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Dr Jahrevaigklislht strrdesor sorge".

vier Jahre liegt es nun zurück, daß die Innere Mission -jeEvangelische Sterbeoorforge zum Segen der Bevöl­kerung in unserem Hessenlande eingeführt hat. In dieser kurzen Zeit haben die ständig wachsenden Uufnahmeziffern der Evangelischen Sterbeuorfoge, die bei wehem alle Erwar­tungen übertroffen haben, bewiesen, wie stark das Be­dürfnis nach einer auf dem Laden unserer christlichen Welt­anschauung stehenden Sterbekasse war, und wie groß das vertrauen weitester Levölkerungskreise ganz mit Recht zu der Evangelischen Sterbevorsorge ist. Die Evangelische Ster­bevorsorge hat in den vier Jahren ihres Bestehens gezeigt, daß sie dieses Vertrauen der evangelischen Bevölkerung auch wirklich verdient. Als Beleg hierfür mögen die Zahlen am Schluß dieses Artikels dienen.

vielen Menschen wird der Wert einer solchen Sterbe­kasse erst dann recht klar, wenn in ihrer eigenen Familie oder in ihrer Nachbarschaft ganz unerwartet Sterbefälle eintreten und man dann die wirtschaftliche Not sieht, die ein solcher Sterbefall mit sich bringt. Es glaubt so mancher, daß er vollkommen ,gesund sei und noch garnicht ans Sterben zu denken brauche. Wie überraschend dann ein Sterbefall eintritt durch Krankheit oder einen Unfall, dafür sind die Zahlen der Evangelischen Sterbevorsorge auch ein Beweis.

8 In dem Mitgliederblatt der VersicherungszentraleDie ^Vorsorge" das vierteljährlich allen Mitgliedern kostenlos pugestellt wird, ist die Entwicklung der Sterbevorsorge auch atm Bereich unserer hessischen Landeskirche an Eyartb von Wahlen bekannt gegeben; ebenso sind in dieser Zeitschrift Aalle ausgezahlten Sterbefälle nach Orten getrennt ausge- 8führt. Da in derVorsorge" außer diesen Nachrichten in- »teressante Schilderungen zum Teil mit Bildern über 8die evanLelische Kirche und die Innere Mission u. a. ge­bracht werden, so ist es erklärlich, daß alle Mitglieder «mit Freude und Interesse das Erscheinen derVorsorge" »begrüßen.

s Die über alles Erwarten günstige Entwicklung, die die »Evangelische Sterbevorsorge in den ersten Jahren ihres »Bestehens genommen hat, machte es möglich, daß an Stelle »desNeuen Atlas" der bisher der Versicherungsträger »des gesamten Versicherungswerkes war, eine eigene neue 8 evangelische Gesellschaft ins Leben gerufen werden konnte, 8dieEvangelische Vorsorge, Gemeinnützige Versicherungs G." (E. v. G.) in Berlin, während derNeue Atlas (einer der Rückversicherer für das Versicherungswerk wurde. [Die neu gegründete Gesellschaft hat vor kurzer Zeit ihren »ersten Jahresbericht herausgegeben. Das Ergebnis dieses »Jahresberichtes war ein außerordentlich günstiges. Die »Sterblichkeit erreichte nicht die Höhe, die auf Grund der ^Sterbetafel zu erwarten war. Die E. V. G. war daher in »der Lage, einen Gewinn von RM. 2 657 820,28 nachzu- Iweisen und auf Grund dieses Gewinnes eine Dividende von den Versicherten gutzuschreiben. Das ist besonders in der heutigen Zeit ein erfreuliches Zeichen für d> gute Entwicklung des gesamten Werkes.

6m Kopf unseres heutigen Artikels ist das Wahrzeichen berEvangelischen Vorsorge" abgebildet. Man findet dieses sinnvolle und schöne Bild von Rudolf Schäfer schon in den weiften unserer Pfarrhäuser als Hinweis auf die Evan- Zelische Vorsorge.

Nun noch kurz einige Zahlen, die den heutigen Stand der Evangelischen Sterbevorsorge zeigen mögen:

Nlitgliederbestand in ganz Deutschland z. Zt. über 1 300 000.

Nusgezahlte Sterbegelder in ganz Deutschland

weit über RM. 8 000 000

Msgezahlte Sterbegelder in Schlüchtern RM. 1944 6usgezahlte Sterbegelder in Steinau RM. 712. Nlitgliederbestand im Bereich unserer hessischen Landeskirche ca. 50 000. Nlitgliederbestand im Bereich der Stadt Schlüchtern 300. tNitgliederbestand im Bereich der Stadt Steinau 200. Troß ist die Zahl derer, die zu der Evangelischen Ster­be-Vorsorge gehören. Es wäre aber zu wünschen, daß seiner noch mehr Glieder der evangelischen Gemeinden Weser segensreichen Einrichtung der Inneren Mission bei- treten. Aufnahmen können bei den Herren Ortspfarrern Wer bei den Ortsverwaltungen der Evangelischen Sterbe- oriorge für Schlüchtern und Steinau nebst Umgebung bei Herrn W. Siltz-Steinau, Bergstraße Nr. 4, angemeldet werden.

Was preustische Rottreuzmänner

im letzten Dereinsjahr leisteten.

Das ist die Tragik großer humanitärer Gesellschaften in Zeiten schwerster Volksnot, daß sie zwar die Folgen der Notlage lindern, an die Wurzel des Uebels aber nicht fassen können." So wird mit Recht in dem soeben erschie­nenen Rechenschaftsbericht über Entwicklung und Leistungen des preußischen Landesvereins vom Roten Kreuz und seiner Irovinzialvereine in der Zeit vom 1. April 1930 bis 31. Tlärs 1931 ausgeführt. Daß diese Organisation in ihrer tillen Arbeit sehr erheblich zu der Linderung körperlicher, geistiger, sittlicher und wirtschaftlicher Not beiträgt, lassen bie Einzelberichte der Zentrale wie der Provinzialvereine deutlich erkennen. Sie geben weiter den erfreulichen Beweis, daß die Entwicklung des Landesvereins und die Leistungen feiner Gliedorganisationen wiederum eine erhebliche Stei­gerung erfahren haben. So ist gegen das Vorjahr die Zahl der Zweig- und Kreisvereine von 289 mit 64 450 Mit­gliedern auf 296 mit 71 459 Mitgliedern gestiegen, die der im praktischen Hilfsdienst stehenden Sanitätskolonnen, Pfle- gerschaften und Zamaritervereine vom Roten Kreuz sogar von 1652 mit 57815 tätigen und 51 305 fördernden Mit- glieber auf 1800 mit 63 737 tätigen und 55 003 fördernden Mitgliedern- das bedeutet eine Gesamtzunahme von 155 Organisationen mit 16 629 Mitgliedern! In den dem Lan­desverein zugehörigen 19 Mutterhäusern und Schwestern­schaften ist die Zahl der Schwestern und weiblichen Hilfs­kräfte auf 2723 angewachsen.

Der Stand der Einrichtungen für Erste Hilfe ist folgender: 1577 ständige Rettungswachen und Unfallstationen,

11 305 Unfallmeldestellen, Depots von Krankenbeför- < derungsmitteln und dergleichen,

1049 Krankenwagen,

10 153 sonstige Krankenbeförderungsmittel und -Geräte (barunter 4 Motorrettungsboote),

175 Vesinfektionseinrichtungen,

638 Verleihanstalten von Krankenpflegeartikeln.

Die Rettungseinridytungen wurden in Jahresfrist 538 973 Ml in Anfprudy genommen.

Einzeln oder in geschlossenen Formationen traten die Ko- lonnenmitglieder in Tätigkeit:

86 440 -(66 861) mal bei Rufzügen, Sportveranstaltun- gen,

365 483 mal bei öffentlichen Notständen, Eisenbahnun- sällen, Feuersbrünsten,, Fabrik-, Gruben- und anderen Unfällen, sowie bei Epidemien, Verkehrsunfällen, inne­ren Unruhen und Einzelunfällen.

Die für die Verhinderung von Epidemien bedeutsame Ein­richtung zur Verleihung transportabler Krankenbaracken aus dem Zentraldepot des Landesvereins wurde nach wie vor in Seuchenfällen und. bei besonderen Notständen in Anfprud) genommen.

Besondere Beachtung verdient die schnelle Weiterentwick­lung der Jugendgruppen bei den Sanitätskolonnen, die durch 60 Neugründungen auf insgesamt 176 mit 2069 Mit­gliedern (im Vorjahr 116 mit 1754 Mitgliedern) angewach­sen sind. Langsamer, aber stetig wächst auch das die Schul­jugend erfassende Jugendrotkreuz.

Was jedem Deutschen von der Reichsbahn gehört.

Zwei Eisenbahnschwellen, zwei Meier Gleis . .

Jeder deutsche Bürger ist, was nicht viele wissen, Mitei­gentümer der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft, denn das Reichsbahnvermögen befindet sich im Eigentum des Deut­schen Reiches. Da die Dermögensfumme 24,5 Milliarden Mark beträgt, besitzt also jeder Deutsche einen Reichsbahn­anteil von 412 Mark. Natürlich kann man sich diese Summe nicht am nächsten Tage am Bank- oder Fahr­kartenschalter auszahlen lassen,- denn das Geldliegt fest" oderrollt" in Gestalt von Lokomotiven und Wagen durch Deutschland. 7,5 Prozent sind Grundbesitz, 25,3 Prozent Bahnkörper, Zubehör usw., 22,7 Prozent Gleisanlagen, 13,6 Prozent Bahnhöfe, 2,5 Prozent Werkstätten und 28,5 Prozent Fahrzeuge. Wenn man diese Vermögenswerte auf­teilen würde, gehörten jedem Deutschen das halbe Tau­sendstel einer Lokomotive oder eine Kraft von 0,5 PS., her hundertste Teil eines Personen- ober Güterwagens mit 200 Klg. Ladegewicht, zwei Eisenbahnschwellen, ein Sig- nalhebel, etwas mehr als 10 Mtr. Telegraphen- oder Fernsprechdraht und 2 Mtr. Gleis.

Marburg. ((Ein Brandstifter verurteilt.) Anfang Ok­tober ds. 3s. brannte in Lottendorf (Kreis Frankenberg) die erst vor wenigen Jahren erbaute und mit Erntevorräten gefülllte Scheune des Landwirts L. nieder. Bereits am folgenden Tage stellte es sich heraus, daß L. die Scheune vorsätzlich in Brand gesetzt hatte. Wie er bei seiner gestri­gen Vernehmung vor dem hiesigen (Erweiterten 'Schöffen­gericht angab, waren ihm Eyaus« und Grundbesitz zwangs- v^rfteigert worden. Aus Aerger darüber, daß er seinen Besitz verlieren sollte, hatte er die Tat begangen. Er wollte in geistiger Verwirrung gehandelt haben' Das Urteil lau­tete unter Zubilligung mildernder Umstände wegen vorsätz­licher Brandstiftung auf 9 Monate Gefängnis.

Frankfurt a. M. (Kampf den Schönheitssalons.) In Frankfurt befinden sich zahlreiche Massage-Institute und Schönheitssalons. Nach den von ihnen erlassenen Sei« tungsinferaten befassen sie sich angeblich mit Körperpflege (Massage, Maniküre usw.). Welcher Art aber diese Kör­perpflege bei einer Unzahl dieser Institute war, ergaben die überraschend durchgeführten kriminalpolizeilichen Durch­suchungen. Es wurden dort sogenannte Assistentinnen be­troffen, meist 1720jährige Mädchen, die in Wahrheit der Unzucht nachgingen. Aud) fand man eine größere Unzahl der verschiedensten Instrumente, die zu fablftifdyen Zwecken dienen. Gegen die Inhaberinnen der Massage-In­stitute ist Unzeige wegen schwerer Kuppelei erstattet worden.

Für den Liebhaber einerZigarette ohne Mundstück

Für den Freund der Goldmundstück-Zigaretten