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Krantentassen-Derband Freie Arztwahl im Kreis Schlüchtern.

Nach der Notverordnung vom 8. Dez. 1931, Kapitel 1, Krankenversicherung, sind innerhalb der einzelnen Dber- versicherungsämter sogen. Verteilungsbezirke gebildet wor­den, die noch ihrer wirtschaftlichen Lage zusammengefaßt worden sind. Während die Nachbarkreis- Gelnhausen und Hanau einen Bezirk für sich bilden, sind die Kreise Schläch­tern, 5ulba, Hünfeld und Gersfeld zu einem weite­ren Verteilungsbezirk zusammengefaßt worden. Die Un= Verzeichnung der Verträge zwischen den Krankenkassen und Arztvereinigungen unseres Bezirks ist vor einigen (Lagen erfolgt. Die Gründung dieses Verbandes soll vor allem den Zweck haben, innerhalb dieses begrenzten Wirtschafts­gebietes alle Aufgaben wie Abschließung von Verträgen mit allen Vertragskontrahenten: Aerzten, Apothekern, Kran­kenhäusern, Landagisten usw. gemeinsam und besser durch- Ktführen als seither. Bei dieser Organisation gibt keine Kasse ihre Selbständigkeit in irgend einer Weise auf., Die seitherigen Organe, Kassenvorstand und Kassenausschuß, be­halten in vollem Umfange ihre Funktionen. Eine Fülle von Arbeit, ein Aufivanb an Kosten usw., die in den ver­flossenen Jahren vertan wurden, soll durch diese Neurege­lung dem Zwecke der Versicherung zugeführt werden. Der Inhalt dieses abgeschlossenen Vertrages entspricht den Bestimmungen des Wantelvertrages, der für die Provinz Hessen-Rassau seine Gültigkeit hat und läuft von Jahr zu Jahr weiter, wenn nicht eine Vertragspartei die Kündi­gung beantragt. Der Hauptparagraph dieses Vertrags, freie Aerztewahl, der durch die Notverordnung schon ab 1. Ja­nuar 1932 seine Gültigkeit hat, darf jetzt endgültig von allen versicherten der Grtskrankenkasse Schlüchtern bean­sprucht werden. Die freie Aerztewahl im Kreise Schläch­tern, für die sich Vertreter des Gewerkschaftskartells schon vor Jahren bei der Allgemeinen Drtskrankenka se Schläch­tern eingesetzt hatten, scheiterte an dem auf fünf Jahre abgeschlossenen Vertrag mit den Aerzten innerhalb des Kreises Schlüchtern, bis nun die freie Arztwahl auf dem verordnunaswsge kam. Während seither die versicherten bei der Schlüchterner Kais- an ihren Bezirksarzt gebun­den waren, steht nun jedem versicherten (auch für Frau und Kinder) die Wahl unter den zugelachmen Kassenär-ten innerhalb des Kreises frei. Also kurz gesagt: Jeder Pa­tient kann den Arzt seines Vertrauens in Anlp"uch nchmen. Eine Bindung ist nur insofern vorgesehen, als immer der nächitaelegene Arzt aufaesucht werden muß, oder ein Arzt, der nicht mehr als 2 Kilometer weiter entfernt ist als der erstere. In allen andern Fällen kann Pdrr Arzt geholt werden, wenn der Patient(in) die Wehrkilometer bezahlt, hierzu ein Beispiel: Ein Patient in Riederzell kann den nächstwohnenden Arzt in Schlüchtern mit 2,8 Klm. Ent­fernung in Antpruch nehmen, während er auch einen Arzt in Steinau bei 3,7 Klm. Entfernung holen kann, da in beiden vorgenannten Kilomet-rzahlen eine Dist'e-enz von zwei Kilometern nickt überschritten wird. Das gleiche Ver­hältnis besteht bei dem Patienten-Drt Vollmerz gegenüber dem Arzt-Grt Sterbfritz bezw .Schlüchtern. In beiden Fäl­len kommt keine Mehrzahlung in Frage. Ueberall dort, wo die Zweikilometerzone überschritten wird, müssen die

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Fortsetzung 43)

Ausführlich mußte Ebba nun der Freundin berichten, was sie feit ihrer Flucht aus Dresden getan und wie sie zu Angela Graf gekommen!

böse, sehr böse müßte ich dir eigentlich sein, Eb- ba! Wie hast du uns in Aufregung gestürzt! Die Matz hat dich schon unter Räubern und Zigeunern vermutet, und so wie Hanno an jenem Tag war, habe ich ihn nie gesehen! Er liebt dich, Ebba"

Es war ein Traum, Inga!" wehrte sie müde lächelnd abund viel zu schön, um Wirklichkeit zu werden! Du kennst das unüberwindliche Hindernis".

Ach, ob so unüberwindlich? Kürzlich erst hat er zur Mama gesagt, daß er dich nie vergessen kann und er schwerlich eine andere heiraten wird! Vielleicht wirkt mein Beispiel ansteckend auf ihn! Denn ich behaupte meinen Willen!" Inga drückte Ebbas Arm ganz festdu toll ick dir ein Geheimnis verraten9 Mein Geheimnis, das sär Die Familie aber keins mehr ist darum bin ich ja mit Mama sehr gespannt ich warte auf Christel"

Ebba blieb vor Ueberraschung stehen.

Inga, seid ihr euch einig?" rief sie freudig erschreckt, ach, ich weiß ja, wie sehr Christel dich liebt"

und ich ihn auch, Ebba! Wir haben uns ausge­sprochen! Geduld müssen wir allerdings haben! Mama hat alles Mögliche versucht, mich anderen Sinnes zu machen! Doch der Ingasche Trotzkopf gibt nicht nach"

Man fand mit dem Plaudern kein Ende; erst an der Parlmauer des Schlosses blieb Ebba, beinahe erschreckt, daß sie so weit mitgegangen, stehen.

Ich muß jetzt umkehren, Inga, Mutter wird auf mich warten! Der Tisch ist zu decken und noch allerlei in der Küche zu helfen"

Plötzlich übergoß eine flammende Röte ihr Gesicht Hanno Reinshagen trat ihr unvermutet in den Weg! Er hatte das schmiedeiferne Tor in der Parkmauer aufge­schlossen und stand plötzlich vor den beiden jungen Damen. Wie seine blauen Augen doch bei Ebbas Anblick leuchte­ten! Sie zitterte vor ihm wie ein kleines Schulmädchen, das Strafe zu erwarten hatte. Was wollte er von ihr? Sie war doch fertig mit ihm ganz fertig!

Wehrkilometer bezahlt werden. Die Kriegsbeschädigten auf Reichsbehandlungsschein erhalten Gleichberechtigung. Die gelösten 50-pfennig-Krankenscheine behalten nach wie vor ihre vierteljährige Gültigkeit. Krankheitsfälle, die in das zweite Vierteljahr übergehen, bedürfen eines neuen anteil- freien Krankenscheines, der nur bei der Krankenkasse ge­löst werden kann .Einer in aller Kürze in dieser Zeitung zur Veröffentlichung kommenden Bekanntmachung der Kran­kenkasse sowie den bei den Krankenscheinausgabestellen im Kreise zum Aushang kommenden neuen Bestimmungen, ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken. W

Gauturnfest am 2., 3. und 4. Juli 1932 in Schlierbach.

Aus Schlierbach wird uns geschrieben:

Einige Wochen sind erst vergangen, daß man die letzten Mitteilungen über das im verflossenen Jahr in Gelnhau­sen stattgefundene Gauturnfest in den Zeitungen lesen konnte. Inzwischen ist die Zeit so weit vorgeschritten, daß uns nur noch wenige Wochen von dem diesjährigen Gau- turnfest, welches am 2., 3. und 4. Juli in Schlierbach statt» findet, trennen.

Seitens des Schlierbacher Turnvereins sind inzwischen manche Vorbereitungen getroffen worden. Se. Durchlaucht Erbprinz Otto Friedrich zu Psenburg und Büdingen in Wächtersbach haben sich in liebenswürdiger Weise zur Uebernahme des Protektorats bereit erklärt, wahrend Herr Fabrikdirektor Tepling den Ehrenvorsitz übernommen hat. Inzwischen wurde auch der Festausschuß gebildet und durch die bekannte Gastfreundschaft der Schlierbacher Einwoh­nerschaft war es nicht allzu schwer, die Ouartierfrage zu erledigen. Selbstverständlich wollen wir dabei nicht ver­kennen, daß es dem Turnverein Schlierbach durch die in unserem deutschen Vaterland herrschenden schlech en wirt­schaftlichen Verhältnisse unter welchen auch unser In­dustrieort ziemlich stark leidet nicht leicht gefallen ist, sich für »das diesjährige Gauturnfest zu entscheiden. Wenn wir uns zur Abhaltung des diesjährigen Gauturnfestes meldeten, so geschah es lediglich aus den Gründen, weil erstens der Turnverein Schlierbach auf sein 50jährige? Be­stehen zurückblickt und außerdem die hiesige Steingutfabrik, welche durch ihre kunstkeramischen Erzeugnisse nicht nur in der engeren und weiteren Heimat, sondern in der gan­zen Welt bekannt sein dürfte, ebenfalls einige Tage spä­ter das l00jährige Bestehen begehen kann. Im Jahre 1898 fand das letzte Gauturnfest in Schlierbach statt und mancher alter Turner auch wenn er heute nicht mehr aktiv in den Reihen steht wird sich noch gerne der an­genehmen und schönen Stunben, die er hier verleben durfte, erinnern. Wenn wir auch in der augenblicklichen wirtschaft­lichen Rot Festlichkeiten nicht begehen wollen, so haben wir vor allen Dingen die hohen Ziele des Turnvaters Iahn im Auge und wollen Turnerinnen und Turnern des Kin= ziggaues an diesen Tagen Gelegenheit geben, im frieb» linken Kampf ihre Kräfte zu messen. Jedenfalls wird der Turnverein 'Schlierbach Unter Mitwirkung der gesamten Einwohnerschaft den Besuchern des Gauturnfestes den Au­fenthalt so angenehm wie irgend möglich gestalten. Schlier­bach dürfte der Mittelpunkt des Kinziggaues bilden und

Hanno hatte auf die Schwester gewartet getrieben von Reugierde, etwas über Ebba zu erfahren!

Und da sah er zu seiner freudigen Ueberraschung, daß die Geliebte Inga begleitete hoffentlich würde sie nicht vorzeitig umkehren; das war seine Befürchtung! Wie­derum rechnete er mit der Plauderlust der Mädchen und er hatte sich nicht getäuscht Ebba kam mit! Mit seinen Blicken verschlang er sie förmlich; über alle Begriffe holdselig war sie wie der frühe Lenztag heute! Sie war in ihrer Haltung sicherer geworden! Und doch so frühlingsfrisch und herbe, dabei voll verhaltener Wärme. Er gedachte ihrer scheuen und doch so heißen Küsse Eb­ba, Ebba! Sein kleines, süßes Mädel! In Gedanken gab er ihr alle Koseworte. Er überlegte nicht, daß es doch sehr seltsam war, nach allem eine Begegnung zu suchen, anstatt zu meiden! Und da er gewöhnt war, zu tun, was ihm be­liebte, erwartete er die beiden jungen Damen. Und nun stand sie vor ihm, und er brauchte nur die Arme auszu- strecken, um sie an seine Brust zu ziehen, wie an seligen Tagen, in denen sie an nichts als an ihre junge Liebe ge- | dacht!

Und nun war sie getrennt von ihm durch Welten und um ein Nichts! Wog ihre reizende, unschuldige Per­sönlichkeit gar nichts, weil sie nicht den Glanz eines hoch­tönenden Namens trug?

Konnte ein Mensch wie Ebba aber nicht eine ebenso untadelige Repräsentantin seines Namens, nicht eine ' ebenso würdige Mutter seiner Kinder werden wie jede i andere, deren Herkunft klar vor aller Augen lag?

Waren alle Bedenken, alles Ueberlegen, alle Standes- . Vorurteile nicht lächerlich, wenn man sich damit nur fein Glück verscherzte?

Holdes, blühendes Leben stand greifbar vor ihm und er sollte sich von alten, verstaubten Gesetzen leiten lassen? Sein junges, heißes Blut, fein gesundes Empfin­den empörten sich dagegen, da er das geliebte Mädchen wiederqefehen!

Ebba hatte ihre Ueberraschung und Befangenheit überwunden.

Lebe wohl, Inga!" sagte sie hastig, sich zum Gehen wendend.

Bekomme ich keine Hand?" fragte Hanno, und da sie ihm nicht antwortete und ihre Schritte beschleunigte, vertrat er ihr einfach mit seiner großen gewichtigten Per­sönlichkeit den Weg.

Ebba nur einen lieben Blick und einen Hände- druck!"

Ohne weiteres nahm er die kleine feste Mädchenhand. EbbaI

Sie zitterte am ganzen Leibe, als sie plötzlich feine Lippen auf ihrer Hand fühlte und ihren Namen mit so eigen zärtlicher Betonung nennen hörte.

ist von allen Seiten leicht zu erreichen. Wir geben dx | Hoffnung Ausdruck, daß es dem Turnverein Schlierbyj I trotz allen wirtschaftlichen Schwierigkeiten gelingen möge, I ein Gauturnfest vorzubereiten, das seinem Hamen Tch I machen wird. Darum muß die Losung für Turnerin^ | .und Turner sein:Auf zum Gauturnfest nach Stblierbafr I

Kreisjugenbtreffen.

Himmelfahrt sah die evangelische Jugend unserer Krere wieder in Scharen nach Elm wandern, wo nun schon MI viertenmal das Kreisjugendtreffen stattfand. Schon an I Abend zuvor waren Gäste von auswärts angerückt, Jugend, I Truppen aus Frankfurt und Fulda. Der etwas Kühle him. I melfahrtsmorgen hielt die Jugendgruppen aus Schlüchtern, I Steinau, Salmünster, Ramholz, Vollmerz, Hütten, Hinter, steinau, Wallroth, Sterbfritz und wo sie alle her kamen I nicht ab, frohen Mutes nach Elm zum Jugendtreffen MI kommen. Dort war für die schon früh Angenommenen! um 8 Uhr eine Morgenwache mit Gotteswort und Einüben | von Liedern für den Tag. Um V210 Uhr war Jugenbgofel dienst in der Kirche zu Elm. Wie in früheren Jahren war | auch diesesmal die Kirche dicht besetzt von jugendlichen Sd^ I ren. Die Liturgie des Gottesdienstes hielt der Drtspfarii: | Lic. Thimme, und die predigt Bundesgauwart Sourban | aus Kassel über das Thema: Jugend auf der Fahrt o Jesus. Es waren recht ernste, beherzigenswerte Worte, dn | er an die jugendliche Festgemeinde richtete. Räch dem E^ | tesbienft war auf dem freien Platz beim Kriegerdenkmal I eine öffentliche Kundgebung, wobei von einigen Jugend- I führern kurze, packende Worte gesprochen wurden. Kreis= B jugendpfarrer Wolpert betonte vor allem, daß die Kund-i gebung nickt eine öffentliche Parade, sondern offenes

Kenntnis sein soll, und zwar das Bekenntnis: Wir wollen 1 bewußt christliche Jugend sein, die in allem Wirrwarr bei I heutigen Seit treu zu ihrem Gott und Heiland unb zu sei- I ner Kirche stehen will. Dann nahmen die gastfreundlichen I Familien von Elm all die Jugendlichen mit den hungrigen I Wagen auf für das Mittagessen, und sie wurden alle satt! I Um 2 Uhr riefen die Glocken die jugendlichen Scharen rvtz I der zusammen, biesesmal aber nicht in die Kirche, sondern! zum Festnachmittag auf den Ebersberg. In geschlossenen! Reihen wurde der Berg von den Jugendlichen im Sturm ge, I nommen. Oben erwartete der Polaunenchor von Schlüchtern, I der schock ^m Vormittag bei den Feiern gedient hatte, dir Jugend mit frischen Liederklängen. Es folgten zunä5!t einige kurze, packende Ansprachen zu dem Thema:Uni Freiheit und Freude", dann warbunter Rasen" mit aÜm ler Spiel und Freude, wobei Bundesgauwart Jourdan b'c männliche und Fräulein Krüger, Iuoendsekretärin aus Kas­sel, die weibliche Jugend führen. Hur zu rasch waren die wenigen Stunben verflogen. Roch ein kurzer Ausklang mit Wort und Lied und in geschlossenem Sug1 ging es unter fröb | lichem Gesang wieder hinab zum Dorfe, wo um 5 Uhr knim Kriegerdenkmal mit einigen warmen Worten d's Gedächt­nisses für die Gefallenen und dem Gesang des Liedes:36 hatt' einen Kameraden" für die meisten auswärtigen Grup­pen der Abschluß des Tages kam. Allen, die zum Gelin­gen des Tages beigetragen haben, gebührt aufrichtiger Dank.

^^

Sie riß ^d) los und lief in größter Verwirrung da­von, ohne sich noch einmal umzusehen.

Hanno sah Inga anist es nicht zum Tollwer­den?"

Inga schüttelte den hübschen Kopf.

Nein, Hanno! Ich könnte es eher sagen als du entgegnete sie mit BetonungDu bist ein Mann!"

Was willst du damit sagen?"

daß du dir vollständig klar sein mußt, was h tun willst! Ebba ganz meiden wäre das in deinem Fall Gegebene! Verstehe mich nicht falsch Ebba ist mir die liebste Freundin! Meine Ansichten, die frei von Vor­urteilen sind, kennst duI Unruhe darfst du aber nicht wieder in ihr Leben bringen; sie hat zu schwer gelitten! Entweder oder"

Wenn ich nun das ,oder" wähle?"

Erstaunt sah sie den Bruder an.

Ach wenn man Ebba nur sieht so vergißt man alles, was trennend zwischen ihr und uns steht!" sagte er hastig und wie sich entschuldigend.

Du weißt, ich habe stets zu Ebba gehalten! I ch habe sie nicht verleugnetI" Ingas Worte trafen Hanno; er wurde dunkelrot.

Das darfst du nicht sagen, Inga! Ich habe es auch nicht getan, und endgültig aufgegeben habe ich Ebba nicht. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen"

Ja, das letzte Wort war nicht gesprochen!

Wenn Hanno ahnte, wie tief einschneidend dieser letzte Wort für ihn war!

19.

Der Diener meldete Frau Graf.

Mit einiger Reugierde hatte Gräfin Reinshagen dem Besuch entgegengesehen. Man hatte die Dame schon er­wartet.

Hoch und stolz stand Angela in dem wundervollen Empiresalon, den gleich nach der Gräfin auch der Graf- Hanno und Inga betraten.

Wie schön die Tochter Pfarrer Sturms war!

Inga hatte wirklich nicht zu viel gesagt.

Mit vollendeter Liebenswürdigkeit, die dennoch eine leise Spur von Dissonanz hatte von Angela wohl be­merkt und mit heimlichein Lächeln quittiert begrüßte die Dame des Hauses den Gast.

Man sprach von allerlei Nebensächlichem und kam 1 dann auf das Nächstliegende auf Angelas Kunst! Wie modulationsfähig dieses wundervolle dunkle Organ der Künstlerin war, die so fesselnd zu erzählen verstand!

-Sortierung folgt.)