Reparationsunfähig.
Die Baseler Etappe hat alle Bedenken gerechtfertigt, hat aber auch die Hoffnung erfüllt, daß dieser Umweg nichts verschütten, nichrs verbauen möge,' denn -das Ziel nicht eP " reichen, hieße die letzten Voraussetzungen für das Chaos schaffen. Von hier aus gesehen, muß das Baseler Gutachten gewertet werden als das, was es ist: die restlose. Bestätigung der Reparationsunfähigkeit Deutschlands. ,. '
Hier liegt der Kern. Hierum geht der Kampf. Hierin wird der Sinn der Politik erfüllt, die Deutschland seit Kriegsende in den letzten zwölf Jahren getrieben hat. Um keines anderen Zieles willen hat jemals eine Reichsregierung Verträge unterschrieben und Berträge erfüllt bis zum Weißbluten der deutschen Wirtschaft und bis zur Verelendung der ganzen Nation, als um der Welt den Beweis zu liefern, daß Versailles mit seinen Folgen der Wahnsinn ist, der über Europa, der über die Welt Krise und Chaos bringen muß Wird heute bei denen, in deren Blut das Gift der Verhetzung schon tief eingedrungen ist, auch nur in einem Augenblick ruhiger Ueberlegung diese historische Feststellung, diese politische Sinnstellung ein Ohr finden?
Der Baseler Bericht wird da enttäuschen, muß enttäuschen. stark enttäuschen, wo man in der Welt den Sinn die tieferen Ursachen der furchtbaren Krise erfaßt hat, die ganze Wirtschaftszweige lahmlegte, in deren düsterem Schatten von Arbeitslosenmillionen heute die Völker vegetieren. Wo diese Erkenntnis durchgebrochen ist, wo sie alle politischen und spitzfindig juristischen Fesseln gesprengt hat. da kann der Baseler Bericht nicht befriedigen. Und trotzdem: gerade die, nur die wird er restlos enttäuschen, die in blindem Wahn heute noch dem Buchstaben von diktierten Verträgen verfallen sind, die nie den Hauch eines Geistes verspürt haben, sondern deren schwache Lebens- krast aus politischem Ungeist und weltwirtschaftlichem Unverstand geboren war. Und die Taffache, daß der Baseler Bericht all die Hoffnungen, die diese Kreise noch auf ihn ge'etzt haben, in die Winde schlägt, macht ihn bei al-.en - Mängeln zu einem guten Bericht. \
_ Das Baseler Gutachten mußte in der Schärfe und in der Prägnanz seiner Formulierungen weit hinter dem Layton- Bericht zurückbleiben. Die Bestimmungen des Poungplanes. deren Rahmen, deren Enge, die Baseler Sachverständigen respektieren mußten, lassen keinen Raum für ein wirklich unabhängiges, ungetrübtes, undiktiertes Urteil. Und trotzdem: trotzdem läßt das Baseler-Gutachten keinen Zweifel daran, daß für die Gegenwart, aber auch für die nahe Zukunft Deutschland und die deutsche Wirtschaft reparations- unfähig sind. Würde diese Feststellung, würde dieses Fazit von den Regierungen bei ihren Beschlüssen auf der großen Europakonferenz nicht berücksichtigt, würde der Anspruch irgendwelcher Transferierung jetzt aufrechterhalten-, dann wäre der Weg für das Chaos nicht nur für Deutschland, sondern für die Wirtschaft der ganzen Welt frei.
Mit diesem Tenor, von dem das Gutachten getragen ist, hat die deutsche These eine weitgehende Anerkennung gefunden. Don größter Tragweite für die kommende Re- gierungskonferenz muß auch" die Feststellung sein, daß als das, was Deutschland überhaupt tun konnte M Ueberwindung der Krise getan ist. Die LachverstänKgeN örkeiMen.in.^ aller Form an, daß neue Lasten der demschen, WsxtMaft y über das Maß hinaus, was nun die letzte Notverordnung gebracht hat, nicht mehr zugemutet werden könne. Deutschland hat diese seine Pflicht bis aufs Letzte erfüllt. Damst ist klar gesagt, daß es nun an den anderen ist, helfend einzu- greisen, wollen sie selbst nicht das Schicksal des deutschen Niederganges restlos teilen. A
Als schwächsten Punkt des Gutachtens muß man es. bezeichnen, daß die Sachverständigen unter dein Drucks unter dem politischen Druck, der in dieser Hinsicht allein von Frankreich ausgeht, noch immer Spekulationen, Repara- tionsipekulationen für eine fernere Zukunft für möglich halten. Sie haben hierbei an die deutsche Reichsbahn, an den großen Leistungsträger gedacht. Oder anders ausgedrückt: Ist einmal die heutige Krise, die die Grenzen der Katastrophe längst berührt hat, überwunden, dann könnte wieder, eine Repa^ationsfähigkeit möglich werden. Hier ist ein Abglanz spürbar jener hartnäckigen Forderungen Frankreichs, auf den Houngplan, will heißen auf die Reparationen überhaupt um keinen Preis zu verzichten. Die Sachverständigen konnten nur innerhalb der Poungmaschinerie bleiben, denn das Gremium, das sie bildeten, was schließlich auf der Grundlage des Poungplanes aufgebaut worden. Die Lö- iung dieses Problems, des schwierigsten, aber auch d«d entscheidenden, mußten sie der Politik überlassen. Die große Aufgabe der Regierungskonferenz tut sich auf.
Hier wird der Kampf ein erbitterter werden. Die deutsche Regierung kann, darf, will die Weltöffentlichkeit darüber nicht im Zweifel lassen, daß sie nicht mehr die Hand bieten kann, für eine Rückkehr zum Wahnwitz der Reparationspo- litik. Wenn es wirklich gelingt, in absehbarer Zeit die große Krise durch eine Epoche der Konjunktur wieder, abzulösen, soll dann durch Rückkebr zu dem Wahnwitz der Reparationen, der schließlich die letzte Ursache der Weltkrise blecht, der Keim zu einer neuen Epoche tiefsten wirtschaftlichen Unglücks gelegt werden? Wenn die Staatsmänner auf die große Europa-Konferenz gehen, dann müssen die Anwälte für diesen großen Prozeß das Recht und die Vernunft sein. Uns das Urteil kann nur gipfeln in dem, was Bafel, trotz aller Vorsicht, bei der Formulierung klar hat aykUngen lassen: Reparationsunfähig!
Enttäuschung in England.
Um den deutschen Kredit.
London, 1. Januar.
Starke Enttäuschung haben in der City die Meldungen hervorgerufen,- wonach bei* den' Reparatronsoerhandlungen höchstens eine Verlängerung des Moratoriums herauskommen wefde.
Wie »Financial News" meldet, geht dort die allgemeine Austastung dahin, daß die englischfranzöfische Lösung ein unüberwindbares Hindernis für die Wiederherstellung des deutschen Kredites sei. Die Danken würden eine Erneuerung der Kredite oder die Gewährung neuer Kredite an Deutschland verweigern, und die Folge davon sei, daß eine Konsolidierung der Privatschuldeu überhaupt nicht mehr in Frage tomme.
Der Preis einer englisch-französischen Einheitsfront sei
viel zu teuer erkauft. Eine festere Haltung Englands gegenüber Frankreich hätte nicht zu einer Entzweiung mit Frankreich, sondern zum Ende der Reparationen und Kriegsschulden führen können. Das Schlimmste, was man von Frankreich, erwarten könne, sei die Zurückziehung der Sterling-Guthaben.
Englands Kapitulation.
Die Londoner Presse beschäftigt sich ausführlich mit der Wendung in. der englischen Reparationspolitik.
Die »Times"
betonen, daß angesichts der ablehnenden Haltung Amerikas die europäischen Mächte schleunigst eine Lösung der Teil- frage der Reparationen anstreben müßten. Deutschland brauche zur Wiedergewinnung seiner Zahlungsfähigkeit eine Atempause und Sicherheiten gegen eine Wiederholung her Krise. Ein Zahlungsaufschub allein könne dies nicht erreichen, sondern verschlechtere die Lage Europas.
Deshalb müsse Lausanne mehr als eine Zwischenlösung bringen. Voraussetzung hierfür sei erstens ein angemessener Zahlungsaufschub und gleichzeitig eine Herabsetzung der deutschen Verpflichtungen auf eine Höhe, die keinen Zweifel darüber lasse, daß sie von Deutschland ohne Gesahr für feine Währung erfüllt werden könne.
»Daily Telegraph"
sagt, Deutschlands Hoffnungen auf eine endgültige Regelung seien an der starren Haltung Frankreichs zerschmettert.
»Finaneieil News"
bezeichnet die englisch-französische Lösung als die zweckloseste und illusorischste, die man sich denken könne. Sie sei eine völlige Kapitulation Englands vor Frankreich und verlängere Nur-'die Qual der Welt. Die englische Regierung müsse auf der Konferenz eine eigene Politik verfolgen, deren mögliche Grundlage sein-könne, die deutschen Reparationen auf 400 bis 500 Millionen Goldmark festzusetzen, die Deutschland „leicht" zahlen könne.
- *" ixlN''°enKlisches' Gesallenen-Denkmal an der Somme.
Bei Thiepval, einem kleinen Dorf des Departements Somme, wird dieses Denkmal für die englischen Kriegs- . gefallenen eingeweiht werden.
Bombenexplosion in einem Postamt.
Anschläge auf Fafchistenführer geplant.
Neuyork, 1. Januar.
Eine schwere Bombenexplosion ereignete sich im Postamt von Easton (Pennsylvanien), wodurch ein Postbeamter getötet, einer schwer und drei leichter verletzt wurden. Das Postamt wurde schier beschädigt. Die Explosion ereignete sich, als sechs Pakete verladen wurden, die an hervorragende Fafchistenführer in Amerika, darunter eins an das italienische Konsulat in Pittsburg, gerichtet waren.
Die Polizei hat umfassende Maßnahmen eingeleitet, um die Absender der Pakete zu ermitteln. Fünf Pakete, die gleichfalls Bomben enthielten, wurden unschädlich gemacht. Auf das italienische Konsulat in Pittsburg ist kürzlich bereits ein Anschlag verübt- worden.
Ihren Mann mit dem Küchenmesser erstochen. In Hamburg stellte sich die Ehefrau Garber der Polizei und erklärte, sie habe ihrem Mann etwas angetan. Als Polizeibeamte daraufhin in die Wohnung der Eheleute eindran- gen, fanden sie den Mann auf dem Bett tot auf. Die Leiche Zeigte schwere Schnittwunden am Halse. Die Eheleute waren seit 1925 verheiratet. Die Frau will die Tat aus Eifersucht begangen haben, da ihr Mann mit anderen Frauen verkehrt habe. Am frühen Morgen habe sie mit ihrem Mann Streit gehabt. Dabei habe er ihr gesagt, er wolle den Silvesterabend nicht mit ihr zusammen verleben. Darüber sei sie in große Erregung geraten und habe mit einem Küchenmesser auf ihren Mann eingestochen.
Tödlicher Jagdunfall. In der Nähe des Forsthauses in Deutsch - W artenberg ereignete sich ein tödlicher Jagdunfall. An einer kleineren Jagd nahm auch ein Herr von Rieben als Jagdgast teil. Als die Herren zur Jagd aus- brachen, entlud sich plötzlich das Gewehr von Riebens, das er über die Schulter, mit der Mündung noch oben, trug. Das Geschoß durchschlug Nacken und Schädelwand und drang in das Gehirn ein, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. Das Unglück dürfte auf eigene Unvorsichtigkeit zurück- zuführen sein, ^umal von Rieben am rechten Arm eine Prothese trug. Die Staatsanwaltschaft hat die Leiche frei- gegeben,.die nach Neusalz überführt und in der Wohnung seines Schwagers von Gruschwitz, des Direktors der Gru ch- witz-Textil A. G. in Neusalz ausgebahrt wurde.
Zwei Schüler durch eine Explosion aetöfef. Wie aus Brünn gemeldet wird, lieferte sich in der Nähe der Stadt eine größere Gruppe von Schülern eine Schneeballschlacht. Dabei'rannten zwei der Jungen hart gegeneinander. In diesem Augenblick erfolgte eine Explosion, durch die beide M schwer verletzt wurden, daß sie nach kurzer Zeit starben. Die Untersuchung ergab, daß einer der Schüler namens Tel- zer einen selbstangefertigten Sprengkörper in seiner Hosen lösche getragen hatte, der sich bei dem Zusammenprall entzündete.
Bunter Wochenspiegel.
Schwarze Weihnachten, weißes Neujahr. — Karpfen, Punsch und Pfannkuchen. — Etwas vom Optimismus. — was werden die Inventurausverkäufe bringen?
Es ist eine Woche besonderer Art, die wir heute rückschauend einer Betrachtung unterziehen. Halb liegt sie im alten Jahr und halb schaut sie hinein ins neue, und nach dem Silvesterpunsch mit seinen Konfettischlachten läßt es sich nicht mehr leugnen, das Jahr 1932 i st d a. Es hilft kein Bleigießen und Prophezeien mehr, das neue Jahr hat uns beim Schöpfe. Es hat nicht schlecht begonnen, War in । den Weihnachtstagen mit Ausnahme besonders begünstigter Höhenlagen die Erde schwarz und regenfeucht, so leuchtete fast überall zu Neujahr der Neuschnee uns als Morgen- gruß entgegen, und man mußte eingestehen, daß der Mutter Erde das festliche, weiße Gewand gut stand. Die Wintersportplätze, die in den Weihnachtstagen vereinsamt waren, zeigten ein frohes frisches Treiben der Winterfportlei was natürlich auch ein wirtschaftlicher Vorteil war.
Ist fast überall das neue Jahr mit viel Lärm begrüßt worden, so ging die Reichshauptstadt darin mit „gutem" Beispiel voran, aber auch der Magen kommt zum Jahreswechsel zu seinem Recht, und wer irgend konnte, ging nicht hungrig über des Jahres Schwelle. Um vom Punsch- und Alkoholkonsum gar nicht erst zu sprechen, sei nur von speziellen Neujahrsgerichten erwähnt, daß allein in Berlin 15 000 Zentner Karpfen verzehrt wurden und daß der Pfannkuchen-Konsum an die gewaltige Zahl von 1 0 Millionen Stück heranreichte. Kein Wunder, daß der Berliner Pfannkuchen in der ganzen Welt bekannt ist, wenn schon auf den Kopf bzw. in den Mund des Berliners etwa 2^ Pfannkuchen kommen. Wie groß mag der Pfannkuchenverbrauch im ganzen Reiche gewesen sein? Wenn man einmal solchen Zahlen nachspürt, dann merkt man erst, daß das Festefeiern nicht nur eine ideale, sondern auch eine nicht zu unterschätzende reale Seite hat. Das fröhliche „Prosit Neujahr!" mit Punsch, Karpfen und Pfannkuchen hilft auch die Wirtschaft ankurbeln, und es hat vor allen Dingen für Stimmung gesorgt, die wir besonders gebrauchen können. So wollen mir in diesem Wochenrückblick nicht nach Aergernissen suchen, wir wollen Optimisten sein, denn das eine steht einwandfrei fest, daß der Pessimist bestimmt nicht mehr erreicht. Wo sollte denn die neue Spannkraft für unseren Lebenskampf Herkommen, wenn wir uns von dem Gedanken unterkriegen lassen, daß die Zeiten immer schlechter werden? Aus dem Weihnachtsgeschäft, das wenigstens günstiger als die schlimmsten Befürchtungen war, schöpft die Geschäftswelt wenigstens etwas bessere Hoffnung fürs kommende Jahr.
Augenblicklich wird überall in den Büros fieberhaft an den Inventuren gearbeitet, und in den Geschäften wurden die wenigen ruhigen Tage nach dem Weihnachtsfest zum Ausbau der'Stellungen für den Inventurausverkauf benutzt. Schon im vorigen Jahre wurden in vielen Warengattungen Sensationspreise geboten, aber auch in diesem Jahre ist der Kaufmann gezwungen, auf jeden Fall seine Lager zu räumen, soweit sie mit Modeartikeln belastet sind. In den bis jetzt bekanntgewordenen Vorberichten werden Preisermäßigungen von 15 bis 75 Prozent genannt, vor allen Dingen in der Konfektionsbranche. Wissen wir auch nicht, 'was uns das neue Jahr noch alles bescherLü- wird, so weiß doch die Hausfrau, daß ihr nach der ersten halben Woche der Nachfeiertagsruhe mit der Zeit der Inventurausverkäufe eine Zeit der günstigen Gelegenheiten bevorsteht. Was also am Weihnachtsfest an dringenden Bedürfnissen noch nicht befriedigt werden konnte, das kann jetzt nachgeholt werden.
Wir aber wollen hoffen, daß unsere- Wochenbetrachtun- gen im neuen Jahre in der Hauptsache ein heiteres Gesicht tragen mögen, und wollen über alle Bedenken hinweg optimistisch in die Zukunft blicken, weil es, wie schon gesagt, der Pessimismus auch nicht besser machen kann. Wir wissen, daß wir sümpfen müssen, und an dieser Stelle werden wir noch oft an Dingen des Alltags Kritik üben, aber unsere Kritik soll zielbewußt sein, sie soll nicht zersetzen oder fruchtlosen Spott ausstreuen, sondern sie soll fördern und aufbauen helfen. Jörg.
Tragisches Ende eines Notars. Im Hof feines Wahn- grundstücks in der Kaiser-Wilhelm-Straße 71 in Leipzig ist der 52 Jahre alte Rechtsanwalt und Notar Friedrich Gutwasser schwerverletzt aufgefunden worden. Er ist gleich darauf verstorben. Gutwasser ist vom Kllchenbalkon seiner im dritten Stockwerk gelegenen Wohnung in die Tiefe ab- gestürzt.
Zwei Postbeamte überfallen. In Könnern (Saale) wurden zwei Postbeamte, die mit einem Handkarren die Postsäcke von der Bahn abgeholt hatten und auf dem Weg« zum Postamt waren, in der Bahnhofstraße von drei maskierten Räubern überfallen. Die drei Männer hatten Revolver in der Hand und versuchten unter Drohungen, den Postbeamten die Säcke zu entreißen. Es gelang ihnen aber nur, einen Postsack an sich zu bringen, mit dem sie flüch- teten. Es hat sich bisher nicht feststellen lassen, was sich in dem Postsack befunden hat, doch vermutet man, daß es sich um Wertpapiere handelt. Von den Räubern fehlt bis letzt jede Spur.
Blutiges Ende eines Familienftreites. Mit feiner 47jäh- rigen Frau geriet der Malermeister Marczinski in Sagan in Streit und feuerte mehrere Revoloerschüsse ab. Eine Kugel drang der Frau in den Unterleib. In hoffnungslosem Zustande mußte sie ins Krankenhaus eingeliefert werden. Surdjjwei weitere Schüsse wurden der zufällig anwesende Fleischermeister Schilke, ein Verwandter Marczinskis, sowie eine Tochter leicht verletzt. Der Täter ergriff die Flucht. Ueber die Gründe der Tat ist noch nichts bekannt.
Belagerung und Beschießung eines Schwerverbrecher». Vor einiger Zeit hatte die Kriminalpolizei in Dort mu n d davon Kenntnis erhalten, daß sich der vor mehreren Wochen QUS^?üner Krankenanstalt in Köln entwichene, mehrfach mit Zuchthaus vorbestrafte und in Verbrecherkreisen unter dem J amen „Bobby vom Rhein" bekannte Räuber Walter Vugustin IN Dortmund ein möbliertes Zimmer gemietet hatte. Vier Kriminalbeamte begaben sich nun nach der Wohnung. Den Beamten gelang es nach vieler Mühe und regelrechter Belagerung, durch die von Augustin von innen oerbarrifaoierte Tür in das Zimmer einzudringen. Als der Verbrecher dem Befehl „Hände hoch!" keine Folge leistete,
Schüsse auf ihn abgegeben, von denen einer tödlich wirkte.