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Die Verschärfung der Lage des Wohnungs­und Grundstücksmarktes

per verband der Hessen-Nassauischen Industrie- und Handelskammern hat eine Eingabe an die zuständigen Zellen übermittelt, die auf die Verschärfung der Lage des Mohnungs- und Grundstücksmarktes hinweist. In der Ein­gabe heißt es u. a.: Der verband der Hessen-Nassauischen Wustrie- und Handelskammern hat seit Iahren auf die stenerliche Ueberlastung des Grundbesitzes hingewiesen, die 'Ur Erschütterung der Rentabilitätsgrundlagen und dancit A einer immer stärkeren Entwertung geführt hat. Nach- dein die Mietsenkungen durchgeführt sind, die auf Grund ter Kündigungen erfolgten Umzüge stattgesunden haben M der für die Ablösung der Hauszinssteuer günstigste Termin abgelaufen ist, läßt sich die Auswirkung der Be- [timmungen der Notverordnung überschauen, wie leider erwartet werden mußte, ist gerade die entgegengesetzte Ent­wicklung eingetreten: Einer ungenügenden Entlastung des

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Grundbesitzes steht ein Rückgang der Mieterträgnisse ge= genüber, der die Zahl der noch rentablen Objekte weit- ^nb vermindert und die Gefahr erhöht hat, daß ein wei- terer Teil der Grundbesitzer seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann und Zwangsversteigerungen bezw. Zwangsverwaltungen in steigendem Umfange eingeleitet ^rden müssen. Ein gleicher Mißerfolg ist die Ablöfungs= ^tion der Hauszinssteuer beschieden gewesen, da Ablö= ungsdarlehen nur in geringem Umfange zur Verfügung landen und das wirtschaftliche und politische Risiko einer Ablösung von den Steuerpflichtigen allzu groß empfunden wurde. Nach Anführung einiger Beispiele über die Lage ws Haus- und Grundbesitzes speziell in größeren Städten tes Lezirks heißt es in der Eingabe weiter: Der Lntwer- ung des Grundbesitzes und dem verfall einer Anzahl frü­her wertvoller Objekte muß somit durch beschleunigte Maß­nahmen der Reichs- und Landesregierungen entgegengetre- len werden. Die weitaus größeren Schwierigkeiten, die der Instandsetzung entgegenstehen, liegen darin, daß die meisten Objekte, die an sich dringend der Renovierung bedürfen, so notleidend geworden sind, daß es sich nicht verlohnt, in ihnen neue Geldmittel zu investieren. Hier kann also nur durch eine weitgehende steuerliche Entlastung geholfen wer­den. Soll nicht wiederum nur halbe Arbeit geleistet wer­den, sondern endlich etwas Durchgreifendes für die Er­haltung des Grundbesitzes geschehen, so kann an einem Abbau der Hauszinssteuer nicht vorübergegangen werden. . (Es muß erwartet werden, daß mindestens 50 Prozent der Steuer nach dem Stande vom 1. April 1932 freigegeben werden, wenn der Hausbesitzer dafür die Verpflichtung übernimmt, Aufträge in derselben Höhe zu vergeben. Ne- Ien einer Ermäßigung bezw. Niederschlagung der Haus- insfteuer muß jedoch noch eine weitere Erleichterung er= olgen: ers ist nicht länger aufschiebbar, daß auch die Elundvermögenssteuer eine Milderung erfährt. Endlich muß Maus hingewiejen werden, daß auch die infolge der tieeck^ prechung des Reichsfinanzhofs eingetretene Umfaßsteuer- belastung der Geschäftsräume eine erhebliche härte. dar- tellt, die in Fortfall kommen könnte, ohne daß bei der Steuer nennenswerte Ausfälle entstehen. Unsern Vorschlä­gen wird sicherlich entgegengehalten werden, daß die fi= nanzielle Lage des Staates und der Gemeinden diese Aus= Höhlung der Grundvermögenssteuer and Hauszinssteuer nicht zuläßt .Im Gegensatz hierzu glauben wir, daß die Ver­luste an Steuereinnahmen nachhaltiger sein werden, wenn bie geforderten Erleichterungen nicht eintreten. Wir ver­kennen nicht die Schwierigkeiten, die daraus entstehen, ! das Problem der Ueberschuldung des Grundbesitzes gleichzeitig mit Maßnahmen zur Entschuldung der Ge­meinden gelöst werden muß. Bei der Neuregelung des kommunalen Finanzwesens, die sich an den notwendigen Umbau der Arbeitslosenhilfe anschließen wird, muß daher Ä Don vornherein darauf Rücksicht genommen werden, daß den den Gemeinden nicht nur aus der Gewerbesteuer, sondern uuch aus der Grundvermögenssteuer und Hauszinssteuer erhebliche Linnahmeaussülle bevorstehen.

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UngMckschronik.

Bei den sonntäglichen Aousrenuen fuhr Fürst Lpb- bowitz (Tschechoslowakei) mit seinem Bugattirennwagen mit H^ßer Geschwindigkeit in die Südschleife und wurde aus w Lahn gedrängt. Der Wagen flog bis auf den Lahn- körper der neben der Anus laufenden Stadtbahn. Fürst ü>bkowitz wurde in sterbendem Zustande nach einem Kram knhaus verbracht, wo er seinen Verletzungen bald danach erlag. /

Der D-Zug Basel-Dstende entgleiste Samstag abend wrj vor der Einfahrt in den Bahnhof Saarburg. Die ««Motive, der Tender und der erste Wagen dritter Mse stürzten um. Der Heizer sprang ab und fand dabei n Tod. Von den Reisenden haben leichte Verletzungen erlitten.

, In einem Schacht der Robinsondeep-Mine bei Iohan- »vburg (Südafrika) wurden 16 Bergleute durch Gesteins- "'alsen verschüttet. Fünf Bergleute konnten bisher lebend geborgen werden.

inrktag in den

*" Im Hamburger Hafen brach Sonntag mittag in den watszimmereibetrieben ein Brand aus, der sich dann zum ^oßfeuer entwickelte. Der Feuerwehr, die mit 5 Zügen 7 2 Feuerlöschbooten an rückte, gelang es in verhältnis- kurzer Zeit den kolossale Rauchwolken entwickeln- örand einzudämmen.

"7 Die bayerischen Berge forderten am Sonntag wieder ®«i Todesopfer. Kie beiden jungen Garmischer Karl Rei- " "ud Erich Brax unternahmen eine Rlettertour auf den kuien Waxenstein. Beide stürzten ab. Brax war sofort S heiser erlag seinen schweren Verletzungen kurz nad; der ^ueferung in das Garmischer Krankenhaus.

; Der 26jährige Segelflieger Kurt Densner von der ^^lsluggruppe hamborn des Flugvereins Niederrhein

stürzte am Sonntag mittag bei einem Segelflug über der Insel Borkum ab und war sofort tot.

Wolkenbrüche mit heftigen Stürmen gingen in verschie­denen Teilen Englands nieder und haben beträchtlichen Schaden angerichtet. Ein Rind ist dabei ertrunken.

Ein Eindecker stürzte in Schottland bei Stranaer nahe der Rüste ab. Die beiden Insassen waren sofort tot.

Die Lage in Bombay hat sich etwas gebessert. Im­merhin gab es am Sonntag bei gelegentlichen Reibereien einen Toten und sieben Verletzte.

von dem in Brand geratenen und gesunkenen Passa- gietbampfer Georges Philippar fehlen jetzt nur noch 40 Passagiere, die weiter als vermißt bezeichnet werden. Von der Besatzung wird nur noch ein Mann vermißt.

Keine Geschäfie mit unbekannten Armen!

Immer wieder berichtet die Presse über die Schädigung handelsuukundiger und unerfahrener Landwirte durch Ge­schäfte mit unbekannten Personen. Insbesondere wird nach diesen Berichten von Personen, die dem berufsmäßigen Han­del fernstehen, immer wieder der Versuch gemacht, Ware ohne Zahlung in die Hand zu bekommen. Die Ware wird dann meist verschleudert, der Empfänger läßt nichts mehr von sich hören, und der Landwirt hat das Nachsehen. Es empfiehlt sich deshalb dringend, insbesondere bei größeren Geschäften mit unbekannten Firmen, zuverlässige Auskunft über die betreffenden Firmen bei zuverlässigen Auskunfteien einzuholen oder den Rat der zuständigen Berufsvertretungen der Landwirtschaft und des Handels (Kammern) in Anspruch zu nehmen. Ganz besonders muß darauf hingewiesen wer­den, daß die planlose Versendung von Produkten ohne festen Geschäftsabschluß auch die Abwicklung der ordnungsmäßig abgeschlossenen Geschäfte stark beeinträchtigt, da größere Mengen zum Kommissionsverkauf anaebotener und unver- wertbarer Ware erfahrungsmäßig Den Markt unsicher machen und die Preise drücken. Es liegt daher im Interesse des ganzen Berufsstandes, die Berufsgenossen über die Ge­fahren aufzuk^ren.

Emir Feisal beim Reichskanzler.

Der Reichskanzler empfing den Prinzen Feisal zur Entgegen­nahme des an den Reichspräsidenten gerichteten Handschreibens seines Vaters, des Königs Jbn Saud. Der Prinz war von dem Unterstnatssekretär für auswärtige Angelegenheiten, Exzellenz Fuad Hamsa, begleitet. An dem Empfang nahmen der Chef des Pro­tokolls, Graf Tattenbach, sowie der stellvertretende Leiter der Orientabteilung des Auswärtigen Amtes, Gesandter Prüfer, teil. Aus dem Vorhof der Reichskanzlei hatte eine Abteilung der Reichs­wehr Aufstellung genommen, die dem Prinzen die militärischen Ehrenbezeugungen erwies.

Steinwürfe auf die japanische Botschaft.

Am Sonnabendmittag wurden in der Berliner japanischen Botschaft zwei große Fensterscheiben mit in Papier eingewickelten Steinen eingeworfen. Das Papier war unbeschristet. Personen wurden nicht verletzt. Das Ueberfallkommando konnte einen der Täter, einen Kommunisten, ermitteln.

Lohntarifkündigung in der Textilindustrie.

Die Vereinigten Arbeitgeberverbände für die Textilindustrie von EUaübach-Äheydt und Umgebung haben, nachdem sie kürzlich schon den Manteltarif gekündigt hatten, die Lohntarife zum 4. Juni gekündigt. Neben einer Herabsetzung der Lohnhöhe wird die völ­lige Umarbeitung zahlreicher Punkte des Tarifvertrages verlangt. Nach den Tarifverträgen werden etwa 45 000 Trbeiter und Arbei­terinnen entlohnt.

Weitere Gehattskürzungen in Polen.

In der Sitzung des polnischen Ministerrats, die unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Prystor stattfand, wurden die seit längerer Zeit bereits erwarteten neuen Gehaltskürzunuen beschlos­sen. Danach werden vom 1. Juni ab die Gehälter aller Staats­beamten um 8 v. h. gekürzt. Die Beamten und Militärs, die in Warschau leben, werden von dieser Gehaltskürzung nicht betroffen. Außerdem wurde allen staatlichen Unternehmungen und öffentlichen Anstalten anheimgestellt, eine Gehaltskürzung in der gleichen Höhe vorzunehmen.

Internationale sozialdemokratische Tagung in Zürich.

In Zürich tagt gegenwärtig die Sozialdemokratische Arbeiter- Internationale unter dem Vorsitz des belgischen Mitgliedes Van- dervelde. 19 europäische und mehrere kleinasiatische Staaten sowie eine Frauen- und eine Jugendorganisation sind vertreten. Für die deutsche Sozialdemokratie nehmen an den Beratungen teil Ctispien, Hilferding, Stelling, Vogel und Wels. Nachdem die Berichte des Sekretärs und des Kassierers einstimmig zur Kenntnis genommen wurden, wandte sich die Konferenz der Aussprache über die allge­meine politische Lage zu. Dabei wurden insbesondere die Donau- Probleme und die Sage im Fernen Osten erörtert.

Die deutsche pleh-klage im Haag eingegangen.

Das Sekretariat des Ständigen Internationalen Gerichtshofes im Haag macht in einer Veröffentlichung Mitteilung von dem Eingang der Klage der Reichsregierung gegen Polen in der An­gelegenheit des Fürsten Pleß. Die Reichsregierung beruft sich in ihrer Klage auf die Genfer Oberschlesien-Konvention vom 15. Mai 1922. Zu ihrem Vertreter in dem Prozeß hat die deutsche Regie­rung den aus früheren Verfahren vor dem Internationalen Ge­richtshof bekannten Professor Dr. Erich Kaufmann bestimmt.

Weiteres Absinken der Grohhandclsrichlzahl. Die vom Stati­stischen Reichsamt für den 18. Mai berechnete Großhandelsrichtzahl ist mit 97,3 gegenüber der Vorwoche um 0,4 v. h. gesunken.

Warb Hermen» aus seiner Partei ausgeschlossen. Die flämi­schen Nationalisten beschlossen, den Abgeordneten Ward Hermens aus der Partei auszuschließen, der Propaganda zu Gunsten der Gruppe der Nationalen Solidaristen machte. Diese Gruppe be- tämpft offen die flämischen Nationalisten.

Große amerikanische Goldsendung nach Europa. Mit dem SchnelldampferBremen" sind 38 Millionen Dollar in Gold nach Europa abgegange». Davon erhalten Holland 21, Frankreich 13 und Belgien 4 Millionen Dollar.

Statt SchlüHtern.

Betrifft Glterrrbeiratstvahl der Stadtschule.

Die Wat)Iüorfd)läge zu der am 5. Juni d. Js. statlfinden- ben Elternbeiratswahl der Stadtschule müssen bis zum Don­nerstag, den 26. Mai 1932, abends 18 Uhr, bei dem Vor­sitzenden des Wahlvorstandes, Herrn lllartin Größer, ein­gereicht fein.

Die Wahlvorschläge müssen mindestens 8 Bewerber ent­halten und von 10 Stimmberechtigten unterschrieben sein. Sch.lüchtern, den 23. Mai 1932.

Der Wahlvorstand. I. A.: Größer, Vorsitzender.

e flus Stadt, Kreis und Provinz ;

Mitteilungen lokalen Interesse; aus dem Kreisgebiet sind für diese Rubrik willkommen.

Die Kastanien blühen!

Die Natur hat sich beeilt, den Menschen noch rechtzeitig zum Pfingstfeste eine neue Freude zu bereiten. Ueber Nach- fast sind aus dem dichten Blätterwald der Kastanienbäume die weißen und roten Blüten herausgewachsen. Wie die Lichter so gerade und flammend stehen sie in den Baum- krönen. Tausende um tausende entfalten sich zu wunder­voller Pracht, eigens um der Menschen Herz zu erfreuen. In der Natur ist gerade in diesen Tagen ein Blütenwett- bewerb der Pflanzen und Bäume zu beobachten die wir Menschen in unser herz geschlossen haben. Der 'Obstbaum- blüte folgte die Kastanienblüte, dem Blühen der Kastanie wird die Blütezeit des Flieders in kurzer Zeit folgen, eine Augenweide und ein Duftmeer umgeben uns, wie wir es zu keiner andern Jahreszeit wahrnehmen können. Die Blütezeit der Kastanie ist von unzähligen Dichtern besungen worden, zu Hunderten von Malen sind die Szenen geschil­dert, die sich unter den blühenden, lauschigen Kastanien- alleen im Frühling abspielen. Das ist verständlich, denn ob es Abend oder Morgen ist, ob der Silberschein des Mondes leuchtet, zu jeder Zeit entzückt uns die Blüte des dichtbelaubten Baumes, dessen braune Früchte im herbst die Kinder sammeln, um Ketten und Spielzeug daraus zu verfertigen. Für den Städter, der eigentlich verhältnis­mäßig nur wenig von der Erhabenheit und Schönheit der Natur zu spüren bekommt, ist die blühende Kastanienallee etwas geradezu Erhebendes. Jetzt dürfen wir sie erleben. Wie sagt doch ein Volkslieddichter.'

Wenn die Kastanien blühen Im wunderschönen Monat Mai, Dann laßt hinaus uns ziehen, Wo Sang und Klang noch frei!"

Wetterbericht. An der Südseite eines über der Nordsee liegenden Teilwirbels dringt kühlere maritime Luft auf das Festland vor und bringt verbreitete Niederschläge, meist in Form von Schauern, die noch nicht abgeschlossen sind. Da der Luftdruck im Westen jetzt ansteigt, stellt sich langsam wieder eine Beruhigung des Wetters ein, doch bleibt es vorläufig noch kühl und unbeständig. Witterungs- aussichten für Dienstag: Noch kein beständiges Wetter, aber zunehmende Besserung.

40 Iahre Seelsorger. Der derzeitige Kreispfarrer des Kirdienkreifes Schlüchtern, Herr Rudolf R 011 m a n n, konnte am 22. Mai d. Js. die 40. Iahreswiederkehr des Tages seiner ©röination und seines Eintrittes in das pre- digtamt begehen, wenn der Jubilar in feiner persönlichen Schlichtheit sich auch nicht gerne vor die ©Öffentlichkeit I gestellt sieht, so wird uns sein Ehrentag doch eines be- scheidenen Gedenkens würdig. Der Iubilar ist 1869 in Füsda als Sohn des Superintendenten Rollmairn gebo­ren, studierte in Marburg und Erlangen Theologie, legte in Marburg sein Examen ab und stand, nachdem er am 22. Mai 1892 ordiniert war, von diesem Tage an bis 31. März 1895 im kirchlichen Hilfsdienst . Dom 1. Mai 1895 bis November 1905 stand er als Pfarrer in Frank- furt-perkersheim, woselbst er so beliebt war, daß ihn seine einstmaligen Pfarrkinder heute noch besuchen. Vom 16. November 1905 an in Schlächtern wirkend, wurde er 1925 als Nachfolger des Herrn Superintendenten Drth zum Kreispfarrer des Rirchenkreises Schlüchtern gewählt. In enger Bindung mit den Kirchengemeinden und den Pfarrern des Kreises hat sich der vortreffliche, ausglei­chende und Gegensätze überbrückende Tharakter des Iu- bilars allzeit bewährt: er ist ein Mann der Einfachheit, Geradheit und Schlichtheit, den harte Schicksalsschläge im Leben nicht verschonten. Die evangelischen Gemeindeglie­der von Schlüchtern und der ganzen Kirchengemeinde ach­ten und schätzen den Jubilar sehr, umsomehr als er nicht allein äußerlich Manches für seine Kirchengemeinde ge­tan hat erinnert sei an die Förderung der Innenein­richtung der Schüchterner Rirche, Glockenbeschaffung, der Lau der Rirche zu Niederzell etc., sondern weil er dem kirchlichen Leben des Kreises stets ein mitsorgender, ernster Berater war. wenn der Jubiläumstag auch in der Stille verlief, waren es dennoch nicht wenige, die an die­sem Ehrentag des Jubilars freundlich gedachten, viele Glückwünsche und Blumen, und darunter auch eine Zim- mertanne des Rirchenvorstandes, wanderten am Sonntag in das Pfarrhaus. Die Pfarrerschaft des Kreises ließ ihren Glückwunsch an den Senior durch Herrn Pfarrer Gtto-Marjoß überbringen und ein ©berammergauer Rru- zifir überreichen unter Worten des Dankes, der Anerken­nung und Wertschätzung. Möge dem verehrten Jubilar auch an dieser Stelle ein Glückwunsch dargebracht und im neuen Iahrzehnt seiner Amtstätigkeit ein weiteres ge­segnetes wirken beschieden sein!

Der neue S 0 in m e r f a h r p l a n, der am 22. Mai in Kraft trat, ist im zweiten Blatt der heutigen Zeitungs- auegabe abgedruckt.

1932 kein Maikäferjahr. Aus verschiedenen Gegenden wird berichtet, daß in diesem Jahr auffallend wenig Maikäfer festzustellen sind. Als Ursache nimmt man die für die letzte Entwicklungsstufe der Käfer ungünstige Witterung des Frühjahrs an. Bei Garten- und Feldarbeiten wurden viele Maikäfer gefunden, die auf ihrem Wege zur Erdoberfläche umgekommen sind. Sind diese Insekten auch recht schädlich für die jungen Blätter, hauptsächlich der Kirschen und Eichen, so ist doch ihr völliges Fehlen von Nachteil für die heimische Vogelwelt, der jetzt nod^ nicht allzu zahlreiche Jnsektenarten als Nahrung zur Verfügung stehen. Da ein Maikäfer von der Eiablage bis zur völligen Entwicklung über die Iwischenstadien Engerling und Puppe vier Jahre braucht, ist demnach auch 1936 mit einem mau käferarmen Jahr zu rechnen.