Die Katastrophe in Ltfa.
Der Absturz des Flugzeuges „Bindestrich".
Moskau, 16. September.
Am Ort der Katastrophe, wo das Flugzeug abgestürzt ist, ist die Grasnarbe in einer Fläche von 100 Metern Länge und 30 Metern Breite völlig verbrannt. Dort liegen die zertrümmerten Teile des Flugzeugs, hier Stücke des in der Lust explodierten Tanks und 100 Meter weiter das, was vom Rumpf und Motor des Flugzeuges noch übrigblieb. Das ganze Gelände ist abgesperrt worden, um die Arbeit der vom französischen Lustfahrtministerium nach Rußland entsandten technischen Kommission zu erleichtern.
Die Leichen der beiden verunglückten Flieger sind nach Moskau transportiert worden, von wo sie nach Frankreich i überführt werden. Die Wertgegenstände der beiden hat der Flieger Dorel, der sich retten konnte, in Verwahrung genommen. *
1200 Todesopfer der S^e,
London, 15. September.
Nach den neuesten Schätzungen haben bei der Sturm- katastrophe in Britisch honduras 1200 Menschen ihr Leben eingebüßt.
Eingeborene fliehen in den Urwald.
Belize (Britisch-Honduras), 16. September.
Auf großen Scheiterhaufen werden die Opfer der Sturm- katastrophe eingeäschert. Dichte Rauchwolken ziehen von diesen über einen Teil der Stadt hin und hüllen ihn in Finsternis. Von den Kloaken, in denen ungeheure Mengen von toten Fischen faulen, die bei der Sturmflut an Land geworfen wurden, steigt ein widriger Brodem auf, der das Atmen zur Qual macht.
Aus Angst vor dem Ausbruch einer Pestepidemie fliehen zahlreiche Eingeborene in den Urwald, indem sie mit kleinen Booten, auf denen in aller Eile Dirtfchastsgegenstände und einige Lebensmittel verstaut wurden, flußaufwärts fahren.
Die Sonne strahlt sengend auf die Verletzten herab, die in Reihen in Gebäuden ohne Dach liegen, und vermehrt ihre Leiden. Amerikanische Seeleute und Marinefüsiliere lösten die vollkommen erschöpften Wachen in Belize ab und haben jetzt die Sorge für die Aufrechterhaltung der Ordnung übernommen. Dauernd treffen Hilfstransporte ein.
Raubüberfall auf eine chinesische Stadt. Die chinesische Ltadi S u i n i n g k u in Nord-Kiangsu wurde von einer Schar Räuber überfallen. Nach völliger Ausplünderung der Einwohner griffen sie die Schule an, nahmen ungefähr hundert Schulknaben und ihre Lehrer gefangen und entführten sie in die Berge, wo sie sie gefangen Hallen, um Lösegeld zu erlangen.
. Schweres Autounglück. In der Nähe der Gemeinde E i k e l o h kam ein Kraftwagen aus Herzfeld ins Schleudern, als er einen anderen Wagen überholen wollte, und fuhr gegen einen Baum. Von den fünf Insassen erlitten drei schwere Verletzungen, während die übrigen Personen leicht verletzt wurden. Die Schwerverletzten wurden in das SrtDitter Krankenhaus gebracht, wo der Chauffeur, dem das Steuerrad die Brust gequetscht hatte, gestorben ist.
Festnahme eines ungetreuen Gerichtsvollziehers. Wegen Unterschlagung amtlicher Gelder in Höhe von 1500 RM wurde der beim Bottroper Amtsgericht beschäftigte Gerichtsvollzieher Küppers verhaftet und ins Amtsgerichts- gefängnis eingeliefert.
Die vom „Rauhen ®run&\
Roman von Paul Grabein.
Romandienst DIGO Berlin W. 30.
11) (Fortsetzung.)
„Ja, Vater —" und sie sah ihn sehr ernst an —, „es wäre freilich besser gewesen, du hättest es nicht getan. Nun bin ich für diese Welt hier verdorben — und jene andere bleibt mir verschlossen."
Es war etwas in ihrem Ton, das fiel dem Hannes Reusch seltsam aufs Herz. Fast wie eine Anklage. Und hatte ihm nicht auch die alte, blinde Frcku da draußen schon manchmal ganz dasselbe gesagt? Da verstummte er für ein Weilchen. Jedoch kam ihm wieder der Trotz.
„Man hat doch nur dein Bestes gewollt. Und wer hat denn das voraussehen können? — Aber es ist ja auch alles Unsinn. Nur an dir liegt's, an deinem verdammten Starrsinn und Dünkel!"
( Wütend stieß er mit dem Fuß nach einem Stuhl, der Am im Wege stand, daß er polternd umschlug, und lief Dann mit stampfenden Tritten im Zimmer aus und ab.
Wieder einmal empfand sie es mit einer Klarheit, die sie aber weder erschreckte, noch etwa mit Trauer erfüllte. Das war ja alles nur zu natürlich. Die Alten und die Jungen — Rückstand und Fortschritt — .zwei Wellen, die sich nicht verstehen konnten, zwei un- kvereinbare Gegensätze.
f Ihre Brauen zogen sich zusammen, wie sie zu Hannes Reusch hinsah. Der über mäßigte jetzt seine Ähritte, jund in seine Züge trat ein veränderter Ausdruck, ein -Grübeln und Schwanken. Es entging ihr nicht. Da -ÄW sie leise auf ihn zu. .—• imct-^——
„Vater!" Ein kosendes Anschmiegen war in ihrer Stimme. „Willst du denn nie mit dir reden lassen? Du meinst es doch gut mit uns, Vater — nicht?"
Ihre Arme legten sich ihm um den Nacken, und die dunkeln, schönen Augen bettelten stumm. So hatte sie es als Kind immer getan, und nie hatte er ihr etwas abgeschlagen. Auch jetzt wurde dem Hannes Reusch dabei weich.
„Dumme Frage!" polterte er, aber nur mühsam behielt er den rauhen Ton bei. „Natürlich mein' ich's gut mit euch."
f Dc preßte sie sich noch dichter an ihn.
„Wenn du es wirklich "gut mit uns meinst, mit dem fHermann und mir, wenn du uns glücklich machen willst so zieh' doch mit uns in die Stadt! Du kannst dir 'doch auch wahrhaftig Ruhe gönnen auf deine alten ^Tage, Vater, hast ja genug vor dich gebracht, und 'wenn du dann noch hier den „Hirschen" gut verkaufst --" „Verkaufen?"
So heftig stieß Hannes Reusch die Tochter von sich, daß sie fast taumelte. Aber er achtete es nicht. Zorn- ,rot glühte ihm die Stirn. .Hier das Haus verkaufen,
Störst und Handel.
Berlin, den 15. September 1931.
Effektenmarkt. Die scharfe Abwärtsbewegung, die der gestrigen Börse ihren Stempel aufgedrückt hatte, setzte sich heute nicht fort. Es war zwar wieder etwas Ware da, der aber in Reaktion verschiedentlich auch Deckungsneigung ge- aenüberftand. Die Stimmung war beruhigter, und die Tendenz konnte, obwohl immer noch verschiedene Papiere mit — Zeichen erschienen, als gehalten bezeichnet werden. Bei einigen Papieren wie Reichsbank, Hansa, Holzmann, Nordsee und Svenska betrugen die Rückgänge aber doch 3 bis 6 Prozent. Auch Phönix eröffneten mit 19 nach 21 Prozent ausgesprochen schwach, ebenso lagen Harpener unter Druck, obwohl angeblich das Rheinland für Montanpapiere stärkeres Interesse zeigte. J. G. Farben eröffneten etwa behauptet, Salzdetfurth und Siemens sogar etwas fester. Am Pfandbriefmarkt war dagegen das Bild auch heute recht mwrfreulich, für Eoldpfandbriefe, Industrieobligationen und wtadtanleihen gab es fast nur Verkäufer. Tagesgeld 9 bis 10 Prozent, Reichsbankdiskont 8 Prozent.
Devisenmarkt. Buenos und Brüssel schwach.
Dollar: 4,209 (Geld), 4,217 (Brief), engl. Pfund: 20,459 20,499. Holl. Gulden: 169,88 170,22, Belga (Belgien): 58,54 58,66, ital. Lira: 22,03 22,0 7, dän. Krone: 112,54 112,76, norw. Krone: 112,51 112,73, frans. Franken: 16,50 16,54, tschech. Krone: 12,47 12,49, schweiz. Franken: 82,09 82,25, span. Peseta: 37,71 37,79, schwed. Krone: 112,62 112,84, österr. Schilling: 59,18 59,30.
Produklenmarkt. Nach stetigem, eher aber etwas schwächerem Vormittagsverkehr, machte sich für Roggen bei weiterhin sehr knappem Angebot und ziemlich reger Nachfrage eine weitere B e f e st i g u n g um 3 Mark geltend, während Weizen, der in geringen Qualitäten reichlicher offeriert ist, leicht im Preise nachgab. Weizenmehl hat nach wie vor schleppendes Geschäft, Roggenmehl wird dagegen bei 25 Pfg. höheren Preisen lebhafter umgesetzt. Hafer ist hauptsächlich in abfallenden Sorten angeboten, die Preise neigen zur Schwäche. Gerste ruhig.
Warenmarkt.
Mittagsbörse. (Amtlich.) Getreide und Oelsaaten per 1000 Kilo, sonst per 100 Kilo in Reichsmark ab Station: Weizen Mark. 216-218 (am 14. 9.: 218-220). Roggen Mark. 183—185 (180—182). Futter- und Industriegerste 150—158 (150-158). Hafer Mark. 133—142 (134-143). Weizenmehl 26,50—32,50 (26,75—32,75). Roggenmehl 25,20—27,90 (24,90—27,40). Weizenkleie 11,25—11,50 (11,40—11,70). Roggenkleie 9,25-9,50 (9,40—9,70). Viktoriaerbsen 21—28 (21—28). Leinkuchen 13,50—13,70 (13,60-13,80). Trockenschnitzel 6,70-6,80 (6,70—6,80) Sojaschrot 11,80—12,40 (11,90-12,40).
Heu^ und Stroh.
(Amtlich.)) Erzeugerpreise für 50 Kilo ab märkischer Station frei Waggon für den Berliner Markt in Reichsmark: Drahtgepreßtes Roggenstroh 0,60—0,75, desgl. Weizenstroh 0,40—0,55, desgl. Haferstroh 0,50—0,60, desgl. Gerstenstroh 0,50—0,60, gebundenes Roaoenlanastrob 0,55—0,75, bind-
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wo ich zeit meines Lebens gesessen? Nein, nie! Eher —" Drohend schüttelte er die Faust zu dem Mädchen hin, das dastand, ohne sich zu rühren, die Lippen fest aufeinandergepreßt. Der Anblick reizte ihn aber nur noch mehr. „Ja, setz' nur dein hochnäsiges Gesicht auf! Es hilft dir alles nichts. Hier, in dieser Stunde sag' ich dir's: Nicht daran zu denken ist's! Solange der Hannes Rersch lebt, bleibt's hier, wie's ist! Bin ich nicht mehr, habt ihr mich mal rausgetragen auf dem Schrägen — dann macht meinethalben, was ihr wollt. Schlachtet die Henne, die euch die goldenen Eier gelegt und deren ihr euch nun schämt. Aber na — einstweilen ist's ja noch nicht so weit. Und ich denke euch den Gefallen oua- noch lange nicht zu tun. — So, da hast du meine Antwort!"
Damit riß Reusch die Tür auf und warf sie krachend hinter sich zu.
Marga blieb unbeweglich stehen. Nur um ihre Mundwinkel ging es für einen Augenblick wie ein Aufzucken. Aber gleich wurden die Linien wieder hart. Bloß keine । Sentimentalität! Gefiel sich der Vater im Volksstückton, ! sie tat nicht mit. Und sie ging mit entschlossenen I Bewegungen zu ihrem Sessel am Fenster. Dort ließ sie ' sich nieder: die Arme fest verschränkt, die Knie überein- i einanderoeschlaacn.
So blickte sie eine Weile starr vor sich hin, ganz W-derstand. Aber allmählich ward ihre Miene nach- denklich. Der Anlaß zu diesem ganzen Austritt kam ■ ihr wieder in Erinnerung — Steinsiefens versteckte Werbung. Und unwillkürlich stellte sich ihr der Gedanke ein: Was es eigentlich klug gewesen, ihn so schroff zu verabschieden?
Wenn ihr dies Leben >.n doch einmal unerträglich wurde und sich keine andere Möglichkeit bot — das war doch immerhin ein Ausweg! Der einzige, allenfalls noch gangbare, der sie aus dieser Misere, dieser grauenhaften Abhängigkeit herausrettete. Nahm sie Stein- sicfens Werbung an, so war sie frei von der väterlichen Gewalt, ihr eigener Herr — dann galt ihr Wille! Denn Steinsiefen war Wachs in ihrer Hand; ein ergebener Sklave, den es obenein noch glücklich machte, ihr dienen zu dürfen.
Freilich, das war auch alles, Einen Mr^a durfte sie nicht erwarten in ihm zu finden. Aber wog das schließlich so schwer? Lohnte es sich, deswegen vielleicht seine letzten, Chancen aus der Hand zu geben? Sie war vierundzwanzig jetzt — worauf wartete sie da eigentlich noch? Auf das große Wunder etwa? Hier in diesem Bauernnest!
Ein kalter Zug grub sich fhr einen Moment um die feinen Lippen. Und dann kamen ihr wieder jene Gedanken: Steinsiefen war doch immerhin — äußerlich | gesehen — eine annehmbare Erscheinung. Was noch | fehlte, würde er sich schon ancignen unter ihrer Hand.
fadengepreßtes Roggenstroh 0,40—0,55, desgl. Weizenstroh 0,35-0,45, Häcksel 1,25-1,35, handelsübliches Heu, gesund
und trocken 1,25-1,55, gutes Heu, erster Schnitt 1,70
bis 2,20, Luzerne, lose 2,20—2,50, Thhnwtcc, lose 2,30
bis 2,60, Klecheu, lose 2,15—2,45, drahtgepreßtes Heu
30 Pfennig über Notiz .— Tendenz: Stetig.
Schlachtviehmarkt.
(Amtlich.) Auftrieb: 1519 Rinder (darunter
36!)Och-
sen, 454 Bullen, 696 Kühe und Färsen), 2375
Kälber,
4681 Schafe, — stiegen, 14119 Schweine, — Auslands-
schweine. — Preise für 1 Zentner
Lebendgewicht in
Reichsmark.
Ochsen:
15. 9.
11. 9.
1. vollst., ausgem. höchsten Schlachtwerts
jüngere
—
40—43:
ältere
—
—
2. sonstige vollfleischige jüngere
38-41
38—40>
ältere
—
—
3. fleischige
34-37
34-36
4. gering genährte
30—35
28-33
Bulle»:
1. jüngere, vollst., höchsten Schlachtwerts
37—40
38—40
2. sonstige vollst, oder ausgemästete
35-37
35—37
3. fleischige
32-34
32—34
4. gering genährte
28-31
29-31
Kühe:
1. jüngere, vollfl., höchsten Schlachtwerts
30-33
30-34
2. sonstige vollfl. oder ausgeinästete
23—28
24-28
3. fleischige
19—22
20-23
4. gering genährte
14-17
15-18
Färsen (Kalbinne»):
1. jüngere, vollst., höchsten Schlachtwerts
37—40
38-40
2. vollfleischige
32-37
33-38
3. fleischige
26—30
28-30
Fresser:
1. mäßig genährtes Jungvieh
24-30
23-30
Kälber:
1. Doppellender bester Mast
—
—
2. beste Mast- und Saugkälber
45-55
45-54
3. mittlere Mast- und Saugkälber
42—52
42-52 .
4. geringe Kälber
30-40
30-40.
Schafe:
1. Mastlämmer und jüngere Masthammel
Weidemast
41-43
40—42 .
Stallmast
48-50
47—50
2. mittl. Mastlämmer, ältere Masthammel
43—46
42—45 ■
3. gut genährte Schafe
35—36
34—36
4. fleischiges Schafvieh
36-42
3fv— 40
5. gering genährtes Schafvieh
20-30
20—33;
Schweine:
1. Fettschweine über 300 Pfund
—
_ \
2. vollfleischige von 240—300 Pfund
56-58
57-58
3. Vollfleischige von 200—240 Pfund
55—56
56—57
4. Vollfleischige von 160—200 Pfund
52—54
53—55
5. fleischige von 120—160 Pfund
48—50
48-51
6. fleischige unter 120 Pfund
—
—
7. Sauen
49-50
50—52
Die Preise sind Marktpreise für nüchtern gewogene Tiere und schließen sämtliche Spesen des Handels ab Stall für Fracht, Markt- und Verkaufskosten, Umsatzsteuer sowie den natürlichen Gewichtsverlust ein, müssen sich also wesentlich über die Stallpreise erheben.
Seine Verhältnisse waren gut. Er verdiente ein hüb^ sches Stück Geld und hielt es nicht ängstlich zusammen, hatte Sinn nicht bloß fürs Erwerben, sondern auch fürs Genießen, für Reisen, für das großstädtische Treiben. Er würde sich ein Veranüaen daraus machen, sie mitzunehmen und zu zeigen dort draußen in der großen Welt, voller Stolz und Eitelkeit. Also — weshalb sträubte sie sich eigentlich so gegen diesen Ausweg? War es am Ende wirklich nicht sehr unklug von ihr?
Ja — vielleicht, wahrscheinlich sogar, und dennoch! Da war noch etwas anderes in ihr, das lehnte sich auf gegen all diese kühl berechnende Vernunft. Und Marga wußte selbst nicht: Kam das aus der Region ihres Stolzes, ihres Ehrgeizes, der sich von frühester Jugend an ein höheres Ziel gesetzt.
Das schöne Antlitz tief gesenkt, sann Marga vor sich hin; aber sie kam zu keiner Klarheit.
Im Haus und auf dem Hof trieb indessen ihr Vater sein Wesen. Er ließ noch anspannen, trotz der späten Stunde, um nach der Stadt zu fahren, wo der Sohn bereits seit dem Nachmittag meiste. Hannes Reusch wollte seinen Aerger dort vergessen bei einer guten Flasche und im Kreise seiner Freunde. Daß er die ganze Weiberwirtschaft hier mal gründlich quitt wurde!
Als der Wagen fort war, wurde es endlich still im Haüse. Marga Reusch erhob sich und trat ans offene Fenster. Gedankenvoll sah sie in das abendliche Dunkel hinaus.
Ein leises Tasten an ihrer Zimmertür ließ sie dann aufhorchen. Sie kannte den Laut. So ging die alte, blinde Frau durchs Haus. Wollte sie etwa zu ihr?
Es war so. Nun trat die Blinde ein. Ungewiß hob sie den Kopf.
„Magri - du bist doch hier?"
„Gewiß, Großmutter."
Da kam die alte Frau langsam näher.
„Ich hörte den Vater vorhin — er hat einen Zorn auf dich." L । )
„Ja, weil ich den Steinsiefen fortgeschickt, ehe er noch seinen Antrag anbringen konnte."
Die Reusch-Mutter fühlte sich zu einem Stuhle hin.
„Komm einmal her, Kind."
Ihre Hand streckte sich nach der Richtung, von wo die Stimme der Enkelin gekommen war. Langsam näherte sich diese und überließ ihre Rechte den suchenden Fingern.
„Du liebst den Karl Steinsiefen nicht?" „Wie sollt ich? Er ist doch kein Mann."
Fortsetzung folgt.)