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Lya de pufti f

Die bekannte deutsche Filmschauspielerin Lya de Putti ist nach einer schweren Kehlkopfoperation, zu der eine Lungen­entzündung hinzutrat, im Harbour-Krankenhaus in Neu- york City gestorben.

Neues aus aller Welt.

Internationaler Betrüger festgenommen. Der 35 Jahre alte Leite Sally Gläser, ein internationaler Betrüger, ist von den Beamten des Rauschgift-Dezernats in Berlin festge­nommen worden. Gläser wurde wegen zahlreicher Betrüge­reien gesucht. Bei seiner Festnahme wurden 5 Kilogramm Novokain bei ihm gefunden, das er für 2500 Mark ver­kaufen wollte.

Nach Unterschlagung von der Vergnügungsreise zu- rückgekehrt. Im Polizeipräsidium Berlin stellte sich ver­gnügt ein junger Mann ein, der erklärte, der 23jährige Ru­dolf N. und Einkassierer einer Berliner Lebensmittel-Groß­handlung zu sein, der am 13. d. Mts. nach Unterschlagung von einkassierten Geldern in Höhe von 1200 Mark flüchtig geworden sei. Noch am gleichen Tage, an dem er die Unter­schlagung begangen hatte, habe er mit seinem Freunde eine längere Vergnügungsreise angetreten. Er gab eine lebhafte farbige Schilderung von seiner schönen Reise und insbeson­dere von dem sonnigen Italien, wo bereits Apfelsinen rei­fen. Leider sei ihm gerade während dieser schönsten Zeit der ganzen Vergnügungsfahrt das Geld ausgegangen, und so habe er sich dann zu seinem Bedauern in Genua entschließen müssen, mit seinem Freunde zusammen wieder die Rück­reise nach Deutschland anzutreten. Er stelle sich nunmehr freiwillig der Polizei und sei gern bereit, die verwirkte Strafe abzubüßen.

Der Geisteskranke von Finkenkrug stellt sich der Polizei. Der Bankbeamte Ernst Lehnert, der in einem Anfall von Geisteskrankheit in Finkenkrug vier Frauen niedergestochen hat, stellte sich auf dem Polizeirevier in Berlin-Char­lotte n b u r g. Er macht einen völlig verworrenen Ein­druck. Es ist nichts aus ihm herauszubekommen. Bei seiner Vernehmung gab er nur an, Lehnert zu heißen und vier Frauen erstochen zu haben.

Eine neue Verhaftung in Potsdam. Von der Kriminal­polizei ist der Obersekretär beim Hochbauamt, Rauh, in P o i s d a m verhaftet worden. Schon seit Tagen schweben Gerüchte über umfangreiche Durchstechereien mit einigen großen Potsdamer Baufirmen. Rauh soll ?n diese Ange-

Die vomRauhen Grund".

Roman von Paul Grabein.

Romandienst D1GO Berlin W. 30.

43) (Fortsetzung.)

Toll ging's dann immer her im Hirschen, seinem Standquartier. Tagsüber Weidwerk und Nacht für Nacht ein wüstes Gelage. Ter Uebach-Fritz war der nüch­ternste Mann das ganze Jahr zu Hause in seiner Fabrik. Aber die paar Tage hier raste er sich aus. Das muß ich einmal so haben," gestand er selber mit seinem breiten Lachen, und er fand im Rauhen Grund wackere Kumpane, die ehrlich mithielten.

Seine ,Mlden Jäger" nannte sie der Uebach-Fritz. Und wild genug sahen sie aus mit ihrem verschlissenen Zeug, den geflickten Hosen, verschwitzten Filzhüten und verrosteten Gewehren. Schlichte Bergleute waren ja die meisten, Jagdgäste und Treiber zugleich. Vielfach kamen sie am Morgen zum Rendezvous geradenwegS von der Grube, wo sie die Nachtschicht hindurch gear­beitet. Ohne Schlaf ging es so aus Weidwerk, und die nächste Nacht wieder in die Grube. So trieben es einige von ihnen volle drei Tage hindurch.

Schießen aber trotzdem Wie's Gewitter!" Lachend rühmte es der Kommerzienrat am ersten Tage beim Rendevous zu einem Geschäftsfreund, den er mit­gebracht zur Jagd.Und treu wie Gold sind mir die Kerls. Keiner wildert in meiner Jagd da laß ich meinen Kopf für zum Pfand!"

Der Geschäftsfreund wußte freilich nicht recht, was er mit diesen rauhen Gesellen anfangen sollte. Er war ein steifleinener Herr und steckte in einem sehr feinen Jagddreß. Als er sie die ersten paar Minuten schwatzen hörte, in ihrer Mundart, wandte er sich herablassend an einen von ihnen, einen mächtigen Graubart.

Sie sprechen wohl gar Englisch, mein Lieber?"

Ach wat, Englisch, Sie dummer Tribes!" Gering­schätzig sah der vom Rauhen Grund die aufgeputzte Vogelscheuche aus der Stadt an, die diese Sprache nicht einmal kannte.

Entrüstet kam der Fremdling zu Uebach und wies auf den Grobian. Aber der Kommerzienrat lachte nur schallend.

Das ist Vatter Harr! Von dem dürfen Sie nichts Besseres verlangen. Bei dem ist's noch ganz anderen Leuten so gegangen. Im vorigen Jahr hatten wirne Jagdhundausstellung in der Stadt. Und der Prinz von Horst-Hessenstein hatte den Ehrenvorsitz. Beim Festessen, wo der Prinz mit seinem Adjutanten auch dabei war, mußte Vatter Harr auf allgemeinen Wunsch eins singen. Er hat nämlichne Mordsstimme! Na, Sie werden ja heute abend selber hören. Kurzum, wie er fertig ist mit seinemIch schieß den Hirsch", und der Prinz ihm danken will, da klopft er der Erlaucht

legenheit verwickelt fein. Man glaubt, daß die Sache noch erhebliche Weiterungen haben wird.

wildfrevel aus Rache. Das Schöffengericht in Hufum beschäftigte ein eigenartiger Fall von Wildfrevel. Angeklagt war ein Kaufmann aus Welmbüttel, der früher Mitglied des dortigen Iagdvereins gewesen war. Da er wegen jagdlicher Vergehen ausgeschlossen wurde, hatte er offenbar aus Rache für den Ausschluß im Gebiet des Vereins systematisch Fallenstellerei betrieben. Der Kaufmann hatte in rund 70 Fällen Drahtschlingen gelegt. In 15 Schlingen wurden ver­endete Tiere aufgefunden. Das Gericht erkannte auf 6 Mo­nate Gefängnis.

Militärische Spionage. Die ehemaligen Reichswehrge­freiten Gottlieb aus Biebrach a. Rh. und Schallies aus Danzig wurden vom Strafsenat des Oberlandesgerichts in Stuttgart wegen versuchten Verbrechens des Verrates militärischer Geheimnisse, sowie wegen weiterer Straftaten zu Gefängnisstrafen von zwei Jahren und sechs Monaten bezw. einem Jahr und drei Monaten unter Anrechnung der Untersuchungshaft verurteilt. Die Angeklagten hatten im Mai d. Is. versucht, einer ausländischen Macht militärisches Material zu übermitteln. Sie waren jedoch unmittelbar vor der Ausreise festgenommen worden. Ein dritter Reichs­wehrsoldat wurde wegen Unterlassung der Anzeige des ihm bekanntgewordenen Spionagevorhabens zu sechs Wochen Gefängnis verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig.

Zwei Frauen durch Kohlenoxyd vergiftet. In ihrer Wohnung im Caftrop-Rauxeler Stadtteil Obercastrop wurden die Witwe Zeuges und die bei ihr zu Besuch wei­lende Frau Rinhartz aus Herne-Holthausen im Badezimmer tot aufgefunden. Wie die polizeilichen Ermittlungen erga­ben, liegt ein Unglücksfall vor. Die Frauen hatten Kohlen­oxydgase, die aus einem Ofen entströmten, eingeatmet.

Festnahme einer internationalen Rauschgifibande. Der Zrieft er Polizei ist es gelungen, die Mitglieder einer internationalen Rauschgiftbande zu verhaften, die in Europa und Amerika ihr Tätigkeitsfeld gehabt hat. An der Spitze der Bande standen die Brüder Hollinger aus Ame­rika' die sich in Haft befanden. Eines der bedeutendsten Mitglieder der Verbrecherbande ist die Polin Nußbaum ge­wesen. Viele Kilogramm Heroin und Kokain sollen nach Amerika geschafft worden sein.

Vier Zote im oberschlesischen Bergbau. Auf dem Leo- Schacht der Charlotte-Grube in R y d u st a u (Kr. Rybnik) gingen durch tektonische Erschütterungen eine Strecke und ein Pfeiler zu Bruch. Die dort beschäftigten sieben Berg­leute wurden verschüttet. Nach mehrstündigen Rettungsar- beiten konnte man drei der Verunglückten unverletzt ber­gen. Die übrigen vier waren bereits tot.

Riesenunterschlagungen in der Dombrowaer Industrie. In eine der größten Industrieunternehmungen von Sosno- witz weilte kürzlich eine von den französischen Aktionären entsandte Untersuchungskommission, die die finanziellen Zu- i stände des Unternehmens an Ort und Stelle prüfen sollte.

Bei dieser Gelegenheit wurden große Unterschlagungen fest­

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mit seiner Bärenpratze ganz gemütlich auf die Schul- ; ter.Was, Prinzche? Wir könnt' singe!" Und als der Adjutant dabei steht, vor Schreck ganz entgeistert, zeigt er auf diesen mit dem Daumen:Hat denn der auch was zu sagen?" Also, trösten Sie sich, mein Lieber. Vatter Harr darf man so was nicht übel­nehmen."

Aber der Geschäftsfreund zeigte wenig, Sinn für solchen Humor. Noch am selben Abend reiste er wie­der ab. Dringender Angelegenheiten wegen. Indessen, keiner vermißte ihn. Im Gegenteil!

So war es denn heute nun schon der dritte Tag, daß dieWilde Jagd" im Hirschen ihr Wesen trieb. Es war gegen Abend. In der Küche draußen regten sich alle Hände, selbst Marga Reusch und auch die blinde Reusch-Mutter halfen an ihrem Teil, soweit sie's vermochten. Zum Abendessen waren ja nach al­tem Brauch alle Jagdteilnehmer eingeladen als Gäste des Uebach-Fritz. An dreißig Mann galt es zu ver­sorgen. Und der Kommerzienrat hatte für heute etwas Ertragutes bestellt. Galt es doch den Abschied zu feiern.

Zwischen der Mamsell, der Magd und der Hilfs- frau gedieh trotz der emsigen Arbeit ein eifriger Schwatz. Wenn dieWilde Jagd" wieder aus dem Haus fuhr morgen sollte es ja geschehen blieben immer ein Paar Goldstücke auch in der Küche hängen.

Ein guter Mann ist er, der Herr Uebach, das muß man ihm lassen. So leutselig. Als gestern abend der Tillmann eintrieb ins Dorf, hat er selbst ihn ein­geladen zu heute, zum Essen in den Hirschen."

Ja, ein gutes Herz hat er wohl nur das viele Trinken! Ich mein', das muß doch einmal ein schlecht' Ende nehmen mit ihm."

Oh der ist stark. Der verträgt schon waS."

Ich weiß nicht" das Kathrinche, die alte Hilfs- .frau, schüttelte bedenklich ihren grauen Kopf und hielt mit dem Kartoffelschälen inne.Es ist mir da heut' was begegnet so was Absonderliches."

Was denn, Kathrinche?"

Neugierig steckten die beiden andern die Köpfe vor.

Also, wie ich vorhin in den Garten ging, nach dem Gemüse, da fand tät im Beet eine weiße Tomate."

Kathrinche!" erschrak die Mamsell.Man spricht doch, dann stirbt immer jemand im Hause."

Ja" nickte das Kathrinche geheimnisvoll.DaS soll wohl wahr sein. Als das Lisettche damals hin-' machte vom Bäcker Wittmann. da hat ihre Mutter am Morgen auch eine weiße Tomate im G- rten ge­funden. Sie hat mir's selbst erzählt."

Wie graulich!"

Und die junge Magd rückte unwillkürlich näher mit ihrem Schemel.

Nun ist's aber genug mit eurem albernen Geschwätz! Denkt lieber an eure Arbeit."

e Scharf klang es vom Vorratsschrank am Fenster.

gestellt, die wahrscheisilich von einem französischen BeäM ausgeführt sind. Das Unternehmen ist auf diese Weise um drei Millionen französischer Franken geschädigt worden.

Flugverbindung mit der Arktis. Der Rat der Volks, kommissare der Sowjetunion hat beschlossen, zwischen dem Festlande und der Arktis eine Flugverkehrslinie einzurich. ten. Die neue Linie soll von Archangelsk über Nowam Semlja nach Franz Iosefs-Land führen.

Feuer aus einem irischen Kanaldampfer. Aus unbe­kannter Ursache ist im Hafen von Heysham an Bord des irischen KanaldampfersDuke of Lancafter", zwei Stunden vor feiner Ausfahrt Großfeuer ausgebrochen. Das Schiff ist bereits leck und neigt schon stark nach einer Seite. Passagiere haben mit ihren Sachen das Schiff verlassen und werden auf einem anderen Dampfer befördert.

Thealerbrand. Von einem schweren Feuer ist das Städ­tische Theater in Bologne heimgesucht worden. Erst nach stundenlangen Bemühungen gelang es der Feuerwehr, den Brand zu löschen. Der Sachschaden ist sehr erheblich' jedoch sind keine Personenopfer zu beklagen.

Erdstöße in Toscana. Ein leichtes Erdbeben wurde in Prato in Toscana verzeichnet.

600 Indianer vom Schneesturm mit dem Tode bedroht 600 Indianer sind durch einen gewaltigen Schneesturm in der Gebirgswüste im Westen von Neumexiko (USA.s eingeschneit und in höchste Lebensgefahr geraten; neun sind bereits gestorben. Rettungsmannschaften von Gallup sind in Marsch gesetzt worden.

Menschenschmuggel-Prozeß in Amerika. In Neuyorl sind 17 schon vor einigen Wochen wegen Ausländerschmug­gels verhaftete Personen unter Anklage gestellt worden: dar­unter befinden sich zwei Rechtsanwälte und mehrere ehe­malige Bundesbeamte. Der bereits vor acht Jahren ge­bildete Ring soll 8000 Ausländer nach den Vereinigten Staaten eingeschmuggelt haben.

3n der Berliner Bezirksliga wurden die Punktkämpfe auf der ganzen Linie fortgesetzt und hatten folgendes Ergebnis: BSV. 92- Viktoria 89 1: 2, BV. LuckenwaldePolizei SV. 7 : 0, Norben- NordwestTennis-Borussia 0 : 3, Adlershofer BC.Union-Ober- schöneweide 1: 0, PreußenMinerva 93 2 :1, 1. F.C. Neukölln- Hertha BSC. 1: 2, BlauweißWacker 04 2 : 4, MeteorSüdstern 4 : 6, Spandauer SV.Wedding 2 : 4.

Ergebnisse aus dem Reiche. Pommern: Polizei-Stettin- Stettiner SC. 3 : 2, Bfb. StettinViktoria Stargard 4 :0, VfL. StettinPreußen Stettin 6 : 3, Comet StettinZüllchower 66. 1:4, Rasensreunde StettinPreußen Pölitz 3:3. Süd- deutschland: 1. FC. NürnbergASV. Nürnberg 3:1, FC. SchweinfurtSpielvg. Fürth 2:1, Bayern HofVfR. Fürth 1: 2, Wacker München1860 München 2 :2, SV. Feuerbach- Stuttgarter Kickers 2 : 2, VfN. HeilbronnVfB. Stuttgart 2:1, Karlsruher FV.Freiburger FC. 4 :1, VfB. KarlsruheSpielvg. Schramberg 1 :1, Eintracht FrankfurtSC. Hanau 93 4:0, Of­fenbarer KickersFSV. Frankfurt 1:1, F.Vgg. 06 Kastei1. M. Langen 0 :1, SV. 98 DarmstadtWormatia Worms 1:8, SB. WiesbadenFSV. 05 Mainz 1 :4, Phönix LudwigshafenFC. 08 Mannheim 6 : 2, SV. WaldhofSpvg. Mundenheim 8 :1.

her, wo Marga die Einmachbüchsen herausgab. AbeÄ die Reusch-Mutter in ihrer Ecke nickte still herüber.!

Es gibt schon Dinge, die über unsern Verstand gehen. Darum soll der Mensch nicht hoffärtig sein und allzeit daran denken, daß es auch ihn einmal treffen kann eh', daß er's denkt."

Marga schwieg. Seitdem all ihr Hoffen zerstört durch die Schuld der Großmutter, stand es hart und feindlich in ihren Mienen, wo sie die alte Frau sah.

Es war überhaupt ein scharfer Zug in das schöne Antlitz gekommen. Fühlte sie doch nur zu deutlich, wie man im Hause und auch im Ort wohl allerlei ahnte. Es war ja auch auffällig genug, daß Gerhard Bertsch so plötzlich aus dem Hirschen ausgezogen war, noch ehe das Direktorenhaus fertig war, das als letztes Ge­bäude nun auch droben bei dem Werk errichtet wurde, und daß er sich im Unterdorf einquartiert hatte. Trotz­dem er nun einen viel weiteren Weg zur Zeche hatte. Marga ließ sich daher kaum noch im Ort draußen blicken. Wie eine Gefangene lebte sie.

. Fast war es ihr daher lieb, daß jetzt die wilden Tage hier im Hause sie ein wenig ablcnkten von sich selber.

Aus dem großen Wirtszimmer scholl inzwischen schon das Lärmen der heimgekehrten Männer. Wüst wie die Jägersleut selber war auch ihr Treiben. Beißender Tabaksqualm aus dreißig Pfeifen stand bald im Zim­mer, faustdick. Dazu der Blutgeruch des aufgebracht nen Wildes, die Ausdünstungen von Menschen und Hunden nach dem anstrengenden, regnerischen Tag es war eine rauhe Atmosphäre. Aber so liebte es der Uebach-Fritz.

Kerls, hol' mich der Teufel!" Laut dröhnte seine Stimme durch den Lärm.Das ist hier doch ein an­der Ding, als wenn ich daheim in meiner Villa die aufgeputzten Hansnarren seh', in Frack und Smoking- Bei euch da ist mir's wohl zumut', da kann man reden, wie einem der Schnabel gewachsen ist. Wir vertragen 'nen Hieb. Was, Kerls? Na, denn also " Prost zusammen!"

Und die durstigen Kehlen schütteten den edlen Rhein- Wein, der ihnen vorgesetzt war, hinunter, als wär» Wasser. Bald fingen die Köpfe, die noch dumpf waren von dem Rausch der letzten Nacht, schon wieder von neuem an zu glühen. Rauhe Lachsalven schüttelten von Zeit zu Zeit durch das ganze Haus.

Batter Harr mußte eins singen, und sein dröhnender Baß, der die Fensterscheiben erklirren machte, hetz die wilde Lust bald wieder hoch aufschlagen. Weithm scholl das rauhe Grölen der Sänger durchs stiHc Dorf.

(Fortsetzung folgt.)