Heiterkeit und Freudigkeit ist der Himmel, Unser dem aller gedeiht. Jean Paul.
Geriebene Kartoffeln.
Geriebene Kartoffeln sind einer der ergiebigsten Grundstoffe unserer Speisenbereitung.
Schon beim Kochen des bekannten und beliebten Kartoffel b r e i s gehen wird nicht mehr den umständlichen Weg, die Kartoffeln zu zerkochen und mit dem Quirl zu zerdrücken, sondern wir reiben die gekochten Kartoffeln und verarbeiten sie dann innerhalb weniger Minuten zu einem feinen Brei oder Püree. Zu Kartoffel a u f l a u f empfiehlt es sich, die Kartoffeln schon am Tage zuvor zu kochen, am Tage der Bereitung des Auflaufs aber erst zu reiben. Auch zu Kartoffel b ä l l ch e n sind geriebene Kartoffeln besser als zerstampfte. Allerdings sollte" man hierzu nur sehr mehlige Kartoffeln verwenden. Zu Kartosfelbrot rechnet man auf 1 Pfund feines Weizenmehl 1 Pfund geriebene gekochte Kartoffeln. Ausgezeichnet sind die vielfach unbekannten Kartoffel! o t e l e t t e n. Die geriebenen gekochten Kartoffeln werden mit Butter, Eidotter, geriebener Muskatnuß und Salz vermischt. Aus dem Teig "formt man fingerdicke, abgerundete Koteletten, wendet sie in geschlagenem Ei und geriebener Semmel, bäckt sie in Butter auf beiden Seiten braun und gibt sie zu Braten, gedämpftem Fleisch oder irgendwelcher Soße. Von hier bis zu den berühmten sächsischen Quark k ä u l ch e n ist es nur ein Schritt. Hier kommen ein Drittel bis ein Halb Quark hinzu, weiter Zucker und Korinthen, sonst aber formt man aus dem Teig ähnliche Gebilde, lang oder rund, und bäckt sie in Butter oder Leinöl goldgelb und bestreut sie mit Zucker oder auch Zucker und Zimt. Sie schmecken ganz heiß, aber auch kalt.
Koch-Rezepie.
Pommersche Heringstunke. Hierzu teilt man zwei gut gewässerte Heringe, die man enthäutet und entgrätet hat, in Hälften und schneidet sie in dünne «treifen Inzwischen dünstet man in kleine Würfel geschnittene Zwiebeln in Fett, gibt den Hering hinein, der aber nur einen Augenblick aus- schwißen darf, weil er sonst zergeht. Darauf macht man mit Wasser und Mehl und gestoßenem Pfeffer eine Einbrenne. in der man alles andere rasch noch einmal ausquellen läßt.
Mehlspeise aus Brot. Man kann aus Brot eine feine Mehlspeise herstellen, wozu Rahm, Butter, Eidotter und geriebene Schokolade gehört. Weicht man das Brot in heißer Milch ein und verrührt es tüchtig, dann erhält man einen Teig, aus dem man Brot-Eierkuchen herstellen kann. Man rechnet auf 450 Gramm Brot vier zerquirlte Eier, eine Prise Salz, einen Eßlöffel voll Zucker, eine Prise Zimt, einen Löffel voll Mehl und 70 Gramm gewaschene und aus» gequellte Korinthen. Brotpudding, Brotsoße, Drotroulade, Brotsuppe, Broitorte sind weitere Erzeugnisse unserer Resteverwendung. Brotwasser für Kranke sei besonders empfohlen. 250 Gramm Brot werden m 1 Liter Wasser" eme Stunde lang gekocht, durchgeseiht und mit K Liter Weißwein, Zitronensaft und Zucker vermischt. Für fieberhafte
^Urheberschutz durch T. Ackermann, Romanzentrale Stuttgart)
Fortsetzung 2)
„5 a, das sage ich Ihnen, liebe Frau Lenz," betonte er, „oder glauben Sie, unserem Herrgott ist damit gedient, wenn die Menschen in Trübsinn und Tränen ihre Tage verbringen?"
„Ich soll lachen? Wie kann ich das je wieder nack diesem Leid?" Sie warf einen bezeichnenden Blick aus das Grab, und in bitterem schmerzvollen Lächeln verzogen sich ihre Lippen.
„Gott schickt uns Schmerz und Leid, um uns zu läutern; in Demut müssen wir uns seinem Willen beugen! Wir dürfen uns unserem Schmerz aber nicht so hingeben, daß wir mit dieser Hngabe Anderen wieder großes Leid zufügen! Und das tun Sie, Frau Lenz."
„Herr Pfarrer--"
„Ja, meine liebe Frau Lenz, denn Sie denken nicht an Ihr Söhnchen. das einsam und traurig in seinem Märchenbuche liest; und Ihr lieber Mann war auch nicht froh bei '"einem Scharfen! Glauben Sie, er trauert ebenfalls tief um das Töchterchen.
„Bei euch ist es so, daß jeder seine Trauer für sich trägt, und darum schwerer, anstatt sich durch ein gemeinsames Tragen die Last zu erleichtern."
„Hat sich mein Mann beklagt?"
„Nein, Frau Lenz, er schweigt! Ich lese aber aus seinem traurigen Gesicht — ich sehe das über seine Jahre ernste Kind — ich habe doch Augen! Sie vergessen über der Toten die Lebenden, die sich nach Ihrer Liebe sehnen."
„Es gibt keinen größeren Schmerz als den meinen! Sie können sich da nicht so hineindenken, Herr Pfarrer; denn wer nicht selbst Kinder gehabt hat, versteht die Seele einer Mutter nicht!"
Mit schmerzlichem Blick sah der Pfarrer sie an. „Ach, meine liebe Frau Lenz, meine Frau und ich, wir verstehen Sie nur zu gut! Denn unsere beiden Knaben sind uns im Zeitraume eine Woche im Alter von sieben und fünf Jahren durch eine Diphterie genommen worden; es ist allerdings schon viele, viele Jahre her."
Eine tiefe Betroffenheit malte sich auf dem Gesicht der jungen Frau.
„Das wußt' ich nicht!" murmelte sie.
Kranke schneidet man Schwarzbrot in Scheiben, röstet pe, Sieht kochendes Wasser darüber, läßt auskühlen und fügt sitronensaft imb Zucker hinzu. Das Getränk ist sehr er» quicken*. Wi. — Ha.
praktische Winke.
Aufgesprungene Hände bei Haushaltsarbeiten sind an der Tagesordnung. Besonders überall dort, wo man gewohnt ist, viel mit Sodawasser zu arbeiten. Das lieber» ziehen von Handschuhen während grober Arbeit ist auch nicht jedermann» Sache. Sehr bewährt hat es sich, die i Hände nach jeder nahen Arbeit sofort gut abzutrocknen — war vielfach versäumt wird! — und mit Zitronenschale und unmittelbar darauf mit verdünntem Glyzerin einzureiben. Auch alle Goldcremes sind brauchbar. Es kommt darauf an, dies immer sofort zu tun und nicht erst zu warten, bis die Haut rissig und blutig ist. Dann ist es bei Beibehaltung der gleichen schädigenden Arbeit natürlich schwer, die Haut wieder in ihre alte Beschaffenheit zurückzuführen.
Gurken, auf denen sich Kahm befindet. Sollten eingemachte Gurken oder Mixed Pickles obenauf mit Kahm be» deckt sein, was eine Folge von schlechtem Essig ist, so nehme man den Kahm ab, koche den Essig auf und gebe dann noch etwas frischen Essig hinzu, den man mitkochen läßt und ihn erkaltet über die Gurken gibt Ist der ganze Essig schlecht und schaumig, so gieht man ihn fort, wäsclst die Gurken in Salzwasser ab, legt sie auf ein Sieb zum Abtropfen und kocht frischen Essig mit den abgewaschenen oder frischen Gewürzen. Die Töpfe wäscht man aus, packt die Gurken oder Mixed Pickles wieder hinein und gießt den erkalteten Essig ! darüber.
Tapezierte Wände vor Ungeziefer zu schützen.
In tapezierten Zimmern kommt es manchmal vor, daß sich, besonders wenn die Tapeten etwas schadhaft oder los» .gesprungen sind, Ungeziefer, Wanzen und dergleichen, hinter den Tapeten einnistet. Um diesem Uebelstands vorzu- beugen, setzt man dem beim Tapezieren verwendeten Kleister etwas Koloquintenpulver zu, und zwar ungefähr auf i 3 Kilogramm 60 Gramm des Pulvers.
Die Kreböangst.
Die Menschen sind heute von Angst und Sorge durch, geschüttelt, ihr Lebenswille wird schwächer und schwächer, wie man auch aus dem abnehmenden Willen zum Kinde sieht, daß jede weitere Angst und Verängstigung der Menschen verhängnisvoll werden kann. Immer mehr werden Lebensmut und Lebensfreude abgedrosselt, immer mehr werden die Menschen in Ersatzfreuden hineingetrieben, immer mehr gleicht die zivilisierte Menschheit einer armen, verängstigten Herde, die bald vor einem politischen Wolf nach der anderen Seite davonläuft, bald von Naturereig- nissen und Krisen erschreckt den Hang hinabstürzt.
Warum erliegen wir so leicht den verschiedenen Psychosen? Warum muß heute auch dem kleinen Bürger der Morgenkaffee schlecht schmecken, wenn die Börse in Neuyork kracht? Warum beschleicht schon das junge Mädchen ein herzabschnürendes Gefühl, wenn es von den Gefahren ihrer Zukunft, von Geburtsnot, von der Krebsgefahr lieft? Es gibt dafür nicht nur einen Grund, sondern viele. Ein wichtiger unter den Gründen ist sicherlich der, daß die große Masse des Volkes aus dem Zustand des Nichtwissens erweckt, aber noch nicht in den Zustand des vollen und klaren Wis-
, „Wir haben auch nie darüber gesprochen, meine Frau und ich, weil diese Wunde bei der geringsten Berührung noch immer schmerzt! Damals meinte meine Frau auch, daß sie diesen Schmerz nicht überleben könne! Doch unser Töchterchen brauchte die Mutter, wie Ihr Christel auch die Mutter braucht."
„Und das Töchterchen haben Sie auch noch verlo- । cen?" fragte Frau Lenz leise. Sie wußte nicht anders, als daß die Pfarrersleute kinderlos waren!
Der Pfarrer schwieg einen Augenblick. Sinnend sah er vor sich hin. Ueber sein edles, gütiges Gesicht zuckte es schmerzlich.
„Ja, auch die Tochter haben wir verloren — aber nicht durch den Tod — und es fragt sich wohl, was schlimmer ist: ein Kind an den Tod zu verlieren oder an das Leben. Niemals wird ihr Name zwischen uns genannt, und doch vergeht kein Tag, an dem wir nicht an sie denken. Es gibt noch größeren Schmerz als den Ihren, Frau Lenz! Aber der Mensch muß noch größer als sein Schmerz sein! Schwere Zeiten haben wir durchgemacht."
„Wie kam das alles über Sie, Herr Pfarrer?"
„Ich kann Ihnen das nicht mit wenigen Worten sagen! Unsere Tochter war Erzieherin, hatte aber einen un» bezwinglichen Drang zur Bühne — und entgegen unserem Willen folgte sie diesem Drang! Und dann hatten wir, abgesehen von einigen kurzen Briefen, nie wieder von ihr gehört — wir wissen nicht, ob sie noch lebt — nun messen Sie Ihren Schmerz an dem unseren und sagen, welcher der größere ist! Wir sind froh, daß wir hier sind, wo uns niemand näher kennt und etwas von unserem Leid ahnt! Wenn Sie mit Christel manchmal zu meiner Frau gehen würden, wäre es sicher wohltätig für Sie beide! Was haben die letzter, paar Jahre aus meiner Frau gemacht! Doch bitte ich Sie, daß das, was ich Ihnen gesagt, streng unter uns bleibt! Und wenn es Sie nur ein wenig dazu bringt, Sie von Ihrem Schmerz abzulen- ken, dann soll mir das eine Genugtuung sein, liebe Frau Lenz! Ich schätze Sie beide so sehr und wünsche, daß Frohsinn wieder in Ihrem Hause einkehrt!"
Tieferschüttert hatte die junge Frau diesen Worten gelauscht. Welche Fülle von Kummer und Schmerz bargen sie! Verstohlen warf sie einen Blick in das gütige Ge- licht des Pfarrers, das einen so wundervoll abgeklärten Ausdruck hatte. Was mußte er durchgekämpft haben, bis er zu dieser erhabenen Ruhe gekommen war! Er stand neben ihr, den Hut hielt er in der Hand, und sein silber- graues Haar glänzte in der Sonne.
„Ich würde mich freuen, Frau Lenz, wenn Sie meine Frau begrüßen wollten! Sie hat heute fast den ganzen Tag allein sein müssen, da ich einen erkrankten Amtsbru- i der zu vertreten hatte."
eus und Ueberschauens aufgestiegen ist. Die Menschen wis. en vieles — vieles davon nur halb. So geht es mit poli. ischen und wirtschaftlichen Fragen, so geht es auch mit ge- undheitlichen, nicht zuletzt mit dem Krebs. Man hat so vieles und schreckliches gehört und gelesen, und nun entsteht aus diesem vielen und schrecklichen ein übergroßes Angstgespenst.
Dagegen hilft nur eines: Wahrheit und Klarheit. Die volle Wahrheit wirkt immer angstzerstörend, ganz besonders beim Krebs. Es ist zu wenig bekannt, daß die Kreoszahlen deshalb steigen, weil die Aerzte viel häufiger als früher den Krebs erkennen. Sie steigen auch deshalb, weil heute die Menschen im Durchschnitt älter werden. Es ist viel zu wenig bekannt, daß der Krebs in den ersten Stadien mit viel größerer Aussicht als früher heilbar ist, und daß selbst in schweren Fällen häufig noch gute Erfolge erzielt werden. Es ist nicht etwa nur das Radium, das diese Wandlung gebracht hat, vielmehr stehen dem Arzt auch verbesserte Operations- technik, Röntgenstrahlen, elektrische Behandlung neben dem Radium zur Verfügung. Es muß nur in jedem Fall das richtige Mittel angewendet werden. — Viel zu wenig bekannt find die ersten Anzeichen eines Krebses, und so wird mancher durchaus hoffnungsvolle Fall verbummelt — und da» trägt dann wiederum dazu bei, die allgemeine Angst- stimmung zu erhöhen.
In einem Satz gesagt: die Krebsfrage steht heute so, daß es.durchaus möglich ist, allein in Deutschland jedes Jahr Zehntausende zu retten, wenn es nur gelänge, die Leidenden rechtzeitig in die richtige Behandlung zu bringen. Die Krebsbekämpfung ist also zur Zeit mehr eine organisatorische und volksbildnerische Aufgabe, als eine theoretisch- medizinische. Der organisatorische Teil der Aufgabe ist durch die Gründung eines Reichsausschusses für Krebsbekämpfung gelöst worden, der volksbildnerische ist vorn Internationalen Gesundheitsdienst des Deutschen Hygiene-Museums in An- griff genommen worden. Es wurden geschaffen eine Licht- bildreihe mit Vortrag, ein Film und eine Wanderaus- stellung „Kampf dem Krebs."
Ueber diese Ausstellung nur dies: das Deutsche Hygiene- Museum hat bei der Abfassung auf dem Standpunkt gestanden, nur die volle, ungeschminkte Wahrheit kann wirklich helfen. Es ist also, ehrlich gesagt, was wir über den Krebs schon wissen und was wir nicht wissen; es ist, ebenso ehrlich gesagt, daß der Krebs zwar heilbar geworden ist, aber nicht in jedem Stadium seiner Entwicklung, besser gesagt: Vernachlässigung. Die Wahrheit über den Krebs ins Volk hin- au$,Waagen, das wird am wirksamsten helfen, die Krebs- angst zu zerstreuen und die Krebrkrankhert wirksam zu bekämpfen.
ö Der Blaun mit der Uhr auf dem Rückent Holländische Blätter berichten von einer interessanten Erscheinung, bis dieser Tag« im Haag, in Amsterdam und Rotterdam zu sehen war. Es ist ein Mann im Schwarzwälder-Ko- stüm, der auf seinem Rücken eine alte Schwarzwälder Uhr trägt. Dieser Mann mit der Uhr auf dem Rücken, der sich von Holland nach England begibt und die Welt durchreisen will, ist der Uhrmacher Richard Herling aus Triberg im Schwarzwald! Er will durch seine seltsame Tournee die Anteilnahme der Welt für das alte Uhrmacherhandwerk wieder erwecken, und besonders den alten Ruhm der Schwarzwälder Uhren verkünden. Er selbst ist ein ausgezeichneter Uhrmacher und hält eine Serie von Vorträgen über die Geschichte und Entwicklung dieser Kunst,
Frau Berta Lenz konnte nichts anders, als der Aufforderung des Pfarrers zu folgen, und an feiner Seite schritt sie den breiten, lindenumsäumten Hauptweg dem Ausgange zu.
Waren die Worte des Pfarrers doch auf fruchtbaren Boden gefallen?
In diesen Tagen schien es Christian Lenz, als sei seine Frau nicht mehr ganz so abwesend und versteinert — sie sprach etwas mehr und fragte ihn sogar, ob sie ihm im Garten etwas helfen könne —■ das hatte sie seit dem Unglücksfall niemals getan. Und der kleine Christel machte ganz verwunderte klugen, als die Mutter ihn nach seinen Schularbeiten fragte und ihm dann bei seinen Rechenaufgaben half. Das war er doch gar nicht mehr gewöhnt!
Und Frau Lenz fühlte die innige freudige Dankbarkeit des Mannes und des Kindes, daß sie sich wieder zu ihnen zurückfand und Interesse für ihr Tun und Treiben hatte. Ihr war, als sei ein eiserner Reif gesprungen, der solange ihr Herz und ihre Stirn umspannt gehalten. — Alltagssorgen nahmen von neuem Platz in ihr, und sie konnte wieder an noch etwas anderes denken als nur an das kleine blumengeschmückte Grab. In langen schlaflosen Nachtstunden hatte sie über die Worte des Pfarrers nachdenken müssen, und sie war einsichtsvoll genug, sich zu sagen, daß er recht gehabt — sie durfte über ihrem Schmerz die Lebenden nicht vergessen!
Mit innigster Freude, doch ohne ein Wort dazu zu sagen, bemerkte ihr Gatte diese Wandlung, und unaussprechlich dankbar war er dem Pfarrer, dem es gelungen, die trauernde Frau von ihrem unfruchtbaren, sich selbst vernichtenden Gram abzubringen und ihr wieder Sinn für das Leben und ihre Pflichten einzuflößen.
Das Schwerste schien ja nun überwunden; mit anderen, helleren Augen schaute sie wieder um sich. Und die Zeit, die alles lindernde, würde weiter helfen!
2.
Ein schwüler Iulitag neigte sich. Der Abend hatte keine Kühlung von der drückenden Tageshitzc gebracht; man ersehnte und fürchtete zugleich das Gewitter, das schwarz und drohend im Südwesten stand; vereinzelte Blitze zerrissen schon die unbewegliche Wolkenwand.
Der Lehrer Lenz und seine Frau saßen vor dem Hause. Sie strickte an einem Strumpf, und er las ihr aus der Zeitung vor, solange es das schwindende Tageslicht noch gestattete. Der kleine Christel lnictc zwischen den Erdbeeren und aß nach Herzenslust. Hatte er eine besonders schöne Frucht gefunden, brächte er sie der Mutter, wichtig und fein auf einem Erdbeerblatt angerichtet.
(Fortsetzung folgt.) , -