Ski. 119
Gchlüchterner Zeitung
3. Blatt
Di« Lohnbewegung. |
Tarifkündigungen im Frankfurter Bezirk.
Frankfurt a. M., 2. Oktober.
Der Verband der Metallindustriellen hat zum 31. Oktober d. I. sämtliche Lohn- und Akkordverträge in der Metallindustrie gekündigt. Zugleich hat das Kartell der metallverarbeitenden handwerklichen Betriebe die Kündigung der Lohnverträge für die Elektromonteurs, Kunst- und Bauschlosser, Spengler und Installateure zum gleichen Termin ausgesprochen.
Der Arbeitgeberverband für den Groß. und Einzelhandel kündigte heule den Lohntarif für die Handelshilfsarbeiter zum 31. Oktober d. J. Dieselbe Maßnahme hat auch der Süddeutsche Arbeitgeberverband im Schwertransporl- gewerbe ergriffen.
Streikbewegung an der Nuhr
Das Streikbild auf den Schachtanlagen des Ruhrgebiets hat sich nicht wesentlich geändert. So fehlen auf Zeche Rad- bod in Hamm von 825 Mann 629, auf Zeche Sachsen von 780 Mann 536, auf Zeche Waltrop von 520 Mann 141. auf Zeche Prosper 1/2 von 1636 Mann 76, auf Zeche Friedrich Ernestine von 425 Mann 96, auf Zeche Vereinigte Wel- Heim von 725 Mann 252, auf Zeche Friedrich Thyssen 4/8 von 661 Mann 292, auf Zeche Friedrich Thyssen 2/5 von 1415 Mann 315, auf Zeche Neumühl 1/2 von 1122 Mann 134, auf Zeche Friedrich Heinrich von 1780 Mann 634, bei der Niederrheinischen Bergwerksgesellschaft von 686 Mann 537.
Bei einzelnen Schachtanlagen, die im Streik standen, sind die Belegschaften fast völlig oder doch zum größten Teil wieder eingefahren, während auf einigen Zechen infolge kommunistischer Propaganda der Streik neu ausbrach.
Die Versuche der Kommunisten im Wurmrevier Streik zu entfachen, sind ergebnislos geblieben. Auf sämtlichen Zechen des Eschweiler Bergwerksvereins sind 20 bis 25 Mann wegen Streik oder Aufforderung zum Streik fristlos atlassen worden.
Kündigungen des Gehaltstarifs in Breslau.
Wie der Deutschnationale Handlungsgehilfenverband mitteilt, hat die Vereinigung der Breslauer Arbeitgeberverbände den am Tarifvertrag beteiligten Angestellten-Orga- nisationen zum 31. Oktober die Tarifmindestgehälter gekündigt, um die Gehaltssätze in der Höhe festzulegen, wie sie bis zum 31. Januar 1927 in Gültigkeit waren. 22 000 Breslauer Angestellte werden von dieser Kündigung betroffen.
Lohntarifkündigungen in Schlesien.
Der Verband der Arbeitgeber der Hüttenindustrie in Schlesien hat den Lohntarif der Eisenhütten gekündigt. Die Eintracht-Hütte»hat 200 Arbeiter entlassen, und die Huber- tus-Hütte soll demnächst ganz stillgelegt werden.
Entlassungen in der niederschlesischen Eisenindustrie.
Der Eisenhüttenverband Niederschlesien hat die Kündi- ; gung des Lohntarifs zum 31. Oktober ausgesprochen. Von dieser Kündigung werden etwa 4000 Arbeiter betroffen. Ferner wurden die geltenden Manteltarifoerträge zum 31. Dezember d. I. vom Verband schlesischer Metallindustrieller Gruppe Breslau, Neiße und Ratibor, gekündigt.
Angestellte der Bismarckhütte gekündigt.
Sämtliche Angestellte der Bismarckhütte haben Kündigungsschreiben erhalten. Ein Teil der Angestellten soll gänzlich entlassen werden, während der andere Teil nach neuen Bedingungen wieder eingestellt werden soll. Auch sämtlichen Angestellten der Laurahütte ist gekündigt worden. Die Lage der Hüttenindustrie in Ostoberschlesien ist durch den Sturz des englischen Pfundes sehr kritisch geworden, da alle Rußlandaufträge auf Pfundbasis abgeschlossen wurden. Lohnherabsetzung in Waldenburg.
Die Waldenburger Bergbau-Unternehmen, die Nieder- schlesische Bergbau A. G. und die Fürstlich Pleßsche Bergwerksgesellschaft, haben den gesamten Lohntarif mit dem Ziel der Lohnherabsetzung gekündigt.
Russische Kavallerie in ^hina.
Zwei Regierungen in der Mandschurei.
London, 2. Oktober.
Russische Kavalleriepatrouillen und Panzerwagen sind in der chinesischen Grenzstadt Mantschuli erschienen. Auf chinesischen Protest hat der russische Konsul erwidert, die Patrouillen hätten lediglich nach Weißgardisten gesucht, die die Sowjetgrenze überschreiten wollten. Man glaubt aber, daß der eigentliche Zweck der Aktion war, bei den Chinesen »Eindruck" zu machen.
In der Mandschurei suchen jetzt zwei einander feindliche Regierungen an die Macht zu kommen. Die Anhänger des bisherigen Gouverneurs der Mandschurei, Marschalls Tschanhsueliang, haben Tschintschaufu (ungefähr 160 Kilometer südlich von Mukden) zur Hauptstadt erklärt. Dorthin hatte sich nach Ausbruch der Unruhen eine Anzahl Beamter des alten Regimes geflüchtet. Die Segenregierung befindet sich in Kirin, ungefähr 400 Kilometer nordöstlich von Mukden. Die Kirin-Regierung hat in einer vorläufigen Erklärung die Anschuldigung erhoben, daß die bisherige Regierung seif Beginn der Herrschaft des einem Attentat zum Opfer gefallenen Marschalls Tschangtsolin bis zur Absetzung seines Sohnes Tschanghsueliang Gelder im Betrage von drei Milliarden aus der Mandschurei herausgepreßt habe. Der Ausbruch offener Feindseligkeiten zwischen beiden Regierungen wird dadurch verhindert, daß zwischen ihnen in der sogenannter^.geschützten Zone die Japaner stehen.
Die ganze Mandschurei in Aufruhr.
Alle drei Provinzen der Mandschurei befinden sich jehl im Ausstand gegen Tschangshuehliangs Regierung.
In Tsitsikan haben die Notabeln nach dem Vorbild von Kirin eine provisorische Regierung für Heilungkiang gebildet. In Charbin hat der vormalige Bürgermeister einen Ausschuß zur Erhaltung des Friedens eingesetzt, der die Stadtverwaltung übernahm.
Neuer Zusammenstoß.
Bei Kaiynan in der Nähe von Mukden kam es in den frühen Morgenstunden zwischen einer japanischen Truppen- abteilung und ungefähr 3000 chinesischen Soldaten zu einem Kampf. Die Chinesen wurden zurückgeschlagen. Die japanischen Truppen hatten drei Tote und viele Verwundete.
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Man wird eine objektive Berichterstattung über diese Vorgänge abwarten müssen, ehe man zu ihnen Stellung nehmen kann, denn zweifellos besteht auf japanischer Seite ein Interesse, innerchinesische Schwierigkeiten nach außen hin zu übertreiben, nachdem die Anteilnahme der übrigen Mächte an den Vorgängen im Fernen Osten sich so lebhaft bekundet hat. Auch der Wechsel in der Leitung des chinesischen Außenministeriums findet allgemein Beachtung. Der neue Außenminister Dr. Sze ist als bisheriger Gesandter in London und Vertreter seiner Regierung beim Völkerbund eine in den Kreisen der weltlichen Politik bekannte und als überaus befähigter Diplomat anerkannte Persönlichkeit und kann sich in der Führung des ihm anvertrauten schweren Amtes auf gute Beziehungen und auf das Vertrauen der internationalen Diplomatie stützen. Das ist für China in dem Augenblick, wo der bisherige Außenminister Wang durch das gegen ihn verübte Attentat gerade in einer besonders kritischen Situation ausgeschaltet wurde, oon besonderer Bedeutung, und auch der Umstand, daß Dr. Sze bereits in Genf mit den japanischen Delegierten über die akuten Streitfragen in direkten Meinungsaustausch treten konnte, und daß diese Verhandlungen von denselben Persönlichkeiten auf der Grundlage der Entschließung des Völkerbundes weitergeführt werden sönnen, berechtigt zu der Hoffnung, daß der chinesisch-japanische Konflikt in befriedigender Weise ausgeglichen wird.
Amerikareise Lavals am 12. Oktober?
Tardieu stellvertretender Ministerpräsident.
Paris, 2. Oktober.
Es wird damit gerechnet, daß sich Laval zu seiner Amerika-Reise zwischen dem 12. und 14. Oktober an Bord eines französischen Passagierdampfers einschiffen wird. Während seiner Abwesenheit wird er durch den ehemaligen Ministerpräsidenten und jetzigen Landwirtschastsminister Tardieu vertreten.
Die Tatsache, daß Tardieu und nicht der älteste Ressortminister den Ministerpräsidenten vertritt, ist besonders bemerkenswert. Tardieu gilt in Frankreich nach wie vor als der kommende Mann, und die Uebernahme des immerhin weniger exponierten Landwirtschaftsministeriums ist nicht willkürlich erfolgt, sondern hatte zum Zweck, die Opposition zu beruhigen und dem Kabinett Laval eine festere Grundlage zu geben. Wenn heute die Opposition von einem Ka- biNLt.t Laval-Tardieu spricht, so trifft dies insofern zu, als der ehemalige Ministerpräsident der treueste Berater seines früheren Arbe^tsministers ist und dieser den Ratschlägen seines Landwirtschaftsministers weitgehend Gehör schenkt. B«i Antritt der Berliner Reise der französischen Minister war es auch Tardieu, der bis zur Abfahrt des Zuges mit Laval verhandelte.
„Nur kein Optimismus".
Eine Kundgebung der radikalsozialistischen Partei — sie ist die größte Kammerfraktion mit 121 Mitgliedern — wird veröffentlicht, in der die Partei sich gegen die von der Regierung verbreitete optimistische Stimmungsmache wendet. In der Kundgebung heißt es u. a.: man verweise immer wieder auf die Goldzufuhr nach Frankreich, ohne dabei daran zu denken, daß die ungeheuren Werte auch Frankreich nicht vor der Arbeitslosigkeit und dem Bankkrach bewahren würden. Wenn die Regierung die Arbeitsfähigkeit und Geschicktheit als die hauptsächlichsten Charaktereigenschaften des französischen Volkes in den Vordergrund schiebe, so vergesse sie auf der anderen Seite, daß der Fehlbetrag der Außenhandelsbilanz von drei Milliarden Franken im Jahre 1929 auf 15 Milliarden im Jahre 1931 gestiegen sei. Der Schutz, den man der Landwirtschaft habe angedeihen lassen, habe sich als unwirksam erwiesen.
Es stehe fest, daß, wenn die Politik der Illusionen fortgesetzt werde, die Lage Frankreichs in kürzester Zeit geradezu einen tragischen Charakter annehmen werde. Der radikalsozialistischen Partei falle die Aufgabe zu, die Lotung des republikanischen Kampfes in die Hand zu nehmen. um die Aufsicht über das Wirtschaftsleben des Landes und die Organisierung eines dauerhaften Friedens zwischen den Völkern zu sichern.
„Nautilus" wird versenkt.
Bergen, 1. Oktober.
Der Polarforscher Sir Herbert Dilkins ist vom amerikanischen Schiffahrlsamt ermächtigt worden, das Unterseeboot „Nautilus" zu versenken. Der amerikanische Konsul in Bergen wird wahrscheinlich offizieller Zeuge sein, wenn das „berühmte" Fahrzeug an einer tiefen Stelle der norwegischen Küste in den Fluten verschwindet.
Wilkins bleibt optimistisch.
Sir Herbert Wilkins ist nach seiner mißglückten Fahrt im U-Boot „Nautilus" zum Nordpol wieder in England eingetroffen. Er sprach sich nichtsdestoweniger optimistisch über einen neuen Versuch aus. Er behauptete, daß der Versuch, unter dem Packeis den Pol zu erreichen, mit einem anderen, ganz einfach gebauten Spezial-U-Boot alle Aussichten auf Erfolg habe und wichtige wissenschaftliche Ergebnisse zeitigen würde. Die Ergebnisse seiner „Nautilus-Expedition rechtfertigten jedes Risiko sowie auch die Ausgaben für ein solches Unternehmen.
Zugunglück in Dortmund.
Acht verletzte.
Dortmund, 2. Oktober. Auf dem Güterbahnhof Lütgen- dortmund entgleiste infolge Schienenbruchs ein Güterzug. Die Lokomotive stürzte um und mit ihr vier Güterwagen.
Bei dem Unglück wurden vier Personen schwer und vier leicht verletzt. Unter ihnen befindet sich der schwerverletzte Zugführer und der Zugschaffn: , der leicht verletzt wurde.
Die kommunalen Sparmaßnahmen.
Der Reichskanzler empfing im Beisein des Reichsarbeits- ministers den Präsidenten des Deutschen Landgemeinde- tages, Dr. Gereke, des Deutschen Landkreistages, Dr. von Stempel und den Djzepräsidenteen des Reichsstädtebundes Dr. voigt zu einer Besprechung über die Maßnahmen zugunsten der kreisangehörigen Städte, Landgemeinden und Landkreise angesichts ihrer katastrophalen Finanzlage.
(Es wurde übereinstimmend betont, da^ die bisher verordneten Sparmaßnahmen infolge der zahlreichen zwangsläufigen Rommunalaufgaben bei den kreisangehörigen Gemeinden und Landkreisen nicht die gleiche Auswirkung haben können wie bei den Großstädten. Der bei der ländlichen Selbstverwaltung bereits in den vergangenen Jahren außerordentlich eingeengte finanzielle Betätigungsraum kann eine weitere Schrumpfung nicht mehr vertragen, weil schon jetzt durch die lvohlfahrtserwerbslosenlasten jede andere kommunale Betätigungsmöglichkeit ausgehört hat. Sowohl in Landkreisen, wie in den kreisangehörigen Gemeinden, die bisher schon anerkannt sparsam gewirtschaftet haben, gibt es wesentliches nicht mehr zu sparen.
Eingehend wurde dem Reichskanzler die durch die lvohl- fahrtserwerbslosigkeit verursachte finanzielle Kollage dargelegt und die Bitte ausgesprochen, daß die Reichsregrerung dafür Sorge tragen möchte, alsbald durch Bereitstellung von finanziellen Mitteln zahlreiche Gemeinden und Ge- meindeverbände vor dem zweifellos kurz bevorstehenden finanziellen Zusammenbruch zu bewahren.
Der Reichskanzler sagte eingehende Prüfung der vorge- trpgenen Gesichtspunkte zu und erklärte weiterhin die Bereitwilligkeit des Reichs, nach Möglichkeit finanzielle Hilfe zu gewähren.
Unser täglich Brot.
360 000 Eisenbahner würden einen Prozeß führen...
Berlin, 1. Oktober.
Die Kündigung der Lohntarife für die Reichsarbeiter sowie die Arbeiter im Reichspost- und Reichseisenbahndienst hat Proteste der beteiligten Gewerkschaften hervorgerufen, die insbesondere, soweit die 360 000 Reichsbahn-Arbeiter in Frage kommen, nach Ansicht der Gewerkschaften zu einem Rechtsstreit gegen das Reich führen könnten.
So haben die Christlichen Gewerkschaften, vertreten durch die Gewerkschaft Deutscher Eisenbahner, in längeren Eingaben an den Reichskanzler und den Reichsarbeitsminister den Nachweis zu führen versucht, daß die geplante Kürzung der Löhne der Eisenbahner einen Einbruch in einen bestehenden Tarifvertrag darstelle. Eingriffe in bestehende Tarifverträge sollten aber nach dem Sinn und Wortlaut der Notverordnung nicht statthaft sein. Der Lohntarif für die Eisenbahnarbeiter laufe an sich mit dem 31. Oktober ab und sei zu diesem Termin von der Reichsbahn-Haupwerwpltung ' fristgemäß gekündigt worden. Indessen sehe die Notverordnung bzw. die vom Reichsfinanzminister erlassene Aenderung der Durchführungsbestimmungen vor, daß die geplante Lohnkürzung von 4,5 Prozent unter Einschluß des Kindergeldes erfolgen solle. Dieses Kindergeld sei jedoch gerade für die Eisenbahner durch den bestehenden Tarifvertrag besonders geschützt, bis zum 31. Dezember 1932.
Die neuerdings vom Reichsfinanzminister vertretene Auffassung, daß eine „Lohnkürzung unter Einschluß des Kindergeldes" dennoch keinen Eingriff in bestehende Tarifverträge darstelle, werde, wenn sie aufrechterhallen werden sollte, Veranlassung zu einem Prozeß gegen das Reich geben. Die Gewerkschaften würden Anfang Oktober noch einmal mit der Reichsbahn-hauptverwaltung über diese Dinge verhandeln.
Der Lahusen-Konkurs.
Bremen, 1. Oktober.
Die Gläubigerversammlung im Konkursverfahren G. Carl Lahusen sowie die Gläubigeroersammlung im Konkursverfahren über das Vermögen von Heinz Lahusen verlief ohne besondere Ereignisse. Die Eröffnungsbilanz per 28. 8. 31 weist Aktiven von rund 530 000 RM und Passiven von 237 000 RM aus. Der Bericht des Konkursverwalters stellt jedoch ausdrücklich fest, daß es sich bei diesen Summen um keine endgültigen handelt. Gegenstände, bei denen Ab- sonderungsrechte bestehen, sind nicht berücksichtigt. Es sind dies die beiden Rittergüter und ein paar Grundstücke in Bremen. Ebenso sind auf der anderen Seite die absonde- rungsberechtigten Gläubiger, soweit sie einen Ausfall erleiden, nicht aufgeführt. Die 237 000 RM Passiven setzen sich aus reinen Konkursgläubigern zusammen.
Die Schadenerfatzforderung des Konkursverwalters der Rordwolle gegen Heinz Lahusen, die sich für beide Brüder nach den bisherigen Verlautbarungen auf 50 Millionen RM stellt, ist noch nicht berücksichtigt. Diese Tatsache beweist schon, wie unübersichtlich die Verhältnisse liegen, so daß es vollkommen unmöglich ist, stch über die Höhe einer Konkurs- quot^u unterhalten.
Anschlag auf den Schnellzug Galah—Braila. Ein An- schlag wurde auf den Schnellzug Galatz-Braila verübt. Unbekannte Täter hatten eine Schwelle quer über das Gleis gelegt. Ein Unglück konnte verhütet werden. Man vermutet einen Terrorakt.
Schweres Bootsunglück in Estland. Mit sieben Insassen lief bei Baltischport ein Motorboot auf ein Riff und ging unter. Fünf Personen ertranken.
Postflugzeug abgestürzt. Ueber L a s b e i a (Belutschi- stan) fing ein französisches Flugzeug, das von Karatschi in Richtung Paris abgeflogen war, Feuer und stürzte ab. Der Führer und ein Mechaniker wurden schwer verletzt.
Schweres Erdbeben in Belutschistan und Aegypten. Ein starkes Erdbeben wurde in 2 uetta (Belutschistan) wahrgenommen, das 30 Sekunden dauerte. Die Häuser bebten, und die Bevölkerung wurde von panischem Schrecken ergriffen. — Auch in Kairo (Aegypten) ist ein kurzer, aber heftiger Erdstoß verspürt worden.