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Oeuischnaiionale Wahlliste.

Vom Parteivorstand der DRVp. fertiggestellt.

Berlin, 4. April.

Der Vorstand der Deutschnationalen Volkspartei hielt in der Reichshauptstadt eine der Vorbereitung der Neuwahl des Preußischen Landtags gewidmete Sitzung ab. Der par­teiamtliche Bericht über diese Tagung besagt:

„Der Parteivorstand legte die Kandidatenlisten für die Länderwahlen fest. Er billigte in allen Punkten die Politik des Parteiführers und die zur Reichspräsidenten- und Preu­ßenmahl ausgegebenen Parolen. In einer Beteiligung an dem durch das Ergebnis des 13. März bereits praktisch ent­schiedenen Reichspräsidentenwahlkampses sieht der Partei­vorstand nur eine nutzlose Demonstration, die lediglich geeig­net ist, dem schwarz-roten System zu einem billigen Triumph zu verhelfen. Für den Wahlkampf um Preußen legte der Parteivorstand die Richtlinien fest. Das Bekenntnis der Par­tei zum Lebensrecht der Länder und der Selbstverwaltung kam in einer besonderen Erklärung zum Ausdruck.

In einer weiteren Erklärung wurde ein nachdrücklicher Appell an den Reichspräsidenten und die Reichsregierung gerichtet, jeden Mißbrauch des preußischen Staatsapparates zugunsten der bedrohten Regierungsparteien im Wahlkamps zu verhindern."

An der Spitze der Kandidatenlisten für die einzelnen Wahlkreise stehen: Ostpreußen: Gutsbesitzer Carllsen; Ber­lin: Arbeiterführer Rüster; Potsdam II: D. von Gersdorf; Potsdam I: Rittergutsbesitzer, Präsident der Hauptritter­schaft Dr. von Winterfeld; Frankfurt (Oder): Stahlhelm­führer von Morozowicz; Pommern: Rittergutsbesitzer von Zitzewitz; Breslau: Stellenbesitzer Gebet; Liegnitz: Ober- studiendirektor Oelze; Oppeln: Landwirt Schwabe; ^Magde­burg: ßhnbmirt Logemann; Merseburg: Lehrer Fritsche; Erfurt: Lehrer Willich; Schleswig-Holstein: Landwirt und Kaufmann Milberg; Weser-Ems: Professor Hostmann; Hannover-Ost: Gutsbesitzer und Verlagsbuchhändler Hillger; Hannover-Süd: Landwirt Logemann; Hessen-Nassau: Lothar Steuer; Köln-Aachen: Gutsbesitzer Schwecht; Co- blenz-Trier: Gutsbesitzer Schwecht; Düsseldorf-Ost: Kauf­mann Ianßen; Düsseldorf-West: Dr. Eduard etabtier.

Für die Wahlkreise Westfalen-Nord und Westfalen-Süd stehen.die Kandidaten noch nicht fest. Der Landeswahloor- fchlag wird später veröffentlicht.

Polizei im „Angriff"-Gebäude.

• - Schließung geplant?

Berlin, 4. April.

Wie verlautet, plant das Berliner Polizeipräsidium, das nationalsozialistische Parteihaus in der Hedemannstraße auf Grund der Verordnung des Reichspräsidenten über die Be­kämpfung politischer Ausschreitungen ganz oder teilweise zu schließen.

Ueber die Vorgeschichte dieser Maßnahme wird mit­geteilt: Am Sonnabend ist es zwischen zwei dem Reichs­banner angehörenden Zeitungsoerkäufern und einer Gruppe von Nationalsozialisten in der Hedemannstraße zu einer Schlägerei gekommen. Als die Polizei erschien, flüchteten die Nationalsozialisten in das Parteihaus. Obwohl alle Räumlichkeiten des Parteihauses von der Polizei sofort durchsucht wurden, und die Reichsbannerleute den Anwesen­den gegenübergestellt wurden, konnten die Täter nicht fest- gestellt werden.

Abschluß des Elterntsges.

„Evangelium und volkstum die Grundpfeiler einer gesunden Jugenderziehung."

Potsdam, 4. April.

In Anschluß an die Beratungen über „Deutsches Volks­tum und evangelische Schule" beschloß der Evangelische Reichselterntag in seiner Schlußsitzung folgende Kund­gebung:

„Evangelium und Volkstum sind die beiden Grundpfei­ler einer gesunden Jugenderziehung. Darutk erwartet der Reichselternbund von der evangelischen Schule den Dienst einer kraftvollen nationalen Erziehung, und darum fordert er vom deutschen Staat die evangelische Schule als Pflege- stätte einer Jugenderziehung, die das kommende Geschlecht tief einwurzelt in die Lebenswirklichkeit von Volkstum und Evangelium.

Jeder Versuch, die nationale Erziehung vom Evange­lium abzulösen oder den Dienst einer evangelischen Schule für die deutsche nationale Erziehung auszuschalten, muß das evangelische Elterngewissen mit Entschiedenheit ablehnen."

An den preußischen Kultusminister wurde ein Schreiben gerichtet, in dem die beschleunigte Durchführung der Neu­regelung der Einsichtnahme in den Religionsunter- richt gefordert wird.

Bei den Wahlen wurde der erste Vorsitzende, Staats- fetretär a. D. Dr. Lonze, und der stellvertretende Vorsitzende, Senatspräsident a. D. Radtke, einstimmig wiedergewählt.

Neue Europareife Gtimsons.

Zur Teilnahme an den Abrüstungsverhandlungen.

Washington, 4. April.

Staatssekretär Stimson, der Außenminister der Ver­einigten Staaten, wird überraschenderweise am 8. April eine neue Europareise antreten. Wie es heißt, wird Stimson so- ! gleich nach seiner Ankunft in Europa nach Gens weiterreisen, ohne sich in den Hauptstädten auszuhalten. Lediglich für die Rückfahrt sei ein kurzer Besuch in Paris vorgesehen.

Wie vom Staatsdepartement weiter mitgeteilt wird, wird Stimson für die Ueberfahrt den französischen Dampser „Jsle de France" benutzen und wahrscheinlich gemeinsam mit dem amerikanischen Sachverständigen für die Tribut- und die Kriegsschuldenfrage, Rorman H. Davis, reisen. 2Uan betont jedoch, daß Stimson nur zu dem Zweck nach Europa komme, an den Verhandlungen der Abrüstungskonferenz teilzunehmen. Reue Verhandlungen über die Tribute und die Kriegsschulden der Westmächte an Amerika seien nicht beabsichtigt, ebenso nicht neue Erörterungen über Ostasien- konslitle.

Die voraussichtliche Dauer der (Europareife wird auf etwa vier bis fünf Wochen geschätzt N

Oonauplan und Tributfrage.

Englische Pressestimmen.

London, 4. April

In einem Leitartikel erklärt die

„Times"

Hauptaufgabe der Vier-Mächte-Konferenz werde es fein, einen Vorschlag auszuarbeiten, in dem die Donaustaaten zur Aufstellung eines Planes für engere Wirtschaftsbezie­hungen auf der Grundlage der Vorzugsbehandlung aufge­fordert werden Ein ausschließlich englisch-französisches Ein­vernehmen komme nicht in Frage. Eine englisch-französische Lösung ohne Mitwirkung der anderen Mächte könne dem übrigen Europa nicht aufgezwungen werden. Tardieu sei viel zu klug und wisse, daß ein solcher Weg keinen Erfolg bringen würde.

Von englischer Seite sei völlig klargestellt worden, daß England bei allen Bemühungen um die Lösung gemein­samer Fragen mit allen Mächten Zusammenarbeiten wolle. Abmachungen mit irgendeiner Wacht, von denen andere Länder ausgeschlossen würden, kämen nicht in Frage. Der Besuch Tardieus sei ein durchaus natürlicher Schritt auf dem Wege einer allgemeinen europäischen Zusammenarbeit.

Die „Financial Rews"

erklärt, die City begünstige zwar eine Abmachung, durch die den betroffenen Ländern sofortige finanzielle Hilfe geleistet werden könne,

sei sich jedoch klar darüber, daß eine solche Hilfeleistung für Mitteleuropa nur dann von Bedeutung werden könne, wenn sich damit eine Vereinbarung über die Tri­bute verknüpfe.

Der französische Versuch, Deutschland von Oesterreich zu trennen, errege Mißfallen, da hierdurch die Stellung Deutschlands in Lausanne erschwert und die Aussicht auf ein zufriedenstellendes Tributabkommen verringert würde.

Sollte jedoch der Plan die Trennung Oesterreichs von Deutschland bringen, so müßte Frankreich gleichzeitig hin­reichende Zugeständnisse in der Tributfrage machen. Da Frankreich sowieso für die finanzielle Unterstützung der Staaten der Kleinen Entente verantwortlich sei, würde es kaum irgendwelche zusätzlichen Opfer bringen und könne neue Zugeständnisse nicht ohne Gegenleistung erhalten.

Tardieu klärt Hoesch über seine Londonreise auf.

Tardieu hak den deutschen Botschafter von Hoesch zu sich gebeten und ihm Darüber Aufklärung gegeben, welche Bewandtnis es mit feiner Reife nach London habe und wel­chen Standpunkt die französische Regierung bei der bevor­stehenden Konferenz der vier Großmächte in London zu vertreten gedenke.

Mittwoch Eröffnung der Donau-Vorkonferenz.

London, 4. April

Wie das englische Außenministerium amtlich mitteilt, wird die Donaukonserenz der vier beteiligten Großmächte am Wittwochnachmillag um 14.30 Uhr im Foreign Office eröffnet werden. Zur Verhandlung steht die Frage-einer engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den Do­nauländern.

Nach den aus Paris vorliegenden Meldungen ist man jetzt in französischen Kreisen hinsichtlich des Ausganges der Donauverhandlungen merkwürdig hoffnungsfreudig ge­stimmt. Tardieu, so erklärt man in Paris, habe die feste Absicht, den wirtschaftlichen Zusammenschluß der Donau­staaten in der von ihm vorgeschlagenen Form durchzuse'zen. Paris rechnet hier damit, daß besonders das Angebot der französischen Regierung, weitgehende finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, seine Wirkung nicht verfehlen werde.

Tardieu scheint in dieser Richtung zu sehr großen Zuge­ständnissen bereit zu sein und selbst aus eine materielle Un­terstützung Englands bei der Kreditgewährung verzichten zu wollen, wenn das der Verwirklichung seines Planes von Ruhen fein könnte.

Kraftwagen gegen einen Baum geprallt.

Hamburg, 4. April.

Ein mit zwei Personen besetzter Personenkraftwagen geriet auf der Pinneberger Chaussee bei Eidelstedt ins Schleudern und prallte mit großer Wucht gegen einen Chausseebaum. Der eine Fahrer, ein Hamburger namens Josef Böhm, starb kurze Zeit nach dem Unfall, während sein Begleiter mit schweren Verletzungen einem Krankenhaus zugeführt werden mußte.

Familientragödie. - Drei Opfer.

Leipzig, 4. April.

In dem Markranstädt benachbarten Seebenich hat der Arbeiter Kurt Schmidt seinen beiden Kindern, einem Knaben und einem Mädchen, die Kehle durchgeschnitten. Schmidt wollte auch noch seine Frau ermorden, doch flüchtete diese rechtzeitig. Der Mörder hat sich nach der Tat erhängt.

Erdrutschkatasirophe in Norwegen.

Oslo, 4. April.

Im Ramdal hat sich ein sehr großer Erdrutsch ereignet. Ueber 1000 Weter der Hauptchaussee wurden dabei fort- gerissen, große Waldstrecken vernichtet. An der Stelle, wo der Erdrutsch einsetzte, war gerade der Personen Omnibus von Höyland nach Ramsos vorbeigesahren. Hunderte von riesigen Tannen sind in der Tiefe verschwunden. Es sind Werte von mindestens einer halben Million zerstört worden. Ein großer Teil des Höyland Kreises ist von der Umwelt abgeschlossen. Es wird kaum möglich sein, eine ordentliche Wegverbindung vor etwa zwei Jahren wiederherzustellen. In einer Länge von 2000 Metern und in einer Breite von 4000 Metern ist die Landschaft um etwa 8 Meter gesunken. Die Telephonverbindungen sind zerstört. Die Telephon­masten und Telephonleikungen sind verschwunden. Es ist im Augenblick nicht möglich, auch nur einen provisorischen Weg herzustellen.

Die Arbeitslosigkeit hat nach den neuesten Erhebun­gen des Internationalen Arbeitsamtes in den letzten drei Monaten in der Welt weiter zugenommen.

Betriebsanwatt Winter an den Neichswahlleiiek

Betriebsanwalt Gustav Winter hat an 'en Reichswahh leiter folgendes Schreiben gerichtet:

z. Z. Rauhen, 20.März 1932.

Es wird mit vertraulich mitgeteilt, daß die fanatisch«» meiner Anhänger beabsichtigen, unter allen Umständen eine neue Kandidatur meinerseits für den zweiten Wahlgang durchziehen Ich erkläre deshalb generell, daß ich aus staatspolitischen Grün^ den nicht wieder kandidiere. Schon die erste Kandidatur war in weil an sich unbedeutend und nicht störend, nur als Vertrauens- bemonftrafion eines Teiles meiner Anhänger zu betrachten, bie bie meisten in der politischen Retätigung nicht beeinträchtigt h„

Lockerung des Umzugsverbots.

Der Amtliche Preußische Pressedienst teilt folgend! Anordnung des preußischen Innenministers betreffend Aus­nahmen von dem Verbot von Versammlungen und Um- Zügen unter freiem Himmel vom 30. 3. 1932 mit, die mit dem 1. April in Kraft getreten ist:

„In Abweichung von der Bestimmung des Abs. 4 der An­ordnung betreffend das Verbot von Versammlungen und Um- Zügen unter freiem Himmel vom 31. 10. 1931 (preuß. Gesetz, sammlung $. 225, MRI. s. d. i. B., S. 1125) ermächtigte ich dli Regierungspräsidenten, für die Stadt Berlin den polizeiprSsj. denten, in der Zeit vom 3. April 1932, 12 Uhr . .illa^s, bis jutu 9. April 1932, auch für politische Versammlungen und Umzug! unter freiem Himmel aus spätestens 24 Stunden vorher gestellte schriftliche Anträge Ausnahmen zuzulassen, sofern der sriedlichr und ungefährliche Ablauf der Versammlung gewährleistet er- scheint und sonstige Bedenken gegen die Abhaltung der V«. sammlung nicht bestehen. Mehrere gleichzeitige Versammlun­gen verschiedener Organisationen am gleichen Ort sind nur j« gestatten, wenn die Sicherheit gegeben ist, daß die Versamm­lungen sich räumlich in keiner Weise berühren."

Die Anordnung tritt mit dem Tage der Verkündung in Kraft.

Warnung vor unbefugter Anbringung von Wahlplakaleu

Der Polizeipräsident in Berlin weist daraus oin, daß die po­lizeiliche Bescheinigung über die vorgeschriebene Vorlegung oon Plakaten und Flugblättern politischen Inhalts selbstverständlich nicht das Recht gibt, die Plakate nun überall anzukleben. W« Gebäude, Zäune, Bäume u. dergl. beklebt, macht sich strafbar, ebenso wer an solchen ober anderen Stellen, insbesondere auch auf Fahr» und Gehbahnen Aufschriften anbringt und dadurch fremd« Sachen beschädigt. Die Sachbeschädigung wird mit Geldstrafe ober Gefängnis bis zu zwei Jahren bestraft. Die Polizeibeamten sind angewiesen, mit aller Energie gegen die unbefugte Jettelklebem und die „Malkolonnen" einzuschreiten.

Der Wahlkamps in Frankreich eröffnet.

Obgleich die Kammer erst am Freitagmittag aufgelöst wurde, hielten die Sozialisten schon am Abend in Chalons-sur- Marne ihre erste Wahlkundgebung ab, auf der Parteiführer Löon Blum eine große Wahlrede hielt. Blum führte u. a. aus, daß die augenblickliche Krise nicht auf die Ueberzeugung, sondern auf den Mgngel an Kauflrast zurückzuführen sei. Die Erzeugung übersteige nicht das Bedürfnis der einzelnen Völker, sondern das kapitalistische Regime habe weite Volksschichten zugrunde gerichtet Die Kundgebung wurde mit dem Absingen der Internationale geschlossen.

Immer noch Leichenfunde an der Westfront.

In der Zeit vom 25. bis 29. März sind in der soge­nannten „Roten Zone" des Pas de Calais nicht weniger als 361 sterbliche Ucberreste von im Weltkrieg gefallenen Soldaten freigelegt. 220 von ihnen sind Deutsche, von denen 40 identifiziert werden konnten.

Schwere Blultal. Eine schwere Bluttat, der ein Men­schenleben zum Opfer fiel, ereignete sich auf dem Tannen- köpf in Oestrich (Sauerland). Nach einem kurzen Wort­wechsel über den kommunistischen Leichenzug in Hohenlim- burg zog plötzlich der Arbeiter Heinrich Kemmerling einen Dolch und stieß ihn seinem Freunde, dem 21jährigen Franz Niesere, ins Herz, was den sofortigen Tod zur Folge hatte. Der Täter stellte sich sofort der Polizei, die ihn in Hast nahm. Die Tat hat keinen politischen Hintergrund.

Zur „Spionenverhaslung" in Frankreich. Ergänzend wird über die Verhaftung von zwei angeblich in deutschen Diensten stehenden Spionen in L 0 ngwy (Lothringen) gemeldet, daß die in der französischen Presse in diesem Zu- ammenhang gebrachten Nachrichten übertrieben seien. Be- onders was die angebliche Beschlagnahme sehr wertvollen christlichen Materials angehe, fei die Wahrheit entstellt worden. Wenn den Verhafteten auch nachgewiesen worden sei, im Dienst des Trierer Spionagebüros gestanden zu haben, so seien die bei ihnen aufgefundenen Schriftstücke und Pläne doch von sehr viel weniger großer Bedeutung, als man dies allgemein habe glauben machen wollen. Die Verhaftung der beiden angeblichen Spione liegt außerdem bereits über acht Tage zurück, wurde aber bisher geheim gehalten, da man vergeblich gehofft hatte, noch andere Mittelspersonen dingfest zu machen.

Bahnhof niedergebrannt. Durch ein Großfeuer wurde der französisch-schweizerische Grenzbahnhof Delle (iw Raum von Belfort) vollkommen zerstört. Obgleich die Feuerwehr aus schweizerischem und französischem Gebiet sehr rasch zur Stelle war, gelang es nicht, die Vernichtung des Bahnhofsgebäudes zu verhindern, das zum größten Teil ein Raub der Flammen wurde. Neben dem Wirt' schaftsgebäude, der Wohnung des Bahnhofsvorstehers und den Büroräumen der Grenzpolizei wurde auch das gesamte Zollgebäude in Asche gelegt. Der Sachschaden belauft sich auf mehrere Millionen Franken.

Kleine politische Meldungen.

Der Reichspräsident empfängt den österreichischen Vizekanzler Der Reichspräsident empfing den zur Zeit in Berlin weilenden österreichischen Vizekanzler, Innenminister Winkler, der vom hie' figen österreichischen Gesandten Dr. Frank begleitet war.

Weiterer Rückgang der Großhandelspreise. Die vom Stati­stischen Reichsamt für den 30. März berechnete Großhandelsricht' zahl ist auf 99,3 gegenüber der Vorwoche um 0,2 v. H. leicht zurückgegangen.

Komponist Hugo Saun gestorben. Der bekannte Komponist Hugo Kaun ist in seiner Wohnung in Berlin-Zehlendors im Alter von 69 Jahren an einem Schlaganfall gestorben.

Bei der aus Anlafj des Todes 3oar Kreugers vor- genommenen Revision bei der Kreuger u. Toll A®, wurden Unterschlagungen zweier ehemaliger Beamter der Gesell' schaft in Höhe von 165 000 Kronen ausgedeckt. Einer der Defraubanten wurde bereits verhaftet.