infolgedessen nicht tief in den Boden eindringt. Durch einen Strichabstand von etwa 2 cm erreichen wir ein gut krümeliges Saatbett, eine gute Verteilung des Düngers und eine völlige Vernichtung des keimenden Unkrautes bei wiederholter Bearbeitung.
»Die vielen Zinken müssen natürlich Stopfen hervorrufen!* So denkt der Laie. Verteilt man die Zinken richttg und baut man das Eggenfeld lang, dann tritt kein Stopfen ein, wenigstens nicht mehr als'bei den gewöhnlichen Saateggen mit 4 und 5 cm Strichabstand. Die lange Bauart bewirkt, daß Strohreste und Halme sich gut durch die Egge hindurchschlängeln können, ohne sich zu verstopfen.
„Die vielen Zinken verwüsten das Getreide!* Das kann auch eingewendet werden. Wenn
Wie behandelt man die Kälberruhr?
Bon Dr. Kurt Hitler
Als verheerendste Krankheit gilt die Kälberruhr, die gewöhnlich in der ersten Lebenswoche, meistens in den ersten drei Tagen nach der Geburt, auftritt. Die Kälber bekommen einen breiigen, gelblichen Durchfall, der bald dünnflüssig und weiß wird. Mitunter ist dem Kot auch Blut beigemengt. Die Tiere zeigen hochgradige Schwäche, liegen viel, bekommen Krämpse und erliegen gewöhnlich in «in bis drei Tagen der Krankheit. Es kann auch vorkommen, daß die Kälber schon nach zwölf Stunden an Herzlähmung ringehen, ohne Durchfall gezeigt zu haben.
Den Versuchen, die Ruhr zu bekämpfen, war durchschlagender Erfolg nicht immer be- schieden. Dies beruhte darauf, daß unsere Be- kämpfungsmaßnahmen zu einseitig auf die Beseitigung des Durchfalls eingestellt waren, ohne die Ursache derselben zu kennen. Erst die Fortschritte der bakteriologischen Forschung haben ergeben, daß die unter dem Bilde des Durchfalls auftretenden Säuglingskrankheiten durchaus nicht einheitlicher Natur find, sondern durch verschiedene Bakterien verursacht werden. Die Kenntnis dieser Erreger in den einzelnen Seuchenställen ist aber unbedingt nötig, wenn die Bekämpsurw Erfolg haben soll. Um sich vor größeren Verlusten zu schützen, wird der Landwirt daher gut tun, bei Seuchenverdacht das eingegangene Kalb oder sämtliche Organe desselben bakteriologisch untersuchen zu lassen. Erst eine einwandfreie bakteriologische Diagnose
Krt die Auswahl der Impfstoffe und .reimittel. Mit Impfstoffen und Arzneimitteln allein aber lassen sich die Kälberseuchen nicht bekämpfen, wenn nicht gleichzeitig streng hygienische Maßnahmen vor, während und nach der Geburt ergriffen werden, um der Seuche vor- zubeugen. Impfstoff« und Arzneimittel sollen
(Srunöregeln für die Haltbarmachung von Nahrungsmitteln
Bon Rahrnngsmittelchemiler Professor Dr. «och»
Me Zersetzung unserer Lebensrnittel wird kn der Hauptsache durch drei Gruppen von Kleinlebewesen bewirkt, es sind das Bakterien, die Schimmelpilze -und die Hefen. Daneben spielen noch ander« Arten eine mehr neben- sächliche Roll«. Ihnen allen ist die Eigenschaft gemeinsam, dir Nährstoff« in die für ihre Lebensbedinaungen erforderlichen Verbindungen zu spalten, ®. h. zu zerfetzen. Dies trifft vorwiegend für unsere wichtigsten Nährstoff« Ei- weiß, Fett und Kohlehydrat« (Zuckerstärke, steife) zu, und zwar wird die Aufspaltung der genannten Nährstoffe durch ganz bestimmte Körper hervorger-ufen, die wir Enzyme oder Ferment« nennen und die allen lebenden Körpern, seien diese nun Kleinlebewesen oder höher organisiert« Pflanzen oder Tier«, hrne- wohnen. Jeder Umwandlungspro cß in der Welt der Organismen vollzieht sich durch diese «»bauend« Tätigkett genannter Körperchen. Mithin kommt es bei der Haltbarmachung von Fleisch, Gemüse und Obst darauf an, die auf ihnen vorhanden« Kleinlebewesen «schish-
man aber bedenkt, daß infolge der langen Bauart der Egge die Pflänzchen Zeit haben, sich vom ersten Schreck zu erholen, bis der -wette Zinken in ihrer Nähe vorbeigleitet, so Wird man einsehen, daß dieser Einwand auch nicht stichhaltig ist. Außerdem schadet ein Eggen den Beständen nichts. Höchstens tritt, wo die Pflanzen zu dicht stehen, eine Vereinzelung auf, und das ist für die stehenbleibenden Pflanzen nur gut.
Es muß also zugegeben werden, daß Eggen mit engem Strichabstand ein gut gekrümeltes Saatbett herstellen, daß sie zum Einziehen besonders geeignet sind und eine tadellose Unkrautvernichtung ergeben. Warum sollen wir sie also nicht allgemein anwenden und die anderen Bauarten ruhig fallen lassen? Mehr
lediglich die Widerstandskraft der Neugeborenen stärken. Da ein Stall, in dem die Kälberruhr herrscht, mit Ruhrbakterien überschwemmt ist, ist jedes darin neugeborene Kalb einer Infektion ausgesetzt. Um nun die Aufnahme von Ruhr- bazillen durch das Kalb zu verhindern, wird man zweckmäßig ein bis zwei Tage vor der Geburt die Kuh in einen Stall bringen, in dem Rinder noch nicht gestanden haben, in dem also Ruhrbazillen noch nicht vorhanden sein können. Vor dem Stallwechsel sind außerhalb des alten Stalles die Klauen gründlich zu reinigen und zu desinfizieren, um nicht an- haftende Ruhrbakterien in den neuen Stall zu übertragen. Der Dung muß oft entfernt und auf reichliche und trockene Streu geachtet werden. Da das Kalb sich bereits während der Geburt, beim Durchgang des Kopfes durch die Scheide, infizieren kann, sind bei Beginn des Geburtsaktes Scheide, Scham und Umgebung mit schwachen, nicht reizenden Desinfektionsmitteln zu säubern. Unmittelbar nach der Geburt muß peinlichste Nabelpflege einsetzen, da durch den Navel, solange er eine offene Wunde darstellt, die verschiedensten Bakterien in den Körper gelangen können. Gewöhnlich soll beim Kalb der Nabel an einer Schnürfurche, etwa handbreit vom Bauchring entfernt, abreißen. Ein Durchschneiden des Nabels ist nicht zu empfehlen. Sollte es ausnahmsweise nötig sein, so muß die zu verwendende Schere ausgekocht und desinfiziert werden. Ein Abbinden ist auf alle Fälle zu vermeiden, weil hierbei der Nabel zu oft be- rührt wird. Nach dem Abreißen taucht man den Nabelstumpf, ohne ihn zu berühren, in ein Gläschen mit Jodtinktur und wiederholt dies einige Tage, bis er trocken ist. Während der ersten zwei Wochen läßt man das neu
lief) zu machen und die Nahrungsmittel vor einem erneuten Befall zu schützen.
Don den genannten Nährstoffen am wenigsten angegriffen wird das Fett, während das Eiweiß hauptsächlich den Bakterien zum Opfer fällt. Dk Kohlehydrate, also Starke und Zuckerarten, unterliegen vorwiegend den Hefen und Schimmelpilzen. Daher kommt es auch, daß Fett und fetthattige Nahrungsmittel
Kam besten «rhalten lassen. Ihre Verderbnis uht weniger auf einer Zerstörung durch Kleinlebewesen, als besonders auf dem sogenannten Ranz-lywerden, wobei das Fett den Sauerstoff aus der Luft aufnimmt und freie, kratzend schmeckende und unangenehm -riechende Fettsäuren bildet. Da nun ferner die tierischen Nahrungsmtttel reich an Eiweiß find, erklärt sich auch ihr leichter Befall seitens bet Bakterien.
Bet den Gemüsekonserven wiederum, die sowohl Eiweiß wie Kbhsthydrate ausweisen, sind es neben den Baktzerim auch Schimmelpilze, deren Befall am meisten 'seftgefbellt
jährige Versuche des Eggenausschusses haben diese Behauptungen bestätigt. Auf allen Bodenarten können zu den erwähnten Zwecken solche Feineggen Anwendung finden. Man merke sich also: Feineggen mit 2 cm Strichabstand, ein Gewicht (ohne Zugbalken) auf den einzelnen Zinken berechnet von 0,2 kg, die Länge des einzelnen Feldes etwa das 1,2-fache der Breite, sind für alle Arbeiten vor und nach der Saat geeignet. Wenn auch das Eggen im Getreide das Hacken nicht zu ersetzen vermag, sollte es doch mehr als bisher angewendet werden. Es ist billiger als Hacken, erfordert auf große Breiten wenig Anspannung und nur einen Mann Bedienung und trägt zur Hebung des Kulturzustandes des Ackers bei.
geborene Kalb am besten an der Mutter saugen. Voraussetzung ist, daß die Kuh frei von Tuberkulose ist und ein gesundes Euter hat. Selbstverständlich muß vor dem Saug- gcschäft das Euter gesäubert werden. Ist das Muttertier nicht gesund, dann wird man eine Ammenkuk heranziehen. Letztrnfalls sind die Kälver aus einem Stalleimer zu tränken, der täglich mit heißem Wasser gereinigt werden muß. Nicht streng genug ist die in manchen Wirtschaften geübte Unsitte, die Kälber durch Einführen der Finger in das Maul zum Saugen anzuregen, zu rügen. Sie muß dort, wo Kälberruhr herrscht, immer zur Infektion führen, nämentlia) dann, wenn getrenntes Personal zur Pflege der Kälber nicht vorhanden ist, was man bei den heutigen wirtschaftlichen Verhältnissen kaum voraussetzen kann. Schließlich ist noch zu empfehlen, die Kuh ein bis zwei Wochen vor und nach der Geburt trocken zu füttern. Häufig werden von den Kühen mit dem Futter Bakterien ausgenommen und mit der Milch ausg«- schieden. Alle feuchten Futtermittel, die nicht mehr ganz frisch sind, oder Gärungs- und Fäulnisprozesse aufweisen, wie gefrorene oder angefaulte Rüben und stark befallene Rüben» blatter, sind stark baktcrienhaltig. Werden derartige Bakterien in größeren Mengen von den Kälbern mit der Milch ausgenommen, dann wird ihre Widerstandsfähigkeit geschwächt, so daß sie für eine Infektion besonders empfänglich werden.
Bei allen diesen Maßnahmen kommt es nicht darauf an, daß sie durchgeführt werden, sondern wie sie durchgeführt werden. Werden sie strikt innegeijalten, bann gelingt es sicher, die den Landwirt schwer schädigende Kälberruhr günstig zu beeinflussen.
werden kann, während endlich Obstkpnstrvm den Schimmelpilzen und Hestn unterlieg«, denn beide Arten nähttm sich vorwiegend vom Zucker, der im Obst am reichlichsten vorhanden ist. Auch die Fruchtsiiiurcn des Obst« spielen hierbei teilweise eine Roll«, denn mir bestimmte, verhältnismäßig wenig Dabterien- arten, wie z. B. die Essigbakterien, gedeihen auf sauren Nährböden. Gesundheitsschädliche Eigenschaften im besonderen Sinne weisen eigentlich mir die Zerseßungsvrodudte ve» Simmter Bakterien auf. Zu ihnen gehören ie Fäulnisb akberien und die sogenanntem vathogenen Arten. Einer eigentlichen Fäulnis, d. h. der Ziersetzung des Eiweißes, unterliegen besonders Me tierischen Stoffe, daher sind verdorbenes Fleisch und Fleischwaren gesundheitsschädlich und gefährlich, ebenso Pilz« die auch Eiwrigsäulnir aufmeifen, und faulende Hülsenfrüchbe.
Anders verhält es sich mit Gemlls«-Kow- feruen. Eine wirkliche Vergiftung nach dem Grnufj« zersetzter vemüsedonseroen Ist bis jetzt.
einwandfrei nachzuweisen niemals gelungen. Zumeist wird die Zersetzung der Gemüsekonserven durch Milchsäurebakteri«n verursacht, also dieselben Säuerungserreger, welche wir uns bei jeder Einsäuerung zunutze machen. Noch harmloserer Natur sind im allgemeinen die Hefen und Schimmelpilze, welche aus den Obst- dauerwaren bisweilen ihr Unwesen treiben. Von ber Erzeugung eigentlicher Gifte, wie sie bis* weilen die Bakterien hervorrufen, kann best ihnen keine Rede sein. Allerdings machen sie die Obstkonserven bei vorgeschrittener Zersetzung ungenießbar, weil ekelerregend.
Dem verschiedenen Verhalten der einzelnen Gattungen der angeführten Mikroorganismen entsprechend sind auch die Grundregeln für die Haltbarmachung von Fleisch, Gemüse und Obst etwas voneinander abweichend. Gemeinsam ist ihnen zunächst das Prinzip der Keimtötung durch Hitze, nur mit dem Unterschiede, daß bie Sporen der Bakterien, d. h. die Dauerform, aus welcher sich wieder ein ncu'es Individuum zu entwickeln oennag, gegen Hitz« widerstandsfähiger find als die Sporen von Schimmelpilzen und Hefen. Daher müssen Fleisch und Gemüsekonserven sterilisiert werden, womit man den Prozeß der Erhitzung von 100 Grad aufwärts bezcichüet, während bei Obstkonserven schon ein Pasteurisieren (etwa bei 70 Grad) genügt. Während man nun im Fabrikbetrieb bei Temperaturen
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Der Raubvogel als Gesundheitspolizist. Kürzlich wurde über ein Erlebnis mit einem Sperber berichtet, der eine „Weidendrossel" — gemeint ist hiermit der große Rohrsänger — geschlagen hatte. Der Rohrsänger wurde dem Sperber abgesagt und erwies sich als mit einem mehrere Zentimeter langen, übrigens nicht näher beschriebenen Cingeiveidcwurm behaftet, der ihm zum After heraushing. Der bereits verendete Vogel war — ebenfalls unter dem schädigenden Einfluß der Schmarotzer — stark abgemagert, also ein krankes, für die Fortpflanzung schwerlich noch in Betracht kommendes Tier, das ivomöglich noch seine Umgebung aus der Vogelwelt mit Infektionskeimen bedrohte. Wie der Beobachter durchaus zutreffend betont, beweist dieser Fall von neuem den Nutzen der Raubvögel, dm sie durch ihre sanitätspolizeilicho Tätigkätt und die hierdurch erzielte Verbesserung des Nachwuchses vielfach stiften. L.
Frostnachtspannerbrkämpsung. Wenn im Frühjahr die Knospen der Obstdäume sich nicht öffnen oder vollkommen kahlgefressen sind, so ist dies das Werk d« Frostnächtspanners. Ihre Bekämpfung führen wir am sicherste» vom Herbst bis ins Frühjahr durch. Im September/Oktober schwärmen die Männchen des Frostnächtspanners in unheimlicher Nlenge um die Bäume herum, während bie Weibchen, die keine Flügel be- liften, von der Erde am Stamm emporkriechen, um ihre Eier in bie Krone des Obstbaumes hinter die Kirospen abzulegen. Um das Weibchen daran zu verhindern, bie Krone zu erreichen, umgibt man an geeigneter glatter Stelle, etwa 150 cm vom Erdboden entfernt, den Stamm mit einem wasserdichten Paplerstreifen, am besten mit sogenanntem Raupenleimpapicr. Dieses Papier binde man oben und unten fest an den Stamm, so daß das Spannenveilul>en nicht unter dem Papier hindurchkriechen ober darunter seine Eier ab legen kann. Schließlich mtrb das Papier mit Raupen!«bn bestricken» Während des Misiers mühen bie Streifen öfters erneuert werden, da der Leim mit der Zeit feine Haftfähigkeit verliert. Im Früh- jahr werden die Klebgürtel entfernt und ver- brennt. Oder- und unterhalb der Klebgürtel wird der Stamm mit Obstbaumkarbolineum be- strichen, wodurch etwaige Eiablagen vernichtet werden. Kli.
Empsrhleusiorrt« Ekijahrsblum««. Unter brn Sommevblumen finden mir zahlrei<t>« Gc- wächst, die an Schönheit kaum zu übertressen
über 100 Grad zu sterilisieren vermag, ist Dies im Haushalt nicht möglich, hier kann eben nur gekocht werden (die modernin Drucktöpfe ausgenommen). Um aber den gleichen Effekt, die Abtötung der Sporen zu erzielen, muß eben länger erhitzt werden. Trotz der längeren1 Kochzeit können aber bisweilen doch noch Sporen besonders widerstandsfähiger sogenannter Erdbakterien am Leben bleiben und ev-entusell später auskeimen, um dann bei schneller Vermehrung eine unerwünschte Zer- setzung der Konserven einzuleiten. Daher ist ein nochmaliges Sterilisieren nach cmigen Tagen häufig angebracht.
Man beachte ferner, daß die Kochzeit sich auch nach der Größe der Gesäße und aud) nach der physikalischen Beschaffenheit der Konserven zu richten hat. Je größer das Gefäß ist und je fester der Inhalt «ingepackt ist, desto schwerer dringt die Hitze ins Innere. Viel hängt auch von der Frische des zu verarbeitenden Materiales ab, von seiner inneren Beschaffenheit und ferner von der Aufbewahrungsort vor der Verarbeitung. Nicht- kerniges Fleisch von Schnellmast ist weniger haltbar, ebenso Epa>rgel, der sich schon beim Transport erhitzt hat und womöglich noch gewässert wurde. Gemüse von Rieselfeldern oder frisch gejauchtes muß unbedingt länger sterilisiert werden. Alles dieses fällt bei den Obstkonserven nicht so schwär in Betracht.
sind und dabei an Ort und Stelle ausgesät werden können, also nur verzogen zu werden brauchen. Besondere Beachtung infolge feines reichen Blütenschmuckes verdient das Schön- gesicht, von dem es hohe„ halbhohe und niedere Formen gibt; als Schnittblumen eignen sich besonders die Kornblumen, die heute auch in weißem, gelben und ziegelroten Farben gezüchtet werden. Außerordentlich reich blühend und daher zur Einsassung großer Gruppen geeignet, sind bie Zwergzinnien, die sich durch besondere Haltbarkeit auszeichnen und die gleichen Ansprüche stellen wie die übrigen Zinnrem-Arten. Die Zucht sorten der Skabiosen weisen ebenfalls große Haltbarkeit und starken Wohl- geruch auf, daneben gibt es kleinblumige Sonnenblumen, bie für Schnittzwecke rn Frage kommen und am besten als Hintergrund von Staubenbeeten usw. Verwendung finden. L.
Zur Pflege unserer Haustiere gehört nicht nur eine gute Fütterung, sondern auch ein gutes Lager und eine gesunde Stalluft. Beides ist in erster Linie von der Einstreu abhängig. Erfahrungsgemäß bietet Torfftreu diese Vorteile. Sie gibt tn erster Linie ein warmes und trockenes Lager. Außerdem wirkt Torf durch feinen Säuregehalt stark hemmend auf bie Bakterlenentwicklung. Der Torf bindet bie Ammoniakgase und schasst dadurch eine gesund« und reine Luft. Sowohl im Kaninchen-, Ge- lügel- und Zi«aenstall, als auch im Großvieh- talle dürfte Tors das beste Streumaterial ein, allein schon aus dem Grunde, weil bet einiger Pflege Torfstreu sehr reinlich ist und außer den genannten Vorteilen einen wertvollen Dünger liefert, der den Harnstickstoff enthält und besonders zur Lockerung schwerer Böden sehr geeignet ist. Kl.
Bohnenschrot in her Schweinemast. Fisch- mehl, Fleischmehl und Trockenhefe gelten als vollwertige Einvrißmittel, während Lupin«n und Schmetterlingsblütlerschrot allein gefüttert zu niedrige Zunahme erzielen. Werden aber vollwertiges und nicht ganz vollwertiges Ei» weißfutler zusammen gefüttert, so wird bie WachsIumsfreudigkeit voll ausgenügt, gleichzeitig kann man einen T«il des Eiweißbedarfs durch wirtschaftseigene Futtermittel decken. Versuche haben ergeben, daß Ackerbohmn als eiweißreiches Schrocinefutter In ber Mast zu verwenden sind, doch muß eine gavlfst Meng« von uollmertigem Eiweiß in der Mastrattön enthalten sein. Ungefähr bie Hälfte bts Eiweißes kann durch Bohnenschrot »«deckt werdm.
Verfuttert« man dviy an 80 ug laytoen Schweine 800 g je Tier unb Tag, ohne gesundheitliche 6d)äben. Di« Wirtschaftlichkeit als Eiweißsuttermittel ist erwiesen, solange 1 kg Bohnenschrot nicht höher zu bewerten ist als 1,3 kg Gerste. L.
Der Hofhund muß viel Bewemmg habe» und auf dem Hof« frei umherlaufen können. Tieren, die dauernd an der Kette liegen, fehlt Me nötige Bewegung; oft werden sie noch oon dem Ungeziefer und vom Durst geplagt, so daß ie dann meistens nicht mehr aufmerksame Wächter ind. Kann der Hund sich auf dem Gehöft frei rewegen, so ist es nicht nötig, ihn in einen warme» Pferdestall zu sperren, wo er durch Ammoniak- dämpfe seinen starken Geruchssinn verliert. R.
Stecke auf Obstmessern, Me man schwer beseitigen kann, find Obstsäureflecke. Man entfernt sie durch Abr«rben mit Stemdichltnasche ganz überraschend leicht. Tr.
©efdjwwrie Gurken. Man schält bie Gurken ab, kostet sie am Stielende, ob sie viellc-icht nicht bitter sind, nimmt aus den brauchbaren bie Kerne heraus, schneidet sie in vier Teil« und biefe wieder in fingerlange Stück«, etwas Butter und Zitronensaft darauf, und läßt bits langsam schmoren. Wenn die Gurken weich
Kfämt man sie mit etwas Buttermehl ab.
i kann sie aber auch mit etwas Essigz Sucher und Welken weich kochen und mit braunem Butkrmchl obschwitzen ober in einer Specksoße langsam schmoren. Fr. Ad. in K.
Angeschlagen« Kalbsbrust. Man nimmt eine kleine Keulq, löst das Fleisch von den Knochen, wiegt «s ganz fein und sehnt es aus. 9lim richtet man 1,5 kg Kalbfleisch^ 500 g feil» gehacktes, fettes Schweinefleisch, zehn bis zwöls feingemiegte Sardellen, 60 g geschmolzene Butter, worin eine feingehackte Zwiebel gedämpft Ist, vier Eier, drei «ingeweicht« und wstder ausgedrückt« Semmeln, «twas Psesstr und Salz gut durcheinander. In Form einer Keul« schlägt man diesen Teig um den Knochen, drückt ihn fest an, legt nun die Keule in steigende Butter unb bratet sie unter fleißigem Beziehen ungefähr eine Stunde dann ist sie gar. R.
Pilze mit Rührei. Man bereitet Steinpilze vor, schneidet sie blätterig und läßt sie in zerlassener Butter etwas bünften; dann schlägt man bie zu Rührei vorbereiteten, mit Salz versehenen Eier und rügtet das fertige Rührei sogleich an. Fr. Ad. in K.
Für die Blenenfreunde
3mktrarbeiten im M«nat September.
Da nach dem 15. b. M. bie Tracht aufhört, mußt du zu diesem Zeitpunkt die Bienen aus der treibe zunimholen. Vorsicht heißt jetzt bie Lösung, denn bie honigschwerm Wade» drecken leichter, als sie sich schleudern lassen. Heide- honrg muß etwa 30 Grad warm sehr und, um gut aus den Stilen zu fliegen, gelöst werben. Das geschieht mit einer der verschiedenen Eäsmafcninen oder bergt. Die Stahlnadeln der Maschine stechen durch bie Hrmi-g- mahe, ohn« bie Mittelwand zu verletzen. Ein einfacher Handlösapvarat sieht aus wie eine jÄciderbürste, nur sind die Borsten Stahl- nadsln, die In bis Honigzellen nach dem Ent» bedieln bis auf bie Mittelwand eingedrückt werben. D« SdÄeuberkarb wird am besten ganz mit feinet Drahtgaz« überragen, so daß ber Honig beim Schleudern gleich «gewebt wirb. Durch das Sieb unter der Säffeuber läuft der Heidchonlg nicht, ba er in richtig«« pfropfen" aus ben Stilen fliegt. Seiet S«nl«udern legst du am besten einen Schutz- rahmen auf bie Waben, den du aus.Rähmch«- hat» fertigst. Du nagelst Rähmchen-stäbe In der Länge deiner Wade zu einem Gitter ^n- 8immen, so daß zwischen ben Hölzern eine oiibrdlte frei bietet Zum Schleudern legst du den Wadmschutz so auf, daß bdkn zweiten Schleudern nie zuerst freigeworbenen Streifen bedeckt werden. Die Waben bremsn sonst ,» leicht. Nun schleudere recht vstl, aber verschleudere bohre Ernt« nicht. Honig hält ssttz «rocken aufbemabrt. lanae. Sdwn-