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M. 60 (I. Blatt) Donnerstag, den 19. Mai 1932 84. Jahr«.
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Amtliche Bekanntmachungen.
Kreis au issUttA Kullenversteigerung.
Z.-Ur. 1926 R. 6. Die nächsten Vullenversteigerungen [ts Verbandes Rurhessischer Sleckviehzüchter finden am Wwoch, den 25. Mai in Sulda, am Donnerstag, den 26. Mai in Treysa und Sreitag, den 27. Mai in Hers- seid jeweilig ab 11. Uhr vormittags statt.
Schlächtern, den 13. Mai 1932.
Der Vorsitzende des Rreisausschusses. I. v.: preiß.
Etadt SAlüchteru.
Bekanntmachung.
Die städtische Schwimmbadeanstalt wird am D o n n e r s- tag, den 1 9. Mai 1932, vormittags 8 Uhr eröffnet.
Die Badezeiten im städtischen Schwimmbad werden bis auf weiteres wie folgt festgesetzt:
Offiziersrevolte in Japan
Attentate in Tokio. — Ultimatum der Armee.
Hit inn
Familienbad
getrennt für
männl. Personen
weibl. Personen
Montag
8—10 Uhr
17-20 Uhr
12-17 Uhr
10-12 Uhr
Dienstag
8—10 Uhr 14—20 Uhr
—
10 -14 Uhr
Mittwoch
8—10 Uhr
14-20 Uhr
10—12 Uhr
12—14 Uhr
Donnerstag
8-10 Uhr
17—20 Uhr
10-12 Uhr
12-17 Uhr
Freitag
8—10 Uhr 14—20 Uhr
10-14 Uhr
—
Samstag
8—10 Uhr
14—20 Uhr
12—14 Uhr
10—12 Uhr
Sonntag
8—20 Uhr
—
—
Aenderungen jederzeit vorbehalten.
Schlächtern, den 17. Mai 1932.
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die
Der Magistrat. Senner.
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BekanntmaUung
5ür die Benutzung der Einrichtungen der städtischen ^chwimmbadeanstalt werden für die Badejahreszeit 1932 olgenbe Entgelte festgesetzt:
I. Eintritt.
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1. Linzelkarte
a) für Erwachsene
b) für Jugendliche unter
2. Jahreskarten
a) für Erwachsene
b) für Jugendliche unter unter
18
18
14
Jahren
Jahren Jahren
0.20
0.15
5.00
3.00
1.50
Httl.
Rm.
RM.
RM.
RM.
I^nKIeidezellen und Rleiderausbewahrung: 1. Einzelkarte
a) Einzelzelle (Benutzungsdauer 2 Stunden)
je Person 0.20 RM.
b) Wechselzelle je Person 0.10 RM.
c) Rleiderausbewahrung bei Benutzung der Gemeinschastszellen je Person
2. Jahreskarte
a) Einzelzelle wie oben
b) Wechselzelle wie oben
c) Rleiderausbewahrung wie oben
1. Vutzendkarten für Schwimmbad
2. vutzendkarten für Umkleidezellen Sdjlüdjtern, den 17. Mai 1932.
Der Magistrat:
0.05
3.00
1.50
1.00
2.00
2.00
um.
RM. RM. RM. RM. RM.
Senner.
Stadt Steinau.
Bekanntmachung.
Am Donnerstag, den 19. Mai 1932, vormittags 8 Uhr f11 auf dem Rathaufe — Zimmer der Ranzlei — der ^chvfpserch öffentlich meistbietend verpachtet werden. 3n= Elementen wollen sich zu diesem Termine einfinden.
Steinau, den 17. Mai 1932.
Der Magistrat. Dr. Kraft.
Wie von gutunterrichteter Seite verlautet, sollen die ^wählen in Hessen bereits an einem der beiden letzten Sonntage im Monat Juni stattfinden.
. ^ Die belgische Regierung hat Dienstag nachmittag 111 einem 'Kabinettsrat ihren Rücktritt beschlossen.
London, 18. Mai.
Nach langem Zögern hat die japanische Regierung doch erkennen müssen, daß die internationale Lage Japans Einlenken in den Konflikt mit China notwendig mache. Aber schon die ersten Schritte aus diesem Wege haben in Japan zu Ereignissen geführt, die mit erschreckender Deutlichkeit zeigten, daß die Regierung sich von der Militärpartei bereits zu weit hatte treiben lassen, als daß sie nun so einfach den Weg zur Umkehr beschreiten könnte. Die Einleitung des Rückzugs der japanischen Truppen aus Schanghai war das Signal für einen Putsch der nationalistischen Offiziersvereinigung, der am Sonntag in Tokio losgebrochen ist, und dem der Leiter der japanischen Politik, der 77jährige Ministerpräsident Jnukai zum Opfer gefallen ist. Gleichzeitig versuchte Anschläge auf eine Reihe weiterer Kabinettsmitglieder und hervorragende Politiker der Regierungspartei sind erfreulicherweise mißlungen.
Unmittelbar nach der, japanischer Tradition gemäß erfolgten Ueberreichung eines Demissionsangebots des Kabinetts an den Kaiser haben sich die Täter den Behörden gestellt, aber die Tatsache, daß der Kaiser nach einer Aussprache mit den Aeltesten, seinen engsten Beratern, aus den Rücktritt des Kabinetts verzichtet hat, hat dazu geführt, daß die Armee in aller Form ein Ulimalum bekanntgibt, in dem sie die Bildung einer neuen, nach ihrer Auffassung die nationalen Interessen Japans tatkräftiger vertretenden Regierung verlangt.
Die überstürzte Entwicklung der Ereignisse in Tokio zeigt, daß Japan in einer Krise steht, von deren'Lösung nicht nur die Geschicke des Jnselreichs, sondern die Gestaltung der politischen, vor allem der machtpolitischen Verhältnisse im Fernen Osten und damit der Weltpolitik entscheidend beeinflußt werden wird. Man kann der Regierung Jnukai wahrlich nicht den Vorwurf machen, daß sie nicht dem Drängen der nationalistischen Elemente in weitestem Maße nachgegeben habe, viel eher liegt ihre Tragik darin, daß sie sich in das müstärische Abenteuer in der Mandschurei und in Schanghai immer tiefer hineintreiben ließ, trotzdem sie sich von Woche zu Woche deutlicher darüber klar werden mußte, in einen wie scharfen Gegensatz zu den übrigen Großmächten Japan durch diese Rücksichtslosigkeit gegenüber Verträgen und international verbrieften Rechtemgeraten mußte.
Der erbitterte Widerstand Chinas nötigte zu verstärktem militärischen Einsatz, die Kämpfe haben Japan sehr beträchtliche Opfer an Menschen und an Material und sehr erhebliche Kosten verursacht, und als schließlich nun die Grenze erreicht war, an der der bisher passive Widerstand der im Fernen Osten besonders interessierten Westmächle aktiv zu werden drohte, als man es nicht mehr nur mit den platonischen Protesten des Völkerbundes sondern mit sehr gewichtigen Warnungen aus maßgebenden Hauptstädten zu tun bekam, und aus der Erkenntnis der diplomatischen Lage gezwungen war, den Kurs zu ändern, da schrie die Militärpartei Verrat.
Die geheimen Ofsiziersbünde, auf die gestützt die Generale ihre immer wachsenden Forderungen so lange durchgesetzt hatten, glauben offenbar sich auf die hochgetriebene patriotische und imperialistische Leidenschaft im Lande verlassen zu können, und sie haben als Signal für ihren Vorstoß die Attentate ausgeführt, die die Welt erschreckt haben und die in ihrer überlegten Vorbereitung und in ihrer grausamen Durchführung zeigen, daß es aufs Ganze geht. Gerade für ein Land so traditioneller Ordnung wie Japan ist dieser Aufruhr, der in seiner letzten Auswirkung eine ausgesprochene Stellungnahme gegen die geheiligte Person des Herrschers ist, etwas Unerhörtes, und daß er gewagt werden konnte, zeigt, wie stark sich seine Urheber fühlen müssen.
Es zeigt aber auch, daß Japan mitten in einer Entwicklung steht, die nicht nur feiner Außenpolitik .sondern auch seinen inneren Verhältnissen ein vollkommen neues Gesicht geben kann, und für die übrige Well sind diese Ereignisse ein warnendes Signal, die Aufmerksamkeit auf den Fernen Osten zu konzentrieren und die eigenen Kräfte zu sammeln.
Ultimatum an die Regierung
Der Chef des japanischen Generalstabes, Prinz Kam», hatte mit dem japanischen Kaiser eine längere Unterredung über die Umbildung der Regierung.
Wie weiter gemeldet wird, verlangen japanische Militärkreise, daß die neue Regierung überparteilich sein und eine festere Politik zum Schutze der japanischen Interessen treiben müsse. Die Tolerierungspolitik des Kabinetts Jnukai könne in Zukunft nicht mehr gedulde, werden.
Vorläufig ist die Stellungnahme der japanischen Militärs zur Umbildung der japanischen Regierung noch nicht klar da die Denkschrift, die von diesen Kreisen dem Kaiser und'dem Geheimen Rat übermittelt wurde, bis jetzt noch nicht veröffentlicht worden ist.
Der Nachfolger Znukais.
Der japanische Justizminister Suzuki hat die Präsidentschaft der Seiyukai-Partei angenommen. Es wird mit ftiner Ernennung zum Ministerpräsidenten gerechnet. — Die acht- tehn verhafteten Attentäter werden vor ein Kriegsgericht gestellt und zu den schwersten Strafen verurteilt werden.
Wie amtlich mitgeteilt wird, handelt es sich um ver. antwortungslose Mitglieder der Armee oder Marine. die keine große Anhängerschaft haben.
Staatsbegräbnis für Jnukai.
Das japanische Kabinett hat beschlossen, ein Staatsbegräbnis für den verstorbenen Ministerpräsidenten Jnukai zu gewähren. Der Kaiser hat eine Woche Hoftrauer ungeordnet.
Das japanische Kriegsministerium erklärt, daß die in letzter Zeit in der ausländischen Presse verbreitete Nachricht, in Japan sei der Kriegszustand erklärt worden, nicht den Tatsachen entspreche. Die Armee bleibe unpolitisch und werde sich nicht in das politische Leben einmischen.
Aufregung in Moskau.
In russischen politischen Kreisen herrscht große Aufregung über die innerpolitischen Ereignisse in Japan. Es wird erklärt, daß mit einer grundlegenden Aenderung der politischen Lage im Fernen Osten zu rechnen sei, wenn die Militärpartei die Macht in Japan übernehmen würde. Man müsse sogar damit rechnen, daß Japan versuchen werde, seine / Niederlage in Schanghai und in der Mandschurei durch einen neuen Kriegsfall wettzumachen. Die japanische Militärpartei sei unbedingt russenfeindlich gesinnt; eine weitere Zuspitzung der politischen Verhältnisse sei zu erwarten.
Aufstand gegen die Regierung Puyi.
Nach einer Meldung aus Mukden ist in Tschajan, östlich von Mukden, ein Aufstand, der sich gegen die Regierung richtet, ausgebrochen. Die Aufständischen haben die Stadt besetzt und die japanischen Polizeitruppen entwaffnet. Einige Vertreter der Regierung Puyi wurden gehängt. Das japanische Oberkommando hat Truppen entsandt, um die Ordnung wiederherzustellen.
Gerechtigkeit für Deutschland
völlige Rüstungsgleichheit verlangt.
London, 18. Mai.
an die Presse gerichteten offenen Brief begründet der englische Oppositionsführer Lansbury seine Forderung nach völliger Rüstungsgleichheit Deutschlands mit , den anderen Staaten. Damit wolle er nicht sagen, daß , Deutschland „von neuem das Rennen nach der Vorherrschaft , in den Rüstungen" aufnehmen solle. Die englische Oppo- | sition fordere, daß Amerika, England, Frankreich. Italien und Japan sofort ihre bei der Unterzeichnung der Friedens- j vertrüge ausdrücklich gegebenen Verpflichtungen erfüllten, auf den Stand Deutschlands abzurüsten. Ebensowenig könne man die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands durch Einkreisung oder brutale Gewalt verhindern.
Lansbury schließt mit der Hoffnung, daß sich in Lausanne ein Staatsmann finden werde, der seine Kollegen dazu auffordert, „mit dem Wahnsinn aufzuhören" und den Tatsachen ins Gesicht zu sehen.
Der Osten bleibt deutsch
Tausende von Teilnehmern der Elbinger Pfingst-- tagung des VDA. veranstalteten im großen Remter der Marienburg eine Kundgebung, in der übereinstimmend betont wurde, es gelte Ostpreußen deutsch zu erhalten bis zu dem Tage, da es wieder mit dem Reich vereinigt t würde. Anschließend sprachen die früheren Abstimmungs- kommissare Freiherr von Gayl und Graf von Baudissin.
Der Vorsitzende des VDA.z Reichsminister a. D. Gehler, führte aus, eine der wichtigsten Aufgaben des VDA. sei, klarzumachen, daß das deutsche Schicksal sich im Osten erfülle. „Dieses Land bleibt deutsch", so schloß Dr. Seßler. Das Deutschlandlied, mit erhobenen Schwur- Händen gesungen, beschloß die Kundgebung. Anschließend fand eine Kranzniederlegung am Abstimmungsdenkmal statt. _______________
— In Washingtoner Parlamentskreisen hält man eine Wiederwahl Hoooers für gesichert. Man glaubt, daß die Mehrzahl der demokratischen Sichrer sich mit der Wiederwahl Hoovers abgefunben hat und entschlossen ist, an den Bemühungen Hoovers zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise tieilzunehmen.
— Am ersten Pfingstfeiertag kenterten in der Nähe der Koblenzer Schiffsbrücke zehn Paddelboote mit 22 Insassen. In pinem Fall ist her 25jährige Klavierbauer Th. Drießen ertrunken.
— Der Präsident der Handelskammer Saarbrücken, Dr. h. C. Ludwig von Loch, der Generaldirektor der Firma Diderot) und Boch, ist am Dienstag in Mettlach an einem Herzschlag verschieden.
— Das Erdbeben in Nordostcelebes ist das schwerste^ gewesen, das sich seit 20 Jahren dort ereignet hat. Die Zahl der Todesopfer ist auf 20 gestiegen.
— Nach einer Marseiller Meldung bestand die Mannschaft des in Brand geratenen Dampfers „Georges Philippar" aus 347 Personen.
— Im Laufe des Dienstag wurden bei den neuerlichen blutigen Zusammenstößen in Bombay abermals 24 Personen getötet und 200 verletzt.