Einzelbild herunterladen
 

Wuchtemer Hettuny ^eis-Kmtsbiatt * Myemeiner amtticherKuKeiyevfÜr Ötn j kets Schtüchtew Iwifcnnt v«ta-:H.StrtnLüd SSHut* S<«rbäst»^-''«chlchosstr.6 * §«rnst>^-.N^^ * potzpheMkr^onkstiÄtaM^S»«

Ak. 141 (1. Blatt) Dienstag, den 24. November 1SZ1 83. Iahrg.

Amtliche Bekanntmachungen ft»dratsa«t.

] Der Herr Ureismedizinalrat wird am Dienstag, den ! Dezember d. 3s. von 9 Uhr ab im hiesigen Kreisläufe Mechstunde halten.

| zchlüchtern, den 20. November 1931.

Der Land rat. 3. D.: Vuwe.

Kreisausschutz.

Jugendpflege.

I D-Nr. IV. 22070 5. Die für 1931 ausgestellten Leschei- lnigungen über die Zugehörigkeit der vereine zur staatlichen hugenbpflegeorganifation (weiße Karte) sind auch für das iHr 1932 gültig.

| Insoweit 3ugenboereine und -gruppert der staatlichen IZitgendpslegeorganisation noch nicht angehören, aber be= Wichtigen, dieser beizutreten, ist ein entsprechender Antrag ideim lireiswohlfahrtsamt (Abtlg. Jugendpflege) bis spä­testens 5. Dezember d. 3s. einzureichen.

Schlächtern, den 19. November 1931.

Ureiswohlsahrtsamt: Dr. Müller.

Mir. 5534 K. A. Der Ureisausschutz hat auf Grund des 5 22 in Verbindung mit § 41 des Wahlgesetzes vom 7. Mober 1925 preußische Gesetzsammlung von 1925 Seite 123 ff. in der Fassung des Gesetzes vom 29. Oktober 1928 Gesetzsammlung von 1928 Seite 197 sestgestellt, daß anstelle des aus dem Amte geschiedenen = bisherigen lireisausschutzmitgliedes Fritz Weitzel in Sieinau der Pfarrer Wilhelm Gtto in Marjoß auftückt. Der Letzt­genannte ist damit zum Mitglied des Ureisausschusses des Kreises Schlüchtern gewählt.

Schlüchtern, den 20. November 1931.

Der Vorsitzende des Ureisausschusses: Dr. Müller.

illlg. Ortskranken lasse Schlüchtern.

Bekanntmachung.

Der Hebetermin in Steinau findet am Mittwoch, den 25. II. 1931 wegen dem Uatharinenmarkt nicht statt. Derselbe wird auf Mittwoch, den 2. 12. 1931 verlegt.

Dafür wird am Mittwoch, den 25. 11. 1931, na dp mittags der Hebetermin in Salmünfter abgehalten. Schlüchtern, den 20. November 1931.

Der Vorstand der AUg. Grtskrankenkasse.

Gin teurer Informationsdienst über die Krise der Lreditanstalt.

Wien, 23. November.

Eine von derStunde" in Wien gebrachte Meldung, M der von derArbeiterzeitung" nähere Ausführungen ge­bracht wurden, hat in der östereichischen Hauptstadt erheb­liches Aufsehen erregt.

Nach dieser Meldung soll von der seinerzeitigen Leitung der Treditackstalt unmittelbar vor Bekanntwerden ihrer Zah­lungsunfähigkeit, beschlossen worden sein, die Oeffentlichkeit durch geldliche Zuwendungen an Zeitungen und 3outna- Hften in Ruhe zu halten, und daß zu diesem Zweck 300 000 Schilling einem höheren Staatsbeamten zur Verteilung Vergeben worden seien.

Die Wiener Blätter fordern sofortige Untersuchung die- lu schweren Anklage seitens der Behörden sowie Stellung­nahme der Iournalistenvereinigungen zu der Pauschalver- "ächtigung. Wie einige Zeitungen erfahren, hat die Staats­anwaltschaft bereits entsprechende Weisungen beim Justiz­ministerium eingeholt. Der Vorfall soll auch im National- W zur Sprache gebracht werden.

Das Dementi

Die die Direktion der Kreditanstalt mitteilt, entsprechen die Mitteilungen über einen angeblichen Bestechungsfonds W Creditanstalt nicht den Tatsachen. Vielmehr ergibt sich nur den vorliegenden Unterlagen und den gepflogenen Er­hebungen folgender Sachverhalt: Mit Rücksicht auf die be­deutenden Interessen des Auslandes an der Creditanstalt war es- unbedingt notwendig, daß das Ausland und dessen Finanzzentren über die Lage der Creditanstalt und deren Luzerne fortlaufend, ausführlich und richtig informiert wurden. Zur Bestrebung der damit verbundenen »am- doften Auslagen Hai die Creditanstalt in den ersten Tagen ^ch dem Ausbruch der Krise des Instituts den Betrag von 300 000 Schilling verwendet. Es handelt sich bei die- i<r Aktion demnach um die Durchführung eines umfang- ^iÜKn Informationsdienstes.

Veruntreuungen eines Aechtsanwalts.

Glogau, 23 November.

Der Untersuchungsrichter beim Landgericht Glogau Hai Segen den Rechtsaumalt und Notar Allmann aus «tei- Naii Haftbefehl wegen Untreue und falscher Beurkundung erlassen. Altmann ist, wie der Untersuchungsrichter mn- ikilt, in der Mehrzahl der Fälle, die ihm zur Last gelegt Werden, überführt oder geständig.

BJZ. am 7. Dezember.

Melchior vertritt die deutschen Interessen.

Berlin, 23. November.

Der Reichsbankpräsident hat gemäß Ziffer 127, 128 und 129 des Poungplanes Herrn Carl Melchior, Hamburg, zum Mitglied des am 7. Dezember zusammentretenden Beraten­den Sonderausschusses zur Prüfung der Leistungsfähigkeit Deutschlands, ernannt.

WieEcho de Paris" zu wissen glaubt, soll nach Ein­vernehmen zwischen Finanzminister Flandin und dem Gou­verneur der Bank von Frankreich, der früher« Untergou- verneur der Bank von Frankreich, Biot, zum französischen Delegierten ausersehen worden sein.

Amerikanische Hoffnungen.

Die deutsche Note am die BJZ. ist in amtlichen Kreisen in Washington gut ausgenommen worden, da sie den Stein nunmehr ins Rollen gebracht hat. Als besonders ermuti­gendes Zeichen weist man auf die Besserung des Mark- kurses hin Diese Kursfestigung sei gleichzeitig eine Bestä­tigung der t dem Lavalbesuch gehegten Erwartung, daß, wenn Den ianb und Frankreich sich über die Inangriff­nahme der Revision der Reparationen einigten, die all­gemeine Flucht aus der Mark sich legen werde. Den ame­rikanischen Vertreter im BJZ. Ausschuß, Stewart, hält man hier als für feine Aufgabe sehr geeignet

Für die Abdeckung großer Kredite werde man nach Klärung der Reparationsfrage einen Weg sieben. Man dürfe nicht vergessen, daß nach den Beob­achtungen durchaus unvoreingenommener Amerikaner Deutschlands industrielles System gesund und kräftig sei. Auch aus diesem Grunde^ bestehe keine Veranlassung zu einer allzu deprimierten Stimmung und zu einer Flucht aus der Mark, wenn auch der bevorstehende Teil des We­ges schwer und dornig sei.

Wiggin kommt nach Deutschland.

Verhandlungen über die kurzfristig«« Sr«k»U-

Neuyork, 23. November.

Das Komitee Reuyorker Banken hat die Einladung des Ausschusses deutscher Privatbanken, einen Vertreter zu einer Konferenz nach Berlin zwecks Besprechung des Pro­blems der deutschen Kredite, zu entsenden, angenommen. Wiggin wird als Vorsitzender des Komitees teilnehmen.

Bei ben Stillhalteverhandlungen in Basel führte Wig­gin den Vorsitz des Sachverständigenausschusses, der auf Empfehlung der Londoner Konferenz eingesetzt wurde Die­ser Ausschuß hat den Bericht des englischen Vertreters Lay- ton angenommen, der zur Grundlage des Stillhalteabkom­mens wurde. Wlggins Aufgabe in Berlin wird es sein, den Standpunkt der amerikanischen Privatgläubiger zur Geltung zu bringen, die ein Primat der Reparationen vor der privaten Verschuldung nicht anerkennen und durch deren Einfluß das Hoover-Moratorium verkündet wurde.

Der Völkerbundsrai prüft.

Entsendung einer Untersuchungskommission.

Paris, 23. November.

Der Völkerbundsrat beschloß in öffentlicher Sitzung, ben japanischen Vorschlag auf Entsendung einer Untersuchungs­kommission, der auf allgemeine grundsätzliche Billigung ge­stoßen ist, unter den Ratsmitgliedern näher zu prüfen, um festzustellen, ob eine den beiden Parteien Genugtuung ge­bende Formel gefunden werden kann. Eine neue öffent­liche Sitzung ist unter diesen Umständen nicht anberaumt worden.

China fordert Verhandlungen.

Eine chinesische Note an Japan verlangt von neuem die Eröffnung direkter Verhandlungen über die Zurücknahme der japanischen Truppen in die mandschurilche Eisenbahn- zone.

Japan kündigt Rückzug an.

Staatssekretär Stimson brächte dem japanischen Bot­schafter gegenüber die Auffassung zum Ausdruck, daß die Besetzung von Tsitsikar durch die Japaner gefährliche Kom­plikationen befürchten lasse, da Tsitsikar bereits zur russi­schen Einflußsphäre zu rechnen sei.

Wie Reuter berichtet, hat der japanische Botschafter in Washington den amerikanischen Staatssekretär Stimson da­von benachrichtigt, daß die japanischen Truppen sich in kur­zer Zeit aus der Gegend von Tsitsikar zurückziehen werden. Einzelne Truppen seien bereits nach Tschengbatan mifge­brochen, die anderen würden zu gelegener Zeit nach Süden entsandt werden.

Zollkrieg Amerika-Engtand

Amerika führ« Ausgleichszölle ein.

Washington, 23 November.

Associated preß" meldet aus Washington: Die Regie­rung wird die sofortige Erhebung von Ausgleichszöllen auf britische Einfuhrwaren entsprechend den Zöllen, die Eng­land auf amerikanische Erzeugnisse erhebt, anordnen.

DaskommendeWirtschastsprogramm

Die Hauptarbeit der Reichsregierung.

Berlin, 22. November.

Nach Abschluß der Beratungen des Wirtschaftsbeirats wird das Reichskabinett die Arbeiten zur Fertigstellung der Wirtschaftsprogramms aufnehmen. Umfangreich« Vorberei- tungen find in den Reichsministerten bereits getroffen worden.

Die Kabinettsberatungen werden voraussichtlich die letzte Novemberwoche voll in Anspruch nehmen. Er besteht aber die Absicht, so schnell wie möglich zu Entscheidungen y kommen, da die Beratungen des Wirtschaslsbeirat, sich über einen längeren Zeitraum erstreckt haben, als ursprüng­lich vorgesehen war.

Die komnienden Beratungen werden sich auf zwei Ge­biete erstrecken: auf die Maßnahmen zur Krisenüberwindung und auf die Maßnahmen zur Haushaltssicherung. Aus dem ersten Gebiet sind Teilfragen wie die vorstädtische Rand­siedlung bereits in der Oktober-Notverordnung ober wie die Osthilfe durch eine Sondernotverordnung geregelt wor­den. Die Reichsregierung wird jetzt vor allem zu entscheiden haben, in welcher Weise sie gegen die Preisbindungen vor­gehen will, um eine Senkung der Lebenshaltungskosten zu erzwingen. Weiter wird die Lohnfrage erörtert werden und die Anwendung von Maßnahmen zur Verkürzung der Ar­beitszeit. Gleichzeitig werden aber auch die Voraussetzun­gen für die Mielensenkung in Altwohnungen und Neu­bauten geschaffen werden müssen. Tn den Rahmen des Krisenüberwindungsprogramms gehört auch eine verstärkt« Ansehung von Siedlern. Zwischen Reich und Preußen sind nunmehr endgültig neue Richtlinien zur Siedlung verein­bart worden, die vor allen Dingen eine Förderung der Primitillsiedlung bezwecken. Zugleich wird die Reichsregie­rung noch zu entscheiden haben, ob und in welcher Form die elastischere Gestaltung der Tarife, von der der Reichs­kanzler Dr. Brüning in der Regierungserklärung gesprochen hat, durchgeführt werden soll. Die Absicht ist dabei, die TnrV für einen kürz-Wk! Jeltl^.:» umschließen, pc mit einer Kündigungsklausel zu versehen und das Tarifgebiet branchenmäßig stärker einzuengen.

Bei den Maßnahmen zur Haushallssicherung wird es sich darum handeln, Entscheidungen finanzieller Art zu treffen, die vor allem den Ausgleich der Haushalte der Länder und Gemeinden zur Folge haben.

Dabei handelt es sich im wesentlichen um die Ausrechterhal tung her Wohlfahrtserwerbslosenfürsorge. Die preußisch Regierung wird entsprechende Schritte bei der Reichsregie­rung unternehmen. Auch aus den übrigen Ländern liegen bereits Anregungen vor. Angesichts biejer Tatsache ist mit einer Finanzministerkonferenz zu rechnen, bevor die legten Beschlüsse gefaßt worden sind. Der Kernpunkt der Frage wird dabei sein, ob der Reichskanzler Dr. Brüning jetzt ben Augenblick für gekommen erachtet, um jene Einsetzung der Reserven durchzuführen, die für den Ernstfall Vorbehalten geblieben sind. Gleichzeitig wird voraussichtlich noch einmal versucht werden, eine Erleichterung von der Ausgabenseite her zu bringen. Dabei wird zu erörtern sein, ob die Pläne des Reichsarbeitsministers im-blick auf eine Verein­fachung der Verwaltung der Sozialversicherung bereits so weit gediehen sind, daß sie in die Tat umgesetzt werden können. Es muß beachtet werden, daß den Hauptnutzen einstweilen noch nicht das Reich, sondern die Wirtschaft und die Versicherten haben werden.

Raubmord eines Bettlers.

Hamburg, 23. November.

Die Frau des Getreidekontrolleurs Heinrich Fick wurde in ihrer Wohnung ermordet. Nach den bisherigen Feststel­lungen hat der Täter gegen den Kopf seines Opfers meh­rere heftige Schläge geführt. Auch wies die Leiche Würge- male auf. Aus der Wohnung waren 40 bis 50 Mark ge­raubt. Man pernuttet. daß als Täter ein Bettler in Frage kommt. Frau Fick war als außerordentlich gut­mütig bekannt und soll Bettler auch wiederholt in die Woh­nung eingelassen haben.

3m Hafen von Cuxlmsen ist der schwedische Dam­pferElsa" mit schweren Befähigungen eingelaufen. Die Elsa" ist in der Nähe von Borhum mit einem unbekannten Dampfer zusammengestoßen. .

Der 21 jährige Michael Bartkowiak in Redtling» Hausen ist durch Zeugenaussagen überführt worden, den Mord an seinem Vater, dem ^olijehwKbrmeifter Bart« kowiak, ausgeführt zu haben. Unter dem Verdacht der Mittäterschaft wurde der ) 8 jährige Bruder des Michael, Franz Bartkowiak, festgenommen.

Reichskanzler Brüning hielt am Sonntag im Rund­funk eine Anfpradje über die Winterhilfe,

Der Inhaber der in Konkurs gegangenen Bankfirma fNlarcus u. Eo., Ma.r Marcus, gegen den am Samstag wegen Unterschlagung und Betruges Haftbefehl erlassen worden war, ist vom Gerichtsarzt für nicht haftfähig er­klärt worden. Marcus wurde in seiner Wohnung unter polizeiliche Bewachung gestellt.