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irrels-Kmtsblatt * Allgemeiner mnLlLcherPvKeLges für Gen Kreis Schtüchtem

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(1. Blatt)

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S Amtliche Bekanntmachungen

5 Landratsamt.

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I-Nr. 7105. Der Landesausschuß hat für das Iahr 1952 die Erhebung einer Viehseuchenabgabe beschlossen

I lad zwar: 1 für Pferde, Esel usw. in Höhe von ehe I für gekörte Hengste in Höhe von in- I unb für Rindvieh in Höhe von

2,50 ÄÄ io,- gut 0,50 3U

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flr jedes Stücfc

Zur Ziegen sind Beträge nicht erforderlich.

gjt i Die Herren Bürgermeister, denen ich die Hebelislenformu- en litte heute zugehen lasse, werden ersucht, die Hebelisten ch I unter Beachtung der Bestimmungen der Viehseuchenent- l Mdigungssatzung für den Bezirksverband des Regierungs* . Ibezirks Kassel (Reg. Amtsbl. 1912 S. 249, 1920 Seite 6 156, 1923, Seite 45 und 1925 Seite 159 sofort aufzustellen 15 unb sie bis zum 1 5. Ianuar 1 932 vollständig auf» I geredy-iet und abgeschlossen hierher einzureichen. vor die- I!em Termin muß die vorgeschriebene 14tägige Gffenlegung I. I der Listen stattgefunden haben.

u I Die Zahl der gekörten Hengste, den für sie zu entrich- [jt I tenben Abgabebetrag und die Erhebungsgebühren ersuche so I ich in den Listen mit roter Tinte unter die Linie einzutragen. d- | (Eine besondere Rufnahme des Viehbestandes findet nicht statt, vielmehr sind den Hebelisten gemäß § 8 der Viehseu-

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henentschädigungssatzung die Ergebnisse der Viehzählung vom 1. Dezember 1931 zugrunde zu legen.

Die Verzeichnisse sind mit den vorgeschriebenen Beschei­nigungen zu versehen.

Schüchtern, den 11. Dezember 1931.

Der Landrat. 3. D.: Duwe.

Kreisa » sschutz.

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3«Hr. 577 R. K. Die freiwillige Lanitätskolonne Stet* neu hat am 6. Dezember d. 3s. mit einem neuen Kursus M Ausbildung in der Krankenpflege begonnen. Ich bringe dies hiermit zur öffentlichen Kenntnis mit der Bitte, sich recht Zahlreich an der Ausbildung zu beteiligen. Anmeldungen nehmen jederzeit entgegen: stolonnensührer Iohannes Lotz in Steinau, Vorsitzender Karl Gelhaar in Steinau. 5chlüchtern, den 15. Dezember 1931.

Der Vorsitzende des Männervereins vom Roten Kreuz.

Dr. Müller.

Stadt Schlächtern.

Bekanntmachung

3n zahlreichen Fällen ist festgestellt worden, daß wasser- ! besser mit Kohlen und sonstigen Gegenständen so zuge- ikht waren, da^ ein Abteien der Zähler unmöglich war. I einem Falle ist dadurch auch der Zähler beschädigt vcrden, sodaß er ausgewechselt werden mußte.

An die Hausbesitzer ergeht daher das dringende Ersuchen, darauf zu achten, daß die Wassermesser nicht versperrt werden. Bei dieser Gelegenheit machen wir auch daraus aufmerksam, daß es Pflicht der Hausbesitzer ist, die Wasser- arrsser vor Frostschäden zu schützen. Entstehende Unkosten durch Reparatur oder Erneuerung von Messer fallen in allen solchen Fällen dem Hausbesitzer zur Last.

ächlüchtern, den 15. Dezember 1931.

Der Magistrat. Gaenßlen.________

Abschrift.

Bekanntmachung.

Das Abfdjlagen von Bäumen und Hecken im Feld wie au Wafferläufen vor Ausführung des Ruseinandersetzungs- Planes ist falsch und im eigensten Interesse der Grundbe- ahar zu vermeiden.

, Es wird nach Uebergabe der neuen Pläne noch reichlrch aeit zur Entfernung von schlagreifem Holz gelassen.

. Aud} im Interesse des Naturschutzes und des für , die audwirtschaft wichtigen Vogelschutzes sollte jeder Besitzer as unnötige und vorzeitige Sdflagen von Gebüsch und Daumen unterlassen.

Kulturamt Fulda.

*

iDirb veröffentlicht.

Steinau, den 14. Dezember 1931.

Der Bürgermeister. Dr. Kraft.

- 3m Rnschluß an eine RrbcitsMcnbcnwnftration in Mmhpn kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. Der ^ckehr war eine Zeitlang unterbrochen.

3 um ersten Mal in der Geschichte der Türkei ist Montag in Konstantinopel eine Frau wegen UTorbes Asentlich hingerichtet worden.

Donnerstag, Sen 17. Dezember 1931

83. Jahrs

Mieterbund und Notverordnung.

Der Reichsregierung ging eine Entschließung des Reichsverbandes Deutscher Mieter zu, in der die Senkung der Miete durch Notverordnung begrüßt und ein Fortschrei­ten auf diesem Wege, insbesondere eine weitere Senkung der Neubaumieten gefordert wird.Kritisiert wird der Ab­bau der Mieterschutzgesetzgebung und die Regelung des Ab­baues der Hauszinssteuer. Die Regierung wird um ent­sprechende Abänderungen der Verordnung ersucht.

Preußischer Verzicht auf die Schlachtsteuer?

Berlin. 16. Dezember.

Anläßlich des Wiederzusammentritts des preußischen Landtages erörterten Vertreter der Regierungsparteien mit den beteiligten Ministerien die Frage der Einführung einer Schlachtsteuer in Preußen. Wie verlautet, sind starke Be­denken gegen eine solche Steuer erhoben worden. Auch Preiskommissar Dr. Goerdeler soll gewarnt haben. 3n par­lamentarischen Kreisen beurteilt man daher die Schlacht­steuer bereits als erledigt.

Tagung der Zentrumsfraktion.

Berlin, 16. Dezember.

Sie Reichstagsfraktion des Zentrums nahm Berichte des Reichskanzlers Dr. Brüning und des Reichsarbeits- ministers Stegerwald entgegen. Nach der darüber veröffent­lichten Mitteilung ergab die Aussprache, daß die Fraktion geschlossen zur Politik des Kanzlers und der Regierung steht. Die Fraktion erwartet von den kommenden inter­nationalen Verhandlungen, daß sie durch Befreiung Deutsch­lands von untragbaren Lasten die Grundlage zur Lösung d«" internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise schaffen."

Volksdienst und Reichstagseinberufung.

Berlin, 16. Dezember.

Die Reichstagsfraktion des Christlich-sozialen Volks- oienstes veröffentlicht einen Bericht, in dem es u. a. heißt: Für die breitesten Volksscbichten sind die schweren Entbeh­rungen nur eAraalickKüvennm- ; . mit rück­sichtsloser Energie durchgeführt wird. Die zukünftige Hal­tung des Volksdienstes wird davon abhängen, ob die Re­gierung in den außenpolitischen Kämpfen auch weiterhin den festen Willen erkennen läßt, die endgültige Befreiung von den Tributen mit unbeugsamer Härte zu sichern. So­lange das geschieht, kann die Regierung auf die Unter­stützung des Volksdienstes rechnen. Von einer sofortigen Einberufung des Reichstages kann sich der.Volksdienst eine Förderung des Freiheitskampfes nicht versprechen."

Ritter v. Hemmer einem Schlaganfall erlegen.

München, 16. Dezember.

Generalmajor Hans Ritter von Hemmer, der bekannte Freund des Reichspräsidenten von Hindenburg, der seit Jahren jeden Sommer den Aufenthalt des Reichspräsiden­ten in Dietramszell mit ihm teilte, wurde auf offener Straße während eines Gesprächs von einem Schlaganfall getroffen. Man brächte ihn in ein nahegelegenes Haus, wo sein Tod eintrat.

Ritter von Hemmer, der 62 Jahre alt geworden ist, war während des Krieges Chef des Generalstabes des Korps Bothmer.

40 Demonstranten in Duisburg festgeuomme«.

WTB. Duisburg, 16. 12. 3m Verlaufe des soge­nannten Reichserwerbslosentages wurde gestern abend an verschiedenen Stellen der Stadt versucht, Demonftrations» züge zu bilden, die jedoch von der Polizei aufgelöst wur­den. Etwa 40 Personen sind festgenommen worden.

3n gärn Schweden wüteten schwere Schneestürme, die erheblichen Schaden angerichtet und die Telephon- und Telegraphenverbindungen sowie die elektrischen Leitungen vielfach unterbrochen haben.

Der Reichskommissar für Preisüberwachung wird nach Abschluß der in diesen Tagen durchgeführten Ver­handlungen mit Vertretern der Bäcker-, Fleischer- und $ri= seurverbände in Kürze eine Notverordnung über Preis­schilder erlassen.

Das Schwurgericht in Dresden verurteilte den Kauf­mann Stephan und den Installateur Gulbin, beide aus Dresden, wegen gemeinschaftlichen vollendeten Nlordcs zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehreir- rechte.

! Die Beratungen des preußischen Kabinetts über die neue Notverordnung sind nunmehr abgeschlossen. Die Aus* arbeitung der einzelnen Maßnahmen wurde den Refforts übertragen. Die Notverordnung soll in der nächsten Woche veröffentlicht werden.

Gbuwhl der Kengreß das Hoover-Moratorium noch nicht bewilligt hat, ist es heute durch Verordnung der Re­gierung in Kraft getreten.

In der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung am Dienstag wurde der jetzige Königsberger Kämmerer Dr. Friedrich Lehmann zum 'Stadtkämmerer von Frank­furt a. üt. gewählt. hierbei kam es zu stürmischen Ruf- tritten zwischen SPD-, Staatspartei und Volkspartei.

Abzeichenverbol politischer Vereinigungen Eine Liste der Organisationen.

Berlin, 15. Dezember.

Im achten Teil der Notverordnung wird zum Schutz des inneren Friedens den politischen Vereinigungen das Tragen von Abzeichen oder von einheitlicher Kleidung ver­boten.

Der Begriff der politischen Vereinigungen findet sich , bereits im § 36 des Wehrgesetzes, in dem bestimmt wird, daß den Soldaten der Wehrmacht die Zugehörigkeit zu poli­tischen Vereinigungen verboten ist. Als Grundlage für das Uniform-Verbot kann daher die Liste der politischen Ver­einigungen gelten, die im Reichswehrministerium hergestellt und die dem Reichsinnenministerium zugeleitet worden ist. Es sind als politische Vereinigungen danach anzusehen sämtliche Organisationen der politischen Parteien, sowohl die Zentralverbände wie die Landes- und Ortsgruppen, alle Gewerk­schaften, ferner derReichsverband Vaterländischer Arbeiter- und Werkvereine", alle Landbünde, der Nalionalverband deutscher Offiziere und der verband nationalgesinnler Soldaten. Weiter­hin der Alldeutsche verband; die Deutsche Iriedensgesellschasl; der Bunb der Aufrechten; der Deutsch-völkische Schutz- und Trutz- bund; der Oeulsche Mufikerverbond; die Deutsche Werkgemein- schasl Augsburg; der Landesjägerverbond; der Reichsbürgerral; die Bereinigten vaterländischen Verbände Bayerns; die Bis- marckjugend; das Politische Kolleg; der Bund Reichsslagge; der Bund Bayern und Reich; der Stahlhelm, Bund der Frontsol­daten; Iungdeutscher Orden; Wehrwolf; vereinigte vaterländische verbände; Deulscher Republikanischer Reichsbund; Reichsbanner Schwarz-Rol-Gold; Fronlring München; gronfbann München; Fronlkriegerbund München; Frontjugend München; Reichsbund der Kriegsbeschädigten; Wickingbund; Verband für Freidenker- lum und Feuerbestattung; Deutjchvölkischer Ossiziersbund; die Deutsche Adelsgenossenschasl; Nationaler Deulscher Aulomobil- Club; Reichsverband der Baltikum-Kämpfer; Arbeiler-Flugsport- verband;Sturmvogel", Flugverband der werktätigen; Zentral- kommission für Arbeitersport und Körperpflege und die ihr an- geschlossenen verbände; Deutschlandbund, sowie schließlich zwei Offiziersvereinigungen, nämlich die Osfiziersvereinigung des ehe­maligen Leib-Sccnadiec-Regiments Nr. 8 und der Verein der Offiziere des ehemaligen Leib-Garde-Husaren-Regiments^

Reichswehr und Wehrverbande.

Erklärung des Reichswehrministers Groener. Dehroer- bände sind, kein Militär.

Reichswehrminister Dr. G r o e n e r gewährte einem Vertreter eines amerikanischen Korrespondenzbüros eine Unterredung, in der er sich mit den Fragen der Abrüstung befaßte.

Aus die Frage, ob man den sogenann Wehroerbän- den Stahlhelm, Reichsbanner, SA. als personellen Faktor des deutschenpotentiel de guerre" einen militäri­schen Wert als Reserve der Reichswehr beimessen könne, erwiderte der Minister, die Behauptung von einem mili tärischen Wert der verbände sei eine Legende.

Dr. Groener führte weiter aus: Der militärische Wett kann nur aus sorgfältiger militärischer Schulung und Waf- fenübung beruhen. Beide Voraussetzungen fehlen bei den deutschen Wehrverbänden, sind dagegen zum Beispiel bei den polnischen Wehrverbänden vorhanden. Deutschland kennt keine militärische Jugendausbildung wie die Nach­barstaaten.

Die sportliche Betätigung der deutschen Wehrverbände hat mit militärischer Ausbildung nichts zu hin.

Den deutschen Wehrverbänden fehlt es außerdem an Waf­fen jeder Art. Die alten Kriegswaffen mußten vernichtet werden, neue dürfen nur für die Zwecke der Reichswehr von wenigen genau bestimmten Fabriken und nur für die Reichswehr angefertigt werden, Auch die Reichswehr selbst verfügt nur über eine Garnitur von Waffen, so daß also eine Bewaffnung der Verbände aus Reichswehrbeständen unmöglich ist. Ebenso unmöglich ist die Mobilisierung der privaten Organisationen zu innerpolitischen Zwecken, um sie etwa als Reserve der Polizei und Wehrmacht einzu- et^en Die Reichswehr unterhält keine Beziehungen zu irgendeinem Wehcoerband.

Aus die Frage, wodurch Deutschland sich in seiner n a - tionalen Sicherheit bedroht fühle. verweist der Reichswehrminister auf den gewaltigen Unterschied zwischen den Rüstungen seiner Nachbarn und seiner Entwaffnung. Aus diesem Unterschied an Recht und Macht und aus den feierlichen Verpflichtungen der Siegermächte, dem den' schen Beispiel in der Abrüstung zu folgen, ergeben sich k G r u n d i ä tf c d e r d e u t s ch e n A b r ü st u n g s p o l i - tik, die zusammengefatzt lauten:

Gleichberechtigung, Gleichheit in den Methoden der Ab­rüstung und gleiche Sicherheit für alle Völkerbundsmilglie- der.Sicherheit durch Abrüstung" und nichterst Sicher­heit. dann Abrüstung", heißt di.- Parole für die Abrü- stunqskonserenz von 1932 und für die Gesundung der Welt in wirtschottttcher, politischer und moralischer Hinsicht.

Vor Erlaß einer preußischen Notverordnung.

Wic verlautet, plant die preußische Regierung, die Grundlagen für die parlamentarische Behandlung des Etats durch Notvcwrd- nung zu schassen. Voraussichtlich wird die Notverordnung die Auflösung von etwa 50 Landkreisen anordnen und die Fragen der Gehaltskürzung, des Abbaues der Houszinssteuer und der Aus- gabensenkung in den verschiedenen Ressorts regeln. Ein endgül­tiger Beschluß des Staatsministeriums liegt jedoch noch nicht vor.