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ßreis-KMsblatt * Allgemeiner amtlich erKazeLyer für 6m Kreis -Echtem

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Nr. 46

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Gamstag. den 16. April 1932

84. gahra.

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»Amtliche Bekanntmachungen.

Lundratsamk.

^Geselle»prüf«nft für das Maarerhandwerk.

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Die Prüfung für Maurerlehrlinge findet Dienstag, den 19. April d. Is., in Schlüchtern statt. Lehrlinge, die an iefem Termin ihre Prüfung ablegen wollen, müssen sich tnbutj päteftens bis zum Montag, den 18. April b. 3s. bei Mau- Imani «rmeifter Jäkel, Schlüchtern, unter Vorlage von Zeug-

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liffen und Lehrverträgen melden.

Schlüchtern, den 15. April 1932.

Der Landrat- Dr. Müller.

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Den Herren Bürgermeistern sind die Vordrucke zu Wahl- i-einen für die Landtagswahl am 24. April d. Js. zuge- pngen. Die Erteilung von Wahlscheinen regelt sich nach 5 der Landeswahlordnung vom 29. Oktober 1924 reich. Gesetzsamml. S. 684. Wahlscheine dürfen nur bis

[u(ni| m Übend des 23. April d. 3s. ausgestellt werden. Ueber j. J ie (Erteilung eines Wahlscheines ist von den Gemeindebe- örben in der für den vermerk der Stimmabgabe vorge»

^| betten Spalte des Wählerverzeichnisses ein Hinweis auf- i gej nehmen.

ftunj Schlächtern, den 14. April 1932.

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Der Landrat: Dr. Müller.

I-Nr. 1490. Nach den neuesten Meldungen hat in den üben letzten Jahren der Kartoffelkäfer in Frankreich ne unerwartete starke Ausbreitung gefunden. Damit ist

Gefahr der Einschleppung dieses Schädling; nach Deutsch- ^^ md noch bedrohlicher geworden, sodaß die sorgfältige Be- ^ m htung aller in Betracht kommenben Vorbeugungsmatznah- dringend geboten ist. In diesem Zusammenhänge ver» t5 ß eife ich auf die Vorschriften der Verordnung zur Verhü- tz d ng der Einschleppung des Kartoffelkäfers aus Frank-

: but ch vom 23. Februar 1932 R®BL S. 91, sowie chZF f die durch die Polizeiverordnung zur Bekämpfung des dl^Mtoffelkäfers vom 30. Nov. 1926 (Reg. Amtsbb S. 287)

r ndenfeins des Kartoffelkäfers. Die Anzeige ist von dem

ltzungsberechtsten des befallenen Grundstücks binnen 24

" linden der Drtspolizeibehörde zu erstatten.

^ Ten Ortspolizeibehörden bes Kreises mache ich besondere bfmerkfamkeit zur Pflicht.

Zchlüchtern, den 8. April 1932.

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Der Landrat. Dr. RtiHler.

Kreisausschutz.

J.-Nr. 858 K. A. Diejenigen Herren Bürgermeister der adt- und Landgemeinden, welche noch mit der Erledigung inet Verfügung vom 4. März d. Je. J.-Nr. 8;8 K. K. (Kreisblatt Nr. 30) betr. KreiShundesteuer-Nacbveranla- "Am^Rückstände fmb^merben hieran mit einer Frist von Tagen erinnert.

Schlüchtern, den 13. April 1932.

Der Vorsitzende des Kreis-Ausschusses: Dr. Müller.

Jede Woche fünf Dörfer!

Das Ergebnis der Siedlungsarbeit in Preußen. 75 000 neue Siedlungsstellen im Jahr 1930. Ueber 700 Mil­lionen Mark für Siedlungszwecke ausgegeben.

Das Preußische Statistische Landesamt hat soeben eine neue Arbeit veröffentlicht, die einen überaus interessanten Einblick in die soziale Neugestaltung des Landes gewährt: es sind die Ergebnisse der Siedlungsarbeit für 1 9 3 0 und ein abgekürztes vorläufiges Ergebnis für 1931.

Man erfährt aus diesen nüchternen statistischen Zahlen­reihen von einer ganz außerordentlichen Tätigkeit, die in den breiten Massen unseres Volkes leider fast gar nicht be­kanntgeworden ist. Nach den Mitteilungen des Statistischen Amtes wurden in den ersten Jahren nach der Inflation jährlich etwa 1500 bis 2500 Siedlerstellen neu gegründet mit einer Gesamtfläche, die etwa um 20 000 Hektar lag. 1927 stieg die Zahl bereits bedeutend. In den folgenden Jahren aber nahm die Siedlungstätigkeit einen gewaltigen Aufschwung. 1928 wurden 3500, 1929 rund 5000, 1930 rund 7500 und 1931 fast 8000 Siedlungsstellen neu ge­schaffen.

Dementsprechend flieg auch die Gesamtfläche der Siedlungen von einigen zwanzigtausend Hektar in den ersten Jahren nach der Währungsfestigung auf rund 75 000 im Jahre 1930 und rund 82 000 Hektar im Jahre 19311 Das bedeutet, daß im letzten Jahre in jeder Woche fünf neue Bauerndörser entstanden sind? Wenn man sich vergegenwärtigt, daß die sogenannte Ansiedlungskom- mission vor dem Kriege in rund 30 Jahren nur rund 22 000 Stellen und 310 000 Hektar besiedeln konnte, so ergeben die neuen Zahlen aus dem Bericht des Stati­stischen Landesamtes einen ganz großen Fortschritt, von dem wir wünschen möchten, daß er nicht gehemmt werde.

Wie bekannt, sind durch die letzte preußische Sparver- ordnung noch weitere 50 000 Hektar Domänenland für Sied­lungszwecke zur Verfügung gestellt worden. Außer den Neugründungen von Bauerndörfern sind auch schon bestehende Siedlungsstellen durch die sogenannte Anlie­gersiedlung um insgesamt 152 084 Hektar Land, das heißt durchschnittlich jede Siedlungsstelle um etwa 2 Hektar .nrüüsrr mnnftM...«. -,»»» -~

Daß diese nützliche Siedlungsarbeit erhebliche Summen auch aus öffentlichen Mitteln in Anspruch nahm, ist selbst­verständlich. Im Jahre 1924 bis 1930 sind allein an preu­ßischen Krediten 323,3 Millionen, an Reichsmitteln 387 Millionen für sie zur Verfügung gestellt worden.

Das Braune Haus in München wieder freigegeben.

München, 15. April.

Die polizeiliche Besetzung des Braunen Hauses in der Brienner Straße dauerte bis Donnerstag mit­tag an. Dann rückte die Landespolizei auf Lastkraftwagen, auf denen auch Material aus dem Braunen Hause unterge­bracht war, ab und die Absperrungen, hinter denen sich im Laufe des Vormittags viele Tausende angesammelt hatten, wurden aufgehoben. Im Laufe des Nachmittags bildeten sich in der Gegend des Braunen Hauses neue große Ansammlungen, sodaß wieder im großen Umkreise durch eine Polizeipostenkette Absperrungsmaßnahmen getroffen wurden.

e^'tadt Schlüchtern.

Gemäß § 41 der Landeswahlordnung vom 29. Oktober

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h Ht 24 wird hiermit bekannt gegeben, daß zur Vornahme falle: r Wahlen zum preußischen Landtag am 24. April 1932

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e die Stadt Schlächtern zwei Stimmbezirke gebildet wor n sind.

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ltdaerstraße, Alteftrafje, Ludovika von 5.»......-v..»^,

ntsberg-, Dreibrüder-, Garten-, Graben- und Breiten- e aEcherstraße, Dreispitzenhohle, Schloß- u. Linsengasse, Bahn- qcbuÜ fstraße, Lotichius- und Klosterstraße, Schmieds- und Heus ennsK Weinberg- und Sandgartenstraße. Stimmlokal: qrkli »Ikrschulturnhalle.

"stimmungsbezirk (Wahlbezirk) Ilumsaht: in k1 Querstraße, Schlagweg, Hohenzellerstraße, Wassergasse

schstraße, Sackgasse, Braugasse, Brückenauer-, Kaiser-, «uprinzenstraße, Kurfürstenstraße, Timer- und klhlers- ^rlandstraße, Hospitalstraße, Elmweg, Bahnhof Bahn- Nöthe, Nltebahnhofstraße, Höbäckerweg Hcisbrun- ^Stimmlokal: Kleinkinderschule.

Die Wahl findet am Sonntag, den 24. April

. '32 in der Zeit von vormittags 8 Uhr bis ;n ^mittags 5 Uhr statt.

Die Stimmzettel sind amtlich hergestellt und werden " Rbftimmu'ngstag im Abftimmungsraum den Stimm-

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Iumfaßt:

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Offenen Kreiswahlvorschläge, die Partei und die Ha« J ber ersten 4 Bewerber jedes Vorschlags.

Die Stimmabgabe hat in der Weise zu erfolgen, daß r Wähler durch ein Kreuz oder Unterstreichen, oder, in 'II erkennbarer Weise, den Kreiswahlvorschlag bezeich- ' dem er seine Stimme geben will. Stimmzettel, die 'Ier Bestimmung nicht entsprechen, sind ungültig, ^liicl^tern, den 15. April 1932.

Der Magistrat: Gaenßlen.

Die Unterschlagungen beim Offenbacher Arbeitsamt.

Offenbach a. M. In dem Prozeß gegen den früheren Leiter der Versicherungsabteilung im Offenbacher Arbeits­amt Dr. Graf wurde am Mittwoch nach % stündiger Bera­tung das Urteil verkündet. Dr. Graf wurde zu einer Ge- famtzuchthausstrase von zwei Jahren, 350 Mark Geldstrafe und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von drei Jahren verurteilt. Dem verurteilten wer­den drei Monate der erlittenen Untersuchungshaft aus die Strafe angerechnet. Gegen den Angeklagten erging Haftbe­fehl. Der Staatsanwalt hatte eine Gesamtzuchthausstrafe von zwei Jahren drei Monaten und eine Geldstrafe von 1 000 Mark beantragt.

Neichsinnenminister Groener hat an den braunschwei« yischen Innenminister das Ersuchen gerichtet, die Ausrü- stungsgegenstände der braunschweigischen SA- und 5§- Formationen sicherzustellen. Eine entsprechende Verfügung ist bereits an die braunschweigischen Polizeibehörden er­gangen.

Aus Aucklanö auf Neuseeland wird berichtet, daß es dort zwischen Erwerbslosen und der Polizei zu ernsten Zusammenstößen gekommen ist. Die Demonstranten warfen die Schaufenster in den Hauptstraßen ein und plünderten die Juwelierläden. Hunderte von Zivilpersonen und 23 Polizeibeamte sind verletzt worden. Man schätzt den Schaden auf 100 000 Pf. Sterling.

Reichskanzler Dr. Brüning hat Donnerstag Abenb nach Beendigung der Käbinettsitzung die geplante Reife nach Gens angetreten.

Nach einer Wiener Meldung hat sich heute der Nechtsanwalt Dr. Julius Tauber mit der Selbstanzeige im Landesgericht gestellt, daß er 300 000 Schilling Klien­ten gelber unterschlagen habe.

Nach dem Verbot der (SA.

fitine Unterredung GroenerHitler. Ein nationalsozia­listischer Bericht.

Berlin, 15. April.

Die Schließung der SA.-Heime ist überall in den Län­dern und in den Städten, abgesehen von einigen Demonstra- Honen, mit denen die Polizei ziemlich gemütlich fertig wurde, reibungslos und ruhig verlaufen. Die bei der Durchführung der Polizeiaktion gegen die Hamburger NSDAP. ver­hafteten 20 Nationalsozialisten wurden im Laufe des Don­nerstag nach längerem Verhör sämtlich wieder auf freien Fuß gesetzt. Nach Ansicht des Rechtsbeistandes der National­sozialisten, Dr. Raeke, wird es zu einer Anklageerhebung nicht kommen, da die gesetzlichen Unterlagen dazu fehlen. In Leipzig ist eine nationalsozialistische Versammlung durch die Polizei aufgelöst worden. Der Redner, der Land­tagsabgeordnete Studentkowski, hat nach Mitteilung bei Polizeipräsidiums den Reichspräsidenten und Mitglieder der Reichsregierung schwer beleidigt. Der Abgeordnete ist wegen der Schwere der Beleidigungen sowie wegen vorliegender Verdunkelungsgefahr unter vorläufiger Inhaftnahme der Staatsanwaltschaft zugeführt worden.

Minister Klagges über das Verbot.

Innenminister Klagges, der bekanntlich selbst der NSDAP. angehört, teilte einem Pressevertreter im Zusam­menhang mit dem Verbot der SA. und SS. mit, er werde trotz seines an die Reichsregierung gegebenen Protestes die Notverordnung auch im Lande Braunschweig durchfüh - r e n, um Differenzen zwischen Braunschweig und Berlin zu vermeiden. Dahingestellt bleibe, ob es zweckmäßig sei, gegen die Reichsnotverordnung Klage beim Reichsgericht einzuleiten. Beschlüsse seien hierüber noch nicht gefaßt. Sicher sei jedoch, daß man sich mit dieser Frage beschäftigen und ihre juristische Seite prüfen werde. Die SS. und SA. seien aufgelöst.

Der Auflösung seien auch die 55.- und SA.-Zührer- schule in Kreiensen und die 5 5.-fiommanbofteUe in Braun- stellt. Die Vorbereitungen für die Führerschule der Hitler- bewegung in Flechtorf würden eingestellt.

Anrufung des Staatsgerichtshofes?

Am Donnerstag waren die Führer der NSDAP. fast vollzählig in Berlin versammelt und berieten mit Hitler und ihren Juristen im Hotel Kaiserhof, welche Schritte gegen das SA.-Verbot unternommen werden sollen, wahrscheinlich wird der Staatsgerichtshof angerufen werden: vor allem auch deshalb, weil, wie von nationalsozialistischer Seite ver­lautet, vielfach von der Polizei Blaterial beschlagnahmt wurde, das nicht d?r SA., sondern der Partei gehört

AuslandS-Echo.

Die Presse des Auslands beschäftigt sich in längeren Artikeln mit dem Verbot der nationalsozialistischen Sturm­abteilungen. Die Pariser Zeitungen verzeichnen diese Maßnahme mit großer Genugtuung.

Die großen Blätter wollen das verbot mit der Ab­rüstungskonferenz in Verbindung bringen. Sie betonen, daß die Regierung des Reiches Wert darauf lege, mit reinem Gewisien in die Hauptphase der Genfer Verhandlungen ein- zutreten.

Auch die englische Presse bringt lange Artikel über das Verbot. DerDaily Expreß", besten Berichterstatter be­kanntlich Hitler auf der Agitationsreife für die Präsidenten­wahl begleitet hat, hebt die Schwierigkeit der Lage für Hitler hervor; dennoch aber sei Hitlers größte Gelegenheit gekom­men. Wenn er seine Armee und seine Leibgarde entlasse und dennoch seinen Einfluß auf die Vorstellungskraft der Oeffentlichkeit behalte, dann werde er leben, um der er- wählte Herrscher Deutschlands zu werden.Times" und an­dere Londoner Zeitungen sagen, daß das Verbot ein tapferer Schritt Hindenburgs sei.

Der Berliner Korrespondent der »Lcko de pari," hal in einem längeren Bericht der Reichsregierung unterstellt, daß es sich bei dem SA.-Verbok in Wirklichkeit nur um eine Scheinmaßnahme handele. An zuständiger Stelle in Berlin wird hierzu erklärt, daß man sich gegen eine derartige Liu- mischung in innerdeutsche Dinge verwahre. Es sei zu über­legen, ob nicht gegen den Berliner Korrespondenten des Echo de paris wegen seiner abwegigen Behauptungen irgendwelche Maßnahmen ergriffen werden müßten.

Ausnahmen von dem Verbot von Versammlungen und Umzügen unter freiem Himmel.

Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, hat der preußische Minister des Innern folgenden Erlaß an adt Regie­rungspräsidenten und Polizeibehörden gerichtet: In Abweichung von der Bestimmung des Absatzes 4 der Anordnung betreffend das Verbot von Versammlungen und Umzügen unter freiem Himmel vom 31. Oktober 1931 ermächtige ich die Regierungspräsidenten, in der Zeit vom 17. April 1932 bis auf weiteres auch für politische Versammlungen und Umzüge unter freiem Himmel auf spätesten» 24 Stunden vorher gestellte schriftliche Anträge Ausnahmen zu» zulassen, sofern der friedliche und ungestörte Ablauf der Veranstal­tung gewährleistet erscheint und sonstige Bedenken gegen die Ab­haltung der Veranstaltung nicht bestehen.