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sind häufig gründlich zu reinigen und zu des­infizieren mit Roh- bzw. Streuchloramin-Heyden. Innerlich kann die Verabfolgung von einhalb- bis einprozentiger Kreolinlösung oder auch Bramblau oder Chinosol im Trinkwasser versucht werden. Nach Ausbruch der Seuche sind die gesunden Tiere abzusondern, die verendeten Tiere und der Kot sind unschädlich zu beseitigen. Be­sondere Vorsicht ist bei der Einstellung neuer Tiere geboten.

Ein weiterer krankhafter Zustand am Eileiter

bes Huhnes wird mitLegenot" bezeichnet. Wie der Name schon deutlich sagt, können an Legenot leidende Hühner kein Ei legen, was

daran liegt, daß das fertige Ei sich am Ende des schalenstücke oder durch mangelhaft geölte Finger Eileiters festklemmt. Namentlich im Frühjahr, des Operateurs, durch Fingemägel oder scharfe

wo die jungen Hennen mit dem Legegeschäft beginnen und die Schlußöffnung des Legedarms

nicht genügend erweitert ist, häuft sich diese Erscheinung. Die Legenot wird aber meistens burd) anormale Eibildung ver­ursacht, und zwar kann es sich um übermäßig große oder um mißgestaltete (hakenförmige) Eier handeln. Zuweilen schieben sich auch ganz normale Eier quer vor die Öffnung des Eileiter­ausganges, und durch das kräf­tige Drängen des Tieres wird das Legen unmöglich gemacht. Die Henne kann recht gut und unauffällig mit einem im Ei­leiter befindlichen Ei einige Tage existieren; sobald aber ein zweites Ei fast ausgebildet ist, stellt sich das Unbehagen und infolgedessen das Pressen und Drängen, dann Traurigkeit und zuletzt der Tod ein. Um sie eine genaue Vorstellung übet den Legedarm und seine Funi tionen machen zu können, sei auf nebenstehende Abbildung ver­wiesen, die den Lehrgang einer Henne mit seinen einzelnen Ab­schnitten anschaulich wiedergibt.

Sobald man die Legenot be­merkt, muß Abhilfe geschaffen werden, und mit Geduld komm man meistens bald zum Ziel; rohe Gewalt ist immer vom Übel, weil dann die Schale zer­bricht und die Haut des Ei­leiters gefährdet ist. Bei der Operation läßt man das be­treffende Huhn mit dem Rücken nach unten halten und versucht nun, durch leichtes Drücken und Schieben von außen, dem Ei eine andere normale Lage zu geben. Um das Gleiten des

Legcaang der Henne.

i Eierstock, b auSgebildete Dotter, - trichterförmige Mündung des Eileiters, 6 oberste Ausbuchtung des Eileiters, e mittlere Ausbuchtung des Eileiters, f unterste Ausbuchtung des Eileiters, g Einmündung' des Legedarms in die jtloake, 1) Mast« dann, i Einmündung des Mast» darms in die Kloake, k Kloake.

Eies zu erleichtern, spritzt man etwas Ol in die Legeöffnung md bcstrcicht auch die Finger mit Ol, wen, man in die Kloake gelangen will. Ist die Muskulatur des Legedarins durch das bisherige Bemühen schon erschlafft, so belebt man sie durch eine lau­warme dreiprozenlige Tanninlösung. In den meisten Fällen wird schon durch diese Behandlung der Zweck erreicht werden. Gut bewährt haben sich auch Irrigationen von lauwarmem Wasser oder Einsttömenlassen von K'amillendämpfen. In hartnäckigen Fällen schiebt man an zwei gegenüberliegenden Seiten zwischen Ei und TarmwanL zwei geölte Haarnadelbogen ein, und dann wird das Ei wie auf einem Schlitten zutage treten. Das mancherseits empfohlene Anbohren oder Zerdrücken der Eierschale ist immer ein Wagnis und sollte nur als letztes

Mittel diese schwierige Operation angewendet werden. Niemals darf man dann durch Schieben und Drücken nachhelfen, vielmehr ist nach reich­licher Einspritzung von Öl oder Leinsamenschleim der natürliche Legeakt abzuwarten. Bei Lege- noi stellt sich auch leicht eine Entzündung der Eileiterwände ein, die je nach der Dauer des

anormalen Zustandes mehr oder weniger stark auftritt, manchmal auch tödlich verläuft. Um den in dem Eileiter angesammelten gelbkäsigen Belag zu entfernen, spritzt man dreimal täglich etwas lauwarmes Wasser in den Legedarm; diesem Wasser ist je Liter "ein Kaffeelöffel Alaun beizu- fügen. Werden die Eileiterwände durch Eier­

Haarnadeln verletzt, so tritt eine schwierige Eiterung ein, und das Tier verendet in den meisten Fällen nach einigen Tagen.

Deutlicher erkennbar ist schon eine weitere Folgeerscheinung der Legenot, der Eileitervorfall. Durch das anhaltend heftige Drängen des Huhnes stülpt sich nicht selten der Schlußteil des Legedarmes um und wird außerhalb der Kloake sichtbar; letztere wird häufig auch etwas hervor­gedrängt. Ein solcher Pa­tient ist sofort zu isolieren, um den Hahn abzuhalten und zu verhindern, daß die anderen Hühner an den Fleischteilen Picken. Die Kloake wird nun zunächst sauber gereinigt, der vor­gefallene Darmteil mit Wein­essig bestricken und mit gut ein- geölten Fingern in die natür­liche Lage gedrückt. Viele Hennen drängen aber fortwährend, so daß der Darm immer wieder hervor- tritt. Solchen Tieren gibt man zunächst zweimal täglich fünf Tropfen Opiumtinktur in einem Teelöffel Lindenblütentee; hier­durch wird die Darmiätigkeit des Tieres wesentlich beruhigt. Außer­dem kann man in die Öffnung des hartnäckigen Darmes etwas Eis schieben, das eine stark zu­sammenziehende Wirkung ausübt. Als letztes Mittel ist das Ver­nähen der Kloake anzuwenden.

verschwunden.

Knzucht und Pflege der

Grdbeerpflanzen.

Don Werner K o p P.

Die Erdbeerzeit ist lange vor­bei, und mit ihr ist eine der schönsten Früchte, 'bie wir in unseren Gärten haben, wieder für ein Jahr Eigentlich sollte die Erdbeere

In keinem Garten, und fei er noch so klein, schien, denn sie besitzt nicht nur den Vorzug, eine der schönsten Wartensrüdjte zu sein, sondern sie ist auch die am leichtesten zu erziehende. Außerdem verursacht ihre Anpflanzung keine zu grossen Kosten. Schon ein Jahr nach ihrer Pflanzung kann man meistens mit einer guten Ernte rechnen.

Die Erdbeerpslanze vermehrt sich durch Aus­läufer. Jedoch soll man diese nicht tror der Blüte entfernen, da der Naturtrieb der Erd- beeren derart stark ist, daß aus Kosten der Blüte neue Ausläufer gebildet werden.

Soll das Durcheinander auf den Beeten vermieden werben, so empfiehl) es sich, die Ausläuser hinter dem ersten Pflänzchen ab- zuschneiden. Diese Pflanzen werben dann bald- möglichst auf ein dungkrästtges, nahrungo-

reiches Beet pikiert. Durch das Pikieren wik man einen starken Wurzelstock erziehen, besser Triebknospe bann einen bedeutend größeren Raum für vielverzweigte Blutenstände bildet. Je breiter die Basis der Triebknospe, um sc mehr Blülenzweige und um so größer bie Fruchtbarkeit. Beim Pikieren wie bei bei späteren Pflanzung darf die Pflanze nicht tiefer zu stehen kommen als sie noch an der Mutter- pflanze stand.

3 m August, der wohl als der günstigste Monat für die Erdbeerpflanzung angesehen werden kann, holt man an einem regnerischen Tage die Pflanzen vom Pikierbcet, möglichst mit einem kleinen Erdbällen versehen, um sie auf die für sie bestimmten Beete zu setzen. Die Beete müssen unbedingt tief gegraben bzw. rigolt und gedüngt sein, denn man bedenke, daß die Erdbeeren Tiefwurzler sind. Nur ein sehr nahrungsveicher Boden gibt bie Ge­währ für große und schöne Früchte. Eventuell muß noch eine Bodenverbesserung mit Kompost­erde u. a. m. vorgenommen werden. 3c nach der Breite wird man auf jedes Beet zwei bis drei Reihen bringen und die Pflanzen im Ab stand etwa von 50 X 50 cm pflanzen. Vor allen Dingen muß jede Pflanze sich frei ent­wickeln können und dem vollen Genuß von Luft und Sonnenlicht misgcsetzt fein, was nach­her für eine gleichmäßigere Entwicklung, und bessere Reife der Früchte unbedingt erforder­lich ist. Für ständige Bewässerung an heißen Tagen ist selbstredend zu sorgen, lieber» Haupt ist das Wasser für die Erdbeerpflanzen sehr wichtig und kann zu jeder Jahreszeit, wenn nötig, gegeben werden. Nur wäh­rend der Blüte muß man vorsichtig sein und ein Benetzen derselben verhindern. Während der Apshildung der Früchte fit der größte Wasserbedarf sestzustellen. Sofort nach off Ernte können dem Wasser auch Dungstoffe zugesetzt werden. Sieft Jauche- oder Kunst- düngergaben sind aber nur dann vorzunchmen, wenn der Boden genügend Feuchtigkeit be­sitzt, da sonst die Jauche auf die Pflanze schädlich einwirkt. Tüchtige Ianchegnben bei froftfreiem Wetter Im Winter sind für Erdbeeir- beete ebenfalls zu empfehlen.

Gute Bodendnrchliiftung, während der Blüte ist dieses zu unterlassen, die durch öfteres Hacken oorgenommen werden kann, ist für die Wurzeln der Pflanze unbedingt erforder­lich. 3m Herbst wird man bie Pflanzen mit kurzem Dung zum Schutze gegen Frost cinbedtcn, um denselben im Frühjahr bei her ersten Bodenlockerung unterjugraben. Die über Winter abgestorbenen Blätter müssen entfernt und verbrannt werden, und nicht, wie oft fälsch­lich gemacht wird, untergegraben werben.

Eine Erdbeerpflanzung soll nicht älter als drei Jahre werden, da im vierten Fahre der Ertrag bedeutend geringer ist. Aus diesem Grunde muß schon ein Jahr vorher eine Neu- anlage geschaffen werden, damit nicht in diniern Fahre ein Ernteausfall zu verzeichnen Ist.

Erst wenn man alle diese Punkte bei einer Erdbcerpflanznng voll berücksichtigt, wird man an dem frischen Wachstum und den reichen Er­trägen seine Freude haben.

Neues aus Stall und Hof.

Aufzucht der Fohlen. 3e wertvoller ein Tier für den Menschen ist, desto sorgsamer muß feine Behandlung und Pflege, besonders im jugendlichen 9Uter, sein. Fehler und Unter­lassungen dabei in dieser Zeit rächen sich schwer in späteren Zeiten. Bolle vier Wochen lang nach der Geburt soll das Fohlen nur Mutter- milch genießen; dann bekommt es als Beifutter feines gutes Heu und gequetschten Hafer. Sehr vorteilhaft ist es, wenn es nun mit ber Muttelr Wclde besuchen kann. Sollte dies nicht mög­lich sein, so muß das Fohlen, wenigstens einige Stunden im Tage in eine Weldenkoppel gebracht werden, wo es die so nötige Beweaungafreiheft in frischer, gesunder Lust findet. Es soll auch täglich geputzt werden. Dabei, wie überhaupt bei seiner Wartung und Pflege, muß es schonend und sanft behandelt werden, damit es zutraulich wird und bleibt. Bvsnrttgkcsten, die später dem

Wert des Pferdes ganz beträchtlich herabmin­dern, lernt das Tier zu allermeist in seiner Jugend durch unsachgemäße Behandlung. Die natürliche Veranlagung ist auch bei den Tieren nicht gleich, und während der Pfleger bei dem einen Fohlen derber zugreäfen kann, schreckt ein anderes schon bei einem lauten Worte zurück. Sie wollen also gleichsam individuell behandelt sein. Das Absehen von der Stute erfolgt frühestens im Alter von drei bis vier Monaten und darf selbstverständlich nur allmählich erfolgen. Da die Fohlen im ersten Jahre am stärksten wachsen, so muß ihnen während dieses Zeitraumes eine besonders reich­liche Ernährung zuteil werden. Die tägliche! Hafergabe ist bei schwereren Tieren auf 5 kg, bei Fohlen leichter Schläge auf 2 bis 3 kg zu bemessen. 3m zweiten Fahre reicht man neben .Hafer im Sommer statt des Henes Griinfullcr. am besten ist der SBeibegang, Ohne diesen kann man keine gesunden, normal und kräftig gebauten Tiere mit gutem Gange aufziehen. Da die Fohlen in der Regel den wachsenden Huf durch die fehlende Bewegung auf trockenem harten Boden nicht gleichmäßig abnutzen können, so ist ein Beschneiden der Hufe alle zwei Monate nötig. Unterbleibt dies, dann können sich fehlerhafte Stellungen von Gliedmaßen bilden, die den Wert des Tieres herabsetzcn. 911.

SßraiidKit Enten Schwimmwasser? Zum Sclfiachten bestimmte Sungenten oder solche, die man zur Mast einstellt, sollen kein Schwimm­wasser haben. Sie setzen dann mehr Fleisch ant Aber tiefe Trinkgefäße müssen vorhanden sein, damit die Enten den Kopf ganz cknlauchen können. Zuchtenten sollen möglichst Schwimm- gelegenheit haben, jedoch kann man auch die auf hohe Leistungen gezüchteten Lausenten usw. ohne größere Schwimmgelegenheit halten. Kl.

Neues aus Feld und Garten, Treibhaus und Blumenzimmer.

Das Beizen des MntxrsaatKctreidrs muß ebenso wie das des Sommergetreides erfolgen. Es ist eine ebenso notwendige wirisch ästltchc Maßnahme wie das Pflügen, Säen und Grillten. Den- Beizung wirb auch heute, nament­lich in kleineren Betrieben, immer noch nicht die Bedeutung angemessen, bie ihr zukommt. Alljährlich werden im Winter, besonders aber ausgangs des Winters, durch den Schnee- fdtrmmel (3mfarium) ungeheure Schäden den Roggensaaten verursacht. So wird von einem mecklenburgischen Tute berichtet, daß bei einem einzigen Jahre ein Verlust von etwa 600 Zentner Roggen du ich Unterlassung der Beize herbeigeführt wurde. Wie groß mag da erst der Schaden besonders in solchen Gegenden sein, in denen im hügeligen Gelände Schucemussen über Winter längere Zeit lagern. Es ist ein­wandfrei erwiesen, daß die sogenannten Aus- nnntelmngsschüdcn, die sich In "erster Linie bei Roggen, dann aber auch bei Weizen und Wintergerste bemerkbar machen, nicht auf Wltlerungseinslüsse zu rückzusichren sind, sondern auf Schuceschimmcibcsail, der die jungen Saaten im Boden nicht zur Enttvick- uug kommen läßt. Dabei ist die Beizung des Wintergetreides die denkbar einfachste' und mit den bewährten Beiz Mitteln, wie Gennifan und anderen, leicht und mit ganz geringen Kosten durchzuführen. " W.

Der gemeine Ohrwurm, auch Ohrenhöhler, Ohrenkriecher oder Ohrenschlitz, fühlt sich er- wiescnermaßcn besonders zu Dahlien hinge- zogen und wirb dadurch zum Hauptseiud dieser sarbenprächtiacn Blumen. Da er nur des Nachts sein Unwesen treibt, kommt man selten auf seine Spur; tagsüber verkriechen sich die Tiere in Ritzen und Spalten, sehr oft in den Dahltcnbliiten selber. Die Pflanzen können von ihm so geschädigt werden, daß keine Blüte auf kommt, so daß sie entweder absterben oder als traurige Kümmerlinge mit zersetzten Blättern und Blüten ivctlcrwachsen. Der Dahllcnfreund steht meist ratlos vor diesen Zer­störungen, da er ja bcu Feind nicht kennt. Be­sonders ausfallend ist ihm, daß manche Eliten, A. B. die Pompondablien, und auch Stöäce in schattigen ober feuchten Stellen ganz a i

fallend vom unheimlichen Schädling befallen sind, während andere, die im vollen Sonnen­licht stehen, wenig ober gar nicht unter seiner Gefräßigkeit zu leiden haben. Trotz des licht­scheuen Wesens kann man aber die Ohrwürmer sehr leicht abfangen, und zwar während des Nachts, wenn sie zum Zerstörungswerk aus ihren Verstecken steigen. DieFalle" ist denk­bar einfach. Man füllt einen leeren Blumen­topf halbvoll mit lockerer Holzwolle, auch Stroh oder $eu, und stülpt ihn verkehrt auf den Pfahl oder die Stange, die als Stütze der Dahlienpflanzen dienen; mangeln solche, dann schlägt man welche in den Boden. Wenn es beginnt hell zu werden, verkriechen sich die Schädlinge in die Holzwolle, und am Morgen nimmt man dann dieFallen" behutsam ab und läßt den Inhalt samt Ohrwürmern ins lodernde .Herdfcucr, in Petroleum, heißest, scharfes Salz- oder Sodawasser fallen und läßt sie darin, bis sie vernichtet sind. Da die queck­silberigen Dinger ein zähes Leben haben, muß radikal oorgegangen werden. Außer Blumen­töpfen kann man aus alten Lappen, Holzwolle auch noch künstliche Verstecke schaffen. ' M.

Neues aus Haus, Küche und Keller.

Kaffeesatz als Putzmittel für Glasgefäße. Frischer Kaffeesatz ist ein vortreffliches Reini­gungsmittel für alle Glasgefäße, die einen trüben Ansatz zeigen. Man nimmt den Kaffee­satz so forsch wie möglich, gibt Ihn in das zu reinigende Gefäß und fügt etwas kaltes Wasser hinzu. Damit schüttelt man das Ge^ fäß gut durch und spült mit lauwarmem Wasser mehrmals nach. Jeder trübe Satz und Hinflug löst sich bei dieser Reinigung. Tr.

Gebackene Tomatenhälften. Zutaten: 1 kg Tomaten, ein Ei, Semmelkrumen, Bratfett, ein Teelöffel Maggi's Würze, Rührei aus sechs Eiern, geröstete 6cmntelfd)eibdn. 3u« bereitung: Die reifen festen Tomaten werden abgewaschen, abgetrodtnet. der Breite nach durchgeschnitten, leicht gesalzen, mit der Schnbtt- släche in zerquirltes Ei und Semmelkrumen getaucht, in heißem Bratfett knusprig ge­braten und auf geröstete Semmelscheiben ge-! legt, worauf sie leicht mit Biaggi's Würze beträufelt werden. Um sie herum kommt das aus sechs Eiern bereitete meidjflodtige Rührei, worauf man die Speise sofort zu Tisch gibt. O. W.

Karpfen nach fränkischer Art gebacken. Ein zwei- bis dreipfündiger Karpfen wird ge- schlachtet und nach dem Schuppen gespalten. Beide Sehen werden ausgiebig gesalzen und mit Pfeffer, Zwiebeln, Lorbeerblättern, Thgmian, Petersilie und etwas Essig mariniert und ein bis zwei Stunden liegen gelassen, damit das Salz burdybringt. Man läßt hierbei die Fisch­teile am besten auf einem Holzbrett liegen, die Hautseite nach unten. Das Salz darf sich nicht völlig verlaufen. Wenn bie Haut anfängt blau zu werben, ist mit dem Panieren zu be­ginnen. Man verwendet hierzu Weizenmehl oder halb Semmelmehl, halb Weizenmehl, jedoch keine Eier. Bei der Bereitung des Fettes darf nur reines, gut ausgelassenes Butterschmalz verwendet werden ober halb Butter und halb Palmin. Es muß so viel zur Verfügung stehen, daß der Fisch schwinmiend im Fett herausgebacken werden kann, deshalb sind keine flachen, sondern höhere Pfannen zu verwenden. "Außerdem muß das Fett sehr heiß sein (wie beim Küchlebackenf; bei zu wenig warmem Fett bleibt der Fisch farblos und weich. Nun wird zunächst die größere Hälfte hineingelegt, und zwar Rücken nach unten, damit sich die Karpsenkälste etwas wölbt und hierdurch gefälliger ausfieht. Nach einigen Minuten .Hcrumbrehen des einen Stückes und Einlegen her anderen Hälfte. Das Nach- einandereinlegeii ist deshalb notwendig, damit sich das Fett erholt unb nicht zu sehr abkühlt. Der 3ifd) muß durchgebacken sein, deshalb durch Gabeteinstechen überprüfen, vor allem am 9ln[atj des Kopses. Im allgemeinen ist der Fisch ferti i. wenn er auf beiden Seiten gold­gelb ausfieht. Man reicht zum gebothenen Karpfen am besten Kartoffel-, Endioien- ober Sel.eriesalat. Frau A. in L.

Aepf«! mit Creme. Man setzt geschälte unl mit einem Ausstecher ausgestochene Aepfel, die man mit Weinbeeren füllt, in eine mit Butter bestrichene Form. Danach verrührt man sechs Eigelb mit einem Löffel Mehl, gießt sechs Löffel Rahm dazu und gibt 100 g Zucker sowie die abgeriebene Schale einer halben Zitrone daran. Ist alles gut verrührt, gießt man den Creme über die Aepfel, stellt die Form in den Ofen und bäckt die Masse bis alles in die Höhe gegangen ist und eine gelbe Farbe, bekommen hat. Die Aepfel werden dann mit Zucker bestreut serviert. A. in K,

Bienenzucht.

3mkerarbeiten im Monat August.

Dieser Monat entscheidet darüber, ob du im nächsten Jahre gute, starke Völker, die etwas leisten, oder Schwächlinge auf deinem Stande haben willst, lieber Imkersreund. Hast du im Herbst in deiner Gegend noch gute Tracht, so ist alles gut, und wenn sonst die Königin gut ist, so wirst du starke Völker mit jungen Bienen in den Winter nehmen. Ist keine Tracht, so mußt du den Bienen eine solche vorspiegeln. Abend für "Abend gibst du eine warme Honigzuckerwasserlö'ung, etwa ein halbes Liter. Aber vorsichttg füttern. Kein Futter vergießen, am Tage die Futtergeschirr« entfernen, sonst entsteht Räuberei, die vielsu Bienen das Leben kostet, ja ganze Stöcke, selbst Stände vernichten kann.

Willst du wandern, so mühen die Dienen zur rechten Zeit zur Stelle sein. Die Kästen werden mit den Wandertüren geschlossen, die Fluglöcher verstopft, und mit einem Auto, das Lustreffen hat, geht die Reise abends los. Die Kästen kommen bis drei Stück übereinander, Wandertüren nach außen, damit die Bienen Lust haben. Die Wcchnungen werden durch Latten zu einem Ganzen zuianmicogestoltm. Die Unterlagen und die Dachdreltcr kommen in die Zwffchenräume. 9lun glückliche Fahrt!

Alle Völker untersuchst du jetzt gründlich. Schwarze oder sonst schlechte Waben entfernst du; enthalten sie noch Futter, hängst du sie ganz hinten hin unb entdeckeist den Honig. Die Futtervorrätc, die jedes Volk hat, irotierft du, am besten auf der Tür. Schätze nicht zu knapp (im Normalmaß enthält ein etwa 12 cm hoher Streifen beiderseits gehechelt etwa 1 kg), damit den Bienen später reichlich Futter für den Winter gegeben wird. Zeigt deine 'An­merkung 5 kg, so mußt du dem Volk später noch 5 kg Zucker zugeben, nicht nur 5 kg 3umerlofung. N<uh deiner fKelägttennig werden die Völker stark genug sein. Sieben Ziormal- waben muß das Volk belagern, sonst lohnt es .nicht, in den Winter genommen zu werden. Rechnest du zwei Gassen Verlust, so bleiben für das Frühjahr nur fünf Waben. (Norma'.gauz- rätünchen). 6duväd)cre Völker werden im Sdjeiiarnihaftcn vereinigt. Die schlechteste Königin lotest du, fegst dann beide Völker in den Schwarmkasten und gibst ihnen ein Futter. Ueber Nacht im kühlen Raum geht die Ver­einigung ohne Deißerei vor sich. Die Brüt- woben der Völker übernehmen bis nach der Vereinigung einige Nachbarvölker. Füttere die Hälfte des Winteworrates zweckmäßig in größeren Portionen. Schm.

Neue Bücher.

G<flüg«lstLlI«. Von Oberlandivirtschaistsrat R. Römer, Halle a. d. S. Heft 12 der An­leitungen der Deutschen Geselllchast für Züä>- tungokunde. Verlag Dout Pure», Berlin SW 11. Preis 1,50 RM.

In diesem Heft hat der Direktor der ^ehr* und Versuchsanstalt für Geslilgelzucht der Land- ivirtschastskammcr für die Provinz Sachsen seine langjährigen Erfahrungen über den Bau voil Geflugelstalien niedergelegt. Der Bau des Brutraumes, des Uwterliunftrnmncs für Kücken sowie die Herstellung eines Iunggefliksetstolles und Legehennenstalles usw. werden an Hand von anschaulichen Bildern eingekend erläutert. Wer den Bau eines GcflügelftuIlM beab­sichtigt, sollte vorher erst einmal die Broschüre lesen. Er wirb daraus viele praktische Winke entnehmen könn«». R.