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Die Schlacht bei Lharbin

Große japanische Verstärkungen unterwegs.

London, 1. Juni.

Die neuesten Nachrichten aus der Mandschurei bestä- ligen nur, daß bei Charbin eine große Schlacht sich entwickelt tat, die nicht mehr als ein Kampf mit Aufständischen an= Äschen werden kann.

Der chinesische General Wa steht an der Spitze eines regulären Freikorps, das den Entscheidungskampf mit den mandschurischen Regierungstruppen sucht, und dem es be- reits gelungen ist, die Stadt Charbin von der Umwelt völlig ebzuschneiden.

Noch hat General Ma allerdings einen Kampf mit den Maischen Truppen, die bei Charbin konzentriert sind, ver­meiden können, aber es scheint, daß die Japaner nunmehr den chinesischen Freischärlern auch ihrerseits eine Schlacht liefern wollen. Unaufhörlich rollen japanische Verstärkun­gen, auch Tanks und Bombengeschwader heran. Schon wird M Tausenden von Verwundeten berichtet, aber die Kämpfe sind noch in voller Entwicklung.

Das Ende einer Brandstiftung

Ein Jahr Zuchthaus im Strecker-Prozeß.

Potsdam, 1. Juni.

Das Urteil des Potsdamer Schwurgerichts im Prozeß gegen Strecker lautete in der Berufungsverhandlung wie­derum auf ein Jahr Zuchthaus.

Der Staatsanwalt hatte wegen vorsätzlicher Brandstif­tung in Tateinheit mit Versicherungsbetrug die gesetzliche Wndeststrase von einem Jahr Zuchthaus beantragt. Die Untersuchungshaft bat er anzurechnen und empfahl gleich­zeitig den Geschworenen ein Gnadengesuch. Von der Bean­tragung weiterer Ehrenstrafen habe er Abstand genommen, da Strecker keine Verbrechernatur sei.

Der Schriftsteller Strecker hatte im vergangenen Jahre seine Villa in Klein-Machnow bei Potsdam in Brand gesteckt. In der ersten Schwurgerichtsverhandlung war Strecker zu einem Jahr Zuchthaus verurteilt worden. Das Reichsgericht hatte das Urteil aufgehoben, weil Strecker beim letzten Wort infolge eines Schwächeanfalls seine Ausführungen nicht be­enden konnte. ______

Eine Klage Sachsens gegen das Reich.

Der sächsische Staat hat jetzt Klage gegen das Reich erhaben, um die Zahlung von 22,3 Millionen RM. Zinsen ju erreichen, die dem Freistaat Sachsen aus die Abfind. ng aus der Ueberführung der sächsischen Staatseisenbahn aus das Reich zustehen. Da das Reich die Forderung anerkannt hat, zielt das Vorgehen der sächsi­schen Regierung auf eine klare endgültige Entscheidung, die durch

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die Feststellungsklage herbeigeführt werden soll. Die Summe ist bereits in den neuen sächsischen Staatshaushaltsplan eingesetzt.

Ein Ruf nach polnischer Offensive.

DieGazeta Gdanska" rüst zu einer polnischen Offensive gegen Denzig auf:Wir müssen unseren ruhigen Beobachtungspunkt ver­lassen. Wir müssen eine Front ausgedehnter Tätigkeit und entschie­

dener Aktion gegen Danzig organisieren. Wir hier in Pommerellen i7rorr.*".tTv Zeit zu vertieren. Wir müssen schleunigst Dämme. und Verteidigungsstellungen bauen. Nur in der Tätigkeit auf

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einer einheitlichen Front der Tat, auf der Front der Abwehr kön­nen wir unsere Rechte erforderlich verteidigen."

Die Gottlosen-Internationale nach Moskau übergesiedelt.

Die Gottlosen-Internationale, die bisher ihren Sitz in Berlin I hatte, und die durch die Notverordnung des Reichspräsidenten ge- i zwungen worden war, ihre Büros in Deutschland zu schließen, ist liebt nach Moskau übergesiedelt. Die Gottlosen-Internationale will | jedoch später ihren Sitz entweder nach Prag oder nach London oer- | legen, falls.die Behörden dieser Länder keinen Einspruch dagegen I »heben.

Generalstreik in Algeciras.

Nach Meldungen aus Gibraltar ist in Algeciras infolge Schlie ßung des Büros der Syndikalisten der Generalstreik ausgerufen i worden. Der Fährdienst zwischen Algeciras und Gibraltar, sowie * der gesamte von Algeciras ausgehende Eisenbahnverkehr sind zum I Stillstand gekommen. Das 'Postamt teilt mit, daß der Jnlands- I postdienst nicht arbeitet. Es sind Unruhen ausgebrochen.

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Neues aus aller Welt

Doppelselbstmord eines Ehepaares. Aus der Havel bei Lindwerder wurden die Leichen des aus Warschau gebürti­gen, in Berlin-Charlottenburg wohnhaften 25jährigen Stu­denten Benzion Doubnoff und seiner 21 Jahre alten, in Safat gehorchn Ehefrau Sara gelandet. Die Leichen waren mit Stricken aneinandergebunden. Ueber die Gründe des Dop- I Pelselbstmordes ist nichts bekannt.

I Schwere Fleischvergiftungen in Stettin. Im Städtischen Krankenhaus in Stettin verstarb an den Folgen des Ge­nusses von nicht einwandfreiem Hackfleisch der Kapitän Eräbner. Die nähere Untersuchung dieses Falles hat er­gaben, daß noch sieben weitere Personen an Fleischvergif- Itung erkrankt sind. Einige von ihnen wurden in bedenk- uchem Zustand ins Städtische Krankenhaus gebracht. Die ^chuldfrage konnte bisher noch nicht geklärt werden.

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Wieder Plünderungen in Altona. In allen Teilen der Stadt sind Terrorgruppen aufgetreten, die es auf die Plün- derung von Lebensmittelgeschäften abgesehen hatten. Sie "schienen blitzschnell in größeren Trupps, drangen in ein« Seine Geschäfte ein, rissen kurzerhand Lebensmittel, wie Schinken, Würste, Fettwaren usw. an sich und verschwan- i den, ehe die Ladeninhaber überhäupt zur Besinnung kamen. ®ie Gruppen traten teilweise in Stärke von 20 bis 25 l Alaun auf, an anderer Stelle waren es Frauen und Männer. den späten Nachmittagsstunden wurden sogar in einem i 'wll eine größere Anzahl pon Kindern vorgeschickt, hier ist les jedoch nicht zu Plünderungen gekommen.

Raubüberfall in Göttingen. Auf der Weender Land- mäße wurde auf einen Autofahrer es soll sich um den Kassenboten des Göttinger Aluminiumwerkes handeln der an Begriff war, seinen Wagen zu besteigen, ein Raububer- Ml verübt. Von der Stadt her kam gleichzeitig ein zweites No, das plötzlich hielt und dein ein Mann entstieg, der "as den anderen zusprang, einen Revolverschnß nbfeuerte, und ihm die Aktentasche mit mehreren Tausend Mark Lohn- Lidern entriß. Ein Passant, der dem Ueberfallenen zu Hilfe Wen wollte, wurde durch einen zweiten Schuß verwundet.

Turner Handball. Schlächtern 2 : Neuhof 2 = 2:3; Schlächtern 1 : Neuhof 1 = 4:4. Ein Groß- fampf^tag war angekündigt, aber was man von unseren Spielern sah war keinKampf", es war noch nicht einmal der unbedingte Wille zum Sieg. Es war ein Abfpielen der Spielzeit unter dem Motto: Gewinnen wir, ist's gut, ge­winnen wir nicht, schadet es auch nichts!" Im Spiel der 2, Mannschaften waren die Gäste besser und haben somit verdient gewonnen. Trotzdem wäre ein unentschiedener Aus­gang möglich gewesen, wenn nicht bei einigen Spielern eine riesige Hilfslosigkeit gewesen wäre. Es ist doch' für einen durchaus jungen Sturm beschämend, daß ausgerechnet der als Ersatzmann einspringende Spieler Glawe beide Tore schießen mußte. Lobend zu erwähnen wäre sonst noch Stumpf, Alt und Malter. Denhard war wieder übereifrig aber zu aufgeregt. Die oben angeführte Stimmung wirkte sich besonders im Spiel der 1. Mannschaften aus. Neuhof war eifriger, aber gewiß nicht stärker und bei nur normalem Angriffsgeist und bei etwas Willen wäre ein Sieg unbedingt sicher gewesen. Aber die Mannschaft fand sich nicht, und die Umstellung Henrichs in den Harf bedingte wohl eine Verstärkung der Verteidigung aber niemals eine größere Unterstützung des Sturmes. Außerdem machte man noch den Fehler, daß man alle Angriffe von der linken Sturmseite einleitete; die rechte Seite war bestimmt besser. Das notwendige Zusammenspiel im Sturm war nur zeit­weise bemerkbar. Die Schußfreudigkeit ließ viel zu wünschen übrig. Der sonst so talentierte Mittelstürmer Werner hatte seinen schwächsten Tag und zerriß das ganze Jnnentrio. Seine Nebenleute Neidhardt und Steinbach waren sehr gut. Im Harf konnten nur die beiden Außen gefallen. Das Hintertrio war besonders in der 2. Halbzeit sehr gut. Die Leistungen des Schiedsrichters konnten nicht immer gefallen, besonders das 4. für Schlächtern gegebene Tor war eine recht zweifelhafte Entscheidung.

Ein Wanderzirkus der Segelflieger.

Auf dem Berliner Flughafen Tempelhof fand eine Vorfüh« . rang des Segelflug-Wanderzirkus des Deutschen Luftfahrr- verbandes statt, der danach eine Rundreise durch ganz Deusschland antritt. Dieser Wanderzirkus stellt eine ganz neuartige Anregung zur Verbreitung des Segelflugsports dar und steht unter dem MottoKommt das Dorf nicht zur Luftfahrt, so geht eben die Luftfahrt auf die Dörfer."

Das erste deutsche Autogiro-Flugzeug.

Bei den Focke-Wulff-Werken in Bremen wurde das ersK deutsche Autogiro-Flugzeug, eine Neukonstruktion des Spa­niers Juan de la Cierva, der Erfinder dieses Flugzeugtyps, erbaut. Unser Bild zeigt das Flugzeug vor dem Start auf dem Bremer Flugplatz.

Zum neuen v. Papen Kabinett.

In politischen Kreisen hält man das neue Kabinett für ein Uebergangskabinett, das kein ausgesprochenes Rechtskabinett ist aber stark nach rechts neigt und von der Formel Brüning auf die Formel Hitler geführt wer­den soll. Die Lebensfähigkeit des neuen Kabinetts dürfte von den von den Nationalsozialisten angestrebten Neu­wahlen des Reichstags abhängig sein.

Brünings Sturz hat bei den Parteien, die seit längerer Zeit daraus hinarbeiten, nur eine gedämpfte Genugtuung ausgelöst. Ruch die Nationalsozialisten, deren Streben nach der Rlleinmacht augenblicklich deutlicher ist als je, werden sich darüber im Klaren sein, daß die Lösung der deutschen Schicksalsfragen Rufgaben von unübersehbarer Schwere stellt, die gewiß nicht alle blühende Träume der Agitation und Wahlversprechungen reifen lassen. (Ein Tag seit Brünings Sturz ist vergangen. Schon jetzt breitet sich das Gefühl der Ernüchterung und Ratlosigkeit aus. Reichs­präsident von Hindenburg hat die schwerste und folgen- , reichste Entscheidung seines Lebens getroffen. Denn die Regierungskrise in Deutschland, die von der ganzen Welt unmittelbar vor der Lausanner Ronferenz als ein grund­legender Wechsel des Systems empfunden werden wird, hat unzählige politische Rätsel gestellt, auf die es einst­weilen kaum eine Lösung gibt.

flus Stadt, Kreis und Provinz ;

Mitteilungen lokalen Interesses aus dein Kreisgebiet sind für diese Rubrik willkommen.

Kampf den Motten!

Den Sommer benutzen die Motten zur Vorbereitung ober Durchführung ihr»-- großangelegten Zerstörungsplanes. Während wir auf Reffen sind, haben sie Zeit genug, mit Eier unsere Pelze und Wintersachen zu zerfressen. Jede Hausfrau kennt ja die Gefahr, die ein Mottennest bedeutet, und sie tut aus diesem Grunde gut daran, den Motten jetzt schon den entschiedenen Kampf anzusagen. Niemand braucht gegenwärtig noch Pelze, Mäntel und wollene Decken. Die hängen alle wohlverwahrt im Schränk. Wenn wir uns im Herbst unnötigen Aerger ersparen wollen, dann treffen wir folgende Abwehrmaßnahmen: Die nicht in Benutzung be­findlichen Wäschestücke waschen wir rasch gut durch, damit sie staubfrei sind. So ist die Gefahr geringer, daß sie von Motten überhaupt angegriffen werden. Alle Wollsachen aber und Pelzsachen werden tunlichst in Berge von Zeitungs- papier eingehüllt, denn die Mote ist ein Feind der Presse, sie mag das bedruckte Papier nicht riechen. Auch die Ent­wicklung der Mottenbrut muß man vorzeitig zu verhindern uchen, indem man die Kästen gründlich ausfeift oder aus« chwefelt. Luftdicht abgeschlossene Blech-kästen eignen sich be= anders gut zur Aufbewahrung von Wintersachen, denn in diesen Kästen entsteht eine 'Sauerstoffarmut, die die Ent­wicklung der Brut verhindert. Man scheue alle diese kleinen Mühen nicht, denn unser Aerger kennt keine Grenzen, wenn unsere Pelze und Mäntel nachher ein Opfer der Motten ge­worden sind. Die 'Behauptung, Die vor zwei Jahren in einer amerikanischen Zeitschrift aufgestellt wurde, daß die Motten im Aussterben begriffen seien, hat sich bei uns in Deutsch­land bisher leider noch ebensowenig bewahrheitet wie das Märchen, daß es angeblich keine Flöhe mehr geben solli

Wetterbericht. In Westdeutschland kommt es an der Rückseite des an der Ostseeküste liegenden Tiefs noch immer zu leichten Niederschlägen, während weiter westlich in Frankreich die Bewölkung durchbrochen ist. Ein neuer Tiefdruckwirbel bewegt sich südostwärts in die Biskaya, wo­durch unser Bezirk voraussichtlich vorübergehend Aufheiterung, späterhin aber von Westen her neue Verschlechterung zu er­warten hat. Die Gesamtwetterlage scheint sich zunächst noch etwas zu verschlechtern. Aussichten für Donnerstag und Freitag: Im ganzen etwas wärmeres Wetter, aber unbe­ständig und nach stärkerer Erwärmung zu gewittrigen Nieder­schlägen neigend.

Taubstummen-Gottesdienst. Taubstummen- Oberlehrer Röningk aus Homberg kommt nicht am 12. Juni zum Gottesdienst nach Hanau, sondern erst am 10. Juli.

Preußisch-Südd. Klassenlotterie. Für die 3. Klasse dieser Lotterie sind die Lose bis zum 8. Juni d. Js. zu erneuern, worauf wir unsere Leser aufmerksam machen wollen.

Regimentsfeier der 254er. Am Sonntag, den 5. Juni d. I. findet eine Zusammenkunft der Angehörigen des ehemaligen Res.-Jnf.-Rgts. 254 in Darmstadt statt, wozu alle Kameraden herzlich eingcladen werden. Die Feier beginnt morgens 10 Uhr im Saale der Turngemeinde 46 (Woogsplatz.)

Geheimnisvolle Todesfälle. In der Familie eines Heuer­mannes in Mehringen bei Lingen ereigneten sich zwei selt­same Todesfälle. Der 17 Jahre alte Sohn hatte sich abends noch gesund und munter zu Bett gelegt Als die Mutter ihn am anderen Morgen wecken wollte, fand sie ihn tod­krank vor, Hals und Zunge waren stark angeschwollen. Der Kranke wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er bald danach starb. Gegen Mittag desselben Tages erkrankte auch seine vierjährige Schwester und starb schon während der Ueberführung ins Krankenhaus. Da man keine Anhalts­punkte für die Todesursache finden konnte, wurden Leichen- teile der Göttinger Universität zur Untersuchung übersandt. An den Angehörigen wurde eine Schutzimpfung oorgenom- men. Weitere Erkrankungen sind nicht vorgekommen.

Bei Ueberfall auf Nationalsozialisten ein Toter, drei Schwerverletzte. Nationalsozialisten, die von einer Ver- sammlung aus Wermelskirchen kamen, wurden in Hilgen von Anhängern der KPD. überfallen und beschossen. Dabei wurde ein Nationalsozialist, ein früherer Polizeibeamter, durch einen Kopfschuß sofort getötet. Drei andere Nattonal- sozialisten erlitten schwere Verletzungen: sie mußten dem Krankenhaus zugeführt werden.

Ein deutscher Schoner 'trandek. Der deutsche Drei- mastschonerBellona" aus ^..b«ck ist an der schwedischen Küste gestrandet. Die Besatzung, fünf Männer und eint Frau, sind noch an Bord. Unmittelbare Gefahr besteht nicht. Der Straßenräuber sprang hierauf in seinen Wagen und fuhr in Richtung Weender davon. Der Wagen des Räubers trägt die Nummer I S 20 712 und ist von rotbrauner Farbe. Die beiden Verletzten mußten in ärztliche Bahandlung ge­bracht werden.

Hochwassergefahr im Erzgebirge. Die feit zwei Tagen ununterbrochen niedergehenden starken Regenfälle haben be­reits ein erhebliches Ansteigen der Flüsse im Westerzgebirge zur Folge. Der Chemnitz-Fluß, die Mulde, die Flöha und die Zschopau haben bereits die Gefahrenmarke A überschrit- ten und steigen bedrohlich weiter, so daß sie schon verschie­dentlich über die Flutrinne getreten sind. Da der Regen am Dienstagmorgen noch immer mit unverminderter Stärke anhält, wird die Hochwassergefahr von Stunde zu Stuu-e größer. Vom Hochwasserschutz sind zwar alle Maßnahmen getroffen worden, doch kann nur ein baldiaes Aufhören des Regens die Hochwassergefahr und damit schweren Schaden abwenden. ,

Zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt. Am lo. De­zember hatte das Dresdener Schwurgericht den Kaufmann Adam Stephan und den Installateur Hans Gulbin wegen gemeinschaftlichen Mordes an dem Gärtner Hecht zum Tode verurteilt. Die Rechtsanwälte Dr. Pittrich und Alwin Schürer I, die Verteidiger der Angeklagten, hatten ein Gna- dengesuch eingereicht. Nunmehr haben sie die Mitteilung erhalten, daß das sächsische Gesamlministeriuni beide Ange­klagten zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt hat.