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9er Volksentscheid.

Die wesentlichsten Durchführungsbestimmungen.

Das Verfahren des auf den 9. August anberaumten Volksentscheids zur Auflösung des Preußischen Landtags ist durch die Durchführungsbestimmungen des preußischen Innenministers genau geregelt. Von besonderer Bedeutung find folgende Bestimmungen:

Stimmberechtigt

ist wer am Abstimmungstage Reichsangehöriger und 20 Jahre alt ist und in Preußen wohnt. Auch Angehö­rige anderer deutscher Länder, die 20 Jahre alt und in Preußen wohnhaft sind, sind also stimmberechtigt. Das Erfordernis des Wohnorts in Preußen gilt auch bei denjenigen preußischen Staatsbeamten, Arbeitern und An­gestellten in preußischen Staatsbetrieben und Angehörigen ihrer Hausstände als erfüllt, die zwar nicht in Preußen, aber nahe der Landesgrenze ihren Wohnort haben. Als Wohnort gilt der Ort, an dem der Stimmberechtigte seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat. Ein nur für Tage oder wenige Wochen bemessener oder nur gelegent­licher Aufenthalt ist rein gewöhnlicher Aufenthalt im Sinne dieser Bestimmung. Abgestimmt wird in allen preußischen Gebieten, einschließlich der in Süddeutsch­land gelegenen preußischen Enklaven.

Abstimmungszeit.

Die Abstimmungszeit dauert von 8 Uhr vormit­tags bis 5 Uhr nachmittags. Nur in Stimm- bezirken mit weniger als 1000 Einwohnern kann die Ab- jtimmungszeü von den zur Abgrenzung der Stimmbezirke zuständigen Behörden so abgekürzt werden, daß sie spä­testens um 10 Uhr vormittags beginnt und um 5 Uhr nachmittags endet. Ohne eine solche Anordnung der zu­ständigen Behörde ist kein Abstimmungsvorsteher befugt, die Abstimmungshanldlung später zu eröffnen oder' früher zu schließen.

Abstimmungshandlung.

Für die Stimmabgabe erhält jeder Stimmberechtigte nach Betreten des Abstimmungsraumes außer dem amtlich gestempelten Umschlag einen Stimmzettel. Mit diesen beiden Stücken begibt er sich hinter die Schutzvorrichtung and macht dork auf dem Stimmzettel seinen Willen kennt- ilch; dies geschieht zweckmäßig in der Weise, daß Stimm­berechtigte. die die zur Abstimmung gestellte Frage bejahen wollen, in den Kreis des mitJa" bezeichneten Vierecks ein Kreuz oder ähnliches Zeichen setzen. Hierüber sind die Stimmberechtigten durch Aushang besonders zu belehren. Den so gekennzeichneten Stimmzettel legt der Stimm­berechtigte in den Umschlag und tritt zwecks Abgabe seiner Stimme an den Abstimmungstisch.

Einen Stimmschein

erhält aus Antrag ein Stimmberechtigter, der in einer Stimmliste oder Sümmkartei eingetragen ist.

1. wenn er sich am Abstimmungstage während der Abstimmungszeit von 8 bis 17 Uhr (5 Uhr nachmittags) aus zwingenden Gründen außerhalb seines Stimmbezirks aufhält:

2. wenn er nach Ablauf der Einspruchsfrist seine Woh­nung in einen anderen Stimmbezirk verlegt:

3. wenn er infolge eines körperlichen Leidens oder Gebrechens in feiner Bewegungsfähigkeit gehindert ist und durch den Stimmschein die Möglichkeit erhält, einen für ihn günstiger gelegenen Stimmraum aufzusuchen.

Der Stimmschein dars nur von der Gemeindebehörde des Wohnorts in der Zeit von der Veröffentlichung des Tages des Valksentscheids bis einen Tag vor dem Tage des Volksentscheids ausgestellt werden.

Der Antrag ist an die zur Ausstellung des Stimm- fcheins zuständige Gemeindebehörde zu richten. Zuständig ist die Gemeindebehörde des Wohnorts, oder wenn ein Stimmberechtigter feine Wohnung in einen anderen Stimmbezirk verlegt, die Gemeindebehörde des bis­herigen Wohnorts.

Stimmscheine können mündlich oder schrift­lich beantragt werden, einem schriftlichen Antrag ist jedoch unbedingt Rückporto beizulegen. Schließlich kann von einem Antragsteller gefordert werden, den Grund zur Ausstellung eines Stimmscheins glaubhaftzu machen. Er wird dann also darzulegen haben, daß er sich z. B. auf Erholungsurlaub oder auf einer Geschäftsreise befindet.

Wer nun einen Stimmschein erhalten hat, kann damit auch außerhalb seines Wohnorts am Volksentscheid teil- nehmen. Jedoch nur in Preußenl Der Stimm­schein gilt außerhalb Preußens nicht, und es gibt auch keine Möglichkeit, in einem anderen Staate am vÄksentscheid teilzunehmen.

Zu dem Raubüberfall auf die Kraftgüterpost Dresden Alleuberg. Der Polizei ist es gelungen, das Auto, das zu uem Raub Überfall auf den Postkraftwagen auf der Staats- straße DresdenDippoldiswalde benutzt worden ist, in einer Garage in Dresden-Cotta ausfindig zu machen. Es war bereits seit Wochen von der Polizei abgemeldet. Die Untersuchung hat ergeben, daß ein Dresdener Kraft­wagenführer mit dem Wagen eine Schwarzfahrt gemacht hat. Der Kraftwagenführer wurde ermittelt und festgenom- wen. Er leugnete zwar, an dem Raubüberfall bet iligt gewesen zu sein, bei einer Gegenüberstellung des Verhafte­ten mit dem Tankstelleninhaber und zwei Einwohnern von Wurgwitz bezeichneten ihn jedoch alle drei als einen der Insassen des in Frage kommenden Kraftwagens. Außer 21 000 RM Rentengebühren sind auch Wertbriefe und Wert­stücke geraubt worden, deren Inhalt noch nicht feststeht.

Gießen. (Rrrest für einen Militärmusikmeister.) Am Dienstag hatte sich der Obermusikmeister Loeber vom 1. Inf. Reg. Nr. 15 in Gießen vor dem Einzelrichter beim Gießener Rmtsgericht unter der Anklage der Mißhandlung und Beleidigung von Untergebenen zu verantworten. Die mehrstündige Zeugenvernehmung brächte keine Bewege für ine Mißhandlung der Leute, dagegen sah das Gericht in mehreren Fällen Beleidigung von Untergebenen als erwie­sen an- (Es verurteilte den Obermusikmeister nach dem Antrag des Staatsanwaltes zu drei Wochen gelinden Arrest.

Das Echo der Relchstanzlerrebe.

TRB- Berlin, 5. 8. ((Eigene Meldung). Die gestrige Rundfunkrede des Reichskanzlers wird von fast allen Blät­tern sehr ausführlich wiedergegeben und auch eingehend besprochen.

Dievossische Zeitung" nennt die Rede einen Rechen­schaftsbericht über die jüngste Vergangenheit. Bedeutsamer sei aber das Aktionsprogramm für die ZuKunst. (Es sei inhaltsschwer in zwei Worten zusammengefaßt: internatio­nale Kooperation. Die Rede sei ein erneutes Bekenntnis ZU den Stresemann'schen Grundsätzen einer deutschen Rußen- politik.

DasBerliner Tageblatt" betont, Dr- Brüning habe sei­nen entschlossenen Willen erklärt, aus dem Wege der Ver­ständigung, der mit den Besuchen in Paris und London beschritten wurde, weiterzugehen. Die Rede fei nicht büro­kratisch gewesen, sondern habe vom ersten bisLUM letzten Wort einen erfreulich populären Ton gehabt.

DieGermania" bezeichnet als Tharakteristikum der Rundfunkrede Brünings die Zerstörung falscher Illusionen und Erziehung des deutschen Volkes zu klarer und nüch­terner Beurteilung der politischen und wirtschaftlichen Re­alitäten. Der Satz den der Kanzler in seiner gestrigen Rundfunkrede geprägt habe:Fremde Hilfe erfährt nur der, der sich zunächst selbst zu helfen weiß und damit das vertrauen der Umwelt gewinnt", bezeichnete das Programm unserer Zukunft. Dieser Wille zur Selbsthilfe habe aber eine Voraussetzung, und der.Kanzler habe das am Schluß seiner Rede in wirkungsvollster Form betont, nämlich die Zusammenfassung aller Kräfte, die bereit sind,einer aus­bauenden Staatspolitik rückhaltlos und uneigennützig Hand und Herz zu weihen".

DieDeutsche Allgemeine Zeitung" sieht in der Rede einen guten technischen Rückblick über die letzten Wochen und einen Appell an das Verantwortungsbewußtsein des deutschen Volkes- Mit Befriedigung werde man zur Kennt­nis nehmen, daß die Reichsregierung für sich keine Unfehl­barkeit beanspruche.

DieBörsenzeitung" kritisiert ebenso wie die meisten anderen Rechtsblätter die Bemerkung des Kanzlers über seine Stellungnahme zum Volksentscheid, die außenpolitisch ein schwerer Mißgriff gewesen sei und innerpolitisch durch die Tatsache, daß der Kanzler mit Hilfe des Rundfunks und der schwierigen Lage Deutschlands die klusmerksam- Keit aller Kreise auf seine Rede zu lenken vermochte, eine nicht zu verteidigende Unzulässigkeit darstelle- Mit feiger Rede scheine Dr. Brüning die Absicht verbunden zu haben, brüsk für die Sozialdemokratie zu optieren-

DieDeutsche Tageszeitung" nennt die Rede eine Ent­täuschung. Die deutsche Öffentlichkeit hätte eigentlich in diesem Augenblick weniger eine Rekapitulation der Vor­gänge der letzten Wochen und sicherlich sehr gut gemeinte Ermahnungen an die Adresse des Einzelnen erwartet als vielmehr geeignet gewesen wären, das vom Reichskanzler beanspruchte Vertrauen zu fundieren-

Ruch dieDeutsche Zeitung" vermutet, daß all' die­jenigen enttäuscht sein werden, die sich von der Rede be­deutsame Rufschlüsse über die Absichten der Regierung ver­sprochen hatten.

Die kommunistische ZeitungBerlin am Morgen" spricht von einer feierlichen Einweihungsrede der heute zu eröff­nenden Lankschalter.

Kassel. Das Sportflugzeug D. 1989 der Akademischen Fliegergruppe Göttingen, eine Klemm-Daimler-Maschine, versuchte in später Nacht infolge Benzinmangels auf dem Flugplatz Kassel-Waldau zu landen. Das Flugzeug geriet zuerst in eine Herde weidender Kühe und blieb dann beim Landungsmanöver an einem Drahtverhau hängen. Die Maschine überschlug sich dabei und stürzte in einen Grabes wobei sie vollkommen zertrümmert wurde. wie durch ein Wunder kamen die beiden Insassen mit dem Schrecken davon. Die Maschine, die einen längeren Uebungsflug hin­ter sich hatte, mußte zuvor schon einmal in Arolfen not= landen.

Main z. (Selbstmorde auf dem Eisenbahndamm.) Diens­tagnachmittag ließ sich der in Viensheim wohnhafte 28 Iahre alte Landwirt Karl Gutjahr auf dem Bahndamm der Strecke Mainz-worms bei Kim- 25.9 von dem per- sonenzug 528 überfahren. Der Kopf wurde ihm vom Rumpfe getrennt- Es liegt unzweifelhaft Selbstmord vor. Mittwochabend gegen 20.30 Uhr ließ sich auf der Bahn­strecke Wiesbaden-Votzheim-Thausseehaus eine Frau jm Al­ter von 35 bis 40 Iahren von einem Zuge überfahren. Es wurde ihr der linke Fuß abgefahren,' außerdem erlitt sie eine schwere Kopfwunde, so daß. der Tod alsbald eintrat. Da die Tote keinerlei Ausweispaprere bei sich hatte, konnten die Personalien bisher noch nicht sestgestellt werden. An dem Fußwegübergang beim Bahnhof Bacharach wurde Dienstag nacht gegen 3-30 Uhr durch einen Handwerksbur­schen neben dem Gleis KoblenzLingerbrück eine männ­liche Leiche mit «abgefahrenem Kopf ausgesunden. Räch vorhandenen Briefanschriften handelt es sich vermutlich um einen P. Rlbrecht aus Zwickau in Sachsen.

Siegen i. W. (Jagdfrevel.) Die Siegerländer Waldun­gen werden in den letzten Monaten besonders stark von Wilderern heimgesucht, die dem Wildbestand unermeßlichen Schaden zufügen. Es ist festgestellt worden, daß die Wilde» rer Kolonnen bilden und mit Karabinern und Pistolen unter dem Wildbestand ausräumen - Aus Jägerhreifcn wird be­stätigt, daß den Wilderern in diesem Iahre über hundert Rehe in die Hände gefallen sein dürften ohne das übrige Wild. Endlich konnte die Polizei drei Personen festnehmen, die mit Karabinern die Jagd ausübten.

Rüssels he im. (Divi-Tage-Kurzarbeit.) In den Opel­werken ist die Arbeit wieder ausgenommen. In dieser Woche wird nur an drei Tagen gearbeitet, und auch für die nächsten Wochen ist mit der Beibehaltung der Drei-Tage- Kurzarbeit zu rechnen.

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: flus Stadt, Kreis und Provinz |

Mitteilungen lokalen Interesses aus dem Kreisgebiet sind für diese Rubrik willkommen.

Sehnsucht nach -er Vergangenheit!

Je schlechter die Zeiten werden, um so mehr sehnt man sich nach jenen Stunden seines Lebens zurück, die in ferner Vergangenheit Glück und Sorglosigkeit spendeten. Man spricht von der entschwundenen, goldenen Zeit und meint damit, wie düster und grau doch die Gegenwart ist Man spricht von der Harmonie und Eintracht einstiger Ver­gangenheit und meint damit die innere Zwiespältigkeit, den Haß und die Feindseligkeit in der Gegenwart. Es ist zwar gut, daß die meisten Menschen Erinnerungen haben, von denen sie in schlechten Stunden zehren können, aber andererseits heißt doch das ewige Erinnern sich mit neuen Verhältnissen, mit einer neugeschaffenen Situation n-cht abfinden können. Und gerade das letztere beobachten wir ja heute täglich bei so vielen Menschen. Sie werden mit der Zeit nicht fertig, sie fliehen aus ihr, oder sie stehen ihr zumindest fremd und abseits gegenüber. Niemand scheint begreifen zu wollen, daß Vergangenes nun einmal nicht wiederkehren kann und daß das Vergangene nicht be­einflussend für die Gegenwart und Zukunft ist. Mit dem Verlangen nach der entschwundenen goldenen Zeit ist nichts getan, man soll nur die Hoffnung haben, daß die Zukunft einmal rosiger leuchtet als die Gegenwart. Mehr noch, man soll helfen mitzuwirken an der Besserung der Zeit, jeder einzelne aus Leibeskräften soll Hand anlegen, um Staat und Verhältnisse zur Gesundung zu bringen. Man kann aber niemandem damit helfen oder ihm einen Dienst er­weisen wollen, wenn man in den Erinnerungen einer längst entschwundenen Zeit schwelgt. Außerdem, nicht alle Men­schen können aus der vergangenen Zeit das Lied des gro­ßen Glücks fingen. Es gibt viele unter uns, deren Leben noch niemals von Glück und Sorglosigkeit geschwängert war. Aber gerade diese sind die Männer, die trotzdem den Mut nicht sinken lassen und unentwegt hoffen aus jene Tage, die wir die goldene Zukunft nennen wollen. Jo­hannes Sturm gibt uns da ein Wörtlein zur Beherzigung mit auf den Weg:

Tut ab das träge Herzeleid das sehnende Verlangen nach der entschwundenen goldenen Zeit: Vergangen ist vergangen!

vor der Aufnahme des normalen Zah­lungsverkehrs beidenSparkaffen. WieWTB.- Handelsdienst erfährt, hat sich die Retchsbank grundsätzlich bereiterklärt, den Sparkassen die für die Durchführung des Zahlungsverkehrs erforderlichen Beträge in dieser Woche und in der nächsten Woche zur Verfügung zu stellen. Es ist allerdings noch nicht entschieden, in welcher Form die Finanzierung dieser Beträge erfolgt; hierüber werden noch Verhandlungen geführt. Man rechnet ab Montag nächster Woche an den Sparkassen mit der Wiederherstellung des Zahlungsverkehrs im ordnungsmäßigen Rahmen, das würde bedeuten, daß ohne Kündigung wieder 300 RMk. auf jedes Sparkonto ausgezahlr werden dürften-

Ein schweres Gewitter zog Montag nachmittag gegen 4 Uhr aus südöstlicher Richtung kommend über das Kreisgebiet. Der um ^S Uhr niedergehende wolkenbruch- artige Regen überschwemmte allenthalben Straßen, Gär­ten und Felder und richtete auch an Gbstbäumen Schaden an. In Schlächtern wurden verschiedene Straßen in einen Flußlaus verwandelt, sodaß sich das Wasser in die Keller ergoß und hier große Unordnung und Schaden anrichtete. Die Straßenüberschwemmungen wurden dadurch heroorge- rufen, daß die plötzlich niedergehenden ungeheuren Wasser­mengen durch die Kanalisation nicht schnell genug ab= ziehen konnten. Blitzschäden entstanden in Wallroth, wo eine Scheune eingeäschert wurde und eine Kuh und ein Schwein umkamen.

Die Lage des Arbeitsmarktes im Bezirk des Arbeitsamtes Hanau in der Zeit vom 15.31. Juli 1931. Trotz der gesunkenen Erwerbslosenziffer zeigt der Rrbeits- markt im allgemeinen keine Besserung. Bemerkenswert für die Beurteilung der Lage am Juliende ist besonders die Tatsache des Ansteigens der Rrbeitsuchendenzahlen im Baugewerbe um rund 100, in einer unter normalen Verhältnissen für dieses Gewerbe durchaus günstigen Zeit des Jahres- Eine wirkliche Entlastung durch Abgänge in Arbeit ist fast allein in der Jnduftrie der Steine und Erden, durch bessere Aufnahmefähigkeit in den Diamantschleiferei­en, eingetreten. Es wurden 12217 Rrbeitsuchende gezählt gegen 12250 am 15- Juli. In der Rrbeitslosen-Versiche- rung sind die Zahlen um rund 800 gefallen, meist infolge Aussteuerung, aber auch aufgrund* der Rotverordnung, durch Ablehnung Jugendlicher. Die Krifenfürforge weist dagegen einen Zugang von 400 Hairptunterstätzten auf.

Haushaltungskursus- Der für August und Sep­tember vorgesehene Haushaltungskursus an der Mädchen- Klasse der hiesigen Landwirtschaftsschule wird erst am 10. 8. seinen Anfang nehmen. Einige Anmeldungen können noch Annahme finden.

versass ungsfeier. Am Dienstag, 11. August, über­tragen sämtliche deutschen Sender von 121 llhr mittags die offizielle Verfassungsfeier im Reichstag, bei der auch Reichskanzler Dr- Brüning sprechen wird.

Keine staatlichen Mittel für Hagelschäden- Die beginnende Roggenernte zeigt, daß die Schäden, die das Hägelunwetter dieses Iahre s angerichtet hat, erheb­licher find, als angenommen worden ist. Bedauerlich ist auch, daß viele Landwirte in den letzten Iahren davon abgekommen sind, ihre Ernte gegen Hagelschäden zu ver­sichern. Ruch in diesem Iahre ist man an die $taatsregie= rung um Bereitstellung von Staatsmitteln, Steuernieder­schlagungen usw. aus Anlaß der Hagelschäden herangetre­ten. Staatliche Mittel kommen.für Hagelschäden ein für alle Mal nicht in Frage, weil die Landwirtschaft Gelegenheit hat, sich durch Hagelschlagversichernng gegen derartige Er-

verantwortlich für den Inhalt: Fr. Steinfeld.