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67 Milliarden bezahlt.

Klare Abrechnung über die deutschen Leistungen seit dem Waffenstillstand.

Berlin, 30. Januar

Die französischen Berechnungen, wonach Deutschland Frankreich noch Beträge für den Wiederaufbau des Kampf­gebietesschuldet" und die Märchen über die günstige Fi­nanzlage Deutschlands nach der Entwertung der inneren Schulden in der Inflation erfahren jetzt durch amtliche Zah­len über die Gesamthöhe der bisher von Deutschland ge­leisteten Zahlungen eine klare Zurückweisung.

Nach dieser amtlichen Berechnung hat Deutschland bis zum Inkrafttreten des Dawesplans, also bis zum 31. August 1924, den Reparationsmächten Vermögenswerte von insge­samt 42 059 Millionen Goldmark übereignet. Davon ent­fallen je zehn Milliarden Mark auf das abgetretene Staats­und Privatvermögen. Gutgeschrieben hat uns die Repara- tionskommission von diesen 42 Milliarden Mark ganze acht!

In Ausführung des Dawes- und des ^oungplans hat Deutschland dann weitere zehn Milliarden Mark geleistet, so daß die Gesamtsumme der deutschen Leistungen sich auf rund 53 Milliarden Mark erhöhte. Hierzu sind aber noch weitere Kosten, der Wert des zwangsweise vernichteten Kriegsmaterials mit über acht Milliarden, die industrielle Abrüstung und die inneren Besatzungskosten zum Beispiel, im Gesamtwert von über 14 Milliarden hinzuzurechnen. Insgesamt ergibt sich also eine deutsche Leistung von 67 673 Millionen Goldmark.

Aber auch in dieser Summe fehlt noch immer die Be­rechnung des volkswirtschaftlichen Wertes der abgetretenen Gebiete und der Kolonien, ferner alle indirekten Schäden. Auch die Belastung des deutschen Kredits durch den Ka­pitalwert der Nounganleihe und die Belastung aus dem Hooverjahr ist noch nicht darin enthalten.

Die offiziöse Erklärung tritt dann noch der Arsfassung entgegen, daß Deutschlands innere Schuld im Verhältnis zu der seiner Gläubigerländer gering sei und Deutschland infolgedessen bei einer Entlastung von den Reparationen leistungsfähiger sein würde als diese Länder.

Die Inflation, die die inneren Kriegsschulden ausge­löscht habe, habe ebenso den einzelnen Staatsbürgern wie dem Staat selbst schwere Einbußen und Usubelaftungen ge­bracht, zumal da mit der Vernichtung des Kapitals durch die 3nflafion die Uebertragung von Kapital und Sachgä- tern in dem oben erwähnten Umfange auf Grund des Friedensvertrages gleichen Schritt gehalten habe.

Erwerb der GiLais- bzw. Michsm;-7ehsregksit

In der Oeffentlichkeit ist neuerdings verstärkt die Frage der Einbürgerung des Führers der NSDAV., Adolf Hitler, erörtert worden. Nach dem Reichs- und Staatsangehörig- keitsgesetz uom 22. 6. 1913, ergänzt durch ein Gesetz vom 5. 11. 1923, kann die Einbürgerung auf zweierlei Weise erfolgen: 1. Der betreffende Ausländer hat bei der Regie­rung des Landes, in dem er feinen Wohnsitz hat, einen ent­sprechenden Eintrag zu stellen. Diese Regierung kann den Antrag ablehnen. Im Falle der Annahme des Antrages entscheidet der Reichsrat, in dem Einspruch erhoben werben kann, mit der Begründung, daß die Einbürgerung deur Wohle des Reiches oder des betreffenden Bundesstaates ^Landes) zuwiderlaufe. Im Einspruchsfalle entscheidet der Reichsrat mit Mehrheit. 2. Die Anstellung eines Auslän­ders im Reichs- oder Staatsdienst oder in einer Körperschaft des öffentlichen Rechtes in Beamteneigenschaft gilt zugleich als Einbürgerung, und zwar erwirbt der Betreffende da­durch, automatisch die jeweilige Staatsangehörigkeit oder im Falle der Anstellung im Reichsdienst mit Beamteneigenschaft die unmittelbare Reichsangehörigkeit.

Alkoholverbot in Finnland ausgehoben.

Heljingfors, 1. Februar. Das neue Alkoholgesetz wurde vom finnischen Reichstag mit 120 gegen 45 Stimmen an­genommen. Damit ist das finnische Alkoholverbot endgültig aufgehoben. Die Vorbereitungen zur Durchführung der neuen Bestimmungen dürften noch vor dem 1 April ab­geschlossen sein.

Lenkung der Bier-Ausschankpreise.

Berlin, 30. Januar. Reichskommissar Eoerdeler hat folgende Senkung der Ausschankpreise für Bier in Gast­stätten angeordnet: Bier, das im Ausschank bisher je Liter bis 80 Pfg. gekostet hat, muh um 4 Pfg. billiger ausge­schenkt werden, Bier mit einem bisherigen Preis von 1 Mk. um 6 Pfg. und teuere Biere um 8 Pfg Für kleinere Gefäße find entsprechende Ausschankpreise festgesetzt. Die Gaststätten werden überdies verpflichtet. Preistafeln mit dem früheren und dem neuen Bierpreis anzubringen.

Tagung des Parteivorstandes der Wirtschaftsparlei.

Berlin, 1. Februar. Der Parteivorstand der Reichs­partei des Deutschen Mittelstandes (Wirtschaftspartei) be­schäftigte sich unter dem Vorsitz des wieder genesenden Par­teiführers Dr. Bredt mit organisatorischen Fragen der Par­tei. Dabei wurden auch die Vorbereitungen der Preußen- wahlen und der Reichspräsidentenwahl erörtert. Entschei­dungen über die Haltung der Partei zur Kandidatur Hin- burgs wurden jedoch der Reichstagsfraktion vorbehalten.

Wichtige Beratungen in London.

London, 1. Februar. Die chinesisch-japanische Span­nung führte zu wichtigen Besprechungen der Regierung. Daily Expreß" zufolge drehten sich die Besprechungen in der Hauptsache um die Sicherheit der englischen Staatsan- gehörigen in Schanghai und darum, ob der militärisch« Schutz in der internationalen Niederlassung genügend sei. Der König wird dauernd telephonisch von den letzten Ent­wicklungen unterrichtet.

Postagentin mit 200 000 Mark geflüchtet. Nach Unter- schlagungen von 200 000 Mark amtlicher Gelder ist die Post- atentin Anna Steubl aus Wasserburg (Bayern) ge­ll ichtet. Sie fuhr an diesem Tage nach Plattling, wo sie sich mit einem Postbeamten aus dem Bayerischen Walde traf, der vorher telegraphisch verständigt worden war. Man vermutet, daß die beiden versuchen werden, über die tschecho­slowakische Grenze zu entkommen.

Der Vcrlrauchsrückaang bei den Genußmitteln. Aus den Mitteilungen des Instituts für Konjunkturforschung geht hervor, daß der Kafseeverbrauch im dritten Viertel­jahr 1931 in Deutschland gegen die gleiche Zeit des Vor­jahres von 137 000 auf 102 700 Doppelzentner gesunken ist, der Teeverbrauch von 5400 aus 3600 Doppelzentner und der Kakaokonsum von 61 000 auf 47 000 Doppelzentner.

| ftas Stadt, Kreis und Provinz j

Mitteilungen lokalen Interesses aus dem Kreisgebiet sind für diese Rubrik willkommen.

Der Februar.

Nach einem Januar, der so seltsam und unzeitgemäß, so unwinterlich und vorfrühlingsmäßig war, treten wir mit dem Februar in den letzten Wintermonat ein. Es gibt viele, die den Februar als vollwertigen Wintermonat gar nicht gelten lassen wollen. Ob diese Leute ihre Meinung nicht ändern werden, bleibt abzuwarten. Denn, bringt der Januar nicht zur rechten Zeit einen rechtschaffenen Winter, dann bekommen wir die kalte Jahreszeit eben in einem schweren Nachwinter doppelt hart zu spüren. Ein Glücks­gefühl freilich kann uns auch ein fchneereicher Februar nicht rauben: die Wohltat des wachsenden Tages, den Segen einer von Tag zu Tag an Kraft und Wärme zunehmenden Sonne. Noch in das erste Drittel des Februar fallen die letzten Tage des Faschings. Es find die Tage, in denen Mummenschanz und Narretei ihren Höhepunkt erreichen. Bis jetzt hat sich das Karnevalstreiben in einem durchaus harmlosen Rahmen gehalten. Es ist zu hoffen, daß auch der Ausklang des Faschings sich in den Grenzen bewegt, die Not und Elend gezogen haben. Am Ende des Karnevals steht der Aschermittwoch. Es beginnt die Vorbereitung auf Ostern. Daß der Februar dieses Mal neunundzwanzig Tage zählt, kreidet ihm jeder an, deraus gewissen Grün­den" ungeduldig auf den Monatsersten wartet.

Wetterbericht. Infolge des Luftdruckfalls, der wäh­rend der vergangenen Woche andauerte, ist das kontinen­tale Hochdruckgebiet im Osten abgebaut worden und liegt z. 3t. mit feinem Kern über England. Die Zyklone Nichtig­keit, die während der ganzen vergangenen Seit über Norü- europa schon sehr heftig war, hält dort noch an, jedoch werden die Tiefdruckstörungen von Skandinavien aus eine mehr südöstliche Bahn einschlagen und dabei unsere Witte­rung mehr beeinflussen können. In rascher Folge wechseln leichte Temperaturanstiege mit Abkühlungen ab, jedoch wer­den die Schwankungen in unserem Gebiet nicht sehr große Ausmaße annehmen. Witterungsaussichten für Diens­tag: Ueberwiegend bedeckt und auch Neigung zu Nieder- schlägen, Temperaturen wieder etwas milder nach voran­gegangenem Nachtfrost.

Wird der Kreis Schlächtern aufgelöst? 5u diesem Thema, das seit einigen Tagen im ganzen Kreisge- biet lebhaft erörtert wird, hat auch am Samstag in einer Sitzung der Kreisausschuß des Kreises Schlüchtern Stellung genommen. Obwohl das Problem der Landkreisreform von den maßgebenden Instanzen geheim gehalten wird und daher für die Oeffentlichkeit noch sehr undurchsichtig ist, hält sich dennoch das Gerücht, daß sich der Kreis Schlüchtern un­ter den auszuteilenden Kreisen befindet, hartnäckig aufrecht. Als vorbeugende Maßnahme wurde vom Kreisausschuß be­schlossen, Herrn Landrat Dr. Müller und Herrn Bürgermei­ster Gaenßlen zu Beauftragen, alle ju Gebote stehenden Mittel in Anwendung zu bringen, das Kreisgefüge in Jeiner alten Gestalt zusammenzuhallen, ein Beschluß, den man auch in der heute Abenö stattfindenden Stadtverordnetensi­tzung gutheißen wird. So wie der Kreis Schlächtern sich in seiner zukünftigen Existenz bedroht fühlt, tauchen nun auch in anderen Kreisen (Usingen, Liedenkops) Proteste auf, die sich gegen die Zerschlagung der Kreisgrenjen und vor allem gegen die katastrophale Erschütterung des Wirtschafts­lebens in diesen Gebieten richten. Nach Urteilen von Kom­munalpolitikern dürfte bei einer Veränderung des Kreis­gebietes kaum mit einer verwaltungsbehördlichen Erspar­nis zu rechnen fein, während andererseits aber die ineinan- derlaufenden Fäden eines auf sich angewiesenen Wirtschafts­gebietes zerrissen und sich ungeheure Schäden für alle öe- völkerungsschichten einstellen würden. Da muß man un­willkürlich fragen, ob bei einer solchen Angelegenheit nicht in erster Linie die Interessen der Gesamtheit im Vordergrund stehen und von den gewählten Landtagsvertretern zu wah­ren sind. Man spricht heute von ungeheuren Fehlern, die im Laufe der letzten Jahre aus politischem und wirtschaft­lichem Gebiete durch die von Parteien gedeckte öffentliche Hand gemacht wurden und für die nun letzten Endes der Staatsbürger finanziell herhalten muß. Von dieser nachträglichen aber berechtigten Kritik an den viel­seitigen Mißgriffen sollte man sich auch bei der Land- Kreisreform leiten lassen, ehe man eine Entscheidung ver­wirklicht, deren Folgen auf dem schon ohnehin gebeugten Rücken der Landbevölkerung ausgetragen werden. Die end­gültige Entscheidung zur Landkreisreform werde, so ver­lautet, jedoch vor dem preußischen Landtag herbeigeführt werden, und zwar, so sehe die Notverordnung selbst vor, erst nach den bevorstehenden Neuwahlen. - Auf die am Donnerstag nachmittag in der Volksschulturnhalle in Schlüchtern stattfindende Kundgebung fei auch an dieser Stelle nochmals hingewiesen.

Zur Auflösung von Landkreisen teilt der Pressedienst des Landkreistages weiterhin mit: Die in der 2. Sparnot- verordnung angeordnete Zusammenlegung von Landkreisen hat in der Bevölkerung außerordentliche Beunruhigung ausgelöst. Da nach ausdrücklicher Gesetzesvorschrift bei dieser Reform die Interessen der Bevölkerung nicht ver­letzt werden sollen, hält es der Vorstand für unbedingt er­forderlich, daß die Kreistage der von der beabsichtigten Neuregelung betroffenen Kreise vorher gutachtlich gehört werden. Bbzulehnen aber ist eineNationalisierung", die wie in früheren Jahren unter Verzicht auf jede ernste rech­nerische Prüfung den Blaustift auf der Landkarte be tätigt und schon durch schematische Zusammenlegung von Verwal­tungsbezirken gewaltige Ersparnisse voraussagen will. Die sogenannteRegionalreform" von 1929, bei der man auf finanziellem Gebiete fast völlig im Dunkeln tappte, hat schon heute keinen überzeugten Verteidiger mehr. Die größte der damals erweiterten Großstädte erklärt in ihrem letzten Hilferuf, ihre Steuerkraft sei durch die Eingemeindungen

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zuräckgegangen! Mit solchen Reformen sollte man die Land- Kieise wenigstens in Zukunft verschonen und deshalb dort von Auflösungen absehen, wo hierdurch nur die persönlichen Lasten der Bevölkerung vermehrt werden.

Stadtverordnetensitzung Schlüchtern. Air» Montag, den 1. Februar 1932, abends 8H2 Uhr findet eine Sitzung der Stadtverordnetenversammlung mit fol­gender Tagesordnung statt: 1. Stellungnahme zu der vom preuß. Staatsministerium anscheinend erwogenen Frage we­gen Auflösung des Kreises Schlüchtern und Zusammenlegung mit einem benachbarten Kreise. 2. Neufestsetzung der Mie­ten für die städtischen Neubauwohnungen. 3. Antrag der Stadtverordneten Niehm, Walther, Berthold und Denker auf Herabsetzung des Wassergeldes auf den Stand vor der leisten Erhöhung ab 1. 4. 1932. 5. Verschiedenes (Senkung der Elektrizitätsgebühren pp.)

Arbeitsjubiläum. Am heutigen Tage sind 30 Jahre verflossen, seitdem Herr Prokurist Leo Dehler, Schläch­tern, in Diensten der Seifenfabrik Viktor Wolf, Steinau steht. Herr Dehler durfte erleben, daß sich die früher in Schlächtern befindliche Seifenfabrik in den letzten Jahren seiner langen Arbeitszeit zu einem bedeutenden und be­achtlichen Industriewerk entwickeln konnte. Wir gratulie­ren!

Dienstjubiläum. Herr Iustizsekretär Schreiber kann am heutigen Tage auf eine 25jährige Dienstzelt beim Amtsgericht in Schlüchtern ^urückblicken. Wir gratulieren!

Personen Nachricht. Herr Studienrat Heinrich Mou- zel aus Schlüchtern, zur Zeit an der Staatlichen Bildungs- anstalt Berlin-Lichterfelde, wurde vom Kultusminister zum Direktor des Staatl. Gymnasiums in Köln-Müllfeim er­nannt.

Ehrung kinderreicher Mütter. Nach einer Mit- teisung des Regierungspräsidenten in Kassel ist die Ehren­urkunde samt Erziehungsbeihilfe, die der preußische Mini­ster für Volkswohlfahrt für kinderreiche Mütter gestiftet hat, nun auch >m Negierungsbezirk Kassel an insgesamt sechs Frauen verliehen worden: Frau Bertha Born in Groß-Ruheim, Marie Breitung in Treischfeld bei Hünfeld, Margarete Kaufmann in Weichersbach Kr. Schflüchtern, Luise Knapp in Hanau, Helene Ricke in Gold­beck (Schaumburg) und Marie Odenwald in Petersberg bei Fchlda. Zusammen mit den fünf kinderreichen Müttern, an die im Negierungsbezirk Wiesbaden diese Ehrung samt Erziehungsbeihilfe verliehen wurde, sind es in der gesam­ten Provinz Hessen-Nassau also insgesamt elf Mütter, denen der Minister seineehrfurchtsvolle Anerkennung für müt­terliche Tugenden" durch Wort und Tat bekundet hat.

Gefahr für d ie kommunalen höheren Schu­len. Der Plan der preußischen Regierung, die staatlichen Zuschüsse an die kommunalen höheren Lehranstalten auf die Fälle zu beschränken, in denen lediglich eine rechtliche Ver­pflichtung dafür vorliegt, ist von der Zentrumsfraktion zum Gegenstand einer Großen Anfrage gemacht worden. Mon dieser Maßnahme würden, so wird in der Anfrage erklärt, 230 kommunale Schulen betroffen; für die Mehr­zahl von ihnen würde dies den völligen Ruin bedeuten. Der allem würde die höhere Schule der Kleinstadt und des platten Landes betroffen werden und dadurch für die Be­völkerung eine schwere kulturelle -Schädigung entstehen. Für die Gemeinde, die durch Schließung der Schule die Schulgeldeinnahmen verlöre, entstände nur eine neue Bc= lastung, da sie die Gehälter der abgebauten Lehrkräfte wei­terzahlen müßte. Line bildungspolitisch derartig verhäng­nisvolle Maßnahme sei auch durch die finanzielle Bedräng­nis des Staates keineswegs zu rechtfertigen. 3m gleichen Sinne .spricht sich auch ein Antrag der volksparteilichen Landtagsfraktion aus.

Abiturientenhilfe begrenzt. Der DeutschePhu lologenverband teilt mit: Die vom Deutschen Philologenoer- band an die maßgebenden Spitzenverbände der Wirtschaft gegebene Anregung einer praktischen Berufshilfe für die Ostern 32 zur Entlassung kommenden Abiturienten ist von der Vereinigung der deutschen Krbeitgebervcrbände auf= gegriffen worden. Durch ihre Vermittlung und die der übrigen Spitzenverbände der Wirtschaft wird eine unmittel­bare Fühlung der Leiter wirtschaftlicher Unternehmungen und der Leiter höherer Lehranstalten angestrebt. Schon die ersten Beratungen über die Möglichkeit, Abiturienten in Lehrstellen der Wirtschaft (Handel, Handwerk, Industrie) zu überführen, ergaben, daß vor einer Ueberschätzung dieser Möglichkeiten dringend gewarnt werden muß: denn mit dem Rückgang des Beschäftigungsgrades der Wirtschaft hat sich naturgemäß auch das Angebot an Lehrstellen außeror­dentlich vermindert. Trotz der bestehenden großen Schwleria- Keiten hegt man aber die Hoffnung, daß einem Teil der Abiturienten 1932 die Möglichkeit einer praktischen Be-