weil er Sabotageakte im Betriebe be- Sangen hatte. An einem Luftschiffmotor wurden mehrere Haie Beschädigungen vorgenommen. In der Verhandlung führte der Angeklagte als Entschuldigungsgrund an, daß er sich durch sofortiges Erkennen der Beschädigungen bei 'seinen Vorgesetzten habe hervortun wollen. Dem Angeklag- ten lagen noch weitere Fälle von Sabotageakten zur Last, doch mußte er in diesen Füllen mangels genügender Be- weise freigesprochen werden.
Zum achten Malei'.,Runb umlGcholien".
Das Kleine oberhessische • Kreisstädten Schotten stand am Sonntag wieder einmal ganz im Zeichen des Motorsports. Der rührige vogelsberger Automobil- und Motorradklub trug zum achten Male sein klassisches kennen „Rund um Schotten" aus, das durch die Einbeziehung des zweiten Meisterschaftslaufes eine besondere Note erhielt. Trotz starker Regengüsse am Vortage fanden sich aus der ganzen Umgebung etwa 40 000 Sportbegeisterte ein. Das Rennen verlief bei ausgezeichneter Organisation ohne Unfall, wenn man davon absieht, daß bei einem Tribünen- bluche einige Zuschauer leicht verletzt wurden. Den Auftakt bildete das Rennen der Leiwagenfahrer über drei Stunden — 52,8 Klm., bei dem insgesamt 11 Konkurrenten starteten. 3n der 600 ccm-klasse legte sich gleich kahr- mann-Fulda an die Spitze und siegte mit einem Stundendurchschnitt von 89,7 Klm. 3n der großen Beiwagenklasse fuhr Josef Möritz-München (Viktoria) nicht nur die beste Zeit, sondern mit 93,2 Stundenkilometern auch neuen Streckenrekord für Beiwagenmaschinen. Das zweite Rennen der Busweisfahrer ging über 2 Runden = 35 klm. und brächte 29 Fahrer an den Start, hier erwies sich der Sieger der 350er=Klaf[e, Wagner-Bieber bei Osfenbach aus MKD. mit einem Stundendurchschnitt von 90,4 als weitaus bester Mann. Die Hauptkonkurrenz des Tages bildete der zweite Meisterschaftslauf, zu dem von 58 ge- meldeten Fahrern 45 antraten. Diese hatten in allen 4 Klassen 12 Runden = 212 Klm. zurückzulegen. Ein kurzer Regenschauer behinderte das Tempo nicht, sondern dämpfte nur die Staubentwicklung auf der Straße. 3n der 250 ccm-klasse siegte der Ehemnitzer DKW-Fahrer Wink- ler vor 'dem Fuldaer Hans Kahrmann, der anfänglich geführt hatte. Die 350er=K[affe war von Anfang an eine sichere Beute des Godesbergers Ernst Loof (3mperia) mit einem Stunöenmittel von 97,9 Klm. vor dem sich stets auf dem zweiten Platz haltenden Nürnberger Ley. In der Halbliter-Klasse zog Bullus (RSU) vom Start weg davon, vergrößerte seinen Vorsprung mit einem Durchschnitt von 102,4 Klm. Sein Sieg konnte aber, da Bullus Engländer- ist, für den Meisterschaftslauf nicht geweitet werden- die- fen holte sich der d*n zweiter Stelle einkommende Popp Giggenbach-Mühldorf (Rudge) vor dem Frankfurter Klein. In der großen Klasse bis 1000 ccm. siegte nach anfänglicher Führung von Rüttchen-Erkelenz schließlich Eduard Kratz-Gberohmen (DKW), der die beste Zeit aller deutschen Fahrer mit einem Stunöenmittel von 98,9 Stundenkilometer herausfuhr.
Kleine politische Meldungen
Weiter leichter Rückgang der Großhandelsrichtzahl. Die vom Statistisch»« Reichsamt für den 1. Juni berechnete Großhandelsrichtzahl ist mit 96,3 (— 0,1 v. HZ gegenüber der Vorwoche kaum verändert.
_ Ausschluß hörsing» aus der SPD. Der Parteivorstand der Sozialdemokratischen Partei hat Otto Hörsing aus der Partei ausgeschlossen. Der Ausschluß erfolgte, weil der frühere Bundesführer des Reichsbanners die Absicht hatte, eine neue Partei unter dem Namen Sozialrepublikanische Partei zu gründen.
Außenminister von Neurath reist nach London. Der Reichs- minifter des Auswärtigen, Freiherr von Neurath, begibt sich für einige Tage nach London, um sich dort zu verabschieden.
MacDonald kehrt nach London zurück. Trotz erheblicher ärztlicher Bedenken haben die Aerzte dem englischen Ministerpräsi- denten MacDonald gestaltet, von Lossiemouth nach London zurück- zukehren.
— In Nordschweden herrscht anhaltender Sdjneefturm. Zwei Provinzen sind fast vollständig vom übrigen Reich abgeschnitten. Die Wirkungen des Unwetters sind katastrophal.
— Der frühere Bundesführer des Reichsbanners Hörsing hat am Sonntag die Gründung der von ihm geplanten „Sozialrepublikanischen Partei Deutschlands" vorgenommen.
— Zwischen M-Malchow und Remitz fuhr Sorfntag vormittag ein Postauto gegen einen Baum und geritzt in Brand. Der Fahrer, Gberpostsekretär Seinke verbrannte. Der Beifahrer blieb unverletzt.
— Auf der Straße Minden-Rienburg ist ein Lastkraftwagen der Kieler 1. IRatrofen-Artillerieabteilung verunglückt. Ein Zivilangestellter wurde getötet, zwei weitere Angestellte und drei Marineangehörige wurden schwer verletzt.
— Der deutsche Reichsaußenminister v. Neurath ist am Sonntag in London eingetroffen, um seine Rbschiedsbesuche zu machen.
— Räch Meldungen aus Moskau hat das Präsidium des Vollzugskomitees der kommunistischen Internationale beschlossen, am 28. Juni in Deutschland einen Antifajd)iften= tag als Kampftag gegen die Regierung o. Papen abzuhal- ten. Dieser Tag soll unter der Parole der Bereinigung der Arbeiterpresse Deutschlands unter Führung der KPD. im Kampfe gegen das Bürgertum stehen.
Frankfurter Schlachtviehmarkt vom G. 6. 1932. Der Auftrieb des heutigen Hauptmarktes bestand aus 1190 Rindern, darunter 237 Ochsen, 111 Bullen, 424 Kühen, 280 Färsen, ferner 722 Kälbern, 12 Schafen und 4278 Schweinen. Bezahlt wurde:
Ochsen a 1 34—37, 30—33, 25—29,
Bullen a 30—33, 24—29,
Kühe a 28-30, 24—27, 19—23,
Färsen a 34—37, 30—33, 25—29, Kälber b 39—42, 34—38, 28—33,
Schafe
Schweine b 38-41, 39—42, 37-41, 34—39.
Rinder rege. Kälber und Schafe mittelmäßig. Schweine langsam.__________________________
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