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Periode ein, welche das Wachstum der Rüben stark förderte, und seither hat man nichts mehr von einer weiteren beachtenswerten Schädigung der Rüben gehört. ES ist also die Gunst oder Ungunst der Lebensbedingungen, welche das Ge­deihen oder Zurückgehen der Schädlinge bewirkt.

Zur Zeit wird über eine erhebliche Zunahme der Maulwurfsgrille oder Werre geklagt. Viele Landwirte kennen diesen verhältnismäßig großen, bis 5 cm langen Schädling überhaupt nicht, denn er kommt nur auf lockeren Böden vor, d. h. über­all dort, wo er seine Gänge und Höhlen in die Erde graben kann. Aber auch da, wo man ihn kennt, tritt er selten so stark hervor, daß er die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Entwickelt er sich unangefochten, so kann er und seine zahlreiche Brut recht umfangreichen Schaden anrichten. Ohne daß die Pflanzen der Werre zur Nahrung dienen, beißt sie doch bei der Anlage ihrer unterirdischen Gänge und Nester deren Wurzeln durch und er­zeugt so durch abgetrocknete Pflanzenreste gekenn­zeichnete Kahlstellen.

Die Mast der jungen Gänse

Bon Diplomlandwirt Dr. Hubmann

Sunggänfemaft ist bisher nur in geringem Umfang betrieben worden. Durch umfassende und äußerst erfolgreiche Versuche aber hat sich hcrausgcstellt, daß gerade die Mast der jungen Gänse den besten Nutzen bringt. Sie werden hierbei bereits als Gössel in einem Alter von vierzehn Tagen zur Mast aufgestellt und liefern nach achtwöchiger Mästung eine Schlacht­ware von vorzüglicher Qualität. Geheimrat Lehmann-Göttingen mästete bei seinen Ver­suchen kleine Gänse bereits im zeitigen Früh­jahr, anfangs April. Diese wurden in einem geheizten Raum gehalten, wo ihnen nur noch eine überdeckte Kiste als Unterschlupf diente. Die Tiere konnten sich in ihrem Stall frei bewegen. In der Fütterung waren die jungen Gänse viel weniger empfindlich als etwa Schweine. Sie konnten vor allem große Mengen Grünsutter vertragen, ja, verlangten geradezu danach. Da- neben erwiesen sich auch größere Beigaben von Kleie als vorteilhaft. Sehr wichtig ist, daß für die jungen wachsenden Tiere die nötigen Eiweißgaben nicht fehlen. 3ur Ver­hinderung der Rachitis muh für die kleinen Tiere, die sich nicht im Freien die hierfür nötigen Stoffe suchen können, eine Beigabe von Lebertran und eine Salzmischung hinzu­kommen. So wurde für die Funggänsemast folgende Futtermischung hergestellt; die vom Anfang bis zum Schluß gereicht werden konnte: 2Oo/o Maisschrot, 20% Gerstenschrot, 36% Kleie, 7,5% Fischmehl, 6,25% Trockenhefe, 6,25<>/o Fleischfuttermehl, 20/0 Lebertran, 20/0

Welche Metalle eignen sich zur Aufbewahrung von Butter, Rahm usw.

Ein großer Teil der häufigsten Fehler der Milch und ihrer Produkte rührt von einer unsach­gemäßen Aufbewahrung in metallischen Gefäßen her. Fast alle Metalle besitzen die Eigenschaft, durch Einwirkung von Säuren oder Alkalien sich mehr oder weniger stark aufzulösen. Man nennt dies die Korrosion der Metalle und führt sie auf elektrochemische Ursachen zurück. Diese Auslösung kleinster Metallteile in der Milch bewirkt eine äußerst starke Geruchs- und Ge­schmacksverschlechterung der Milch und aller ihrer Produkte. Da Milch, Rahm und Butter- mild) keine neutralen, sondern mehr oder weniger stark saure Flüssigkeiten sind, werden auch von ihnen viele Metalle angegriffen, das heißt gelöst. Man beachte deswegen folgendes:

Zur Ausbewahrung von Milch, Rahm, Butter- milch, Butter, Quark usw. sind rein eiserne Gesäße, in denen die Milch oder ihre Produkte mit dem Eisen in Berührung kommen, völlig ungeeignet. Sie verursachen je nach der Dauer der Ein­wirkung eine außerordentlich starke Geschmacks­verschlechterung, bei Käse außerdem vielfach noch eine grau-schwarze Verfärbung. Viel stärker noch als reines Eisen selbst wirlt der Rost. Eben­

Die Maulwur grille (Gryllotalpa vulgaris)

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Salzmischung. Diese Mischung erwies sich als sehr günstig und wurde gerne genommen. Als Grünsutter wurde gereicht: Braunkohl, junges Gras, junger Rotklee. Die Grün- futtermengen waren sehr groß. Es wurde den Tieren davon gegeben, so viel sie fressen wollten. Bei diesem Futter wachsen sie auch sehr rasch. Die Futterverwertung war eine derart günstige, wie sie noch bei keiner Mast­art erzielt worden ist. Die Futterverwertung drückt Lehmann mit der sogenannten Berwer- tungszahl aus, die angibt, wieviel Gesamt- nährstoffe notwendig sind, um 100 Teile Lebendgewichtszunahme zu erzielen. Je kleiner natürlich die Berwertungszahl ist, desto gün­stiger ist sie, desto besser wurde das Futter in Lebendgewicht umgesetzt. Der Futterverzehr, die Zunahmen, sowie die Futterverwertungs- zablen bei der Iunggänsemast werden in folgen­der Tabelle wiedergegeben:

1.

Mittleres Lebend­gewicht kg

Woche 0,334

Misch, futter

8

67,7

Grün- futter

8

22,4

Gewicht Zunahme je Woche

Ver. wer- tunaS- zahl 121

8

465

e 262

2.

0,689

127,8

35'3

913

448

133

3.

1,218

188 0

72 2

1523

610

148

4.

1,848

213 5

127',8

2173

650

164

6.

2,491

268,3

149,2

2813

645

203

6.

3,092

3311,5

111,1

3370

658

283

7.

3,639

358,7

149,2

3907

537

317

8.

4,066

33 4,1

111,1

4 224

317

495

9.

4,271

268,5

116,8

4322

103

1206

10.

4,480

386,5

63,0

4636

314

1564

falls wirken schädigend und stark geschmacks- verschlechternd Kupfer, Blei und Zink. Die in der Landwirtschaft sehr viel verwendeten Zink­eimer sind als Ausbewahrungsgesäße für Milch und Milchprodukte auf keinen Fall zu benutzen. Gewöhnliches Kupfer gibt der Milch ebenfalls einen starkmetallischen" Geschmack. Die Ver­wendung- blanken (Käsekessel) und hochpolierten Kupfers des Tödtschen Momenterhitzers hat sich jedoch in der Praxis sehr gut bewährt.

Unbeeinflußt bleibt die Milch Dom Zinn, daher die starke Anwendung von verzinnten Gesäßen aus Eisen, Kupfer und Zink. Sie sind jedoch ohne Schaden nur so lange brauchbar, als die Verzinnung vollkommen in Ordnung ist. Am haltbarsten und besten sind verzinnte Kupfergefäße. Die Haftfähigkeit von Zinn auf Eijen ist sehr viel geringer als auf Kupfer und ist dadurch die Gefahr des Röstens sehr schnell gegeben, wie man es häufig bei verzinnten Milch, können aus Eisenblech sehen kann.

Ein Einfluß des Aluminiums auf bie Milch ist praktisch so gut wie kaum vorhanden. Es werden deswegenin der Milchwirtschaft Alliminitlm- gesaße in steigendem Maße mit Vorteil verwandt

Man sieht die Maulwurfsgrille selten: sie lebt in den Gängen unter der Erde. Das Weibchen legt in die etwa 10 cm tiefen Nester von Mai bis Juli 200 bis 300 Eier. Die auskriechenden Larven überwintern im Boden. Die Maulwürfe, Hühner­vögel, Stare und der Wiedehopf sind die natür­lichen Feinde der Maulwurfsgrille; einer Massen- entwicklung des Schädlings sind sie nicht gewachsen. Das in der gärtnerischen Praxis übliche Ein­graben von mit Pferdemist gefüllten Fangtöpfen bringt nur wenig Erfolg. Die Pflanzenschutzstellen empfehlen daher, die Werre durch sogenannte Ködermittel zu vernichten. Als hochwirksam gilt das folgende. Zu dessen Herstellung verfährt man wie folgt: 10 kg billiger Bruchreis werden in 10 Liter Wasser quellen gelassen, in dem man 300 g Zucker und 300 g Fluornatrium auflöste. Das fertige Ködermittel wird auf den befallenen Stellen, sowie den Feldstücken bei trockenem Wetter aus­gestreut; es reicht für zwei bis drei Morgen (5000 bis 7500 qm). Die Wirkung dieses Köder- i mittels soll in sehr kurzer Zeit eintreten.

Die Gänse wurden bei dem Versuch im Alter von zwei Wochen mit einem Gewicht von 202,6 Gramm zur Mast aufgestellt und wogen nach achtwöchiger Mast 4223,9 Gramm. Die Verwertungszahl betrug im Durchschnitt der acht Wochen nur 225. Dagegen ist sie bei der SchweinesckMllmast im Durchschnitt 269. Die Gänse waren demnach viel futterdankbarer wie Schweine und haben noch dazu viel größere Mengen von Kleie und Grünsutter ausgenommen, die in der Schweincschnellmast ungeeignet sind. Länger wie acht Wochen dürfen die Gänse allerdings nicht gemästet werden. Wie nämlich aus der Tabelle bei der 9. und 10. Mast- woche zu ersehen ist, wird hier die Mast schon sehr ungünstig. Die Bcrwertungszahlcn stiegen sehr hoch an, im Mittel auf 722, es wurde dennoch zuviel Futter verzehrt.

Aus den Versuchen ergibt sich ganz deutlich,, daß es nicht nur möglich, sondern äußerst vor­teilhaft ist, die jungen Gänse schon mit zwei Wochen zur Mast aufzustellen und sie nur acht Wochen lang zu mästen. Es sind dann auch die Federn der Funggänse bereits reif.

Man kann wohl heute schon sagen, daß bei den überaus günstigen Versuchen der 3ung= gänsemast eine große Zukunft gehört. Immer bleibt aber dabei zu beachten, daß eine Rente bei der Funggänsemast nur da erzielt wird, wo das zu verwendende Futter billig ist und das Mastgefchäft in großem Umfangebetricbcn. werden kann.

Beim Reinigen dieser Gefäße ist zu beachten, daß Aluminium von Soda angegriffen wird. Soll mit Soda gereinigt werden, so muß sie einen Zusatz von 0,05 % Wasserglas erhalten.

Das idealste Metall für die gesamte Milch­wirtschaft ist das Chromnickelmetall, der sogenannte Vz^-Stahl von Krupp. Seine vollkommene Rostjicherheit und chemische Widerstandsfähigkeit ist unübertroffen. Milch und Milchprodukte werden von den Chromnickelstahlen überhaupt nicht angegriffen und erleiden auch keine Geschmacks- und Geruchsbeeinflussung. Ihr einziger Nachteil ist heute noch der sehr hohe Preis, doch werden, sie in der Milchwirtschaft bereits zu Tanks, Milch- sannen und Bassins schon viel verwendet. Für Ausbewahrung und Transport von Trinkmilch, Magermilch oder Buttermilch haben in neuer Zeit im Großbetriebe die glasemaillierten Stahl­gefäße (Pfaudlerstahl) außerordentlichen Anklang gefunden. Eine Korrosion dieser Glasemaille kommt nicht in Frage. Die Milch bleibt vielmehr völlig frei von jeglicher Geruch- und Geschmack- beeinslussung durch das Metall.

Im landwirtschaftlichen Betriebe, im Haus­halt, werben jedoch vorläufig auch weiterhin,

für die Aufbewahrung von Milch usw. haupt­sächlich verzinnte Gefäße in Frage kommen. Dies kann auch ohne Schaden geschehen, wenn auf eine gute Verzinnung die nötige Obacht gegeben wird. Schadhafte Gefäße müssen neu verzinnt werden. Eine Verbesserung im Interesse

Einerlei Neues aus Feld und Garten, Stall und Hof, Haus und Keller, Küche und Blumenzimmer

Arbeitskalender für den Gartenfreund.

Der Mai ist für den Gartenfreund ein arbeitsreicher Monat. Schon heißt es, im Ge­müsegarten hacken, jäten, gießen. Dabei ist noch zu säen und zu pflanzen. Der späte Weiß-, Rot- und Wirsingkohl wird aus. gepflanzt, Grün- und Rosenkohl werden aus- gesät. Die Bohnen legen wir so, daß sie nach dendrei gestrengen Herrn" aufgeljen. Auch bei der Gurkensaat und besonders bei der Pflanzung von Gurken und Tomaten sind die Spätfröste zu berücksichtigen. Weiterhin ist an die Gewürzkräuter zu denken, Bohnenkraut und Dill wollen gesät fein, Sellerie und Majoran werden gepflanzt. Mit Salat und Radieschen wird wiederum ein Beet besät, damit sie laufend geerntet werden können. Im Obstgarten gilt es, nengepflanzte Bäume zu wässern; Wurzelschößlinge bei älteren Bäumen sind zu entfernen. Wichtig ist dann die Bekämpfung von Pilzkrankheiten, wie| Fusikladium und Monilia, und von fressenden Insekten, wie Ringelspinner- und Schwamm- fvinnerraupen. Durch eine Spritzung mit No- sprasen kurz nach der Blüte bekämpft man gleichzeitig Pilze wie Raupeln. In den Zier­garten bringen wir im Mai nach und nach die überwinterten Topfpflanzen, wie Pelar­gonien und Fuchsien. Jedoch vergesse man auch dabei nicht, an die Eisheiligen zu denken. Ferner ist es Zeit, die Dahlienknollcn aus-, fliegen und Cauna auszupflanzen; auch Sommerblumenbeete werden noch besät. Dann muß der Rasen schon des öfteren abgemäht werben, wenn er kurz bleiben soll und nicht zum Heuen dient. Die Z i m in er g e w ä ch se wollen nun viel Lust und Licht haben und mehr gegossen werden, auch die Kakteen find, vornehmlich wenn sie Knospen haben, reichlicher zu wässern. Zu große Zimmerlinden sowie auch Myrten und Azaleen werden jetzt esn- gestutzt, damit sie wieder buschig werden. Schfd.

Die Schmucklilie ober blaue Tuberose. Von den vielen Kappslanzen, die zu uns 0C^ kommen sind, ist die Schmucklilie nid)t nur eine der ältesten, sondern auch der schönsten eine, und hat nun seit etwa zwei Jahrhunderten die Zuneigung des Blumenliebhabers. Sie ge? hört bei uns zu den Kiibclpflanzcn, wird aber leider zur Zeit ihrer höchsten Schönheit etwas zu umfangreich. Sonst ist sie sehr emp­fehlenswert, denn sie ist hart und kulturwillig. Die Blüte währt vom Juli bis September. Nach vollendeter Blüte geht sie im Wachstum zurück und zieht den größten Teil ihres Blatt­standes nach und nach ein. Mit dem Eintvftt des Frostes muß sie in froftfreie, wenn auch wenig belichtete Ueberwinterungsräume gebracht werben, und darf zur Vermeidung der Wurzel­säule nur ganz selten begossen werden. Mian vermehrt sie durch Teilung älterer Büsche im Herbst, aber man teile möglichst selten, weil naturgemäß die Blüte des folgenden Jahres darunter leibet. Die schwertförmigen Blätter haben Achnlichkeit mit denen des Riemen- blattes (Clivia), die hohen Blumcufchäftc laufen in großen Dolden aus, die sich aus zahlreichen ziemlich großen, zartblauen Blüten zusammcn- setzen. Die in großer Menge sich entwickelnden Blätter sind zwei bis fünf Zentimeter breit, ziemlich fleischig, glänzend dunkelgrün, und werden bis 80 Zentimeter lang. Die Blumen­stiele erreichen etwa 75 Zentimeter Höhe. Schon jüngere Pflanzen sind hübsch, aber erst im Alter und bei guter Pflege erreicht die Schmucklilie (Agapanthus umbellatus) ihre größte Schönheit. Wenn man sie im Sommer an sonniger Stelle ins freie Land pflanzt, so wird sie sich ganz besonders gut entwickeln. Kann man dies nicht, so genügt auch im

der Erzeugung einer guten Milch und einwand­freier Milchprodukte ist' unbedingt, und das auch ohne viele Kosten, durchzuführen. Zur Auf­bewahrung von Milch, Rahm und Butter (ins­besondere Standbutter) eignen sich jedoch vor­züglich auch gut glasierte Steintöpfe. G.-P.

Sommer der Kübel. Außer sonnigem Stand will die Schmucklilie auch reichliche Nahrung haben. Dunggüsse von Kuhdung usw. (wäh­rend der Vegetationszeit etwa alle acht Tage). Belegen des Kübels mit Kuhdung, täglich reichlich Wasser, bringen sie zu einer derartigen Entwicklung, daß oft sehr interessante Verände­rungen an den Blütenschäften vorkommen. Ha.

Vergiftungen bei Ziegen. Trotz der be­kannten Naschhaftigkeit der Ziegen kommen Vergiftungen bei ihnen verhältnismäßig selten vor. Zumeist werden diese durch Giftpflanzen hervorgerufen. Als solche für die Ziegen ge- jährlich zu erachten sind die Ranunkelarten!, Wolfsmilch, Küchenschelle, Herbstzeitlose und auch Seidelbast. Die Pflanzenvergistungen äußern sich durch Blähungen, Unruhe, Zittern und Krämpfe, oftmals, in (vorgeschrittenem Stadium, auch durch Lähmungen und Apathie. Besonders gefährlich wird den Ziegen zeitlose- haltiges Heu, weil hierin die giftigen Pflanzen- teile nicht leicht zurückgewiesen werden können. Die Herbstzeitlose enthält in allen Pflanf,-ew teilen, besonders aber in der Knolle und in den Samen, Kolchizin. Dieses Gift läßt sich weder durch Trocknen nod) Kochen zerstören. Die Krankheit äußert sich zumeist wenige Stun­den nach dem Genusse. Der Tod erfolgt nach ein- bis dreitägiger Krankheit. Bei wert­volleren Tieren ist es auf alle Sällle ratsam, sofort einen Tierarzt zuzuziehen. In leich-- teren Fällen kann man dem erkrankten Tiere starken schwarzen Kaffee, Eichenrinden- ober Salbeiabkochung eingeben. Durch leichtere Pflanzenvergistungen entsteht oft Darmkatarrh, welcher an dem breiigen Kot erkennbar ist Sier gebe man dem Tiere viel Schleim- oder leiesuppen, die mit etwas gepulverter Schlämmkreide bestreut werden. Daneben ist nur gutes Heu zu geben. Auch Eichenlaub wirkt stopfend. Während des Durchfalls er­halten die Tiere kein Trinkwaffcr. Rl.

Wundbehandlung beim Hund. Wie zahl­reiche Anfragen an unseren landwirtschaft­lichen Fragckasten zeigen, haben viele Hunde­halter mit der Behandlung von Wundflüchen bei ihrem Hund immer größere Schwierigkeiten, da der Hund meistens an die Wundfläche ge­langen und sie dauernd belecken kann, so daß der Heilungsprozeß dadurch sehr langwierig wird. Aus unserem Lcscrlireis wird hierzu empfohlen, z. B. eine Operationswunde, sofern sie trotz des Zusammcnnähens durch den Tier­arzt infolge des ewigen Beleckens des Hundes nicht heilt, mit Zucker zu bestreuen, da sich dadurch kein wildes Fleisch bildet. Dieses Be­streuen hat mehrmals am Tage zu erfolgen, außerdem sind bie Wundränder öfter vorsichtig zusammenzudrücken. Unser Leser, der diesen Rat gibt, hat auf diese Art eine 8 cm lange und 5 cm breite Schnittwunde in der Leisten^ gegend bei einer Teckelhündin in etwa drei Wochen geheilt, trotzdem der Hund dauernd die Wunde leckte. Jetzt, nach zwei Jahren, ist die 9iarbe nur noch mit Mühe zu finden. Unser tierärztlicher Sachverständiger unterstreicht die Behandlungsmethode mit Zucker durchaus, weist aber darauf hin, daß die Heilung großer Wundflüchen durch Bestreuen mit Zucker nur bei Operationswunden im gesunden Gewebe möglich ist, die durch das Messer scharfe Schnittränder haben, dagegen wird ein Heilungsversuch mit Zucker bei einer Wunde in krankem Gewebe, die schon mit allen mög­lichen Mitteln vergeblich behandelt wurde, glatt versagen. Hier kommt unbedingt das fach­männische Zusammennähen der Wunde durch den Tierarzt nebst nachfolgendem kräftigen Verband, der auf jede Weise einem Olbreißen seitens des Hundes widersteht, in Frage. Wir I

weisen auf ausdrücklichen Wunsch aus unserm Leserkreise auf diese beiden Arten der Wund^ behandlung noch einmal hin und hoffen, daß mit vorstehenden Ausführungen vielen Hunde­haltern sehr wohl gedient ist. R.

Das Barnevelder Huhn stammt aus Ost- asien, wurde von den Holländern weitere gezüchtet und kam vor einigen Jahren nach Deutschland herüber. Damals stand man dieser Neuzüchtung etwas mißtrauisch gegenüber. Das ungleiche Aussehen war die Hauptursache dazu. Heute sieht nun die Sache ganz anders aus. Der Bund Deutscher Geflügelzüchter hat auch für diese Rasse eine einheitliche Muster- beschreibung aufgestellt, wonach jeder deutsche und ausländische Züchter seine Tiere züchtet. Das Huhn wirkt jetzt sehr schön, jede Feder ist doppelt gesäumt, nur der Hals und Schwanz müssen rein schwarz sein. Beim Hahn wird roter Anflug im Halsgefieder verlangt, weil dieses mit der Zeichnung der Hennen zu- fammenhängt. Das Barnevelder Huhn ist in erster Linie ein Wirtschaftshuhn, und Zweck dieser Zeilen ist, alle Hühnerhaller auf seltne Wirtschaftlichkeit aufmerksam zu machen. Auf der Landwirtschaftlichen Wanderausstellung in Hannover wurde dieses Huhn mit der höchsten Auszeichnung prämiiert. Man hat feststeilen können, daß das Barnevelder Huhn die arideren Rassen in der Legetätigkeit übertrifft. Man muß fid) allerdings bei Besorgung des Zucht­materials auf solche Zuchten beschränken, deren Tiere gut auf Eierleistung durchgezüchtet sind, da gerade wegen der anfänglichen Unaus- gealichcnheit des Materials auch die Eierleistung viel zu wünschen übrig läßt. Ein Vorzug ist, daß das Barnevelder Huhn gar nicht oder mit ganz verschwindend wenigen Ausnahmen gluckt. Zu diesem Zwecke halte' man sich bas CrölK- mißet Brut- und Fleischhuhn. Die Eier des Barnevelder Huhnes haben eine schöne dunkele braune Farbe und werden auch wegen der Größe gern gekauft. Es ist ein guter ^Futter- sucher, ein mittelschwcres, vorzügliches Suppen­huhn und nicht flüchtig. G. A. in F.

Epinatsupp«. Gericht für sechs Personen. Hierzu benötigt man 200 g Spinat, einen Eß­löffel Mehl, eineinhalb Liter Brühe, ein halbes Liter Milch, etwas Salz, Pfeffer und zwei Eigelb. Der Spinat wird sauber gewaschen und klcingefchnitten. Danach wird von 30 g Butter und dem Mehl eine Mehlschwitze gemacht, die Brühe hinzugesetzt und der Spinat dazugetan. Dann läßt man alles weich kochen. Die Milch wird heiß hinzugegeben und die Suppe mit Pfeffer und Salz abgeschmeckt. Die beiden Ei­gelb werden zunächst in der Suppenschüssel mit etwas Wasser gequirlt und dann wird die Suppe dazugerührt. Frau K. 91.4®.

Maitaschen. 500 g Kartoffeln werden heiß gerieben oder durch die Presse gedrückt, ge­salzen, mit einem ganzen Ei und einem Löffel saurer Sahne vermengt und so viel Mehl bazu^ gegeben, daß sich der Teig mit dem Nadelholz auf mchldcstrcutem Brett zu dünnen Fladen auswalken läßt. Jeder Fladen wird mit zer­lassener Butter oder saurer Sahne bestrichen. In die Mitte gibt man feinblätterig ge­schnittene Aepfel oder Pflaumen, die man mit Zucker und Zimt bestreut. Die eine Hälfte des Fladens klappt man über die Fülle, die andere Hälfte gibt man darüber, so daß die Füllung gut vom Teig eingeschossen ist. In einer Kasserolle läßt man reichlich Butter ober Schmalz heiß werden und legt die Maitaschen eng nebeneinander hinein. Man bäckt sie im Brutofen und bestreicht sie, wenn ihre Oberseite halb gar ist, mit Butter. Sie sind fertig, warn die Oberseite schön gelb, bie Unterseite knusperig braun ist. Mit Zucker bestreut, gibt ma* Me Maitaschen sehr heiß zu Tisch. M.Fn.

Schnittlauchsoß« zu Rindfleisch. Man drückt je nach Bedarf zwei bis vier hartgekochte ®i* botter durch ein feines Sieb, dann fügt man dicke saure Sahne, Zitronensaft, feines Oel, Salz, eine Prise Zucker, etwas Fleischbrühe, die Soße muß aber dicklich sein, hinzu, rührt dies einige Zeit, mischt dann mehrere Eßlöffel eingehackten Schnittlauch darunter und reicht die Soße zu kaltem Rindfleisch. Frau E. &