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Gleichstellung der Gchulamisbewerber.
kein Unterschied zwischen Akademie und Seminar.
Berlin, 7. November.
Durch einen Erlaß des preußischen Kultusministers ist anaeortmet worden, daß Schulamtsbewerber aus Pädago- An Akademien der Prüfungsjahrgänge 1928/29 nach ihren Jahrgängen in die Bewerberliste einzureihen und ane die übrigen Schulamtsbewerber zu behandeln find. Nur !ür die zu Ostern 1931 aus den Pädagogischen Akademien entlassenen Bewerber, die zu ihrer berufsprakNschen Fortbildung an Volksschulen beschäftigt werden, soll es bis giern 1932 bei der getroffenen Regelung verbleiben, da es pädagogisch nicht vertretbar wäre, die begonnene berufs- praktische Fortbildung vorzeitig abzubrechen.
Abgesehen von dieser llebergangsmaßnahme für den Mungsjahrgang 1931 ist also die Gleichstellung der Schul- milsbewerber aus den Pädagogischen Akademien mit den seminaristisch vorgebildeten Bewerbern bereits in vollem Umfange erfolgt.
Neue Bahnverbindungen für das Osthilfegebiek.
Der Reichsverkehrsminister hat nach eingehenden wirtschaftlichen Untersuchungen entschieden, daß die im Osthilsegesetz vor- gesehenen Verkehrsverbindungen Gilgenburg—Neidenburg und Brieg—Namslau—Neumittelwalde nicht als Krastfahrlinien, son-
d dern als Eisenbahnen gebaut werden sollen. Gleichzeitig ist die Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahngesellschaft ersucht worden, auch für diese Linien bie ausführlichen Vorarbeiten beschleu
nigt auszuführen.
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Kündigungen in der TeMMidustrie.
In den Textilfabriken von Gladbach-Rheydt unb-Umgebung „ haben die Unternehmer sämtliche Arbeitsverträge, die auf Grund M des bisherigen, am 10. Oktober abgelaufenen Lohntarifes abge- K schlössen waren, gekündigt. Vor Ablauf der Kündigungsfrist soll d« nach der Bekanntmachung den Arbeitern ein Angebot zur Fort- Ä setzung des Arbeitsverhältnisses gemacht werden. Aehnliche Maß- tii nahmen sind in fast allen rheinisch-westfälischen Bezirken von den
» Arbeitgebern in der Textilindustrie getroffen worden, soweit die bisherigen Lohntarife nicht mehr in Geltung sind.
Painleve in Berlin.
Der ehemalige französische Ministerpräsident Paul PainlevS 4t in Berlin eingetroffen. Zu seinem Empfange hatten sich der at* französische Botschafter in Berlin, Francois-Poncet, und Angehörige der französischen Kolonie am Bahnhof eingefunden. Painlevö wird einige Tage in der Hauptstadt bleiben.
L1 Ehemaliger norwegischer Konsul tödlich verunglückt. !
1 In Dresden wurde der frühere norwegische Konsul Or- i loff Hansen beim Ueberschreiten eines Fahrdammes von • J einem Personenkraftwagen angefahren. Er erlitt so schwere Verletzungen, daß er bereits auf dem Transport ins Kran- I kenhaus verstarb.
Drei weitere Teilnehmer der Grönland-Expedition zu- G rückgekehrt. Drei weitere Teilnehmer an der Wegener- M Expedition trafen mit dem Zug von Kopenhagen in Ham - burg ein. Zur Begrüßung hatten sich auf dem Haupt- bahnhof Dr. Georgi und andere Mitglieder der Deutschen Seewärts sowie eine Reihe weiterer Wissenschaftler ein- I gefunden. Die drei Heimgekehrten waren auf der sogenann- ■ ten Weststation tätig und haben auch die Auflösung dieser Station durchgeführt.
M! Explosion in einer Sprengstoffabrik. Eine schwere Ex- atti plofion ereignete sich in Alt - Berun (Kr. Pleß). Sämt- i» äche Fensterscheiben des Fabrikgebäudes und die Scheiben I der Häuser in der Umgebung wurden zertrümmert. Men- I scheu sind nicht zu Schaden gekommen, da die Explosion I noch Feierabend erfolgte. Der explodierte Sprengstoff be- W stand zum größten Teil aus Nitroglyzerin. Die Explosion M ' wird auf Selbstentzündung zurückgeführt.
Die Ursache des Grubenunglücks von „Mont Eenis". I Mti der Schlagwetter- und Kohlenstaubexplosion, die sich I am 19. Oktober aus der Grube „Mont Cenis" bei H e r n e M ereignet hat, beschäftigte sich die Dortmunder Grubensicher- m i heitskommission. Die Kommission kam zu dem Ergebnis, daß als Zündquelle eine nach der Explosion am Ent- 164 sühungsort aufgefundene, durch Steinfall beschädigte elek» R irische Mannschaftslampe angesehen werden muß. Im An-
Muß an die Besprechung wurde die Frage erörtert, ob sich 11/ Mittel und Wege finden lassen, die elektrischen Gruben- R lampen, die bisher zu Bedenken keinerlei Anlaß gegeben M haben, in Hinsicht auf ihre Sicherheit noch weiter zu oer- M bessern.
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Entgleisung eines Gülerzuges. Kurz vor dem Bahnhof ^ssen-West entgleisten die letzten acht Wagen eines Buterzuges. Personen wurden bei dem Unfall nicht verletzt; auch der Sachschaden ist unbedeutend. Der Zugverkehr ^arde empfindlich gestört.
Dynamitdiebstahl. Bisher unbekannte Täter haben aus der Sprengkammer des Steinbruchs Iohannisberg bei Witzenhausen 55 Pfund Gelatine-Dynamit gestohlen. Der Sprengstoff war erst vor einigen Tagen angeliefert worden und lagerte in einer Kammer, die durch zwei Türen gesichert war. Die äußere Tür haben die Diebe mit Nachschlüsseln, die zweite dagegen mit Gewalt, wahrscheinlich unter Benutzung einer Brechstange geöffnet. Die Landesschutzpolizei Kassel vermutet, daß der Sprengstoff von radikalen politischen Elementen von auswärts, die in Witzenhausen Helfershelfer hatten, entwendet worden ist.
Sparkasse um 300 000 RM geschädigt. Durch die satzungs- widrige Kreditgewährung ihres Rendanten ist die Sparkasse des Amtes K e p p e l um etwa 300 000 RM geschädigt worden, für die die kleinen Gemeinden des Amtes als Ge- währsträger mit ihrer Steuerkraft einzustehen haben. Der Rendant, der sofort seines Amtes enthoben worden ist, hat freiwillig auf seine Ansprüche auf Gehalt und Pension verzichtet. Die Kredite, die hauptsächlich an zwei Firmen gegeben worden sein sollen, werden als verloren betrachtet.
Selbstmord eines Bankiers. In Wien wurde der Bankier Philipp Reich in der mit Leuchtgas gefüllten Küche feiner Büroräume an der Wasserleitung hängend tot aufgefunden. Er hatte nachts Selbstmord begangen.
3m Tegeler Forst erhängt. Im Tegeler Forst bei Berlin wurde ein etwa 55 bis 60 Jahre alter Mann, dessen Personalien noch nicht festgestellt werden konnten, erhängt aufgefunden. Es liegt zweifellos Selbstmord vor.
Leichenfund im Grunewald. In der Nähe von Pauls- b o r n wurde im Grunewaldforst die Leiche der 64 Jahre alten Frau Hedwig Banach aus Steglitz aufgefunden. Die Leiche wies schwere Schnittwunden an beiden Schienbeinen und Verletzungen beider Pulsadern sowie Rißwunden rut-derHalsschlagader auf. Die Feststellungen der Berliner MordkMmMi^^tben ergeben, daß es sich hier aller Bestimmtheit nach um einen'^tbfhnorb-RfanbelLJEst^ den der Leiche wurden zwei Rasierklingen gefunden, mit denen sich die Frau die Schnitte beigebracht hat. Ueber das Motiv der Tat ist noch nichts bekannt.
Mädchenmord. Die 17jährige Anna Wolf, die bei einer Familie in Frankfurt (Oder) in Stellung war, wurde bei der Haltestelle Buschmühle an der Strecke Frankfurt (Oder)—Fürstenberg auf den Schienen vollkommen verstümmelt aufgefunden. Die Untersuchung ergab, daß das Mädchen erstochen und dann auf die Schienen gelegt worden ist. In der Wohnung des Mädchens fand man Abschiedsbriefe, die als- gefälscht erkannt wurden. Der Täter wollte also einen Selbstmord des Mädchens vortäuschen.
Stahlhelmer vor seinem Hause erschossen. In der Nacht klopften in dem Dorfe Niemerlang bei Kyritz mehrere Leute an das Haus des 23jährigen Stahlhelmmannes Willi Delf. Delf saß mit seinen Angehörigen im Wohnzimmer. Als er an die Tür ging und öffnete, krachten mehrere Schüsse, und Delf brach tot zusammen. Die Täter konnten noch nicht ermittelt werden.
Nieder Lebensmitteldiebslahl. Etwa 10 junge Burschen erschienen in einem Butter- und Lebensmittelgeschäft von Göbel in B e r l n und entwendeten von den Verkaufstischen Wurst- und Speckwaren. Es gelang ihnen, mit ihrer Beute unerkannt zu entkommen. „
D-Zug mit Steinen beworfen. Zwischen den Stationen Hirschgarten und Friedrichshagen bei Berlin wurde der D-Zug Berlin-Dirschau mit Steinen beworfen, wobei eine . Fensterscheibe des Speisewagens zertrümmert wurde. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur.
Bis zu 3000 RM Belohnung für Aufklärung von Bank- nokenfälschungen. Die Reichsbank hat für die Aufdeckung einer Falschmünzerwerkstatt, in der die falschen Reichsbanknoten über 100 RM der Ausgabe vom 11. Oktober 1924 hergestellt werden, von denen einzelne Stücke in Bremen und Umgebung angehalten worden sind, eine Belohnung bis zu 3000 RM ausgesetzt. Die falschen Noten sind an ihrer mangelhaften Ausführung leicht zu erkennen.
Frankfurter Sch l ach lviehmarkt vom 9.11. 1931. Der Auftrieb des heutigen Hauptmarktes bestand aus 1846 Rindern, darunter 371 Ochsen, 184 Bullen, 689 Kühen, 570 Färsen, ferner 569 Kälbern, 91 Schafen und 4805 Schweinen. Bezahlt wurde: Ochsen a 1 32—36, a 2 29—32, b 1 24—28,
Bullen a 26—30, b 22—25,
Kube a 25-27, b 21—24, c 16-20, Färsen a 33-35, b 29—32, c 24—28,
Kälber
Schafe a 1 29—33, b 34—38, 28-33, 27—30, 22—26, Schweine a 46—49, 45—49, 43—47, 40—47, 35—40, Rinder schleppend Ueberstand. Kälber schleppend. Schafe langsam, Schweine ruhig.
i Buö Stadt, Kreis und Provinz
Mitteilungen lokalen Interesses aus dem Kreisgebiet sind für diese Rubrik willkommen.
Kinderforgen!
Irgendwo ach der Bahn begegnet man einem etwa Mölfjährigen Knaben. Er hat einen Rucksack auf dem Rücken, und man glaubt zu hören, daß sich diesem Kinde von Zeit zu Zeit ein schwerer Seufzer entringt. Unter der Last seines Ranzens kann er eigentlich nicht stöhnen, denn er ist fast leer, ein paar Stullen mögen darinnen liegen und eine Flasche mit kaltem Kaffee. Man schaut interessiert nach diesem wehmütigen Knaben hinüber, bis man endlich folgendes gewahr wird: Aus feiner Hosentasche zieht er eine kleine Börse, und sorgfältig rechnend überprüft er ihren Inhalt. Ein paar Groschen kommen zum Vorschein, schließlich ein paar einzelne Pfennigstücke. Wieder entringt sich dem Knaben ein Seufzer. Und wenn man nun schon groß geworden ist und selbst Kinder hat, dann ist man bemüht, auch anderen Kindern irgendeine Sorge oder Lgst abzu- nehmen. Und als man mit ihm ins Gespräch kommt und nach der Ursache seines Stöhnens fragt, da erklärt er kurz heraus: „Kein Geld habe ich, und dabei machen mir heute einen Schulausflug!" Nach und nach erfährt man Details. Mutter hat nur 55 Pfennig aufgetrieben, und hin- und Rückfahrt kostet allein sechs Groschen. Nun ist es die Sorge des Jungen, ob er in diesen schlechten Zeiten irgendwo von seinen Kameraden oder vom Lehrer ein Fünfpfennigstück „gepumpt" bekommt. Man gibt i^nf 20 Pfennig, weil man nicht will, daß das Kinderhirn schon vorzeitig mit Geldsorgen belastet wird, das kommt später noch früh genug. Dann hat er die Fahrt zusammen und noch Geld für ein Glas Milch. Man zieht ein Resume: Nun ja, viel haben mir Kinder ia früher auch nicht gehabt, irdische Güter kannten wir wahrlich nicht, aber im vcolsau~^ub^"imm«r eine_ Sparbüchse, die bei besonderen Gelegenheiten mal geplündert werden konnte. Da bekam man 30 oder 40 Pfennig Taschengeld pro Woche, und die wurden gespart. Kinder erwerbsloser Eltern dürfen heute auf diese Summe nicht mehr reflektieren, denn vier Groschen sind ein Vermögen, fast ein Brot. Da müssen sich die Kleinen denn auch sorgen und manchmal ehrlich herumstiimpern, das muß anerkannt werden.
Verdoppelte Zahl der WohlfahrtserWerbslose«
Nach einer der letzten Meldungen der Bezirksfürsvrge-' verbände belief sich die Zahl der von den Arbeitsämtern anerkannten Wohlfahrtserwerbslos.en in Deutschland Ende September d. J. auf 1 299190'. oder — auf die Bevöl- kerungszahl umgerechnet — auf 20,82 auf 1000 Einwohner gegenüber 19,62 Ende des Vormonats August In welch ungeheurem Maße unter dem Druck der anhaltenden Arbeitslosigkeit die Flut der Wohlfahrtserwerbslofen, deren
finanzielle Lasten für zahlreiche Gemeinden untragbar geworden sind, namentlich in den letzten Monaten gestiegen ist, geht daraus hervor, daß Ende September 1930 in Deutschland 655 297 Wohlfahrtserwerbsloje oder 10,51 -auf. .. „ 1000 Einwohner vorhanden waren. Binnen Jahresfrist hat sich damit das Heer der Wohlfahrtserwerbslofen, die aus den Gemeindekassen unterstützt werden müssen, genau verdoppelt.
Wetterbericht. Trotz sich fortsetzenden Lustdruckfalles und der Entwicklung eines kräftigen Teilwirbels am Westausgang des Kanals kann angenommen werden. dqß Unser Gebiet nur von flachen Tiefausläufern überquert; wird. Es wird sich daher auch weiterhin zeitweise stärkere Trübung einstellen, doch bleibt die Niederschlagstätigkeit nur geringfügig. Die vorhandene breite Tiefdruckzone, die sich von Island über England und Frankreich nach Italien erstreckt, scheint sich zunächst wieder langsam aufzufllllen. — DorHersage für Montag: Meist dunstig und bewölkt und nur gelegentlich etwas aufheiternd, strichweise auch etwas Riedexschlag, Temperaturen nicht wesentlich geändert, östliche und südliche Winde. — Witterungsaussichten für Dienstag: Witterungscharakter nicht wesentlich geändert.
Die D. T. bekämpft die Erwerbslosigkeit. Ein Rufruf der Deutschen Turnerschaft zur Bekämpfung der großen Erwerbslosigkeit ist jetzt erschienen. Der Vorstand der D.T. wendet sich an alle Vereine und hat Richtlinien zur Hilfe für die Erwerbslosen, insbesondere für die in seinen Reihen stehenden herausgegeben. Die Vereine werden besonders auf den freiwilligen Rrbeitsdienst hingewie-
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Viel schneller'wird die Wäsche rein, weichst ‘Ha. sie erd /tzzZ Henke1 ein!
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Bitte, sehen Sie sich einmal eine gebrauchte Henko-Lösung nach dem Einweichen an. Sie wer-
den es nicht glauben wollen, IMFÄ
wie sehr sie der Wäsche schon Schmutz und Flecke
M"F Henko erspart Ihnen das mühevolle Vorwäschen
Nehmen Sie zum Einweichen nichts anderes als
das Einreiben und Bürsten.
zum Weichmachern des Wassers zum Einweichen derWäschC/?
Was sich seit 50 Jahren bewährt hat, muß gut sein!
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