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Hausbors sümpft um Arbeit.
Besuch bei den Bergarbeitern im Neuroder Revier. — Arbeiter ohne Zukunft. — „Was soll aus uns werden?"
Von unserem ins Neuroder Revier entsandten Sonderberichterstatter.
Nunmehr ist in letzter Instanz die Wiederinbetrieb- nahme der Wenzeslausgrube abgelehnt worden. Damit find alle Hoffnungen der Arbeiter zerschlagen. Unser Ton- derberichterstatter schildert die Stimmung im Neuroder Revier.
Neurode! Nur beim Klang des Namens ziehen wieder jene Schreckensbilder vom Juli 1930 herauf, als der furcht- M Kohlensäureausbruch im Kurtschacht 151 Menschenleben forderte. Ragend steht heute ein Kreuz auf dem Friedhofe, mahnend und kündend. In ganz H a u s d o r f sind es kaum 5 D. H. der Einwohner, die Arbeit haben. Zuerst wurde der Artschacht geschlossen. Das war Pflicht der Bergpolizei, jtnn wer wollte eine zweite Katastrophe von Hausdorf ver- mworten? Im Januar 1931 kam dann die Stillegung der «zen Wenzeslausgrube. Auch drüben am Elektrizitäts- Mk, der Schacht Mölke, schloß feine Tore. 2400 A r - heiter und Angestellte wurden arbeitslos, 1000O Personen fielen der Fürsorge zur Last. Sie bäum- ten sich auf, sie baten, beschworen, drohten, versprachen. Es half nichts, es konnte nichts helfen. Die Tatsachen wuchsen werden Menschen hinaus; so wurden auch die Bergarbeiter von Neurode Menschen ohne Zukunft. Nie wieder ' sollten sie einfahren, nie wieder sollte der Ruf der Steiger über das Zechenfeld klingen, die Fördertürme sollten still- stehen für immer. Und was soll aus den Schaffenden werden?
Noch nie wohl haben Arbeiter unter derartigen Umständen und mit derartiger Aufopferung um ihre Arbeitsstelle gesümpft wie die Arbeiter der Wenzeslausgrube. Sie taten sich zusammen. Sie hielten Besprechungen ab in Hausdorf, in Kunzendorf, in Ludwigsdorf, in Neurode. Sie verhandel- ien, rechneten hin und her, und schließlich taten sie einen Schritt, der kaum seinesgleichen hat; sie, die 2400 Arbeiter md Angestellten, gründeten eine G. m. b. H., zeichneten 330 000 Mark, gaben das letzte her, belasteten ihre Häuschen, ihre kargen Felder, waren bereit, die letzten Wert- gegenstände zu verkaufen, nur um weiter für geringsten Lohn in jene Grube einfahren zu dürfen, die den Tod in sich birgt, die schon über 200 der ihrigen das Leben nahm. Leim eins muß hier gesagt werden: im Neuroder Revier werden die geringsten Löhne im ganzen deutschen Bergbau gezahlt, deshalb, weil nur dann die Neuroder Kohle wettbewerbsfähig ist.
Ein Steiger gibt bereitwillig Auskünfte: „Daß man unser Angebot nun endgültig abgelehnt hat, ist bitter. Für viele war es der letzte Hoffnungsanker. Was soll nun werden? In andere Reviere abwandern können wir nicht. Denn dort sind auch viele tausend Kumpels arbeitslos. Wir sind alle in der Krisenfürsorge. Anfang nächsten Jahres werden wir ziemlich alle in der Wohlfahrtsfürsorge sein. Und was dann? Die Gemeinden können doch nicht ohne Steuereingänge sämtliche Einwohner unterstützen. Sie müssen dann die Zahlungen einstellen. Und was wird aus uns? Sollen wir jahrelang oder für immer Wohlfahrtsunterstützung beziehen? Hier gibt es doch nie wieder Arbeit für uns. Sehen Sie sich den Kurtschacht auf dem Ostfeld und den Mölke-- Ichacht an. Die modernsten technischen Anlagen im ganzen schlesischen Bergrevier haben unsere beiden Schächte. Erst in den letzten Jahren alles eingerichtet. Darum ist die Wenzeslausgrube ja auch überschuldet. Man war zu großzügig. Das hat sich gerächt. Jetzt werden demnächst die Gläubiger kommen und über Tage alles abbrechen. Einmal haben wir das ja schon verhindert. Unter Tage sind die Arbeiten längst eingestellt worden. Das ist der Bergpolizei zu gefährlich, und der Konkursverwalter hat kein Geld mehr für Abbruchs- arbeiten. Da wird wohl nie mehr jemand hinunterfahren.
Ein ehemaliger Beamter der Wenzeslausgrube äußert sich: „Das Kohlefeld der Wenzeslausgrube ist außerordentlich ergiebig. Wir haben Flöze von erheblicher Mach-
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Bärenjagd.
Humoreske von
Annemarie Annnu.
(Nachdruck verboten.)
„Ein herrliches Stück Welt!" sagte der ungarische Landwirt Daezer zu seinem Freunde Kövy, als beide das Jagdgebiet besuchten, das sie bei Hoßznmezö an der Theiß gepachtet hatten. Ein stilles Waldreich, unzählige grüne Bergkuppen, von tiefen Tälern durchschnitten, weltfern — das sind die Karpathen.
Als die beiden Landwirte nach zwei Tagen nichts erbeutet huitcn, sagte Kövy: „Schön ist's in den Bergen, aber mit der >Agd ist's nichts. Da kommt ja jeder Hirsch aus ein paar hundert Gulden!"
„Einmal eine Jagd gepachtet und nicht wieder!" bestätigte Taczer. „Nur nientanb von unserem Jagdpech erzählen, sonst lachen sie uns noch aus!" , .
. Einige Tage waren vergangen, als Daezer aus Kovys Gute evisuhr. „Höre einmal", sagte er, als sie beim „Gläschen saßen, „mir ist etwas eingefallen, wie wir unsere Jagd rentabel machen können."
„Na, da bin ich doch gespannt!" ~
„Also höre! Wir suchen uns einen reichen Jagdliebhaber ~ die gibt's ja immer — und verunstalten eine Bärenjagd.
„Sag' einmal, lieber Freund, wo bist du heute schon ein- gekehrt? I» unserem Reviere, wo wir alle zwei Tage einen Fuchs und alle Wochen einen Hirsch sehen, da willst bu ~ hahaha — Bären jagen!" , . ,
Daezer setzte dem Freunde seinen Plan auseinander, und dieser tuar einverstanden. _ ,
, Bald darauf wurde in Budapester Zeitungen Jagdliebhabern Mitgeteilt, daß ihnen Gelegenheit zu Bärenjagden werden °uue. Einige Jagdsrennde meldeten sich auch. Den meisten war indes die Jagd zu teuer. . , . ,
„Tut nichts, wir warten!" sagte Daezer, und Kovy meinte. »Ter richtige Mann kommt noch."
m Ein reicher Engländer namens Valle gelangte auf seinen Reisen nach Budapest und erfuhr von dem Baremuserat. Mr. Valle hatte schon alles mögliche Getier erlegt, einen Baren hatte er aber noch nicht z>ir Strecke gebracht. Auch ihm teilte '«au mit, daß die Jagd erhebliche Kosten verursachen tviirbe.
Mr. Balle kam es nicht aufs Geld an, er fuhr daher, nachdem er seinen Koffern die Jagdausrüstung entnommen, durch °'c ungarische Tiesebene nach den Karpathen.
In einem Hotel in Marmoras Sziget erschienen bei ihm me beiden Pächter und bestätigten ihm, daß mindestens ein Bär da fei, er sei erst vor kurzem gesehen worden. Wenn mes nicht der Fall wäre, seien sie bereit, den größten Teil der Kosten selbst »u tragen. Damit war der Engländer ein- Erstanden.
tigkeit. Gerade auf dem Ostfelde, wo der Unglücksschacht, der Kurtschacht sich befindet, befinden sich besonders große Flöze. Durch die starke Kohlensäuregefahr ist ein weiterer Abbau unmöglich. Auf dem Mittel- und dem Westfeld mit dem Mölkeschacht hat man aber auch schon Kohlensäure festgestellt. Hier könnte höchstens nach der Tiefe zu abgebaut werden, aber mit der liefe nimmt die Kohlensäure stets zu. Die Tiefe ist ja die Zukunft jeder Grube Die Wenzeslaus- grube hat also keine Zukunft mehr. Sehen Sie, der Oeffent- lichkeit wird noch gar nicht bekannt sein, daß kürzlich auf einer anderen Grube in Neurode, die stets als kohlensäure- frei galt, der Rudolfgrube, ebenfalls Kohlensäure festgestellt wurde. Die sitzt hier im ganzen Bergmassiv. Man hat natürlich sofort alle Vorsichtsmaßregeln getroffen, es darf erst geschossen werden, wenn die Belegschaft die Sohle verlassen hat und die Wettertüren geschlossen sind. Durch die Risse zieht die Kohlensäure dann ab. Jede stoßende Arbeit ist verboten. Es gibt nur drehende Rohr- und Schrämm- arbeit, damit keine Hohlgewölbe mit Kohlensäure angeschlagen werden. Genau so war das ja bei uns. Die Förderung wird dadurch natürlich teurer. Wer weiß, wie lange auf der Rudolfgrube noch gefördert werden wird."
Ein Beamter des Kreises Neurode gibt Erklärungen über die Hilfsmaßnahmen: „Der Ober- präfident von Niederschlesien hat versprochen, daß der Grenz- kreis Neurode bei der Verteilung der Osthilfemittel besonders bedacht werden soll. Es gibt noch Arbeit bei uns. Das Eulengebirge ist für den Fremdenverkehr noch wenig erschlossen. Es müssen Straßen gebaut werden. Die Erstellung von öffentlichen Bauten ist hier und da dringend nötig. Die armen Arbeitergemeinden können dazu nichts beitragen. Man wird also den Anteil der Gemeinden und des Kreises aus Osthilfemitteln geben, Provinz, Staat und Reich geben zu, dazu kommen Mittel aus der wertschaffenden Erwerbslosenfürsorge. Und schließlich wird man einen großen Teil der Kumpels u m s i e d e l n. Nur ein Teil von unseren Bergarbeitern eignet sich für die Landwirtschaft. Diesen Teil will man landwirtschaftlich anzusiedeln versuchen; die anderen erhalten Arbeitersiedlungsstellen. Im Kreise Neurode gibt es wenig siedlungsfähiges Land, aber in der Grafschaft Glatz, im Kreise Habelschwerdt, und in nordniederschlesischen Kreisen sind einige Siedlungsobjekte für Neuroder Arbeiter reserviert worden, die im Wege der Primitivsiedlung sich ihre Siedlungsstellen selbst aufbauen. Wenn es auch schwer ist, die Hoffnung verliert unser Bergvölkchen vom Eulengebirge nie." Alfred K ä d i n g.
Germanische Heilkunde.
Krut, stein unde wart hant an kraeften großen Hort.
Die Ursprünge der Medizin sind so alt als die Menschheit selbst, denn der Selbsterhaltungstrieb ist ja der ursprünglichste Trieb der Menschheit, der natürlich auch auf Mittel und Wege sann, um mit den Krankheiten fertigzuwerden. Die Wege der altgermanischen Heilkunde waren verschieden, aber in der Hauptsache konnte man drei Arten der Krankheitsbehandlung feststellen, wie sie der obige Spruch ausdrückt, der dem Kraut, dem Stein und dem Wort große Kräfte wider die Krankheit zutraut.
Der Kramzauber ist alkehrwürdiger germanischer Besitz, und das germanische Weib war die ursprüngliche Hüterin dieses Zaubers. Sie besaß das heilkundige Wissen und war dazu bestimmt, die Wunden zu heilen. Die Germanin als Kundige aller Kräutergeheimnisse war auch aus diesem Grunde ein verehrtes, mit besonderen Gaben ausgestattetes Wesen. Sie kannte alle Heilkräuter, die in der näheren Umgebung des Gehöftes zu finden waren, und besonders mußte sie bei den kriegs- und rauflustigen Germanen über blutstillende Mittel verfügen. Aber die ganze Heilbehandlung war eng mit kultischen Gebräuchen verknüpft, und der Gebrauch der Heilkräuter wurde vom Stand der Sonne und von besonderen Kultzeiten abhängig gemacht. Durch ihre geheime Pflanzenkunde konnte jedoch das germanische Weib
„Wie ist es mit Ihren Gewehren?" fragte mm Daezer. „Sie müssen neben dem Kugelgewehr, mit dem Sie den Bären schießen, unbedingt noch ein mit Posten geladenes Schrotgewchr haben. Wenn der Bär nicht gleich verendet und Sie annimmt, dann ist ein Postcnschilß immer sicherer als ein zweiter Kugelschuß."
Der Engländer sah dies ein und ordnete an, daß die $agb Pächter für die Treiber und Hunde sorgen sollten. Natürlich wurde für ihre Versäumnis eine Entschädigung festgesetzt, eine Summe, die selbst dem steinreichen Mr. Valle gepfeffert vorkam.
Aber einerlei, er war einmal auf den Bären gehetzt, und so bewilligte er alles.
Der Engländer und die beiden Jagdpächter bestiegen aus der Eisenbahnstation Hoßznmezö die kleinen ungarischen Gebirgs- pferde, diese ausdauernden Tiere, die wie Gemsen bergauf klimmen und nie einen Fehltritt tun.
Nun ritten sie über die bewaldeten Berge und durch die tief ciugcschnittenen Täler, in denen nur selten eine Hütte zu sehen war, in die Gegend, wo der Bär hauste.
Ein „Ah" der Bewunderung entfuhr dem blasierten Engländer, als er in einer Waldlichtung die Treiber vor sich sah, wilde, verwegene Hirten, die Schafpelze und hohe Lammfell- mützen trugen und mit Beilstöcken, den Fokos, bewaffnet waren.
Die drei Herren übernachteten in einem Bauernhause, und die Treiber, denen Pflaumenschnaps gespendet wurde, schliefen in Schuppen auf Stroh.
Am nächsten Morgen hüllte Nebel die Gegend ein. Dce Treiber waren unter Daezers Führung bereits aufgebrochen; sie umstellten ein weites Gelände, um den Bären anf den Jäger hinzutreiben.
Allmählich fenfte sich der Nebel. Von einer der Bergkuppen, die gleichsam in der Lust schwebten, da an ihrem Fuße der blcigrauc dicke Nebel lag, betrachteten Mr. Valle und Kövv das eigenartig schöne Naturschauspiel.
Endlich siegte die Sonne, und nun begann das Treiben. Die Hunde, die sich bisher ruhig verhalten nmßten, schlugen an.
Der Engländer hatte sich an einer weiten Talsenkung aus- gestellt, tun er einen Ucberblick hatte. Etwa hundert Schritte hinter ihm stand Kövy. bereit, ihm den Bären zuzutreiben, falls dieser durchbrechen sollte. ,
Das Herz des jagdknndigen Briten schlug hoher, als in der Ferne die langgezogenen Rufe der Treiber und das Bellen der Hunde hörbar wurden.
Näher und näher kamen die Laute, der stille Wald hallte von dem Getöse wieder.
Du plötzlich sah der Jäger den Bare» daherkommcu, aller dings weit langsamer als er gedacht hatte. Oester hatte er von der Schnelligkeit und Gewandtheit der Bären gelesen, dock dieser hier hottete recht langsam heran.
Geradezu, rechts und links erschollen die langgezogenen Rufe u»d das Gekläff, der Bär konnte daher dem Engländer, der unsichtbar blieb, nicht ausweicken.
leicht in den Ruf einer zauberkundigen Hexe gelangen, die man fürchten muhte.
Ganz klar lag die Erkennung der Krankheit eigentlich nur bei der in der Schlacht oder bei der Jagd erhaltenen Wunde, für die dann auch eine schmerz- und blutstillende Behandlung eintrat. In allen Fällen aber, wo die Krankheitsursache nicht zu erkennen war, glaubte man an das Wirken unholder Dämonen, und der Kranke holte den „Lachener" oder Zauberer, der die Dämonen ausspähen, durch Zaubermittel oder Bannsprüche vertreiben mußte. Er jagt^ die bösen Krankheitsgeister in den Wald zurück oder verpflanzte sie auf bestimmte Fetischtiere. Diese feindlich gesinnten Unholde waren meist der Alp, der Mar oder der Troll usw.
Das Wort als Heilmittel bestand in feierlich gesprochenen Runen, d. h. Zaubersprüchen und Krankheitssegen. Mancknial jedoch versuchte der germanische Medizinmann, der neben dem heilkundigen Weibe existierte, durch wildes Geschrei die bösen Geister zu schrecken. Der Stein als Kraft gegen Krankheit bestand in der Hauptsache in dem Glauben an die vorbeugende Wirksamkeit bestimmter steinerner Amulette, in die zumeist noch Runen eingegraben waren. Die Krankheiten wurden von den Germanen als Boten des Todes angesehen, und der Befallene wurde oftmals in der rücksichtslosesten Weise in Ruh gelassen.
Der S t r o h t o d , der Tod auf dem Krankenlager, war für den Germanen eine Schmach, gleichgültig, ob durch Krankheit oder Aller, und die Kranken, Gebrechlichen und alten Leute wurden gar nicht selten einfach getötet. Nur wer ein Wundmal aufweisen konnte, wurde ruhmvoll in Walhall ausgenommen, und oftmals brächte sich der sterbende Germane selbst Wunden bei, in der Hoffnung, daß diese Male ihn genügend für Walhall ausweisen würden. Die Germanen kannten viele heilsame Kräuter, sie kannten Heilbäder und auch die Butter als Salbe, sie kannten Schlafmittel, und bei Verrenkungen und Beinbrüchen verstanden sie auch die zur Heilung nötigen Kunstgriffe, aber trotzdem lag die wissenschaftliche Medizin ganz darnieder, denn das aus dem Altertum übernommene medizinische Wissen blieb ihnen in großem Umfange unbekannt.
Der Filmlöwe und sein Thronfolger.
— Der vielgenannte Hollywooder Löwe Numa, der zwar nicht mehr König der Wüste, sondern des Filmstudio war, ist tot. An seine Stelle ist nach dem auch dort geltenden Grundsatz: „Der König ist tot, es lebe der König" fein Enkel Pluto getreten. Aber die amerikanischen Filmschauspieler werden vor der ausgeftopften Hülle des beliebten vierbeinigen Kollegen ihre Trauer nickt verbergen können, denn Numa war wegen seines umgänglichen Wesens und im späteren Alter wegen seiner stumpf gewordenen Zähne geschätzt, während sein Nachfolger Plnt-> oelegenllick keinen Zweifel aufkomm -r läßt, daß er ein wirklicher Leu ist und daß feine Zähne lang und scharf sind. Numa gehörte ursprünglich einem Zirkus der ihn zu einer Filmausführung ausgeliehen hatte. Der Erfolg dieses Debüts war so durchschlagend, daß N: :u später in allen Filmstücken mitwirkte, in denen ein Löwe gebraucht wurde. Eine feiner letzten großen Rollen zeigte ihn an der Seite Charlie Chaplins in dem Film „Zirkus", wo sich der frühere Menagerielöwe offensichtlich ganz zu Hause fühlte. Numa hatte 1914 in Abessinien das Lickt ser_ Welt erblickt- er hinterläßt eine Nachkommenschaft ks . 25 Kopten auf her Löwenfarm, die sein Herr gegründei : rite, als ihm der Erfolg des berühmten Filmstars gezeigi hatte, welche Aussichten sich dem Löwenzüchter eröffneten.
o Die Häufigkeit der Autounfälle mit tödlichem Ausgang in den Vereinigten Staaten. Tödliche Straßenunfälle durch Kraftwagen in den Vereinigten Staaten haben nach Angabe der Travellers Insurance Company während der ersten zehn Monate dieses Jahres einen täglichen Durchschnitt von 90 Personen erreicht. Ungefähr 27 000 Todesfälle wurden in diesem Zeitraum direkt auf Unfälle mit Kraftwagen zurückgeführt. Soweit vollständige Ziffern oor- liegen, haben von 32 Staaten nur 11 einen Rückgang gegenüber dem vergangenen Jahr aufzuweisen.
Aus dreißig Schritte ließ ihn Mr. Volle heran, bann erhob er die Kugelbüchse und schoß. Der Bär stürzte, und nun ergriff Valle das mit Posten geladene Schrotgewehr, um einem etwaigen Angriff zu begegnen.
Der Bär rührte sich jedoch »ich: mehr. Der Jäger ging, beide Gewehre tragend, vorwärts. Mit einer zweiten Kugel gab er ihm dann den Fangschuß.
Die beiden Jagdpächter beglückwünschten ihn, und er nahm stolz seine Beute mit sich, die in S'-cmame Sziget abgehäutet wurde.
Befriedigt bezahlte Mr. Valle die Kosten der Jagv und fuhr davon: das Fell des Bären ließ er sich nachsenden.
Die Geschichte von der Bärenjagd wurde weitererzählt; sie erregte großes Au 'Kien, wußte man doch allgemem, daß sich in der Gegend au »er Theiß seit Menschengedenken ^!n Bär hatte blicken lassen
Wenn Daezer und Kövy gefragt wurden — und das geschah nicht selten —, so erwiderten sie einfach, es sei eben ein Bär dagewesen: wahrscheinlich sei er aus Siebenbürgen berübergefommen. Dort findet sich ja dieser „König des Waldes" noch ganz vereinzelt.
Aber einige von den T- ->:>eru plauderten die Sacke aus.
Die beiden Freunde basier. so war die Sacke — durck Verinittlung eines ihnen saunten Holzbäudlers in Budapest einen von — Bärenführer: abgelegten" alten, lebensmüde» Meister Petz erftanben und ihn in einem Käfig nach einem in der Nähe ihres Jagdgebietes liegenden Eisenbahnstation schicken lassen, schläulicherwcisc allerdings nicht nach Hoßzu mezö.
Der Bär war einige Tage vor der Jagd eingetrossen und bann von einem Hirten in seinem Käfig gefüttert worden. Am Morgen der Jagd hatte ihn dieser Hirt in die Gegend gefahren, ivo später das Treiben begann, unb nun war der Bär instinktiv vor dem 8ärm geflüchtet.
Sicherlich hatte der altcrsschivache Meister Petz, der fo man ches Jahr nach der Pfeife seines Führers getanzt hatte, den eiiglischeii Jägern nicht attackiert, wenn ihn dieser nicht gut getroffen hätte.
Die Wahrheit sickerte allinählick durch und wurde, zumal nachdem sie in die Zeitungen gekommen war, im ganzen Lande belacht. Daezer und Kövv hatten mauckes Neckwort einzustecken, wie auch anderseits ihre Schlauheit gewürdigt wurde.
„Weißt du", sagte Daezer eines Tages zu seinem Freunde „im Grunde baden wir bei der Bärengeschickte dock kolossalem Glück gehabt!"
„Wieso?" fragte Kövy.
„Weil", erwiderte Daezer lachend, „weil unser pensionierter Tanzbär nicht noch kurz vor ber Jagd oder bei ihr infolge von Alterssckacke das Zeitliche gesegnet hat!"