Einzelbild herunterladen
 

Fahrt Laval nach London?

Englische Vorbereitungen für Lausanne.

London, 6. Januar.

Ueber den Zeitpunkt der Zusammenkunft zwischen Lavat und MacDonvld herrscht bisher noch keine Klarheit. Aus Kreisen. die der französischen Diplomatie nahestehen, verlautet, daß Laval selbst den dringenden Wunsch habe, nach London zu kommen und daß er zum Wochenende in London eintreffen werde. In englischen Kreisen dagegen wird auch jetzt noch an der Möglichkeit eines Zusammenkom- mens in den nächsten Tagen geypeifelt. Man rechnet jedoch damit, daß die Abreise des englischen Finanzsachverständi­gen Sir Frederik Leith Roß nach Paris spätestens am Frei­tag erfolgen wird.

3m Kabinett werden von jetzt ab täglich Sitzungen der Ausschüsse über die wichtigsten Fragen der Außenhandels-, Zoll-, Handels- und Wellreichspolilik stattfinden. Zuerst wird die Tribukfrage erörtert, die dann eine Woche später auf der ersten Sitzung des Kabinellsrais behandelt werden soll, zusammen mit dem Programm für die Konferenz von Lausanne.

,Nur keine Zwischenlösung"

Der englische Standpunkt hat sich insofern wieder ge ändert, als man zwar nach wie vor an der Notwendigkeit einer zeitweiligen Lösung der Tribulfrage, möglichst durch ein langjähriges Moratorium, seslhält, aber gleichzeitig die Einwände anerkennt, die in der City erhoben werden, daß nämlich die Zwischenlösung das notwendige Vertrauen auf die Kreditfähigkeit Deutschlands nicht wiederherstellen könne.

Infolgedessen versucht man Mittel und Wege zu fin­den, wie sich eine Wiederbelebung des Kreditverhältnisses innerhalb Europas durch Zusammen beit der verschiedenen Staaten ermöglichen lasse. Gleichzeitig legt man nach wie vor in amtlichen Kreisen Wert darauf, über den deutschen Standpunkt offiziell unterrichtet zu werden, um auf diese Weise die Zusammenarbeit Englands auch mit anderen Ländern als nur Frankreich einzuleiten.

Der Plan der City, in Lausanne nur eine kurze Ver­längerung des Tributmoratoriums vorzunehmen und nach einigen Monaten wieder zu versuchen, zu einer endgültigen Regelung der Tribut- und Schuldenfrage zu gelangen, ist noch nicht Teil der englischen offiziellen Politik geworden. Immerhin ist airzunehmen, daß er in den internationalen Verhandlungen eine Rolle spielen wird. Angeblich hat die Bank von England den Handelsminister Runciman stark für ihren Plan interessiert. Auch der Gesundheitsminister Sir Hilton Zoung soll ihm sehr sympathisch gegenüberstehen.

Nach Gandhis Verhaftung.

Trauerfeierlag in Indien.

Bombay, 5. Januar

Die Verhaftung Gandhis erfolgte in der Nacht zum Montag auf der Terrasse seines Wohnhauses in Bombay. Gandhi wurde von sechs Polizeioffizieren aus dem Bett herausgeholt und nach dem Perarda-Gefängnis bei Poona gebracht. Auch der Präsident des Allindischen Kongresses, Vallabhai Patel, wurde verhaftet und in dasselbe Gefängnis verbracht. Die Verfügung, mit der Gandhis Verhaftung er­folgte, bestimmt, daß er lediglich gefangeng^halten, jedoch nicht vor Gericht gestellt wird. Gandhi selbst ist guten Muts.

In einer Botschaft an das englische Volk sagt er, daß er es liebe wie seine eigenen Volksgenossen. Er habe nichts Gehässiges oder Böses gegen das englische Volk getan. Hof­fentlich werde es auch nicht notwendig sein. Er habe dem englischen Volk gegenüber so gehandelt, wie er auch seinen eigenen Bolksgenossen gegenüber getan hätte. In einer wei­teren Botschaft wendet er sich an den Großmut des ameri­kanischen Volkes und bittet, im Interesse der Menschlichkeit in Indien einzuschreiten.

Vor der Verhaftung hatte Lord Willington Gandhis letztes Gesuch um Gewährung einer bedingungslosen Unter­redung abgelehnt mit der Begründung, daß er sie unter den jetzigen Verhältnissen nicht mehr für angebracht halte. Die indische Regierung werde die schärfsten Maßnahmen gegen jede Gehorsamsverweigerung ergreifen.

Nach der Verhaftung Gandhis erließ die indische Re­gierung vier weitere Verordnungen, durch die die Tätigkeit des Indischen Nationalkongresses noch mehr unterbunden wird." In Bombay schlössen die Börse und der Markt zum Zeichen der Trauer. Mehrere Städte folgten diesem Bei­spiel.

Anstelle des verhafteten Vallabhai Patel ist Babu Ra- jendra Prajod aus Behar mit der Leitung der Kongreß- tätigkeit beauftragt worden.

Die Kongreßführer in Bombay haben anläßlich der Ver­haftung Gandhis einen Trauerfeiertag erklärt, der in ganz Indien streng befolgt wird. In Delhi und in anderen Städten fühlt man belonders stark die Spannung. Die Lä­den und eine große Zahl von Spinnereien sind geschlossen. Es haben auch schon einige Protestdemonstrationen stattge- funden, bisher aber ist es noch zu keiner Störung der öffent­lichen Ordnung gekommen. Man erwartet noch weitere Ver­haftungen. In Kalkutta wurde die Polizei verstärkt. Die Europäer wurden aufgefordert, die Polizei zu unterstützen.

Bei den Regierungsstellen in London werden die Vor­gänge in Indien mit ganz außerordentlichem Interesse ver­folgt. MacDonald, der noch in Lossiemouth weilt, ließ sich schon in den Morgenstunden von London über die Lage be­richten.

London zur Lage in Indien.

In einer amtlichen Erklärung wird versichert, daß die englische Regierung, obgleich sie die schärfsten Maßnahmen gegen jedes ungesetzliche Vorgehen in Indien ergreifen müsse, keineswegs von den Richtlinien der die englisch­indische Konferenz abschließenden Regierungserklärung ab- zuweichen gedenke.

Die drei bereits ernannten Ausschüsse würden, wie vor­gesehen, am 15. Januar nach Indien abreisen. In Indien solle ein beratender Ausschuß gebildet werden, dem auch Gandhi angehören solle.

Die englische Regierung beabsichtige nach wie vor eine möglichst weitgehende Vereinbarung über die indischen Ver- fassungssragen zu erzielen und rechne auf die Mitarbeit eines jeden einzelnen indischen Politikers.

Der Allindische Kongreßausschuß aufgelöst.

Di° indische Atairruna bat mit Erklärung ausse?

geben, in der der Kongreß der Verletzung des Delhi-Paktes angeklagt wird. Die Regierung sei gezwungen gewesen, gegen die Kongreßmitglieder scharfe Maßnahmen zu er­greifen.

Der Ausschuß des Allindischen Kongresses ist im An­schluß an die Verhaftung Gandhis für ungesetzlich er­klärt worden.

Dieser von Gandhi eingesetzte Ausschuß umfaßte die Führer der indischen revolutionären Bewegung. Die Verhaftung zahlreicher weiterer Kongreßführer wird erwartet. Voraus­sichtlich wird die Regierung alles Eigentum des Kongresses einschließlich der Gebäude beschlagnahmen und den Kon­greßmitgliedern alle Eisenbahn- und Postvergünstigungen entziehen. Die englische Polizei ist im Besitz von Haftbefeh­len, die sie zur Verhaftung eines jeden Kongreßmitgliedes ermächtigen.

Jawarhal Nehru, der frühere Präsident des allindischen Kongresses und jetzige Führer der extremen Kongreßmit­glieder ist zu zwei Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 500 Rupien verurteilt worden.

Belagerungszustand über Lndien.

Die Führer hinter Gittern.

Die Verhaftung des Mahatmas Gandhi war nur ein Signal. Ein Signal für die indischen Landesbehörden nun mit der ganzen Wucht der Skaatsautorität gegen alle die Führer der Inder vorzugehen, die für die kommende Ent­wicklung von größter Gefahr wären. Mit dem Mahatma find an allen Orten und Städten ungezählte Taufende ver­haftet und ins Gefängnis gebracht worden. Ueber ganz Indien ist der Belagerungszustand verhängt. Jeder, ob Mann, ob Frau, ob Greis, ob Kind, muß bei Eintritt der Dunkelheit die Straßen verlassen haben. Die Taktik der Kompromisse gilt nicht mehr, die Behörden greifen durch. Und Indines Volk ist im Aufruhr.

Als Gandhi damit rechnen mußte, daß er wieder, zum dritten Mal in seinem Leben, zum dritten Mal in dem Kampf, den er um Indiens Freiheit führt, hinter Schloß und Gittern gesetzt wurde, hat er noch rechtzeitig Anord­nungen getroffen für den Kampf, der nun ausgetragen wer­den muß. Widerstand, unbedingter Widerstand, ungeachtet aller drohenden Strafen ist die Parole. Auch dann Wider­stand gegen jeden Befehl der indischen Regierung, gegen jede Anordnung der Behörden, wenn es das Leben kostet. Schikane und Armut sind Dinge, die getragen werden müs­sen, aber Kampf dem verhaßten englischen Regime.

Taktisch nicht ungeschickt ist eine Botschaft Gandhis an das englische Volk.

Er hat, so sagt er, niemals aus Haß oder bösem Willen ge­handelt, niemals aus Haß gegen das Volk Englands, alles, was er und Indien tut, geschehe aus Liebe zur Freiheit der Nation. Die Wirkung? Alle Leidenschaften, alle Volkswut, find entfesselt. Es gärt im ganzen Lande. In Bombay wer­den die ersten Straßenkämpfe geliefert. Drei Tote liegen auf der Strecke und ungezählte wälzten sich in ihrem Blut. Während mit Gandhi Patel, der Präsident der Kongreß­partei, im Gefängnis saßen, ist schon der Nachfolger des Präsidenten ebenfalls verhaftet. Und in Kalkutta sind 2000 Menschen festgenommen, in Bombay lauschen 50 000 Inder dem Bruder des verhafteten Kongreßpräsidenten und jubeln Beifall, als er namens der Führer zum letzten Boykott aller indischen Waren auffordert:

Kaust in diesem Jahre überhaupt nichts, und wenn es unvermeidlich ist, kauft indische Waren, und wenn ihr sie nicht erhalten tönt, kaust deutsche oder amerikanische Wa­ren, oder Waren aus irgendeinem Lande, aber nichts, gar nichts aus England!"

Noch ein Ealigula-Schiff im Nemi-See

Nach der weiteren Senkung des Wassers des Nemisees bei Rom ist nun noch ein drittes Fahrzeug Caligulas, ein Boot, das zum Uebersetzen von der großen Galeere zum Hafen diente, entdeckt und ausgegraben worden. In ihm wurden einige kunsthiftorisch wertvolle Küchengeräte gefunden.

Prozeß Zechlm-Gonniag.

Die Tätigkeit des Reichspreffechefs bei Hindenburg.

Berlin, 6. Januar

In seinem Beleidigungsprozeß gegen den Herausgeber derGrünen Briefe", Sonntag, erklärte Dr. Zechlin, der Leiter der Presseabteilung der Reichsregierung, für ihn als alten Beamten bedeute es eine ungeheure Verleumdung, wenn man ihm vorwerfe, daß er im Dienste der Antifa­schistenliga arbeite, einer Organisation, die zweifellos den Sielen der Reichsregierung feindlich gegenüberstehe. Die rientierung des Reichspräsidenten in politischen Fragen erfolge durch die Reichsregierung sowie durch den Staats­sekretär Dr. Meißner. Er selbst gehe jeden Tag um 11 Uhr vormittags zum Reichspräsidenten, um ihm ein Bild über die Pressenachrichten, hauptsächlich die außenpolitischen, zu geben. Es sei für ihn der Stolz seines Lebens, daß er täglich diesen Vortrag halten könne. Er habe diesen Vortrag nie parteimäßig gefärbt, sondern habe, zumal er noch Be­amter des Kaiserreiches gewesen sei, seine Amtspflicht stets erfüllt.

Der Prozeß endete mit einem Vergleich, in dem der Beklagte alle Vorwürfe gegen den Reichspressechef zurück- nimmt.

Naubüberfall auf eine Zechenkasse.

Ein Täter erschossen.

Bochum, 6. Januar

In den Kassenraum des Verwaltungsgebäudes der ZecheTeuloburgia" in Herne-Holthaufen drangen zwei Männer ein, Während einer der Räuber den Beamten mit der Pistole in Schach hielt, raubte der andere einen Geldbe­trag von über 1200 Mark, woraus die Täter flüchteten.

Einer von ihnen schwang sich auf einen nach Herne fah­renden Straßenbahnwagen. Als er sich aus die vordere Plattform begab, sah er zu seinem Schrecken einen ihm be­kannten Kriminalbeamten. Sofort zog er den Revolver und forderte den Beamten auf, sich ruhig zu verhalten, da er sonst erschossen würde. In dem Wagen befand sich zufällig noch ein zweiter Kriminalbeamter, der nunmehr den Räuber stellte.

Als dieser darauf den Revolver gegen den zweiten Be­amten richtete, machte dieser von der Waffe Gebrauch und schoß den Verbrecher nieder. Die Kugel drang dem Räuber ins Herz und führte den sofortigen Tod herbei.

Es handelt sich um einen erheblich vorbestraften Menschen. In einer Aktentasche, die bei dem Toten gefunden wurde, befanden sich die auf der Zeche geraubten Gelder. Der zweite Täter konnte bis jetzt noch nicht gefaßt werden.

Dalutaschmuggler festgenommen. Ein Bankdirektor aus Krakau und ein Wiener Kaufmann wurden im Schnellzug Feldkirch-Buchs angehalten wegen versuchten Valu taschmuggels und dem Feldkircher Gericht überantworte'.» Der Krakauer Vankdirektor versuchte 30 000 Franken, her Wiener Kaufmann 121000 Schilling über die Grenze zu bringen.

Eostes-Langstreckenflug-Rekord soll gebrochen werden. Codos und Robida, die beiden französischen Flieger, denen der französische Luftfahrtminister vor einigen Wochen einen An­griff auf den Langstreckenrekord untersagte, weil die fran­zösische Oeffentlichkeit noch unter dem Eindruck des tragi­schen Ausganges des Japanfluges Dorets und Le Brix' stand, sind in Paris mit einem Militärflugzeug zu einem Etappenflug nach Hanoi gestartet. Auf dem Rückflug wollen die Flieger versuchen, den Rekord Costes von 415 Tagen zu brechen. Ihre Maschine wird versuchen, d nqw-knesto brechen. Ihre Maschine wird von einem 650 PS-Motor ge­trieben und hat einen Aktionsradius von 2700 Kilometern.

. Marburg. Bei der Postagentur Sterzhausen hatten sich Unregelmäßigkeiten herauSgestellt. Als nun Beamte zwecks Vornahme einer Revision erschienen, brächte sich der mit der Vertretung des PoststellenleiterS betraute Postgehilfe in selbstmörderischer Absicht einen Schuß in die Brust bei Der junge Mann, dem man seither Fleiß und Treue nach­sagen konnte, wurde schwer verletzt in die Marburger Klinik gebracht. Als ein hiesiger zwölfjähriger Junge mit einem Tesching spielte, löste sich plötzlich ein Schuß und drang dem Jungen in den Leib. Schwer verletzt brächte man das'Kind in die Klinik. Im Kreisort WeiterShausen drangen nachts Diebe in die Wohnung des Gemeinderechners, wo ihnen der Inhalt der Gemeindekaffe, 300 Mk., in die Hände fiel. Die Ermittlungen zur Feststellung der Täter hatten bi6-.w^t.-no^ keinen Erfolg.

Frankfurt a. M. Mas verfahren gegen Dr. Best geht weiter.) Entgegen den Nachrichten über eine Ein­stellung des Verfahrens gegen Dr. Best, den Verfasser des Doxheimer Dokuments, erfahren wir von zuständiger Stelle, daß die Untersuchung weitergeht.

Ferienordnung für das Schuljahr 1 9 3 2/33. Der Gberpräsident der Provinz Hessen-Nassau hat die Schul- ferien für dieses Jahr folgendermaßen festgesetzt: Gster- serien (14 Tage): Schluß des Unterrichts Dienstag, den 22. März, Wiederbeginn des Unterrichts Mittwoch, den 6. April; Pfingstferien (11 Tage): Schluß des Unter­richts Donnerstag, den 12. Mai, Wiederbeginn Dienstag, den 24. Mai,' Sommerserien (30 Tage): Schluß des Un­terrichts Samstag, den 9. Juli, Wiederbeginn Dienstag, den 9. August; Herbstferien (12 Tage): Schluß des Un­terrichts Freitag: den 305 September, Wiederbeginn Don­nerstag, den 13. Oktober; Weihnachtsferien (18 Tage): Lchluß des Unterrichts Donnerstag, den 22. Dezember, Wiederbeginn Dienstag, den 10. Januar 1933. Schluß des Schuljahres ist Donnerstag, den 6. April 1933.

Hypothekenzinsen und Notverordnung. Um Mißverständnisse über die Auswirkung der Notverordnung auf die Hypothekenzinsen, die durch eine irrige Pressemel­dung hervorgerufen wurde, aufzuklären, wird uns vor maßgebender Stelle folgendes mitgeteilt: Die Zinsen der Landesbankhypotheken richten sich nach den Pfandbrief­zinsen und bleiben für die ganze Laufzeit der Pfandbriefe und Hypotheken unverändert. Die Nassauische Landesbank, die Hypotheken aus dem Erlös ihres Goldpfandbriesab­satzes gewährt, hat auch jetzt keine Erhöhung ihrer Hyp» Ihekenzinsen vorgenommen. Durch die Notverordnung von 8. Dezember wird der Zinsfuß der 7%« und 8°/o-Pfand­briefe mit Wirkung ab 1. Januar 1932 auf 60/0 herabgeW setzt. In entsprechendem Maße ermäßigt sich von diesen Zeitpunkt an auch der Zinsfuß der Landesbankhypotheken, Die Nassauische Sparkasse leiht dagegen ihre Hypothekei aus den bei ihr gemachten Spareinlagen aus. Da der Zinsfuß der Spareinlagen veränderlich ist, sich je na es Marktlage und Abmadjungen richtet, so werden auch bi Sparkassenhypotheken auf Grund der im ab laufenden Halb jahr bezahlten Guthabenzinsen für Spareinlagen berechne und den. Schuldnern mitgeteilt, die ihre Zinsen halbjähr­lich nachträglich zahlen. Der für das zweite Halbjahr 1931 ju zahlende Zinsfuß für die Sparkassenhypotheken wirk nickt etwa entsprechend dem in der Notverordnung ange­gebenen Verhältnis 8 :6 ab 1. Januar 1932 gesenkt, so» dern richtet sich im ersten Halbjahr 1932 wieder nach den in diesem Zeitraum gezahlten Guthaben-Zinsen für Spar einlagen. Da diese Guthaben-Zinseu ab 1. Januar 1932 ermäßigt werden, und zwar in Verhandlungen der Spitzel» verbände, so wird allerdings auch für die Sparkassen Hypotheken für das kommende Halbjahr eine entsprechet niedrigere Festsetzung der Zinsen erfolgen.