Schuldentilgung und Krediigeseh
Beschlüsse des Reichsrats.
Berlin, 6. Mai.
Der Reichsrat verabschiedete einen Gesetzentwurf, durch den der im Oktober 1930 von der Firma Lee Higginson gewährte Kredit über 530 Bkillionen RW. bis zum 15. November 1933 verlängert und ferner die Schuldentilgung geregelt wird. Anschließend stimmte der Reichsrat noch einer Aenderung der Prüfungsordnung für Aerzte zu.
Ueber das Schulden tilg ungsgejetz führte der Berichterstatter aus, dieses Gesetz dehne die für die Etats der Jahre 1931 bis 1933 geschaffene Verpflichtung nach der jährlich 420 Millionen RM. für die Schuldentilgung anzu- setzen sind, auch auf die Haushaltsgesetze für 1934 und 1935 aus Daneben ordne das Gesetz noch die Kreditermäch- t i g u n g, Der äußere Anlaß dafür seien die Bedenken der Reichsichuldenverwaltung gewesen, ob die durch Notverordnung gegebenen Kreditermüchtigungen den Voraussetzungen der Verfassung entsprechen. Die einzelnen Kreditermächtigungen sollten daher setzt nachträglich in Gesetzesform gekleidet werden.
Es handele sich um Kredit-Ermächtigungen für die Fehlbeträge der Jahre 1930 (240 Millionen RM.) und. 1931 (geschätzt auf 5 Millionen), sowie für die schwebende Schuld (550 Millionen RM.), die für außerordentliche Ausgaben ausgenommen worden seien. Hinzu komme der Kredit für die "Banken-Sanierung von 400 Millionen, dann eine Kre- ditermächtiqung von 100 Millionen, solange die Veräußerung von Vorzugsaktien der Reichsbahn nicht im erforderlichen Maß gelänge der Kredit für Kursstützung und endlich ein Betriebskredn in Höhe von 600 Millionen RM.
Führeriagung des Stahlhelms
Das Hauptziel des Bundes.
Wagdeburg, 6. Mai. ।
Der Stahlhelm veranstaltete in seiner Gründungsstadt eine Führertagung. Den Auftakt bildete ein Presseempfang. , Unter Anspielung auf den gleichzeitig durch die Stadt ziehenden Fackelzug begrüßte Bundesführer Seldte die Presse als „geistige Fackelträger". Bedauerlich sei, daß das Frontsoldatenrum keinen Anschluß an den derzeitigen Staat habe finden können. Bundeskanzler Major a. D. Wagner bezeichnete als Hauptziel des Bundes: Volk und Ration wehrwillig zu erhalten und damit wehrfähig zu machen. Es handele sich also um eine absolut geistige Betätigung.
Der Stahlhelm kämpfe zunächst nicht um Wehrverstärkung, sondern um die Wiedererlangung der Wehrhoheit des Reiches. Denn es sei aus die Dauer unhaltbar, daß Deutschlands Dehrvcrsasjung, wie sie im Versailler Diktat niedergelegt worden ist, vom französischen Generalstab bestimmt wird. Stärke und Zahlen seien das minder Wichtige; aber freier in den Dingen, die in erster Linie uns angehen, zu werden, gelte es.
Seldte über den Weg des Stahlhelm.
Magdeburg, 6. Mai.
Die Magdeburger Führertagung des Stahlhelm fand mit einem Festgottesdienst im Dom und anschließend mit einer Kundgebung in der „Stadthalle" ihre Fortsetzung. Angesichts der Ueberfullung der Stadthalle wurde im ,,Schützenhaus" eine Parallelverjammlung abgehalten.
Als erster Redner sprach Dundesführer Seldte über das Leitwort: „Unser eigener Weg." Redner streifte kurz die Stellungnahme zur Präsidentenwahl und den Kampf um Preußen und fuhr dann fort, der Stahlhelm sei nicht parteipolitisch. Wenn der Stahlhelm politisch denke, dann denke er staatspolitisch. Der Weg des Stahlhelm, der sich vom Weg der Parteien und der Jnteressenverbände gewaltig unter- scheide, liege klar: der Stahlhelm wolle nichts für sich, aber alles für Deutschland. Deutsches Kulturgut, deutsche Freiheit, deutscher Lebensraum, deutsche Nahrungsfreiheit seien nur zu erhalten oder neu zu erreichen, wenn auch im deutschen Volk das zur Selbstverständlichkeit werde, was das Schweizer Volk zum Ideal der ganzen Ration erhoben habe: die Bereitfchaft aller zur Landesverteidi- g u n g.
Wir wollen nicht angreifen, wir wollen nur sichern, das, was uns gehört. Aber wir müssen wiederhaben, was man uns freventlich genommen hat.
Im Rahmen der weiteren Ausführungen richtete der Führer des Jungstahlhelm, Morozowicz, einen Weckruf an die deutsche Jugend, und als letzter Redner behandelte Oberstleutnant D u e si e r b e r g die ewigen Soldatenaufgaben des Stahlhelm. Die wichtigste Aufgabe der Stahlhelmbewegung nämlich die Erhaltung des Frontgeistes, fei aus der Erkenntnis heraus geboren, daß das gesamte Deutschtum durch das Diktat von Versailles auch weiterhin in einen Kamps aus Leben und Tod gestellt fein werde. Wenn eine fremde Macht in Deutschland einrücken würde, so sei die Verteidigung Deutschlands für den Stahlhelm selbstverständliche Pflicht, selbst, wenn das heutige System hierdurch gestützt würde. Näher als der äußere Feind müsse unter allen Umständen jeder Deutsche, auch der innenpolitische Gegner, stehen.
Evangelische Arbeiterschaft und politit
Berlin, 6. Mai.
Auf einer Führerkonferenz des Gesamtverbandes der christlichen Gewerkschaften Deutschlands wurde ein Ausschuß eingesetzt, der einen geschlossenen politischen Einsatz der evangelischen Arbeiterschaft für die Durchsetzung christlich-sozialer Grundsätze in der praktischen Politik anbahnen soll. Der Ausschuß besteht aus den Gewerkschasts- bzw. Arbeiterführern: Behrens, Baltrusch, Hartwig, Thränert, O. Rümmele, K. Dudey, Kandzia, Meystre, Hülser, M. Amane, H. Kröm- melbein.
Oas Deutsche Museum tagt
Wünchen, 6. Mai.
In Anwesenheit von etwa 400 Gasten aus allen Teilen Deutschlands, Deutsch-Oesterreichs und der Schweiz wurde in München die Jahreshauptversammlung des Deutschen Museums eröffnet. Am Sonnabend folgt die Eröffnung des Neubaues der Bibliothek. Die Zahl der gesamten Bücher beträgt heute 145 000 Bände, die der laufenden Zeitschrii.en 1200 Diese Werke werden noch ergänzt durch 48 000 P' ne und Zeitschriften, 13 000 Urkunden und Handschriften, über 1000 Porträts und über 500 000 Patentschriften in etwa 6000 Bänden.
Ernste Mahnung Grandis
Kammer-Rede gegen die Genfer Verschleppungspolitik.
Rom, 6. Mai.
Der italienische Außenminister Grandi richtete anläßlich seiner Etatsrede in der Kammer an die Abrüstungskonferenz in Genf die Mahnung, die Arbeiten zu beschleunigen. Minister Grandi führte aus: Die Völker, die die Abrüstungskonferenz mit großen Hoffnungen begrüßt haben, beginnen ungeduldig zu werden. Diese Ungeduld ist mehr als gerechtfertigt im Hinblick auf die Langsamkeit der Arbeiten der Abrüstungskonferenz. Zu viele Worte, zu viele grundsätzliche Entschließungen, wenn man sie mit den bescheidenen bisherigen Ergebnissen vergleicht. Die Arbeit ist sehr verwickelt. Italien wird aber der letzte sein, der an die Möglichkeit zweifelt, die Schwierigkeiten zu überwinden.
Es genügt ein geringer Teil des aufrichtigen guten WA- lens, des Gemeinschaftsgefühls, des Völkerverständigungs- gelktes und der gemeinsamen Interessen, die so oft in den Reden der Vertreter der Staaten vorkommen, um der Kon- । ferenz einen Erfolg zu sichern. Es steht außer Zweifel, daß das Weltgewisfen nicht mehr warten kann und durch eine grundsätzliche Klärung der Haltung eines jeden, und zwar nicht nur auf dem Gebiete der Abrüstung, schnelle Entscheidung verlangt, ohne die die Welt eine wahre Festigkeit nicht erhalten kann.
Zur Kolonialfrage bemerkte Grandi, Italien wünsche die internationale Gerechtigkeit für alle, könne aber nicht das Opfer bringen, sich selbst von dieser Gerechtigkeit auszuschließen. Die ehrliche Offenheit, mit der ein Staatsmann feine Haltung darlege, sei auch ein Beitrag zum Wiederaufbau der Welt. Früher oder später werde eine Lösung gefunden werden müssen, die diktiert sei von den Grundsätzen des menschlichen Zusammenlebens. Italien sei aus dem rechten Wege.
Wahlpropaganda aus Kosten Deutschlands
Rundfunkrede Tardieus.
Paris, 6. Mai.
Der französische Ministerpräsident Tardieu sprach von feinem Arbeitszimmer aus im Rundfunk zu der Stichwahl am Sonntag und gab für die Innenpolitik die Parole aus: „Zertrümmert das Linkskartell". Außenpolitisch wandte sich Tardieu mit erstaunlicher Schärfe gegen Deutschland. Alle Verträge, so erklärte er, seien angefochten worden, noch ehe die Tinte von der Unterzeichnung trocken gewesen sei. Auch das Locarno-Abkommen scheine mit Vorbehalten belastet zu sein. Zum Schluß zweifelte Tardieu noch die politische Ehrlichkeit Stresemanns an.
Zugzusammenftoß in Bayern
Zahlreiche verletzte. — Wehrere Wagen entgleist.
Wünchen, 6. Mai.
Der von Berchtesgaden kommende Personenzug 872, der im Bahnhof Kirchberg bei Reichenhall halten sollte, fuhr infolge RichkumsteUrns der Einfahrweiche auf den im Bahn- Hof stehenden zweiten Teil des Sonderzuges des Eisenbahnsportvereins Rosenheim auf. Der Packwagen und ein Personenwagen des Personenzuges sowie ein Personenwagen des Sonderzuges entgleisten, die beiden Lokomotiven und drei Personenwagen wurden beschädigt. Eine größere Anzahl Reisender des Sonderzuges wurde durch Prellungen und Quetschungen leicht verletzt.
Reichspräsidentenwahl ist gültig.
Der Reichsminister des Innern hat folgende Bekanntmachung erlassen: „Das Wahlprüsungsgericht beim Reichstag hat in seiner Sitzung vom 3. Mai 1932 für Recht erkannt: Die am 10. April 1932 vollzogene Wahl des Generalfeldmarschalls Paul von Hindenburg zum Reichspräsidenten ist gültig." Damit hat das Verfahren zur Wahl des Reichspräsidenten seinen endgültigen Abschluß gefunden.
vorläufig keine Landarbeilereigenheime.
Aus eine von dem Abgeordneten Meyer-Hermsdorf (Chr.-Soz.) im Preußischen Landtag eingebrachte Kleine Anfrage hat der preußische Wohlsahrtsminister geantwortet, daß die weitere Förderung des Baues von Landarbeitereigenheimen mit Mitteln der wert- schaffenden Arbeitslosenfürsorge im Rechnungsjahr 1932 nicht möglich sei, da die hierfür benötigten La«desmittel infolge der ernsten Finanzlage Preußens nicht zur Verfügung gestellt werden können.
Urteil im Bankauer Prozeß.
Oppeln, 6. Mai. Im Bankauer Nationalsozialisten» Prozeß erhielt der Angeklagte Kinast drei Jahre drei Monate Gefängnis. Ferner erhielten Kosmaller drei Jahre, Smyrek zwei Jahre sechs Monate und die Angeklagten Ka- pitza, Helmys, Merlin, Hyhs und Mondry je drei Monate Gefängnis Baumert, Sroka, Neumann, Klein, Welthe, Klofe und Schulz wurden freigesprochen.
Drei Kinder vom Blitz getötet.
Warschau, 6. Mai. Der Blitz schlug in das Kinderheim der Ortschaft Polukno im Wilna-Gebiet. Drei Kinder, ein Knabe und zwei Mädchen, waren auf der Stelle tot.
Rußland kündigt den Handelsvertrag mit Lettland.
Riga, 6. Mai. Rußland hat den mit Lettland 1927 geschlossenen Handelsvertrag gekündigt und sich gleichzeitig zu neuen Verhandlungen bereit erklärt.
kardinal Gasparri 80 Jahre alt.
Rom, 6. Mai. Der frühere Staatssekretär Kardinac Gasparri, der nach dem Lateranfrieden in den Ruhestand trat, vollendete am Donnerstag sein 80. Lebensjahr. Papst Pius XI. hat den Kirchenfürsten in einem Rundschreiben beglückwünscht.
Senator HorahZfordert Schuldenregelnng nnd Abrüstunz-
WEB. Washington, 5. 5. Senator Lorah erklärte im Senat, die Reparationen müßten geregelt werten, damit Europa den Weg des wirtschaftlichen Wiederaufstiegs be- schreiten könne und die Rüstungen müßten vermindert und dem Gold der platz zurückgegeben werden, den es vor dem Jahre 1925 innegehabt hatte, sonst würde es keine Rückkehr zum Wohlstand geben. Borah fügte hinzu, es sei unmöglich, die Schulden in Gold zu bezahlen, solange 70 Prozent des Weltgoldvorrates im Besitze Frankreichs und der vereinigten Staaten seien, und es sei offensichtlich, daß durch den amerikanischen Zolltarif Zahlungen in Waren unmöglich gemacht würden.
flus Stadt, Kreis und Provjyl
Mitteilungen lokalen Interesses aus dem Kreisgebiet sind für diese Rubrik willkommen.
Sonntagsgedanten
„Äedg sind, die nicht sehen und doch glauben!' j haben Wir es mit der letzten Seligpreisung zu tun, biet Herr auf Erden sprach. Es ist der Abschluß der AM von Thomas. Von ihr aus gewinnt das Wort fein i Licht, fein volles Verständnis. Es ist wie ein Sieges/ der Herr auf die innere Entwicklung des Thomas aus Zweifel zum Glauben. Aber das Wort kann, losgelöst von jener Geschichte, auf sich selbst gestellt, nur sich betrachtet werden. Auch dann beweist es eine Kraft. Mahnend und tröstend ruft es uns allen zu: & find, die nicht sehen und doch glauben!
Wenn das Sehen schon zum Glauben führte, — m« Christgläubige und Gottesgläubige müßte es auf der 6 geben! Jeder hat doch wohl schon gedacht: Herr, m du mir dies schenkst und vor jenem mich bewahrst, will ich darin deine Güte erkennen, und mein Leben dir gehören! Und wenn nun Gott uns unseres Wunsch erfüllte, — und wie oft hat er das getan — wir gehalten, was wir ihm gelobt haben, find wir bah innerlicher und frömmer geworden, hat das Sehen unbl leben uns zum Glauben gebracht? Und gibt es nicht, immer Taten Jesu? Der Auferstandene offenbart , immer feine Lebenskraft. An jedem Tage noch üben* er Widerstrebende und segnet, die sich ihm hingeben,: Kraft und Trost, ^rit Zuversicht und Frieden. Man h es doch sehen, wie einer, der an den Heiland glaubt,: leichter mit dem Leben fertig wird als die anderen;: der Glaube fröhlich im Leben und tapfer im Sterben m
Das Leben ist nicht nur ein Kampf ums Dasein, es auch ein Kampf um die Seligkeit, und darum ein Kai um den Glauben. Das liegt in dem Wort: Selig si die nicht sehen und doch glauben. Dies „doch" redet: einem Ringen der Seele mit allen den feindlichen Mach: die uns schaden wollen und von der Liebe Gottes; scheiden möchten. Dieses „doch" ist das Wort des Glack der nicht müde noch matt wird, bis er Sieger ist, bet' durch betet durch alles Dunkel, bis er tastend die Gottes fühlt und sagen kann: Du führst mich doch; Ziele, auch durch die Nacht!
Gott führt uns bisweilen so freundlich, daß wir fe Liebe mit Händen greifen können; wenn wir dann |e| und glauben möchten! Aber wenn er uns durchs Sir und durch Todesschatten gehen läßt, daß wir dann k und erfahren möchten: „Ob ich schon wanderte im i stern Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei t dein Stecken und Stab trösten mich. Dennoch bleibt stets an dir! Selig sind, die nicht sehen und in glauben!"
Die Mutter im Sprichwort
Zum Wutterkag am 8. Wal.
An die Mutter und-ühren Einfluß auf das Leben: Werden ihrer Kinoer haben die Völker der Erde ei bunten Kranz von Sprichworten geheftet. „Auf der M Schoß werden die Kinder groß," lautet ein altes beuff Wort, das sich auch in der schwedischen Sprache findet,: das ebenso wie das schöne Wort „Mutterarm hält m und warm" bedeutet, daß des Kindes bester Platz bei Mutter ist. Aber wenn es nottut, muß sie auch fto können, obwohl es freilich auch wieder heißt: „Muttey hat kein Horn." — „Der Mutter Rute ist besser als! Fremden Weißbrot," sagen die Finnen, während der 6 länder warnt: „Wer der Mutter nicht folgt, muh der 6 mutter folgen." Eine allzu weichherzige Mutter kennzest der Russe mit dem treffenden Wort: „Die Mutter, bie Kind nicht zu schlagen weiß, spricht am meisten von Rute," und der Portugiese wie auch der Holländer mit! Spruch: „Eine fleißige Mutter zieht meist eine faule $ ter," wogegen der Spanier behauptet: „Wie Maria ist erzieht sie ihre Tochter." — „Mutterliebe bleibt immer» sagt der Franzose; sie ändert sich auch nicht, wenn die Sie ihre Liebe mit Undank lohnen, worauf die Venezianer- Sprichwort geformt haben: „Mutter fein, heißt Mäck sein." Fast in allen europäischen Sprachen findet sich' Sprichwort: „Die gute Mutter sagt nicht: Willst du? fon^ Hier hast du;" denn die Mutter, die ihr Kind liebt, ist6 erschöpflich darin, ihm Gutes zu tun. Sie arbeitet für Kind und hält es für selbstverständlich, daß sie es tut. die Mutter noch so arm, gibt sie ihrem Kinde warm," es im Böhmischen, wogegen die Litauer besonders IM heben, daß die Mutter sehr oft mehr tut für die Kinder: der Vater, indem sie sagen: „Eine gute Mutter kann- der Nadel neun Kinder ernähren, der Vater mit sechs W auch nicht eins."
Die Mutter ist und bleibt der Mittelpunkt im Haus, die Türken haben wohl recht, wenn sie sagen: „Wenn Mutter nicht da ist, stellt die Tochter kein Essen auf Tisch." Auch die alte Mutttt kennzeichnen einige worte. Bei den Hebräern heißt es: „Eine alte Mutter eine Perle im Haus," und ein deutscher Spruch oerflj11; die alte Mutter, die im Hause der Kinder lebt, mit ei“! Zaun, der das Haus schützend umgibt, weil sie über wacht und dafür sorgt, daß nichts Schlechtes hereinkoB Auch wenn sie alt und gebrechlich ist, gehört doch ihre zige Sorge ihren Kindern, denn: „Wer mehr als deine > ter dich lieben will, der tut nichts, als er schickt dich April!" Ein schönes Wort hat auch der alte Sd)®^ Philosoph Jselin über die Bedeutung der Mutter ei^ ausgesprochen. „Unter zehn großen Männern verdat neun ihrer Mutter ihre Größe," sagte er, und die geschichte der Großen der Erde hat ihm recht gegeben.
Wetterbericht. 3m Gebiet tieferen Luftdrucks dem Kontinent gehen die Strömungen kälterer und 118 merer Lust sehr durcheinander, sodaß eine große, ® von kleineren Regengebieten vorhanden sind. Buch in’ den und Westen, wo noch die nördliche Luftströmung' tere Luft südwärts verfrachtet, treten noch Störunge”6 sodaß auch hier bei coechselnder Bewölkung Regens auftreten, die bis in unser Gebiet gelangen. Aussig" Samstag: Fortdauer der noch nicht beständigen Wittes