ehe Qausrrcetv
««««»» »S»««»W«M>MW»«»»^A>
Wenn wir das Leben lachen hören wollen, müssen wir es durch unser Lachen herausfordern wie ein Echo. Unser Schicksal ist immer der Widerschein von uns selbst.
Rudolf Herzog.
Der Weihnachtsbralen.
Früher gab es darüber eigentlich kaum eine Frage: Auf den Tisch der deutschen Familie gehörte eine Weih- nachtsgans. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird in dieseni ! Jahre so manche Hausfrau zum ersten Male nicht hierzu ' in der Lage sein, wenn sie nicht so klug war, während des ganzen Jahres daraufhin zu steuern, das heißt, in einem einschlägigen Geschäft in kleinen Beträgen die Kosten einer Gans zusammenzusparen. Es gibt freilich auch geteilte Gänse, doch kommt man dabei sehr unvorteilhaft weg, denn die Leber und das ebenso wertvolle Fett, der Magen, der in Reis so gut schmeckt, alles geht uns dabei verloren.
Wer aber einen ganzen Martinsvogel erworben hat, der wird seiner Zubereitung in diesem Jahre erhöhte Aufmerksamkeit widmen. Die Gans wird vollkommen mit sehr guten Aepfeln ausgefüllt. Jeder bekommt einen oder zwei dieser wohlschmeckenden, fettgetränkten und dadurch sättigenden Aepfel neben seine Gänsefleischportion. Kartoffelklöße und Rotkraut dazu, helfen das Gefühl der vollkommenen Sättigung erzeugen. Hat man aber gar noch eine Suppe be- reiiet, dann wird man die überraschende Feststellung machen, daß der weihnachtliche Gänsebraten auch dann noch ein Genuß ist, wenn er etwa halb so umfangreich geworden ist, als in früheren Jahren.
Eine. vollwertige Mahlzeit verschafft uns weiter das G ä n s e k l e i n. Sei es mit Reis, sei es mit Nudeln, es ist eines unserer wohlschmeckendsten Geflügelgerichte. Die Brühe ist meist so fett, daß wir abschöpfen und am nächsten Tage zu einer Suppe verwenden können. Das Gänsefett, das an sich viel zu flüssig ist, um gut verwendbar zu sein, wird mir Hilfe von Schweinefett ausgiebiger und haltbarer und gibt einige Tage einen ausgezeichneten Brotaufstrich.
Das andere Weihnachtstier ist der H a s e. Ihn können mir, gleich vorteilhaft im ganzen wie in einzelnen Teilen kaufen. Auch hier hilft uns geschicktes Zerlegen zu einigen Mahlzeiten Bon den Ueberbleibseln bereiten wir ein Ragout.
Koch-Rezepie.
Hasenbraten mit Sahnensoße. (Für 6 Personen.) Zu- bereitungszeit 1% Stunde. Man häutet den abgezogenen Hasen gut, h^ckl die kleinen am Rücken vorstehenden Rippen von beiden Seiten gleichmäßig ab, salzt ihn und durchzieht ihn gleichmäßig mit Speckfäden. Dann läßt man in der Bratpfanne ein gutes Stück Butter heiß werden, gibt eine Zwiebel, % Lorbeerblatt, einige Pfefferkörner hinzu, legt den Hasen darauf und brät ihn unter öfterem Begießen halb weich. Dann gießt man nach und nach % Liter, mit etwas Mehl verquirlen Rahm (Sahne) darüber und läßt ihn nun unter Begießen fertig braten. Die Soße wird durchgeseiht und mit 10 Tropfen Maggi's Würze abgeschmeckt zu Tisch gegeben.
Zwiebelsuppe findet man fast nur noch auf dem Lande, und doch wird sie bei rechter Zubereitung auch dem oer- , wöhnten Gaumen munden. Man schält 6 bis 8 kleine weiße 1
Zwiebeln, schneidet sie in dünne Scheiben, und röstet dieselben in Butter über gelindein Feuer gelblich. Einige Löffel Mehl läßt man mit durchschwitzen," gießt 3 Liter Fleischbrühe oder Wurzelwerkbrühe an und kocht sie unter häufigem Umrühren zu einer säumigen Suppe. Diese streicht man durch ein Sieb, würzt sie mit Salz und einer Prise weißem Pfeffer, legiert sie nach Belieben noch mit zwei in Milch verquirlten Eidottern und richtet sie über gerösteten Semmelwürfeln an. Wi.-Ha.
Beim Ausnehmen der Fische muß man vorsichtig verfahren, damit man die Gallenblase nicht zerstört, weil sonst der ganze Fisch bitter wird. Die Kiemen nimmt man bei Fluß- und Teichfischen, die sich vielfach im Sumpfe aufhalten, heraus, weil sonst der Fisch selbst zu sehr nach Sumpf schmeckt. . Wenigstens muß man die Kiemen ganz gehörig reinigen und ausspülen.
prakiische Winke.
Die Zitrone als Reinigungsmittel. Es ist nicht allgemein bekannt, daß die Zitrone bezw. die Schale einer aus- gepretzten Zitrone zu mancherlei Reinigungs,zwecken herangezogen werden kann. Obstflecke an den Händen, wie sie beispielweise beim Obsteinmachen entstehen, sind damit verblüffend einfach und rasch zu entfernen. Selbstverständlich muß man mit Wasser nachspülen. Holzgeräte werden blenden weiß, wenn dem Scheuerwasser Zitronensaft zugesetzt oder darin ausgepreßte Zitronenschalen gekocht werden.
Wi.-Ha.
Allnd iloM, bet Stifter te Wchrches.
Seit dem Bestehen der hochherzigen Stiftung des norwegischen Chemikers Alfred Nobel ist der 10. Dezember, der Todestag dieses berühmten Mannes, ein Ehrentag für die gesamte wissenschaftliche Welt. Nobel war der Erfinder eines der furchtbarsten Sprengstoffe, des Dynamits, und es war ihm ein seelisches Bedürfnis, sein ungeheures Vermögen für Werke der Wissenschaft und des Friedens nutzbar zu machen. Diese Tatssche ist der Grund zu der Nobelstiftung. Das Stiftungsvermögen betrug ursprünglich 31,5 Millionen
schwedische Kronen und bestimmte fünf jährliche $reil
1. für die wichtigste Entdeckung auf dem Gebiete der
2. der Chemie, 3. der Medizin und Physiologie, 4. für jenige literarische Werk in irgendeiner Sprache, das sich „ meisten durch eine hohe ideale Tendenz auszeichnet M 5. für das verdienstvollste Bestreben zur Förderung Weltfriedens. H
Gerade durch seine großen idealen Grundlagen tuur^ der Nobelpreis zur höchsten internationalen wissensch«!, lichen und literarischen Auszeichnung, um die ein Wettstreit aller Kulturnationen einsetzte, und das deutle Volk darf mit Stolz die größte Zahl aller Nobelpreisträo» fein eigen nennen. Auch in diesem Jahre hält Deutsche mit den anerkannten Wissenschaftlern Dr. Bergius Bosch und Professor Otto Marburg die Spitze unb^ermehf aufs neue die Zahl der Nobelpreisträger, die schon als Stresemann zusammen mit Briand den Friedenspni- erhielt, mit 28 Nobelpreisträgern überlegen vor Frankrei» (19 Preisträger), England (15), Schweden (9), Amerika J Holland mit je 7, Dänemark und Schweiz mit je 6, Italien Oesterreich, Belgien und Norwegen mit je 4, Spanien mit Rußland, Polen und Kanada mit je 2 und Indien mit einem Preisträger ihren Vorsprung behaupteten. Die ersten deutschen Nobelpreisträger waren im Jahre 1901 der Musiker W. H. Röntgen, der Chemiker I. I. van ’t Hoff der Mediziner E. von Vehring, und dieser gute Anfanq j» uns treu geblieben. a
Die deutschen Erfolge bei der NobelpreisverteilW dürfen wir zugleich als eine internationale Anerkennun« der wissenschaftlichen Leistung des deutschen Volkes bewo ten. Gerade hier liefern wir den Beweis, daß wir ein erst ranziges Kulturvolk sind und daß es für die gesamte Kultur, ' >elt eine empfindliche Schädigung bedeuten muß, wich mit unserer wirtschaftlichen Kraft auch unsere wissenfchast- liche Betätigungsmöglichkeit unterbunden werden würde.
— Eesellschafisfahrken zu Weihnacht! Die Reichsbahn, direktion Berlin macht darauf aufmerksam, daß die Sah Preisermäßigung für Gesellschaftsfahrten, ebenso für Schul- und Jugendpstegefahrlen, auch während der bevorstehenden Weihnachtszeit gewährt wird. Es wird jedoch bringen) empfohlen, die Fahrten beim Abgangsbahnhof rechtzeitig anzumelden. — Die Bekanntmachung der Reichsbahn wird vielen Weihnachlsreisenden, vor allem den in Gruppen red senden Wintersportlern, sehr willkommen fein. Für Gesell, schaftsfahrten wird schon von 15 Teilnehmern ab eine Fahrpreisermäßigung von 25 Prozent gewährt, bei größere: Teilnehmerzahl erhöht sich auch die Ermäßigung.
o 13 Millionen Leninbücher. Die ßeninprobuttion scheint für den russischen Staatsverlag ein gutes Geschäft zu sein. Wieviel Leninbücher im Umlauf sind, geht aus folgern der Bekanntmachung hervor: Der Moskauer Staatsverlag gibt nämlich bekannt, daß die gesammelten Schriften ßenins seit 1923 bis jetzt in 7 Millionen Exemplaren verbreitet worden sind. Im Laufe dieses Jahres kommen weitere 6 Millionen Exemplare heraus, so daß die gesamte Auslage sich auf 13 Millionen beziffern wird. Die populäre ßenim auswahl in 6 Bänden nebst Schlagwortregisterband ist in 500 000 Exemplaren verbreitet. Die große Ausgabe in 2? Bänden soll bald durch 3 weitere Bände, Briefe und Aufsätze, ergänzt werden. In dieser Aufstellung sind die zahlreichen Einzelausgaben Lenins, sowie die Bücher und Flugschriften über Lenin und den Leninismus nicht mit berücksichtigt, deren Auflage die 13 Millionen weit um das Dop pelte übersteigt. Wenn diese Mitteilungen richtig sind, bann ist es erstaunlich, welch einen Buchkonsum man im heutigen Rußland trotz der allgemeinen Verarmung des Volkes feststellen kann.
Die vom „Rauhen Grund".
Roman von Paul Grabsin.
Romandienst digo Berlin W. 30.
48) (Fortsetzung.)
Tas schlug ein, und das Kapital, das der Reusch Mannes den Leuten unlängst gemahlt für ihren alten Besitz, den sie ihm verkauft, wanderte wieder zu ihm zurück. Eine große Baugenossc-. ^afr wurde damit bc gründet und der Mannes ihr Tirekror. Schnell sprach srch s im ganzen Rauhen Grund herum, und es ging wie mit den Motten am Licht. Sobald nur die erste hineingetaumelt war, kam bald eine nach der andern Selbst ruhige, besonnene Leute wurden angesteckt von dem Goldfieber. Wer wollte auch nicht mühelos reict werden? So trug selbst manch schlichter Bergmann lerne sauer in der Grube verdienten Groschen dem Mannes hin, als Anteil an der neuen Baugenossenschaft, deren prunkendes Firmenschild bald an einem der neuen Häuser droben in Rödig prangte.
Nur einer war im ganzen Rauhen Grund, der warnte. Laut und vernehmlich, selbst von der Kanzel herab. Vor dem Gründungsschwindel, mit dem es ein Ende voller Schrecken nehmen würde. Aber wenn ein Baghasrer dem Reufch-Mannes damit kam, dann lehnte Nch der tu seinem eleganten Privatkontor nur überlegen in den Klubsessel zurück, hob nachlässig die wohl- gepslegre Hand mit dem funkelnden schweren Brillant- mna und lächelte mitleidig den Besorgten an:
"Der gute Burgmann wird allmählich doch zu alt. Wert er selber nicht mehr mit kann, zetert er über jeden andern. Aber wenn Sie Bedenken haben, mein Lieber ~ in Gottes Namen. Bleiben Sie davon. Wir brauchen ^hr Geld ja nicht. Es drängen sich genug andere an uns heran, die klug sind und einen guten Profil nntzunehmcn verstehen."
Da schämten sie sich ihres Mißtrauens und ihrer mangelnden Einsicht und gaben eilends her, was sie hatten.
So ging es glänzend mit den Geschäften des Mannes. Ein jeder sah es, schon in seinem ganzen Auftreten. Er schaffte sich ein Auto an, gegen das der Wagen seines Freundes Steinsiefen ein alter Kasten Wr, und wenn der Herr Direktor mit seinem eleganten Chauffeur geschäftig durchs Land jagte, staunte ihm leder nach: Ja, der Reusch-Mannes! Der verstand's noch besser als der Alte.
m ratterte und gellte jetzt überhaupt tagtäglich rm Rauhen Grund von den geschwinden eisernen Rennern, den sausenden Kurieren der neuen Zeit. All die Bauunternehmer, Ingenieure, Industrielle, Bankleute, und behördlichen Kommissionen, die der Talsperrenbau herauslockte. Die schweigende Stille, einst unumschränkte Herren des grünen Waldtals, hatte sich hinaufflüchten
müssen in die entlegensten ^ergmuner. Uno reicht yrerschreckte sie der Lärm von den Steinbrüchen genug auf.
Jnr finstern Groll saß drunten der Herr im Adligen Hause. Ihm war das grüne Revier verleidet, seitdem das Rumoren bc in angefangen. Selten nur noch sah man ihn dort. A as Wild war scheu geworden und flüchtig. Zu viel fremdes Gesinde! machte jetzt den Wald unsicher. Aber noch viel mehr hatte ihn der andere Stoß erschüttert: Weichen sollte er dem Amerikaner — nun selbst vom Hof seiner Väter!
An dem Tage, wo von der Regierung der Bescheid gekommen war, daß das Talsperrenprojekt endgültig genehmigt, hatte sich Henner ,von Grund eingeschlvs- sen in seinem Zimmer. Voller Sorge hatte Eke oftmals nach der verriegelten Tür geblickt. Am Mend war er zwar endlich wieder herausgekommen und in i der Halle erschienen. Aber mühsam nur hatte er sich die Stufen zum Altan hinaufgeschleppt. Sebiwr sank er in seinen Sessel Ein gebrochener, alter Mann war er, der dann zu den beiden Verlobten sprach:
„Es hat nun sein Ende hier, Kinder. Wir werden uns nach einem andern Dach umsehen müssen. Oben beim Dorf, an unserm Wald. Geht hinauf morgen, seht's euch an, und dann laßt den Baumeister kommen. Macht's, wie ihr's Haben wollt. Mir ist's gleich, denn ich fühl's: ich brauche dies neue Haus nicht mehr." „Onkel -"
Eke wollte seine Hand ergreifen, aber er schüttelte müde das Haupt:
„Es ist schon in — und nun laßt mich allein."
Stumm waren sie da gegangen nach seinem Wunsch. Aber in dieser Sanfte war es seltsam über Eke gekommen. So mal ' w- hatte sie das dumpfe Gemäuer dieses Hauses gen . jagt und gequält wie ein Kerker. Nun aber streite st mit der Hand über das alters- braune Getäfel der Wand, als gälte es Abschied zu nehmen von einem Stück ihres Lebens..
An diesem selben Tage traf die Kunde von der Baugenehmigung auch bei Gerhard Bertsch ein. Droben in dem neuerbauten Tireklorenhaus neben den Werk- anlagen. Es war vor kurzem fertiggestellt worden, und seit einigen Tagen wohnte er drinnen.
Langsam erbrach er das Schreiben mit dem Amtssiegel und las. Dann legte er es wieder auf den Schreibtisch. Ohne die leis fte Bewegung. Es war eben gekommen, wie es mußte. Uno dann begann er auf und ab zu schreiten. Erst Li Zimmer, dann weiter durch ba§ ganze weite Haus. Reich war alles darin eingerichtet, aber ohne Liebe. Er hatte irgendeiner großen Firma Auftrag gegeben. Die hatte ihm zum bestimmten Tage und vereinbaren Preise alles ordnungsmäßig geliefert. Ein weite-.es Interesse hrtte er ja auch nicht an der Sache.
Was er von dein ganzen Hause wirklich brauchte, waren ein Schlaf- uno Eßenum. S ist nichts. Denn war er nicht im Büro bei seiner Arbeit, so sah ihn
draußen der Wald. Am dämmernden lAvrgen wie am sinkenden Abend. Er harte die eeledia^e Jagd vom alten Reusch gepachtet, nach dessen Tode. Irgend etwas mußte doch schließlich ein Mensch haben, der einsam war wie er.
Freilich, er hatte es sich einmal anders gedacht, hier mit dem Hause. Auch jetzt mußte er es denken, wie er so laut hallenden Schritts durch die stillen Zimmer schritt. Es war wohl doch noch nicht alles so er; storben in ihm, wie er bisweilen wähnte. Aber e» sollte! Hart trat sein Fuß auf, und kurz entschlossen ging er zur Diele, wo Jagdjoppe und Büchse immer bereit hingen. Da oben an der Grenzwiese stand ein alter Bock, auf den er schon oft vergeblich gepaßt hatte. Vielleicht glückte es heute.
*
Weihnachten stand vor der Tür. Aber im Hirsche» dachte diesmal keiner daran. Unruhvolles Hasten, Rül- ken und Hämmern scholl durchs Haus. Die Reusch» schickten sich zum Auszug an.
Hermann Reusch wollte eine Stadtwohnung nehmew zusammen mit der Schweestr. Wie sie sich es immer vorgenonimen hatten. Die Geschäfte hier erforderten ja auch nicht seine ständige Anwesenheit am Ort. ,
Marga Reusch sah diesem Wechsel der Dinge im der stumpsen Gleichgültigkeit entgegen, mit der sie feist alles hinnahm. Wie hatte sie sich einst gefreut auf Stunde, wo sie Rödig den Rücken kehren würde, und nun? Ihr tödlich verletzter Stolz hatte sich noch immef nicht erholt von seiner Wunde. Gewiß, es war gut, da« sie fortkam, von hier, dahin, wo sie nichts mehr erinnerte an die Vergangenheit. Aber es lockte sie nicht» mehr da draußen. Die Schwungkraft war ihr gebrochen.
Auch die Großmutter hatten sie mit nach der Stadt nehmen wollen. Doch die hatte ihr graues Haupt ge' schüttelt.
„Mich laßt hier. Ich taug’ nicht mehr in die groß^ Stadt. Die paar Jahre, die ich noch zu leben hab, werd' ich auch hier noch aushalten können." .
»Aber Großmutter, du kannst doch nicht so allein und hilflos hierbleiben."
»Es ist schon alles besprochen, ich gehe zu meinkw Bruder." Sie sprach vom alten Manskopf, dem Berg- Verwalter von Christiansglück. „Der wollt sich W'1 pensionieren lassen. Er findet sich nicht zurecht m dem modernen Betrieb. Da ist ja auch der Hannschmld'- der Obersteiger, der wird seine Sach' schon machen. Also, habt keine Sorge um mich — ich bin untergebracht."
Es war am Tage, bevor die Uebersiedlung der Gc- schwister stattfinden sollte, da wurde Marga NeuG noch einmal ein Besuch gemeldet: Karl Steinsiestm Sie schwankte, ob sie ihn annehmen sollte; alle Näu«> waren ja schon kahl und ungastlich. Aber schlieM^ ließ sie ihn doch vor. Er wollte sich mobl verübst den von ihr.