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Gab es einen Konüneni Atlantis?

Auf der Suche nach dem versunkenen Erdteil!

Die Sage, daß im Ozean einst ein Kontinent Atlantis, die Stätte einer reichen Kultur, versunken fei, ist uralt! Sie ist nicht die Idee eines modernen Geologen oder Tief, feeforschers, sondern sie stammt von dem griechischen Philo­sophen Plato, der von einer Insel erzählte, die größer sei als Lybien und Asien zusammen. Plato behauptet, dieser riesige Kontinent sei rund neuntausend Jahre vor seiner Zeit in den Fluten des Atlantischen Ozeans untergetaucht, sei von einem hochzivilisierten Volke, den Atlantiden, be­wohnt gewesen und hätte eine hohe Kultur gehabt.

Die Geologen haben natürlich angesichts dieser Behaup- | hing entsprechende Nachforschungen angestellt. Ihr Ergeb­nis war eigentlich nicht so sehr positiv. Sie gaben lediglich die Möglichkeit zu, daß vor etwa fünfzigtausend Jahren die Verbindung zwischen Europa und Südamerika durch ein Festland bestanden haben kann! Die Möglichkeit, daß die Atlantidensage also irgendeinen wahren Kern hat, ist nicht vollends von der Hand zu weisen. Demnach aber mußten noch heute auf dem Grunde des atlantischen Ozeans Ueber= reste jener entschwundenen Kultur schlummern und mit Hilfe moderner, technischer Tauchverfahren auch zu finden

seien.

Dies zu ergründen hat sich der Archäologe Graf Byron- Khun de Prorok vorgenommen. Er will nunmehr eine Ex­pedition organisieren, um Spuren der Atlantiden zu suchen. Besonders große Hoffnungen setzt er auf einen neu kon­struierten Tauchapparat, der das Tauchen in Tiefen ge­stattet, die bisher für jeden Taucher unerreichbar waren. Die Glocke Dr. Hartmanns ermöglicht es in Meerestiefen bis zu 750 Metern niederzugehen. Bei dieser Tiefe liegt ein enormer Druck von etwa 75 Atmosphären auf der Glocke, aber der Taucher wird hierdurch nicht behelligt, da die Glocke vollkommen abgeschlossen ist. Ihre Wände sind von 75 Millimeter starkem Eußstahl, Glasfenster ermög­lichen es der Bemannung der Glocke, Beobachtungen, Mes­sungen und Aufnahmen zu machen. Die Glocke arbeitet sich durch einen elektrisch angetriebenen Propeller von selbst in die Tiefe. An dem Verbindungsseil der Glocke befinden sich erstens die Stromzufuhr zu dem Motor und die Leitung für die Fernsprechanlage. Die Beleuchtung des Meeres wird noch auf einige Schwierigkeiten stoßen, man rechnet aber damit das Meeresdunkel mit Neonlampen zu brechen. In der Glocke werden sich Sauerstofflaschen befinden. Die ausgeatmete Kohlensäure wird auf chemischem Wege ab­sorbiert. Mit diesem Apparat also hoffen die Tiefsee-Archäo- logen in kürzerer oder längerer Zeit die versunkenen Pa­läste und Schätze des Landes Ailantis entdecken zu können, um den Beweis einer einstigen Verbindung zwischen Europa und Südamerika zu erbringen!

Das Mutterschiff des vorerwähnten Tauchapparates soll vermutlich eine Jacht sein, die etwa 60 Meter Länge aufzuweisen hat. Neben einem sehr gut ausgestatteten La­boratorium wird sie mit einer Funkanlage und einer starken Winde für die Taucherglocke ausgestattet sein. Außerdem aber soll dem Schiff noch ein kleines Unterseeboot in neuester Konstruktion beigegeben werden. Man kann auf das Zustandekommen und auf das Ergebnis dieser For­schungen einigermaßen gespannt sein! _ _

eine Sttstung Rockefellers für die Arbeilslosen. Beide Rocke- jellers (Vater und Lohn) haben je 1 Million Dollar und der Finanzmann Edward 6. Harkneß 0,75 Millionen Dollar für den Fonds zur Unterstützung der Arbeitslosen gestiftet.

Die vom «Rauhen Grund".

Roman von Paul (Brabein.

Romandienst!,vioo Berlin W. 30.

34) (Fortsetzung.)

Im Erfassen der furchtbaren Gefahr stand Eke das Herz still. Aber auch Bertsch mußte sich ihrer be­wußt geworden sein. Deutlich bemerkte sie trotz ihres Entsetzens, wie er zusammenfuhr und dann, den Kopf weit vorgebeugt, nach der Schalttafel sah. Aber doch kein fassungsloses Starren, nein — ein scharfes Spä­hen, Suchen. Und jetzt — Barmherziger! — sprang er vor mir erhobener Hand, gerade mitten hinein in dieses höllische, bläuliche Ausflammen.

„Gerhard!"

Schrill gellte ihr Schrei durch den Raum. Ihre Hände krampften sich ineinander.

Der Ruf schlug an sein Ohr. Aber er beachtete ihn nicht. Ganz beherrscht von dem einen: Dort — der Schalter der Hauptleitung — ihn packen, abdrehen — ehe es zu spät war!

Und seine Rechte fuhr durch die flatternden Strom­entladungen hindurch, ein fester Griff — so!

Aufatmend trat Bertsch da wieder zurück. Unwill­kürlich suchte seine Rechte nach dem Taschentuch und hob sich zur Stirn. Das war ein Augenblick gewe­sen, wie er. ihn noch nie durchlebt!

Doch dann besann er sich. War da nicht ein Schrei an sein Ohr gedrungen? Gerade, wie er vorsprang zur Tafel hin? Gewiß, ganz deutlich hatte er ihn vernommen: „Gerhard!" hatte es gerufen.

Gerhard —?

Und mit einem Ruck führ er herum. Hatte er sich nicht etwa verhört?

Aber nein! Dort stand sie ja noch — totenblaß — und starrte zu ihm hin, die Hände ineinandergerungen.

Da war er bei ihr, mit ein paar Sturmesschritten, unb nahm diese eiskalten, verkrampften Hände, hob sie hoch empor zu seiner Brust.

„Du riefst es?"

„Eke!"

Und seine Lippen preßten sich auf ihre Finger. Dann ließ er sie fahren. Mit Sturmgewalt schlan­gen sich seine Arme ihr um Kopf und Schultern. So barg er sie an seiner breiten Brust wie ein verirrtes, zitterndes Kind.

Und der stolzen Eke von Grund schwand all ihr Eigenwille hin in diesem Ansichnehmen. Sie litt, was ihr geschah. Ja, die herben, unberührten Lippen er­widerten, wie erwachend aus einem langen Schlum­mer, seine Küsse. Zögernd — scheu — dann mit kla­rem Wollen.

*

Im Adligen Hause stand der Gutsherr am Fenster. Die Stirn schwer gefurcht. Das Unwetter war zwar

Eine merkwürdige Pfändung.

In einem Dorfe in Frankreich sollte ein Einwohner ge­pfändet werden, weil er feine Steuern nicht bezahlt hatte. Man schickte zu diesem Zwecke extra einen Gerichtsvollzieher aus der benachbarten Stadt zu dem Betreffenden, und dieser langte nach mühevoller, langweiliger Fahrt in dem Dörfchen an, aber nur, um festzustellen, daß der zu Pfän­dende in solch fürchterlicher Armut lebte, daß man beim besten Willen nicht wußte, was man eigentlich bei ihm pfänden sollte.

Außerdem war das Ehepaar gar nicht zu Hause, son­dern zur Aushilfsarbeit auf einem in der Nähe liegenden Gute tätig. Nur die Kinder, die in respektabler Zahl vor­handen waren, spielten vor dem verfallenen Hause und be­trachteten den fremden Onkel mit der schönen Mütze voll Neugierde und Verwunderung.

Der Gerichtsvollzieher befand sich in einiger Verlegen­heit. Er wollte den weiten Weg von der Stadt her nicht umsonst gemacht haben, er wollte nicht ohne Pfändung zurückkommen, er sah aber auch ein, daß wirklich nichts zu pfänden war — und so stand er unter ben Kindern und kratzte sich verlegen den Kopf. Aber ein richtiger Beamter bleibt nicht lange ratlos, wenn es gilt, den Befehl seines Vorgesetzten unbedingt auszuführen. Unb so stand in dem ■ Protokoll, daß er mit Heimzunehmen gedachte, folgendes: j „Ich habe gepfändet und den Behörden zum Verkauf auf­gestellt: Einen Tisch, drei Stühle, wovon einer etwas kaputt ist, eine Ziege und sieben kleine Kinder . . ."

Die Behörde wird mit dem Verkauf dieser „Sachen" einige Schwierigkeiten haben.

RundfUtiL Nachrichten.

Dienstag, 10. November: 15.20 Hausfrauennachmittag; 18.40 „Industrie und Deutsche Woche", Vortrag; 19.05 „Dichter, Zeit und Rundfunk", Vortrag; 19.45 Das Wiener Volkslied, musikalische Plauderei; 20.15 Aktueller Dienst bei Vorliegen besonderer Ereignisse; 20.30 Neue englische volks­tümliche Musik; 21.45 Im Fluge um die Welt; 22.30 Nach­richten; 22.40 Funkstille.

Mittwoch, 11. November: 10.20 Schulfunk; 15.15 Stunde der Jugend; 18.40 „Der Todeszauber der Primitiven", Vor- traq^ 19.05 „Landwirtschaft und deutsche Woche", Vortrag; 19.35 Kammermusik; 20.20 Aktueller Dienst'bei Vorliegen besonderer Ereignisse; 20.35 Bunter Abend; 22 Zeitbencht; 22.40 Nachrichten; 23 „Was leistet ein Auto?", Schall-

plattenbericht.

Donnerstag, 12. November: 15.30 Stunde der Jugend; 18.40 Stunde des Buches; 19.05 „Das Schlichtungswesen", Vortrag; 19.45 „Rund um die Liebe", Bunter Abend; 20.30 Aktueller Dienst bei Vorliegen besonderer Ereignisse; 20.45 Schillers Humor; 21.15 „Der Arzt wider Willen", Komische Oper; 22.30 Nachrichten; 22.50 Tanzmusik.

Freitag, 13. November: 18.40 Berufskundlicher Vor­trag, 19.05 „Arbeitnehmerschaft und Deutsche Woche", Vor­trag; 20.05 „Die optische Industrie", Vortrag; 20.30 Wert und Ehre deutscher Arbeit, Hörfolge; 21.45 Walzermusik; 21.45 Aktueller Dienst bei Vorliegen besonderer Ereignisse; 22.30 Nachrichten; 22.50 Tanzmusik.

Samstag, 14. November: 10.20 Schulfunk; 15.15 Stunde der Jugend: 16 Schallplattenkonzert; 18.40 „Gesichter in dN-MkU", EtrMsiWn;' 1M5 Spanischer Sprachunterricht; 19.45 Konzert für Violine und Orchester; 20.15 Szenen um Hegel; 21.35 Operetten-Konzert; 21.35 Aktueller Dienst bei Vorliegen besonderer Ereignisse; 22.20 Nachrichten; anschlie« ] ßend aus der Stadthalle Stuttgart: Uebertragung vom 5. Stuttgarter Sechstagerennen: anschließend: Tanzmusik.

wieder vorüber, aber es hatte allenthalben seine Spu­ren hinterlassen.

Drüben im Obstgarten lagen die Früchte abge­schlagen am Boden, noch halb grün. Der kleine Ab­fluß der Dachgosse, kaum eine Hand breit sonst, war zum richtigen Gießbach geworden. Quer über den Hof weg hatte er das Erdreich aufgerissen, fast metertief.

Wie mochte es erst auf den Feldern draußen aus­sehen, am Talhang?

Und zu den Sorgen des Landwirts gesellten sich die des Weidmanns. Die halbflügge Brüt der Hüh­ner in den Ackerfurchen da droben, die Junahasen — vorbei konnte es sein mit der ganzen Feldjagd im Herbst!

Ingrimmig wandle sich Henner von Grund vom ; Fenster ab. Schwer stampfte er im Zimmer auf und ab, die Hände in den Jopventaschen vergraben.

Sein Auge flog zur Uhr. Wo nur Eke blieb? Bald war es doch Mittagszeit. 9C6er natürlich, diese ver­rückte Samariterei! Schon seit aller Frühe war sie droben im Oberdorf und kroch in den ^-pwiterwohnun- gen herum. Um ihn kümmerte sie sich den Kuckuck noch was. Er war hier das fünfte Rad am Wagen geworden.

Aber, Krenzdonnerw-U-r. daß paßte ihm nicht mehr! Wütend stampfte er mit dem Fuß anf Und er hatte es die längste Zeit mit angesehen. Dazwischensahrew würde er, diesem ganzen Unfug ein Ende machen. Wohlfahrtspfleae — Frauenvercin! Auch bloß so ein neumodischer Schwindel.

Wenn er nur wüßte, wo sie steckte! Sofort würde er einen hinaufschicken und sie Herbescheiden lassen. Aber ganz plötzlich, gefälligst. Seine Geduld war zu Ende.

Ein Dröhnen im tiefsten Baß, vorn von der Chaus­see her, ließ ihn aushorchen. Doch nur noch grimmiger ward sein Antlitz. Das war der Verdammte Kerl, der Steinsiefen, mit seinem Ratterkasten. Mußte der einem auch am lieben Sonntag die Luft verpesten! Und er lief ans Fenster. Schmetternd schlug er die offenen Flügel zu und schob den Riegel vor. Erregt setzte er dann seine ruhelose Wanderung im Zimmer fort.

Doch nach einer kurzen Weile riß er das Fenster wieder auf. Eine Luft hier drinnen — zum Ersticken!

Seine Rechte fuhr zum Kragen und zerrte un­gestüm an ihm. So — nun wurde es endlich besser. Aber freilich, immer noch der dumpfe Druck im Kopf. Solch ein widerwärtiges, ängstliches Gefühl. Ganz elend wurde einem dabei. Einfach hundsgemein.

Unwillkürlich strich sich Henner von Grund über die Stirn. Sie war kalt und feucht. Langsam tupfte er sie ab. Seine Miene wurde nachdenklich, ernst.

Wiederholt hatte er das nun schon wahrgenommen. Das erstemal an dem Abend, als er von der Gewerken- Versammlung heimgekommen war — damals, als ihm der Reusch die Schweinerei gemacht mit dem Erb- stollen. Wie ein Schwindel hatte es ihn da foggr Qe^

Hertha-BGC. - 1. M. Nürnberg ^ '

Spannender Kampf beider Vereine bis zum Schj^

Das Gastspiel der Nürnberger auf dem Herthas ' Gesundbrunnen in Berlin hatte ganz Berlin auf b|6T gebracht. Rund 20 000 Zuschauer umrahmten das & selb, ohne die Zaungäste zu zählen, um das Ergebnis- Kampfes zweier Meister abzuwarten. Und alle sollte»', ihre Kosten kommen, von Anfang an war das Spiel h essant, wenngleich auch die erste Halbzeit nur das 0 : 0 brächte. ’

Um so torreicher war die zweite Halbzeit, bem wurden insgesamt 10 Tore geschossen, was immerhin Rekord bei solchen erstklassigen Vereinen bedeutet.

Bis ungefähr zur 25 Minute nach Halbzeit lL * Hertha mit 4 :1. aber Nürnberg gab sich noch nicht oetlo» * und innerhalb weniger Minuten gelang es ihm, 3 * aufzuholen und mit Hertha 4 : 4 gleichzuziehen. Aber m immer weiter wogte der Kampf, auf beiden Seiten m Anstrengungen, um den Sieg zu erringen. Diesesmal das Glück Hertha zur Seite und in den letzten Minuten^ lang es dem Berliner Verein den Stand auf 6 :4 zu gen, während den Nürnberger verschiedene sehr aus(i reiche Torchancen haarscharf danebengingen.

Auf Seiten der Nürnberger waren Kalb, fjornai® #' Kund, Popp und der Torwort Köhl die Besten, während

Seiten der Berliner vor allen Hanne Sobeck. Kirsey, 3h Wilhelm und der Torwart Gelhaar hervorzuheben marc

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Gegen diese sportliche Delikatesse traten felbftDerftii) lich die Punktespiele der Bezirksliga l i n etwas in den Hintergrund. Das Ergebnis der ein«, nen Spiele: Minerva 93—Blauweiß 2 :1, Wedding— bau SV. 1 :3, Wacker 04—Sübftern 6 :2, Preußen-K teor 1 :2, Adlershofer BC.—Viktoria 89 0 :0, Tennis« ? russia—Potsdamer Union 2 :0, Pankow—Polizei 1 " Union-Oberschöneweide—NNW. 2 :0. 1 ®

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Im Fußball-Länderspiel Ungarn—Schweden vor 2V AI Zuschauern in Budapest siegte Ungarn mit 3 :1.

Der Handball- Städtekampf Berlin—Leipzig wurde l Berlin-Eichkamp zum Austrag gebracht und erga:| den Sieg von Berlin 11 :8 (5 :2).

Das Internationale Schwimmfest im Berliner Delleil bad wurde ein großer Erfolg, wenn auch die angefagtel Größen Lepage-Frankreich, Hertha Wunder und Derityl Köln fehlten. Von den zahlreichen Wettbewerben seien bei sonders der Sieg von Europameister Deutsch über 1061 Meter-Rücken in 1:15 und der von Deiters-Köln übil 200-Mete»-Kraul in 2:21,6 über den Ungarn S 3 e teltl hervorgehoben. Championjockey Grabsch präsentierte fitl als Kunstspringer, und im Kraulschwimmen der prominetl ten Sportler, von Max Schmeling gestartet, siegte über eiml Bahnlänge (33,3 Meter) der ungarische Speerwerfer S»I in 31,4 Sekunden vor dem Rennfahrer D a s ch und Seglet meister B u ck 0 w. Ueberlegene Siege gab es bei den Damm von Frl. S u ch a r d 1 und Frl. Mörschel über 2004 Meter-Brust und 100-Meter-Kraul in 3:15 bzw. 1:20,4. N Abschluß des ersten Tages bildete der von Berlin 7:0 (4 : 0) gewonnene Wasserballkampf Berlin—Prag.

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Die Silberschild-Vorrunde im Hockey bestritten in SreJ selb West - und Süddeutschland, in Leipzig Mittel- und Norddeutschland. In Krefeld siegte Westdeutschland gegen Süddeutschland 3 :1 und in Leipzig Norddeutschland gegen Mitteldeutschland 6 : 4. Es treten nun mehr Mitteldeutschland und Norddeutschland zur Zwischen­runde an. Der Sieger aus diesem Kampf tritt dann im März nächsten Jahres gegen Brandenburg zum Endspiel um den Silberschild an.

packt, daß er sich am Schränk hatte sesthalten müssen, wo er gerade stand. Und hernach eine Uebelkeit noch stundenlang, daß er den Doktor hatte kommen lassen.

Ob der am Ende doch recht hatte? Es fehle ihm sonst nichts weiter, hatte er nach seiner Untersuchung gesagt, nur vor Aufregungen müsse er sich in acht

nehmen.

Leicht gesagt! Und von neuem schoß Henner Galle ins Blut. Sich nicht aufregen, wenn man Schritt und Tritt Anlaß dazu hat. Da bleibe Teufel ruhig dabei!

Während er es noch ingrimmig dachte, ging

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Tür von der Halle auf. Eke trat ein.

Gereizt fuhr er herum, bereit, loszuwettern. In­dessen die Ueberraschung hemmte den Ausbruch. Ihre Füße, ihr Kleidersaum ganz trocken!

„Wie bist du denn hierhergekommen?"

„Eben mit dem Auto."

„So! Also allein kutschierst du da herum mit dem Windhund, dem Steinsiefen!"

„Doch nicht. Herr Bertsch

h

tertsch war dabei. Er hat den

Wagen zur Zeche kommen lassen, weil die Wege grundlos geworden sind."

„Wer war dabei?"

ganz

„Gerhard Bertsch."

„Verdammt! Wie kommt der Kerl dazu?"

„Onkel —" Eke von Grund schlug das Herz auf, aber fest suchte ihr Auge das des Oheims — „ich habe dir eine Mitteilung zu machen. Ich habe mich eben verlobt mit Herrn Gerhard Bertsch."

„Ver—lobt?"

Ein stummes, ernstes Bejahen.

Du lachte Henner von Grund los. Wild und dröh- nend. Wieder und immer wieder. Und so krampf­haft, daß Eke allmählich geängstigt zu ihm hinsah. Ganz dunkelrot glühte ihm der Kopf, luie er so stand, lachend vorübergeneigt, die Hände um die Tischplatte geklammert.

Sie wollte einen Schritt zu ihm hin tun. Aber da war dieses schreckliche Lachen vorüber. Wie in einer inneren Befreiung hieb Henner von Grunds Faust krachend auf den Tisch. Und nun sprühte eS aus sei­nen Augen zu ihr hin.

„Verlobt — der Witz ist wirklich nicht schlecht!"

Die Sorge, die eben noch in Ekes Blick acftanbeni. wich einem aufrechten Stolz.

„Ich sprach im Ernst, Onkel."

Da fuhr er herum. Sein mächtiger Körper reckte sich hoch auf, wie er nun langsam auf sie zutrat.

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(Zortsetzung folgt.)