Einzelbild herunterladen
 

Unser Außenhandel in der Krise.

Rückgang der Einfuhr. Steigerung der Ausfuhr.

Der deutsche Außenhandel, der im Juli mit einem ge­genüber dem Juni verdoppelten Ausfuhrüberschuß von 289 Millionen Reichsmark abschließt, spiegelt gerade in dieser Ausweitung des Exports die außerordentlich schwierige deut­sche Wirtschaftslage. Es ist selbstverständlich, daß die Devi- senrationierung, die Mitte Juli begann, die Einfuhr außer­ordentlich stark gedrosselt hat. Aber es sind selbstverständ­lich auch konjunkturelle Gründe für diesen Rückgang genug vorhanden In den offiziellen Ausweisen ist die Senkung >er Einfuhr nur mit 45 Millionen Reichsmark ausgewiesen, während sie in Wirklichkeit 69 Millionen Reichsmark be- trägt.da rund 24 Millionen Reichsmark aus der amtlichen Einfuhrziffer herausgenommen werden müssen, weil es sich um die Lagerabrechnungen für Waren handelt, deren Ein­fuhr bereits in vergangenen Monaten erfolgt ist. Mit einer Einfuhr von rund 562 Millionen Reichsmark bezw. 538 Millionen Reichsmark hat der Import den feit Jahren bei weitem tiefsten Stand erreicht. Auch wenn man bei Roh­stoffen eine Preissenkung von etwa 30 Prozent berücksich­tigt, die den wertmäßigen Rückgang zum Teil bedingt, ist der Abstand von der monatlichen Durchschnittseinfuhr von annähernd 1200 Millionen Reichsmark im Jahre 1927 oder etwa 1100 Millionen Reichsmark im Jahre 1929 beträchlich.

Der größte Anteil am Rückgang der Einfuhr entfällt mit 40 Millionen Reichsmark auf Rohstoffe. Die Fertig- wareneinfuhr ist nach der amtlichen Ausweisung um 8,5 Millionen Reichsmark gesunken; auch hierbei ist natürlich zu berücksichtigen, daß nachträgliche Abrechnungen vorliegen, die von der Einfuhrsumme abgefetzt werden müssen, womit sich der Rückgang auf 17,5 Millionen Reichsmark erhöht. Das gleiche ergibt sich bei der Lebensmitteleinfuhr.

Infolge der durch die Devisenverordnungen geschaffenen, vorübergehenden praktischen Absperrung vom Ausland ist beim Gemüseimport und bei der Eiereinfuhr ein Rückgang um je 5,5 Millionen Reichsmark zu verzeichnen. Auch der Bezug von Südfrüchten ist gesunken.

Die Ausfuhr ist von 713 Millionen Reichsmark im Juni auf 792 Millionen Reichsmark im Juli gestiegen, einschließ­lich der Reparationssachlieferungen von 747 Millionen Reichsmark auf 827 Millionen Reichsmark. Mit dieser Zif­fer ist der bisher höchste Export von 867 Millionen Reichs­mark im März fast wieder erreicht. Immerhin liegt auch die Ausfuhr unter dem durchschnittlichen Monatsexport der Jahre 1927 bis 1930, von über eine Milliarde Reichsmark. Bemerkenswert ist die Steigerung der Fertigwarenausfuhr. Von dem zusätzlichen Export von 80 Millionen Reichsmark gegenüber Juni entfallen allein 75 Millionen Reichsmark auf Fertigwaren. Die Ausfuhrerhöhung gerade der Fertig­waren bei dem Weiterbestehen der Depression in der Welt­wirtschaft, ferner die Tatsache, daß in anderen Ländern auch die Fertigwarenausfuhr zurückgeht, läßt vielleicht den Schluß zu, daß der deutsche Fertigwarenexport mehr Pro­duktionsmittel umfaßt als der anderer Länder. Möglicher­weise ist der Export nach Rußland hierbei von Bedeutung. Von der Fertigwarenausfuhrsteigerung entfallen 22 Mil­lionen Reichsmark auf nichtelektrische Maschinen, darunter allein 16 Millionen Reichsmark aus Werkzeugmaschinen. Die: zusMiche Erhöhung des Exports chemischer Produkte belauft sich auf 10 Millionen Reichsmark. Der Absatz elektrotech­nischer Erzeugnisse und der von Eisenwaren hat um je etwa 10 Millionen Reichsmark zugenommen.

Die weitere Entwicklung des Außenhandels ist noch ungewiß. Deutschland wird schon mit Rücksicht auf die Rück- zahlungspflicht von Auslandsgeldern versuchen müssen, den Export weiter zu steigern. Unter den Abnehmern Deutsch­lands befinden sich Länder, deren Kaufkiaft teilweise von den Absatzmöglichkeiten ihrer Waren nach Deutschland ab- hängt. Es sei nur auf die Landwirtschaft Hollands und Dänemarks hingewiesen. Auf der anderen Seite gehören diese Länder auch zu den Gläubigern Deutschlands, die auf schneller Rückzahlung der nach Deutschland gegebenen kurz­fristigen Kredite in Höhe von etwu.6 Milliarden Reichs­mark bestehen. Wenn Deutschland seinen Verpflichtungen nachkommen will, wird es seine Devisenbilanz durch Erport- steigerung und Importbeschränkung steigern müssen, es sei denn, daß die Gläubiger in absehbarer Zeit in eine Um­wandlung eines Teils ihrer kurzfristigen Forderungen und Anleihen einwilligen.

Infolge des dann verringerten Drucks auf Deutschlands Devisenbilanz würde Deutschlands Kaufkraft am internatio­nalen Markt verstärkt werden, so daß es wieder vermehrt als Warenkäufer auftreten kann. Dabei ist natürlich zu be- rückfichtigen, daß die Importbeschränkung ihre Grenzen hat, weil sie eine entsprechende Schrumpfung des deutschen Wirt- schaftskörpers im ganzen voraussetzt. Der Konjunkturver- lauf der Importziffern zeigt ziemlich deutlich, wo diese Grenze liegt, und es hat unseres Erachtens kaum mehr als hypothetische Bedeutung, sich über weitere ImporteinschrSn» kungen Gedanken zu machen, die in jedem Fall nur das Spiegelbild oder die Ursache größter wirtschaftlicher Not sein würden, je nachdem sie zwangsläufig oder gewollt als Ergebnis einer bestimmten Wirtschaftspolitik erfolgen.

Außerhalb des reinen Warenverkehrs ist im Juli eine Ausfuhr von Gold und Silber in Höhe von 411 Millionen Reichsmark ausgewiesen. Hierin sind allerdings 341 Mil­lionen Reichsmark nachträglicher Anschreibungen von Gold­abgaben der Reichsbank im Juni enthalten. Mit dieser Summe betrug die Goldausfuhr der Reichsbomk im Juni 908 Millionen Reichsmark. Der größte Teil des Goldes ging nach Groß-Britannien und in die USA., geringere Be­träge nach Holland und nach Frankreich.

Kongreß der katholischen Arbeiter.

Amsterdam, 7. September. In Utrecht wurde der 2. Kongreß der katholischen Arbeiter-Internationale, zu dem etwa 150 Vertreter aus Deutschland, Belgien, Luxemburg, Oesterreich, Polen, der Schweiz, Jugoslawien und Holland erschienen sind, unter dem Vorsitz des Reichstagsabgeord­neten Joos feierlich eröffnet.

Vorläufig kein Wechsel im Präsidium der Abrüstungs­konferenz.

London, 7. September. Wie derManchester Guar­dian" erfährt, wird der frühere englische Außenminister Henderson bis zur Wahl eines neuen Vorsitzenden durch die Abrüstungskonferenz selbst weiterhin tfas Amt des Vor­sitzenden verwalten.

Gustav Ä-ols-Keiet'.

Auf dem Schlachtfelde von Breitenbach. Unter Beteili- gung der kirchlichen und staatlichen Behörden.

Leipzig, 7. September.

Auf dem Schlachtfeld von Breitenfeld fand aus Anlaß der 300. Wiederkehr der Schlacht bei Breitenfeld, in der der Schwedenkönig Gustav Adolf den ersten großen Sieg über Tilly errang, unter starker Beteiligung der kirchlichen, staat­lichen und städtischen Behörden sowie des schwedischen Ver­eins, der Militärvereine, der Innungen und Deputationen der schwedischen und finnischen Armee eine Gedenkfeier statt.

Die Feier begann mit dem Niederländischen Dankge­bet. Superintendent Oberkirchenrat Dr. H i l b e r t feierte darauf den Tag von Vreitenfeld als Tag von weltgeschicht­licher Bedeutung und Gustav Adolf als Retter der Glau­bens- und Gewissensfreiheit. General a. D. Kaden zeich­nete in großen Zügen ein Bild der Schlacht. Die schwedische und die finnische Nationalhymne folgten. Gesandter af Wirsen dankte im Namen der schwedischen Regierung und des schwedischen Volkes dem deutschen Volk dafür, daß es auch heute noch, nach 300 Jahren, dem schwedischen König huldige.

Der Gesandte legte einen Kranz mit den schwedischen Farben am Gedenkstein nieder und schloß nach alter schwe­discher Sitte mit einem vierfachen hurra auf den Reichs­präsidenten, aus Deutschland und das deutsche Volk. Das Deutschlandlied folgte.

Eine Gedenkfeier für Gustav Adolf.

Am Gustav-Adolf-Gedenkstein bei Breitenfeld, der vor hundert Jahren der Oeffentlichkeit übergeben wurde, wurde am Sonntag, den 6. September, eine schlichte Ge­denkfeier an die vor 300 Jahren geschlagene Schlacht von Breitenfeld veranstaltet, in der König Gustav Adolf den kaiserlichen General Tilly besiegte. Die Gedenkfeier soll zugleich eine Ehrung für Gustav Adolf sein.

Erneute Verhandlungen des Handwerks mit der Reichsregierung.

3n Forstuhrung der von den Spitzenverbünden des Hand­werks eingeleiteten Verhandlungen mit der Reichsregierung über die sJauge]taitung der wirtschaftlichen Verhältnisse hat am 27. August d. 3. eine weitere Aussprache mit bem stellvertre­tenden Reichswirtschaftsminister, Staatssekretär Dr. Trende- lenburg, stattgefunden, zu der auch der Reichskonmüyar für das Handwerk und das Kleingewerbe, Ministerialrat Dr. Hoppe, zugegen war. Vom Handwerk nahmen teil die Herren: Derlien, Meusch, Pflugmacher und Stein. Die Vertreter des Handwerks gaben der Ueberzeugung Ausdruck, daß ein bal­diges Handeln der Reichsregierung mit Rücksicht auf die sehr gesunkene und mutlose Stimmung im Lande unbedingt erfor­derlich sei. Als vordringlich wurden folgende Maßnahmen bezeichnet.

1. die Beseitigung aller Preis- und Lohnbindungen durch Verordnung der Reichsregierung,

2. eine alsbaldige und fühlbare Lockerung der Hauszins­steuer mit dem Ziel der Belebung der Reparaturtätigkeit für den Altbejiß und

3. die Dereinheillichung der genossenschaftlichen Kredit- organisation.

Die Verhandlungen der Spitzenverbände des Handwerks mit der Reichsregierung finden mit Aussprachen bei weiteren Mtnisterien ihre Fortsetzung.

Deutscher, denk an Deine Pflicht: Vergiß die Brüder draußen nicht!

Gedenkt der Deutschen im Ausland!

M ^^2L2LM»»»i^ <- ' V '^äTWWKF^1 -L^?«IVMM«^ »SfiQCrjJOKBmQKV«

Wolkenbruch über Berlin. Ueber Berlin ging ein hef­tiges Gewitter nieder, das von einem lang anhaltenden wolkenbruchartigen Regen begleitet war. In fast sämt­lichen Stadtteilen, besonders aber in den westlichen Vor­orten überfluteten die ungeheuren Wassermassen die Bür­gersteige und drangen in Wohn- und Lagerkeller ein. Bis morgens wurde die Feuerwehr in etwa 200 Fällen zur Hilfeleistung alarmiert.

Blinder Passagier oder Räuber? Auf dem Potsdamer Bahnhof in Berlin wurde im D-Zug nach Kassel unter der Bank eines Abteils zweiter Klasse ein Btann entdeckt, der bei seiner Festnahme erheblichen Widerstand leistete. Er versuchte, auf dem Bahnsteig zu flüchten, konnte aber noch festgehalten werden. Man fand bei ihm einen geladenen Trommelrevolver mit sechs Schuß und vier Schuß Ersatz- Munition. Ob der Festgenommene die Fahrt nur als blinder Passagier mitmachen wollte oder ob er einen Ueberfall aus Passagiere der zweiten Klasse, bei denen er erhebliche Geld­beträge vermuten konnte, plante, ist noch nicht festgestellt. Der Täter hat dem Fahndungsdienst angegeben, daß er 21 Jahre alt sei und bis vor einigen Tagen in Burgheim bei Ulm gewohnt habe.

Verhaftung eines Mörders.

3ut Aufdeckung des Verbrechens führte das seltsame Benehmen nach der Festnahme.

Berlin, 7. September.

Von Kriminalbeamten wurde in Berlin ein Schwindler festgenommen, der eine ganze Reihe von Drogeriebesitzern empfindlich geschädigt hat. Auf der Revierwache, wohin man ihn nach der Festnahme gebracht hatte, unternahm er dreimal Versuche zu flüchten und wollte sich auch die Puls­adern aufschneiden. Dieses Verhalten entsprach so wenig dem Gebaren, das Schwindler sonst zur Schau tragen, daß man die Vermutung hegte, hinter dem Festgenommenen müsse mehr zu suchen sein. Bald hatte man denn auch fest- gestellt, daß es sich bei dem Schwindler um einen 43 Jahre alten aus Düren im Rheinland gebürtigen Willi Hanrath handelte, der in Düsseldorf einen Mord an einer Frau verübt hat. Es ist das der Mord, der am 5. August an der Drogeriebesitzerin Charlotte Braunsdorf, geborene Böttcher, verübt wurde. Nach dem Geständnis will Hanrath Frau Braunsdorf, die ihre Drogerie von ihm übernommen hatte, im Verlaufe eines Streites mit dem Brotmesser angegriffen und dabei getötet haben.

Bahnwärter als Attentäter?

München, 7. September.

Zu dem angeblichen Attentat auf den D-Zug 25 Rom- MünchenBerlin am Mittwochabend zwischen Neufahrn bei Freising und Pulling teilt die Staatsanwaltschaft Mün­chen mit:

3m Laufe der Ermittlungen hat sich der Verdacht er- ; geben, daß der Bahnwärter, der den Anschlag entdeckt haben will, diesen nur vorgetäuscht hat. Ob sich dieser Ver- dacht bestätigt, werden die weiteren staatsanwaltschaftlichen Erhebungen im Benehmen mit den zuständigen Stellen der : Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft ergeben.

Beerensucher verhüten ein Eisenbahnunglück. !

Herdecke i. W., 7. September. Beim Beerensuchen i wurde auf der Strecke LöttringhausenHerdecke von jungen - Leuten aus Dortmund ein Schienenbruch entdeckt und der I Personenzug 1438 Dortmund-SüdHagen vor der Bruclz- l stelle zum Halten gebracht. Nach Auswechslung der beschä- 6 digten Schiene konnte das Gleis wieder befahren werden.

Unwetter und Erdstöße in Italien. ! Rom, 7. September. ?

Schwere Unwetter mit Hagelschlag und Windhosen wer r den aus weiten Gebieten Oberitaliens von der Riviera bis 5 hinauf zum Gardasee gemeldet. 3n Wein- und Oelbergen ifl n vielfach beträchtlicher Schaden entstanden. Auch wird ver- p schiedentlich Gebäudeschaden gemeldet. 3n Toscana haben mehrere Erdstöße in Florenz und zahlreichen Dorfgemeinden Q1 die Bevölkerung in Schrecken verseht. In einigen Dörfern n verbrachte die Bevölkerung den Rest der Rächt im Freien a]

Hauptversammlung des Alpenvereins.

Zum Ort der nächsten Jahrestagung Nürnberg bestimmt.

Wien, 7, September.

Bei der Hauptversammlung des Deutschen und Oester- ic reichischen Alpenvereins in Baden bei Wien wurde der fli Jahresbericht für das verflossene Vereinsjahr erstattet. Der Bericht verweist auf die Zunahme der Mitgliederzahl um g; 40 000, ferner auf die fortgesetzte Anlegung neuer Hütten .. und Wege, wofür 158 000 Mark zur Verfügung gestellt u werden. Der Kassenbericht weist an Einnahmen 1 097 798 Mark auf, während die Ausgaben mit Ausnahme van Ueberschüfsen von 53 000 Mark, die den verschiedenen Fonds zugewiesen werden, dieselbe Höhe erreichen. '( -------------------------- Ic

Wiesbaden. (Schweres Unglück.) Samstag vormittag zo

8 Uhr stürzte im Wiesbadener Hauptbahnhof Bahnsteig 1 Gleis 3 ein Hängegerüst zusammen, das zwecks klussüh- rung von Bnstreicharbeiten errichtet worden war. Mit ihm stürzten fünf Arbeiter in die Tiefe. Einer war sofort tot, die anderen 4 trugen schwere Verletzungen davon und mußten ins Krankenhaus geschafft werden. Ein Schwer­verletzter ist inzwischen noch gestorben.

Frankfurt a. M. (KraftverkehrsgesellschaftHessen" wird von der Reichspost übernommen.) In Derhandlungen zwischen der Reichsbahn als Hauptträgerin der Kraftver­kehrsgesellschaftHessen", der Reichspost und Vertretern^er .KraftverkehrsgesellschaftHessen", die in den letzten Ta­gen hier stattfanden, wurde ein Abkommen dahin erzielt, daß vom 1. Oktober ds. 3s. ab der Betrieb der Linie» der KraftverkehrsgesellschaftHessen" auf die Reichspost übergeht. 'Die Kraftomnibuslinien liegen in den Wirt­schaftsbezirken von Frankfurt a. M., Kassel, Gießen und Villenburg. Von denHessen"-Linien wird lediglich eine im Kasseler Bezirk an die Reichsbahn übertragen, alle übrigen übernimmt die Post. Das personal der Kraftver­kehrsgesellschaftHessen" soll zum größten Teile von der Reichspost übernommen werden. Die Kraftverkehrsgesell­schaftHessen" wird aufgelöst.

Afdfaffenburg. (Familientragödie.) Donnerstag abend gegen 7 Uhr durcheilte eine Schreckensnachricht unsere Stadt. Der 49 Jahre alte Hausmeister und Thauffeur Albin Mißlich wohnhaft in der Grünwaldstraße 20, hatte um diese Seit seine 44 Jahre alte Ehefrau Anna geborene Flach durch Hiebe mit einem schweren Fichtenprügel am Kopf und Gesicht schwer verletzt. Der l8 jährige Sohn des Mißlitz entriß dem Vater den schweren Prügel, konnte aber nicht verhindern, daß Mißlitz auf feine Ehefrau dann mit einem feststehenden Messer einstach, sodaß sie tot zu- sammenbrach. Die furchtbare Mordtat ereignete sich im Schlafzimmer der Eheleute. Unmittelbar nach der Tat eilte Mißlitz in die Speisekammer, wo er sich die Mord­waffe selbst in die Brust stieß. Er starb nach kurzer Seit offenbar an innerer Verblutung. Die Ehe Mißlitz war schon seit langer Seit nicht mehr harmonisch; die Frau hatte die Absicht, ihren Mann zu verlassen.

it :e; !tl

P( Pt

M Ji Tl ge

mi an tue

l)ei