Wetterbericht. Durch die Südwärtsverlagerung des kontinentalen Hochdruckgebietes bei gleichzeitigem Bi'halten lebhafter Wirbeltätigkeit über Nordeuropa war es der milden Weltströmung an der Südseite der Wirbel überraschend schnell gelungen, ihren (Einfluß über ganz Deutschland südwärts auszudehnen. Dabei setzten naturgemäß die sehr kalten Luftmassen über Lüddeutschland sehr heftigen Widerstand entgegen und es sind diese bis fetzt noch nicht vollkommen fortgeräumt, wenn auch Fröste z. 5t. nur noch innerhalb des Blpengebietes auftreten. Die milde Westströmung wird sich zunächst noch weiter durchsetzen, doch besteht für späterhinaus /etwa nach Mitte der Woche) die Gefahr eines neuen Kaltlufteinbruches. — Vorhersage für Montag: veränderliches, doch meist bewölktes (im Süden anfänglich noch neblig-trübes) Wetter, zeitweise liegen, leicht auffrischende milde westliche Winde. — Bussichten für Dienstag: Fortdauer "der milden und zeitweise zu Nie- derschlägen neigenden Westwindwetterlage.
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Rentenzahlung. 3m Bezirk des Postamts Schlüch- tern werden die Invaliden- und Unfallrenten für Januar bereits am >30. Dezember gezahlt.
Neufahrswünsche gehen in diesen Tagen hinaus an ferne Freunde und Verwandte. Besondere Freude werden diese Sendungen dem Empfänger bereiten, wenn sie mit den hübschen Wohlfahrtsbriefmarken der Deutschen Rot- Hilfe frankiert sind. Die in feinstem Stahlstich ausgeführten Markenbilder, die berühmte deutsche Baudenkmäler zeigen, geben der Postsendung ein festliches Gepräge. Jeder sollte sich verpflichtet fühlen, für seine Neujahrssendungen nur Wohlfahrtsbriefmarken zu verwenden. Durch den geringen Wohlfahrtsaufschlag auf die für In- und Busland vollwertigen amtlichen Postwertzeichen kann jeder Käufer der Marken dazu beitragen, die große Not dieses Winters zu lindern. Kleine Geschenke zum Jahreswechsel sind vielfach üblich. Bis besonders zeitgemäß, praktisch und hübsch wird den Beschenkten eine Zusammenstellung von Wohlfahrtsbriefmarken erfreuen. (Markenhestchen mit 10 Marken zu 8 pfg. und 5 Marken zu 15 Pfg. kosten
2.— MK.). Die Marken sind bei den bekannten Wohl- fahrtsstellen, sowie bei den Postanstalten zu haben.
Vom Finanzamt. Es wird darauf hingewicsen, daß wegen der Abschlußarbeiten die Finanzkasse am 31. Dezember geschloffen ist. Nach einer allgemeinen Anordnung bleiben am 2. Januar 1932 die Geschäftsräume des Finanzamts und der Finanzkasse für jeden Publikunwerkehr geschlossen.
Notverordnung und K riegsopfer. Die Denkschrift über die Rückläufigkeit der Versorgung und Fürsorge für die Kriegsopfer, die der „Reichsbund" der Kriegsbeschä- digten vor kurzem der Neichsregierung übermittelt hat, wird jetzt durch einen Nachtrag ergänzt. Dieser Nachtrag zeigt die Buswirkung der Bnrechnungsbestimmungen aus der Kriegsopfernerforgung auf die Leistungen der Sozialversicherung. Die Bnrechnungsbestimmungen sind, wie der Neichsbund feststellt, so hart, daß sie nicht aufrecht erhalten werden könnten. Wahl sei auf den vom Bund bei der Regierung eingelegten Protest hin der Betrag von 25 Mark der Nriegsversorgungsrente anrechnungsfrei geblieben; auch werde die Zusatzrente, die Pflegezulage und die Fühierhund- zulage nicht in Anrechnung gebracht. Trotzdem bleibe die Anrechnung der Kriegsbeschädigten- und Kriegerhinterbliebenenrenten auf die durch die Beitragsleistungen wohlerworbenen "Rechte aus der Sozialversicherung eine Härte, die vielen der Kriegsopfer die Lebensmöglichkeit nehme.
Altengronau. (Deutscher Bbend des Kriegervereins.) Anläßlich der im Februar 1932 stattfindenden Abrüstung?- Konferenz hat die Leitung des Kpffhäuserbundes die Einleitung einer großen nationalen Aktion beschlossen, deren Zweck es ist, Deutschlands Recht auf Gleichberechtigung und Sicherheit geltend zu machen. Aus diesem Grunde halte der hiesige Kriegerverein seine Mitglieder mit ihren Angehörigen sowie Freunde und Gönner des Vereins zu einem Deutschen Bbend versammelt. Schon lange vor Beginn der Veranstaltung war der große Saal des Gastwirts Fuß bis auf den letzten Platz besetzt. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache, in welcher zugleich auf die Bedeutung des Bbends hingewiesen wurde, ergriff Herr Pfarrer
Dtto-Marjoß das Wort. In packender Weise schildert» er das Wesen des deutschen Geistes in Vergangenheit Unb Gegenwart. „Und es soll an deutschem Wesen einmal noch die Welt genesen." Bnschließend folgte der Sichtbilber, vortrag des Herrn Lehrer Sachs. In anschaulicher Weise wurde gezeigt, wie Deutschland entsprechend den Bestimmungen des Friedensvertrages abgerüstet hat, während alle anderen Mächte in einer Weise aufrüsten, als stünde der furchtbarste Weltkrieg bevor. Und dabei sollte die deutsche Abrüstung die Einleitung einer allgemeinen Bbrüstung sein! Wird die Abrüstungskonferenz endlich eine Wendung bringen? — Auf Veranlassung von Herrn Pfarrer Gtto' wurde einstimmig folgende Entschließung angenommen, welche dem Kyffhäuserbund zugesandt werden soll: „Die vom Kriegerverein Bltengronau veranstallcte von allen Schichten der Bevölkerung sehr stark besuchte Versammlung gegen die dem deutschen Volke ausgezwungene Ungleichheit in allen Wehrangelegenheiten, nahm mit großem Interesse von dem Dortrage des Herrn Lehrer Sadjs Kenntnis. Die Versammlung begrüßt daher aufs lebhafteste die vom Kpffhäuserbund entfachte Bewegung gegen die ungleiche Behandlung und fordert von der Abrüstung Konferenz, daß Deutschlands Recht auf Gleichberechtigung und Sicherheit - endlich anerkannt werde." Mit einem Schlußwort fand die von Gedichtsvorträgen und Musikstücken umrahmte Veranstaltung ihren Bbschluß.
Hünfeld. (Die Schwiegermutter tödlich verletzt.) 3 m Kreisort Hünhan geriet ein Einwohner mit feiner Schwiegermutter des öfteren in Streit. In der vergangenen Woche, als es zwischen Schwiegersohn und Schwiegermutter wieder zu Streitigkeiten kam, versetzte der Schwiegersohn der Schwiegermutter einen Schlag mit einem Werkzeug über ben Kopf, sodaß die Frau eine blutende Wunde davontrug. Am Samstag ist nun die 75 Jahre alte Frau an einer Blutvergiftung gestorben. Die hanauer Staatsanwaltschaft hat die Leiche beschlagnahmt und gegen den Schwiegersohn ein Verfahren wegen Körperverletzung mit tödlichem Bu;- gang eingeleitet._______________________________________________ verantwortlich für den Inhalt: Fr. Steinfeld.
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K i r s ch n e r, O. G. B., Fuldaerstraße 64.
Jagd-Verpachtung.
Samstag, den 18. Januar 1532 von mittags 1 Uhr wird die hiesige Gemeindejagd ungefähr 350 Hektar groß davon zirka 80 Hektar Wald in der Gastwirtschaft Wilhelm Lang zu Reinhards aus sechs Jahre und zwar vom 1. Februar 1932 — 31. Januar 1938 öffentlich meist- bietend verpacktet. Pachtlustige werden hierzu eingeladen. Die Pachtbedingungen werden vor Termin bekanntgegeben.
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