te # tec »er.
toni bis,! hch beul bei,, Bit
3k
Schlüchtemer Leitung
Krets-Kmtsttatt * My Reiner mnUicherKnKeLyerftr den Kreis Schtüchtem
Rr. 62
(L Blatt)
N i it weh ■eint ibti M nein
«m
-6 wt !ich ioif[ toi 4 nt|
i-
">» uni ut 6
um ) in bei
A
W
1»
8
W
G neu unb uni ?eti’ rlei (alt
unb sie teil dt! nil aus ntü
i.
idf ud reu ab, ei« ie«. lil' rn, HO’ $ ei« ge'
betet, Ö an* Ulf itli ei« des
Amtliche Bekanntmachungen.
LandratsaWk«
l 3,=Hr. 2154. Die Kirscheneinfuhr nach England und die Einfuhr frischen Obstes nach, Frankreich sind Don die» Ln Ländern einschränkenden Bestimmungen unterworfen ©orten. Sofern von einer Gemeinde des Kreises Kir= schenäusfuhr nach England bezw. Gbstausfuhr nach Frankreich beabsichtigt ist, hat die Gemeindebehörde die dafür in Frage Kommenden Bestimmungen umgehend hier an» infordern.
5chlüchtern, den 18. Mai 1932.
Der Landrat. 3. D_: Duwe.
Gemäß Ziffer II Abs. 1 der im Märzheft 1924 der Seit» Jurist für das ländliche Fortbildungsschulwesen veröffentlichten Grundsätze für die Unterstützung ländlicher Fortbildungsschulen aus Staatsmitteln ersuche ich die Herren Bürgermeister derMigen Gemeinden, in denen Fortbildungsschulen eingerichtet sind, m i r b i s s p ä t e ste n s z u m 15. n. Mts. die st n träge a u f Erlangung einer Staatsbe ihilfe für das Rechnungsjahr 1932 einzu reichen.
Aus den Anträgen müssen die Hamen der Lehrer, der Schulleiter, die voraussichtliche Schülerzahl, die Zahl der Unterrichtsstunden (Kurzstunden), die Aufwendungen für Lehrmittel usw. hervorgehen .
Die genaue und pünktliche Erledigung dieser Verfügung mache ich den Herren Bürgermeistern zur besonderen Pflicht. Verspätet eingehende Anträge können nicht berücksichtigt werden.
Zchlüchtern, den 18. Mai 1932.
Der Landrat. 3. D.: Duwe.
Kreisausschutz.
3.=Hr. 1454 K. A. Diejenigen Herren Bürgermeister der Landgemeinden des Kreises, welche noch mit der Erledigung meiner Verfügung vom 25. April d. 3s. — 3.=Hr. 1454 K. A. —betreffend Senkung der Gemeindebiersteuer ! im Rückstände sind, werden an deren alsbaldige Erledi- I gung hiermit erinnert. j
Lchlüchtern, den 18. Mai 1932.
Der Vorsitzende des Kreisausschusses. 3. v.: preiß.
3.=Hr. 2030 K. A. Die Herren Bürgermeister des Krei» [es mache ich auf das im Landgemeindeverlag in Ber» (in W 9, Potsdamer Straße 22, soeben erschienene Merkblatt über das Milchgesetz aufmerksam. Das Merkblatt enthält das Milchgesetz (Reichsgesetz), die dazu er» oangenen Reich-verordnungen und die preußischen Aus» i Drungsbestimmungen. Die Zusammenstellung ist derart erfolgt, daß die Verordnungs- und Ausführungsbeftimmum gen dem betreffenden Paragraphen des Milchgesetzes un» mittelbar angefügt sind. Das sonst umständliche, zeitraubende Suchen in den umfangreichen Bestimmungen wird hierdurch vermieden.
Den Herren Bürgermeistern des Krefes kann ich die Anschaffung des Merkblattes sehr empfehlen. Der Be» jugspreis beträgt 90 pfg.
5chlüchtern, den 21. Mai 1932.
Der Vorsitzende des Kreisausschusses. 3. V.: Preiß.
, ~ verschiedene Persönlichkeiten des amerikanischen poli- bischen und des wirtschaftlichen Lebens betonten in Anfpra» ^en, die sie während des Ivochenendcs bei verschiedenen Gelegenheiten hielten, die Notwendigkeit einer Verständigung in der internationalen Schuldenfrage und der Be= ^Üigung der vereinigten Staaten an einer endgültigen Lösung.
~ Der Reichsbund der Oberen Beamten hat an den Reichskanzler ein Telegramm gerichtet, in dem 311 den Gewichten über bevorstehende Reamtengehaltskürzungen er, märt wird, daß solche Absichten der Reichsregierung in un» vereinbarem Widerspruch mit ihren vor den Wahlen abgegebenen Erklärungen stehen würden und die Erregung unter der Beamtenschaft in einer Weise steigern, die ernste Befürchtungen rechtfertige.
— Der ursprünglich von der hessischen Regierung vorge- ikhene Termin für die Neuwahlen zum hessischen Landtag um 3. Juli ist nun doch vorverlegt worden .wie bekannt ^i ist der 19. Juni endgültig als Wahltag bestimmt morden.
. ■ Der Wahlkreisvorstand der Deutschen Volkspartei in W» trat am Samstag in Frankfurt zusammen, um zu uu kommenden Landtagswahlen Stellung zu nehmen. Er bekannte sich zu einer bürgerlichen Lammlungspolitik auf Weitester Grundlage und billigte die bereits in dieser Bin» W im Gange befindlichen und weiterzuführenden Der» Handlungen. ‘
Dienstag, den 24. Mai 1032
Lreignisvolle polnische Woche
Schwierige Verhältnisse im Preußenparlament.
In parlamentarischer Beziehung wird diese Woche recht bedeutungsvoll und ereignisreich sich gestalten. Das größte Interesse bringt man naturgemäß der Tagung des Preußischen Landtags entgegen, der am Dienstagnachmittag zu seiner ersten Sitzung Zusammentritt.
Es ist anzunehmen, daß mit diesem Tage auch die erste offizielle Fühlungnahme zwischen den Fraktionen in Gang kommen wird, da zunächst eine Einigung über die voraussichtlich am Mittwoch vorzunehmende Präsidentenwahl erfolgen muß.
Nach dem Rücktritt der Regierung Braun, der in dieser Woche gleichfalls erfolgen dürfte, werden die nächsten Tage, vielleicht auch Wochen, mit langwierigen Verhandlungen über die Person des neuen Ministerpräsidenten ausgefüllt sein, denen wegen der möglichen Rückwirkung auf die Zusammensetzung und die Politik der Reichsregierung ganz besondere Bedeutung zukommt.
Die Möglichkeiten einer Einigung beurteilt man aus Grund der in den Fraktionssitzungen zum Ausdruck gekommenen Haltung der Nationalsozialisten und des Zentrums außerordentlich skeptisch.
Zunächst wird die Vorfrage zu klären sein, wer im Preußischen Landtag Landtagspräsident werden soll. Hierüber entscheidet, falls keine absolute Mehrheit zustande kommt, die verhältnismäßige Mehrheit in der Stichwahl. Die Wahl eines nationalsozialistischen Landtagspräsidenten würde die Aussichten auf einen ^Ministerpräsidenten der stärksten Fraktion, nämlich der NSDAP. noch ungünstiger gestalten, als sie ohnehin schon sind, da dann das Drei- Männer-Kollegium, das über die Auflösung des Landtags zu entscheiden hätte, aus zwei Nationalsozialisten (Ministerpräsident und Landtagspräsident) bestehen würde und aus einem Mitglied des Zentrums (der Präsident des Staals- rates Adenauer).
Abgesehen davon ist der Fraktionsbeschluß des Zentrums dahin aufzufasten, daß eine Klärung der Verhältnisse h^reuhywugstm5uaytü^ine^nti»r<Khet^^ lung im Reich möglich wäre, und hierfür besteht zur Zeit keinerlei Aussicht. Man würde also damit zu rechnen haben, daß die dann zurückgetretene Preußenregierung Braun noch einige Monate als geschäftsführendes Kabinett im Amte bliebe, es sei denn, daß sie durch eine andere Zwischenlösung ähnlicher Art erseht würde.
Im Reichstag beginnt heute ein längerer Tagungsab- schnitt des Haushaltrausschußes, der eine ganze Reihe von Anträgen der Parteien erledigen will. Ob ihm auch schon der neue Reichshaushaltsplan für 1932 in dieser Woche überwiesen werden kann, steht noch dahin. Am Dienstag findet dann eine schon seit langem geplante Sitzung des Auswärtigen Ausschusses statt, vor dem Reichskanzler Dr. Brüning eingehend über alle schwebenden außenpolitischen Fragen berichten will.
Die Sitzung der Zenirumsfraktion in Preußen
Der stellvertretende Vorsitzende der Preußenfraktion des Zentrums erklärte in einem einleitenden Ueberblick über die gesamtpolitische Lage,
daß die Preußenpolitik des Zentrums maßgebend von der Reichspolitik beeinflußt sei. Das wolle aber keineswegs besagen, daß das Preußenzentrum nicht von sich aus seine Politik bestimmte. Was die Frage der Verhandlungen mit anderen Parteien anlange, so stehe das Zentrum nach wie vor aus dem Standpunkt, abwarlen zu müssen, bis man an es herantritt.
Zum Schluß der Fraktionssitzung wurden dann noch die Mitglieder für den Sozialpolitischen Ausschuß bestimmt, der später zusammentrat, um zur Lösung der Frage der Krissn- unterstützung Stellung zu nehmen.
Reichsregierung und Reichstagseinberufung.
Amtlich wird mitgeteilt: Verschiedene Zeitungen beschäftigen sich mit dem Antrag aus Einberufung des Reichstages auf den 24. Mai, wobei u. a. behauptet wird, daß die Reichsregierung entgegen einem neueren Urteil des Staatsgerichtshofes eine frühere Einberufung des Reichstags durch eine Minderheit für nicht zulässig halte. S)ierju muß festgestellt werden, daß die Entscheidung über die Einberufung des Reichstages der Zuständigkeit des Reich-- tagspräfibenten bzw. des Ältestenrats unterliegt. Die Reichs- regicrung hat in keiner Weise zu dem Urteil des Staatsgerichtshofes Stellung genommen.
Die peruanische Regierung zuriickgctcelen. Das peruanische Kabinett, an dessen Spitze Ministerpräsident Don Louis Flores stand, ist zurückgetreten. Das Kabinett war nur fünf Wochen im Amt.
— Die erste Diäte »Zahlung für die neuen Mitglieder des preußischen Landtags erfolgt am 24. Mai. Für eine 9» tägige Sitjungsbauer erhält jedes Mitglied 180 MK. 3ns» gesamt wird eine Summe von 76 140 Mk. aus bezahlt.
— Japan hat die in Lhina interessierten Staaten zum Schufte von Leben und Eigentum ihrer Staatsangehörigen 311 einer Rundtischkonferenz nach Tokio eingeladen. Der pmerikanischc Staatssekretär Stimson soll durch diese Ein- ladung in beträchtliche Verlegenheit versetzt morden sein.
— Do X ist Sonntag abend 19.48 Uhr in Vigo eingetroffen und glatt gelandet.
84. Iahrg.
Kampf um Lausanne
Vier Wochen vor internationalen Konferenzen beginnen die diplomatischen Vorgefechte. Es setzen dann jene regelmäßigen Botschafterbesuche in Den auswärtigen Aemtern, die angeblich ganz privaten Botschafterreisen in ihr Heimatland, es setzt ein lebhaftes telegraphisches Hin und Her ein, ein Wechsel von Botschasterberichten und Verhand- luugsinstruktionen. Die schwierigsten Etappen solcher diplomatischen Vorgefechte, die sich meist um Ort, Datum, Vorsitz der Konferenz drehen, sind diesmal überwunden. Daß man in Lausanne zusammenkommen will, stand schon Anfang dieses Jahres fest, und auch der Termin der Konferenz konnte bei dem Genfer Aufenthalt des Kanzlers festgelegt werden. Die erste Etappe der diplomatischen Vorgefechte hat, obgleich jene sonst so beliebten Streitpunkte überwunden sind, diesmal aber einen besonders eigenartigen Charakter bekommen. Die französischen Politiker oder mindestens ein großer Teil von ihnen versuchen plötzlich wieder alles umzustoßen, was an Konferenzprogramm und Konferenzaufbau vereinbart war.
In der französischen Presse lieft man täglich Betrachtungen darüber, ob dekin überhaupt die Lausanner Konferenz Zweck habe, ob sie nicht mindestens verschoben werden, ob ihr Zusammentritt nicht abhängig gemacht werden sollte von Zusicherungen Deutschlands, von einem Wechsel der deutschen Außenpolitik. Der französischen Taktik ist es gelungen, die schon für den Februar geplante Lausanner Konferenz um vier Monate zu verschieben. Jetzt möchte man offenbar die gleiche Taktik wie zu Anfang des Jahres anwenden, um eine neue Verzögerung der internationalen , Diskussion und der internationalen Klärung des Repara- tionsproblems zu erzielen. Was sind die französischen Gründe gegen Lausanne? Einmal heißt es, Reichskanzler Dr. Brüning habe durch seine letzten öffentlichen Erklärungen jedes Kompromiß in der Reparationsfrage unmöglich gemacht, weil er die völlige Streichung der Kriegsschulden- verpflichtungen als einziges Ziel der deutschen Reparations- politik bezeichnet habe. Aber diese Stellungnahme des Kanzlers ist schon im Januar den Botschaftern der Gläubi- fasfcrng dann in Genf den Staatsmännern Frankreichs, Englands und Amerikas dargelegt und die französischen Regie- rungskreise waren also von der deutschen Stellungnahme unterrichtet, als sie der Vereinbarung zustimmten, die Re- parationskonferenz am 16. Juni in Lausanne beginnen zu lassen. Ein anderes Mal wird in der französischen Presse erklärt, daß Frankreich nach den eben durchgeführten Kammerwahlen bis Mitte Juni unmöglich eine neue, den Mehr- Heilsoerhältnissen in der Kammer entsprechende Regierung haben oder daß diese Regierung doch nicht so schnell regierungsfähig sein würde. Aber auch der Termin der französischen Neuwaylen und des Zusammentritts der neugewählten Kammer stand seit Wochen und Monaten fest und ein überraschendes neues Moment hat sich hier nicht eingestellt. Ein dritter französischer Einwand schließlich geht dahin, man möge erst einmal die innerpolitische Entwicklung in Deutschland abwarten, man möge zusehen, wie sich die Machtverhältnisse nach den Ergebnissen der letzten Wahlen, wie sich insbesondere die politischen Verhältnisse in Preußen gestalten. Der Zusammenhang dieser Frage mit dem Reparationsproblem ist nicht ganz klar. Die Erklärungen Brünings im Reichstag, die Antwort, die sie auch von । der Opposition gefunden haben, haben klar erkennen lassen, daß jede wie immer geartete deutsche Regierung von den Zielen, die Dr. Brüning verkündet hat, nicht abweichen würde. Die Reparationspolitik steht also ganz unbeeinflußt von der innerdeutschen Entwicklung als ein getrenntes Problem zur Diskussion.
Die verschiedenen französischen Einwände gegen Lausanne treffen ja auch nicht das, was Frankreich eigentlich will. Es handelt sich für die französische Politik zunächst offenbar darum, durch täglich neue Aeußerungen die Welt- öffentlichkeit mit dem Gedanken an eine mögliche Verschiebung der Lausanner Konferenz vertraut zu machen. Wenn das gelungen ist, will man wohl erst zu divlomatiichen Vor- stützen in dieser Richtung übergeben. Der Grund liegt offen» bar darin, daß man in Frankreich glaubt, die Zeit würde für die französische These arbeiten, daß des Rechkstitel auf deutsche Reparationen nicht aufgegeben werden soll, daß man in einiger Zeit eine günstigere MächtekonsteUalion für diese französische These haben würde. Frankreich möchte anscheinend die Auseinandersetzung über die Reparationen mit dem Kampf um die Abrüstung verbinden, der erst im ' Spätsommer oder im Herbst auf seinen Höhepunkt kommen wird Dabei stützt man sich in Frankreich wohl darauf, daß ! die nächste Schuldenrale der europäischen Gläubigermächte i an Amerika erst im Dezember fällig wird und glaubt also, unabhängig von Amerika für den Rest des Jahres wieder eiu Provisorium einführen zu können. Die Unmöglichkeit solcher französischen Pläne zeigt sich, wenn man überlegt, was der Zweck der Reparaiionskonferenz fein soll. Sie soll der ständigen Beunruh'-^iim ein Ende machen, die einer der tieferen Gründe für die Weltwirtschaftskrise ist Sie soll endlich Klarheit darüber schaffe», daß mit dem ernstem voliti cher Zahlungen ohne Gegenleistung Schluß gemacht wird, uns daß man auch in den Beziehungen der Staaten untereinander wieder wirtschaftliche statt machtpallllscher Grundsätze zur Anwendung bringen will. Eine Verschiebung der Lausanner Konferenz würde also oortdauer der wirtschaftlichen Beunruhigung, die Fortdauer der Krisen- Momente bedeuten, und es ist kaum noch fraglich, dg&