Einzelbild herunterladen
 
  

Siimsons Wchtlinien.

Amerikas Haltung auf der Abrüstungskonferenz.

Washington, 4. Januar.

Staatssekretär Stimson hat nunmehr Richtlinien für die amerikanische Abordnung auf der bevorstehenden Ab­rüstungskonferenz aufgestellt, die zur Zeit mit Hoover und Dawes im einzelnen beraten werden.

Aus zuverlässiger Quelle verlautet, daß die Vereinigten Staaten der Ansicht zuneigen. Saß die Genfer Verhand­lungen in erster Linie die Land- und Luft- st r e i t k r n f t e betreffen müßten, weil das Flottenabkom- men bis 1936 Geltung habe. L-ollte jedoch eine Aussprache über die Flotten stattfinden, würden sich die Vereinigten Staaten einer Herabsetzung der Linienschiffs­tonnage scharf widersetzen. Angesichts der kleinen amerikanischen Armee will die Regierung auf diesem Ge­biet die Führung den Engländern, Franzosen oder Italie­nern überlassen.

Keine Staatsgelder mehr für französischen Flugzeug- fabriken.

Die bekannte französische Militärflugzeugfabrik Bleriot hat ihre Pforten geschlossen und die letzten 135 Arbeiter entlassen. Die Direktion der Firma hat in einem Rund­schreiben mitgeteilt, daß sie nicht mehr in der Lage sei, den Betrieb weiter aufrecht zu erhalten, weil die französische Regierung ihre Versprechungen nicht gehalten und verschie­dene bereits gelieferte Bestellungen noch nicht bezahlt habe.

Die Mandschurei Republik.

Selbständige" Regierung in Lharbin.

Tokio, 4. Januar

Die aus Lharbin gemeldet wird, hat General Tschang. tschunghui am Sonnabend die Selbständigkeit der mand­schurischen Republik ausgerufen. In einem Zirkularkele- gramm hat er sämtliche Behörden in der Mandschurei an­gewiesen, nur die Anordnungen der mandschurischen Regie­rung auszuführen und keine Beziehungen mehr zu den Rankinger und den Pekinger Behörden zu unterhalten.

Damit hat Japan sein Ziel erreicht. Ein chinesischer Untergeneral, offenbar durch Geldzuwendungen und sonstige Versprechungen gefügig gemacht, hat die Selbständigkeit der Mandschurei proklamiert, nachdem die Japaner durch die Vertreibung der chinesischen Truppen die Lostr^nnung der Mandschurei bereits praktisch durchgeführt hatten Von einem selbständigen" mandschurischen Staat kann natürlich nie­mals die Rede 'ein. Die Japaner werden die Mandjchurek ebenso annektieren, wie sie es mit Korea getan haben. Die Besetzung des Landes wird jetzt erst richtig durchgeführt. Die Vorbereitungen dazu sind bereits n vollem Gange. Der lapänstche Kriegsminister hat nämlich am Sonnabend im Kabinett mitgeteilt, daß nach der Besetzung von Kint- schau die japanischen Truppen noch eine Säuberungsaktion in der Mandschurei durchführen würden. Der Minister verlangte dafür die Entsendung weiterer Trup­pen nach der Mandschurei. Das Kabinett genehmigte die Entsendung weiterer Trupven.

Belagerungszustand über Kintschau.

Große Erregung in ganz Lhina.

Schanghai, 4. Januar.

Ueber die südmandschurische Stabs Linlschau, das am Sonnabend von den japanischen Truppen besetzt wurde, ist bis auf weiteres der Belagerungszustand verhängt worden. Von den Japanern ist eine Entwaffnungsaktion durchge- führl worden. Ueber 6000 chinesische Soldaten sind vorläufig interniert. Der Oberbefehlshaber der japanischen Streit- kräfte, General Honjo traf am Sonntag in Kintschau ein, um die weitere Operation gegen die sich zurückziehende chine­sische Armee zu leiten. In Kintschau ist ein Bombenflug­zeuggeschwader mit 41 Apparaten gelandet.

Die Besetzung Kintschaus durch dR Japaner hat i n ganz China große Erregung Hervorgerusen. Es wird vielfach die Meinung zum Ausdruck gebracht, daß die chinesische Regierung jetzt entscheidende Schritte gegen Japan unternehmen müsse, um die Tokioter Regierung zur Einstellung des Vormarsches ihrer Truppen zu zwingen. Die chinesischen Studentenorganisationen erklären, daß sie einen Tag in der kommenden Woche als Trauertag begehen und von der Regierung die Kriegserklärung gegen Japan verlangen werden.

Furchtbare Bluttat eines Mörders.

Maschinengewehrfeuer auf die Verfolger. Sechs De-eklive und ein Sheriff getötet.

Neuyork, 4. Januar.

In einem Farmhaus in der Nähe von Springfield lMijjouri) hat sich eine fürchterliche Bluttal abgespielt, Ein langgejuchter Mörder, der endlich von der Polizei entdeckt wurde, verbarrikadierte sich in einem Farmhaus und eröff­nete aus seine Verfolger das Feuer aus einem Maschinen­gewehr. Dabei wurden sechs Detektive und der Sheriff ge­tötet. Dem Mörder gelang es schließlich, zu entkommen.

Die furchtbare Bluttat hat unter der Bevölkerung der ganzen Umgegend ungeheure Erregung hervorgerufen. Die Polizei, unterstützt von zahlreichen Zivilpersonen, hat die Jagd nach dem Mörder ausgenommen.

Riesenüberschwemmung des Mississippi.

Mehrere Tausend Personen von der Außenwelt abge- schnitten.

Neuyork, 4. Januar.

Die aus Glendora Mississippi) gemeldet wird, ist ein sehr großer Teil des Mississippideltas von gewaltigen Was­sermengen überschwemmt. Etwa 5000 Personen, die sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten, sind von der Außenwelt vollkommen abgeschnitten und befinden sich in schwerer Gefahr. Man befürchtet in den nächsten Stun­den zahlreiche Dammbrüche, was unübersehbare Kata­strophen nach sich ziehen würde. Die Behörden haben sämt­liche verfügbaren Boote beschlagnahmt, um die Bevölkerung der gefährdeten Ortschaften zu retten.

Finnland gegen Trockenlegung.

Große Mehrheit für Aufhebung des Alkoholverbots.

Helsingfors, 4. Januar.

Obgleich das Ergebnis der Volksabstimmung in Finn­land über Aufhebung des Alkoholverbots noch nicht voll­ständig vorliegt, kann man doch jetzt schon sagen, daß die Nassen" über dieTrocknen" gesiegt habe». Dieses Er­gebnis bedeutet noch keine Aufhebung des Alkoholverbots, sondern nur eine Aufforderung an den finnischen Reichs­tag, es durch ein Gesetz aufzuheben.

Bisher liegen die Ergebnisse der Volksabstimmung aus 1610 Wahlbezirken vor. Für Beibehaltung des Alkoholver- boks haben 129 000 Personen gestimmt, davon 70 000 Frauen. Für Aufhebung der Prohibition stimmten 371 000 Personen, darunter 163 000 Frauen; für den 6om- promihvorschlag wurden nur 6000 Stimmen abgegeben. Da- nach haben 73 v. h. der bisher gezählten Stimmen die vollkommene Aufhebung des Verbots verlangt.

Die Vorarbeiten für den Regierungsantrag über die neue Alkoholgesetzgebung sind bereits weit fortgeschritten. Voraussichtlich werden Herstellung und Vertrieb von Alko­hol einer Monopolgesellschaft übergeben werden, deren ge­samter Gewinn dem Staate Zufällen soll. Die eine Hälfte davon soll für die Jnvaliditäts- und Altersversorgung und für Alkoholikerheime verwendet werden. Der Ausschank von Alkohol erfolgt nur in Restaurationsbetrieben. Zum An­kauf von Alkohol wird ein schriftlicher Antrag erforderlich sein. Das wäre also ein ähnliches System, wie es Schwe­den hat.

Julius Rosenwald im Sterben.

Der weltbekannte amerikanische Philankrop, Julius Rosen- wald, der in Deutschland durch seine große Stiftung für die Volkswohlfahrt in gutem Ansehen steht, liegt schwerkrank danieder, so daß mit seinem Ableben gerechnet werden muß.

Edmund Multipler 60 Jahre

Der KonstrukteM derTaube".

Dr. ing. Edmund Rumpler, einer der Pioniere des deutschen Flugzeugbaus, vollendet am 4. Januar das 60. Lebensjahr. Bereits im November 1908 begann Rumpler mit der Herstellung von Flugzeugen und schuf damit den Grundstein zur ersten deutschen Flugzeugfabrik. Zwei Jahre später entstand die Rumpler-Taube, mit der er im Fernflug MünchenBerlin und BerlinWien siegte. Durch den vielgesungenen Schlager wurde Rumpiers' Name überall bekannt. Der Friedensvertrag von Versailles legte dem deutschen Flugzeugbau schwere Fesseln auf. und Rumpler widmete sich seither dem Automobilbau. Unter seinen zahl­reichen Konstruktionen hat namentlich das Rumpler-Trop- fenauto zu seiner Popularität beigetragen.

Personenzug auf eine Rampe aufgefahren.

Mainz, 4. Januar. Wie die Reichsbahndirektion Mainz mitteilt, ist der Personenzug 951 im Bahnhof La­denburg in Baden beim Zurücksetzen im Gleis 5 auf die Kopframpe aufgefahren, wobei ein Post- und vier Perso­nenwagen leicht beschädigt wurden und ausgesetzt werden mußten. Bei dem Auffahren erlitten einiae Reisende Ver­letzungen.

Der französische General Pau gestorben.

Paris, 4 Januar. Im Alter von 83 Jahren ver­starb hier der bekannte General Pau. Pau hatte als Leut­nant 1871 be: Froschweiler die rechte Hand verloren und war während des Weltkrieges Präsident des französischen Roten Kreuzes.

Zunahme der Arbeitslosigkeit in Frankreich.

Das französische Arbeitsministerium veröffentlicht die amt­lichen Ziffern der eingetragenen Arbeitslosen nach der Zahlung Dom 26. Dezember. Hiernach sind in ganz Frankreich 147 009 Arbeitslose eingetragen, darunter 29 013 Frauen. Gegenüber der Vorwoche hat sich die Arbeitslosenzahl um 15 935 erhöht.

Schneeslurm in den dänischen Küstengewässern. Große Verheerungen hat der seit einigen Tagen in den dänischen Küstengewässern herrschende Schneesturm angerichtet. Die deutsche FähreMecklenburg" traf wegen des Schneesturms mit großer Verspätung in Gjedser ein. Schlimmer erging es dem dänischen PassagierdampferA. P. Bernstorff", dem beö der Ausfahrt von Esbjerg nach England die Schraube zerbrochen wurde. Es gelang, das Schiff wieder an den Kai heranzubringen und den Schaden auszubesfern. Das Mo­torschiffEsbjerg", das in den Hafen einfahren wollte, wurde durch den Sturm gegen den Kai geworfen, wobei die eine Längsseite des Schiffsrumpfes völlig ausgerissen wor­den ist. Personen kamen nicht zu Schaden.

50 Kilogramm Sprengstoff -zeslohlen. In dem Stein­bruch Lenichen bei Königsbrück ist ein Sprengstoff­diebstahl verübt worden. Der Einbruch wurde erst nach­träglich bemerkt, weil die Arbeiten im Steinbruch zurzeit ruhen. Die Täter haben den Zaun durchschnitten und die Wände der Pulverkammer durchbrochen. Sie erbeuteten über 50 Kilogramm Sprengstoff. Von den Tätern ist vor­läufig noch keine Spur entdeckt worden. Wie das. Polizei­präsidium Dresden mitteilt, handelt es sich um 44,5 Kilo­gramm Ammonit 5 und 8,5 Kilogramm Ammonit in losen Paketen zu 1 Kilogramm. Vom Pulverhaus führt eine Fußspur in der Richtung nach Gräfenhain.

Eisregen über Berlin. Ueber Berlin prasselte eh heftiger Eisregen nieder und bedeckte alles mit einer grob körnigen Eismasse. Der Straßenverkehr wurde stellenwch stark behindert, da die Gleise der Straßenbahn schlüpfrig wurden und die Eisschicht an den Schutzscheiben der Wage» die Wagenführer an der Sicht stark behinderte. Die Stra henzüge rechts und links der Hochbahn waren beim Vor überfahren der Schnellbahn fortgesetzt blitzartig erleuchtet da durch Stromstörungen infolge der Eisbildung mächtig, Funkengarben unter den Wagen hervorschossen. Glück licherweise ist es bisher nicht zu schweren Unfällen gs kommen.

Raubüberfälle in Hamburg. Von einem unbekannten Mann wurde in der Lagerstraße in Hamburg einer Pas santin die Handtasche mit 47 Mark entrissen. In einem Hausflur wurde eine Kontoristin von einem Manne über fallen und eines für ihren Chef geholte» Betrages vm 600 Mark beraubt. In beiden Fällen konnten die Täte, unerkannt entkommen.

Furchtbare Familienkragödie. Eine furchtbare Fami lientragödie ereignete sich in A l tv n a - B l a n k e n e s e Dort wohnte in einem Einzelhause ein Ehepaar mit eine: 10jährigen Tochter zur Untermiete. Als am Neujahrstag« in der Wohnung alles still blieb, benachrichtigte der Besitze» des Hauses die Polizei, die gewaltsam in die Wohnung ein drang. Man fand den Ehemann mit einem Kopfschuß toi am Boden liegend auf, während feine Frau und die Tochte- mit Veronal vergiftet im Bett lagen. Nach hinterlassener Briefen sind alle drei freiwillig in den Tod gegangen. Da Mann und Frau in einem Hamburger Kino tätig wäre«! und ausreichenden Verdienst hatten, kommen Nahrungs sorgen als Grund der Tat nicht in Frage. Die Eheleuti neigten jedoch zu Schwermut und hatten bereits vor länge rer Zeit Selbstmordabsichten geäußert.

Fabrikbrand bei Stuttgart. Ein großer Brand brach in einem zweistöckigen Fabrikgebäude derNorma", Vereinigte Kugellagerfabriken G. m. b. H., in C a n n st a t t aus. Durch Eingreifen zahlreicher Feuerwachen wurde der Brand ge- löscht, bevor er weitere Ausdehnung annehmen konnte. Die Entstehungsursache ist offenbar auf Kurzschluß einer Licht-! leitung zurückzuführen, der zur Entzündung des Gebälks geführt hat. Der Schaden wird vorläufig auf etwa 20 000 Mark geschätzt.

Lilly Aussem schwer erkrankt. Auf der Fahrt von Ham­burg nach dem Süden erkrankte die bekannte Tennismei­sterin Lilly Aussem plötzlich an Blinddarmentzündung und mußte in München sofort ärztlicher Behandlung zuge­führt werden. Die vorgenommene Operation ist gut ver­laufen.

Beim Skifahren tödlich verunglückt. Der Kaufmann Oehler, der Besitzer des bekannten Warenhauses Kastner & Oehler in Graz, fuhr bei der Abfahrt vom Kitzebllheler Horn unterhalb der Pletzer Alm über einen kleinen Fels- Hang hinaus und überschlug sich in der Luft, wobei er sich die Wirbelsäule brach und bereits nach zehn Minuten ver­schied. Ebenfalls auf der Fahrt vom Kitzebüheler Horn fuhr der Hilfslehrer Schneid aus Traunstein in heftiger Fahrt gegen einen Zaun. Dabei brach der Ski und die Skispitze drang ihm durch das Auge in das Gehirn ein, so daß er kurz darauf starb.

21Ut einer Zaunlatte erschlagen. Eine schwere Bluttat hat sich in Hindenburg zugetragen. Der etwa 19 Jrryre alte Arbeitslose Erich Michalski aus Hindenburg wurde im Hofe eines Grundstückes mit einer Zaunlatte totgeschlagen. Der mutmaßliche Täter ist in der Person eines Arbeits­losen aus Hindenburg verhaftet worden. Politische Beweg­gründe liegen der Tat nicht zugrunde. Der Täter soll an­getrunken gewesen sein.

Sprengstoffanschlag auf ein Renlmeistsrhaus. Ein Sprengstoffanschlag wurde auf das Haus eines Rentmei- sters in Brand verübt. Als der Rentmeister am Neu­jahrsmorgen sein Haus verließ, fand er in einer Ecke hintec der Tür ein großes Paket mit Sprengstoff, 17 Patronen und Sprengkapseln, das mit einer Zündschnur versehen wa' Die Schnur war angebrannt, hatte aber das Paket nicht zur Explosion gebracht. Die polizeilichen Ermittlungen sind im Gange. Nur dem Umstände, daß sich die Zündschnur as der Tür festgeklemmt hatte, ist es zu verdanken, daß ein« Explosion nicht erfolgte.

Llli Beinhorn in Kalkutta. Elli Veinhorn traf, von Delhi (Britisch-Jndien) kommend, in Kalkutta ein. Ein! große Anzahl Deutscher hatte sich zu ihrem Empfang ein­gefunden. Die nächste Flugstrecke führt sie dann nach Sin- gapore über Rangoon und Bangkok, teilweise über hohe Ge­birge und reinen Urwald. Von Berlin, wo der Start am 4. Dezember früh erfolgt ist, hat Elli Beinhorn bis jetzt etwa 10 000 Kilometer zurückgelegt, die in 10 Abschnitte bewältigt wurden. ,

Aussperrung des Mieters kann Nötigung fein. Das Kammergericht hat ausgeführt (Urt. 2. 8. 170/31), daß unter Gewalt im Sinne des § 240 StrGB. auch eine gegen Sachen verübte Gewaltanwendung fallen könne, wenn dieß dem Willen des Täters entsprechend gegen die Person selbst wirkt. Ob Letzteres der Fall ist, sei wesentlich Tatfrage. Es sei rechtlich unbedenklich, diese Wirkung darin zu finden, das ein in kalter Winternacht ausgesperrter Mieter schutzlos der Witterungseinflüsjen ausgesetzt wird.

o Drei Bräute vergiftet! In Madrid ist es einem passionierten Don Juan mit seinen Bräuten jekt zuviel ge­worden. Er befürchtete, über kurz oder lang als Heirats­schwindler entlarvt zu werden, da ihm mehrere seiner Bräub drohten, ihn dem Kadi anzuzeigen, wenn er sie nicht eheliche So reifte denn in ihm der Entschluß, sich dreier seiner Braut zu entledigen. Er wollte die Abrechnung in einer Nacki vornehmen, aber die gütige Fee, die das Schicksal manche ist, bewahrte die Mädchen vor dem Allerschlimmsten. De ersten gab er um 9 Uhr abends in seiner Wohnung eine' Punsch, dann schickte er sie bald darauf nach Hause; d« , zweiten stattete er persönlich einen Besuch ab und nähr gleichfalls Punsch mit, und die dritte holte er sich in seüß Wohnung. Alle drei tranken von dem Punsch, und all drei erkrankten noch in der gleichen Nacht unter Vergiß tungserscheinungen, die aber gottlob so leicht waren, .M sie schon nach zwei Tagen vorüber waren. Ein Arzt halt zufällig zwei der Vergifteten zu behandeln, und so kam d< Stein ins Rollen. Der Medizinmann erstattete pflichtschul digst Anzeige, und der Don Juan von Madrid wird nu wegen versuchten Giftmordes seiner gerechten Strafe z» geführt werden.