12 Punkte der NSDAP.
Das Mndestprogramm in Hessen.
München, 11. Dezember.
Die Pressestelle der Reichsleitung der NSDAP. teilt mit: „Die NSDAP. in Hessen hat der Zentrumspartei in Hessen als Voraussetzung für eine Zusammenarbeit folgende Mindestforderungen unterbreitet:
1. Die Zahl der hessischen Minister ist auf einen (den Staatspräsidenten) beschränkt. Der Staatspräsident wird von der NSDAP. gestellt.
2. Sämtliche Ministerien werden zu einem Staatsministerium (mit je einer Abteilung für Inneres, Finanzen, Iustiz und Verwaltung) vereinigt.
3. Sämtliche Staatsralsstellen werden sofort gestrichen.
4. Die hessische Gesandtschaft beim Reich wird sofort aufgehoben und durch eine mit einem höheren Beamten besetzte Geschäftsstelle erseht.
5. Alle parteibuchbcamtcn ohne die vorgeschriebene Ausbildung werden sofort ohne Ruhegehalt entlassen.
6. In der Zentralverwalkung werden — im Sinne des Gul- achlens des Reichssparkommissars — zahlreiche Funktionen teils abgebaut, teils auf die mittleren Behörden übertragen. Zahlreiche Stellen werden teils sofort, teils mit der Verwaltungs- reform gestrichen.
7. Das Gehalt des Staatspräsidenten wird auf 12 000 RM festgesetzt.
8. Die Ministerpensionen und höheren Gehälter und Pensionen in Staat und Gemeinden werden mit der Maßgabe herabgesetzt, daß die Höchstgrenze 12 000 RM beträgt.
9. Die Zahl der Landkagsabgeordneten wird auf 30 herabgesetzt.
10. Die Bezüge der Landlagsabgeordneten werden auf den Ersah der wirklichen Ausgaben herabgejeht.
11. Die Kultur- und Schulpolitik wird bewußt auf christlich-nationale Grundlage gestellt und hat sofort den schärfsten Kamps gegen Schund und SchmUtz und gegen die marxistisch-jüdische Kulturzersetzung aufzunehmen.
12. Die hessische Regierung tritt im Reichsral für eine Politik des entschlossensten Widerstandes gegen Unterdrückung und Ausbeulung und für jede Möglichkeit einer aktiven Freiheits- polilik ein.
Diese Forderungen bilden ein unteilbares Mindestpro- gramm. Wenn dieses Programm, das allein Aussicht für eine Sanierung Hessens und eine Wiedergewinnung des Staatsvertraueas im Volke bildet, vom Zentrum abgelehnt wird, so muß in einer neuen Befragung das Volk entscheiden, wem es das Schicksal des Landes künftighin anvertrauen will.
Die erste Antwort des Zentrums bringt die „Mittelrheinische Volkszeitung". Das Blatt schreibt u. a.:
„In Hessen soll es nur noch einen Minister geben, aber diesen einen, allein maßgebenden Mann wollen die Nationalsozialisten stellen. Auf dem gleichen Standpunkt stand schon vor zehn Jahren der Sozialdemokrat Ulrich, aber das Zentrum hat sich gehütet, den Sozialdemokraten den Staat auszuliefern. Da dieser Mann nach der hessischen Verfassung und nach der besonderen Lagerung der hessischen Verhältnisse unabsetzbar ist, bedeutete die Erfüllung dieser Forderung eine bedingungslose Auslieferung Hessens an die Nationalsozialisten.
Dazu kann das Zentrum die Hand nicht bieten.
Ferner fordern die Nationalsozialisten, daß Hessens Berliner Gesandtschaft in eine Vertretung umgewandelt wird. Wir kleben nicht am Namen, aber ganz untragbar ist das Verlangen, daß Hessen im Reichsrat die Politik der nationalen Opposition mitmachen soll.
Die Bedingungen sind so, daß sie in ihren Teilen, die Vereinfachungen und wirkliche Ersparnisse bringen, von uns ohne weiteres anerkannt werden können, aber mit aller Energie müssen wir zu den zuletzt angeführten Zumutungen Nein jagen."
Der Eindruck in Basel.
Deutschlands ernste Lage wird anerkannt.
Bafel, 11. Dezember.
er Sonderausschuß der BJZ. hat gestern die Aussprache über den deutschen Reichshaushalt begonnen. Nach den bisherigen Eindrücken hak die Notverordnung ihre Wirkung auf die Sachverständigen nicht verfehlt, und der Ernst der Lage Deutschlands wird in Delegalionskreisen durchaus erkannt.
Im technischen Unterausschuß wurde von den deutschen Vertretern eine Uebersicht über Deutschlands Auslandsverschuldung vorgelegt. Daraus ergibt sich, daß die deutschen Verpflichtungen für das Jahr 1932 ohne Tilgung der kurzfristigen Anleihen und ohne die nicht kommerzialisierten Tribute rund 2,1 Milliarden Reichsmark betragen. Wie hoch der Gesamtbetrag der Verpflichtungen für 1932 steigt, hängt von den Verhandlungen des neuen Magin-Ausschusses über die Stillhalteregelung für die kurzfristigen Kredite ab, die in Berlin begonnen haben.
Für 1932 muß der Zinsen- und Tilgungsdienst aus etwa drei Milliarden angesetzt werden.
Furchtbares Autounglück.
Personenzug fährt in Autobus. — Zehn Tote.
Belgrad, 10. Dezember.
In der Nähe des Bahnhofs von Cilli (Südslawien) stieß ein Personenzug mit einem städtischen Autobus zusammen. Der Personenzug zertrümmerte den mit 20 Personen besetzten Wagen vollständig.
Sieben Personen waren auf der Stelle tot, während die übrigen Insassen mehr oder weniger schwer verletzt wurden. Drei von den Verletzten sind auf dem Transport ins Krankenhaus gestorben, so daß die Zahl der Toten bereits zehn beträgt. Einige Schwerverletzten ringen mit dem Tode. Einige Leichen sind bis zur Unkenntlichkeit zerstückelt, so daß sie noch nicht identifiziert werden konnten.
Raubmord?
Kassel, 11. Dez. Die in der Walther Rathenauftraße In Oberzwehren bei Kassel wohnende 77jährige Heizerswitwe Elise Röster wurde in ihrer Wohnung tot aufgefunden. Da die Leiche eine kleine Stichwunde aufweist, und außerdem eine Geldkassette in der Wohnung fehlen soll, nimmt man an, daß die Greisin ermordet worden ist.
Bunter Wochenspiegel.
Unpolitisches über die neue Notverordnung. — Die Hoffnungen des Kochlopfes. — Zoll und Liebesgabenpakele.
Das Zechgelage im Ehauffeegraben.
Wir sind an dieser Stelle immer abseits der oftmals verworrenen Pfade der Politik gewandelt, aber dennoch I geschehen in der Politik jetzt mehr denn je Dinge, die tief in unser Privatleben eingreifen. So kann man, ja so muß man sogar als Privatmann zu der neuesten Notverordnung Stellung nehmen, deren Bestimmungen bis zum Kochtopf der Hausfrau vordringen. Ja, wir als Privatmenschen haben sogar den dringenden Wunsch, daß dies recht gründlich geschehen möge, denn der unpolitische Mensch, insbesondere die Hausfrau, die mit ihrem knappen Wirtschaftsgeld der Etatisierungskunst des Reichsfinanzministers im kleinen Konkurrenz machen muß, sieht in der großen Notverordnung nur das eine Wort: „Preissenkung!"
Wenn die Preissenkungsaktion hundertprozentig zur Auswirkung gelangt, dann kann sich das der Privathaushalt schon gefallen lassen. Gerade die Preise für Markenartikel spielen im Haushalt keine geringe Rolle, und hoffentlich wirkt sich auch die Senkung der Kohlenpreise recht fühlbar bis zum heimischen Herd aus.
Sind das die Gedanken der Hausfrau, so denkt der Hausherr zumeist an die Möglichkeiten einer Mielfe n k u n g , und dann denkt er ohne Unterschied der Parteien daran, daß diese Notverordnung sozusagen den Schlußstrich, den Abschluß aller Notverordnungen bilden soll. Wenn es wirklich bei dieser Absicht bleiben sollte, dann könnte man diese Absicht allein als ein recht angenehmes Nikolausgeschenk der Regierung betrachten. Es wäre damit logischerweise gesagt, daß Schlimmeres nicht mehr zu erwarten ist. Das Jahr 1931 würde damit in die deutsche Geschichte als das Jahr der Notverordnungen einziehen, und für das Jahr 1932 bliebe nunmehr nur noch besseres zu hoffen. Jedoch, wie gesagt, der Privatmann hat, soweit die neue Notverordnung die private Haushaltsführung beeinflussen und erleichtern soll, nur den einen Wunsch: „Landgraf — ach nein, Reichskommissar für die Preisüberwachung, werde hart, und du wirst die Herzen der Hausfrauen gewinnen!" Möglichst rasch wirksame Preissenkungen wären eine nicht zu unterschätzende Winterhilfe.
Bezüglich der Winterhilfe und des bevorstehenden Weihnachtsfestes werden verschiedentlich Wünsche laut, die sicherlich auch ohne Notverordnung erfüllt werden könnten. Außerhalb der deutschen Reichsgrenzen wohnen viele Deutsche, ja auch viele Ausländer, die ihren Verwandten und Freunden in Deutschland gern eine Freude bereiten oder ihnen öfter helfen möchten, aber sie können es nicht, denn die Zölle, die für Liebesgabenpakete aus dem A u s l-a n d zu zahlen sind, übersteigen meist den Einkaufspreis, der dafür in Deutschland zu" zahlen ist, so daß für den Empfänger diese Liebesgabenpakete zwecklos sein würden. So werden diese Pakete vielfach nicht gesandt, und viele Menschen kommen so um kleine Freuden, die im Kampf ums Dasein die Nerven stärken, die neuen Mut schaffen und das Los der Armen und Arbeitslosen lindern helfen. Das Reich würde durch die Freigabe der Liebesgabenpakete nicht die geringste Einbuße erleiden. Noch ist es Zeit, noch könnte eine Zollbefreiung für Liebesgaben manchen eine besondere Weihnachlsfreude bringen. Die Berücksichtigung dieser kleinen Wünsche wäre eine recht schöne Winterhife, würde auch die Beziehungen zwischen den Reichsbürgern und den Ausländsdeutschen inniger gestalten und machte manche Sorgen vergessen.
In einem kleinen Ort im Rheinland konnten durch einen eigenartigen Zufall die Bauern wenigstens für einige Stunden ihre Sorgen vergessen. Ein Weinhändler von der Mosel, dessen Lastauto 1100 Flaschen Wein geladen hatte, verlor an einem steilen Berg die Herrschaft über seinen Wagen, so daß dieser in rasender Fahrt zu Tal sauste. Der Händler versuchte, sich durch Abspringen in Sicherheit zu bringen, wurde jedoch b*bei schwer verletzt. Ein Beifahrer, der geistesgegenwärtig das Steuer ergriff, konnte das Lastauto, ohne selbst Schaden zu nehmen, wenigstens in den Chausseegraben lenken. 800 Weinflaschen vertrugen jedoch diesen heftigen Anprall nicht und zerbrachen. Das edle Naß ergoß sich in den Graben. Schnell waren aus der Nachbarschaft zahlreiche Bauern zur Hilfeleistung herbeigeeilt. Mit - vereinten Kräften wuchteten sie den schweren Wagen aus dem Graben auf die Straße. A'- sie ihr Werk vollbracht hatten, sahen sie die im wahrsten Sinne des Wortes „angebrochenen" Flaschen im Graben liegen, und so taten sie I sich als Helferlohn an dem köstlichen Rebensaft gütlich. Ja, das Gerücht erzählt — und wer sollte es nicht glauben —, daß nach diesem unverhofften Weingelage einige Bauern friedlich neben den zerbrochenen Flaschen im Graben liegen- blieben, indes die anderen recht bedenklich heimwärts schwankten. Wir aber wollen hoffen, daß all diesen feuchtfröhlichen Zechern das plötzliche Himmelsgeschenk recht gut ' bekommen ist. Jörg.
Eisenbahn und Omnibus.
Münster, 11. Dez. Ein mit 60 Personen besetzter Omnibus mit Anhänger geriet auf der Provinzialstraße, die neben der Bahnstrecke Münster—Lippstadt liegt, in den Graben und wurde von einem in gleicher Richtung fahrenden Güterzug gestreift. 12 Personen, die sich im Anhänger befanden, wurden verletzt, eine davon schwer.
Wieder Entwendung von Lebensmilteln. In der Filiale des Lebensmittelgeschäfts von Gutschow in der Hermannstraße in Berlin-Neukölln hatten 5 bis 6 junge Burschen von den ausgestellten Waren Büchsenkonserven, Wurst und Eier gestohlen. Daraufhin flüchteten die Täter und es gelang ihnen auch unerkannt zu entkommen.
Aus dem Fenster gestürzt. Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich in der Wirtschaft Weidmannsruh in Schneidemühl. Der 19jährige Sohn der Besitzerin der Wirtschaft stürzte sich in Abwesenheit seiner Mutter und Schwester in einem Anfall geistiger Umnachtung aus einem Fenster des ersten Stockwerks. Dabei erlitt er einen schweren Schädelbruch, an dessen Folgen er alsbald verstorben ist.
5 Monate Gefängnis für eine Ohrfeige. Zu fünf Monaten Gefängnis wurde der Seemann Schnitz, der die Frau des Landgerichtsrats Henrychowski in Aurich (Hannover) auf der Straße ohn« Grund geohrfeigt hatte, verurteilt.
| Dorfe und Handel.
Berlin, den 10. Dezember 1931
Dollar: 4,209 (Geld), 4,217 (Brief), engl. 13,84 13,88, holl. Gulden: 169,93 170,27, Belog M gien): 58,49 58,61, ital. Lira: 21,58 21,62, dän. Krm» 76,42 76,58, norm. Krone: 75,67 75,83, franz. Frank-,. 16,50 16,54, tschech. Krone: 12,47 12,49, schweiz. KranS 81,84 82,00, span. Peseta: 34,72 34,78, schweb. Kr »i 76,22 76,38, österr. Schilling: 56,94 57,06.
Produkkenmarkt. Im Produktenverkehr setzte sich ^ Abwärtsbewegung der Preise, die bereits gestern gegen Börsenschluß zu beobachten war, in verstärktem Aug. mäße fort. Im Promptgeschäft lauteten die Preise Weizen und Roggen bis 5 Mark niedriger. Am Mehl- markte ist die sonst übliche Belebung im Hinblick auf Feiertage bisher ausgeblieben. In Hafer und Gerste liest ziemlich erhebliches Offertenmaterial vor, das aber n« wenig Beachtung findet.
Warenmarkt.
Mittagsbörse. (Amtlich.) Getreide und Oelsaaten her 1000 Kilo, sonst per 100 Kilo in Reichsmark ab Station1 Weizen Märk. 210-212 (am 9. 12.: 215-217). Noam ' Märk. 187-190 (192-195). Braugerste 151—164 (152 K 164). Futter- und Jndustriegerste 147—150 (147—151) Hafer Märk. 131—139 (134—142). Weizenmehl 27 25 bis 31,25 (27,50—31,50). Roggenmehl 26,15-2815 (26,50-28,50). Weizenkleie 9,50-9,75 (9,80—10,20) Roggenkleie 10—10,50 (10,25—10,75). ViktoriaerbsA 23—30 (23-30). Kleine Speiseerbsen 24-27 (24-271 Futtererbsen 17-19 (17-19). Peluschken 17—19 (17-19) Ackerbohnen 16,50—18 (16,50-18). Wicken 17-20 (17 bis 20). Lupinen blaue 11—12,50 (11—12,50), 13-15 (13-15). Leinkuchen 12,10-12,30 (12,20-12,40). Trockenschnitzel 6,10—6,20 (6,10—6,20). Sojaschrot 10,30 bis 10,80 (10,50—11). Kartoffelflocken 12,50-12,70 (12,50—12,70).
Frankfurter Schlachtviehmarkt vom 10. TezenUrer: Aus. trieb: 117 Rinder, 954 Kälber, 475 Schafe, 916 Schweine, 47 vor Marktbeginn ausgeführt. Bezahlt wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in Reichsmark: Kälber —, 40 bis 42, 36 bis 39, 28 bis 35; Schafe 24 bis 26, -, 20 bis 23, 15 bis 19; Schweine —, 41 bis 43, 40 bis 42, 38 bis 40, 34 bis 38. — Marktverlauf: Kälber mittet, geräumt) Schafe Mittel; Schweine schleppend, Ueberstand.
Magerviohhof Berlin-Friedrichsfelve (Amtlicher Bericht vom 10. Dezember.) Auftrieb: 327 Rinder (darunter 509 Milchkühe, 18 Stück Jungvieh) und 125 Kälber.
Es wurden je nach Qualität gezahlt für das Stück: Milchkühe und hochtragende Kühe: 190- 325 Mark. Tragende Färsen: 170—270 Mark.
Jungvieh zur Mast: Bullen, Stiere und Färsen 20-23 Mark für einen Zentner Lebendgewicht.
Marktverlauf: Schleppend, bÄib- Ueberstand.
RmdlMk-Brogramme.
Frankfurt a. M. und Kassel (Süd westfunk).
Jeden Werktag wiederkehrende Programmnummern: 6.15 Wettermeldung, Morgengymnastik I; 6.45 Morgengymnastik II; 7.15 Wetterbericht, Frühkonzert; 7.55 Wasserstandsml- dungen; 12 Zeitangabe, Wirtschaftsmeldungen; 12.05 Schall- platten; 12.40 und 13.50 Nachrichten; 12.55 Nauener Zeit zeichenz 13 Schallplatten, Forts.; 14 Werbekonzert; 14.45 Gießener Wetterbericht; 15.05, 17, 18.30 und 19.30 Zeit, Wetter, Wirtschastsmeldungen; 17.05 Nachmittagstonzert.
Sonntag, 13. Dezember: 7 Hamburger Hafenkonzert; 8.15 Katholische Morgenfeier; 10 Laienmusik; 10.45 Stund! des Chorgesangs; 11.30 Bachkantate; 12.15 Konzert; 13.50 Zehnminutendienst der Landwirtschaftskammer Wiesbaden; 14 Stunde des Landes; 15 Stunde der Jugend; *16 Unterhaltungskonzert; 17 Adventsstunde; 18 „Deutschland und du Tschechoslowakei", Gespräch; 18.40 Die Dämmerstunde; 19 „An bis Jugend", Vortrag; 19.20 Sportnachrichten; 19.30 Prinz Ligojans Brautfahrt, Märchen; 20.30 Alte deutsch! / Weihnachtslieder; 21 Im Fluge um die Welt, 21.45 Volkstümliche ungarische Nationalmusik; 22.30 Nachrichten; 22.50 Tanzmusik.
Montag, 14. Dezember: 16 Unterhaltungskonzert; 18.40 „Vom Sinn des Schicksals", Vortrag; 19.05 Englischer Sprachunterricht; 19.35 Die Schöpfung, Oratorium; 21.45 Deutsche Humoristen; 21.55 Aktueller Dienst; 22.20 Nachricht!"! 22.40 Briefkasten; 0.30 Nachtkonzert.
Dienstag, 15. Dezember: 15.20 Hausfrauennachmittag! 16 Unterhaltungskonzert; 18.40 „Landwirtschaftliche Siedln»- gen und vorstädtische Kleinsiedlungen", Vortrag; 19.05 chenkniffe; 19.35 Besuch in einem Filmatelier; 20 Unterhaltungskonzert; 21 Aktueller Dienst; 21.15 „Die Jlsebill", Märchen; 22.20 Nachrichten; 22.50 Stellenmarkt der Bühnenkünstler; 23 Tanzmusik. ,
Sport.
In Paris wird am Sonntag das neunte Stabs1’ spiel Paris — Berlin ausgetragen. Die Begegnung findet erklärlicherweise lebhaftes Interesse. Eine Vorhersage über den Ausgang ist kaum möglich, weil beide Mannschan ten gut zusammengestellt sind. Von den bisherigen W Städtespielen Berlin — Paris hat Berlin fünf, Paris dw gewonnen. Es ist nicht ohne Interesse, daß die drei Spiele- in denen die Franzosen Sieger blieben, in Paris ausgetrage" worden sind. — In Turin treffen sich am Sonntag die Ländermannschaften von Italien und Ungarn.
Verbandstagung.
In Berlin werden die Verwaltungsausschüsse der An beitsgcmeinschaft DT.—DSB.—DFB. zusammentreten, über die Beschickung der Olympischen Spiele 19j in Los Angeles zu beraten.
Willen Sie das?
Millwaukee (in Amerika), das ehedem berühmt war ab das bedeutendste Bierbrauerzentrum Amerikas, erhebt W den Anspruch, die größte Schule der Welt zu befitjea, handelt sich um ein sechsstöckiges Gebäude, das 12 000 4 gesschüler und 9 000 Abendschüler hat; diese Schule hat 0 eigene Bäckerei, ein Friseurgeschäft, eigene elektrische • läge, eigene Druckerei usw. und beschäftigt 237 Lehrer.
Die bei englischen und amerikanischen Namen haM Vorsilbe „Mac" ist gallischen Ursprungs und bedeutet sprünglich „Sohn des", so daß also Macdonald eigen heißt „Sohn des Donald"; diese Vorsilbe wird bisweu in Mc abgekürzt, bedeutet dann aber das gleiche.