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bausfrau und Landwirtschaft

Eva Förster,

Referentin für Hauswirtschaft im Reichsverband landwirtschaftlicher Hausfrauenvereine.

Seit einer Reihe von Jahren hat der Reichsverband landwirtschaftlicher Hausfrauenvereine die Wanderaus­stellung der D. L. ®. zum Anlaß genommen, der Öffent­lichkeit Einblick in seine Arbeitsgebiete zu geben sowie Land- und Stadtfrauen Anregung und Belehrung zu ver­schaffen; auch in diesem Jahre wieder ist er in Mannheim vertreten. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage der Landbevölkerung? Ja, gerade weil Not und Kamps so bitter schwer auf der Landwirtschaft lasten, sind die Be­strebungen der landwirtschaftlichen Hausfrauenvereine wichtig, die das Ziel haben, den Hausfrauen in Land und Stadt Mittel und Wege zu zeigen, wie sie helfen können, die drückende Lage zu bessern und zu überwinden. Es bedeutete z. B. eine große Hilfe, wenn die einheimischen Erzeugnisse aus Landwirtschaft und Gartenbau eine bessere Verwertung finden würden — dafür wollen die Landfrauen werben. Jede Besucherin wird in der Er­zeugnishalle den Stand der landwirtschaftlichen Haus- fraüenvereine finden, der zugleich ein Treffpunkt ihrer Mitglieder sein soll. Dort wird gezeigt, wie ab­wechslungsreich und schmackhaft rohes O b st und G e - m ü s e zubereitet werden kann und wie köstlich Roggen­brot dazu schmeckt, besonders, wenn es mit Magermilch statt Wasser gebacken wurde. Warum wird nicht mehr G r ü n k e r n verwendet, der in großen Mengen im badischen Land wächst? Grünkern ist das unreife Korn des Dinkels und Spelz: aus ihm können die verschiedensten Gerichte — Suppen, Klöße, selbst ausgezeichnete Torten — hergestellt werden, von denen Kostproben ausgegeben werden. Ferner können die Besucherinnen lernen, wie sie aus nicht marktfähigem Obst alkoholfreien Süß­most herstellen, der als nahrhaftes, erfrischendes Getränk noch längst nicht genug bekannt ist. Sehr viel Freude werden die Hausfrauen auch an den handgewebten Stoffen haben, zum Teil zu Teppichen, Decken, Kleidern und Schürzen verarbeitet, die in ländlichen Handwebereien verfertigt sind. Seit Beginn ihres Bestehens waren die landwirtschaftlichen Hausfrauenvereine bemüht, den länd­lichen Hausfleiß wieder zu beleben und zu fördern. Die farbschönen Stoffe sind weit wertvoller und haltbarer als die maschinenmäßig hcrgestcllte Massenware, die wenig aufs Land paßt, außerdem aber wird gerade in der heutigen Zeit — besonders im Winter — alten Frauen und jungen Mädchen durch diesen Zweig der ländlichen Hauswirtschaft Arbeits- und Verdienstmöglichkeit gegeben.

In der Erzeugnishalle ist außerdem noch sehr viel Interessantes zu sehen, aber auch ein Besuch des Maschinen- schuppens ist lohnend. Hier stehen u. a. die zur Haupt­prüfung angemeldeten Waschmaschinen und Wäscheschleu­dern, die besonders für den kleinen ländlichen Betrieb ge­eignet sind. Der Vorteil einer Waschmaschine im bäuer­lichen Betrieb wiegt die Anschaffungskosten auf; denn die Arbeit für die Bäuerin wird vermindert und erleichtert, so daß sie mehr Zeit und Kraft für den Außenbetrieb hat, in dem ihre Mithilfe unentbehrlich ist.

Jedoch nicht nur die Ausstellung allein soll Anregung geben; an einem Tag findet eine öffentliche Ver­sammlung statt, die Land- und Stadtfrauen zusammen- führen soll. Zur Behandlung steht die Frage der Absatz­förderung. Außer einem Vertreter der Genossenschaften werden auch Vertreterinnen beider Hausfrauengruppen sprechen.

Es ist zu hoffen und zu wünschet, daß recht viele Hausfrauen aus Stadt und Land den Befuch der D. L. G.- Schau ermöglichen, die der deutschen Landwirtschaft — dem deutschen Volke dienen will.

Der deutsche Tabakbau auf der Wanderausstellung in Mannheim.

Oberlandwirtschaftsrat Dr. Meisner - Karlsruhe.

In den klein- und mittelbäuerlichen Betrieben der Länder Baden, Bayern, Württemberg, Hessen und Preußen besitzt der Tabakbau eine weit größere Bedeutung, als man allgemein anzunehmen geneigt ist. Die nun schon über 300 Jahre alte Kultur des deutschen Tabaks wird gerade in diesen Kleinbetrieben mit sehr viel Sorgfalt und Hin­gabe gepflegt und gibt rund 65 000 Familien und ihren Angehörigen das ganze Jahr über Arbeitsgelegenheit, da der Tabakbau außerordentlich viel Handarbeit benötigt. Die durchschnittliche Betriebsgröße einer typischen Tabak- Pflanzerwirtschaft beträgt 1,2 Hektar landwirtschaftlich ge­nutzter Fläche. Fast ausnahmslos wird der Tabakbau auf Böden betrieben, die an sich zur Hervorbringung guter Ernten von anderen lanowirftcha^lichen Kulturpflanzen wenig oder gar nicht geeignet sind. Vier Fünftel der Tabakanbaufläche in Deutschland bcsiebm aus schwach- lehmigen Sandböden, die erst durch den Tabakbau t,i einen mehr oder weniger ftilturfähigen Zustand gebrach- werden.

Frau Earhart in Londonderry gelandet.

Reuyork, 22. Mai.

Die Ozeanfliegerin Earhart, die am Freitag um 20.50 Uhr von Harbour-Grace (Neufundland) startete, ist am Sonnabendnachmillag etwa 4 Kilometer von Conbon- derry (Irland) glatt gelandet. Sie ist die erste Frau, die allein im Flugzeug den Ozean überquerte.

Dreister Lohngeldraub mit Revolveranschlag. Ein über­aus dreister Lohngeldraub wurde aus der Zeche Gottfried Wilhelm in Rellinghausen bei der Auszahlung der Berg- arbeiterlöhne verübt. Zwei Männer traten an den Schalter. Als im gleichen Augenblick zwei Bergleute ihren Lohn ab­heben wollten, drehte sich einer der Täter um und gab aus einem Revolver Schliffe auf sie ab. Ein Bergmann wurde am Kopf leicht verletzt, während der zweite so schwer verletzt wurde, daß er kurz darauf verstarb. Insgesamt erbeuteten die Räuber etwa 800 Mark. Sie entkamen dann auf einem Motorrad.

Neuer Ausbruch eines Anden-Vulkans. Der Anden- Vulkan Descabezado ist erneut zum Ausbruch gekommen. Die hohe Rauchsäule, die aus dem Krater auffteigt, kann meilenweit gesehen werden. In Malargue ist Aschenregen niedergefallen, der den Boden mit einer dünnen Schicht be­deckt. Der Descabezado war das Zentrum, der großen Vul­kanausbrüche, die vor kurzem Südamerika heimgesucht hatten.

Der zünftige QuakttätStabakbau beatlsprucht günstige Klimaverhältnisse, die in erhöhtem Maße in den großen Flußniederungen des Rheins, des Neckars und Mains, aber auch der Oder und Weichsel gegeben sind. Um die Qualität der heimischen Tabake weitestgehend zu ver­bessern, hat man in den Tabakbau treibenden Ländern Deutschlands seit einer Reihe von Jahren in den örtlichen Pflanzergemeinden Tabakbauveretne gegründet, damit Rohtabakhandel und Tabak verarbeitender Indu­strie ein Erzeugnis angeboten werden kann, dessen Ver- Wertbarkeit allen Ansprüchen gerecht wird. Die segens­reiche Arbeit dieser Tabakbauvereine, die in Länderver- bänden zusammengeschlossen sind, hat gerade in den letzten zehn Jahren auf dem Gebiete der Verbesserung der Qualitäten zum Teil Hervorragendes erreicht. Die amt­lichen Sachberater überwachen streng die Durchführung der Anbauvorschriften für den zünftigen Qualitätsbau, und die Tabakvereinsmitglieder wetteifern unter sich, das Beste zu erzielen. Welch hervorragende Qualitäten der deutsche Tabakbau bei sachgemäßer Behandlung hervor- zubringen vermag, läßt am besten ein Blick in die R o h - tabakausstellung auf der 38. Wanderausstellung in Mannheim (31. Mai bis 5. Juni 1932) erkennen. Was dort an deutschen Tabakproben gezeigt wird, gibt einen Durchschnitt für den ganzen deutschen Tabakbau, da Proben aus sämtlichen Tabakbau treibenden Ländern Deutschlands aufgelegt sind. Der damit verknüpfte Wett­bewerb ist insofern besonders beachtlich, als die Be­urteilung dieser Tabake in erster Linie durch Vertreter des Rohtabakhaudels und der Tabak verarbeitenden In­dustrie erfolgt. Rohtabakhandel und Tabakindustrie ver­folgen mit großer Aufmerksamkeit die Arbeiten des deut­schen Tabakbaues. Dieses zunehmende Interesse ist be­gründet in der offensichtlichen Verbesserung der Quali­täten deutscher Tabake und damit in ihrer erhöhten Brauchbarkeit bei der Herstellung von Fertigwaren.

Die großen Fortschritte im zünftigen Qualitätsbau finden heute uneingeschränkte Anerkennung des Rohtabak- Handels, der Tabakverarbeitung und nicht zuletzt auch der Raucherschaft. Die Rohtabakausstellung auf der Wander­ausstellung der D. L. G. wird von der Leistungsfähigkeit des deutschen Tabakbaues Zeugnis ablegen. Von 965 Ta­bakpflanzern werden 1366 Proben ausgestellt. Es handelt sich hier um Proben aus allen deutschen Anbaugebieten. Wie immer bei solchen Rohtabakausstellungen sind zwei Tabakko st Hallen errichtet, in denen Fertigwaren (Zigarren, Zigarillos, Rauchtabak) zum Kauf angeboten werden, die aus edlen deutschen Tabaken mit entsprechenden ausländischen Herkünften gemischt hergestellt sind. Es sind auch Fertigwaren aus rein deutschen Tabaken vor­handen, so daß jeder Raucher Gelegenheit hat, sich von der wirklich guten Qualität der deutschen Tabake selbst zu überzeugen.

Ein besonderes Interesse darf aber die Sonderaus- stellung des Tabakforschungsinstitutes für das Deutsche Reich in Forchheim bei Karlsruhe be­anspruchen, da dieses eine Reihe von Neuheiten zeigt, wie z. B. nikotinfreie und nikotinarme Tabake, in Deutschland gewonnene Zigarettentabake und ähnliches mehr.

Turnier der D.L.6. in Mannheim

vom 31. Mai bis 5. Juni 1932.

Das Mannheimer DLG.-Turnier zur 38. Wander­ausstellung hatte erfreulicherweise einen ausgezeichneten Nennungsschluß. Es wurden im ganzen rund 600 Nen­nungen abgegeben, von denen rund 450 den ersten vier Tagen gelten, während die restlichen 150 Meldungen auf das Konto der ländlichen Reitervereine zu verbuchen sind. Es ist dieses Nennungsergebnis deswegen so glänzend und bemerkenswert, weil es, wie bekannt, im südlichen Teile Deutschlands verhältnismäßig sehr wenig Turnier­ställe gibt. Den Hauptteil an Reitern, Reiterinnen und Pferden stellt daher Norddeutschland, doch haben sich u. a. auch München und Frankfurt am Main zur Beteiligung an diesem großen Turnier entschlossen. Man wird also dort die besten Reiter und Reiterinnen Deutschlands mit ihren Spitzenpserden bewundern können.

Wenn es auch unmöglich ist, alle Namen der Teil­nehmer anzuführen, so sollen doch wenigstens einige schon jetzt bekanntgegeben werden. Zu erwarten sind: Frau Franke, Frau von Opel, Frau von Becker, Baronin Eich- stedt, die Mannheimerin Frl. Vierling, Frl. Raßmussen, Frl. Geist, Freifrau von Stengel, Frau Dr. Drey, Frau Gömori sowie Rittmeister Maempel, Rittmeister Stein, die Majore Jobst, Loog, Nette, die Oberleutnants Momm, Schunck, von Ploetz, Großkreutz, von Busse, Polizeimajor Leythaeuser, Polizeihauptmann Watther, Polizeihaupt­mann Krueger, Polizeioberleutnant Rettig, Reuß, Haupt­mann Hartmann, letzterer auch ein Mannheimer Kind, und die besonders als Dressur-Spitzenreiter bekannten Herren Staeck, Lörke, Sattelmeister Eckhardt. Die Baye­rische Reitschule entsendet ihren verdienstvollen Leiter errn Lange, den Springspezialisten, dessen Münchener Reiterinnen sich ebenfalls hauptsächlich an den Jagd­

Sklarek-Prozeß soll rasch beendet werden. Auch am Sonnabend wurde im Sklarek-Prozeß nur aus formalen Gründen 15 Minuten verhandelt. Der Vorsitzende teilte aus Befragen der Verteidiger mit, daß er für die nächste Sitzung am Dienstag das Erscheinen sämklicher Angeklagter ange­ordnet habe. Der Sklarek-Prozeß solle dann mit tunlichster Beschleunigung zu Ende geführt werden.

Zehn Familien durch Großfeuer obdachlos. In der Nacht wurde die Stadt Wolldegk in Mecklenburg von einem verheerenden Großfeuer heimgesucht, das in der Waschküche des Töpfers Witt ausgebrochen war. Es gelang der sofort zu Hilfe gerufenen Feuerwehr nicht mehr, den Brand auf seinen Herd zu beschränken. Das Feuer griff mit großer Geschwindigkeit um sich, so daß in kurzer Zeit zwei angrenzende Häuser mit ihren Stallungen in Flammen stan­den und das ganze Stadtviertel von dem wütenden Element bedroht wurde. Das Gebäude der Reichspost und das Grund­stück der Getreidehandlung Buddenhagen konnten vor dem Niederbrennen bewahrt werden. Als das Wasser bei den Löscharbeiter. gegen Morgen zur Neige ging, wurde vom Rat der Stadt der Verbrauch von Leitungswafser untersagt. Durch den Brand sind zehn Familien obdachlos geworden.

Verheerender Brand in der Mahner Heide. In der Mahner Heide im Rheinland entstand vermutlich durch Un­vorsichtigkeit von Spaziergängern ein Großfeuer. Beamte und Arbeijer der Forstverwaltung hatten im Verein mit

springen beteiligen werden. An dieser Stelle dürfen die Herren des Springstalles der Kavallerieschule Hannover nicht vergessen werben.

Es ist besonders zu begrüßen, daß in den Turnier, tagen die Besucher Gelegenheit haben werden, die fabel­haften Gespanne (14 Pferde) des Herrn Klopp aus Leer (Ostfriesland) und ebenso die mustergültigen Pferde und Wagen des Fahrausbildungskommandos Hannover unter der Leitung ihres neuen Kommandeurs, des auf Tur­nieren als Reiter und Fahrer oft erfolgreich gewesenen Majors Weingart, der mit nicht weniger als 20 Wagen­pferden nach Mannheim kommt, zu sehen.

Baden, Bayern, Hessen, Württemberg und das Saar­gebiet entsenden ihre 20 besten Reitervereine. Auch diese Reiterkämpfe der letzten beiden Tage werden eindrucks­voll und spannend verlaufen.

über weitere Einzelheiten der einzelnen Be- werbe sowie der Schaunummern des Turniers soll in späteren Aufsätzen berichtet werden.

Die fischerei auf der Mannheimer Wanderausstellung,

Reg.-Rat Dr. Wilh. Koch-Karlsruhe.

Noch immer, wo die D. L. G. mit ihrer Jahresaus­stellung im Reiche erschien, bildete die Fischereiausstellung einen ganz besonderen Anziehungspunkt. Das liegt in der Natur des Ausstellungsgegenstandes begründet: Je ferner er im allgemeinen unserem Auge ist, um so größer ist unser Interesse für ihn. Und da der Fisch mit seinen Lebensgewohnheiten eigentlich nur dem Berufs- und Sportfischer genauer bekannt ist, die Hausfrau aber den Wasserbewohner mehr liebt, wenn er schon tot ist und nicht mehr „zappelt", den Hausherrn wiederum meist am stärksten die Frage des Geschmacks anzieht, wenn der Fisch blau oder gebacken oder auch in polnischer Tunke auf der Schüssel liegt, freut man sich, ihn auch zur Abwechslung mal in Glasaquarien bewundern zu können.

Auch die Mannheimer Ausstellung (31. Mai bis 5. Juni 1932) verspricht auf dem Gebiete der Fischzucht eine Sehenswürdigkeit zu werden. Sie wird vorwiegend ein Bild der badischen Fischereiwirtschaft geben, auch wenn vereinzelt außerbadische Aussteller angemeldet sind. In den 46 Aquarien kommen vorwiegend Forellen zur Vorführung, da die Forellenzüchter des Schwarzwaldes und des badischen Unterlandes das Beste ihrer Zucht zeigen werden. Noch vor Jahrzehnten stand da die Bach­forelle im Vordergründe, heute ist sie in den Zuchtanstalten durch die in den achtziger Jahren des vorigen Jahr­hunderts eingeführte Regenbogenforelle verdrängt. Man wird sie da als jungen diesjährigen Brutfisch, aber auch als ausgewachsenen Speisefisch und noch größeren Laich­fisch sehen können. In einigen Aquarien kommen Bach­forellen, in anderen sogar künstlich großgezogene Lachse zur Schau, zwar nicht in der Größe des aus dem Meer zu uns heraufkommenden „Salm", wohl aber in der des zum Meere hinabwandernden jungen „Sälmling". Reben diesen Zuchtfischen aus Anstalten wird man auch reichlich Gelegenheit haben, größere Sammlungen von Fluß­fischen sehen zu können. Leider müssen da die Boden­seefische fehlen, auch wenn bekanntlich Baden den weitaus größten Anteil an der Bodenseefischerei hat. Aber die Blaufelchen, Gangfische, Silberfelchen vertragen weder weite Transporte noch die Vorführung in engen Glaskästen. Dafür kommen aber Hechte, Schleien, Karpfen, Aale, Barben sowie die verschiedenen Weißfischarten aus Rhein und Neckar zur Vorführung, wahrscheinlich auch der in unseren Gewässern langsam wieder er­scheinende Flußkrebs.

Mit dieser Aquarienausstellung wird wie früher eine sog. Trockenausstellung verbunden. Hier wird man in statistischen, äußerst lebhaft gefertigten Darstellun­gen einen Überblick über die Bedeutung der badischen Fischereiwirtschaft bekommen, mit dem der Badische Landesfischereiverein hervortritt. Eine stattliche Reihe großer Lichtbilder wird das Verständnis vertiefen und mit der Technik der Zucht und des Fanges näher bekannt­machen. Dabei wird auch die Lachszucht und der L a ch 3/ fang im badischen Oberrhein sowie der A a l f a n g mit den nachts im Strom fischenden Schockern zur Geltunsi kommen. Die B o d e n s e e berufsfischer führen in einem großen Wandbilde den Gebrauch aller Bodenseefanggeräte, Die Oberrhein-Berufsfischer der Rheinstrecke oberhalb Basel in besonders gefertigten Modellen die ebenso eigen­artigen wie kulturgeschichtlich bemerkenswerten Lachsfang­geräte der früheren und gegenwärtigen Zeit vor. Mann­heimer Fischereivereine ergänzen das Bild der Technil durch eine Ausstellung von Neuheiten auf dem Gebiete des Gerätewesens, auch von Trophäen, Präparaten und Bildern des Angelsports. Endlich sei auch erwähnt, daß erstmals in der Fischereiausstellung eine schöne Sammlung fischereigeschichtlich besonders interessanter Frühdrucke aus dem 15.—18. Jahrhundert gezeigt wird.

mehreren Feuerwehren auf der Mahner Heide große Heide' flächen zur Neukultivierung und zugleich zur Belehrung d« Feuerwehrmannschaften bei Waldbränden in Brand gefiel als plötzlich aus der entgegengesetzten Richtung eine riesig Wolke aufftieg. In wenigen Augenblicken wuchs das Feuer durch den Wind begünstigt, an. Es gelang den Feuerwehr leuten und den Angestellten der Forstverwaltung nach ®v gestrengtester Arbeit mit ihren vorhandenen Geräten. Uebergreifen der Flammen auf die Waldbestände zu hüten. Erst nach Stunden war die größte Gefahr beseitig Dem Feuer fielen über 1000 Morgen Heideland, neuzeitliV Kulturen und Ginster zum Opfer. Sehr groß ist der Scha­den, den das Feuer unter dem Wildbestand angerichtet hel In Scharen fielen dem verheerenden Element Hasen, Fedee' wild und junge Rehe zum Opfer.

Bei Unwetter mehrere Boote gekentert. Ueber K>^ und Umgebung setzte plötzlich ein heftiger Gemitterstunu ein, der mit starkem Platzregen verbunden war. DrevM schlug der Blitz in den Rathausturm ein, ohne jedoch i" zünden. Ein kalter Schlag ging in den MaschinenrauM dee Eiche-Brauerei, wo Sachschaden angerichtet wurde. Sturm richtete Schaden an Gebäuden und in den Grum Anlagen an. Die Straßen waren weithin überschwemmt da die großen Wassermengen nicht schnell genug abfliem" konnten. Die Gewitterböen brachten auf der Kieler mehrere Segelboote zum Kentern. Ein Insasse ist erirunfen-