r i | flus Stadt, Kreis und Provinz i
Mitteilungen lokalen Interesses aus dem Kreisgebiet sind für diese Rubrik willkommen.
Nach dem Fest.
Ostern — das Fest der Auferstehung und des ju.igen Frühlings — ist dahingegangen. Tage der Erhebung der Sammlung und des Ausspannens. sie sind wie im Fluge an uns vorübergeeilt. Kaum daß sie begonnen, da waren SS wieder vorbei. Und nun nach dem Fest harren neue ufgaben, warten die Dinge des geschäftigen Alltags, bringen für jeden einzelnen neue Verpflichtungen und Sorgen. Der kleine Schulbube, der erstmalig ein Reglement kennen- lernen soll, der größere Knabe, der wieder eine Klasse höher gerutscht ist, der Erwachsene, der im Berufsleben steht, und die Ehefrau, die das Zepter in der Küche führt, alle sind sie nun vor Aufgaben gestellt, die sie mit ausgeruhtem Geist und klarem Auge erkennen und bewältigen sollen. Darum war es nötig, daß die hinter uns liegenden Feiertage auch tatsächlich der geistigen und körperlichen Sammlung galten, darum war es nötig, daß wir uns nicht dem wilden Taumel, sondern der klaren Besinnlichkeit ergaben.
Nachdem noch zu Beginn der Dfterwoche das Wetter recht unsicher zu werden schien, klärte sich der Himmel gegen Ende der Woche zusehends auf, und es schien, als ob die Dsterfeiertage zu Sonnentagen werden sollten. Tatsächlich begann der Dstersonntag mit strahlendem Lonnenschein. und wenn die Natur nicht noch immer ohne ihren grünen Schmuck wäre, hätten die taufenden von Wanderern, die am ersten Feiertage hinauszogen, annehmen können ,es wäre Mai. Die Sonne schien wirklich sommerlich heiß, und ganz „hitzige" Ausflügler ließen es sich nicht nehmen, an Wiesen und Abhängen zu lagern. Aber der Vorschuß auf den Sommer sollte nicht lange wahren. Bereits in der Nacht zum zweiten Feiertag bewölkte sich der Himmel, und die wochenlange Trockenheit, die in unserem Gebiet geherrscht hatte, wurde am Montag mit einem leichten, aber dauerhaften Regen beendet. Mögen auch die Ausflügler und Spaziergänger über die ins „Wasser gefallene" ©'ter* montag-partie verärgert gewesen sein, — die Landwirte und Gärtner freuen sich über den Regen, der für die Frühjahrsbestellung längst notwendig war.
Schule und Geburtenrückgang.
Die Zahl der Schüler an den öffentlichen Volksschulen betrug im Schuljahre 1931/32 7,59 Millionen. Sie hat gegenüber der Erhebung im Schuljahr 1926/27, bei der am 1. Dezember 1926 an den öffentlichen Volksschulen 6,66 Millionen Schüler gezählt worden waren, eine Erhöhung um 14 v. H. erfahren, während von der Erhebung im Schuljahr 1921/22 zu derjenigen im Schuljahr 1926 27 eine Verminderung um 25 o. H. erfolgt war. Dieser Rückgang war durch den starken Geburtenausfall während des Krieges verursacht; die Erhöhung im Schuljahr 1931/32 gegenüber dem Schuljahr 1926/27 ist darauf zurückzuführen, daß von den vier besonders schwach besetzten Geburtsjahrgängen aus der Kriegszeit, die von 1922 bis 1925 schulpflichtig wurden und seit 1925 gleichzeitig die Schule besuchten, bis Ostern 1931 zwei Jahrgänge der Volksschulpflicht entwachsen sind. Mit dem Ausscheiden der Geburtsjahrgänge aus der Kriegszeit steigert sich bei gleichzeitigem Neueintreten der zunächst noch stärker besetzten Jahrgänge aus der ersten Nachkriegszeit die im schulpflichtigen Alter stehende Bevölkerung noch bis zum Jahre 1933, in dem der letzte der schwachen Geburtsjahr- gänge aus der Kriegszeit die Schule verläßt. Dann erst wird der Geburtenrückgang, der nach dem Kriege mit dem Jahre 1923 fühlbar einsetzte, erneut eine sich ständig fort« setzende Verminderung der Schülerzahlen zur Folge haben.
Die Ueberdruck- Wohlsahrtsbriefmarken (6 und 12 Psg.-Marken, Verkaufspreis 10 und 15 pfg.) haben bei der Bevölkerung schnell AnMang gefunden. Für die Sammler sind diese Marken, die in kleiner Auflage erschienen sind und nur bis zum 31. März d. 3s. vertrieben
werden, von besonderem Wert. Gerade jetzt ist Weiterhelfen dringend notwendig, da die Hilfsmittel durch die Winter not fast erschöpft sind. Von Pfennigen kann hier große Wirkung ausgehen, wenn jeder nach Möglichkeit Wohlfahrtsbriefmar- ken zur Frankierung verwendet. Der geringe Wohlfahrts- aufschlag ist ja immer noch für weiteste Kreise tragbar. Die alten und neuen Wohlfahrtsbriefmarken sind bis zum 31. März d. 3s. noch bei den bekannten Wohlfahrtsstellen unb allen Postanstalten zu haben. Bis zum 31. August d. 3s. haben sämtlich« Marken volle postalische Gültigkeit.
Frankfurter Schlachtviehmarkt vom 29. 3. 1932. Der Auftrieb des heutigen Hauptmarktes bestand aus 981 Rindern, darunter 230 Ochsen, 60 Bullen, 368 Kühen, 275 Färsen, ferner 417 Kälbern, 72 Schafen und 3745 Schweinen. Bezahlt wurde:
Ochsen a 1 30—34, b 25—29, c 20—24,
Bullen a 25—30, b 20—24,
Kühe a 24-28, b 20—23, c 15-19,
Färsen a 30-34, b 25-29. c 20—24, Kälber b 40—43, 36—39, 30—35, Schafe a 30—32, 25—29, Schweine b 40—43, 40-43, 38—43, 36—40, 34—39. Rinder, Schweine ruhig. Kälber, Schafe mittelmäßig.
— Telegramm-Schmuckblätter zu Sammelzwecken käuflich. Die Telegramm-Schmuckblätter der Deutschen Reichspost sind vom 1. April an zu Sammelzwecken käuflich. Die künstlerisch ausgeführten Formblätter für Telegramme zu festlichen Gelegenheiten wurden bisher nur zur Niederschrift angekommener Telegramme mit Schmuckblattausfertigung benutzt, die einer Sondergebühr von 1 RM unterliegen. Jetzt kann sich der Sammler die Blätter eigens für seine Zwecke kaufen. Der Kaufpreis beträgt 70 bis 50 Rpf. für das Stück je nach dem Umfang der Bestellung; hierzu kommt bei Rechnungsbeträgen bis zu 60 RM ein geringer Zuschlag für Versandkosten. Dafür werden die Blätter, die zum Zeichen ihrer Echtheit den Abdruck eines Postaufgabestempels erhalten, unter „Einschreiben" gegen Nachnahme zugesandt. Weiter erwachsen dem Besteller im Jnlandsverkehr keine Kosten.
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Dffenbach a. ITL (Auto Überfahrt zwei Nadfahrer.) Am Karfreitag gegen 12.30 Uhr ereignete sich auf der Strafte von Vietzenbach nach Gravenbruch ein schwerer Verkehrsunfall. (Ein von einer 21 jährigen Dame gesteuerte Wagen, der sich auf der Nückfahrt nach Dffenbach befand, wollte einem entgegenkommenden Auto ausweichen und Überfuhr dabei zwei Nadfahrer. Schließlich landete der Wagen im Straßengraben. Der eine Nadfahrer, namens Georg Henn aus Frankfurt-Dberrad erlitt beim Ueber- fahren so schwere Verletzungen, daß er kurze Zeit darauf verstarb. Seine neben ihm fahrende Braut wurde in den Straßengraben geschleudert und erheblich verletzt. Die polizeilichen (Ermittlungen wurden alsbald ausgenommen. Die Schuldfrage ist noch nicht einwandfrei geklärt.
WSN. Darmstadt. Wie schon am Karfreitag, so ver- suchten auch am ©[terfamstag die Kommunisten, am Mittag und am Abenb an mehreren Stellen der Stadt zu demonstrieren. An diesen Demonstrationen sollen sich diesmal besonders die gottlosen Kommunisten beteiligt haben. Die Polizei griff mehrfach ein und unterband die Demonstrationen, ehe es zu irgendwelchen ernsten Auseinandersetzungen kam. — Wie wir erfahren, wird anläßlich des zweiten Wahl- ganges um den Posten des Reichspräsidenten Aböls Hitler persönlich in den Wahlkamps in Hessen eingreifen. Der Führer der Nationalsozialisten wird am 7. April in der Darmstädter Festhalle sprechen.
WSN. F r a n k f u r t a. M. Das Frankfurter Künstler« theater für Rhein und Main G. m. b. h., Frankfurt - a, M., das das Frankfurter Nünstlertheater, das hessische Nünstlertheater "Unb das Badische Nünstlertheater umfaßt, befindet sich in Schwierigkeiten, als deren 'Ursache die schlechte Wirtschaftslage angegeben wird. Nachdem dem
Theater vom Wiesbadener Nommunalkindtag bk $uK Hon in der früheren Höhe wieder bewilligt worden^ dürften diese Schwierigkeiten nunmehr als überaus betrachtet werden. von gutunterrichteter Seite wird v versichert, daß die Fortführung des Theaterbetriebes, t(j künstlerische Qualität unbestritten ist, in t - ’ ’ ’ ■
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•eine Des, M der bishech i
Weise absolut sichergestellt ist.
Vom Spielgefährten angeschossen. Ein zehnjährig Junge hatte sich in Schill»r«dorf einen Tesching schafft. Beim Spiel legte er plötzlich auf einen elfjährig Knaben an und schoß ihm eine Kugel in di« Brust. H Getroffene wurde schwerverletzt ins Krankenhaus geschtz f wo er hoffnungslos darniederliegt.
Falschmünzer entlarvt. Die Polizei in Her 30 geile rath (Kr. Aachen) kam auf ungewöhnliche Weis« tim 1 Falschgeldherstellung auf die Spur. Ein Bergmann 01 m Herzogenrath erlitt auf der Zeche Voccart einen Unk Man brächte den Verletzten in« Bardenberger Kranken^ i und als ihn die Wärter dort entkleideten, fielen aus fein. |< Hosentasche mehrere neue Geldstücke.' Bei näherem Zusch stellt« es sich heraus, daß es sich hier um falsch» Aroeimati » stücke handelte, die schon in letzter Zeit vielfach >m Seit i" Herzogenrath und Merkstein aufgetaucht waren, ohne $ man von ihrem Hersteller etwas wußte. Eine Untersuche i1 sowie eine Haussuchung bei dem Verunglückten führten $ J Beschlagnahme von Material und Werkzeugen, die zur stellung der Falschstücke benutzt worden waren.
öb 000 Reichsmark unterschlagen. Der 38jährige w: , heiratete Reichsbankvorsteher Karl Sator wurde in Mi' e tenberg (Unterfranken) verhaftet und ins Untersuchung “ aefangnis nach Aschaffenburg gebracht. Sator soll nach ’ bisherigen Feststellungen Unterschlagungen in Höhe m ’ rund 50 000 Reichsmark begangen haben. Die Aufdeckm i erfolgte in Abwesenheit Sators, der vor fünf Wochen eine • Urlaub angetreten hatte. Dem Vernehmen nach soll eii ‘ Reihe von Leuten dem Reichsbankvorsteher größere ’ fälligkeitswechsel im Laufe der letzten Jahre unterzeichn । haben, die bei Verfall immer wieder verlängert wurde 1 Zuletzt war dies aber nicht mehr der Fall. Es ist also m I zunehmen, daß Sator aus diesem Grunde die Unters gungen begangen hat. 1
— Straße frei für die Feuerwehr. Feuerschäden mi ! den hauptsächlich dadurch niedrig gehalten, daß die Fem l wehr in kürzester Zeit auf der Brandstelle emtrifft, den im Brandfalle wächst der Umfang des Schadens von « künde zu Sekunde erheblich. Es ist daher von größter Mit tigkeit, daß die Fahrzeuge der Feuerwehr in kürzester A auf der Brandstelle eintreffen. Durch Polizeivorschriften i festgelegt, daß den Fahrzeugen der Feuerwehr sofort Pli gemacht werden muß; dabei muß beachtet werden, daß i bis zu 8000 Kilogramm schweren Fahrzeuge eines grüßen Raumes bedürfen, um sich mit der nötigen Schnellig!- sicher fortbewegen zu können. Die Straße muß daher. möglichst großem Umfange freigemacht werden.
Das größte Seebab Deutschlands ist — Bet lin! Fünfzigtausend, sechzigtausend, siebz gtausend 8a! gäste an einem einzigen schönen Sommertage . . . das |i Zahlen, die nur das eine Bab in Deutschland, in Sura aufweisen kann — das Stranbbab Wannsee in Berlin, Ö mustergültige ... Da gibt’s aller, war der Mensch zu fein Erholung braucht. Selbstverständlich auch eine gute T „Nathreiner". Der wird, scheint's, da draußen in Wann viel getrunken. An heißen Tagen eisgekühlt. So ei Tasse „Nathreiner kalt" erfrischt, schmeckt und ist — billi Und das ist gerade das, was wir brauchen. Nicht n im Stranbbab Dangsee . . . ___
Niehverwertungsgenosseuscha Schlüchter«.
I Die nächste Viehlieferung erfolgte« ■J* - uff Sonnabend, den 2. April d. Js. ! Mitglieder werden um rechtzeitige Anmeldung der T« gebeten. Der Vorstand.
verantwortlich für den Inhalt: Fr. Steintew.
Herzliche Einladung!
Mittwoch abend 8 Uhr spricht Herr Prediger Hermes, Mitten im Saale der Gastwirtschaft Hafner.
Jedermann herzlich willkommen.
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Jetzt endlich bin ich in der ßaqe, meine werte Kundschaft so zu bedienen, wie ich es schon immer wünschte. Bereits vor einem Jahre hatte ich meine Mitgliedschaft durch die hiesige Händlervereinigung beim Händlerverband gekündigt, um dies Ziel zu erreichen. Durch Auferlegung einer Strafe wurde ich gezwungen, bis zum I. April 1932 Mitglied der Händlervereinigung zu bleiben. Nunmehr bin ich frei und steht aus die Einräumung günstigerer Preise ab 1. April keine Strafe mehr.
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